Inhalt

hier kommt der inhalt hin

Ich bin Blindtext. Von Geburt an. Es hat lange gedauert, bis ich begriffen habe, was es bedeutet, ein blinder Text zu sein: Man macht keinen Sinn. Man wirkt hier und da aus dem Zusammenhang gerissen. Oft wird man gar nicht erst gelesen. Aber bin ich deshalb ein schlechter Text? Ich weiß, da ich nie die Chance haben werde im Stern zu erscheinen. Aber bin ich darum weniger wichtig? Ich bin blind! Aber ich bin gerne Text. Und sollten Sie mich jetzt tatschlich zu Ende lesen, dann habe ich etwas geschafft, was den meisten "normalen" Texten nicht gelingt.

Noch ein Blindtext

Weit hinten, hinter den Wortbergen, fern der Länder Vokalien und Konsonantien leben die Blindtexte. Abgeschieden wohnen Sie in Buchstabhausen an der Küste des Semantik, eines großen Sprachozeans. Ein kleines Bächlein namens Duden fließt durch ihren Ort und versorgt sie mit den nötigen Regelialien. Es ist ein paradiesmatisches Land, in dem einem gebratene Satzteile in den Mund fliegen. Nicht einmal von der allmächtigen Interpunktion werden die Blindtexte beherrscht – ein geradezu unorthographisches Leben.

Eines Tages aber beschloß eine kleine Zeile Blindtext, ihr Name war Lorem Ipsum, hinaus zu gehen in die weite Grammatik. Der große Oxmox riet ihr davon ab, da es dort wimmele von bösen Kommata, wilden Fragezeichen und hinterhältigen Semikoli, doch das Blindtextchen ließ sich nicht beirren. Es packte seine sieben Versalien, schob sich sein Initial in den Gürtel und machte sich auf den Weg.

Als es die ersten Hügel des Kursivgebirges erklommen hatte, warf es einen letzten Blick zurück auf die Skyline seiner Heimatstadt Buchstabhausen, die Headline von Alphabetdorf und die Subline seiner eigenen Straße, der Zeilengasse. Wehmütig lief ihm eine rethorische Frage über die Wange, dann setzte es seinen Weg fort.

Unterwegs traf es eine Copy. Die Copy warnte das Blindtextchen, da, wo sie herkäme wäre sie zigmal umgeschrieben worden und alles, was von ihrem Ursprung noch übrig wäre, sei das Wort "und" und das Blindtextchen solle umkehren und wieder in sein eigenes, sicheres Land zurückkehren.

Doch alles Gutzureden konnte es nicht überzeugen und so dauerte es nicht lange, bis ihm ein paar heimtückische Werbetexter auflauerten, es mit Longe und Parole betrunken machten und es dann in ihre Agentur schleppten, wo sie es für ihre Projekte wieder und wieder mißbrauchten. Und wenn es nicht umgeschrieben wurde, dann benutzen Sie es immernoch.

und noch einer ;)

Dies ist ein Blindtext. Bitte beachten Sie den weiteren Inhalt dieses Textes nicht. Es handelt sich tatsächlich, so war mir Gott helfe, nur um einen Blindtext.

Ja ja, ich merke schon, Sie können es wohl nicht lassen. Na gut, dann erzähle ich jetzt einen Witz: Wie viele Blondinen braucht man, um eine Glühbirne zu wechseln? Fünf, eine, die die Glühbirne hält, und vier, die das Zimmer drehen. Soso, jetzt lachen Sie auch noch, wo ich doch ausdrücklich darauf hingewiesen hatte, den Text überhaupt nicht weiter zu lesen. Manche Leute müssen einfach permanent Regeln brechen. Verdammt noch mal, hier kommt nichts mehr, was auch nur irgendwie von Relevanz wäre. Nonsens sozusagen. Nonsens, Nonsens, Nonsens. So was von Nonsens. Nonsens, Nonsens, Nonsens, Nonsens, Nonsens, Nonsens, Nonsens, Nonsens, Nonsens, Nonsens, Nonsens, Nonsens, Nonsens, Nonsens, Nonsens, Nonsens, Nonsens, Nonsens, Nonsens, Nonsens, Nonsens, Nonsens, Nonsens, Nonsens, Nonsens, Nonsens, Nonsens, Nonsens, Nonsens, Nonsens, Nonsens, Nonsens, Nonsens. Glauben Sie es jetzt?

Nichts wichtiges mehr. Gar nichts. Das Telefonbuch wäre interessanter, da lernt man vielleicht noch nette Leute kennen. Oder an die Wand kucken. Was man auf so einer Wand alles sehen kann: Wand, Wand, etwas Wand, Spinnenweben (kommt auf die Wand an), Bilder (so vorhanden), Spiegel ( s. Bilder), keine Bilder (s. Bilder und Spiegel), keine Spiegel (s. Bilder, Spiegel und keine Bilder) und andere Sachen. Jedenfalls, um es kurz zu machen, viel interessantere Dinge als diesen Text. Man kan n ja auch einfach mal nichts machen. Einfach mal das etwas etwas sein lassen und nichts machen. Keine Texte lesen, vor allem keine Blindtexte. Und wenn schon Blindtexte, dann auf gar keinen Fall diesen hier. Weil, ich glaube, das hatte ich schon erwähnt, dieser Blindtext absolut keinen Inhalt hat. Sicher, es gibt auch noch andere Dinge, die keinen Inhalt haben, eine leere Flasche zum Beispiel. Obwohl, da ist ja noch Luft drin. Also dann halt eine Flasche mit keiner Luft drin, also mit einem Vakuum. Mist, ist ja doch was drin (das Vakuum meine ich). Oder, anderes Beispiel, der Kopf von Jenny Elvers. Außer dem halben Brötchen mit Teewurst ist da nämlich auch nichts drin. Wobei der Wert dieses halben Teewurstbrötchens den Wert dieses Blindtextes bei weitem übersteigt. Bei weitem ist noch untertrieben. So wie dieser Blindtext inhaltsleer ist, so untertrieben ist der eben genannte Vergleich. Bei weitem, HA! Also mindestens doppelt so untertrieben. Aber ich glaube, bei diesen Größenordnungen von Untertriebensein wäre jeder Vergleich Nonsens. So wie dieser Blindtext.