Herbert geht auf ein Gymnasium und ist ein sehr guter Schüler, von seinen Mitschülern wird er jedoch oft gehänselt. Er trägt eine große, runde vergoldete Brille, weshalb seine Mitschüler ihn "Ratte mit Brille" nennen. Herberts Vater ist sehr aggressiv und haut öfter mal zu, er arbeitet als Taxifahrer. In der Familie hat er die Hosen an. Die Mutter dagegen ist sehr liebenswert und kümmert sich gut um ihren Sohn.
Herbert hört auf seine Eltern und traut sich nicht, ihnen zu widersprechen, oft bekommt er eine Ohrfeige von seinem Vater. Jeden Morgen vor der Schule geht er in den Kiosk von Frau Kronawitter. Er kauft immer zwei Banjos, die er dann isst, wenn er in der Schule von den anderen geärgert wird.
Frau Kronawitter hat ihren Kiosk nach dem Krieg von ihrem verstorbenen Mann übernommen. Sie musste in ihrem Leben einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen: den Verlust ihres Sohnes. Als er 13 Jahre alt war, hatte er mit Freunden einen Zigarettenautomaten geknackt, war aber aufgrund seines Alters nicht bestraft worden. Der Vater entschied daraufhin, dass der Junge bei einem Onkel aufwachsen solle. Wenige Jahre später stirbt der Sohn, sodass Frau Kronawitter ihn doppelt verliert.
Herbert bekommt eines Abends von seinem Vater ein Klappmesser. Als seine Eltern am gleichen Abend noch ausgehen, beschließt er, einen Spaziergang zu machen, das Klappmesser hat er dabei in seiner Hosentasche. Bekommt er Angst, umgreift er es schnell und drückt es fest an seinen Oberschenkel. Als er vor dem Haus einen roten Wagen sieht, weiß er gleich, dass es sich um den Wagen des männlichen Besuches seiner geschiedenen Nachbarin handelt. Herbert klappt sein Messer aus und zerkratzt das Auto. Er hat ein gutes Gefühl dabei, er fühlt sich stark und lässt alle schrecklichen Gefühle an dem Auto aus, den Hass auf seine Eltern, den Hass auf seine Mitschüler und auch den Hass auf sich selbst. Er weiß nicht, dass Frau Kronawitter mit ihrem Hund vorbeigeht und sieht, wie er das Auto zerkratzt. Sie redet sich ein, ihn nicht gesehen zu haben und beschließt, niemandem etwas zu sagen.
Als Herbert im Bett liegt und über alles nachdenkt, bekommt er ein schlechtes Gewissen. Als er dann noch am nächsten Tag hört, dass die Polizei Nachforschungen anstellt, hat er Angst. Doch da die Polizei nichts herausfindet und kurze Zeit später alles auf sich beruhen lässt, fühlt sich Herbert wieder ermutigt.
Frau Kronawitter dagegen fängt an, über ihr Leben und die Fehler, die sie gemacht hat, nachzudenken. In ihren Gedanken identifiziert sie sich mit Herberts Mutter, ihre Gefühle gegenüber Herbert vermischen sich mit denen gegenüber ihrem eigenen Sohn. Sie nimmt sich vor, mit Herbert über seine Tat zu reden und ihm ins Gewissen zu reden, damit er damit aufhört, Autos zu zerkratzen. Gleichzeitig will sie ihm aber auch versprechen, dass sie zu ihm hält und niemandem etwas von dem Vorfall erzählt.
Eines Morgens geht Herbert wie jeden Morgen mit seinem Klappmesser in der Hosentasche in den Kiosk von Frau Kronawitter, um zwei Banjos zu kaufen. Frau Kronawitter hat sich vorgenommen, ihm ihre Hilfe anzubieten. Als er vor ihr steht, sagt sie, sie wolle ihn etwas fragen, doch dann bricht sie ab und redet nicht weiter. Herbert ahnt, dass sie etwas weiß.
In der Schule ist es schrecklich, er wird wieder gehänselt. Am Nachmittag fährt er mit dem Fahrrad durch Berlin, er begegnet einer schönen Frau und folgt ihr schließlich. Als er am Bahnhof neben einem Fahrrad steht, hat er das Bedürfnis, das Fahrrad zu zerkratzen. Er holt das Messer aus der Hosentasche und zieht es über den Lack. Keiner sieht etwas. Dann fährt er nach Hause und begegnet im Flur Frau Kronawitter. Sie nimmt allen Mut zusammen und sagt, sie wisse, dass Herbert das Auto zerkratzt habe. Sie lädt ihn ein, später zu ihr in die Wohnung zu kommen. Als er kurze Zeit später zu ihr kommt, freut sie sich und denkt, es gebe noch Hoffnung. Doch dann passiert etwas Unfassbares: Herbert holt sein Messer aus der Tasche und sticht auf sie ein.
Wenige Tage später erscheint in der Lokalzeitung folgender Artikel: