Mirjam Pressler: „Novemberkatzen“

Das Buch „Novemberkatzen“ wurde von Mirjam Pressler geschrieben. Das Buch handelt von einem neunjährigen Mädchen namens Ilse, die zusammen mit ihrer Mutter und ihren zwei älteren Brüdern, Dieter und Horst, in einem Gemeindehaus lebt. Ihre Schwester wohnt bei ihren Großeltern. Ilse hat ihren Vater nie kennengelernt, denn dieser hat die Familie wegen einer anderen Frau verlassen, als sie noch klein war.

Ilse hat keine Freunde, da die anderen Kinder denken, dass sie dumm ist. Alle ärgern sie mit dem Spruch: „Ilse Bilse, keiner will´se“. Auch in der Schule wird sie von jedem geärgert und von den Lehrern für dumm gehalten. Ilse versucht, mit anderen Kindern in Kontakt zu treten, doch dies scheitert an ihrer Unsicherheit. Sie ist ein schüchternes, aber hilfsbereites Mädchen, z.B. führt sie den ganzen Haushalt, da ihre Mutter arbeiten gehen muss. Selbst wenn die Leute sie fragen, ob sie geärgert wird, erfindet Ilse eine Lüge und hofft, dass alles schnell vorbei geht und sie nicht länger unter dem Druck der Frage zu leiden hat. Sie lässt sich nicht anmerken, dass sie geärgert wird. Dadurch macht sich Ilse aber nicht sehr beliebt; von ihrer Mutter oder ihren Brüdern Prügel zu bekommen, ist für Ilse schon fast zum Alltag geworden.

Nur durch Zufall entwickelt sich zwischen dem behinderten Jungen Helmut und Ilse eine Freundschaft. Helmut ist wie sie selbst ein Außenseiter in der Gesellschaft. Außerdem findet sie eine Katze, die sie Mohrle nennt und bei ihrer Großmutter lässt. Wann immer sie Zeit hat, besucht Ilse sie, um mit ihr zu spielen. Hier findet sie zum ersten Mal Wärme und Zuneigung. Doch Ilses Leben ist immer noch kein gutes. Immer wenn es ihr gerade gut geht, macht ein anderer Vorfall alles zunichte, z.B. als Ilse bei ihrem Vater ist und denkt, dass es ihr nun endlich besser geht, wird ihre Stiefschwester ihr vorgezogen.

Das Buch wechselt zwischen einer in Gedanken erschaffenen Welt von Ilse und der Realität, die die Gedankenwelt immer wieder zerstört. Doch trotz alledem lässt sich Ilse nicht unterkriegen und macht immer weiter. Am Ende kommt der Jahreswechsel, an dem Ilse als Abschlusszitat denkt: „Nächstes Jahr ist wieder ein Jahr. Ein Jahr und noch ein Jahr.“

Ich meine, die Autorin will uns damit sagen, dass man immer Hoffnung auf ein besseres Leben haben soll und auch, wenn uns das Schicksal hart trifft, diese nie aufgeben soll.

 

Marcel Kraushaar (8d)                                                                 zurück zur Übersicht