Jürgen Banscherus: Davids Versprechen
Jürgen Banscherus beschreibt in "Davids Versprechen" den Alltag eines misshandelten Jungen: die ständigen Konflikte mit den Eltern und die Intoleranz der Mitschüler, die gar nicht ahnen, was dem unscheinbaren, seltsamen David, der immerzu nur lange Hemden und Hosen trägt, angetan wird.
Nachdem Davids Vater ihn erneut verprügelt hat, haut David ab. Dies ist nicht das erste Mal - doch landet David immer wieder zu Hause. Nach den wiederholten Auseinandersetzungen mit seinem Vater predigt seine Mutter - einmal wieder - das alles wieder gut werde und der Vater das ja alles nicht gewollt habe.
"...kann meinen Sohn David wegen starker Übelkeit erst ab der zweiten Stunde teilnehmen lassen.", liest Davids Mutter laut vor, als sie die Entschuldigung am nächsten Morgen schreibt."Das hatten wir schon letzte Woche...", sagt David. "Bist du sicher?", fragt die Mutter zurück."Und wie wär´s mit plötzlichem Fieber?" "Das hatten wir vor vier Wochen!", antwortet David.
Es ist immer dasselbe: Erst gibt es Streit mit seinem Vater, woraufhin es wieder in den dunklen, schwarzen Keller geht. Danach vertragen sie sich wieder und der Vater verspricht dem Jungen, dass es nie mehr vorkommen wird und sagt, dass es ihm leid tut. Immer die gleiche Leier. Wann endet dieser Teufelskreislauf?
David liebt seine Eltern sehr, aber er hasst sie auf der anderen Seite genauso. Er darf niemandem von den ständigen Streitereien und "Prügeleinheiten" erzählen, genausowenig wie von "dem Ding". David darf die Familie doch nicht ins Verderben treiben, was würden denn die Leute von ihnen denken? An wen sollte er sich wenden, er kann doch seine Familie nicht ausliefern. Er kann doch nicht das Versprechen brechen, das er seinen Eltern gegegeben hat?
Peter Pohl erzählt einfühlsam die Geschichte eines misshandelten Jungen, sehr realitätsnah. Sie scheint für uns auf den ersten Blick etwas unglaubwürdig, da wir uns solche Umstände kaum vorstellen können. Der Text gewährt tiefe Einblicke in die Seele eines misshandelten Jungen.
Claire Born (7a)
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