Der
Roman „Liebkind und Scheusal“ von Dagmar Chidolue handelt von den Gefühlen,
Träumen und Wünschen und dem Ende der Kindheit der fünfzehnjährigen Babette
Ruth Synnreiss.
Babette
erlebt in einem Sommer viel Aufregendes. Ein Beispiel dafür ist die folgende
Geschichte: Babette trifft sich mit ihrer besten Freundin Susann und deren
Freundin Cara im Schwimmbad. Früher waren Babette und Susann sehr gut
befreundet, bis Cara aufgetaucht ist. Susann ist danach nur noch im Doppelpack
zu sehen: mit Cara. Das gefällt Babette nicht und so sondert sie sich immer
mehr ab. So auch im Schwimmbad: Sie packt plötzlich ihre Sachen und läuft weg.
Da es aber noch etwas dauert, bis sie sich mit ihrem Bruder Nicki trifft, steigt
sie in eine S-Bahn und fährt bis zur Endstation. Der nächste Zug, der sie
wieder zurückbringen könnte, fährt erst in zwei Stunden. Viel zu spät, um
sich noch pünktlich mit Nicki zu treffen. Nach einigen Überlegungen macht
Babette sich zu Fuß auf den Weg. Plötzlich hält ein Wagen neben ihr und eine
angenehme Stimme fragt, ob er sie mitnehmen könne. Spontan sagt Babette ja und
steigt ein. Sie gibt sich als eine siebzehnjährige Barbara aus, die bei
Pflegeeltern wohnt. Sie erfährt, dass der Fahrer Wolfgang heißt. Als er sich
ihr nähern will, sagt sie, dass ihr Vater ihm dankbar sein wird, dass er sie
mitgenommen hat, da es viele schreckliche Menschen gibt. Da weicht Wolfgang zurück
und fährt weiter. Als sie am Citycenter ankommen, fragt Wolfgang, wann er sie
wiedersehen könne. Darauf antwortet Babette unnötigerweise: morgen um zwei Uhr. Dann
dreht sie sich um und sieht Nicki am Treppenaufgang stehen. Dieser rennt schon
die Treppen herunter. Als Babette dort ankommt, sieht sie zwei Gruppen kämpfen:
Eine mit schwarzen Bomberjacken und eine mit roten. Sie blickt sich nach Nicki
um und sieht ihn schließlich mit seiner roten Lederjacke, mit der er zufällig
bekleidet ist, am Bahnsteig stehen. Sofort läuft Babette auf ihren Bruder zu,
der auch schon von einer Faust erwischt wird. Sie zieht ihn mit sich und sie
nehmen den Zug nach Hause. Dort angekommen wollen die Eltern genau wissen, was
Babette und Nicki gemacht haben. Nicki erzählt die Geschichte und sagt dann,
dass Babette aus einem Auto mit einem Mann ausgestiegen ist und ihn geküsst habe.
Babette wird dadurch so sauer, dass sie ein Küchenmesser nimmt und es in Nickis
Richtung schleudert. Das Messer saust durch die Luft und bleibt dann in der
Tischplatte stecken. Danach schickt der Vater Babette und Nicki sofort auf ihre
Zimmer. Nach diesem Krach dauert es Wochen, bis die Familie wieder zusammenfindet.
Andere
Geschichten habe ich hier kurz aufgegriffen: Babettes Mutter ist Malerin und in
den Sommerferien soll eine Ausstellung stattfinden. Als Babette etwas dafür
abholt, trifft sie auf Wolfgang. Dieser hält Babette fest und sagt, dass sie
ihm dieses Mal nicht entwischen wird. Aber zum Glück kann sich Babette losreißen
und rennt schnell weg.
Auf
der Vernissage lernt sie die durchgeknallte Schauspielerin Ninotschka kennen.
Babette geht, ohne um Erlaubnis zu fragen, mit ihr weg. Dadurch handelt sie sich
wieder großen Ärger ein. So erlebt sie immer wieder neue „Abenteuer“...
Babette
Ruth Synnreiss ist fünfzehn Jahre alt. Sie hat glatte, helle Haare, die ihr bis
zum Po reichen. Babette ist klug, da sie Wolfgang nicht einfach ihren wirklichen
Namen und ihre Lebensgeschichte erzählt, sondern sich eine Geschichte ausdenkt
und so eine Schutzschicht aufbaut. Auf der anderen Seite ist sie aber auch sehr
naiv, da sie nicht einsieht, dass Ninotschka Drogen (dies ist eine weitere
Geschichte) nimmt. Babette ist in ihrem Inneren verwirrt, da Susann immer mit
Cara zusammen ist. Das verletzt sie und so nimmt sie immer mehr Abstand und lässt
keinen mehr an sich heran. Dadurch kann Babette es nicht aushalten, wenn ihre
Familie glücklich ist. Dann versucht sie, diese harmonische Stimmung zu
vermiesen. In diesen Momenten wird sie zum „Scheusal“. Doch Babette kann trotzdem auch
„Liebkind“ sein, z.B. bei den Vorbereitungen für die Ausstellung ihrer
Mutter. Sie reagiert aber auch leicht über, was man an ihrem Verhalten bei dem
Familienkrach erkennen kann. Babette wirft aus ihrem Zorn heraus ein Messer in
Richtung ihres Bruders. Sie beendet in diesem Sommer ihre Kindheit und weiß
noch nicht, was sie wirklich will.
Mir
gefällt das Buch nicht, weil die meisten Passagen sehr langweilig sind. Beim
Lesen hat es mich eigentlich nicht interessiert, wie es weitergeht. Sprachlich
ist es gut geschrieben, doch der Inhalt entspricht nicht meinen Vorstellungen.
Es handelt nur von Babette, die auch nicht weiß, was sie will und meistens das
macht, was ihre Eltern aufregen wird. Außerdem kann ich mich nicht in ihren
inneren Zwiespalt hineinversetzen. Daher fällt es mir meistens schwer, sie zu
verstehen.
Anna
Klöckner (8d)
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