Kurt Held: "Die rote Zora"                    

In dem Buch “Die rote Zora”, geschrieben von Kurt Held, geht es um eine Bande heranwachsender Jugendlicher, deren Zuhause ein alte Burgruine ist und die bei dem Versuch gesund, frei und satt durchs Leben zu kommen, einige Abenteuer erleben.

Branko, ein großgewachsener, hübscher Junge, lebt mit seiner Mutter in Senj, einer Stadt an der kroatischen Adriaküste. Er ist der Sohn des wandernden, berühmten Geiger Milan, der nur selten zu Hause ist. Seine Mutter ist eine kränkliche Tabakarbeiterin, die eines Tages stirbt und Branko alleine zurücklässt. Nun hat er nichts mehr zu essen und kein Zuhause mehr, nur noch seine Großmutter, die alte Kata, zu der ihn alle Leute schicken, die ihn aber nicht haben will. Eigentlich nimmt Branko sich vor, niemals klauen zu gehen, doch eines Tages verleitet ihn sein großer Hunger nun doch dazu. Der gemeine Gendarm Begovic nimmt Branko fest und steckt ihn für seine "Untat" ins Gefängnis. Doch hier greift Zora, das Mädchen mit den feuerroten Haaren, helfend ein. Sie hat die Szene auf dem Fischmarkt mitbekommen und ist den beiden bis zum Gefängnis gefolgt. Sie setzt alles daran, Branko heimlich aus dem Gefängnis zu befreien und in der letzten Sekunde schafft sie es dann auch. Zora findet Branko auf Anhieb sympathisch, was auf Gegenseitigkeit beruht. Sie nimmt ihn mit in die alte Burgruine, in der sie und ihre Bande heimlich hausen. Ihre Bande besteht aus drei Jungen: Pavle, einem schwerfälligen, aber grundguten Bauernjungen, Nicola, einem flinken, kleinen, geschickten Kerlchen und Duro, einem verschlagenen und etwas brutalen Jungen, mit dem Branko überhaupt nicht zurechtkommt und zuletzt noch der feurigen Zora selbst, dem Teufelsmädchen, der Anführerin der Bande. Zusammen nennen sie sich die „jungen Uskoken!!“. Nach kleinen Anfangsschwierigkeiten mit Duro, wird auch Branko in die Bande aufgenommen. Zusammen erleben die fünf Heranwachsenden eine Menge gefährlicher aber auch lustiger Abenteuer, z.B. kommt es zum Kampf mit einem Luchs und mit einem Tintenfisch.

Natürlich hat die Bande auch jede Menge Feinde. Da sind z. B. die Gymnasiasten, auch eine Bande junger Knaben, mit dem einen Unterschied: Sie kommen alle aus sehr reichen Familien. Unter ihnen ist auch der Sohn des Bürgermeisters oder der Sohn des Polizeiwachmanns Begovic. Diese Bande verprügelt aber Menschen, weil sie Lust dazu hat, wie auch den armen, jungen, hilflosen Händler Stjepan. Immer wenn er in die Stadt kommt, muss er dran glauben! Da aber die Uskoken Stjepans Freunde sind, helfen sie ihm und verprügeln die Gymnasiasten und rächen sich an ihnen - und zwar nicht zu knapp! So kommt es auch, dass bald auch schon die ganze Stadt hinter den Uskoken her ist. Begovic, der reiche Karaman und der Bürgermeister setzen sogar eine Belohnung über 100 Dinar auf sie aus. Aber da gibt es ja Gott sei Dank noch Gorian, den alten Fischer, der außerhalb wohnt und sich in schwerer Lage sehr für die Kinder einsetzt. Er bietet ihnen ein Dach über dem Kopf und lehrt sie das Fischen. Die Kinder fühlen sich richtig wohl bei dem alten Onkel Gorian. Ihre wilden Streiche jedoch bringen die Bürgerschaft gegen sie auf und ihnen droht allesamt das Gefängnis. Doch es gibt ja zum Glück noch  Gorian, er überzeugt die Stadtväter vom Gegenteil und gibt der ganzen Bande ein festes Zuhause und schließlich  nimmt alles ein gutes Ende!!!

Mir persönlich gefällt dieses Buch nicht so gut, da es keinen richtigen Höhepunkt gibt. Der Text ist in mehrere „kleine Geschichten“ eingeteilt und jede hat eben nur einen minimalen Höhepunkt. Auch denke ich, dass dieses Buch eher für  10- 12 Jährige geeignet ist, denn es geht um noch ziemlich junge Streuner und mich (14 Jahre) interessiert das eher weniger! Es hat sich sehr lange hingezogen und ich musste mich dazu überwinden weiterzulesen, weil es mich echt gelangweilt hat! Trotzdem habe ich auch viele andere Meinungen zu diesem Buch gehört!!!! Geschmäcker sind verschieden!!

Zum Autor:

Kurt Held wurde am 4.11.1897 in Thüringen geboren. In jungen Jahren wanderte er durch viele Länder, wie Ungarn, Italien, Spanien, aber auch weit über Europa hinaus. Kurt Held arbeitete dort als Schiffer, Bergmann, aber auch als Redakteur, Leiter einer Volkshochschule, Verleger und Wanderbuchhändler. Zwischen 1918 und 1933 veröffentlichte er unter seinem richtigen Namen Kurt Kläber zahlreiche Werke. Kurt Held starb am 9.12.1959. Sein Werk „Die rote Zora“ zählt seit Jahrzehnten zu den Klassikern der Jugendliteratur. Es wurde in 15 Sprachen übersetzt und auch als erfolgreiche Fernsehserie verfilmt.

Nina Hartmann (8d)                                                                                           zurück zur Übersicht