Mein kleines Reisetagebuch... |
Donnerstag, der 18.Mai 2006 Seit vorhin bin ich stolze Besitzerin eines kleinen Zeltes, nun kann ich also ohne Probleme zelten! Brauche jetzt nur noch eine Isomatte/Luma, die besorge ich dann Morgen in der Stadt, denn dort gibt es den einen oder anderen Backpackerladen! Und vielleicht finde ich ja auch noch eine batteriebetriebene Lampe, damit ich dann abends im Zelt noch lesen kann. Zumindest bin ich mit den Vorbereitungen meiner Tour nun fast fertig! Wird wohl auch langsam Zeit, denn Morgen werde ich kaum welche haben. Ich muss das Auto abgeben, das Neue von einer anderen Autovermietung abholen, packen, Auto einladen und schlussendlich auch noch ein paar Kleinigkeiten besorgen. Ach ja, und in mein Lieblingscafé im Kings Park wollte ich auch noch einmal... Habe noch Ewigkeiten mit Cecil gespielt und geschmust (die im übrigen gerade an der Durchgangstür von Jacki und John kratzt wie wild... Sie will wohl zu mir...) und ein paar Klamotten gewaschen. Und im Internetcafé war ich noch. Aber nun ist langsam aber sicher Bettruhe angesagt, ist schon spät, ich hoffe, Cecil bekommt sich auch irgendwann ein und hört auf, die Tür zu zerkratzen... |
Mittwoch, der 17.Mai 2006 Heute war mal wieder ein aufregender und ereignisreicher Tag. Nicht, dass ich wichtige Dinge erledigt hätte, aber ich bin dem Abschluss meiner Reisevorbereitungen etwas näher gekommen. Ok, ein Zelt oder eine Luma habe ich immer noch nicht, doch dafür habe ich jetzt genügend Kaffee für die kommenden Wochen (vielleicht sogar für die kommenden Jahre...) und habe eine praktische Frisur für die Reise. Nein, ich habe keine Glatze, aber die Zotteln sind nun wieder ordentlich gestutzt und werden mich die kommenden 6 bis 8 Wochen endlich nicht mehr nerven... Auch schwarz sind sie wieder, denn ich habe sie mir hier gerade gefärbt... Also soweit alles startklar! Meine Magen-Darm-Geschichte ist fast vollständig abgeklungen und meine Kopfschmerzen haben sich auch nicht wieder aufgedrängt. Soweit alles so gut. Den Mietvertrag von meinem derzeitigen fahrbaren Untersatz habe ich telefonisch auch noch bis Freitag verlängert und ein paar tolle Fotos vom Sonnenuntergang an einem der zahlreichen Strände hier habe ich auch noch gemacht. Ach ja, und mich über jede Menge Emails gefreut! Schön, dass man erst einen Anreiz dafür bieten muss *grins*! Dafür bekommt ihr ja dann auch Postkarten von Tuvalu! Ich hoffe, dass es dort auch Postkarten zu kaufen gibt! Sonst verspreche ich hier etwas, was ich dann wegen "Hardware-Problemen" gar nicht einhalten kann... Naja, zur Not male ich die Postkarten halt selber! Sind dann auch garantiert Unikate! Unbezahlbar schöne handgeklöppelte Postkarten von mir! Wäre doch auch mal was! Und ihr könnt mit den Dingern dann auch noch reich werden, denn meine Malkunst ist ja weltbekannt... gruselig! Aber mal Spaß beiseite, ich werde schon irgendwo Postkarten auftreiben und mein Versprechen einhalten! Ansonsten ist alles schön, selbst das Wetter war heute mal wieder angenehm (natürlich nur in der Sonne, denn im Schatten ist es durch den kalten Wind immer sehr unangenehm) und habe heute mit unglaublich vielen Menschen geschnattert. Kannte ich zwar alle nicht, aber die mich ja auch nicht! Ist halt hier so üblich, dass man wildfremde Personen einfach mal zutextet. Und wenn's auch nur wegen dem Wetter ist!!! Versucht das mal daheim in Deutschland: wenn ihr irgendwo am Warten seid, fangt einfach mit jemandem, der mit euch am Warten ist, ein Gespräch an! Und ich erbitte dann Erlebnisberichte per Email, was euch dann so passiert ist! Übrigens: nein, ich bin nicht betrunken und habe auch sonst keine Drogen zu mir genommen -zumindest nicht wissentlich- :o)))!!! Ich bin einfach nur gut drauf und werde nun langsam mal ins Bettchen stiefeln... |
Dienstag, der 16.Mai 2006 Echt toller Tag heute: ich hab scheinbar irgendein Magen-Darm-Infekt, hab Kopfschmerzen und mir ist saukalt... Habe hunger, traue mich aber nicht, etwas zu essen. Und eigentlich wollte ich heute noch so viel erledigen, doch ich traue mich nicht aus meinem Apartment... Ganz zu schweigen davon, dass ich auch gar nicht hinaus will, sondern viel lieber in meinem Bettchen versuche, den ganzen Mist "auszuliegen"... Hoffe, ich bin Morgen wieder fit, denn am Samstag fahre ich definitiv mit Jacki nach Monkey Mia zu den Delphinen, sie hat den Rückflug von Shark Bay zurück nach Perth nämlich schon gebucht! Und ich muss noch wichtige Dinge kaufen, ein Zelt und eine Isomatte oder Luma wären zum Beispiel nicht schlecht, wenn ich campen will (bzw. aus finanziellen Gründen campen muss)... |
Montag, der 15.Mai 2006 Also Jacki kommt nun definitiv mit nach Monkey Mia, sie hat alle Gäste vertröstet, dass sie sich morgens selbst Frühstück machen müssen und sie will unbedingt Benzin und Unterkunft in Monkey Mia bezahlen... Auf diesen Deal habe ich mich dann nach erfolglosen Verhandlungsversuchen eingelassen, blieb mir auch nix anderes übrig... So spare ich dann immerhin eine Menge Geld, muss "nur" den Mietwagen bezahlen! Nachdem ich dann mal wieder im Kings Park mein Lieblingscafé besucht (und wieder ewig mit der Kanadierin, die dort bedient, geschnackt) und eingekauft hatte (Bananen sind übrigens wegen der immensen Ernteausfälle durch den Zyklon, der vor zwei Monaten durch die Region um Cairns eingeschlagen ist, mit 6 EUR pro Kilo richtig teuer geworden!!!), begab ich mich dann wieder ins Internetcafé und reservierte dann ein Auto bei der preiswertesten Vermietung, da alle Angebote da waren. Naja, sind trotzdem etwa 300 EUR, die das Auto für zwei Wochen kosten wird... Hatte ich schon erwähnt, dass es die Nacht und zwischendurch heute am Tage geschüttet hat, wie aus Kübeln? Obwohl sich die Sonne heute nur selten sehen ließ, waren die Temperaturen relativ angenehm bei etwa 21°C. |
Sonntag, der 14.Mai 2006 Habe heute im Internetcafé stundenlang nach Flügen gesucht und schließlich dann doch einigermaßen bezahlbare von Perth nach Melbourne und Melbourne nach Sydney gefunden und gleich gebucht. Werde also eine Woche bei Helen & Chris in Melbourne sein, bevor ich nach Fiji und Tuvalu fahre! Voll schön. Habe auch gleich nach einem preiswerten Mietauto gesucht, mit dem ich dann nach Monkey Mia und Exmouth fahre... Nicht einfach, muss noch ein paar Angebote, die ich dann per Email bekommen werde, abwarten. Nachdem ich also den halben Tag im Internetcafé verbracht habe, war ich dann froh, abends wieder daheim zu sein und freute mich über einen ziemlich langen Besuch von Cecil, mit der ich ausgiebig kuschelte. Aber so langsam nimmt alles so seine Formen an und Jacki ist schon derart am Organisieren, dass es so aussieht, als würde sie mich wirklich unbedingt begleiten wollen... |
Samstag, der 13.Mai 2006 Bin also in meinem "Ein-Tages-Domizil" gegen 11 Uhr ausgezogen, war bei der Post (einige dürfen sich über eine Postkarte freuen!) und habe dann endlich Helen zu Hause erreicht. Ohne dass ich ein Wort verloren hatte, lud sie mich gleich erst einmal zu sich ein und meinte nur: Du kannst bleiben, so lange Du willst... Tja, das macht meine Planung für die komenden vier Wochen etwas leichter! Habe heute ansonsten nicht wirklich viel gemacht, war nur noch einmal frische Dinge einkaufen und musste dann dringend nach Hause (also wieder in mein "altes Apartment") und auch dort bleiben, da ich furchtbare Bauchschmerzen bekommen hatte. Diese hatte ich dann bis zum Schlafengehen, war also ein nicht so super toller Tag... Zwischendurch hatte ich noch ziemlich lange mit Jacki geschnackt und sie ist am Überlegen, ob sie mich für ein paar Tage nach Shark Bay (Denham und Monkey Mia, wo die Delphine sind) begleitet, da sie noch nie dort war und es unbedingt mal sehen will! Wäre doch auch mal lustig, nicht wahr?! |
Freitag, der 12.Mai 2006 Musste heute Morgen ja gleich ganz früh meine Sachen packen und aus dem Zimmer ausziehen, denn Jacki und John sind heute mit anderen Gästen ausgebucht. So packte ich meine Dinge zusammen und stellte sie bei den beiden in der Wohnung unter und packte nur ein paar Utensilien für meine Übernachtung in einem anderen B&B hier in Mullaloo ein und zog dort gegen Mittag ein. Das Haus ist nur etwa einen Block vom Meer entfernt und total nett eingerichtet. Es ist quasi ein komplettes Haus für maximal vier Personen mit Ofen, Herd, Waschmaschine und viel Platz... Lisa, die Eigentümerin ist total nett und hatten gleich erstmal eine stundenlange Unterhaltung über Gott und die Welt... Nachdem ich mich dann ein wenig "eingerichtet" hatte (wobei es nicht viel zum Einrichten gab, schließlich bin ich ja nur eine Nacht hier), zog ich dann ins Café im Kings Park, suchte wieder vergeblich nach einem Zelt und Luma, war im Internetcafé, besorgte mir ein Abendessen und ging recht früh ins Bettchen. Schlafen konnte ich leider nicht so gut, denn es war Vollmond! Und bei Vollmond schlafe ich leider nie wirklich gut! |
Donnerstag, der 11.Mai 2006 Habe heute so rein gar nichts gemacht, sondern einfach nur das schöne Wetter heute genossen! Es war nämlich mal richtig sonnig und vor allem richtig warm bei etwa 29°C und da konnte ich nicht anders, als mich auf die Veranda legen, lesen und sonnen! Da es gegen 17 Uhr immer schon anfängt zu dämmern, dauerte der Spaß nicht so lange und da heute "langer Donnerstag" ist, konnte ich meine Suche nach einem Zelt und irgend einer Form von Isomatte oder Luma hinterher fortführen. Leider ohne Erfolg, aber dafür hatte ich ein leckeres Abendessen: habe mir ein Veggie-Sandwich von Subway besorgt! Der Abend klang mit Fernsehen aus und eine vorerst letzte Nacht bei Jacki und John begann... |
Mittwoch, der 10.Mai 2006 Nach der gestrigen Absage bin ich doch ein wenig ins Schwimmen geraten, denn ich habe leider absolut gar keine Ahnung, was ich jetzt machen soll... Zur Auswahl stehen bis zum 09.06.2006 eine ganze Menge Dinge:
Abends daheim habe ich meinen Zimmernachbarn Roy kennengelernt, denn ich bin ja morgens von meinem Apartment ins kleine Zimmerchen gezogen. Der war total nett und wir haben uns stundenlang über die Kimberleys, Cape Leveque und andere unbedingt sehenswerte Gegenden im Norden Australiens unterhalten. Er kommt nämlich aus Sydney und war noch nie im Norden von Western Australia und will das unbedingt dieses Jahr mal machen. Tja und was soll ich sagen? Aufgrund dieses Gespräches habe ich noch einmal ein paar Straßenkarten gewälzt und ganz plötzlich eine Eingebung gehabt: Ich fahre nach Exmouth zu den Walhaien, die da gerade Zwischenstation machen und werde mit diesen riesigen, aber friedlichen Haien schnorcheln gehen! Und da ich auf dem Weg an den Delphinen in Monkey Mia "vorbeikomme", werde ich auch dort einen Stop einlegen! Klingt endlich nach einem Plan oder? |
Dienstag, der 09.Mai 2006 Ohne Auto den vorerst letzten Tag in meinem Apartment. Was macht man da? Richtig! Gar nichts! Naja, ist ein wenig untertrieben, sagen wir fast gar nichts. Habe mir eigentlich nur die ganze Zeit mal wieder Gedanken darüber gemacht, was ich nun tun werde. Hartmut hatte sich dann in der Nacht tatsächlich via SMS gemeldet: er mag zur Zeit keine Gesellschaft beim Reisen... Hmm, echt schade und ich habe keinen Plan B... So ging das Grübeln auch beim Einschlafen weiter... |
Montag, der 08.Mai 2006 Anstrengender, aber toller Tag heute. Bin nach dem Frühstück gleich losgezogen, erstmal zur Post, denn dort lag mein Flugticket nach Fiji bereit, dann bin ich ins Café im Kings Park und schließlich habe ich dann mein Autochen wieder abgegeben. Habe dann in der Autovermietung gegenüber von Bayswater (der Autovermietung meines Autos, das ich wieder abgegeben habe) noch einmal nach den Angeboten für ein Geländewagen gefragt und dann einen sehr guten Preis genannt bekommen! Sandra: wir haben also jetzt auch ein Geländewagen -einen Mitsubishi Outlander-!!! Freu mich schon so... sind ja nur noch etwa 8 Wochen und ein paar Tage bis Du dann hier bist... War anschließend dann noch ein wenig in der Innenstadt bummeln und bin dann ins Internetcafé gezogen, um dort mal wieder diese Seite hier zu aktualisieren und ein wenig im Netz herumzustöbern. Leider noch immer keine Antwort von Hartmut und auch keine Antwort von diesem Regenwaldhotel auf Fiji. Muss Morgen unbedingt in dem B&B auf Tuvalu anrufen... Bin dann wieder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln heimgefahren und war wieder einmal voll begeistert von der Sauberkeit der Busse und Bahnen. Daheim habe ich dann stundenlang mit Jacki geschnackt und sie hat mir angeboten, dass sie mich am Freitag -sollten alle meine Pläne in Luft aufgehen- in eine andere Pension oder Hotel fährt und mich dann von dort am Samstag wieder abholen würde, denn ab Samstag wäre mein Zimmer hier ja wieder frei... Fand ich total nett. Hier habe ich dann nichts Großartiges mehr angestellt, nur noch ein paar Kleinigkeiten zum Abendessen zubereitet und nun werde ich auch gleich wieder ins Bettchen verschwinden... |
Sonntag, der 07.Mai 2006 Nach einer Portion Extraschlaf nach dem Frühstück begab ich mich nach Scarborough in das Internetcafé, um dieses Mal eventuell erfolgreich mit Unterkünften auf den Fidschi-Inseln und Tuvalu zu sein und hatte tatsächlich Glück! Für Fidschi habe ich nun ein Einzelzimmer in einem ökologischen Hotel gebucht, das sich mitten im Regenwald befindet und für Tuvalu habe ich ein B&B ausgeguckt, wo ich aber anrufen muss, denn die haben keine Emailadresse und somit scheinbar auch kein Internetanschluss... Das klingt alles sehr nach einem richtigen Erholungsurlaub!!! Nachdem ich nun also im Internetcafé sehr erfolgreich war, zog ich zu einer Telefonzelle und telefonierte stundenlang mit ein paar Leuten in "Europa", um die frohe Kunde zu verbreiten, dass ich nun also quasi schon auf Fiji (der eigentliche Name der Fidschi-Inseln) und Tuvalu bin... Ich schreibe von dort aus auch Postkarten, versprochen (aber nur, wenn ich vorher eine Mail von dem- bzw. derjenigen bekomme und ausdrücklich eine Karte erwünscht wird)! Sonst ist nicht wirklich viel anderes passiert, habe mal wieder viel mit Cecil gekuschelt, mir unterwegs etwas zu Essen besorgt und den Abend hier auf dem Sofa verbracht... |
Samstag, der 06.Mai 2006 Es hat heute mal wieder den gesamten Morgen geregnet und irgendwie habe ich gar keinen Bock gehabt, irgend etwas zu machen, raffte mich dann aber doch auf und schaute mir in ein paar Läden im letzten nördlichen Bezirk vom Großraum Perth die Preise für Zelte an und kaufte noch ein paar Sachen ein. Fuhr dann mal wieder ins Internetcafé und rief dann ein paar Leute an. Ansonsten habe ich nix Neues wegen der Fidschi-Inseln und Tuvalu in Erfahrung bringen können... Versuche einfach Morgen noch einmal, im Internet was an Unterkünften zu finden und hoffe, dass ich dann mehr Glück habe... |
Freitag, der 05.Mai 2006 War heute mal wieder im Café im Kings Park, ein wenig Bummeln und habe im Internet vergeblich nach einer Unterkunft auf den Fidschi-Inseln und Tuvalu gesucht... Ich werde schon noch etwas finden, habe ja noch ein wenig Zeit. Bin so langsam ein wenig in Sorge, was ich ab nächsten Freitag machen soll bzw. habe auch noch gar keinen Plan, wo ich eigentlich hin will... Hoffe, ich werde in den nächsten Tagen mal so eine Art Erleuchtung haben... |
Donnerstag, der 04.Mai 2006 Ein merkwürdiger Tag heute... Bin morgens irgendwie nicht wach geworden und hatte furchtbare Bauchschmerzen, also legte ich mich nach dem Frühstück noch mal hin und Cecil (die kleine schwarze Katze) fand das so toll, dass sie neben mir im Bett schlief. Schön, dass ich eine kleine Wärmflasche gefunden -obwohl nicht gesucht- hatte! Am frühen Nachmittag ging's mir dann wieder richtig gut -Cecil lag immer noch in meinem Bett- und ich machte mich dann endlich mal auf, wollte noch in ein Warenhaus, um mal nach einem Zelt zu schauen und noch ein paar Kleinigkeiten zu besorgen. Heute ist schließlich Donnerstag, der einzige Tag in der Woche, wo die Geschäfte länger als 17.30 Uhr geöffnet sind. Trotz guter Beschreibung von Jacki fand ich das Warenhaus jedoch nicht, also begnügte ich mich damit, im Internetcafé in Scarborough ein wenig meine Reise nach Tuvalu zu planen. Leider auch ohne Erfolg, denn ich fand keine einzige Internetseite mit Pensionen/Hotels auf Tuvalu... Was unter anderem daran liegen könnte, dass es eh nur ein einziges Hotel auf Tuvalu gibt?!? Naja, ich lasse mich dann halt überraschen oder vielleicht finde ich ja in den nächsten Tagen noch irgendetwas im Net... Auf den Fidschi-Inseln habe ich zwar im Net etwas gefunden, jedoch zu solch stolzen Preisen (ab 150,00 EUR pro Nacht!!!), dass ich mir dann wohl ebenfalls vor Ort etwas suchen werde... Aber mal schauen, ich werde mir von solch einer Kleinigkeit nicht die Vorfreude vermiesen lassen! Alles in Allem war das dann heute ein nicht wirklich erfolgreicher, aber trotzdem schöner Tag. Werde jetzt mal die kleine Cecil aus meinem Appartment befördern, sonst muss ich die Nacht wieder aufstehen und sie herauslassen... |
Mittwoch, der 03.Mai 2006 Nach dem Frühstück erfuhr ich von Jacki, dass Claudia und Phil ganz früh ausgecheckt haben und zu ihrem Haus gefahren sind. Und nun haben wir keine Telefonnummern ausgetauscht und ich weiß auch nicht wo sie wohnen... Nun gut, dann eben nicht. Man trifft sich schon irgendwann und irgendwo im Leben wieder. Jedenfalls bin ich dann bei dem schönen Wetterchen heute direkt in den Kings Park gefahren, habe in meinem netten kleinen Café gesessen und die lustigen bunten Vögelchen beobachtet, bis ich gegen 16.00 Uhr "hinausgekehrt" wurde. Später habe ich dann wieder einmal im Internetcafé gesessen und wollte eigentlich nur den Geländewagen für die Zeit on Tour mit Sandra buchen... Tja, wie es im Leben manchmal so ist... die Wagen sind für diesen Zeitraum bei der preisgünstigsten Firma ausgebucht! Also beginnt die Suche auf's Neue! Aber ich habe da jetzt zwei neue Angebote bekommen... Also wird das schon werden. Mache mir da (zumindest derzeit noch) keine Sorgen. Den bisherigen Abend habe ich fernsehsehender Weise mit der kleinen schwarzen Katze neben mir verbracht und irgendwie will sie nicht mehr hinaus... Werde heute Nacht wohl ein Übernachtungsgast haben... |
Dienstag, der 02.Mai 2006 So... Liebe Menschheit... Auch auf die Gefahr hin, dass ihr jetzt allesamt vor lauter Neid platzen werdet: seit heute ist es amtlich und gebucht: ich fliege also tatsächlich für 18 Tage nach TUVALU!!! Ich habe heute Nägel mit Köpfen gemacht, denn so langsam werde ich wieder sehr "australisch" und lasse wieder alles auf mich zukommen und plane kaum noch etwas... Schön, dass es manchmal äußere Einflüsse gibt, die einen dann doch noch (trotz Urlaub) antreiben können, wie z.B. Jackis' Mitteilung, dass die Pension ab kommende Woche Freitag ausgebucht ist. Also werde ich ab nächste Woche Freitag wieder on Tour sein... Wie und wo auch immer (habe da so eine Idee, mal sehen, ob Hartmut auch so erfreut über diese Idee ist...!!!) werde ich also ab kommenden Freitag wieder in einem Auto sitzen und mich dann irgendwie in Richtung Sydney begeben. Von dort aus fliege ich nämlich dann am 09.06. zunächst einmal nach Suva (Fidschi-Inseln), verbringe dort ein paar Tage und fliege dann am 15.06. weiter nach Funafuti (Tuvalu)! Am 03.07. komme ich dann wieder in Sydney an, fliege dann aber gleich wieder hier nach Perth und warte ein paar Tage, bis sich dann Sandra auch hier einfinden wird, um mit mir Richtung Tropischem Norden zu reisen! Anfang August bin ich dann wieder hier, werde Sandra leider wieder zum Flughafen bringen müssen und dann noch knapp drei Wochen hier verweilen, bis auch mein Rückflug mich am 23.08. wieder zurück nach Deutschland verschlagen wird... Soweit zur Grobplanung, wie es dann im Detail aussehen wird? Mal wieder keine Ahnung, werde ich ja dann sehen! Soweit also wenigstens noch ein bisschen "australisch"! Nachdem nun diese Grobplanung mit all seinen Buchungen, Hin- und Herrechnereien und vor allem viel Geld von meiner Visakarte durch die Welt geflossen ist, beendet war, begab ich mich in die Whitfords-Mall, um ein paar Dinge zu besorgen (z.B. einen Schlafsack) und vor allem meine Sunnies (Sonnenbrille) reparieren zu lassen. Bin dann anschließend noch ins Kino gegangen, denn ich wollte endlich Ice Age 2 sehen, und war dann irgendwann am späten Abend wieder daheim. Leider habe ich Claudia und Phil gar nicht mehr gesehen... Naja, Morgen ist ja auch noch ein Tag! |
Montag, der 01.Mai 2006 Ein ereignisreicher Tag liegt hinter mir und ich bin saumüde, daher nur ein kurzer Abriss von dem, was sich heute so alles ereignet hat... Habe es tatsächlich geschafft, mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt zu gelangen und war nach sieben Wochen Berlin mal wieder vollkommen fasziniert, wie sauber die Busse und Bahnen hier sind bzw. sein können. Ging auch total schnell, denn ich brauchte keine 30 Minuten, dann war ich mitten in der City! Sehr viel schneller geht's mit dem Auto auch nicht, zumal man mindestens eine halbe Stunde Parkplatzsuche mit einkalkulieren muss! Ich begab mich dann erstmal in das "Visitor Information Centre", um ein paar neue Prospekte zu ergattern, kaufte dann kurz ein paar Dinge ein, die ich nur in der Innenstadt bekomme und zog dann ins Internetcafé, lud die Homepage auf, stiefelte dann in Richtung Autovermietung und bin seither wieder stolze Besitzerin eines Toyota Corolla Hatch! (Übrigens Sandra: und wieder wurde mein Internationaler Führerschein noch nicht mal eines Blickes gewürdigt... Du brauchst Dir also keine Sorgen zu machen! Ich frage mich echt immernoch, warum ich überhaupt einen besitze und warum überall in sämtlichen Reiseführern und sogar auf der Internetseite vom Auswärtigen Amt die Rede davon ist, dass man "unbedingt" einen Internationalen Führerschein benötigt... Ich habe ihn bisher jedenfals nicht ein einziges Mal gebraucht!) Wieder hier angekommen lernte ich die "Neuankömmlinge" Claudia (aus Österreich) und Phil (aus Neuseeland) kennen, die gerade dabei sind, sich hier niederzulassen. Ein Haus haben sie schon, warten nur auf die Schlüsselübergabe. Wir verabredeten uns für den Abend, um mittels BBQ gemeinsam ein Dinner zusammen zu haben und zog dann noch einmal los, um ein paar Kleinigkeiten dafür zu besorgen (unter anderem ein paar Flaschen Bier). Am sehr späten Abend aßen wir dann zusammen und verquatschten uns dann so lange (und tranken vor allem so viel Bier), dass wir nun stinkbesoffen in unsere Gemächer gezogen sind... (keine Sorge, ich les mir das hier morgen noch einmal durch und korrigiere es nötigenfalls...) Alsdenne... Gutes Nächtle! |
Sonntag, der 30.April 2006 Heute war ich noch einmal richtig am Chillen... Habe nur mal wieder ein wenig mit Jacki geschnackt und stundenlang mit den beiden Katzen gekuschelt. Zwischendurch schaute ich mir dann ein paar Prospekte an, um Morgen zu wisssen, wann und wo ich hin muss, um preisgünstig ein Auto zu mieten, ein Internetcafé mit Laptopanschluss zu besuchen und in die Innenstadt zu gelangen. Alles also nun kein Problem mehr, ich bin Bestens informiert! Habe dann noch ein wenig an den Seiten hier gebastelt und nun kann ich stolz behaupten, dass die gesamte Homepage fast vollständig ist! Nur ein paar Bilder von der Süd- und Ostküste fehlen noch. Kommen dann aber mit dem nächsten Upload! Versprochen! Nun bin ich aber schon wieder arg am Schwächeln und werde mich gleich mal wieder in mein Bettchen verdünnisieren... |
Samstag, der 29.April 2006 Juchu! Ich habe wieder einen normalen Tagesrythmus gefunden! Habe die Nacht durchgeschlafen und bin ganz normal morgens aufgewacht (ok, ein wenig früh war's dann doch mit 06.00 Uhr, aber egal!). Jetlag ade, ich bin wieder ein richtiger Mensch! Eigentlich hatte ich ja vor, in die Stadt zu fahren, doch Jacki und John (den ich heute erstmal ausgiebig begrüßte, denn wir waren uns bislang noch nicht begegnet) erklärten mir, dass am Montag hier kein Feiertag (1.Mai) sei, so dass ich mir auch getrost am Montag ein Auto mieten und die Innenstadt unsicher machen kann. Gut so! Hatte nämlich gar keine Lust auf Innenstadt! So bleiben mir weitere zwei Tage, die ich hier in meinem Domizil verbringen und meine wiedergewonnene Freiheit genießen kann! Herrlich! Wer jetzt meint, ich übertreibe jetzt langsam ein wenig...: lebe mal sieben Wochen auf engstem Raum mit deiner Mutter! Und das nach 11 Jahren des allein Wohnens! Da ist jede Form von Tolleranz, Verständnis und Nettigkeit irgendwann einfach aufgebraucht! Wie auch immer, ich kuschelte viel mit dem Kater, hing so in der Sonne herum (denn nur dort ist es tatsächlich warm, im Schatten ist es wirklich sehr sehr kühl), las ein wenig und schmiedete Pläne, wie ich nun meine Reise weiter gestalten sollte. Bin derzeit noch etwas unschlüssig, was auch daran liegt, dass ich derzeit noch nicht weiß, wann ich nach Tuvalu fliege. Ich weiß nur: Tuvalu; drei Wochen; bis Anfang Juli. Ich will auch noch mal nach Melbourne zu Helen, Chris, Nicholas und Emily (was ich auch noch im August machen könnte). Aber ich kann mir diese Gedanken dann auch noch machen, wenn ich die Flüge nach Tuvalu mit den entsprechenden Daten in den Händen habe! Macht dann irgendwie mehr Sinn! Ich werde jetzt jedenfalls den Abend noch ein wenig mit fernsehen und telefonieren ausklingen lassen und dann ins Bettchen entschwinden! |
Freitag, der 28.April 2006 Nachdem ich also die Nacht mal wieder durchgemacht hatte, bekam ich von Jacki wieder ein tolles Frühstück (diesmal gab's Gemüseomelette). Nach dem Frühstück zog ich dann los, um meinen Kühlschrank mal ein wenig zu füllen und ging in hiesigen örtlichen Supermarkt, kaufte vor allem die wichtigsten Nahrungsmittel und Getränke für die kommenden Tage ein und verbrachte den Tag ansonsten mit der Aktualisierung dieser Webseite. Ferner begann ich heute damit, endlich wieder allein zu "wohnen" zu genießen. Herrlich! Was gibt es Schöneres, als sich allein in einem Apartment zu befinden, machen zu können, was man möchte und ohne Rücksicht nehmen zu müssen (geschweige denn ständig irgendwelchen Willen aufgezwungen zu bekommen)??? NICHTS!!! Hach, ich werde das noch ein paar Tage vollends ausnutzen und es einfach nur genießen, endlich wieder Tag und Nacht alleine zu sein! Mal sehen, wie lange ich es aushalte! Irgendwann will ich dann schon mal in die Stadt gehen! Jedenfalls habe ich dann bis abends durchgehalten, bin jedoch gegen 20.00 Uhr aufgrund akuter Müdigkeit dann doch ins Bettchen gegangen! |
Donnerstag, der 27.April 2006 Tja, das mit dem Hinlegen hätte ich von vornherein knicken können... Ich blieb munter! Gegen 09.00 Uhr machte mir Jacki mein Lieblings-Frühstück (Rührei mit einem Rösti) und hinterher ging's mir richtig gut! Naja, jedenfalls kurzzeitig, denn plötzlich überkam mich die Müdigkeit wie ein Glockenschlag. Eigentlich wollte ich ja bis abends durchhalten, doch daran war nicht zu denken... Also ging ich ins Bettchen und schlief bis 23.00 Uhr mit kurzer Unterbrechung wegen absolutem Bauchweh durch... Und ja, was soll ich sagen? Die Nacht hindurch konnte ich dann wieder nicht schlafen! Scheiß Jetlag! Mitten in der Nacht aß ich dann etwas und sah kurz fern und versuchte dann wenigstens noch einmal zu schlafen... Erfolglos! |
Mittwoch, der 26.April 2006 Juchu, ich bin endlich wieder in Perth und sämtliche Probleme sind für mich weit weg -nämlich so ungefähr auf der anderen Seite der Erde-! Aus drei sind zwar nunmehr sieben Wochen Berlin-Aufenthalt geworden, aber nun gut... Ich habe es ja überlebt (wenn ich auf manche Dinge allerdings gerne verzichtet hätte...) und die Probleme können jetzt auch gerne Probleme bleiben, die habe ich nämlich schlauerweise in Berlin gelassen und ich bin jetzt hier (wäre ja schön, wenn das so einfach funktionieren würde, aber ich tue mein Bestes, dass das so kommen wird)!!! By the way: Andrea, vielen lieben Dank noch einmal für's zum Flughafen bringen! War echt schön, Dich noch ein "letztes Mal" bzw. Dich als "letzte" Person in Berlin zu sehen! Und ich hoffe, dass es dann in vier Monaten andere und nicht so deprimierende Gesprächsthemen von meiner Seite aus gibt! Nach 18 Stunden in der Luft und in Frankfurt/Main und Singapur insgesamt für vier Stunden umsteigen, bin ich auf australischem Boden gelandet. Die Flüge waren sehr angenehm, denn ich hatte auf jeder Strecke eine Sitzreihe für mich allein und konnte mich breit machen, meine Füße hochlegen oder mich richtig hinlegen und schlafen! Purer Luxus! Und auch wenn Qantas etwas teurer sein sollte: der Service und die Freundlichkeit des Flugpersonals ist es absolut wert! Man fühlt sich tatsächlich schon im Flieger wie in Australien, was wohl daran liegen könnte, dass die Flugbegleiter allesamt Australier sind und immer ein Lächeln und witzige Sprüche auf den Lippen haben. Oder sich, wie in meinem Fall, stundenlang privat mit den Passagieren unterhalten! Zu blöd, dass ich dem netten Typen, der auf dem Flug von Singapur nach Perth meine Sitzreihe bediente und mit dem ich einige Stunden quatschte, meine Telefonnummer nicht gegeben habe... Hab' einfach zu spät geschaltet, war halt doch ziemlich fertig von der Fliegerei, wenn sie auch angehmer war, als sonst! Hätte jedenfalls Morgen ein nettes Date haben können, denn er fliegt erst wieder am Freitag von hier weiter nach Hong Kong! Aber nun gut... ist halt pech, kenne ja noch nicht einmal seinen Namen! Am Flughafen in Perth dauerte es dann jedenfalls noch einmal extrem lange, bis ich durch die Einwanderungskontrolle und Quarantänekontrolle durchkam (etwa 1 1/2 Stunden!) und musste dann noch einmal eine halbe Stunde auf ein Taxi warten! Kurz nach 03.00 Uhr morgens Ortszeit (also kurz nach 21 Uhr deutscher Zeit) kam ich dann endlich hier in meiner netten Pension an. Mein Zimmer war für mich bereit, mein Gepäck war drin und Jacki hatte tatsächlich Brot und Milch in den Kühlschrank gestellt! Nachdem ich dann meine Dinge für die Nacht aus den Taschen zusammengesucht, geduscht und Zähne geputzt hatte, verfiel ich in einen komaähnlichen Zustand, aus dem ich dann erst wieder gegen 18 Uhr erwachte und mich wunderte, dass es schon wieder dunkel war!!! Tja, es ist Spätherbst und der Winter fängt bald an! Nach kurzer Desorientierung und behaglicher Freude, dass ich hier bin, gesellte ich mich dann erstmal kurz zu Jacki, um endlich "hallo" zu sagen und mich für die nette und unkomplizierte Aufnahme ins Haus zu bedanken. Ich räumte meine Taschen aus, stellte fest, was ich alles vergessen hatte (zum Glück ist mir derzeit noch nichts weltbewegend Fehlendes aufgefallen) und wurde langsam munter. Leider so munter, dass auch gegen 07.00 Uhr morgens noch nicht an Schlafen zu denken war, trotzdem legte ich mich dann einfach mal hin, denn diesen Jetlag will ich schleunigst loswerden! |
Samstag, der 04.März 2006 Nun bin ich also bei -5°C wieder in Berlin... Den Temperaturunterschied von knapp 40°C werde ich wohl nur mit einer Erkältung, Grippe oder irgend etwas anderes derart Doofes überleben... Freue mich echt schon sehr, Euch alle wiederzusehen und bin gespannt, was mich so alles erwarten wird! Trotzdem wäre ich lieber in Australien geblieben! Aber nun gehe ich erstmal schlafen und freue mich auf die kommenden drei Wochen im verschneiten Berlin als Tourist! |
Freitag, der 03.März 2006 Nachdem ich richtig ausgeschlafen hatte, war es dann auch schon ein wenig stressig, denn Helen und ich mussten früh los... Meine Monsterrückflugaktion sollte schließlich um 14.30 Uhr am Flughafen in Melbourne beginnen und ich wollte diesmal dann doch etwas stressfreier los und spätestens um 12.30 Uhr dort sein. Klappte auch ganz gut, wir waren zwar erst gegen 13.00 Uhr dort, aber noch genug Zeit, um noch in Ruhe einen Kaffee zu trinken und sich ausgiebig zu verabschieden. Der Flug nach Sydney war schnell vorbei und in Sydney musste ich dann via Taxi erstmal zum internationalen Terminal und checkte dann schon einmal mein Gepäck ein und wartete dann etwa zwei Stunden, bevor es mit dem Boarden losging. Bis Kuala Lumpur hatten mein Sitzpartner Alex und ich einen freien Sitz zwischen uns, so dass es ganz angenehm war, doch ab Kuala Lumpur war dann eine etwas merkwürdige Frau zwischen uns. Mit Alex hatte ich dann kein Wort mehr sprechen können und ich fühlte mich mehr als nur wie eine Ölsardine in der Enge... Die Temperierung des Fliegers war entweder saunamäßig oder arschkalt... Ein Zwischending wäre ziemlich gut gewesen, war aber offensichtlich nicht machbar. Irgendwann nach nur etwa einer Stunde Schlaf und tausenden Versuchen, meine eingeschlafenen Gliedmaßen wiederzubeleben, kamen wir dann endlich in Wien an. Endlich Bewegung und endlich wieder eine Zigarette!!! Und sogar nur zwei Stunden Wartezeit, bis mich der Flieger nach Berlin kutschieren sollte! Ich habe sogar die Tiefkühltemperatur von -11°C auf dem Rollfeld kurz ertragen können, nur endlich Fertigsein mit dem Fliegen! Und dann, noch eine Stunde später in einer winzigen Konserve dann endlich wieder über ein Rollfeld spazieren, nur endlich in Berlin und zumindest für heute zum letzten Mal!!! Home sweet home oder: 30 Stunden in einem Flieger bzw. auf einem Flughafen sind endlich zu Ende gegangen! |
Donnerstag, der 02.März 2006 Helen und ich sind heute früh aufgestanden, denn wir hatten einen langen Weg vor uns: "going Bush", um bei ihrer Freundin meinen letzten Tag bzw. meine letzte Nacht in Australien zu verbringen! Bevor wir uns jedoch auf den Hume Freeway begaben, kauften wir noch in einer netten Markthalle ein paar Kleinigkeiten für ihre Freundin und uns ein und hatten dann ein paar lustige Stunden zusammen im Auto. Etwa zwei Stunden später und etwa 10 km hinter Euroa bogen wir auf eine Schotterpiste ab und ließen sämtliche Zivilisation, Häuser und Zäune hinter uns und landeten dann in der absoluten Einöde im Busch bei ihrer Freundin Jenn. Das Haus hat sie mit ihrer Partnerin ein paar Jahre zuvor eigenhändig gebaut und lebt dort nun "allein" mit einer süßen Katze, vielen Känguruhs, Wombatzes, Vögeln und ein paar Pferden! Was für ein Ort zum Entspannen und Kraft tanken! Außer Natur pur nichts... Keine Elektrizität, keine Lärm- oder Lichtquellen! Wir sind nach Ankunft alle erst einmal an den "Damm" zum Schwimmen gegangen (ein Damm ist als privater Wasserspeicher gedacht und erinnert stark an eine mit Wasser gefüllte Kiesgrube im Miniaturformat) und haben den Tag mit viel Lachen, Reden, Essen und Herumsitzen verbracht. Meine letzte Nacht war ein wenig unheimlich, denn ein kleines Opossum machte ständig ein wenig Lärm und außer den Geräuschen von den Unmengen an Tieren gab es keine weiteren Geräusche, die man sonst so hört... Aber es war sauschön und ich habe irgendwann geschlafen wie ein Baby. |
Mittwoch, der 01.März 2006 Um 12.00 Uhr habe ich mich mit Markus in der City getroffen, denn er ist ja auch gerade in Melbourne! War total nett, wir haben ein nettes Café entdeckt und sind dort ewig lange geblieben, waren kurz in einem Internetcafé und Shoppen und haben uns die ganze Zeit darüber unterhalten, wie merkwürdig es wohl wieder in Deutschland werden wird, was wir noch so erlebt haben und wie unsere Pläne aussehen (und natürlich gab's noch andere Themen...). Schon witzig, dass wir uns hier wiedergetroffen haben! Irgendwann am späten Abend war ich dann jedenfalls wieder bei Helen und Chris, wir haben noch zusammen gegessen und mit Helen habe ich dann noch bis spät in die Nacht besprochen, wie wir unseren Trip in den Busch am morgigen Tag organisieren wollen. Wir fahren jedenfalls recht frühzeitig los, damit wir gegen Mittag dort sind und fahren dann am Freitag früh direkt von dort zum Flughafen in Melbourne. Freue mich schon! Meine letzte australische Nacht verbringe ich im Busch! Was für eine total tolle Idee von Helen! |
Dienstag, der 28.Februar 2006 Ich habe heute superlange geschlafen und herumgegammelt, denn ich war noch etwas fertig vom Flug und der erneuten Zeitverschiebung. Da die Familie ausgeflogen war, habe ich als kleine Überraschung für die Family Bratkartoffeln vorbereitet (naja, hört sich etwas hochtrabend an, habe halt Kartoffeln vorgekocht!!!). Irgendwann kam dann Nicholas, kurz danach Chris und dann auch Helen. Ich zeigte Helen dann, wie einfach Bratkartoffeln zu machen sind, haben dann alle zusammen gegessen (Emily kam in der Zwischenzeit auch nach Hause), viel gelabert und herumgealbert und es hat allen sichtlich geschmeckt! Mit Helen schnackte ich dann noch Ewigkeiten, bis es irgendwann endlich Zeit zum Schlafen wurde. |
Montag, der 27.Februar 2006 Ui, ich bin soooooo müde... Um 03.30 Uhr bin ich nämlich schon aufgestanden, habe mich fertig gemacht und dann ging's ab zum Flughafen, denn um 06.00 Uhr ging der Flieger Richtung Melbourne! Um 12.30 Uhr Ortszeit Melbourne kam ich dann an, Helen hat mich gleich vor der Ankunftshalle in Empfang genommen und fuhren dann nach einem Kaffee in die Sydney Road in einen netten libanesischen Laden, um dort etwas zu essen und trinken. Anschließend führte mich Helen in ein Alternativ-Öko-Areal. Weiß nicht, wie ich das besser beschreiben soll, ist ein Gelände mitten in der Stadt, wo einige Leute (wir würden sie wohl "Ökos" nennen) wohnen und wo alles selbst angebaut wird und nur ökologische Dinge verkauft werden. Auch Mülltrennung wird dort gemacht, wie auch Wasserwiederaufbereitung, Kunst aus Recyclingmaterial und Wiederaufbau von Fahrrädern aus Recycling-Gut. War jedenfalls total interessant, wenn ich auch etwas irritiert war, denn irgendwie hatte das was von einem Zeitsprung, denn in Deutschland wäre dieses Areal vielleicht vor 20 Jahren außergewöhnlich gewesen! In mancherlei Hinsicht sind Australier halt noch etwas hinter der Zeit! Irgendwann sind wir jedenfalls daheim angekommen, haben zusammen geschnackt, Essen gemacht und sämtliche Dinge besprochen, die man halt so bespricht. Und nun muss ich unbedingt schlafen... Zum Glück ist der Tag heute drei Stunden kürzer, also früher Zeit zum ins Bett gehen! |
Sonntag, der 26.Februar 2006 Habe heute mal ein bisschen was getan... Habe meine Dinge zusammengepackt, mein Zimmer bezahlt, bin noch ins Internetcafé gefahren und habe mich abends schon von Jacki und John verabschiedet, denn die beiden werden gegen 04.30 Uhr morgens garantiert noch nicht wach sein, wenn ich mich Richtung Flughafen in Bewegung sezten werde! Werde jedenfalls heute sehr sehr früh ins Bett gehen! |
Samstag, der 25.Februar 2006 Beginn mit der Packerei... was bleibt hier, was nehme ich mit? Ganz schön anstrengend, zumal sich irgendwie ständig so viel Kram ansammelt! Außerdem bin ich ja dann auch noch einmal für fünf Tage in Melbourne, also muss ich noch Klamotten für diese Zeit mitnehmen... Habe mir aber heute wirklich noch keinen Stress deswegen gemacht und zwischendurch noch ein wenig geschlafen und mich in die Sonne gepackt. Morgen ist ja schließlich auch noch ein Tag, um alles zu regeln! |
Freitag, der 24.Februar 2006 Heute genoss ich das schöne Wetter unter anderem in dem Café im Kings Park, lief dort noch ein paar Stunden herum und verabschiedete mich schon mal vom Kings Park, denn ich werde es wohl nicht mehr schaffen, noch einmal vor meinem kurzen Deutschlandtrip dort hinzukommen. Habe dann daheim noch ein wenig mit den neuen Gästen geschnattert und bis zur Bettreife fern gesehen. |
Donnerstag, der 23.Februar 2006 Mein Kaufrausch kennt nun keine Grenzen mehr: den halben Tag habe ich heute wieder in einer Mall verbracht, die andere Hälfte dann im Internetcafé. Habe einen Pizzaservice aufgesucht und mir von dort eine Pizza mit nach Hause genommen und hier gegessen (war aber nicht wirklich lecker...) und werde demnächst mal wieder ins Bettchen gehen... |
Mittwoch, der 22.Februar 2006 Heute war Shoppingtag, speziell Souvenirs für euch Daheimgeliebenen! Musste irgendwie auch mal sein, den kompletten Tag in einer Mall abzuhängen und Souvenirs zu kaufen, zwischendrin etwas zu essen und trinken! Macht ja schließlich überall auf der Welt Spaß und hier erst recht! Abends habe ich dann die Einkäufe Jacki präsentieren müssen, sie war jedenfalls total begeistert, ich hoffe, ihr auch ;o) |
Dienstag, der 21.Februar 2006 Heute war ich in Whitfords im Kino und habe mir "Jarhead" angeschaut und bin dann noch ein wenig in dem Einkaufszentrum herumgebummelt. Ansonsten war ich noch kurz im Internetcafé. Sonst war nur das übliche chillen in der Sonne, vor dem Fernseher und Labern mit Jacki und John angesagt. |
Montag, der 20.Februar 2006 Plötzliche Hitzewelle mit 43°C... echt anstrengend! Ich habe daheim im Schatten gesessen und nix getan außer zu Schwitzen. Abends war dann ein Theaterstück namens "Three Furies" in einem Theater in der Innenstadt angesagt... Da auf den Eintrittskarten geschrieben war, dass nebenan ein Parkhaus für 3,00 $ Gebühr zur Verfügung stehen würde, bin ich also mit dem Auto in die City und fand das Parkhaus auch gleich. Ich wunderte mich zwar, dass gar kein Ticketautomat am Eingang stand und ich mit einem Fahstuhl fahren musste, aber nun gut. Meine Verwunderung wurde dann perfekt, als ich plötzlich in der Eingangshalle eines Bürokomplexes stand und die Eingänge alle verschlossen waren und ich weder mit dem Fahrstuhl zurück in das Parkhaus kam noch eine Treppe ins Parkhaus führte! Auch eine Rezeption oder ein Portier war nicht zu finden und auf meine "Hilfe-Rufe" reagierte auch niemand! Ich bekam also langsam Panik! Muss ich jetzt hier übernachten? Wann werde ich einen Alarm auslösen und in das nächste Polizeirevier geführt? Ein paar Minuten vergingen, die mir wie Stunden vorkamen und hatte gerade überlegt, von Etage zu Etage zu fahren, um irgend jemanden in dem Hochhaus zu finden, als ich Geräusche hörte! Juchu, es ist jemand da! Nachdem ich also ein lautes "hello?" brüllte, trat eine Putzfrau an das Geländer vom 1. Stockwerk und ich erzählte ihr, dass ich hier versehentlich gelandet sei und hinaus möchte und vor allem, ob sie mir helfen könne? Sie rief mich dann zu sich in den Aufzug und mittels einem Schlüssel beförderte sie mich dann in das Parkhaus und so kam ich dann wieder hinaus! Was für ein Glück und eine Freude! Das eigentliche Parkhaus befand sich dann etwa 30 Meter neben diesem Bürokomplex, in dem ich das Auto dann beruhigt abstellen konnte! Im Theater gab es dann ein sehr nettes Stück u.a. mit einem sehr gutaussehenden nackten Mann namens Socrates Otto zu sehen. Muss man normalerweise nicht kennen, es sei denn, man fährt auf "Matrix" ab bzw. ist eingefleischter Fan! Für Nichtfans: er spielte im zweiten Teil (Matrix Reloaded) eine kleine Rolle! Wie auch immer, das Stück war nett, ich habe fast alles verstanden und fuhr dann spät abends zufrieden nach Hause! Vor allem glücklich, dass ich nicht in dem Bürokomplex übernachten musste!!! |
Sonntag, der 19.Februar 2006 So, heute waren die Temperaturen endlich mal wieder angenehm, nachdem die letzten Tage doch eher kühl waren. Es war zwar strahlendster Sonnenschein, doch es ging eine sehr kühle Brise, so dass es im Schatten dann doch extrem kalt war. Jedenfalls lud das angenehme Klima dazu ein, mal in Erfahrung zu bringen, wie lange ich von hier zum Flughafen brauche, denn schließlich muss ich morgens um 5.30 Uhr dort sein und habe absolut keine Lust entweder viel zu früh dort zu sein oder gar zu spät... Ansonsten habe ich nur stundenlang mit Jacki gequatscht und fern gesehen. |
Samstag, der 18.Februar 2006 Heute habe ich mal wieder den kompletten Tag herumgegammelt und außer abends telefonieren und fernsehen so rein gar nichts gemacht. Habe sehr sehr lange geschlafen und bin eigentlich nur aus dem Zimmer, um ab und an mal eine zu rauchen oder mir was zu trinken zu holen oder zu essen zu machen. War echt sehr nett!!! |
Freitag, der 17.Februar 2006 Ich war heute nach dem Frühstück und einer Mütze Extraschlaf nach dem Frühstück im Kings Park. Habe in der Aboriginal Gallery herumgestöbert und ein paar tolle Zeichnungen entdeckt und ergattert und ging glücklich in mein Lieblingscafé. Nach einem Cappuccino und einem Baileys-Käsekuchen fuhr ich dann noch einmal zu Hillarys Boat Harbour und schlüpfte noch einmal kurz vor Ladenschluss in die eine Boutique hinein, denn ich wollte schauen, ob es noch diese netten Shirts in anderen Farben geben würde, denn das Oberteil, was ich gestern im Theater trug, war echt richtig komfortabel. Ich kaufte also noch eines in hellgrün, andere Farben gab es leider nicht... Anschließend war ich noch im Internetcafé und hatte daheim einen langen Schnack mit John, der ebenfalls Musikliebhaber ist und mir ein paar australische Bands nannte, die ich mir unbedingt mal anhören müsse. Da wir ein paar gemeinsame Lieblingsbands haben, denke ich mal, dass da dann ein paar gute Dinge dabeisein müssen. Komischerweise haben die meisten Australier noch nie etwas von einer Band namens Depeche Mode gehört.... Ist das zu fassen??? Ich werde dafür John mal ein wenig an DM heranführen... Wäre doch gelacht, wenn ich es nicht schaffen sollte, dass mehrere Leute hier in Oz mal ein wenig von dieser Poms-Band schwärmen. (Poms= übliche abwertende Bezeichnung für Engländer; ist angeblich aus der Abkürzung "POHM" für "Prisoners Of Her Majesty" entstanden). Ansonsten ist der Tag dann mit dem üblichen TV abgeschlossen worden... |
Donnerstag, der 16.Februar 2006 Nach dem Frühstück habe ich mich gleich wieder hingelegt, denn ich war noch extrem müde (meine Stirnhöhlenentzündung hält sich hartnäckig) und schließlich wollte ich für das Theaterstück am Abend munter und ausgeschlafen sein... Und am frühen Abend machte ich mich dann fertig und fuhr zum Regal Theatre in Subiaco, trank in der Theaterbar noch ein Bierchen und dann ging das französische Stück "La Veillée des Abysses" vom Zirkusmogul James Thiérrée auch schon los... eine Mischung aus Zirkusakrobatik, Tanz und Theater... unbeschreiblich beeindruckend, unglaublich schön und ich kam aus dem Staunen nicht heraus, so dass nicht nur meine Augen immer größer wurden, sondern ich auch noch die Kinnlade herunterklappen musste. Meine Güte war das genial! Nicht nur, dass die nur fünf Darsteller (zwei Frauen, drei Männer) akrobatische Höchstleistungen vollbrachten, es war auch spannend, lustig und tragisch... Und dabei wurde nicht gesprochen! Und die Leute waren alle mindestens so begeistert wie ich, denn es gab am Ende langdauernde standing ovations... Für Australien ziemlich selten, daher ein Zeichen von einer wirklich gelungenen Vorstellung! Völlig begeistert fuhr ich dann jedenfalls wieder nach Hause, obwohl ich an der Kasse leider in Erfahrung bringen musste, dass das Stück bis zu seinem Ende am Sonntag komplett ausverkauft sei (hätte mir das nämlich gerne noch einmal angeschaut), und träumte später von diesem futuristischen TheaterZirkusTanzAkrobatik-Stück... |
Mittwoch, der 15.Februar 2006 Brrr, voll der Temperatursturz von gestern auf heute: gestern -wie berichtet- 42°C und heute gerade mal 22°C... Und es hat mal wieder geregnet... Ich habe so gefroren, dass ich das Bett nur äußerst unwillig verlassen habe. Ich dachte mir dann aber so, dass das doch ein schönes Wetterchen zum Shoppen wäre und zog also zum Hillarys Boat Harbour am Sorrento Quay, einer Einkaufsmeile direkt über dem Wasser gebaut, und machte sämtliche Läden unsicher... Eigentlich wollte ich nur nach einem Oberteil schauen, was ich dann zu meinem Rock im Theater anziehen könnte, denn ich wollte da nicht mit einem ausgeleierten T-Shirt auflaufen... Das Resultat war jedoch, dass ich zwar ein Oberteil gefunden und gekauft hatte, doch waren auch noch vier Röcke und drei Bikinis dabei, wie auch ein paar Souvenirs für Euch daheim gebliebenen... Tja, ich sollte nicht mehr in Boutiquen oder generell in Malls gehen, ist echt anstrengend! Vor allem für meinen Geldbeutel. Als ich jedenfalls dann den Einkaufmarathon endlich beendet hatte staunte ich nicht schlecht: es war wieder strahlendster Sonnenschein, von Regen und schlechtem Wetter keine Spur mehr! Daheim musste ich dann Jacki meine neuen Schätze vorführen und sie war voll begeistert und beschloss, Morgen dann auch mal loszuziehen. Es ist nämlich gerade so etwas wie Sommerschlussverkauf, da bekommt man in manchen Läden bis zu 50% Rabatt auf die Artikel... Also Schnäppchenjagd ohne Ende! Außer fernsehen (meine tägliche Olympiadosis...) gab es dann heute weiter nicht viel... Hatte ich eigentlich erwähnt, dass die Winterspiele hier nicht so der Renner sind? Es gibt nur einen einzigen Sender, der alle Rechte auf die Übertragung hat und so bekomme ich täglich zur Nachtstunde lediglich eine Zusammenfassung der Ereignisse des Vortages. Und was soll ich sagen... Natürlich nur das etwas ausführlicher, wo auch einer der australischen Sportler mitmacht, wobei dann allerdings nur das Ergebnis des Australiers genannt wird, nicht etwa die Plazierungen 1-3... Was für ein Hype hier veranstaltet wurde, als ein Australier (der eigentlich Kanadier ist) irgendein Trickski-Event gewann, muss ich glaube ich, nicht besonders hervorheben... Nur so viel: ich darf mir jetzt jeden Tag bei der Zusammenfassung des Olympiatages des Vortages noch einmal das gesamte Programm von diesem Dale Beggs-Smith (oder so ähnlich) anschauen... Kurioser Nationalstolz, aber ja auch irgendwie niedlich... |
Dienstag, der 14.Februar 2006 Habe nach dem Frühstück noch einmal ein paar Stunden geschlafen, denn mir geht's immernoch nicht wirklich gut... Wenn nur diese ätzenden Kopfschmerzen nicht wären... Schwerwiegendes Anzeichen dafür, dass meine Stirnhöhlen bereits dicht sind und meine Medikation mit den guten Gelomyrtol forte - Kapseln mit dem Einsatz von Klimaanlagen nicht so wirksam ist... Ich hoffe weiter, dass ich das bald in den Griff bekomme, denn keinenfalls will ich mit 'ner Stirnhöhlenentzündung zurück nach Berlin fliegen, denn das tut dann richtig weh... Hatte ich nämlich letztes Jahr schon einmal auf dem Rückflug von Heraklion nach Berlin und da hatte ich das Gefühl, dass mir irgendjemand ein Messer in die Stirnhöhlen rammt. Das war echt nicht angenehm... Nach Aspirin und Schlaf ging's mir dann ein wenig besser und zog dann los zum Einkaufen und zum Internetcafé und trödelte die Zeit bis zum Fertigmachen für's Ballett daheim noch ein wenig herum. Später im Amphitheater angekommen wunderte ich mich erstmal über die Menschenmassen dort, denn es hatte eigentlich nicht den Anschein, als würden dort viele Leute hineinpassen... Aber das tat es!!! Die Vorstellung ging etwa zwei Stunden inklusive Pause und war einfach nur schön. Der erste Teil bestand aus einer klassischen Ballettvorführung, die anderen drei Teile waren eher unter der Kategorie "modernes Ballett" einzuordnen und waren mit genialer Musik untermalt, zum Beispiel ein Teil mit Musik von Peter Gabriel. Leider wars ansonsten im Freien eher lästig, denn es war mit 42°C richtig heiß heute und auch in der Nacht kühlte es nicht sonderlich ab. Und die vielen Leute draußen in einem Amphitheater waren ein gefundenes Fressen für all die lieben fliegenden Tierchen, die sich gerne von menschlichem Blut ernähren. Aber egal, ich hatte einen netten Abend mit meinem ersten Besuch einer Ballettvorführung!!! |
Montag, der 13.Februar 2006 Musste mich ja heute nach dem Frühstück ein wenig beeilen, denn bis um 10.30 Uhr musste ich bei der Autovermietung sein, um entweder das Auto wieder abzuliefern oder was ich getan habe, den Vertrag noch um einige Zeit zu verlängern. Hatte nämlich überlegt, dass es vielleicht sinnvoller ist, noch die restliche Zeit hier in Perth ein Auto zu haben, denn bei den Distanzen hier wird es echt anstrengend. In der Innenstadt ja alles kein Problem, denn dort ist das Netz an Bussen und Bahnen gut ausgestattet, aber hier im Vorort ist das echt etwas anderes. Und mit dem Auto kann ich eben dorthin fahren, wo ich hinwill und nicht wo ich gezwungen bin hinzugehen... Jedenfalls habe ich nach meinem Ausflug zur Autovermietung gleich noch einen Abstecher zum Quarry Amphitheater gemacht, denn dort konnte ich dann gleich Tickets für ein paar Veranstaltungen rund um das Perth Arts Festival 2006 besorgen, welches gerade stattfindet und noch bis zum 05.03.2006 läuft. Unter anderem habe ich Tickets für das im Amphitheater stattfindende moderne Ballettstück besorgt und noch eines für eine Tanztheaterveranstaltung und noch eins für ein "normales" Theaterstück. Mehr zu den Dingen, wenn sie denn dann stattgefunden haben... Ansonsten habe ich dann nichts weiter getan, außer in der Sonne am Pool und im Wohnzimmer zu lesen und zu gammeln. Habe mir dann abends noch ein paar Aufzeichnungen von den Olympischen Spielen reingezogen, die es hier auf einem australischen Sender abends immer als Zusammenfassung des Vortages gibt und bin dann irgendwann ins Bettchen gegangen. |
Sonntag, der 12.Februar 2006 Heute habe ich rein gar nichts getan, außer am Pool herumzuhängen, zu lesen und zu schlafen. Fühlte mich auch nicht besonders, denn die Erkältung wird durch die dauernd laufende Klimaanlage nicht gerade besser und meine Kopfschmerzen machen auch keinen Spaß, geschweige denn, dass ich damit Lust hätte, etwas zu unternehmen... So habe ich den gesamten Tag zu Hause verbracht, habe gelesen und mein Gesicht in die Sonne gelegt (den restlichen Körper natürlich auch!!!) oder ferngesehen und/oder im Bett gelegen... |
Samstag, der 11.Februar 2006 Also, tatsächlich wurde auf einem australischen Sender die Eröffnungsfeier live übertragen! Ich war total begeistert, aber gegen 06.00 Uhr morgens dann doch arg müde und musste mich furchtbar aufraffen, überhaupt aus der Couch im Fernsehzimmer hochzukommen, zumal es sich die kleine schwarze Katze auf meinem Bauch bequem gemacht hatte und ich echte Probleme damit hatte, dieses kleine knuddelige Tier aufzuwecken. Aber mein Schlafdrang war größer, also musste die kleine Katze aufstehen und es sich wieder draußen irgendwo bequem machen... Ich ging dann endlich ins Bett und muss sagen, dass diese Eröffnungsfeier -wenn man mal vom Gelaber der Leute und dem endlosen Aufmarsch der Athleten absieht- sehr sehr schön war. Frühstück um 09.00 Uhr habe ich natürlich verschlafen und war total begeistert, dass Jacki das Frühstück in den Kühlschrank gestellt hatte, so dass ich nach dem Aufstehen und Duschen gegen 12.30 Uhr noch frühstücken konnte. Anschließend fuhr ich dann zu der Autovermietung, da ich das Auto dann noch bis zu meinem Abflug nach Melbourne am 27.2. behalten möchte. Leider war die Autovermietung schon zu und Morgen hat sie auch nicht auf... Nun gut, muss ich das eben am Montag klären, kann ich dann gleich noch mal ein Kaffee im Kings Park trinken und noch einmal in die Aboriginal Gallerie gehen... Also bin ich dann wieder Richtung Heimat gefahren, habe im Internetcafé in Scarborough halt gemacht und mir den Veranstaltungskalender des derzeit stattfindenen Perth Art Festival angeschaut. Es gibt eine nette Tanzaufführung des Western Australia Theatre und der Perth Dance Academy, wollte ich eigentlich heute gleich hin, da diese nur heute stattfand, doch die Veranstaltung war schon um 14.00 Uhr und damit schon fast wieder zu Ende... Sehr sehr schade! Aber es gibt noch eine Ballettaufführung, die jeden Tag bis zum 5.3. läuft, da werde ich denn dann mal hin... Auch gibt es ein Tanztheaterstück, das von einem Mann handelt, der alptraumgeplagt in seiner kleinen Berliner Wohnung vor sich hin träumt... Das Stück wurde wohl schon in Berlin aufgeführt. Hätte ich ja auch gerne gesehen, doch das Stück läuft erst ab dem 2.3. und da bin ich schon fast wieder in Berlin!!! Naja, habe mir dann unterwegs etwas zu Essen besorgt und habe dann hier noch einmal die Eröffnungsfeier im Wachzustand angeschaut. War ja wirklich total toll! Werde jetzt aber wieder ins Bett verschwinden und die kleine Katze wieder hinaus in die Dunkelheit scheuchen müssen, muss dringend noch ein paar Stunden Schlaf von gestern nachholen und mich noch weiter auskurieren, denn ich bin immernoch arg angeschlagen... |
Freitag, der 10.Februar 2006 Söderle, ich sitze schon die ganze Zeit vor dem Fernseher und bin mehr als gespannt, ob ich wohl in etwa drei Stunden auf einem der knapp 150 Kanäle hier einen davon finde, der die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele übertragen wird... Ich bin ja fast davon überzeugt, dass dem nicht so sein wird... zumindest auf keinem australischen Sender, denn irgendwie scheint sich hier niemand so recht für die Olympischen Spiele zu interessieren... Naja, Australier sind ja nun auch wirklich alles andere als bekannt dafür, Wintersportarten zu betreiben. Aber mal schauen, vielleicht habe ich ja Glück auf einem der internationalen Sender, die ich hier empfangen kann. Ansonsten habe ich heute eigentlich zwangsweise den absoluten Gammeltag eingelegt, denn ich habe richtig übel geschlafen, habe eine Erkältung und es ist mal wieder eine Stirnhöhlenentzündung im Anmarsch... So habe ich eben ein nettes Buch gelesen, am Pool herumgehangen und ein wenig gebrutzelt, habe mich lange mit Jacki über Gott und die Welt unterhalten und mit ihrer 11 Wochen alten Enkeltochter Charlie gespielt und habe zwischendurch ein Päckchen aus Sydney (ursprünglich aus Darwin) bekommen, wo die drei Kissenbezüge drin waren, die mir Shirley aus Darwin ja versprochen hatte. Voll cool! Musste auch mal sein, den ganzen Tag das Haus nicht zu verlassen! Morgen dann der Bericht, ob ich es geschafft habe, meine Erkältung durch eine Überdosis Gelomyrtol Kapseln und Sonne in die ewigen Jagdgründe zu schicken und ich die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Turin sehen konnte. |
Donnerstag, der 09.Februar 2006 Nach dem Frühstück habe ich noch einmal versucht, etwas zu schlafen, doch meine Kopfschmerzen hielten mich davon ab. Also habe ich mich langsam fertig gemacht, um in den Kings Park zu fahren und in dem netten Café eine Weile bei Cappuccino und Kuchen zu sitzen, was ich dann auch getan habe. War sehr angenehm kühl dort, denn es war heute unglaublich heiß und unter den vielen Bäumen und Schatten war es wirklich sehr viel erträglicher. Habe mir dort dann noch einen Spielplan des dortigen Open Air Kinos besorgt und musste leider feststellen, dass mich bis zu meiner Abreise irgendwie kein einziger Film anspricht... Sehr schade... Ich hatte dann beim Mails checken plötzlich festgestellt, dass ja Morgen die Olympischen Spiele in Turin anfangen und musste gleich mal eine SMS an meinen Freund Andrea aus Turin schicken, wie es denn dort aussieht und ob er zu ein paar Events geht. Er schrieb nur zurück, dass er voll genervt ist von den Menschenmassen, die Turin seit einigen Tagen belagern würden und ist froh, wenn alles wieder vorbei ist... Nun gut, ich wäre gerne dort... So kann das gehen... Ich bin ja auch froh, dass ich zur Fussball WM nicht in Deutschland bin!!! Habe dann noch eingekauft und dann den Abend entspannt bei fernsehen und lesen ausklingen lassen. |
Mittwoch, der 08.Februar 2006 Habe heute die Flüge von Perth nach Melbourne und Melbourne nach Sydney gebucht und anschließend lange mit Helen telefoniert. Sie freuen sich, dass ich noch einmal ein paar Tage zu ihnen komme, bevor ich wieder ins kalte Deutschland zurückkehre. Zum Glück ja nur für drei Wochen!!! |
Dienstag, der 07.Februar 2006 War heute stundenlang im Internetcafé und habe schlussendlich einen Flug von Qantas von Berlin nach Perth entdeckt. Leider war es nicht möglich, den auch via Internet zu buchen, also habe ich den später telefonisch gebucht. Bin jetzt Mitglied im Frequent Flyer Programm von Qantas und werde mal schauen, wieviele Freiflüge ich für die Unmengen von Meilen (=Punkte), die zwischen Berlin und Perth liegen, frei bekommen werde! Ich hoffe, es sind ein paar, sonst lohnt sich der ganze Aufwand irgendwie nicht wirklich! |
Montag, der 06.Februar 2006 War heute vergeblich im Kings Park, denn mein nettes Café hatte heute wegen Renovierung geschlossen und das andere Café im Kings Park war derart überfüllt, dass ich dann eben ein Café in North Beach aufsuchte, wo der Cappuccino teuer und nicht so lecker war. Dafür war der Blick auf den Ozean ziemlich beeindruckend! Ansonsten war ich nur einkaufen und habe es mir dann hier wieder am Pool gemütlich gemacht. Eine Antwort von opodo gab es noch nicht und habe dann am Pool beschlossen: ich fahre auf jeden Fall zurück nach Berlin, denn ich habe keine Lust, mich weiter von der Lust und Laune des Reiseunternehmens abhängig zu machen. Tja, wenigstens endlich eine Entscheidung getroffen, werde dann wohl endlich wieder gut schlafen... |
Sonntag, der 05.Februar 2006 Habe heute nach dem Frühstück mal ein wenig die Umgebung von Perth erkundet und bin ein wenig in Fremantle herumgegondelt. War danach noch kurz im Kings Park und habe die Gegend nach einem Supermarkt abgesucht, habe jedoch keinen gefunden, der heute geöffnet hatte! Tja, soll es auch geben, dass Geschäfte am Sonntag nicht geöffnet haben! Bin dann wieder nach Hause gefahren und habe wieder einige Zeit am Pool die Sonne genossen und bin hinterher noch einmal los, um Mails zu checken und zu telefonieren. Und ich habe eine Antwort von opodo auf meine Mail bekommen: keine Kulanz, keine Erstattung, keine Umbuchung des Fluges und verkaufen darf ich ihn auch nicht. Super! Aber ich könne ja über den Kundenservice einen Rückflug für 3500,00 EUR buchen und meinen Flug stornieren. Irgendwie bin ich da ein wenig geplatzt, denn a) werde ich den Teufel tun und jemals noch einmal über opodo buchen und b) garantiert NICHT zu diesem Preis ein Rückflugticket kaufen! Die haben doch den totalen Vollschatten!!! Ich habe dann eine sehr erboste Antwort geschrieben und werde wohl tatsächlich im März mal kurz nach Berlin kommen... Tja, und dann muss ich wohl einen neuen Flug nach Australien und zurück kaufen... und wieder Kosten, die ich nicht gebrauchen und eingeplant hatte... Ich habe danach also dann noch telefoniert und habe hier noch ein wenig ferngesehen. Und nun ist es Zeit fürs Bettchen! |
Samstag, der 04.Februar 2006 Habe mich heute nach dem Frühstück gleich noch einmal hingelegt und noch einmal ein paar Stunden geschlafen. Danach ging es mir richtig gut und voller Tatendrang fuhr ich dann wieder in das Internetcafé in Scarborough und schrieb wieder eine Mail an opodo, diesmal via gmx, da klappte das dann und hoffe nun, dass ich bald was von denen höre, damit ich meinen künftigen Aufenthalt hier in Western Australia planen kann (Auto kaufen, nach Monkey Mia fahren, etc.) oder halt einen neuen Flug nach Australien buchen kann... Ich fuhr dann noch ein wenig am Meer entlang, kaufte noch etwas zum Abendessen, las bis zum Sonnenuntergang auf meinem Lieblingsplatz hier daheim am Pool und schaute noch fern. Hoffe nur, dass ich bald was von opodo höre, denn diese Unsicherheit, was ich nun die nächsten Wochen machen werde, ist echt ätzend... |
Freitag, der 03.Februar 2006 Habe verdammt schlecht geschlafen die letzte Nacht und mich entsprechend zum Frühstück gequält und nach dem leckeren Frühstück noch einmal versucht, ein Stündchen zu schlafen... Leider war das nicht möglich, also ging ich unter die Dusche und machte mich ausgehfertig. Zog nach Scarborough ins Internetcafé, beschwerte mich via E-Mail bei opodo in der Hoffnung, dass sie mir den Preis für den Rückflug erstatten, diesen verschieben oder Markus den Rückflug antreten kann. Wenn sie das nicht tun, dann werde ich wohl ziemlich unangenehm werden und für immer und ewig einen rufschädigenden Aufruf auf meine künftigen Webseiten einstellen. Derzeit kann ich opodo als Internetreiseveranstalter jedenfalls nicht empfehlen bzw. dringend davor abraten... Unglücklicherweise funktionierte dieser Mailservice auf der opodo-Webseite nicht, so dass die gesamte Mail gelöscht und nicht gesendet wurde... Hatte aber keine Lust, das Teil noch einmal zu schreiben, also muss ich Morgen noch einmal hinschreiben und diesmal über meinen Mailanbieter, da funktioniert das dann wenigstens... Ich suchte dann noch nach einem Auto und habe sogar ein kleinen bezahlbaren Geländewagen gefunden, nur leider befindet sich dieser in Sydney... Ich muss die nächsten Tagen jedenfalls erst einmal abwarten, bevor ich irgendwelche Entschlüsse fassen kann, denn es ist alles davon abhängig, ob und wie sich opodo äußert... Wenn sie nämlich nichts veranlassen, was meinen Rückflug anbelangt, dann werde ich Anfang März nämlich einen kurzen Abstecher nach Berlin machen und den Rückflug antreten. Schenken tue ich denen den Rückflug jedenfalls nicht. Ansonsten bin ich bei dem schönen Wetter noch ein wenig an einem der massenhaften Stränden spazieren gegangen, habe mir was zu Essen geholt und bin dann wieder hergefahren, habe eine Weile in der Sonne am Pool gelegen und sonst nur herumgegammelt und ferngesehen. Werde jetzt auch langsam mal wieder ins Bettchen wanken und hoffentlich besser schlafen, als die gestrige Nacht... |
Donnerstag, der 02.Februar 2006 Heute habe ich einen kompletten Faulenzertag eingelegt. Nach dem Frühstück habe ich noch ein paar Stunden herumgehangen und ein kurzes Buch gelesen und mich dann am Nachmittag ein paar Stunden sonnenbadenderweise an den Pool gelegt und ein weiteres Buch gelesen. Habe dann noch die ganze Zeit überlegt, wie ich das jetzt nun mit meinem Rückflug machen will... Ich werde einfach nochmal mit opodo in Kontakt treten und noch einmal alles versuchen, den Rückflug zu verschieben, verkaufen oder an Markus abzutreten. Sollte das aus irgendwelchen Gründen und unkulanterweise tatsächlich nicht klappen, tja... Dann werde ich wohl allein schon aus Protest den Rückflug antreten... So wurde es recht schnell Abend und ich machte mich auf die Suche nach etwas zu Essen und holte mir ein paar Kleinigkeiten bei Hungry Jacks (=Burger King). Habe dann noch ein paar Telefonate geführt, ferngesehen und bin dann ins Bettchen gegangen... |
Mittwoch, der 01.Februar 2006 Nach dem leckeren und üppigen Frühstück bin ich mit meiner neuen Karre in die Innenstadt gefahren und habe ein paar Drogerien nach einer Gesichtspflegeserie abgesucht und nach etwa der dritten Drogerie auch gefunden. Ziemlich gut! Bin dann noch ein wenig in der City herumgelaufen und habe dabei unter anderem auch das Department Of Immigration gefunden. Anschließend bin ich dann noch in den Kings Park zu dem netten Café gefahren, wo ich vor ein paar Wochen mit Hartmut war und trank dort einen guten Cappuccino und aß ein Stück Baileys-Cheesecake. Menno war das lecker! Am Nachmittag bin ich dann noch einmal von Mullaloo los, um ein Internetcafé zu finden, klapperte erfolglos ein paar Einkaufszentren ab, bis mir dann einfiel, dass ich doch in Scarborough ein Internetcafé gesehen hatte und fuhr dann dorthin und surfte ein wenig durch die Gegend. Es war dann schon lange dunkel, als ich wieder zu Hause ankam... Tat dann aber auch kaum noch etwas, sah nur ein wenig fern und ging dann schlafen. |
Dienstag, der 31.Januar 2006 Boah, ich bin wieder in dem total netten, schönen und sehr komfortablen B&B in Mullaloo! Nachdem ich lange im Motel geschlafen und mich dann noch mit einem österreichischem Ehepaar verquatscht hatte, bin ich am Meer Richtung neuer Unterkunft gefahren, habe in Scarborough in einem Einkaufszentrum halt gemacht und bin dann nach Mullaloo gefahren. Dort angekommen habe ich zunächst alle meine Taschen und Beutel vom Auto in mein Zimmer (diesmal ein anderes, leider sehr viel kleineres und ohne Whirlpool) verstaut und alle meine Klamotten aus den Taschen in Schrank und Schubladen verstaut (auch Kleinigkeiten lernt man auf Reisen langsam zu schätzen und werden voll zum Luxus!!!), habe geduscht und habe es extrem entspannt angehen lassen. Habe viel mit Jacki gequatscht, mir irgendwann etwas zu Essen gemacht, mit den beiden Katzen geschmust, habe ferngesehen und bin dann irgendwann schlafen gegangen... |
Montag, der 30.Januar 2006 Bin heute wieder früh aufgestanden, habe wieder ein üppiges Frühstück vertilgt, habe meine Sachen zusammengepackt und bin dann zu einer sehr preisgünstigen Autovermietung gefahren (mit dem Taxi, weil kein Bus kommen wollte und ich nach einer halben Stunde warten keine Lust mehr hatte, in der Sonne herumzustehen...) und habe dort für zunächst zwei Wochen ein Auto gemietet; einen kleinen Toyota Corolla für 25 $ am Tag (etwa 16 EUR). Bin dann mein Gepäck von meiner Unterkunft abholen gefahren und habe mich dann auf die Suche nach einer Unterkunft für heute Abend gemacht und ein nettes Motel gefunden. Und wie der Zufall es so will: geführt von einem deutschen Ehepaar, dass vor einem Jahr eingewandert ist und hier nun dieses Motel führt... Habe aber sonst nicht viel veranstaltet, bin nur mal kurz in die Stadt gefahren, um mir was zu Essen zu besorgen und habe ansonsten nur herumgehangen, ferngesehen und geschlafen. |
Sonntag, der 29.Januar 2006 Habe heute mal wieder nicht viel veranstaltet, außer dass ich kurz in dem Einkaufszentrum bei Nola und Kim im Laden war, um eine Prepaidkarte für das Internet zu kaufen und dann zu Hause den Account einzurichten... War gar nicht so einfach und dauerte etwa eine Stunde via Telefonat mit einem netten jungen Mann vom Kundenservice des Internetanbieters bis ich endlich lossurfen konnte. Unglücklicherweise funktionierte das Internet auf meinem Laptop nur etwa eine Stunde, bevor irgend etwas meinen Rechner zum Absturz brachte, was dann jedes Mal beim Einwählen in den Server dieses Anbieters passierte... Sehr sehr schade, aber leider nicht zu ändern! Waren ja zum Glück nur 9,90 $, die ich in den Sand gesetzt habe! Hatte nur angst, dass mein Laptop diese Abstürze nicht verkraften könnte, doch es ist bisher alles in Ordnung! Ansonsten war nur herumlungern und Finale der Australian Open schauen angesagt, bevor ich mir in einem Fish&Chips-Laden die leckersten Fish$Chips gekauft hatte, die ich jemals gegessen habe. Nach ein paar einschläfernden Serien im TV bin ich dann schlafen gegangen. |
Samstag, der 28.Januar 2006 Habe heute wieder nicht viel gemacht... Habe heute sehr sehr lange geschlafen, denn meine Gasteltern mussten früh zur Arbeit (sie besitzen einen kleinen Zeitungsladen in dem hiesigen kleinen Einkaufszentrum) und mein Frühstück stand dann in meinem "Wohnzimmer" für mich bereit, so dass ich nicht zu einer bestimmten Uhrzeit wach werden musste... Nach dem reichhaltigen Frühstück habe ich noch ein wenig herumgelungert, dann mal wieder Wäsche gewaschen und aufgehangen und war dann im "Einkaufszentrum" und habe ein paar Dinge eingekauft, noch weiteren Schlaf nachgeholt und ferngesehen... Also alles in Allem: mal wieder ein sehr relaxter Tag!!! |
Freitag, der 27.Januar 2006 Heute habe ich dieses Haus außer zum gelegentlichen Rauchen nicht verlassen und habe nahezu den gesamten Tag geschlafen, fühle mich jetzt ein wenig besser, aber ich glaube, ich brauche noch ein paar Tage Schlaf, bevor ich wieder richtig fit bin. Mein Körper sagt mir jedenfalls, dass er noch weiterschlafen könnte. Habe jedenfalls ein sehr üppiges Frühstück erhalten, anschließend weitergeschlafen und am Abend von Kim ein paar Scheiben Toastbrot mit Butter bekommen, weil ich zu faul war, um mir draußen etwas zu besorgen. Voll nett! Ansonsten habe ich mir nur das Tennismatch Federer vs. Kiefer angeschaut (es sind doch die Australian Open in Melbourne!!!) und bin dann wieder ins Bettchen gegangen. Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass ich hier mal wieder in einer totalen Luxusherberge gelandet bin? Ein edles riesiges Haus, wovon ich nun die Hälfte bewohne. Ist auch relativ teuer, aber nun gut. Es liegt Nahe am Kings Park und der Innenstadt und ohne Auto ist das echt von Vorteil! Hoffe, ich finde bald ein bezahlbares Auto, denn ohne fahrbaren Untersatz komme ich mit meinen Massen an Gepäck aus Perth nicht heraus... |
Donnerstag, der 26.Januar 2006 Was für ein anstrengender Tag... Bin um 08.00 Uhr aufgestanden und habe die restlichen Klamotten eingepackt und bin dann gegen 10.00 Uhr Richtung Flughafen gefahren, denn um 11.45 Uhr ging mein Flieger. Am Schalter musste ich dann 20 $ für mein Übergepäck zahlen und hinterher gab ich dann mein Auto wieder bei Red Spot ab. Alles total unproblematisch, mein Einbruch ins Auto wurde auch nicht entdeckt, also zahlte ich noch die zwei Tage, die ich das Auto länger hatte und kam dann gerade rechtzeitig zum Boarden. Und im Flieger hatte ich dann eine komplette Reihe für mich allein und konnte mich breit machen! Nach drei Stunden und 15 Minuten kam ich in Melbourne an und wurde dort von Helen in Empfang genommen. Fand ich total genial! Sie fuhr dann mit mir nach Hause und dort tranken wir ein paar Bier, denn es waren knapp 40°C in Melbourne, und schnackten mal wieder herum. Plötzlich und unerwartet fing es an zu regnen (woran das wohl gelegen hat???) und hinterher sank die Temperatur auf erträgliche 25°C. Jedenfalls war der Regen so heftig, dass die Buschfeuer in Victoria nun endlich unter Kontrolle gebracht werden konnten. Ich weiß nicht, ob ihr in Deutschland was davon mitbekommen habt, aber die Buschfeuer in Victoria waren die schlimmsten seit Jahren in Australien, drei Menschen sind im Feuer umgekommen und hunderte von Menschen wurden obdachlos und/oder verloren ihre Farmen (und Tiere). Jedenfalls habe ich scheinbar mit meinem Regen endlich mal etwas gutes getan (*grins*)!!! Wir haben jedenfalls moch zusammen gegessen und beschlossen, dass wir uns vor meiner vorerst endgültigen Abreise Mitte August mindestens noch einmal sehen werden und auch die beiden boten mir ihre Hilfe bezüglich meiner Einwanderung an und meinten, dass sie für mich als Bürgen/Sponsoren einspringen würden! Puhh, ich glaube wirklich langsam, dass ich ein liebenswerter und vertrauenswürdiger Mensch bin! Wenn mir Menschen, die mich gerade mal ein paar Wochen oder gar erst ein paar Stunden kennen, solche Angebote machen und es auch noch ernst meinen, dann scheint das wohl so zu sein! Ich freue mich jedenfalls über solches Vertrauen und mal sehen, ob das mit der Einwanderung nächstes Jahr im Juni klappen wird... Warum ich erst im Juni 2007 einwandern will bzw. kann, liegt an meinem Sabbatical. Ich muss noch neun Monate meiner insgesamt drei Jahre Vollzeitarbeit ableisten oder halt 'ne Menge Geld abdrücken, um mich sozusagen "freizukaufen". Und da ich kein Geld habe, muss ich halt noch 9 Monate absitzen, bin dann aber frei und kann weg! Nach dem Essen vertrödelten wir ein wenig die Zeit und Helen und ich mussten uns dann ganz schön beeilen, um wieder zum Flughafen zu kommen. Um 20.55 Uhr Vicoria-Zeit ging mein Flieger und ich war dann schlussendlich doch schon um 20.40 Uhr am Flughafen!!! Die Security hielt mich dann extrem lange auf und ich musste meinen Rucksack komplett entleeren, weil sie meinen MP3-Player für einen Regenschirm oder ein Messer hielten (???), kam dann aber gerade noch als Letzte in den Flieger hinein... Zu meinem Glück saß ich wieder in der letzten Reihe und wieder ganz allein, so dass ich es mir wieder richtig gemütlich machen konnte! In Perth war ich nach vier Stunden Flug echt fertig... Es war zwar erst 22.00 Uhr Western Standard Time, aber nach Cairns-Zeit war es schon 0.00 Uhr und sieben Stunden Flug sind echt anstrengend und ich war ja auch schon lange wach... Jedenfalls krallte ich mir das nächste Taxi und fuhr in einen Stadtteil namens Nedlands (Nähe Kings Park und CBD), wurde mitten in der Nacht von meiner Gastmama Nola empfangen, die mir dann gleich noch einen Kaffee machte und mir noch kurz erklärte, wo was im Haus zu finden ist. Ich wollte dann noch kurz Nachrichten schauen und was entdecke ich? In der CBD von Perth findet eine riesige Australia Day Party statt!!! Nur schade, dass ich zu müde war, um noch loszuziehen! Nun gut, so schaute ich mir noch ein wenig das Feuerwerkspektakel über Perth an und schlief dabei dann ein. |
Mittwoch, der 25.Januar 2006 Habe heute mal wieder richtig lange und gut geschlafen, habe mir dann Frühstück gemacht und bin dann in die Stadt hineingefahren, um das Paket zur Post zu bringen und ein Internetcafé zu suchen. Dies habe ich dann auch gefunden, habe meine Sitzplätze reserviert und mein Gepäck für den Flug Morgen eingecheckt. Habe kurz Mails gecheckt und festgestellt, dass ihr alle schreibfaule Nasen seid ;o))) Ansonsten habe ich bei 30°C und Regen, Regen und nochmals Regen schon mal ein wenig gepackt und aussortiert, was ich nicht mitnehmen kann bzw. mag. Hoffentlich haben meine Hosts Verwendung für all die Konserven und Müsliriegel, die ich ihnen vermachen werde... Ich denke, diesmal komme ich um eine Gebühr für Übergepäck nicht herum, denn ich reise nun mit drei Gepäckstücken (was sich so im Laufe von 9 Wochen halt so im Auto zusätzlich ansammelt, wenn man Platz hat) und mit schweren dazu... Zum Glück sind die Preise für Übergepäck hier total lächerlich, pro Kilo über der Norm von 20 kg (zzgl. 5 kg Tolleranz) sind es 10 $, also etwa 6 EUR. Ich werde jetzt jedenfalls mal die Äuglein zumachen. Komischerweise habe ich meine Monsterspinne heute noch nicht gesehen... Ich hoffe, sie macht es sich nicht gerade irgendwo in meinem Gepäck gemütlich... |
Dienstag, der 24.Januar 2006 Ich habe heute knapp 12 Stunden geschlafen! Ich scheine den totalen Nachholbedarf zu haben und wirklich richtig fertig zu sein... Habe auch nicht viel gemacht heute, habe alle Klamotten aus dem Auto geladen und ein Paket nach Deutschland fertig gepackt und ansonsten nur herumgehangen, telefoniert und mit Debby und Callum geschnackt. Aus Perth rief mich dann noch eine Frau von einem B&B an und ich kann dort erstmal bis Montag morgen unterkommen... Ab dem 01.02. ist dann in dem netten B&B in Mullaloo ein Zimmer frei und Jacki meinte irgend etwas von "über den Preis reden wir dann", weil ich ja dann mindestens drei Wochen bleiben werde... Aber nun werde ich auch wieder weiterschlafen... |
Montag, der 23.Januar 2006 Noch etwa 550 km lagen nach dem Aufstehen vor mir... Ich war so müde, dass ich locker hätte durchschlafen können bis 12 oder 13 Uhr, aber der Wecker riss mich um 8 Uhr aus dem Schlaf und um 9.00 Uhr fuhr ich dann also von Bowen los. Und natürlich regnete es zwischendurch wieder heftig und es war eine anstrengende Fahrt bis nach Cairns, zumal auch alle "Kaffeestationen" zwischendurch geschlossen waren... Sehr sehr schade, aber es war nicht zu ändern... Nach ein paar kurzen Aufenthalten in Townsville und Ingham, kam ich dann wohlbehalten, aber furchtbar müde gegen 17 Uhr in meiner Unterkunft in Cairns an. Nettes Zimmer, nette Gastgeber und vor allem ein sehr nettes Bett warteten schon auf mich... Ich machte mir dann noch etwas zu Essen warm und dann musste ich schlafen gehen. Ich habe noch nicht einmal das Tennismatch Haas gegen Federer zu Ende schauen können und auch die Monsterspinne, die vor dem Regen in mein Zimmer geflüchtet war, konnte mich nicht am Einschlafen hindern (auch wenn ich ein wenig Panik hatte, dass sie mich irgendwann im Bett besuchen kommen könnte...). |
Sonntag, der 22.Januar 2006 Eine ziemlich lange Fahrt von knapp 850 km liegt heute hinter mir und ich habe eine sehr gute Strecke auf dem Weg nach Cairns von Gin Gin nach Bowen geschafft. Und natürlich hat es auf der Strecke gelegentlich mal wieder heftig geregnet... und auch in Mackay und Sarina. Der erste Regen dort seit Monaten! Wie ich gestern zu den beiden Jungs gesagt hatte: der Regen verfolgt mich halt!!! Ich bin so müde, dass mich die Landschaft auch nicht mehr interessiert, schaue gar nicht mehr und mache kaum noch Fotos. Bin froh, dass ich bald in Cairns bin, endlich fertig mit fahren. Aber wieder ohne Auto wird es bestimmt auch total merkwürdig werden. Naja, ich werde jedenfalls erstmal ab Donnerstag in Perth richtig Urlaub machen und außer schlafen und herumgammeln gar nichts tun. Und wenn ich dann wieder power habe, werde ich mich um sämtliche Angelegenheiten kümmern...: zunächst einmal mein Visum bis Ende August 2006 verlängern lassen und darum bitten, arbeiten zu dürfen bis dahin (mal schauen, ob die Immigrationsbehörde das ausnahmsweise mal genehmigt...) und gleichzeitig einen Antrag auf dauerhafte Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis ab 01.06.2007 stellen. Dann werde ich nach einem alten Geländewagen Ausschau halten, denn ich werde ein Auto brauchen, wenn ich an der Westküste bleiben und herumreisen will... Dann werde ich mich nach einer Wohnung umschauen, meinen Rückflug nach Deutschland versuchen, trotz aller Schwierigkeiten wenigstens zu verkaufen, bei CALM in Monkey Mia anfragen, ob die noch Volunteers benötigen, usw. usw. usw... Habe heute noch mit Juttchen telefoniert... ich vermisse Dich ganz schön, meine Liebe! Ach, und ein riesiger grüner Frosch sitzt genau vor meiner Hintertür zur Terrasse! Hoffentlich trete ich nicht auf ihn, wenn ich gleich meine "gute-Nacht-Zigarette" genießen werde!!! |
Samstag, der 21.Januar 2006 Bin dann doch endlich gegen 13 Uhr von Naomi und Richard losgekommen, war echt schwer, mich von dort zu trennen, denn es regnete wieder heftig und ich habe einfach keine Lust mehr auf Auto fahren... Bin auch nicht besonders weit gekommen, nur nach Gin Gin, wo ich im hiesigen Motel untergekommen bin. Wegen dem Regen habe ich mal wieder keine Fotos gemacht und habe auch kaum Zwischenstopps gemacht. Habe nur an den "Free Coffee"-Stationen halt gemacht, denn dies ist derzeit das Wichtigste, was ich auf meinen Fahrten benötige... Kaffee!!! Diese Stationen werden von Freiwilligen an Rastplätzen betrieben, um die Unfallrate durch Übermüdung auf diesem Highway (Bruce Highway) zu senken. Weil man unterwegs nicht viel sieht, ist das auch extrem notwendig und eine sehr gute Idee. Jedenfalls habe ich vorhin mit Sandra telefoniert, habe mich total gefreut, Deine Stimme zu hören! Werde aber nun die Äuglein schließen, muss unbedingt Morgen früh raus, denn es liegen noch etwa 1400km bis Cairns vor mir... |
Freitag, der 20.Januar 2006 Nach einem langen und superguten Schlaf bekam ich erstmal von Naomi ein herzhaftes warmes Frühstück und beschloss kurzerhand, noch eine Nacht zu bleiben, denn es fing wieder heftig an zu regnen und ich habe einfach keine Lust mehr auf im Regen fahren... Also blieb ich einfach und hatte einen wundervollen Tag mit Naomi, ging mit ihr im Einkaufszentrum Shoppen, spielte mit Richard ein paar Runden Pool, entdeckte einen Koala, der in der Wildnis lebt und war total begeistert und wurde schlussendlich auch noch zu einem absolut leckeren Dinner eingeladen! Ich trank dann noch einige Bierchen mit Naomi und sie machte mir ein absolut geniales Angebot: wenn ich tatsächlich einen Antrag auf dauernden Aufenthalt stellen würde, ich also hierbleiben wollte, dann würde sie für mich als Sponsor bzw. Bürge einspringen, wenn dies eine Bedingung für den Antrag ist!!! Wow! |
Donnerstag, der 19.Januar 2006 Boah, war das ein Tag... Erstmal habe ich heute morgen so herumgetrödelt, dass ich erst gegen 10.00 Uhr aus Coffs Harbour loskam und nach Tanken und dem ersten Regen im ersten Stau hier in Australien stand... Verwirrend nach Wochen der Weite und den wenigen Autos bis Adelaide...! Dann wurde der Regen echt richtig heftig, so dass selbst bei 60 km/h die Straße trotz voller Scheibenwischerstärke nicht mehr zu sehen war und dann der absolute Horror: meine erste Erfahrung mit ernsthaftem Aquaplaning (alles was ich zuvor an Aquaplaning erlebt hatte, war dagegen echt pillepalle...) und der Erkenntnis, dass ich heute einen extrem wohlwollenden Schutzengel gehabt haben muss, denn ich wurde nicht in einen Unfall verwickelt, sondern konnte meine Spur gerade so halten. Ansonsten gab es viele überflutete Straßen und Massen an Verkehr auf dem Weg (ich sage nur: komplett überfüllte vierspurige Autobahn über etwa 100 km) und eine ungewollte mehrstündige Stadtrundfahrt durch Brisbane... Und dann bin ich hier angekommen: in einem Bed & Breakfast in einem Vorort von Brisbane, in Narangba. Was für ein riesiges Haus, was für nette Gastgeber... Bin dann auch gleich von Naomi zu dem einen oder anderen Bier eingeladen worden, hatte ein sehr nettes Gespräch mit ihr und später dann auch noch mit ihrem Neffen und deren Freundin aus Neuseeland. Und nun bin ich betrunken und muss jetzt dringend schlafen... |
Mittwoch, der 18.Januar 2006 Nach einem netten Frühstück mit Markus in meinem Lieblingscafé in der King Street ging es gegen 12.oo Uhr aus Sydney los und bin gegen 20.30 Uhr in einem Motel in Coffs Harbour gelandet. Auf den Caravanpark wollte ich nicht, da die dort tatsächlich 27 $ für eine Übernachtung im Auto verlangten, also ungefähr 18 EUR und da dachte ich nur: dann zahl ich lieber das Doppelte und habe dafür ein Bett, eine Dusche und einen Fernseher!!! Unterwegs habe ich in einem kleinen Ort Massen von Fledermäusen gesehen und ein paar nette Fotos von ihnen gemacht. Bei nem Bierchen an der Motelbar hatte ich dann ein nettes Gespräch mit dem Besitzer über Arbeit in einer der australischen Minen: man kann dort viel viel Geld verdienen, z.B. um hinterher ein Haus zu kaufen... Das ist nämlich seit ein paar Wochen mein Traum: ein B&B in Denham aufmachen, denn das fehlt dort wirklich!!! Wenn ich in Perth bin und endlich Zeit und Ruhe habe, werde ich mich mal ein paar Stunden an einen Rechner setzen und mich bei ein paar Firmen mal einklicken und schauen, was die so an Arbeit anbieten und was die so dafür zahlen... Viele Dinge, die ich in Perth klären muss.... |
Dienstag, der 17.Januar 2006 Bin gegen 08.00 Uhr von Beka aufgebrochen, habe einige süße Städtchen auf dem Weg durchquert und kam gegen 14 Uhr in Sydney an. Nach einigen vergeblichen Versuchen, eine Unterkunft zu finden, konnte ich dann wieder in Newtown bei Anne und Ian übernachten. Während ich vor dem Haus auf Anne wartete, kam mir dann auch schon Markus entgegen, mit dem ich dann nach dem ich meine Sachen später ins Haus gebracht hatte, noch irgendwo in der King Street was aß und trank. Er musste dann los und ich hatte einen total netten Abend mit Ian und Anne, nachdem ich aus Frust etwa eine Flasche Wein getrunken hatte... Ich hatte nämlich ein nicht sehr erfreuliches Telefonat mit meinem Reiseveranstalter opodo: ich könne meinen Flug weder verschieben, noch könne ich diesen an eine andere Person übergeben und auch bei Stornierung gäbe es kein Geld zurück! Ich dachte nur so: na prima, dann schenke ich opodo mal eben so einen Rückflug nach Deutschland und wenn ich den Flug offiziell storniere, dann bekomme ich kein Geld zurück und die können den dann noch einmal verkaufen! Wenn das die Logik dieses Webreiseveranstalters ist um richtig Kohle zu scheffeln, dann werde ich wohl künftig nicht mehr dort buchen und auch allen Leuten dringendst davon abraten! An Austrian Air liegt es jedenfalls nicht, denn mit denen habe ich hinterher gesprochen, hätte ich direkt bei denen gebucht, wäre eine Umbuchung bis zu einem Jahr überhaupt kein Problem gewesen... Ganz toll!!! Nun gut, wie schon erwähnt, hatte ich einen sehr netten Abend mit Anne und Ian, bekam noch einmal eine kleine Mahlzeit, die ich mit den beiden zusammen einnahm und Ian gab mir noch ein paar Adressen und Telefonnummern von Kollegen von ihm, die ich auf meinen kommenden Wegen einfach mal anrufen solle, weil die sich wohl freuen würden, wenn sie netten Besuch bekommen... Ist das zu fassen? Jedenfalls ist eine Person in Freemantle dabei (ist eine Stadt, die direkt an Perth angrenzt, nur über den Fluß), die ich bestimmt kontaktieren werde, sobald ich in Perth einlaufe... Anne zeigte mir dann noch ihre Bilder, die sie ab dem 01.02. in Melbourne ausstellen wird (total coole Fotos...) und nun bin ich absolut bettreif! |
Montag, der 16.Januar 2006 So, schweren Herzens musste ich mich heute von Helen, Chris und Emily trennen, aber wir sehen uns ja zum Glück in 10 Tagen, wenn ich meinen Zwischenstopp in Melbourne auf dem Weg von Cairns nach Perth habe, wieder! Gegen Mittag bin ich endlich losgekommen und bin etwa 600 km weit gekommen... nach Beka, einem netten kleinen Ort, schon in New South Wales , ca. 50 km hinter Eden, von wo aus ich kurz mit Hartmut schnackte... Habe einen sehr netten Caravanpark gefunden... War zwar relativ teuer, aber dafür hatte ich Service an mein Auto... Wie jetzt, fragt sich jetzt sicherlich der Eine oder die Andere... naja, ich hatte ja noch Mittagessen von Helen und Chris mitbekommen und es gab keine Campküche. Also wurde mir das Essen von dem Besitzer des Caravanparks mal eben in seiner privaten Mikrowelle warm gemacht und dann direkt mit Plastikteller, Plastikbesteck und Serviette ans Auto geliefert... Ich glaube, solche Sachen erlebt man echt nur hier in Australien! Und die Duschen und Toiletten sind der Hammer! |
Sonntag, der 15.Januar 2006 Habe heute ein wenig Melbourne erkundet und befinde diese Stadt als äußerst schön und super! Leider hat mich Tim mal wieder für heute zum Brunch versetzt, er muss wohl schon früher auf Arbeit sein und das wäre zu knapp geworden, also meinte er, dass es dann aber heute Abend klappen würde, er hätte gegen 19 Uhr Schluss. Jedenfalls bin ich viel am Fluß entlanggeschlendert und habe viele Leute beim grillen gesehen. Ist eine sehr australische Angelegenheit... Ob direkt am Strand oder in Innenstädten: überall stehen elektrische oder herkömmliche Grillstationen (BBQ's), auf denen dann gebrutzelt werden kann. Und man sieht nur selten welche unbenutzt herumstehen. Total nett und irgendwie wirklich typisch australisch! Ich machte dann noch die City unsicher, wollte Helen unbedingt ein Buch über die Geschichte Berlins besorgen, da wir uns darüber am Vortag lange unterhalten hatten, doch das Einzige, was ich im Überfluss finden konnte, waren Bücher über die Nazizeit... Sehr schade, da ich finde, dass Deutschland doch irgendwie auch anderes in den letzten 60 Jahren zu bieten hatte und hat (außer miesepetrige und übelgelaunte Menschen)... Ich hatte jedoch Glück, dass ich einen Reiseführer von Berlin fand, der eine gute und ausführliche Abhandlung der Historie der Stadt enthielt, also kaufte ich diesen als kleines Gastgeschenk für die nette Gastfreundlichkeit der Familie. Außerdem war ich noch in einem Internetcafé und buchte einen Flug am 26.01. (Australia Day) von Cairns zurück nach Perth via Melbourne. Auf dem Rückweg ging ich dann noch in einen Supermarkt, kaufte richtigen Espresso für Helen, damit ich ihr mal einen richtigen Latte Macchiato zaubern konnte und für Nicholas, der ja heute Geburtstag hatte, eine riesige Schachtel schweizer Pralinen. Alle waren total begeistert von den kleinen Geschenken und warteten fröhlich und gutgelaunt auf den Abend. Die Familie wollte groß zum Griechen ausgehen und ich wartete auf den Anruf von Tim. Der kam dann auch: wieder versetzt! Ich war wütend und traurig. Kurzerhand meinten dann alle, ich solle doch einfach mit zum Familien-Dinner beim Griechen kommen, schließlich hätten sie mich eh schon mit eingeplant und nach meinen Einwänden, dass das doch aber das Geburtstagsessen von Nicholas sei und ich nicht stören wolle, meinte dieser nur: Fühl Dich wie ein Familienmitglied und komm jetzt! Tja, so kam es, dass ich mit der Familie beim Griechen saß und wir stundenlang aßen, schnackten und herumalberten. War total super! Wieder zu Hause unterhielt ich mich wieder lange mit Helen und nun muss ich unbedingt schlafen, Morgen will bzw. muss ich weiter... |
Samstag, der 14.Januar 2006 Habe heute einen sehr entspannten, ruhigen und sehr schönen Tag verbracht. Habe absolut lange und phantastisch geschlafen, habe mit Helen zusammen gefrühstückt und gleich mit dem Schnattern begonnen, habe anschließend Wäsche gewaschen (was absolut dringend notwendig war, denn das letzte Mal habe ich in Perth gewaschen...) und bin dann mit Helen in ein absolut riesiges Einkaufszentrum gleich um die Ecke gefahren. Ich brauchte dringendst einen Friseur und vor allem mal wieder eine Frisur und einen neuen Rucksack für mein Laptop, denn meiner löst sich langsam in seine Bestandteile auf. Auf weitere Reparaturen mittels Näherei habe ich weder Lust noch wird es noch viel bringen... Helen musste noch ein paar Dinge besorgen (schließlich hat sie nun außer mir noch ihren Mann Chris, ihre Tochter Emily, deren Freund Chris und den "verlorenen" Sohn Nicholas zu versorgen...) und lieferte mich dann bei einem netten Friseur ab, wo ich dann gleich bedient und die weiteren zwei Stunden mit färben, waschen, schneiden, fönen und stylen verbrachte. Nun habe ich schwarzviolette Haare und vor allem kurz und total witzig dazu. Helen kam zwischendurch vorbei, hatte ihre Einkäufe erledigt und wollte nach Hause, denn es war noch viel zu erledigen, schließlich hat Nicholas Morgen Geburtstag. Ich schlenderte noch in dem riesigen Einkaufszentrum herum, verlief mich ab und an, fand einen Laden mit einer riesigen Auswahl an Rucksäcken für Laptops und kaufte schließlich ein nettes Exemplar. Letztendlich habe ich dann auch irgendwann mein Auto wiedergefunden und fuhr wieder zurück zu Helen, Chris und Konsorten. Hatte ich eigentlich schon erwähnt, wie nett und süß die alle sind? Jedenfalls wieder hier angekommen, hatte ich ein paar Schnacks mit den Kids (Emily ist 18, Nick ist 22), Tim rief mich an und wir sehen uns Morgen zum Brunchen irgendwo am Strand, denn er meinte, dass er heute bis 22 Uhr arbeiten müsse und schon absolut müde sei, wir uns aber unbedingt Morgen sehen müssten... Da er um 12 Uhr wieder zur Arbeit muss, blieb also nur Brunch irgendwann zwischen 9 Uhr und 10.30 Uhr. Wir telefonieren dann Morgen früh noch einmal, wann wir uns wo genau treffen... Freue mich jedenfalls schon total! Zum Dinner mit der Familie wurde ich dann auch noch eingeladen und hatten einen echt schönen Abend mit Schnack, Spaß und echt leckerem Essen, wobei ich viel mitgeholfen habe. Und so verging ein echt schöner Tag mit meiner Gastfamilie, ohne dass ich auch nur ein wenig mehr als ein paar Straßen und das Einkaufszentrum von West-Heidelberg in Melbourne gesehen habe... Aber who cares? Ich hatte einen wundervoll entspannten, relaxten und schönen Tag! |
Freitag, der 13.Januar 2006 Knapp 700 km zwischen dem Coorong und Melbourne liegen hinter mir, ich bin müde und daher nur ganz kurz die heutigen Highlights: Bin ohne Frühstück gegen 08.30 Uhr losgefahren, denn ich habe den Gestank und die Moskitos im Coorong nicht mehr ausgehalten und das Hotel/Motel war überall verriegelt. Also kein Frühstück und keine offizielle "Schlüsselübergabe". In Mount Gambier habe ich dann den ersten größeren Stopp eingelegt, neben tanken und frühstücken habe ich bei Helen und Chris angerufen, um zu fragen, ob deren Angebot in Walpole noch steht, dass ich dort einige Nächte verbringen könnte... Leider erreichte ich niemanden. Also rief ich ein paar B&B's an und erhielt ein gutes Angebot für 35 $ (ca. 22 EUR) die Nacht inklusive Frühstück und buchte mit der Einschränkung, dass ich evtl. woanders unterkommen würde!!! Ätzend viel Verkehr auf den Straßen und unendlich viele Dörfer und Städte auf dem Weg machten ein flüssiges und vor allem gewohntes Durchkommen unmöglich, so dass ich nur mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 70 km/h vorankam. Nette und üppige Landschaften gesehen und etwa 250 km vor dem Ziel ein Anruf von Helen bekommen: ich könne natürlich bei ihnen übernachten und solle mich melden, sobald ich etwas näher an der Stadt bin, damit sie mir erklären könne, wie ich fahren soll, Freude pur!!! Schlußendlich bei Helen, Chris und der Tochter Emily mit Freund Chris gelandet und bis in die tiefe Nacht mit Helen geschnackt und nun im Bett, welches ich gleich mal mit Augen zu und wahrscheinlich komatös schlafend erkunden werde... |
Donnerstag, der 12.Januar 2006 Heute war wieder alles in Ordnung und so konnte ich von Port Lincoln bis in den Coorong fahren... Da ich in Adelaide keine Unterkunft gefunden hatte und auch noch fit war, bin ich einfach durch Adelaide durch und noch weiter gefahren. Im Coorong angekommen, wurde es langsam Zeit, eine Unterkunft zu suchen, denn es wurde langsam spät. Auf dem Weg entdeckte ich dann ein kleines abgeschiedenes Motel und wunderte mich erst später, dass es ganz doll übel stank und es Millionen von Moskitos gab (ich dachte die ganze Zeit, dass mein Auto bzw. der Katalysator mal eben eine Stinkerunde eingelegt hatte, aber es war die ganze Zeit der Gestank, der in der Region lag...). Nun gut, war mir auch irgendwie egal, ich entleerte also dann meine Flasche Mortein (Insektenvernichtungsmittel) im Zimmer und schlief dann auch bald ein. Wie ich übrigens später erfahren sollte, kam der Gestank nicht von ungefähr: die Region leidet nämlich seit Jahren unter Wassermangel und vor ein paar Wochen wurde nun festgestellt, dass dieses ehemalige Ökosystem umgekippt, bzw. ökologisch tot ist. Deshalb auch der furchtbare Gestank! Alles hat also seine Gründe... |
Mittwoch, der 11.Januar 2006 Mir gings heute noch nicht so gut, bin daher nur etwa 200km nach Port Lincoln gefahren. Habe dort ein nettes Motel gefunden, kurz eingekauft und mich ansonsten auskuriert. Hoffentlich geht's mir Morgen wieder besser.. Muss weiter!!! |
Dienstag, der 10.Januar 2006 Nach einer sehr verregneten Nacht fuhr ich früh los und nach einem Brunch im Nullarbor-Roadhouse fuhr ich dann wieder gestärkt weiter. Am Nundroo-Roadhouse angekommen, wollte ich dann tanken und stellte plötzlich fest, dass mein Portemonnaie nicht mehr da war!!! Schock! Und dann viel es mir wieder ein: ich hatte mein Portemonnaie auf der Damentoilette vergessen! Ich bat den Mann im Roadhouse, bei dem anderen Roadhouse anzurufen und dort nachzufragen, ob dort ein Portemonnaie gefunden wurde, doch die Telefone waren gerade nicht funktionstüchtig... Mobiltelefon funktionierte sowieso nicht, also blieb mir nichts anderes übrig, als die 150 km wieder zurückzufahren... Nach 1 1/2 Stunden wieder beim Nullarbor-Roadhouse angekommen, war ich dann echt froh, denn mein Portemonnaie wurde zum Glück gefunden und abgegeben. Und es war auch alles drin! Ich steckte dann ein paar Dollar in die Kaffeekasse und war glücklich, denn das hätte echt richtig schiefgehen können! In meinem Portemonnaie ist nämlich alles drin: mein Geld, meine Kreditkarte, mein Ausweis, meine Führerscheine (national und international)... Ich schlug dann wieder den eigentlichen Weg ein, hatte ein Abendessen in Nundroo und bin in Ceduna wieder in eine Wagenkontrolle geraten und dann noch weiter bis Stearky Bay gefahren. Wegen einer plötzlichen Fieberattacke, Schnupfen, Husten und Schüttelfrost bin ich dann nicht weitergefahren und habe auf einem Campingplatz eingecheckt, da das dortige B&B leider schon ausgebucht war. Ich stopfte mich dann noch mit Paracetamol und Gelomyrtol zu, in der Hoffnung, dass es mir am kommenden Tag besser gehen würde und schlief dann auch bald im Auto ein... |
Montag, der 09.Januar 2006 Wurde heute extrem früh wach, machte mich fertig, tankte und dann ging es auch schon los: ab auf den Nullarbor, dem Highway. Statt dem trockensten Flecken Erde Australiens gab es grüne, gelbe, rote und weiße Landschaft statt öde Wüste zu bestaunen, denn es hatte ja tags zuvor heftig geregnet und es tat dies auch weiterhin... Und die Wüstenpflanzen sind auf dieses Klima derart spezialisiert, dass sie in weniger als 12 Stunden nach einem Regenfall sofort erblühen... Vollkommen faszinierend!!! Aber auch das war nach einer Weile relativ langweilig, denn nach einem Frühstück im Balladonia-Roadhouse überquerte ich die längste und tatsächlich geradeste Straße von Australien und musste echt aufpassen, dass ich nicht einschlafe... Mittagessen nahm ich im Mundrabilla-Roadhouse ein und nach etwa 800 km übernachtete ich dann auf einem Caravanpark an der "Grenze" zwischen Western Australia und South Australia, dem WA/SA Border Village (bestand allerdings nur aus dem Grenzposten und dem Roadhouse mit Caravanpark, also nix mit Dorf...). |
Sonntag, der 08.Januar 2006 Nach einem leckeren Frühstück und einer reichlich langen Quatscherei mit meiner Gastgeberin kam ich gegen 10.00 Uhr endlich aus Albany los und fuhr zunächst nach Esperance, um mich dort umzusehen. Ich fand es dort allerdings nicht sonderlich spannend, also zog ich noch weitere 200 km weiter in Richtung Norden, nach Norseman. Auf dem Weg lagen viele Bäume bzw. Äste auf der Straße und wie ich später erfuhr, lag es an den Ausläufern eines Cyclons, der etwa eine halbe Stunde vor mir über Kalgoorlie (etwa 200 km nördlich von Norseman) hinweggezogen ist. Da hatte ich ja dann wohl noch einmal Glück gehabt! Hätte auch gut schiefgehen können und ich mittendrin in einem Cyclon... In Norseman jedenfalls angekommen, fuhr ich auf ein Caravanpark und übernachtete im Auto. Zuvor traf ich in der Campküche noch auf ein paar Deutsche, die ebenfalls gerade am Essen waren, schnackte eine Runde und dann war der Tag für mich vorbei und eine Nacht im Auto begann... |
Samstag, der 07.Januar 2006 Bin heute recht früh aufgestanden, habe ein leckeres Frühstück bekommen und habe mich mal wieder mit meiner Gastgeberin verquatscht. Bin dann los in eine alte Walstation (dort wurden die gefangenen Wale geschlachtet, in ihre Einzelteile zerlegt und deren Produkte nach Übersee verfrachtet), die nach der Schließung der Anlage im Jahr 1978 zu einem Informationszentrum, dem sogenannten Whale World umfunktioniert wurde. Übrigens war dies die letzte arbeitende Walstation in Australien, seither stehen in Australien alle Wale unter Schutz und dürfen in australischen Gewässern weder getötet, noch gefangen oder verletzt werden. Die Anzahl der Wale hat sich seither etwas erholt, doch ist zum Beispiel der Blauwal (mit bis zu 36m Größe das größte lebende Säugetier) immernoch vom Aussterben bedroht. Und da sich die Japaner noch immer nicht an das globale Verbot des Walfangs halten, kommt es häufig vor, dass japanische Schiffe illegal in australischen Gewässern Wale töten... angeblich zu wissenschaftlichen Zwecken. Wie auch immer, es war total spannend und in den Monaten zwischen April und November kann man hier an den Küsten Albanys Wale beobachten, denn sie ziehen hier vorbei. Und wie immer: ich bin wieder zu spät! Aber dafür habe ich Delphine im Wasser spielen gesehen! Ist doch auch mal wieder was!!! Leider war das Wetter heute mal wieder mehr als bescheiden, so dass meine Aufnahmen nicht gut wurden und so habe ich das irgendwann komplett gelassen. Habe noch ein paar kleine "Blowholes" (wie die in Tasmanien) auf dem Weg zurück nach Albany angeschaut, bin dann in ein Internetcafé, war einkaufen, habe telefoniert und habe mir den selbstgemachten Schmuck von meiner Gastgeberin angeschaut und das eine oder andere Stück gekauft. Und Markus, den ich in Karumba kennengelernt hatte, rief an und wir treffen uns vielleicht in ein oder zwei Wochen wieder: in Melbourne oder Sydney! Wäre voll witzig! Ich geh jetzt aber endlich schlafen, wird Morgen ein anstrengender Tag, schließlich bin ich wieder on the road. Und mal schauen wie weit ich dem "Nullarbor" (Highway zwischen Western Australia und South Australia, benannt nach der gleichnamigen Wüste, die diesen Weg säumt) komme... |
Freitag, der 06.Januar 2006 Habe nach dem Auschecken in der Jugendherberge an einer Bootstour durch den Nornaloop Inlet mit einem kleinen Spaziergang zu einem sehr netten Strand am Southern Ocean teilgenommen und dabei ein sehr nettes Pärchen aus Melbourne kennengelernt. Ich soll mich unbedingt bei ihnen melden, wenn ich in Melbourne einschneie, denn ich könne bei ihnen übernachten... Super, so habe ich in Melbourne eine weitere Anlaufadresse!!! Nach der Tour bin ich Richtung Albany gefahren, habe kurz an einem Nationalpark angehalten und mir riesige Bäume angeschaut, habe in Denmark etwas gegessen und bin gegen 16.00 Uhr in Albany angekommen. Nach einem kurzen Besuch im Visitor Centre, um herauszufinden, wo sich mein B&B für die kommenden zwei Tage befindet, habe ich außer herumzuhängen nichts weiter veranstaltet. |
Donnerstag, der 05.Januar 2006 Bin heute erst gegen 10.30 Uhr nach Verabschiedung von Fatima und Sumayya, die mir eine südafrikanische Kette zum Abschied schenkten, losgekommen und bin gegen 16.30 Uhr nach einer wunderschönen Fahrt durch riesige Eukalyptuswälder in Walpole gelandet. Dies ist ein kleiner Ort an der Südküste, etwa 450 km von Perth entfernt. Leider habe ich kein Zimmer in einem B&B bekommen, weil alles komplett ausgebucht war, dafür aber eins in einer Jugendherberge... Es war weder ansprechend, noch besonders luxuriös, aber dafür praktisch und ich konnte die ganze Nacht meinen Nachbarn beim Streiten und Schnarchen zuhören... War doch auch mal was!!! |
Mittwoch, der 04.Januar 2006 Ich wurde heute von einem absolut genialen Anruf geweckt: der Typ vom Kameraladen gestern war dran und teilte mir mit, dass meine Kamera fertig und abholbereit ist!!! Freude pur!!!Ich bin dann gleich los und habe meine wieder funktionierende Kamera abgeholt und mich total gefreut! Bin dann anschließend bei einer Post eingekehrt und habe dort den Antrag auf Kredit losgeschickt, war Einkaufen und habe leider kein Internetcafé gefunden. Am Abend wurde ich von Fatima zum Essen eingeladen und wir haben dann wieder stundenlang geschnackt. Sie sagte dann noch, dass ich mich unbedingt wieder bei ihr melden sollte und wenn ich mal in Südafrika sein sollte, könne ich bei ihr in Johannisburg für einige Zeit unterkommen!!! Ist doch auch mal was!!! Nun bin ich müde und werde jetzt endlich schlafen... |
Dienstag, der 03.Januar 2006 Nachdem ich von Jacki wieder das Frühstück ins Zimmer bekommen hatte, war es Zeit, dieses nette Fleckchen leider wieder zu verlassen und mir ein Zimmer in Tuart Hill anzuschauen. Nach absoluter Preisverhandlung habe ich das Zimmer dann genommen und mich dann auch gleich wieder auf den Weg zu machen, um endlich meine Kamera abzuliefern. Und dann mal wieder ein Schock: der Typ in dem Kameraladen meinte dann, es würde etwa 5-10 Tage dauern, je nachdem, was genau an der Kamera beschädigt sei... Ganz toll! Also muss ich wahrscheinlich sehr lange hier bleiben... Auf den Schock hin habe ich mich dann mit Hartmut im Kings Park getroffen und sind eine Weile spazieren gegangen, haben in einem netten Café gesessen und gelabert. Zwischendurch waren wir noch in einer Aboriginal Galerie und ich habe dort ein schönes Didgeridoo gesehen... Aber es war nicht perfekt, also muss ich wohl noch andere Gallerien in Australien abklappern... Um 17.00 Uhr musste ich wieder zur Schlüsselübergabe in meinem neuen Zimmer sein, also trennten sich die Wege von Hartmut und mir, hoffe nur, wir treffen uns bald mal wieder! Naja, spätestens im September in Berlin!!! Abends blieb ich dann daheim im Zimmer und traf auf die Eigentümerin Fatima und deren Tochter Sumayya aus Südafrika. Mit Fatima schnackte ich noch stundenlang bis tief in die Nacht hinein, über Südafrika, über Australien, über Europa und Gott und die Welt. War total nett! |
Montag, der 02.Januar 2006 Was für ein Luxus: habe das reichhaltige warme und kalte Frühstück ins Zimmer gebracht bekommen!!! Bin dann nach dem Frühstück nach einem Schnack mit den britischen "Mitgästen" und deren kaputter Kamera gleich nach Morley gefahren und musste leider feststellen, dass der Laden noch wegen Feiertag geschlossen hatte... Fällt nämlich in Australien ein Feiertag auf ein Tag am Wochenende, so ist der darauf folgende Montag ein freier Tag. Gute Sache oder? Enttäuscht bin ich dann zurück in mein Luxuszimmer und habe im Whirlpool abgehangen und bin dann abends mit Hartmut, seinen Freunden Tamara und Robert, deren Sohn Kaspar und seiner Bekannten Marion aus Berlin chinesisch Essen gegangen. Habe schon besser gegessen und das übelste Tofu meines Lebens "genossen"... Anschließend sind wir aber noch zu viert (Hartmut, Marion, Kaspar und ich) durch Northbridge gezogen und in einer Kneipe versackt, wo wir sogar rauchen durften!!! Gegen 00.00 Uhr wurden wir dort "rausgekehrt" und zogen allesamt gen Heimat, wobei ich noch Marion nach Hause fuhr. Sie gab mir noch gute Tipss, wohin ich gehen müsse, wenn ich einen Antrag auf Aufenthaltserlaubnis stellen wollen würde und mir keine Sorgen machen, dass es mit meinen Qualifikationen schon klappen würde... Na dann, mal schauen!!! |
Sonntag, der 01.Januar 2006 Heute bin ich total früh aufgestanden, habe schön gefrühstückt und bin dann los in Richtung Perth. Bin unterwegs an der Küste lang gefahren und habe mich in Perth dann nur einmal kurz verfahren und habe dann das B & B vollkommen leicht gefunden. Auf dem Weg habe ich nicht wirklich Spannendes gesehen und hatte weder Zeit noch Lust, mir die "Pinnacles" anzuschauen (irgendwelche Steinformationen), denn ich habe unterwegs nur ständig irgendwelche Busse dort langfahren sehen und da hatte ich nun wirklich keine Lust drauf. Bin jedenfalls recht früh im B&B gelandet und staunte Bauklötzer, denn mein Zimmer bestand aus mehreren Zimmern: einem Schlafzimmer, einem riesigen Wohnzimmer mit kleiner Küche und einem Badezimmer mit Dusche, Whirlpool und noch separat ein Klo. Alles super eingerichtet, super sauber, Kabelfernsehen mit etwa 150 Programmen und ein Pool vor dem Zimmer... Und das alles für 65 $ (etwa 40 EUR) mit Frühstück!!! Echt genial! Ich bin dann aber gleich wieder los, um nach Gosnells zu dem Bruder von meiner Gastgeberin Joyce aus Darwin zu fahren und den Brief von Mom mit dem Antrag auf Darlehen abzuholen. Vorher suchte ich aber noch diesen ominösen Kameraladen in Morley, damit ich dann Morgen weiss, wohin ich fahren muss. War nicht schwierig zu finden, also kann ich Morgen ohne Probs dorthin. Der Weg zum Bruder von Joyce war etwas schwieriger zu finden, glücklicherweise habe ich einen Mund zum Fragen und bat einen jungen Mann in einer Tankstelle auf dem Weg, mir den Weg zu beschreiben. Alles kein Problem, denn Australier sind total freundlich und hilfsbereit, so dass ich den Weg dann ohne weitere Umwege fand. Nun habe ich also diesen Antrag auf Darlehen und fülle den auch gleich aus! Ansonsten gammle ich hier nur herum und mache es mir bei Fernsehen gemütlich. Werde wohl auch gleich schlafen gehen... |
Samstag, der 31.Dezember 2005 So, außer der Weisheit, dass Geraldton zu Silvester keine Attraktionen anbietet, weil nix Touristisches geöffnet ist und der Einsicht, dass ich Zivilisation in Form von Städten wirklich nicht mehr gewohnt bin, war ich also kurz in Geraldton. Habe mir trotzdem die Stadt angesehen und bin langsam etwas höhnisch, was australische Leute mit ihren "alten Siedlungen" haben... Hier ist nämlich alles antik und historisch, wenn es älter als hundert Jahre alt ist... Tja, so ist das hier! Jedenfalls war ich recht früh wieder daheim in Dongara und hatte noch genug Zeit, um in den Computerladen von Elaines' Sohn zu wackeln und dort im Internet herumzusurfen. In der Zwischenzeit waren die anderen Gäste aus Perth angekommen, mit denen ich dann noch lange schnackte, bis ich dann gegen 22.00 Uhr ins Bett gegangen bin und somit schön das Neue Jahr verschlafen habe... War auch mal richtig cool :o))) |
Freitag, der 30.Dezember 2005 Nachdem ich also unendlich lange geschlafen hatte, frühstückte ich erst einmal in aller Ruhe und vermisste Hartmut ziemlich. Schließlich hatte ich die letzten Frühstücke zusammen mit ihm verbracht... Ich wusch dann mal wieder Wäsche, schaute mir Dongara an, kaufte ein paar Sachen ein und versuchte, ab dem 01.01.2006 ein Zimmer in Perth zu finden... War ganz schön schwierig, aber ich fand dann wenigstens für zwei Nächte etwas. Muss ich dann vor Ort oder Morgen (wenn ich Lust habe) noch klären, wo ich danach unterkomme. Vielleicht muss ich ja auch gar nicht so lange in Perth bleiben, wenn die bei dem Kamerareparaturdienst meine Kamera schnell wieder zusammenbauen können... Habe nämlich echt gar keine Lust auf Großstadt... Werde aber Morgen schon mal ein Zivilisationstest machen: fahre nämlich in die größte Stadt zwischen Broome und Perth: Geraldton mit knapp 30.000 Einwohnern! Wenn mich dann das schon ankotzen sollte, dann hoffe ich dringlichst, dass ich schnell wieder von Perth wegkommen werde mit seinen 1,5 Millionen Einwohnern!!! Zumindest geniesse ich das Kleinstadtleben und die relativ wenigen Touristen hier und hatte noch ein paar lustige Schnacks mit Elaine, meiner Gastgeberin. Werde nun aber langsam ins Bettchen verschwinden, muss nämlich Morgen mein Zimmer hier für andere Leute räumen und mein Bett dann im Wohnzimmer von Elaine aufschlagen! |
Donnerstag, der 29.Dezember 2005 Habe die Nacht im Zelt richtig übel gefroren und hätte gerne eine Dusche nach dem Aufstehen gehabt... Leider musste ich mich mit Katzenwäsche begnügen und bin dann mit Hartmut erstmal in die Stadt reingefahren. Da das dortige B&B kein Zimmer frei hatte, telefonierte ich mit einem B&B in Dongara und dort gab es noch ein Zimmer für mich (nur etwa 136 km entfernt). Also hieß es nach einem ausgiebigen Frühstück Abschied nehmen von Hartmut, denn er wollte noch in Kalbarri bleiben (ich fands dort einfach nur ätzend und wollte weg) und schon war ich wieder on tour... Bin eine andere Strecke -nämlich an der Küste entlang- nach Dongara gefahren und brauchte entsprechend ein wenig länger, kam aber, wie verabredet, gegen 16.00 Uhr an und nach einer Dusche, Zähne putzen und erster Hilfe Kosmetik gings mir dann wieder richtig gut. Hatte noch ein nettes Gespräch mit meiner Gastgeberin und wollte dann eigentlich nur mal kurz meine Augen zumachen und wachte dann erst wieder am nächsten Morgen auf! |
Mittwoch, der 28.Dezember 2005 Noch mehr Knieschmerzen und der Entschluss: heute werde ich das letzte Mal in Monkey Mia Phinchens schauen (vorerst zumindest, denn ich bin am Überlegen, einen Monat Volunteer in Monkey Mia zu werden). War jedenfalls gegen 08.30 Uhr am Beach und habe mir noch einmal die Delhinfütterung angeschaut, habe dort dann Hartmut wiedergetroffen und wir haben zusammen gefrühstückt. Mein ursprünglicher Plan für heute lautete: alle Attraktionen auf dem Weg nach Nanga reinziehen und dort noch einmal auf dem Campingplatz schlafen... Aber es gab zwei ziemlich triftige Gründe mit Hartmut weiterzuziehen: 1.) meine Knie schmerzten tierisch und eine weitere Nacht im Auto hätte ich nicht überstanden und 2.) wenn ich in der Nähe von Monkey Mia geblieben wäre, würde ich niemals wieder von dort loskommen! Also entschloss ich nach einer Touritour mit Hartmut zum Eaglehawk Bluff, Walebone Bay und Shellbeach kurzerhand, dass ich mit ihm weiter nach Kalbarri fahre... Weit genug weg, um nicht sofort wieder nach Monkey Mia zurückkehren zu können... Wir schauten uns dann noch die Stromatoliten an (sind höchstwahrscheinlich die allerersten Zellen/Bakterien, die es auf der Erde gab und dafür verantwortlich, dass es uns Menschen überhaupt gibt), die es hier aufgrund einer absolut salzhaltigen Meeresbucht gibt. Anschließend sind wir dann zum Billabong Roadhouse gefahren, aßen dort was und es wurde währenddessen dunkel. Irgendwie ein sehr kurioses Roadhouse... hatte was von "From Dusk Till Dawn"... Hätte mich irgendwie nicht erstaunt, wenn die bizarren älteren Menschen dort plötzlich zu Zombis mutiert wären. Wir fuhren dann jedoch weiter durch die Nacht in Kolonne bis nach Kalbarri, denn die verlangten horrende Preise für ein Zimmer in deren Motel und keiner von uns wollte wirklich wissen, wie die Zimmer aussehen, wenn das Roadhouse schon so oll und heruntergekommen aussah... Wir waren jedenfalls beide noch fit genug dazu. In Kalbarri angekommen, fanden wir dann kein Plätzchen auf einem Campingplatz, so dass wir dann einfach das Zelt auf einem Parkplatz kurz vor Kalbarri aufschlugen und ich hatte es ganz für mich alleine und gruselte mich stundenlang da drinnen, bis ich vor Übermüdung dann trotzdem einschlief! |
Dienstag, der 27.Dezember 2005 Tja: noch ein Tag in Monkey Mia, weil ich wieder früh wach wurde... Mit extremen Knieschmerzen bin ich nämlich gegen 06.00 Uhr wach geworden und bin so wieder zu den Phinchens nach Monkey Mia gefahren und habe dann um 09.00 Uhr an einer kleinen Wanderung mit Capes (einem Aboriginal) teilgenommen. Ein anderer Tourist ist noch dazugestossen: Hartmut, ebenfalls aus Berlin. Haben dann etwa zwei Stunden lang von Capes erfahren, wie Aboriginals in Shark Bay gelebt haben und wie sie Wasser und Essen gefunden bzw. gejagt haben. Außerdem weiß ich jetzt, wie ich im Zweifel bzw. in der Not Wasser finden kann, denn wir lernten von Capes auch Spuren lesen. Und die Weisheit, dass Känguruhs und alle anderen Tiere ebenfalls immer auf der Suche nach zwei Dingen sind: Wasser und Futter. Wenn Du weißt, wo sie hingehen, findest Du eben auch Wasser und/oder Essen! Nach der total spannenden Tour mit Capes, sind Hartmut und ich dann ins Café gegangen und haben zusammen ewig gebruncht und gelabert und sind dann noch geschnorchelt. Abends haben wir zusammen Dinner mit Fish & Chips und Bier an einer BBQ-Stelle am Meer gehabt und sind dort labernderweise etwas versackt. Irgendwann spät gings dann zurück auf den Caravanpark und eine weitere Nacht im Auto sollte folgen... |
Montag, der 26.Dezember 2005 Bin trotz der nächtlichen Ruhestörung seitens meiner Nachbarn bis morgens um 01.30 Uhr früh rausgekommen und habe mir wieder die Phinchens angeschaut. Das sind echt beeindruckende, wunderschöne und ziemlich intelligente Tiere! Ich habe bei allen drei Fütterungen zugeschaut und es wurde echt nie langweilig... Habe mir dann nach einem leckeren Frühstück im Café, von wo aus ich die Delphine noch weiter beobachten konnte, meine eigene hochwertige Schorchelausrüstung gekauft und bin dann nach Denham gefahren, um mir noch irgendwo ein Plätzchen zum Schlafen zu suchen. Habe dann einen preiswerteren und schöneren Caravanpark gefunden und mir dort ein Platz gemietet und bin dann wieder zurück nach Monkey Mia (ca. 28 km von Denham entfernt), denn ich hatte ja zwei Segeltörns gebucht. Um 13.30 Uhr ging jedenfalls die erste Rundfahrt mit dem Katamaran los: Dugongs und Schildkröten anschauen und auch gesehen! Dugongs sind kleine Wale, mit drei Metern etwas größer als Delphine und 90 % der gesamten Dugongpopulation lebt rund um Shark Bay! Leider gab's keine Delphine zu beobachten, aber was soll's? Habe scheue Dugongs gesehen! Am späten Nachmittag machte ich dann eine weitere Segeltour mit diesem Katamaran und schaute mir den Sonnenuntergang an. Und wieder merkte ich, dass ich die Tropen verlassen hatte: es wurde richtig kalt auf dem Boot, denn es wehte ein eisiger Wind und ich war froh, dass die Crew Öljacken verteilte! Anschließend bin ich dann wieder nach Denham gefahren und wohlweislich auch extrem langsam gefahren, denn es war schon dunkel und die australischen Tiere wurden nun wieder wach! Kam aber ohne Schäden auf dem Campingplatz in Denham an und ging richtig früh schlafen! |
Sonntag, der 25.Dezember 2005 Ui!!! Ich habe heute gaaaaaaaaaaaanz viele Delphine gesehen und ein paar sind nur ganz knapp vor mir vorbeigeschwommen und ich habe einen Delphin füttern dürfen!!! Ich bin jetzt total glücklich und zufrieden und habe hiermit alles geschafft, was ich auf jeden Fall alles anschauen wollte. Jetzt ist noch der "Rest" der australischen Küste angesagt und jetzt wirds auch wieder kälter und mehr Besiedlung (mit Ausnahme von South Australia, denn dort gibt es eigentlich nur Adelaide auf dem Küstenweg). Also nicht so spannend für mich. Von Interesse ist eigentlich nur, dass ich in Perth endlich meine Kamera reparieren lassen kann und ich meinen Kreditantrag abholen, unterschreiben und zurückschicken kann. Ach ja, ich war bei den Delphinen... (wie konnte ich nur von diesem Thema abkommen???). Wer mich kennt, der weiß, dass ich ein absoluter Delphinfreak bin und dass ich am heutigen Tage wahrscheinlich der glücklichste Mensch auf Erden bin. Dass Einzige, was dieses Erlebnis noch toppen könnte, wäre (nein, keine multiplen Orgasmen) mit Delphinen zu schwimmen oder Wale in Natur zu sehen... Und so buchte ich mir hier ein Zimmer, damit ich mir die Phinchens Morgen nochmal anschauen kann! Hier ist es natürlich vollkommen überlaufen von Touristen, man spricht deutsch, japanisch, koreanisch oder chinesisch. Und wäre ich nicht so glücklich und zufrieden, dann hätte ich mich heute wahrscheinlich mit einer deutschen Püppi geschlagen... Ich hatte nämlich mal wieder Wäsche gewaschen (es ist halt Sonntag!!!) und den Trockner am Laufen und als ich nach der Wäsche schauen wollte, da lag sie neben dem Trockner. Was ja nicht weiter schlimm war, nur hatte ich Geld für drei Durchgänge reingeworfen und der Trockner war schon mindestens einmal mit fremder Wäsche gelaufen... Also wartete ich 'ne Viertelstunde, kam niemand, also packte ich die fremde Wäsche aus dem Trockner und meine wieder rein. Fand ich immer noch nicht so wild... Plötzlich kam da so 'ne deutsche Püppi an und nölte mich zu, was ich denn da machen würde? Ich schaute sie nur an und fragte sie, nach was es denn aussehen würde? Sie regte sich dann darüber auf, dass ich ihre Wäsche aus dem Trockner genommen habe und ich dachte nur so, ja und? Wohlbemerkt lief diese Konversation in englisch ab, denn ich hatte keinen Bock, mich mit dieser hysterischen deutschen Person in deutsch zu unterhalten (sie hatte diesen typischen merkwürdigen deutschen Akzent, den man sofort heraushört...). Wie auch immer, sie brummelte dann so vor sich hin und meinte: "oh man, du blöde Kuh!" Das war dann doch ein wenig unangebracht, wie ich fand und erwiderte dann ebenfalls auf deutsch: "Du solltest besser aufpassen, was Du so von Dir gibst, könnte ja sein, dass dich dein Gegenüber versteht!" Aber anstatt rot zu werden blubberte sie weiter und wurde immer hysterischer... Hätte ich nicht einen so tollen Tag gehabt, dann hätte ich -glaube ich- einfach zugeschlagen, einfach nur, damit sie endlich aufhört zu reden... So ließ ich sie vor sich hinblubbern und ging einfach. Weiß nicht, was sie dann gemacht hat, sie war auf jeden Fall nicht mehr da, als ich eine Viertelstunde später wieder nach der Wäsche schaute. Was muss man eigentlich für ein psychisches Problem haben, um derartig miesgelaunt hier an diesem Ort zu sein? Ach naja, ist ja eigentlich auch egal, irgendwie tut sie mir nur leid und war mal wieder ein Paradebeispiel dafür, dass ich mit meinen miesepetrigen Landsleuten mittlerweile echt gar nicht mehr klarkomme... Bekomme langsam absolute Panik davor, im März wieder nach Deutschland zurück zu müssen... Aber wie auch immer, ich ließ mir meine gute Laune nicht verderben, brödelte weiter mit der Wäsche herum, saß dann ein paar Stunden am Strand in der Hoffnung, noch ein paar von den kleinen Delphinchens zu sehen, aber leider kamen die nicht... Aber so habe ich ein paar Pelikane und Rochen beobachtet. War total super. Und nun bin ich absolut erledigt und hoffe, dass mich die ganzen lärmenden Touris bald schlafen lassen. Schließlich will ich Morgen um 08.00 Uhr wieder Delphine gucken! Hatte ich eigentlich erwähnt, dass ich heute Morgen auf dem Weg nach Monkey Mia fast drei Emus (Papa mit seinen beiden Sprösslingen) angefahren hätte? Man, die sind so schnell, ich war froh, dass mein Auto gute Bremsen hat! Das absolut Witzige war nur, dass der Papa scheinbar vollkommen erschrocken war, denn er bewegte sich für etwa eine Minute kaum und stand vor meiner Kühlerhaube und schaute sie nur an... Vielleicht brauchte er eine Weile, um zu realisieren, dass er noch lebt oder so... |
Samstag, der 24.Dezember 2005 Söderle, eine Strecke von etwa 550 km liegt hinter mir und ich bin müde. Die Fahrt war zwar nicht sonderlich anstrengend, aber die Landschaft war total langweilig. Die Straße ging größtenteils nur geradeaus, so dass man dann 5 km weit die Straße überschauen konnte und es war für australische Verhältnisse verdammt viel los auf dem Highway - naja, also statt alle halbe Stunde ein entgegenkommendes Auto waren es jetzt etwa 10 Autos pro Stunde. Irgendwie wollten scheinbar alle noch rechtzeitig vor Weihnachten (wird hier nur am 25.12. gefeiert) ihre Sommerurlaubsdomizile erreichen... Als ich dann die Halbinsel Shark Bay ansteuerte und den Highway verließ, kam ich sofort in die Shark Bay World Heritage Area (also wieder ein Weltkulturerbe) und auch in vollkommen veränderte Vegetation. Plötzlich war wieder alles grün und links und rechts der Straße war das Meer bzw. der Ozean zu sehen... Sehr nett! Da ich dann so neugierig war, was sich hinter der Eaglehawk Bluff Aussichtsplattform verbarg und einen sehr sehr schönen Blick auf den Ozean zu sehen bekam, vertrödelte ich die Zeit und es wurde dunkel... Und noch 20 km bis Denham waren zurückzulegen... Und so kam es, dass ich mehr als einmal eine Vollbremsung machen musste, weil entweder ein Hase oder ein Känguruh vor mein Auto gehoppelt ist. Aber ich bin dann ohne Opfer nach Denham gekommen und habe mir dann ein Caravanpark gesucht. Hier ist es nämlich so dermaßen kalt, dass im Auto schlafen so gar nicht anstrengend werden wird. Also für mich ist es jedenfalls kalt, wo ich doch seit fünf Wochen auch nächtliche Temperaturen zwischen 30 und 38°C gewohnt war. Hier sind es vielleicht 17-20°C und ein kräftiger kalter Wind weht vom Indischen Ozean herüber... Zumindest musste ich wieder eine lange Hose und einen Pulli herauskramen, denn ich habe heute scheinbar nicht nur vom geografischen Standpunkt, also vom Längengrad, her die Tropen verlassen. Als ich mich dann im Caravanpark befand, habe ich mich dann zu ein paar Leuten gesetzt, die Weihnachten gefeiert haben (Deutsche natürlich, die einzige Nation, die am 24.12. feiert!!!). War total witzig und erinnerte mich daran, dass ich allen hiermit ein Frohes Fest wünsche. Und vor allem ein paar besinnliche und ruhige Stunden im Kreise von hoffentlich geliebten Menschen! Ich werde mir Morgen jedenfalls ein schönes Weihnachtsgeschenk machen: ich werde mir in Monkey Mia freie Delphine ansehen, die an den Strand kommen, um sich Frühstück von Touris abzuholen. Hoffe nur, dass nicht soooo viele Touris dort sind... Also dann: gute Nacht! |
Freitag, der 23.Dezember 2005 Um 07.30 Uhr war aufstehen angesagt, denn um 08.30 Uhr holte mich Danni wieder mit dem Riesenbus zum "Snorkeling With Turtles" ab. Etwa weitere 20 Personen kamen mit zum Ningaloo Reef Retreat, einem prämierten ökologischen Camp mitten im hiesigen Nationalpark. Maximal 12 Touristen können hier in riesigen Zelten oder sogenannten Swags (australische Armeeschlafsäcke, in denen Matratze und Moskitonetz integriert sind) übernachten. Die eine Häfte fuhr mit Kajaks hinaus zur blauen Lagune und die andere schnorchelte mit mir auf der Suche nach Schildkröten. Übrigens waren die anderen Personen allesamt freiwillige Helfer der hiesigen "Turtle Conservation" und so war es total nett, mit all diesen tollen Leuten in Kontakt zu kommen... Leider haben wir keine Schildkröten gesehen, dafür aber Unmengen von bunten Fischen und Korallen. Und das absolute Highlight: drei Haie (zwei kleinere, etwa 1,5 m große und ein etwa 2 m großes Geschöpf). Ich war ganz schön ängstlich, schließlich ist man als arme Europäerin davon überzeugt, dass alle Haie Menschenfresser sind (was ja nun gar nicht stimmt) und war etwas beruhigt, weil alle anderen total begeistert näher an die Haie schwammen... Jedenfalls ist das Korallenriff hier greifbarer und zusammenhängender als an der Ostküste, und ich glaube dadurch auch schöner. Im hiesigen Winter gibt es hier übrigens Walhaie, deshalb ist der Ort hier im Winter total voll mit Touris! Ich habe übrigens auch kleine Rochen gesehen... Mantas findet man ein wenig weiter draußen, da sind wir aber nicht hingeschnorchelt. Mal schauen, vielleicht wenn ich in Coral Bay bin (etwa 160 km südlich von hier). Anschließend waren wir noch am Turquois Beach und dort traf ich auf die Schweizer, mit denen ich im B&B in Broome war... Sehr witzig! Gegen 16 Uhr waren wir wieder zurück und da ich Morgen ganz früh nach Coral Bay will und ich extrem müde bin, gehe ich jetzt ab in die Heia... Hab' übrigens 'nen Sonnenbrand auf dem Rücken vom Schnorcheln... echt doof, Hautkrebs lässt grüßen... |
Donnerstag, der 22.Dezember 2005 Habe relativ lange geschlafen und habe mich dann ins Auto gesetzt und habe die Halbinsel etwas abgeklappert und erkundet. Herrlich hier und an der Westküste ist es sogar erträglich, tagsüber herumzulaufen ohne ein Hitzetod zu sterben. Sehr nette Insel und hier laufen Emus wild in der Gegend herum! Die sind total süß! Anschließend machte ich dann ein paar Einkäufe und ging ins hiesige InternetCafé und dann musste ich mich auch schon langsam für meinen Abendausflug fertig machen: die Schildkrötentour! Um 19.30 Uhr wurde ich von Danni und Michelle mit einem riesigen Bus abgeholt und mit einer weiteren Frau aus Deutschland wieder zur Westküste in die Nähe des Leuchtturms gefahren: zum Jabiru Turtle Centre. Dort bekamen wir dann eine Beamerpräsentation über die hier ansässigen Schildkröten vorgetragen und Instruktionen, was wir am Strand dürfen und was nicht, um die Schildkröten nicht bei ihrer Suche nach einem geeigneten Platz für Nestbau und Eiablage zu stören. Und dann ging es los: bei absoluter Dunkelheit, denn Lichtquellen sind ein großer Störfaktor, zogen wir an den Strand und wollten einer Schildkröte beim Nestbau zuschauen, als kurz vor gerade eine weitere Schildkröte an Land kam und direkt vor uns anfing zu graben. Also mussten wir warten, denn wir konnten nicht an dieser Schildkröte vorbei... Sie gab es dann nach etwa 20 Minuten auf mit dem Graben, denn sie stellte wohl endlich fest, dass sie viel zu Nahe am Wasser grub und bei der nächsten Flut ihre Eier davongespült werden würden. Als sie wieder im Wasser war, konnten wir weiter und krochen dann durch den Sand zu der anderen Schildkröte, diese war gerade damit beschäftigt, ein tiefes Loch für die Eier zu graben und kurz darauf ging es dann mit dem Eier legen los... Total beeindruckend! Sie brauchte ungefähr zehn Minuten, um zu dieser Stelle etwa 15 Meter vom Wasser entfernt zu laufen, dann etwa eine Stunde, um einen Graben zu buddeln, in dem sie dann drinsaß, ohne dass man sie sehen konnte und noch einmal etwa 20 Minuten, um eine kleines Loch zu buddeln, worin dann die Eier kamen... Das arme Mädchen schnaufte übel, schließlich war sie extrem groß (ca. 1,20 m Panzerlänge) und hatte viel Sand bewegt, bis sie dann anfing, Eier in das Loch zu legen... Und ich lag mit meinem Kopf etwa 20 cm dahinter und sah die Eier in das Loch purzeln... Ich war vollkommen gerührt und extrem beeindruckt von der Leistung dieser Schildkröte, denn eine solche Tortur, nur um Eier abzulegen... Und es ist noch beeindruckender mit dem Hintergrundwissen, dass die Schildkröten vier Mal je etwa 120 Eier an verschiedenen Plätzen innerhalb von vier Wochen ablegen und mindestens vier Mal diese Strapazen auf sich nehmen. Mindestens, weil sie meist häufiger anfangen zu graben, um dann nach Stunden irgendwann festzustellen, dass irgend etwas an der "Ausgrabung" nicht richtig ist... zu feucht oder zu warm oder zu kalt... Nachdem ich also 2 1/2 Stunden am Strand herumgekrabbelt und gekrochen bin und wirklich alles voller Sand war, war ich zufrieden und glücklich wieder im Centre zu sein und gen Heimat gefahren zu werden. Danni wird Morgen auch mein Guide für die andere TurtleTour sein: mit Schildkröten schnorcheln nämlich... Ich bin jedenfalls total happy und der festen Überzeugung: wenn wir nicht langsam anfangen, die Umwelt und Ökosysteme solch sensibler Tiere zu schützen, wird es diese schönen Tiere nicht mehr lange geben... |
Mittwoch, der 21.Dezember 2005 Gegen 7.30 Uhr kam ich nach einer anstrengenden Nacht im Auto mit schmerzenden Knien los, holte mir bei McDreck Frühstück und fuhr dann zunächst durch relativ langweilige Landschaft, die dann zwischendurch mal ganz interessant und hügelig wurde und landete dann gegen 15.00 Uhr in Exmouth. Geplant war ein Zimmer in einem hiesigen B&B (Bed & Breakfast), doch es klappte nicht, da die Besitzer (die sich gerade im Urlaub befinden) keine Reinigungskraft zum Saubermachen finden konnten, also bin ich in der "Ningaloo Lodge" abgestiegen. Etwas besseres Motel, aber wenigstens einigermaßen erschwinglich... Im Visitor Information Centre habe ich dann ein paar Touren gebucht und bin dann auf die Westseite dieser Halbinsel gefahren, um mir den Sonnenuntergang am Lighthouse (Leuchtturm) anzuschauen... Echt beeindruckend so ein Sonnenuntergang am Korallenriff... Bin dann zurück ins Zimmer und dann relativ schnell schlafen gegangen. |
Dienstag, der 20.Dezember 2005 So, ich glaube jetzt wirklich, dass ich unter einer ernsthaften Krankheit leide, denn heute Morgen habe ich meine Autoschlüssel im Kofferraum liegen lassen... Und wie das bei australischen Autos so ist: ist der Kofferraum zu, dann ist er zu und geht nur noch auf, indem man ihn wieder aufschließt oder durch einen Hebel am Boden der Fahrerseite öffnet. Da auch das Auto leider verschlossen war, kam ich also nicht mehr hinein... Tja... Was tun? Da blieb nur eins: Auto aufbrechen!!! Nachdem ich dann auf dem gesamten Caravanpark herumgefragt hatte, fand sich dann ein netter junger Mann, der auch schon bei sich eingebrochen ist und erklärte sich bereit, mal zu versuchen, in mein Auto zu gelangen... Nach etwa 10 Minuten hatte er es geschafft (der Lack und die Gummierung der Tür an der Beifahrertür sind jetzt nur leider ab bzw. kaputt...) und gegen 10.30 Uhr kam ich dann los. Ich durchquerte linkshändig die "große Sandwüste", welche erstaunlich unsandig, dafür aber eine grüne Steppenlandschaft war und sah bis Port Hedland nicht viel mehr, außer eben Steppe. Port Hedland durchquerte ich dann recht zügig, denn es war einfach nur touristisch und fuhr dann weiter nach Karratah. Doch aufgrund Hochsaison dort, gab es nirgends ein bezahlbares Zimmer, also probierte ich es etwa 17 km weiter in Dampier. Dort fuhr ich auf ein Caravanpark, der komplett leer war und musste nur 2 $ für Wassernutzung zahlen, denn die Nacht verbrachte ich im Auto... |
Montag, der 19.Dezember 2005 Der Tag fing mit furchtbaren Kopfschmerzen an und ich war so gar nicht begeistert davon. Konnte kaum etwas zum Frühstück essen und warf ein paar Aspirin ein... Ich musste ja weiter... Etwa 1 1/2 Stunden später hatte ich dann plötzlich keine Kopfschmerzen mehr, denn der kleine Cyclon, der durch Broome fegte, war dann vorbei und damit auch meine Kopfschmerzen... Schon bizarr! Gegen 11.30 Uhr kam ich dann jedenfalls endlich los, nachdem ich mich ausgiebist von Debra verabschiedet hatte (übrigens hat sie mir nicht 90 $ pro Tag abgenommen, sondern nur 75 $! Voll coll, mal eben ein Zimmer für normalerweise 120 $ für preisgünstig erhalten und dazu noch nahezu Vollverpflegung...) und noch ein üppiges Lunchpaket mitbekam und fuhr los in Richtung Port Hedland. Unterwegs entdeckte ich dann einen Caravanpark am Eighty Mile Beach und entschloss kurzerhand, dort für die Nacht unterzukommen. Habe dann am Beach gesessen und mir den Sonnenuntergang reingezogen und mich anschließend ausgesperrt, denn ich vergaß, den Zimmerschlüssel mitzunehmen, der war im Zimmer und das Zimmer zugesperrt... Also musste ich die Besitzer des Caravanparks dann noch wachmachen und mir einen Ersatzschlüssel geben lassen und kam dann aber ins Zimmer und konnte schlafen gehen. Wie ich tags darauf erfuhr, hatte ich dann den nächtlichen Nestbau und Eiablage der riesigen Wasserschildkröten verpasst, echt doof... |
Sonntag, der 18.Dezember 2005 Habe heute einen extrem lässigen Tag eingelegt: erst einmal musste ich eine Memorycard für die neue Digicam kaufen, denn irgendwie bringt es nicht viel, wenn ich nur 15 Bilder machen kann. Wieder neue Ausgaben und wieder Geld, was ich eigentlich gar nicht habe... Bin dann mit dem Autochen durch eine Waschanlage gefahren und nun ist es wieder einigermaßen sauber, zumindest sind die Spuren von den Kamikazevögeln beseitigt... Hinterher war ich dann am Hafen und habe mich eine Runde in den Sand gesetzt, habe ein paar Fotos gemacht und habe mich dann wieder in Richtung Heimat aufgemacht, denn es wurde langsam unerträglich heiß. Zu Hause habe ich dann im Pool gehangen und dann mal wieder Wäsche gewaschen (es ist Sonntag und Sonntag scheine ich jetzt immer meine Wäsche zu machen...). Abends habe ich dann zusammen mit Debra und Luise gekocht (ich machte Bratkartoffeln) und haben dann ein absolut lustiges Abendessen am Pool gehabt, total zwanglos: nur in Bikinis und Handtücher gehüllt. War total nett und finde es schade, dass ich Morgen weiter muss... Aber Debra fährt Morgen in Urlaub und das B&B ist nach mir geschlossen. Also muss ich weiter, nächste Station wird wahrscheinlich Port Hedland werden... Debra hatte noch irgend etwas von Spezialfrühstück Morgen früh erwähnt, weil ich schließlich der letzte Gast in diesem Jahr sei... Ich fragte mich allerdings, was an dem Frühstück von heute noch zu toppen sei: habe mit dem deutschen und dem schweizer Pärchen zusammen gefrühstückt, war total witzig und es gab sowohl kaltes, als auch warmes Frühstück (welches ich mir selbst gemacht hatte: Rührei mit Zwiebeln, Spinat und Champignons). Jetzt werde ich allerdings ins Bettchen gehen, denn ich bin müde und will bzw. muss Morgen früh raus! Die vielen Sandfliegenstiche tun gerade extrem weh und hoffe, dass ich überhaupt schlafen kann (Stiche von Sandfliegen jucken echt extremst, aber erst nach einem oder zwei Tagen...). Muss unbedingt noch einmal her, denn ich habe eigentlich gar nichts von Broome und den Kimberleys gesehen... |
Samstag, der 17.Dezember 2005 Ich habe heute so dermaßen gut und lange geschlafen, dass ich fast den Markt auf der gegenüberliegenden Straßenseite verpasst hätte... Habe es gerade noch vor 12.00 Uhr geschafft, doch trotzdem war ich zu spät. Es war nämlich so heiß, dass die Buden schon abgebaut wurden, als ich eine extrem schnelle Runde drehte. Nach einer Runde im Pool fuhr ich dann in die City, kaufte notgedrungen die preiswerteste Kamera die es gab und in einer Aboriginee Galerie hätte ich fast alles aufgekauft, entschloss aber, dass ich vielleicht nur ein paar Kleinigkeiten kaufe, ein Didge habe ich wieder nicht entdeckt, aber von der Verkäuferin ein paar Adressen bekommen, wo ich wahrscheinlich Didgeridoos mit Geckos und Känguruhs bekommen könnte. Voll gut und ich komme bei beiden Gallerien mit Sicherheit vorbei, denn beide sind in oder in der Nähe von Perth. Am Nachmittag machte ich mich dann zum Sonnenuntergang anschauen zum "Point" auf. Das ist die Südspitze der Halbinsel, in der Broome liegt und habe dort herrlcihe Fotos gemacht und die vielen bunten Farben genossen, umgeben von faszinierenden Gesteinen und ein paar Fußabdrücken von Dinosauriern... Es war nur schön und romantisch. Zweisam geniessen ist ratsam. Ansonsten hing ich im Pool herum und später dann auch zusammen mit Debra und Luise, sowie den beiden Pärchen aus Deutschland und der Schweiz, die am Abend angekommen sind. Bekam mal wieder ein paar Kleinigkeiten zum Abendessen, lebe hier echt wie Gott in Frankreich... |
Freitag, der 16.Dezember 2005 Das war heute ein sehr sehr schöner, aber auch trauriger Tag... Ich hatte hervorragend und lange geschlafen und bin gegen 09.30 Uhr aufgestanden und Debra machte uns ein sehr schmackhaftes und reichhaltiges Frühstück. Anschließend genoss ich ein paar Minuten zum Abkühlen im Pool und zog dann in die Stadt, um diese zu erkunden. Flächenmäßig relativ groß, aber shoppingmäßig sehr übersichtlich. Ich zog zu den beiden Fotoläden und bekam in beiden Läden die gleiche Antwort: meine Digicam kann leider nur in Perth repariert werden, hier gäbe es keine Möglichkeiten dafür (sind ja nur etwa 4000 km bis dorthin...). Als ich dann später mit einem Typen in dem Fotoladen in Perth telefonierte, teilte mir dieser dann mit, dass ich die Kamera hinschicken könne, aber die Reparatur dann ungefähr 10 Tage dauern würde und dann halt der Versendeweg... Ganz toll, dachte ich, also bleiben mir nur zwei Möglichkeiten: 14 Tage hierbleiben und auf die Kamera warten oder eine billige Digicam für den Weg nach Perth kaufen und die kaputte dort reparieren lassen. Tja, die Entscheidung ist einfach: eine billige kaufen, denn ich kann nicht zwei Wochen hierbleiben. Unter anderem weil es hier zu teuer ist und meine Gastmutter am Montag in Urlaub fährt... Anschließend war ich kurz Mails checken und schreiben und dann am Strand. Herrlich dort, aber echt richtig heiß und in der Sonne kaum bis gar nicht auszuhalten. Das Wasser ist mit knapp 30°C zwar warm, aber trotzdem eine willkommene Erfrischung. Wieder daheim lud mich Debra zur Tea-time ein, in der Zwischenzeit kamen dann wieder Luise und Vanessa hinzu, schnackten, lungerten im Pool herum und gingen dann zu einer Ausstellung einer ortsansässigen Malerin. Dort verliebte ich mich dann so dermaßen in ein Bild, dass ich an der "stillen Auktion" hierfür teilnahm und vielleicht am Sonntag stolze Besitzerin eines sehr schönen Bildes von einem Sonnenaufgang in Broome bin... Mal schauen... Meine Bank wird sich bedanken, hoffentlich hält mein Dispo noch bis zur Bewilligung meines Kredits durch... Wir waren dann in der dortigen Bar mit Meeresblick und tranken ein paar Drinks (spottbillig, denn ich zahlte für ein Vodka-Lemon gerade mal 6 $, also ungefähr 3,70 EUR), schnackten und genossen die Musik von einer richtig guten Band und die Drinks. Ich war total von der Umgebung beeindruckt, denn die Bar war draußen und es schloss sich eine etwa 30 x 100 m große Fläche an, wo man sitzen oder stehen konnte. Auf dieser natürlichen Terrasse konnte man dann direkt auf das Meer hinausstarren, was extremst genial war, denn heute ist Vollmond und dieser spiegelte sich herrlich im Wasser... Boah, herrlich, fast wie im Paradies... Wieder daheim kochte uns Luise ein leckeres Essen und planschten dann noch eine Runde im Pool, bevor wir uns dann zum Schlafengehen trennten. Echt ein toller Tag heute mit den Dreien und er wäre perfekt gewesen, wenn da nicht diese lästige Geschichte mit der Kamera wäre... Aber gut, auch im Paradies gibt es mal schlechte Tage... Ich frage mich auch schon den ganzen Tag, wie es wohl meinem kleinen Oliver in Humpty Doo geht... Werde mal Brian und Joyce Morgen mailen und nachfragen... |
Donnerstag, der 15.Dezember 2005 Uff, anstrengend war das heute und ich bin verdammt müde, also in Kürze: bin gegen 8.00 Uhr nach Dusche, mit dem Besitzer des Caravanparks schnacken und volltanken wieder losgedüst und machte eigentlich nur kurz in Fitzroy Crossing halt, um etwas zu essen und kurz ein paar Unterkünfte in Broome abzutelefonieren... Entweder es ging niemand ran oder die Unterkunft kostete weit mehr, als meine absolute Schmerzgrenze von 90$. Bei etwa der fünften Möglichkeit meldete sich dann eine Debra, die auch erstmal mit 120$ startete, dann aber meinte, dass 90$ auch in Ordnung seien, schließlich fahre sie bald in Urlaub und könne jeden Dollar gebrauchen und außerdem sei gerade Nebensaison und es gäbe nur wenige Touris... Tja, glücklich, dass ich eine Unterkunft gefunden hatte, wenn auch meine absolute Schmerzgrenze erreicht war, zog ich dann weiter in Richtung Broome. Etwa 400 km waren noch zu fahren... Nach einigen heftigen Gewittern und Regen aus Kübeln kam ich durch diverseste tolle Landschaften (wäre schön gewesen, wenn meine Digicam funktioniert hätte...) gegen 16.30 Uhr in Broome an und fand den von Debra beschriebenen Weg zu ihrem Bed & Breakfast sofort, bekam gleich erstmal einen Kaffee und eine Einführung in die Shoppingmöglichkeiten von Broome und wollte dann eigentlich schlafen gehen, weil ich so müde war, doch dann kamen die beiden Freundinnen von Debra, Luise und Vanessa, und so schnackten wir ein paar Runden und planschten im Pool und schlussendlich wurde ich dann auch noch zum Dinner mit Wein eingeladen!!! Übrigens habe ich ein riesiges, geschmackvoll eingerichtetes Zimmer. Absoluter Luxus, ich kann verstehen, dass es so teuer ist, denn es ist wirklich schick und der Pool ist auch nicht von schlechten Eltern. Mal abgesehen davon, dass das gesamte Haus einfach nur die absolute Luxusvilla ist... Aber ich muss jetzt schlafen... |
Mittwoch, der 14.Dezember 2005 So, ein Tag nach etwa 800 km, Regen, überschwemmten Straßen, in der Dunkelheit fahren und auf Känguruhs und Kühe auf der Fahrbahn aufpassen liegt hinter mir. War echt anstrengend und ich bin erst um 20.30 Uhr Western Australia Time, also 22.00 Uhr Northern Territory Time (ich bin jetzt also "nur noch" 7 Stunden vor eurer mitteleuropäischen Zeit) im Caravanpark hier in Halls Creek gelandet. Bin gegen 8.30 Uhr in Katherine nach einem Frühstück im Motel gestartet und befuhr wieder den Savannah Way in Richtung "Staatsgrenze" nach Western Australia (W.A.) und wurde nach etwa 50 km das erste Mal auf riesigen Schildern daran erinnert, dass ich kein Obst, Gemüse, Pflanzen oder Honig nach W.A. einführen darf. Das Lustige daran: bis zu dieser Grenze waren es noch gut 400 km!!! Nun gut, auf dem Weg traf ich nicht viele Autos, nur atemberaubende Bergformationen, Nationalparks und Kühe. Und an der Grenze zwischen dem Northern Territory (N.T.) und W.A. gab es tatsächlich einen Kontrollpunkt an dem ein Polizist oder Ranger, keine Ahnung welcher Organisation er angehörte, meinen Kofferraum inspizierte, ob ich auch ja keine der o.g. Dinge nach W.A. schmuggle! Fand ich total faszinierend, habe mich allerdings nicht getraut zu fragen, ob ich ein Foto machen dürfte. Wie auch immer, machte eine größere Pause in Kununura und ging erstmal ins Visitor Information Centre und entdeckte, dass ich noch etwa 1000 km von Broome entfernt bin. Und da ich Morgen dort sein wollte, musste ich noch ein Stückchen fahren. Also ging es weiter und dank der neuen Zeitzone (1 1/2 Stunden vor der Zeit im N.T.) hatte ich noch ein wenig Zeit und fühlte mich auch noch fit genug. Leider ging die Sonne entsprechend früher unter, so dass ich in die Dunkelheit kam. Dann warf ich bei dem Versuch, ein geniales Foto vom Sonnenuntergang zu machen, meine Digicam durch die Gegend, so dass diese jetzt ein wenig kaputt ist... Ganz toll! Ich hoffe, in Broome gibt es einen Laden, der meine Kamera wieder reparieren kann... Anderenfalls habe ich ein Problem: eine neue Kamera kaufen... Jedenfalls kam ich dann nach etwa 2 Stunden Dunkelheit, Regen und extrem auf herumspringende Känguruhs und plötzlich auf der Fahrbahn stehende Kühe achten und mit maximal 80 km/h Geschwindigkeit hier an, sitze jetzt im Auto und werde es mir hier auch gleich für die Nacht gemütlich machen... |
Dienstag, der 13.Dezember 2005 Das war ein trauriger Tag heute... Musste mich von dem kleinen Oliver verabschieden und auch von Joyce und Brian. Habe die drei so sehr ins Herz geschlossen, dass ich total heulen musste, als ich abfuhr. Aber ich will bzw. muss weiter, sonst komme ich nie dazu, Australien zu umrunden. Ich habe auch weniger bezahlen müssen, als es offiziell der Fall gewesen wäre, fand ich nett und ich bekomme ja noch Kissen von Joyce und Shirley zugeschickt. Ich fuhr dann also den Arnhem Highway nach Jabiru (Kakadu National Park), doch am dortigen Flughafen war nix mit Helikopterflügen... tja, schade. Jabiru an sich war nicht besonders spannend, aber dafür die Aboriginal Gallery ein paar Kilometer weiter und schon auf dem Kakadu Highway. Dort gab es ein Didge, das ganz nett war, aber für ganz nett wars echt zu teuer. Also kaufte ich kein Didge. Werde schon irgedwo ein schönes finden. Bin da ziemlich sicher. An dem angrenzenden Visitor Information Centre gab es viele interessante Dinge zu bestaunen: aufgebaut wie ein Miniaturnationalpark konnte man lebensgroße typische Tiere bestaunen, alte Malereien der Aboriginees und einige Interviews von den Ältesten lesen. War super interessant und ich habe ein wenig die Magie und Erdverbundenheit spüren können. Der Kakadu Nationalpark ist übrigens der Größte in Australien und einer der wenigen, der zu den "World Heritage Areas" gehört, also zu den Arealen, die für die Nachwelt aufbewahrt werden müssen. Und er ist der Einzige, der nicht nur die Natur schützt, sondern auch die Kultur. Deshalb darf man nur wenige Dinge betreten, denn das Areal gehört und bleibt den Aboriginees. Leider konnte ich die zugänglichen Attraktionen dennoch nicht sehen, denn die Wege dorthin sind sämtlichst nur für Allradantrieb geeignet -vor allem nach dem heftigen Regen in der Nacht und dem Morgen- oder sind nur mit Wanderpfaden von nicht weniger als 5 km zu erreichen. Dazu hatte ich weder Zeit noch Lust, denn es wurde langsam dämmerig und ich wollte zumindest noch in Katherine ankommen. Was ich auch kurz vor Einbruch der Dunkelheit schaffte. Ich tankte noch voll und suchte mir dann ein bezahlbares Motel. Fand eins und nun sitze ich hier und freue mich, dass mir mal wieder ein Gecko Gesellschaft leistet (wenigstens etwas, was mich an mein Zimmer in Humpty Doo erinnert). Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass ich Geckos liebe? Leider haben sie die Kakerlaken in Humpty Doo nicht gefressen. Na, wie auch? Die Kakerlaken waren allesamt doppelt so groß, wie die Geckos und konnten fliegen... Ich versuche jedenfalls Morgen früh rauszukommen und dann mal sehen, wie weit ich es in Richtung Broome schaffe... |
Montag, der 12.Dezember 2005 Habe heute einen total entspannten Tag eingelegt. Habe wieder viel mit Joyce und Brian geschnackt und mit Oliver gespielt. War auch kurz in Darwin, um mich über den Kakadu National Park zu informieren, nur leider hatte ich nur einige Minuten, da der Laden, wie alles in Darwin, um 17.00 Uhr dichtmachte. Aber ich hatte genug Material gesammelt und werde bzw. muss Morgen weiterfahren, sonst bleibe ich hier. Wieder hier, tauschten Joyce und ich Adressen und E-Mail-Addies aus, denn ich will ja wissen, was aus dem kleinen Oliver wird und Fotos von seiner "Freilassung" haben... Außerdem schaue ich ja beim Bruder von Joyce in Perth vorbei, denn dieser wird einen wichtigen Brief aus Deutschland für mich abfangen und aufbewahren (meinen Kreditantrag!!!)... Und wenn alles gut geht, dann werde ich Morgen einen Helikopterflug über den Kakadu National Park machen (den zu Fuss oder mit dem Auto zu erkunden, wird nicht funktionieren bei einer Größe von etwa 20.000 km²)... Wie auch immer, ich hoffe, der Flug wird klappen oder ich kann nur ein Bruchteil von dem sehen, was es dort zu sehen gibt... |
Sonntag, der 11.Dezember 2005 So, ich bin tatsächlich früh aufgestanden und bin mit Joyce zu ihrer Freundin Shirley gefahren. Dort stürzte ich mich gleich auf alles, was sie hergestellt hat... viele Tischdecken, Kopfkissenhüllen, Tücher, T-Shirts, etc. und hätte fast alles gekauft... Sie ist wahnsinnig gut im Bemalen bzw. Bedrucken und die Sachen sahen einfach umwerfend aus. Ich begnügte mich dann aber mit einer Tischdecke, zwei Stores und drei Kopfkissenhüllen. Meine neue Wohnung wird super aussehen:o))) Anschließend fuhr ich zum Didgeridoo Hut, um mir die Gallerie dort anzuschauen und ein Didge zu kaufen... Doch die waren nicht besonders schön und riesengroß (ich mag doch nur ein kleines haben) und so zog ich, ohne etwa szu kaufen, weiter. Wieder zu Hause angekommen war mal wieder Wäsche waschen angesagt und am Nachmittag hatte ich dann ein "Sunset Cruise" auf einem Katamaran gebucht. Gegen 16.00 Uhr fuhr ich dann hier los und fand die Ablegestelle auch fast sofort (ich war nur an der falschen Seite des Hafens) und dann sah ich das kleine Schiffchen... ein kleiner Katamaran für etwa 10 Personen ausgelegt, war also mein auf gut Glück ausgesuchtes Schiffchen, welches mir den Darwin Harbour bei Sonnenuntergang zeigen sollte. Cool!!! Kaum waren wir aus dem Kai raus, da wurde auch schon der Motor ausgemacht und die Segel gehisst... Und dann sind wir Richtung Sonnenuntergang gesegelt... man war das ein Erlebnis... auf der einen Seite gab's dann einen atemberaubenden Sonnenuntergang, auf der anderen ein übles Gewitter zu sehen... Und dann Darwin selbst: toll... Naja, schaut euch die Fotos an, mir fehlen die Worte, um zu beschreiben, wie schön das war... Jedenfalls habe ich für die etwa 2 1/2 Stunden Tour mit Wein, Sekt und Knabbereien 40 $ bezahlt (ca. 24 EUR), normalerweise kostet der Spaß wohl 50 $, jedenfalls hatte das der Kapitän am Telefon gesagt... Nun gut, habe ich 10 $ gespart:o))) Gegen 21.30 Uhr war ich dann jedenfalls wieder daheim und habe mir ein scheußliches Gericht in der Mikrowelle gemacht... Bin ziemlich hungrig ins Bettchen gegangen, denn das Zeug war nur eklig... |
Samstag, der 10.Dezember 2005 Ui, war das heute ein Tag... Habe total lange und sehr gut geschlafen und leider die Fütterung der "Raubtiere" verpasst... Also muss ich wohl oder übel noch länger bleiben :o))) Ich habe dann so lange mit Oliver gespielt und geschmust und mit Brian und Joyce geredet, dass ich erst sehr spät dazu kam, endlich nach Darwin zu fahren (ist etwa 45 km, also ca. 40 Minuten, von hier entfernt), nachdem ich zur Erfrischung noch in den Pool gesprungen bin. Wenn man den Temperaturanzeigen in Darwin trauen kann, waren heute um 17 Uhr 45° Celsius. Kein Wunder also, dass ich nur am Schwitzen war... War dann noch kurz im Supermarkt kurz vor Darwin und fuhr dann durch die Stadt... Sehr übersichtlich dieses Darwin, aber sehr niedlich. Eigenartigerweise sind die meisten Häuser sehr neu und massiv. Wie ich später von Joyce erfuhr, ist 1974 ein derart schlimmer Cyclon über Darwin hinweggefegt, dass fast 50% aller Häuser dem Erdboden gleichgemacht wurden. Unter anderem auch das von Joyce und Brian, die dann hier in Humpty Doo -in der Hoffnung nie wieder ihr Haus zu verlieren- ein Grundstück kauften und hier 3 Häuser (eins für sich, eins für die Mutter von Joyce, indem ich jetzt wohne, und später eines für die Tochter) aufbauten. Allein wohlbemerkt. Sehr beeindruckende Menschen. Nun gut, Darwin ist, wie schon geschrieben, sehr klein für eine Hauptstadt (erinnert mich irgendwie an Bonn...) und es waren kaum Leute unterwegs. Ob dies daran liegt, dass derzeit keine Touristenzeit ist, dass die Geschäfte hier um 14 Uhr dichtmachen, es schlichtweg zu heiß war, um herumzuschlendern oder bald die Regenzeit anfängt, kann ich leider nicht sagen. Jedenfalls fuhr ich dann zum Hafen, da ich eine Hafenrundfahrt machen wollte, doch die Schiffanlegestellen waren komplett leer. Es gab nur einen Fährservice zur "anderen Seite" von Darwin, einem Ort namens Mandorah. Auch die Suche nach einem Café gestaltete sich aus einem der oben genannten Gründe als äußerst schwierig. Aber ich fand dann vollkommen durchgeschwitzt ein Restaurant, welches mir einen Cappuccino und vor allem eine Karaffe Wasser (scheinbar -vor allem notwendiger- Standard bei den Temperaturen) servierte. Etwas enttäuscht, weil so gar nix los war in Darwin und ich nichts unternehmen bzw. sehen konnte, fuhr ich nach einem Tankzwischenstop wieder nach Hause, machte mir etwas in meiner riesigen Küche zu essen und gesellte mich dann wieder zu Joyce, Brian und Oliver. Morgen nimmt mich Joyce mit zu ihrer Freundin, die traditionelle Aboriginee-Kunst auf Stoffe malt -sie ist selbst aboriginal- und werde dann in einen Laden hier in der Nähe gehen und mir wahrscheinlich ein richtiges Didgeridoo kaufen (von waschechten Aboriginees hergestellt und nicht irgendein Touri-Nepp aus China, den man in Souvenirläden zu horrenden Preisen zu kaufen bekommt) und vor allem ein paar CD's mit Didge-Mucke. Ist nämlich total schön und entspannend die Musik... Jedenfalls machte ich es mir ziemlich lange mit den Dreien gemütlich, ich hoffe, Brian und Joyce fühlen sich nicht von mir belästigt, weil ich ständig bei ihnen herumhänge (neben meinem kleinen Schatz mag ich die beiden Menschen nämlich auch sehr gerne...) und machte mich dann schweren Herzens irgendwann in mein Haus auf, denn der Kleine war nämlich sehr agil am Abend (was normal ist, Känguruhs und Wallabies -wie fast alle einheimischen Tiere- sind nämlich nachtaktiv) und zum Kuscheln und Spielen aufgelegt... Vor meiner Tür hing dann sowohl eine dicke fette Spinne, als auch ein riesiger grüner Frosch und ich machte schnell, dass ich ins Haus kam, denn sowohl die eine, als auch den anderen wollte ich nicht im Zimmer haben... Nun sitze ich hier auf meinem Bett und lasse es mir mir Aircondition gutgehen (ohne dem würde man hier eingehen...) und werde bald schlafen gehen, denn ich will früh raus... |
Freitag, der 09.Dezember 2005 Nach einer unglaublich kurzen und unbequemen Nacht ging es gegen 07.15 Uhr wieder weiter los. In einem kleinen Roadhouse aß ich Frühstück und entdeckte dann auf dem Weg etwas, dass mich absolut von den Socken gehauen hat: den "Pink Panther Pub" in Larrimah!!! Also legte ich mal wieder eine Pause ein, unterhielt mich lange mit der Eigentümerin und tauschten dann "Wimpel" aus: ich gab ihr die Visitenkarte von der Pink Panther Bar in Lentas [Jianni, Du wirst bald von der Visitenkarte vergößert mitten in einer Kneipe im Norden Australiens hängen, ich hoffe, das geht in Ordnung!!! Ach ja, und ich brauche eine neue Visitenkarte:o)))] und ich bekam dafür einen Drinkcooler (das ist ein "Kondom" für Dosen und Flaschen, damit die Getränke ein paar Minuten länger kühl bleiben) mit dem Pink Panther Pub Logo und ein paar Visitenkarten ("für Freunde aus Europa, damit sie sich den Pink Panther hier mal anschauen können"). Vollkommen gutgelaunt zog ich dann weiter und gegen 18.oo Uhr bin ich dann in einem Vorort von Darwin gelandet. Hatte ja noch keine Unterkunft und da ich endlich wieder Mobilempfang hatte, musste ich jetzt ein paar Unterkünfte anrufen und ein Zimmer organisieren... Unterwegs kam ich schon an zwei Unterkünften vorbei, doch die waren beide schon wegen der Regenzeit geschlossen. Bei den preisgünstigsten hatte ich schon pech, alles ausgebucht bzw. wegen Urlaub zu. Und dann endlich eine freie Unterkunft! Zwar teuer und weit außerhalb meines Budgets, aber immerhin ein Zimmer in der Nähe von Darwin! Und so ging es zu meinem neuen Zimmer... ab nach Humpty Doo!!! (Und ja, hier gibt es auch ein Humpty Dumpty Cafe!!!) Mein Zimmer ist urgemütlich und besteht aus einem kompletten Haus!!! Ein Schlafzimmer, eine riesige überdachte und durch Fliegengitter abgeschottete Veranda in der Küche, Wohnzimmer und noch zwei weitere Betten untergebracht sind und ein Badezimmer mit Waschmaschine. Und das alles für 90 AUD pro Tag ist dann ja wohl total preisgünstig! Meine Gasteltern sind übrigens "Careers", das heißt, sie kümmern sich um (durch Unfälle) verletzte oder verwaiste Tiere und päppeln sie auf bzw. groß, um sie dann wieder in die Freiheit zu entlassen. Tja, und nun bin ich verliebt! In Oliver! Der ist so was von süß! Und er kuschelt sehr gerne! Und ich sollte erwähnen, dass Oliver ein kleines Agile Wallaby ist. Er ist jetzt 9 Monate alt und seine Mama wurde vor sechs Monaten bei einem Zusammenstoß mit einem Auto getötet. Oliver überlebte und wird nun noch etwa drei Monate hierbleiben und dann ist er alt genug, um wieder in die Freiheit entlassen zu werden. Brian und Joyce (meine Gasteltern) machen das seit etwa 30 Jahren und haben schon Tausende von diversten Tieren gesundgepflegt und großgezogen. Von diversen Wallabyarten über Lizzards (so was ähnliches wie Leguane) und wilden Minischweinen bis hin zu den unterschiedlichsten Vogelarten. Und außer der für mich absoluten Attraktion namens Oliver gibt es hier noch weitere lustige Tierchens: Geckos und Lizzards, Hühner, Frösche, Kaninchen, Opossums, Papageien, Monsterspinnen und was ich zum Glück noch nicht gesehen habe: Taipane (sehr gefährliche Giftschlangen, die einzige Schlangenart, die nicht vor Menschen flieht, sondern lieber angreift). Und Morgen werde ich hoffentlich früh aufstehen, denn ich will Joyce bei der morgentlichen Tierfütterung hier auf dem Grundstück begleiten... |
Donnerstag, der 08.Dezember 2005 Bin heute wieder früh raus, um "The Ghan" abzufangen. Der Ghan ist der legendäre Zug, der von Adelaide über Alice Springs nach Darwin fährt -oder umgekehrt natürlich- und so den äußersten Norden mit dem äußersten Süden Australiens verbindet und um 09.20 Uhr ist er eingerollt und ich stand auf dem Anzac Hill und habe Fotos von ihm gemacht. Anschließend war ich noch direkt an der Bahnstation und habe mir diesen langen Zug noch aus der Nähe angeschaut, habe dann daheim meine Sachen zusammengepackt, war dann gegen 10.45 Uhr noch kurz bei der Post und ab ging es den Stuart Highway in Richtung Darwin!!! Nach zahlreichen Stopps, dem ultimativen Test, wie weit mich eine komplette Tankfüllung im Auto bringt (etwa 600 km!!!) und Gewitterstürmen auf dem Weg, hielt ich dann am Abend auf einem Caravanpark in Elliott an und habe mal wieder im Auto geschlafen. War unbequem und heiß und ich war froh, dass eine Dusche in der Nähe war... |
Mittwoch, der 07.Dezember 2005 Heute war die Nacht recht früh vorbei, denn ich bin ja umgezogen in ein kleines Zimmer in "Kathys Place Bed & Breakfast". Bin bei einem netten älteren Pärchen gelandet, sie aus Neuseeland, er aus Deutschland! Nach Shopping, Stadtbummel und Sightseeing hatte ich nette Schnacks mit meinen Gastgebern und aß mit ihnen zusammen Dinner. Mein Zimmer ist klein, fein und ich fühle mich sauwohl! "The Alice" war heute wieder heiß und es hat wieder geregnet! Vollkommen merkwürdig! In den kommenden Tagen wird es dann richtig grün sein! Ich bin dann leider nicht mehr da, denn ich werde mich Morgen in Richtung Darwin aufmachen. Habe ich vor Kurzem beschlossen, da ich unterrichtet wurde, dass die Regen- und Monsunzeit erst Ende Dezember, Anfang Januar einsetzt und ich mich bis dahin im Norden aufhalten kann. Also muss ich nicht auf Darwin verzichten und kann mir die Hauptstadt des Northern Territory also doch anschauen! Achja: und ich habe einen Bordtrolley bekommen! *freu* Und Morgen heißt es wieder: on the road again und wieder ab nach Norden in die Tropen!!! |
Dienstag, der 06.Dezember 2005 Huch! Heute ist Nikolaus! Zumindest bei Euch, hier gibt's das nicht. Also alles Liebe zum Nikolausi wünsche ich Euch! Habe heute jedenfalls richtig lange geschlafen, bin dann zum Visitor Information Centre und habe mir ein kleines Bed & Breakfast herausgesucht. Habe gleich angerufen und werde dort ab Morgen für ein oder zwei Tage sein. Ist am Stadtrand von "the Alice" und nur ein sehr kleines B&B mit zwei Zimmern. War dann beim Friseur, in der Innenstadt herumstreunen und Vorräte für Unterwegs einkaufen. Zum Beispiel auch eine Campingdusche!!! Hätte ich nämlich gestern nach der Nacht im Auto sehr gut gebrauchen können. Wasser gibts nämlich an jedem Rastplatz. Zwar kein Trinkwasser, aber zum Abkochen bzw. für eine Dusche durchaus zu gebrauchen. Die Dusche funktioniert ganz einfach: man fülle 20 Liter Wasser in einen Beutel aus einem Plastik- und Gummigemisch, hänge den Beutel an einen Baum oder sonstwo an und öffne den Hahn wo ein Gieskannenaufsatz dranhängt und schon kann man duschen!!! So einfach kann das Leben sein! Ich habe alles bis auf einen kleinen Trolley bekommen, vielleicht bekomme ich den Morgen irgendwo. Übrigens hat es hier heute kurz geregnet und es waren 39°C! Ich saß dann hier noch eine Weile herum, versuchte vergeblich die Homepage aufzuladen und ging dann ins Bettchen! |
Montag, der 05.Dezember 2005 Gegen 05.30 Uhr wurde ich wach und zog zur Tankstelle, wo ich dann allerdings noch bis 06.00 Uhr warten musste, denn der Chef war noch nicht da... Der kam dann kurz vor 06.00 Uhr, ich tankte und fuhr dann los. Mittlerweile kommen einem so wenige Autos auf der Strecke entgegen, dass man sich grüßt, wenn man sich begegnet. Voll witzig! Ich überquerte die Grenze zum Northern Territory und fuhr nun in einer weiteren Zeitzone: jetzt bin ich 8 1/2 Stunden vor Euch in Europa. Verwirrend? Und wie! Ich werde es jetzt einfach lassen, meine Uhr umzustellen, das ist mir zu lästig. Aber da ich so früh loskam, habe ich eine echt weite Strecke geschafft: 976 km bis Alice Springs!!! Habe mir aber, weil ich so extrem müde war, nicht die Zeit genommen, mir ein kleines Bed & Breakfast zu suchen, sondern habe in einem Hotel eingecheckt! In einem Best Western Hotel! Schweineteuer und ätzend, aber ich werde Morgen eine Tour durch die Gemeinde machen (bin huet zu müde und gehe gleich schlafen) und mir was anderes suchen! Jedenfalls bin ich gut angekommen, habe viele merkwürdige Dinge gesehen, habe leider zwei kleine suizid-Vögel tot gefahren (es gibt nur eine einzige Straße im Umkreis von 1000 km und diese kleinen Flattermänner haben nix besseres zu tun, ihre Kreise direkt über vorbeifahrenden Autos zu ziehen und dann auch noch Loopings zu machen, da kann man noch nicht einmal abbremsen, denn sie finden die Windschutzscheibe auch bei Stillstand!!!) und bin einfach nur extrem müde... |
Sonntag, der 04.Dezember 2005 Eigentlich wollte ich ja heute in Cloncurry halt machen und mir ein Zimmer suchen, doch ich fühlte mich dort angekommen noch fit (nach knapp 470 km), tankte und ein netter Mann an der Tankstelle checkte mein Auto durch und dann fuhr ich nach einem Snack weitere 310 km über Mt Isa in die Nähe der Grenze zum Northern Territory nach Camooweal. Wollte zwar zwischenzeitlich auf einem Rastplatz schlafen, doch ich fand das in der Nacht so derart gruselig ganz allein inmitten des Nirgendwo, dass ich mich noch nach Camooweal quälte. Bin dort gegen 22.30 Uhr angekommen, alles war geschlossen: kein Benzin, kein Zimmer, nix auf. Also parkte ich an der Straße und schlief im Auto. War nicht sonderlich bequem, ist halt kein Twingo, wo man eine riesige, glatte Schlaffläche schaffen kann und es war warm... Aber gut, wenigstens Augen zumachen... |
Samstag, der 03.Dezember 2005 Habe heute noch einen Tag in Karumba drangehängt und mir einen easygoing day gemacht. Schließlich habe ich beschlossen, doch Morgen loszuziehen und noch einen Tag zu entspannen, bevor ich wieder Kilometer fresse. Und wer weiß, wann ich wieder ein so nettes Zimmer und netten Ort finde? Jedenfalls hing ich im Pool oder auf der Terrasse oder im Zimmer und ließ es mir gut gehen. Habe nur abends noch Wäsche gewaschen und mein Autochen ausgemistet und noch kurz mit Keith an der Bar gehangen und bin dann relativ früh schlafen gegangen. Wurde dann zwischen 2.30 und 03.30 Uhr durch im Pool planschende betrunkene Polizisten, die eine Party gefeiert hatten, aufgeweckt, aber das machte mir nix. Jedenfalls gehts Morgen weiter... Freue mich schon!!! Nächster größere Stop: Alice Springs! |
Freitag, der 02.Dezember 2005 Und noch ein entspannter Tag im schönen, heißen und luftfeuchten Karumba habe ich heute verbracht. Habe den ganzen Tag mit Markus gequatscht, entweder hier im Pool oder an der Bar oder auf dem Weg zum Scenic Flight über Karumba. Ich hatte ihn ja gestern dazu überredet und zu zweit funktionierte das ja dann auch. Also fuhren wir los zum Flughafen, der im Zweiten Weltkrieg die einzige Flugverbindung zwischen Australien und dem Rest der Welt darstellte und eigentlich eine Reparatur- und Kerosintankstelle für die Empire flying boats darstellte, die Sydney mit Großbritannien verbanden. Wir wurden dann von unserem Piloten Damien in sein kleines Mädchen geladen und dann gings auf einen knapp halbstündigen Flug über Karumba und die Wetlands. Herrlich, ich war total begeistert. Anschließend hingen Markus und ich wieder im Pool, Ted hatte ja scheinbar vergessen, dass ich Cocktails machen und er uns zum Essen einladen wollte, so dass es ein entspannter Abend mit Selbstversorgung wurde. Ich machte dann aber trotzdem für uns Cocktails, wir waren eh meist die Einzigen, da alle üblichen Besucher auf einer Party die Straße runter waren (wobei keiner die Party toll fand, also gingen wir da auch nicht hin), tranken kastrierte Mango Daiquiries und Screaming Orgasm, denn ich musste mit nur wenigen Inhaltststoffen auskommen und irgend etwas fehlte bei jedem Cocktail, aber Improvisation ist halt alles!!! Und es war lecker, alle waren begeistert und wurden betrunken:o))) Werde jetzt wohl keinen Tag "kostenlos" bekommen, aber dafür bin ich gratis betrunken!!! Ist doch auch mal was:o))) |
Donnerstag, der 01.Dezember 2005 Einen total entspannten Tag habe ich heute eingelegt. Bin erst richtig spät aufgestanden, habe mir dann von Keith einen schönen Cappuccino machen lassen und saß auf der Terrasse und schlürfte so meine Tasse während ich beschloss, noch mindestens zwei Tage dranzuhängen, denn es ist einfach nur schön hier und vor allem: der Flug fand nicht statt, weil sich keine weitere Person gefunden hatte. Ok, es gibt Salzwasserkrokodile, es gibt ohne Ende Moskitos, die hier in der Region Malaria und Encephallitis übertragen, es ist schweineheiss und wir hatten heute eine Luftfeuchtigkeit von 95% (und es hat nicht geregnet!!!), mit anderen Worten, es ist eigentlich keine Region, in der eine Europäerin leben könnte, wollte oder möchte, aber es ist so derart entspannt und schön hier, dass ich noch nicht weg will... Und vor Sonntag werde ich wohl auch nicht loskommen, weil ich ein Deal mit Ted gemacht habe: Ich werde hier Morgen Abend die Barkeeperin machen (wobei ich die Cocktails aussuche, kreiere und mache) und ich habe dafür mindestens für eine Nacht freie Logie. Klingt gut, macht Spaß und ich kann länger bleiben ohne Mehrkosten!!! Jedenfalls war ich dann im "anderen" Teil von Karumba, der etwa fünf Kilometer nördlich die Küste entlang direkt am Gulf liegt und wollte dort bis zum Sonnenuntergang bleiben, doch aufgrund der Luftfeuchtigkeit und der Wolken, konnte man die Sonne nicht sehen, also zog ich enttäuscht zurück, kaufte ein paar Sachen im Supermarkt ein und setzte mich wieder auf die Terrasse, machte mir was in der Mikrowelle warm und traf auf Keith, der meinte, dass ich einfach eine Stunde warten solle, denn die Sonne würde schon wieder auftauchen... Was sie dann auch tat. In der Zwischenzeit lernte ich einen anderen Touri aus Deutschland kennen (Markus), mit dem ich dann nochmal rüber an den Strand fuhr und mit dem ich dann den Sonnenuntergang schnackenderweise beobachtet habe. Zumindest teile davon, denn es bewölkte sich dann wieder zu stark. Hinterher saßen wir dann mit Ted am Tresen und laberten etwa drei Stunden herum und unterhielten uns über Gott und die Welt und dabei kam dann die Idee auf, dass ich Morgen ein paar Cocktails mixen würde, weil uns Ted Morgen zum Essen eingeladen hat. Später wurde dann daraus eine Cocktailparty mit all den Leuten, die halt abends so üblicherweise in dem Bistro noch ein paar Bierchen kippen. Bizarr, aber lustig! Und ich bekomme dafür freie Unterkunft!!! Was übrigens legal ist, man darf mit einem Stino-Touri-Visum unentgeltlich arbeiten! Ich soll dann halt Morgen nur 'ne Liste machen, was ich alles zum Cocktails machen benötige und ich bekomme das dann! Voll lustig! Wenn das überall in kleineren Orten in Oz so leicht ist, werde ich wohl mit extrem viel Spaß mein Portemonnaie schonen können! |
Mittwoch, der 30.November 2005 Gegen 8.30 Uhr bin ich nach dem "Frühstück im Bush" los, weiter Richtung Westen. Meine Reise führte mich über Mt Surprise, Georgetown, Croydon und Normanton nach Karumba, an der "Westküste" Queenslands mit Zugang zum Gulf of Carpentaria. In Normanton aß ich eine Kleinigkeit und zog dann weiter und fand dann eine super Unterkunft, das "Pelicans Inn". Zwar etwas teuer (65 AUD pro Nacht), aber dafür mit Aircon, total sauber und ohne irgendwelche Insekten. Dafür sorgen unter anderem die vielen Geckos, die hier im Hause so rumstreunen (voll süß). Nach einer Dusche blieb ich dann an der "Hausbar" (Bistroterrasse des kleinen Hotels hier, wo Kaffee und auch alkoholische Getränke ausgeschänkt werden) kleben, denn ich hatte mich mit Keith (Miteigentümer des Hotels) verquatscht und dann kamen ständig so viele lustige und nette Leute vorbei (alles männliche Wesen, teilweise sehr lecker - chichi), mit denen ich dann wiederum lange geschnackt habe, dass der Abend sehr spät wurde und dann Keith nach mir den Laden dichtgemacht hatte. War total toll und ich freue mich, dass ich hier, inmitten des Nirgendwo, wo es keinen Mobilempfang dafür aber Wallabies, graue Zwergkänguruhs und reisefreudige Zugvögel und ein paar andere Vögel, die es nur hier gibt, so viele nette Leute kennengelernt habe. Morgen mache ich übrigens einen Flug über Karumba und die Karumba Wetlands (eine baumlose, ebene Fläche zwischen Normanton und Karumba, die zur Regenzeit nahezu komplett überflutet ist) für 60 AUD (etwa 37 EUR)! Aber nur, wenn sich eine zweite Person hierfür findet, denn mit mir allein würden sich die Kosten für Kerosin nicht tragen, meinte der Pilot Damien. Nun hoffe ich, dass sich noch eine zweite Person finden wird! |
Dienstag, der 29.November 2005 Bin tatsaechlich gegen 6.00 Uhr das erste Mal wach geworden, habe dann aber leider noch einmal 2 Stunden geschlafen, so dass ich erst gegen 9.30 Uhr losgekommen bin. Voller Floh- und Sandfliegenstiche bin ich dann, nachdem ich noch einen "Roadkaffee" für unterwegs fertig gemacht hatte, los. Das Wetter war in der Nacht wieder besser geworden und es sah nicht so aus, als würde es unterwegs Probleme geben. Ich fuhr also los, die unbefestigte Strasse war zwar feucht, aber nicht geflutet und der Wek zurück nach Mareeba war ein Klacks. Leider ging's mir nicht sonderlich gut, hatte und habe Probleme mit dem Gedaerm und Bauchschmerzen... Vielleicht was Schlechtes gegessen? Ich versuchte das aber zu unterdrücken und machte dafür einen Shopping-Stopp in Mareeba, hatte ein paar Schnacks mit Einheimischen und beschloss dann, den sogenannten Savannah Way Richtung Broome (Western Australia) einzuschlagen. Dieser "historische" Trip wird mich durch den Norden Australiens führen. Werde zwischenzeitlich ein paar "Ausbrecher" machen, z.B. nach Darwin, Jabiru (Kakadu National Park) und vor allem Alice Springs machen. Also zog ich durch die extrem hügeligen Atherton Tablelands, streifte Ravenshoe, Mt Garnet und wurde dann langsam sehr müde und der Abend setzte ein, so dass es Zeit war, eine Unterkunft zu suchen. Also landete ich im Undara Volcanic National Park in einer Unterkunft namens Undara Experience. Dort hatte ich dann eine Unterkunft namens Wilderness Lodge gebucht, das ist ein Bett in einem Baucontainer mitten in der Wildnis. Total cool, aber leider tierisch heiß und die sanitären Einrichtungen waren so weit weg und vollkommen von Insekten bevölkert, dass man schon lange vorher wissen musste, dass man mal musste und absolut resistent gegen Ungeziefer aller Art sein musste. Wie auch immer hatte ich dann ein ausgesprochen leckeres Dinner in dem Park und anschließend einen Vortrag am Lagerfeuer des zuständigen Rangers über Cane Toats. In der Nacht habe ich kaum geschlafen, denn es war einfach nur heiss und ich wälzte mich von einer Seite zur anderen... Doch irgendwann klappte es ja... |
Montag, der 28.November 2005 Anstrengend war das heute... Mein Ziel Cooktown ist erreicht und ich sitze in einer ziemlich teuren, aber dafür schäbigen Unterkunft und werde Morgen, sofern der vor etwa 2 Stunden eingesetzte tropische Regen aufhört, wieder gen Süden reisen. Bin aber gut durchgekommen und habe mit ziemlich vielen Zwischenstopps knapp sechs Stunden gebraucht (für 350 km). Habe viele Berge, viele Regenwälder und den Beginn des Outback durchstreift und sogar 30 km unbefestigter Straße passieren müssen und hatte teilweise echt Panik, denn mein Auto ist halt kein Geländewagen, sondern einfach nur eine Großraumlimousine... Hier in Cooktown angekommen, habe ich mir erstmal ein Zimmer gesucht und leider nur dieses gefunden, bin dann auf die Aussichtsplattform des Hausberges und zum beliebtesten Strand gefahren (den ich für etwa 30 Minuten ganz für mich allein hatte) und habe dort den Fishburger verspeist, den ich mir in einem Laden auf dem Weg gekauft hatte. Cooktown ist übrigens sehr klein, hat vielleicht 500 Einwohner und hier ist zur Zeit nicht viel los, was sich aber bald ändern wird, denn die Somerferien fangen bald an! Und ich habe gespürt, dass die Leute hier scheinbar einzig und allein vom Tourismus leben, denn die, die ich getroffen und gesprochen habe, waren nur sehr kurz angebunden und nicht wirklich so freundlich, wie alle anderen, die ich bisher getroffen hatte... Deshalb werde ich Morgen weiterziehen. Den weiteren Norden werde ich vergessen können, denn die Regenzeit scheint jetzt hier einzusetzen und ohne Geländewagen kann ich das mit unbefestigten Strassen total vergessen. Ich hoffe, ich komme dann hier Morgen weg, denn es gibt keinen anderen Weg, außer den, den ich heute hergefahren bin, zurück...Und da sind 40 km Sandpiste dabei, die unter Regen sehr matschig werden! Keine Chance für normale Autos! Also heißt es Daumen drücken, damit ich hier Morgen wieder wegkomme! Wirklich schade, dass ich den hohen Norden nicht besuchen kann... Vielleicht Ende Januar, wenn ich wieder in Cairns bin... Ich werde jetzt jedenfalls schon schlafen gehen, um ganz früh loszukommen... |
Sonntag, der 27.November 2005 Uiuiui, war datt schön und großartig und atemberaubend undundund:o))) Um Punkt 11.00 Uhr holte mich der Shuttle vor der Haustür ab und zu viert fuhren wir zum Hafen, um dort einige Sicherheitshinweise für den Helikopterflug zu bekommen und einige Informationen, was man auf der Plattform so alles machen kann, wo es Lunch gibt, etc... Und dann gings zum Landeplatz des Helikopters, der dann auch gerade angeflogen kam... Ich hatte dann doch einige Mufensausen, schließlich bin ich noch nie mit einem Helikopter geflogen... Und dieses Teil war winzig (sind die immer so klein???)... Aber alles halb so wild, ich durfte vorne sitzen, das ältere kanadische Pärchen wollte zusammen sitzen, und saß so neben dem Piloten im Cockpit und hatte einen Rundumblick. Und dann ging's auch schon los, wir hoben ab... und ich war total begeistert. Ist total cool im Helikopter und schnell... aber laut, deshalb mussten wir den ganzen Flug über Kopfhörer tragen. Mein Empfang war leider defekt, so habe ich leider nix verstanden, was der Pilot so über das Reef und die Inseln erzählte, die wir überflogen, aber egal, ich war eh zu sehr damit beschäftigt, meine Kinnlade unter Kontrolle zu halten, denn ich habe nur fasziniert runtergestarrt und Fotos gemacht. Hoffe, man kann auf den Fotos einigermaßen nachvollziehen, wie beeindruckend das alles ist... Leider war nach einer halben Stunde der Flug schon vorbei, wurden von einer Crew vom Landeplatz zur Plattform geschippert und dann aß ich mich erstmal am Büffet satt, denn das Essen war ausgesprochen köstlich und auswahlreich... Anschließend schipperte ich mich einem Glasbodenschiff durch die Gegend und war dann etwa 2 1/2 Stunden damit beschäftigt, mir schnorchelnderweise die Korallen, bunten Fische und Pflanzen anzusehen. Mit ein paar kleinen Fischen wollte ich stänkern, aber die waren sichtlich unbeeindruckt, wollten aber auch nicht gestreichelt werden... Es war so genial unter Wasser, dass ich fast vergessen hätte, dass es um 16.00 Uhr zurückging nach Cairns. Musste mich dann ganz schön beeilen und dann wurde mir plötzlich sehr sehr schlecht... Ob es an Dehydration, dem Seegang, dem stundenlangen Schnorcheln, dem Essen oder meinen noch immer plagenden Kopfschmerzen lag, weiß ich nicht. Jedenfalls habe ich mich hingelegt und den kompletten Rückweg auf dem Schiff verschlafen. Zum Glück gings mir danach wieder total gut, sonst hätte ich echt Sorgen gehabt wegen Morgen... Zurück daheim musste ich dann mal wieder Wäsche waschen und bin dann relativ früh ins Bettchen, denn irgendwie war niemand von Euch daheim oder wollte nicht mit mir telefonieren und ich musste ja dann früh aufstehen, um noch fertig zu packen und meine Australienumrundung rechtzeitig zu beginnen... |
Samstag, der 26.November 2005 Heute habe ich mal wieder den kompletten Tag on tour verbracht, habe dabei Mossman und Daintree gesehen und habe auf dem Rückweg an ein paar sehr netten Stränden halt gemacht und mich im Schatten vor der Sonne gerettet und in einem lustigen Roadhouse eine Kleinigkeit geluncht und getrunken... War ein schöner Tag on the road, freue mich schon auf Montag: dann beginnt meine Australien-Umrundung und Reise ins Ungewisse... Ansonsten lief der verbleibende Abend sehr entspannt bei Fernsehen, am Schlepptop rumspielen und zeitig schlafen gehen ab, denn Morgen ist Hubschrauberflug und Schnorcheln am Great Barrier Reef angesagt!!! |
Freitag, der 25.November 2005 Bin total fertig, denn um 7.00 Uhr war aufstehen angesagt, Morgenputz, Kaffee aufgiessen, Wasser einpacken und dann ab ins Auto und nach Port Douglas. War tatsächlich um Punkt 9.00 Uhr im Rainforest Habitat Wildlife Sanctuary und hatte ein witziges Frühstück, denn die Vögel flogen tief und man erschrak manchmal, weil sie einem in den Fuß pickten... Das Frühstücksbüffet war üppig und auswahlreich und nachdem ich mich sattgegessen hatte, schaute ich mir alles ganz genau und ausgiebig an. Das Gelände ist komplett ohne Zäune oder Barrieren zwischen Besuchern und Tieren eingerichtet (Ausnahmen: Koalas, Treekangaroos und Schlangen) und so hat man einen kompletten Blick auf die Tiere, die einen dann teilweise auch ständig verfolgten (wie zum Beispiel die Enten, Emus und weitere riesige Vögel, die ich nicht mit Namen kenne, die mir aber ganz schön Angst gemacht haben mit ihren riesigen, spitzen Schnäbeln...). Ich habe dann mal wieder ein paar Wallabies und auch richtig große Känguruhs gefüttert (und sie haben mir alle aus der Hand gefressen...) und gestreichelt, habe ein paar nette Souvenirs gekauft und musste dann aber irgendwann heim, denn ich war vollkommen übermüdet, durchgeschwitzt und hatte Kopfschmerzen... Ich bekam dann zu Hause nur eine schlechte Nachricht: die Hubschrauberflüge sind über das Wochenende komplett ausgebucht... Aber die Dame am Telefon buchte mich dann in einer anderen Firma ein und so kann ich doch mit dem Hubschrauber ans Great Barrier Reef!!! *freu* leider ist da nicht Green Island dabei, sondern "nur" der Flug zu einer künstlichen Plattform im "Outer Barrier Reef", zum Hastings Reef. Zurück geht's dann mit einem Katamaran. Naja, hätte auch ganz gern Green Island gesehen, aber ich bin ja noch mal in Cairns:o))) |
Donnerstag, der 24.November 2005 Auf meinem heutigen Tagestrip war ich auf einer Kaffeeplantage und trank (wen wundert's) ein Cappuccino, fuhr vorbei an Bananen- und Mangoplantagen und durch viele Regenwälder... Ich war nur beeindruckt und habe in ein paar kleinen Städtchen, wie zum Beispiel Kuranda und Mareeba, kurz halt gemacht und auch endlich die eigentlichen Einwohner, Aboriginees, gesehen. Die meisten, die ich gesehen habe, scheinen jedoch sehr arm zu sein, was leider der Realität in Australien entsprechen würde... Ansonsten laufe ich hier nur noch grinsend durch die Gegend, denn ich bin wieder in einer beeindruckenden Landschaft gelandet und freue mich einfach nur, das alles sehen zu dürfen. Morgen bin ich im Rainforest Habitat Wildlife Sanctuary. Dort werde ich mit Papageien, Kakadus und ähnlichen heimischen Vögeln frühstücken und werde anschließend an einem der Touren durch den Park mitmachen. Für Samstag habe ich einen Flug mit dem Hubschrauber über winzige Teile des Great Barrier Reefs geplant. Ich werde dabei mit dem Hubschrauber auf eine Insel geflogen, bekomme dann dort Lunch nach 3 Stunden Freizeit auf der Insel, werde dann auf eine andere Insel geflogen, habe dort 2 1/2 Stunden Freizeit und werde dann mit einem Katamaran-Schnellboot zurückgeschippert nach Cairns. Ist nicht ganz billig, aber ich bin am Great Barrier Reef und möchte das schließlich auch sehen!!! Und da ich um 9.00 Uhr in Port Douglas sein muss, werde ich mich jetzt langsam mal bettfertig machen (Schlafen wird vor 24 Uhr nix, denn die Bar, die sich direkt vor meinem Fenster befindet, schließt dann erst und der Lärm ist einfach zu extrem)... |
Mittwoch, der 23.November 2005 Nach einer kalten Dusche, denn warm ist es hier genug, zog ich nach einem Cappuccino mit meinem Autochen die Küste entlang Richtung Norden nach Port Douglas (etwa 80 km von hier), trank dort in einem netten Café am Strand mal wieder Cappuccino und legte mich anschließend eine Runde an selbigen ("4 Mile Beach"). Auf dem Rückweg ließ ich mir viel Zeit und hielt fast an jedem Parkplatz zu einem Strand an und hatte teilweise echt angst, von einer Kokosnuss erschlagen zu werden, denn die hingen bedrohlich reif über mir. Statistisch ist es ja wahrscheinlicher von einer Kokosnuss getötet zu werden, als einem Flugzeugabsturz beizuwohnen... Ich wollte diese Statistik jedenfalls nicht beeinflussen und setzte mich dann meistens unter einen anderen Baum oder fuhr dann halt weiter... Und scheinbar scheint es zu helfen, sich Essig auf die Hautstellen zu schütten, wo einem eine Feuerqualle berührt hat, denn an fast jedem Weg zu einem Strand ist ein Plastikflasche mit Essig gelagert. Naja, ich will es nicht ausprobieren... Ansonten ist es heiß und schwül... Aber außer dass ich ständig am Schwitzen bin, halte ich das ganz gut aus, hatte Schlimmeres befürchtet... Mit meinem neuen Autochen komme ich total gut klar und freue mich schon darauf, mit dem Tufftuff Australien zu umrunden, habe mir auf dem Weg nach Hause in einem Outdoorladen ja schon einige Dinge besorgt, wie zum Beispiel Geschirr und Besteck, einen Thermobecher (für meinen ganzen Cappuccino!!!), Decke und vor allem einen Tourenatlas. Habe zumindest für den Norden von Cairns bis Broome schon einen Plan: den "Savannah-Way" abfahren. Denn auf dem Weg gibt es einige tolle Dinge zum Anschauen, leider nicht direkt die Küste lang, aber ich kann ja Abstecher machen!!! Cape York (der nördlichste Teil von Queensland) will ich zwar auch unbedingt sehen, aber da komme ich nur mit einem 4WD (4-Wheel-Drive, also Geländewagen auf deutsch) hin, wenn überhaupt, denn die Straßen sind meist zwischen November und April gesperrt. Es sind unbefestigte Straßen, die jetzt in der Regenzeit häufig überflutet und daher unpassierbar sind... Mal schauen. Von der Natur hier bin ich einfach nur total begeistert... Regenwald, unglaubliche Strände und Farmen wechseln sich ab... Einfach nur genial!!! |
Dienstag, der 22.November 2005 Heute war extrem früh aufstehen angesagt, denn um 06.00 Uhr ging mein Flieger nach Cairns mit Zwischenstop in Melbourne. Also war meine Nacht um etwa 03.00 Uhr zu Ende, habe Morgenputz veranstaltet und fertig gepackt und dann gings nach einem Kaffee auch schon los zur Sammelstelle des Airport-Shuttles einen Block entfernt. Um 05.20 Uhr war ich dann am Flughafen und kurze Zeit später war ich dann auch schon im Flieger (konnte noch nicht einmal in Ruhe den Cappuccino austrinken, den ich mir am Flughafen gekauft hatte). Der Flug nach Melbourne dauerte gerade mal etwas mehr als eine Stunde und ich hatte eine komplette Sitzreihe ganz für mich allein! Ziemlich cool! In Melbourne vertrieb ich mir dann die Zeit mit telefonieren und (oh Wunder) Cappuccino trinken und dann war ich auch schon wieder im Flieger. Diesmal saß ich ganz vorne nur mit einer netten älteren Dame in der Reihe und wir schnatterten den dreistündigen Flug über, wenn ich nicht gerade schlief. Und dann kamen wir in Cairns an, mal wieder eine andere Zeitzone (jetzt bin ich wieder "nur" neun Stunden später als Europa) und nun in der absoluten Hitze: bei 32°C und hoher Luftfeuchtigkeit nennt sich Cairns nicht ganz ungelogen "der tropische Norden Queenslands". Habe dann erstmal mein Autochen für die kommenden neun Wochen abgeholt (ein silberner Hyundai Elantra, nagelneu und angeblich ein Kleinwagen, wobei der für europäische Verhältnisse eher ein Großraummobil ist) und begab mich auf die Suche nach meiner Unterkunft, dem Cairns Beach House... Irgendwann fand ich die Einrichtung, kaufte ein und war von meinem Zimmer nicht gerade beeindruckt. Ich habe zwar Klo und Dusche im Zimmer, aber keinerlei Ablageflächen oder Schränke, Regale etc.. So muss ich halt alles auf zwei der drei Betten (!!!) verteilen, was soll's? Zum Glück bleibe ich hier ja nur sechs Tage, bevor mein großes Abenteuer losgeht!!! Also werde ich das Beste aus der Sache machen und mir für die Zukunft merken: Unterkünfte mit dem Namen "Beach House" sind grundsätzlich nie am Strand, wie der Name eigentlich vermuten lässt, und sind Massenunterkünfte, die ohne Liebe und Enthusiasmus betrieben werden. Ferner sind sie viel zu teuer für den nicht vorhandenen Komfort. Also Notiz an mich selbst: in Zukunft vermeiden!!! Ich fiel dann jedenfalls gleich ins Bett und wachte erst am nächsten Morgen wieder auf. |
Montag, der 21.November 2005 Der Tag war heute nicht sehr spassig, denn es war der letzte in Hobart. Ich hatte relativ früh mein Frühstück, zog dann in die Stadt, um mal wieder ein Paket nach Hause zu schicken und ging noch einmal zu "Mouse on Mars", um diese Seite noch einmal zu erneuern... Anschließend war dann packen, nochmal ausgiebig mit Penelope und David schnacken und vor allem ins Bett gehen angesagt, schließlich war gegen 03.00 Uhr die Nacht zu Ende... |
Sonntag, der 20.November 2005 Heute das letzte Mal hier in Hobart in der "Machine" gesessen und meine Wäsche gewaschen... Nach dem Wäsche waschen kaum hier zu Hause angekommen, da bin ich auf ein älteres Pärchen aus den Blue Mountains (Nähe Sydney) getroffen und haben den ganzen verbleibenden Tag/Abend gequatscht. Galina war nämlich mal mit einem Deutschen verheiratet und lebte für fünf Jahre in Kleve. So hatten wir viel zu erzählen, während sich ihr Mann Warren irgendwann zurückzog, weil die "Weiber" nicht aufhörten zu Labern... Jedenfalls habe ich ein paar gute Tips von den beiden bekommen, was meine Australienumrundung anbelangt, dass ich mir keine Sorgen machen soll wegen Unterkünften, Tanken oder Essen... sei alles sehr gut ausgestattet an den Küstenstraßen und im Landesinnern müsse ich nur daran denken, der Polizei morgens immer Bescheid zu sagen, wo ich hinwill und abends anrufen, dass ich angekommen bin (weil sie sonst einen Suchtrupp losschicken, wenn ich mich nicht melde und das wäre teuer!!!). Aber nun gehe ich mal wieder schlafen! |
Samstag, der 19.November 2005 Snüff, ich musste heute mein Auto abgeben, aber Hoffnung naht! In drei Tagen habe ich ja wieder ein Auto!!! Der Tag heute fing echt tierisch ätzend an... In der Nacht meinte irgend jemand, er müsse etwa eine halbe Stunde lang in der Nähe des Hauses ausgiebigst hupen (wie sich am Morgen herausstellte war es ein Taxifahrer, der meinte, er müsse jemanden abholen und wurde nur von David daran gehindert, bis morgens durchzuhupen, denn dieser, wie alle anderen Menschen hier im Haus, wurde ebenfalls wach). Anschließend hatte irgendjemand sehr laute Musik an und etwa eine Stunde später begann direkt vor meinem Fenster eine Baustelle zu öffnen und ich durfte einem riesigen Presslufthammer lauschen... Ich war jedenfalls vollkommen fertig, weil kaum geschlafen, und musste dann auch raus, mein Auto abgeben... Was an sich ja nicht besonders schwierig gewesen wäre, denn die Autovermietung befindet sich gerade mal zwei Blocks entfernt von mir, doch die Straße dort war wegen des Weihnachtsumzuges durch Hobart gesperrt! Tjääää... Doch mir wurde dann bei Budget gesagt, dass alles halb so wild sei und ich das Auto dann eben später vorbeibringen solle, wenn die Straße wieder offen sei... Und so schaute ich mir dann "Hobarts Annual Christmas Pergeant", einen riesigen Weihnachtsumzug mit chinesischen Drachen, griechischen Trachten, Spielmannszügen, schottische Dudelsackspieler/innen, die Merry Xmas und Jingle Bells dudelten und vieles mehr an und war so beeindruckt davon, dass ich mich selber irgendwann ständig "Merry Xmas" brüllen hörte... Echt abgefahren: Da stehst Du am 19. November auf der Straße in Hobart, es sind 20°C und da siehst Du tausende von Leuten in Weihnachtskostümen durch die Gegend singen, tanzen, musizieren, laufen, was auch immer und brüllst "Merry Xmas"... Kann sich irgendjemand vorstellen, wie merkwürdig das ist??? Anschließend brachte ich dann das Auto weg und war zwar voll gut drauf, aber verdammt müde und so stiefelte ich dann schnurstracks heim, ich wollte nur schlafen... Leider hatte ich vergessen, dass da der Presslufthammer vor meinem Fenster war.... Also nix mit Nickerchen, aber wenigstens Beine hochlegen und Augen zumachen und dann klopfte es an meiner Tür, Penelope wollte mir unbedingt jemanden vorstellen, der auch aus Deutschland kam und so habe ich die Gelegenheit genutzt, mit Oliver aus Stuttgart zum Dinner auszugehen und den ganzen Abend endlich mal wieder deutsch zu sprechen. Hatten zwar Probleme, Samstag Abend irgendwo ein Tisch zu finden, aber wir waren auf einer Warteliste und ich wurde dann angerufen, als ein Tisch frei wurde und so saßen wir dann in einem netten Restaurant mit Gratisunterhaltung, denn an dem einen Tisch war eine Geburtstagsparty, an dem anderen eine ausgelassene Jungesellenverabschiedung. Das Essen war ausgesprochen lecker und auf dem Klo hatte man Unterhaltung mit Comics an der Wand!!! Wer also mal in Hobart stranden sollte: Dinner im "Mummaluka" nicht verpassen (www.mummaluka.com.au)!!! Oliver und ich waren dann noch irgendwo ein Bierchen trinken und danach musste ich schlafen, denn der Tag war anstrengend, die Nacht davor kurz... |
Freitag, der 18.November 2005 Habe heute eine Mördertour unternommen, bin nämlich von Hobart nach Launceston, Devonport, Penguin, Burnie und Wynyard gefahren. Zwischendurch zwar ein paar Mal verfahren, aber ich bin überall gewesen, wo ich heute hinwollte. Es war mal wieder schlechtes Wetter und so verbrachte ich die meiste Zeit im Auto statt die Orte per pedes zu erkunden. War echt anstrengend, aber auch total schön und leider war das mein letztes Abenteuer hier in Tasmanien mit dem Auto, denn ich muss es ja Morgen schon wieder abgeben... Die Zeit rast! Und ich habe bei Weitem nicht alles gesehen, was ich sehen wollte... Also heißt das wohl, dass ich Tasmanien noch einmal einen Besuch abstatten muss... Bin echt schon am Überlegen, ob ich nach meiner Australienumrundung mit dem Auto noch einmal für eine Woche oder auch länger herkomme... Mal schauen, denn eine Woche Neuseeland oder Fidji-Inseln würden mich auch noch reizen... Aber die Zeit wird für alles zusammen ist ein wenig knapp... Jedenfalls habe ich heute viel gesehen, viele Kilometer hinter mir gelassen und die Erkenntnis gewonnen, dass es den Einheimischen hier gar nicht bewusst zu sein scheint, wie schön das Fleckchen Erde ist, auf dem sie wohnen, denn auch hier wird der Müll einfach so irgendwo in die Natur geworfen... Echt schade... Ach ja, Benzin ist auch billig -zumindest im Verhältnis zu Europa, obwohl die Aussies sich hier tierisch über die hohen Preise von 1,19 AUD pro Liter, also ungefähr 0,75 EUR aufregen-. Ich finde diese Preise jedenfalls süß und erinnern mich an Zeiten, als ich meinen Führerschein erwarb... Meine Güte ist das lange her... |
Donnerstag, der 17.November 2005 Habe heute rein gar nichts gemacht! Mir ging's heute morgen nicht so gut, hatte Schüttelfrost und Kopfschmerzen und bin daher erst gegen 14 Uhr aufgestanden, nachdem Penelope besorgt geklopft hatte, denn so lange habe ich hier noch nicht geschlafen. Meine Pläne für heute sahen ja auch ein wenig anders aus: ich wollte nach Launceston, Devonport und Penguin. Nun gut, aufgrund der späten Stunde war das nun nicht möglich und so beschloss ich, nur eine kleine Tour mit dem Auto zu machen und mir einen Supermarkt zu suchen, um mich für die verbleibenden Tage hier noch mit Notwendigem zu versorgen. Gesagt, getan, wieder zurück, ein wenig an der Seite hier gearbeitet (z.B. Fotos bearbeitet) und werde nur noch ein wenig fernsehen und vor allem etwas Essen (denn heute war komischerweise um 15 Uhr kein Frühstück mehr für mich da...) und mich dann heute mal früh ins Bett kuscheln, damit ich Morgen endlich eine Tour nach Norden machen kann... Ist schließlich die letzte Möglichkeit, denn am Samstag muss ich das Auto wieder abgeben... |
Mittwoch, der 16.November 2005 Bin mal wieder nicht mit dem Wecker aufgestanden und da ich hier wie ein Stein schlafe (was wahrscheinlich an der guten Luft und am Meer liegt), erst gegen 11.30 Uhr aufgewacht. Nach Dusche und sonstigem Morgenputz ging ich runter und natürlich: mein Frühstück war noch da!!! Gegen 13.30 Uhr ging's dann endlich los: der Versuch nach St Helens an der Nordostküste von Tasmanien zu gelangen. Hierhin führt der Tasman Highway. Nun solle man sich aber bitte keine Autobahn im Stil sechsspurig vorstellen, wie der Name vermuten lässt! Es handelt sich hierbei lediglich um eine Landstraße, die gelegentlich mal eine Überholspur hat, aber wie überall in Tasmanien kurvenreich und hügelig ist, das wars! Jedenfalls führt dieser Highway an der Ostküste entlang bis St Helens und endet dann in Launceston, der zweitgrößten Stadt in Tasmanien (mit etwa 150.000 Einwohnern). Mein Plan war, genau diese Route bis Launceston zu fahren und dann wieder zurück nach Hobart. Doch mein spätes Aufstehen hat das leider verhindert, denn ich wollte auf keinen Fall in die Abenddämmerung kommen und wieder den vollen Horror davor haben, ein Tier totzufahren... Also kam ich nur bis zu einem kleinen Ort namens Scamander (etwa 250 km nördlich von Hobart und 30 km vor St Helens), ein herrliches Örtchen am Meer mit Stränden und sehr netten Leuten, wo ich mir dann mal wieder eine kleine Portion Fish&Chips (wobei die kleine Portion hier etwa unserer großen Portion in doppelt ähneln würde), einen großen Becher Cappuccino und eine riesige Flasche Red Bull für den Rückweg kaufte (und alles zusammen für umgerechnet lächerliche 5,50 EUR). Wie auch schon auf dem Hinweg machte ich gelegentlich an manchen zugänglichen Stränden halt und entdeckte dabei so den einen oder anderen Strand, der wohl nicht so häufig und wenn dann nur zum Pausemachen genutzt wird... Herrlich! Irgendwann musste ich dann aber langsam die Socken wetzen und konnte mir keinen weiteren Zwischenstop leisten, denn die Zeit rannte und die Sonne sank unaufhörlich. Aber ich schaffte es rechtzeitig nach Hause, begegnete keinen Tierchen, außer natürlich dem Roadkill, und kam gegen 20.30 Uhr völlig fertig, aber glücklich wieder hier an. Nach Fernsehen und lesen gings dann schlafen. |
Dienstag, der 15.November 2005 Mal wieder nicht früh aus den Puschen gekommen, musste ich mein Vorhaben mit der Nordküste wieder sausen lassen und entschied mich dann kurzfristig eben dafür, eine kleine Halbinsel hier in der Nähe namens "South Arm" zu erkunden. Das Ende dieser Halbinsel ist ein Örtchen namens Opossum Bay, wo ich dann plötzlich am Ende der Straße und am Ende der Insel angekommen war. Da mir langsam die Worte für die unbeschreibliche Schönheit dieses Tasmaniens ausgehen, belasse ich es einfach dabei, dass es auch dort atemberaubend schön war! Da ich noch viel Zeit bis zum Sonnenuntergang hatte, beschloss ich, wieder Erdbeeren auf der anderen Halbinsel (Tasman Peninsula) zu kaufen und hoffte natürlich darauf, dass ich Chris dort begegne... leider Fehlanzeige, aber dafür mit einem halben Kilo frisch gepflückter Erdbeeren bestückt, fuhr ich dann wieder Heim und aß diese dann auch gleich auf. Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass die Menschen hier wahnsinnig nett sind? Ich meine, ich wäre wohl auch so unglaublich nett, wenn ich in einem Ort auf Tasmanien leben würde. Es ist hier einfach nur schön und man hat entweder irgendwelche Nationalparks oder das Meer vor der Nase. Wenn man die Natur liebt, wird man auch Tasmanien lieben! Ich liebe es hier jedenfalls und finde es fast schade, dass ich heute in genau einer Woche schon hier weg muss. Aber die "Hauptinsel" muss noch erkundet werden und ich hoffe einfach mal darauf, dass ich auf meiner weiteren Tour durch Australien ebenso schöne Fleckchen Erde entdecken und weitere nette Menschen kennenlernen werde. Hört sich an, als hätte ich jetzt schon Heimweh!!! Mir fällt noch ein, dass ich heute wieder ein Auto ab Cairns nächste Woche gemietet habe. Ich komme nämlich wieder erwarten ziemlich gut mit den Umständen klar, dass ich auf der falschen Seite sitze, auf der falschen Seite fahre und zu allem Überfluss auch noch lernen muss, dass Blinker und Scheibenwischer auf der verkehrten Seite sind. Solange es ein Automatikwagen ist und ich mir nicht auch noch Gedanken machen muss, dass die Gangschaltung auf der linken Seite ist, ist es echt erstaunlich schnell gegangen, dass ich mich daran gewöhnt habe und es richtig Spaß macht zu fahren!!! Macht es mir ja sowieso, nur hier ist es noch einmal etwas Besonderes! Der Umstand, dass ich mit dem Auto einfach unabhängiger bin und auf dem Weg echt nette Leute getroffen habe, ließ mich heute spontan meine Pläne mit dem Festland umwerfen, denn ich werde mehr Einheimische kennenlernen, wenn ich allein und nicht mit einer Tourigruppe unterwegs bin, ganz abgesehen davon, dass ich fahren kann, wann, wie und wohin ich will!!! Muss mir nur noch ein paar CD's brennen, denn ohne Mucke geht auch hier in Australien in einem Auto gar nix!!! |
Montag, der 14.November 2005 Boah, war das heute eine Mördertour, die ich mir da vorgenommen und auch durchgeführt habe... Ich bin heute an die Westküste Tasmaniens gefahren, besser: vorbei an Nationalparks, Buschland, Queenstown und ab nach Zeehan und Strahan! Die Landschaft ändert sich hier scheinbar von Minute zu Minute: entweder war ich mitten im Wald, im Gebirge, in kleinen Orten, auf Farm- oder Buschland. Immer alles abwechselnd, aber total schön. Zeehan und Strahan sind typische TouriOrte, außer Unterkünfte und Lokale gab's dort (mal von den genialen Stränden abgesehen) nicht viel zu sehen. Das doofe war nur der ständige Regen heute. Auf dem Rückweg war er so schlimm, dass ich stellenweise mit maximal 30 km/h fahren konnte und es wurde immer später... Es wurde immer dunkler und da standen dann am Straßenrand viele viele Wallabies (die kleineren Verwandten der großen Känguruhs) und Wombatze, die fröhlich und munter die Straße hin- und herhüpften bzw. liefen... War total schön, die ganzen Tiere in freier Wildbahn zu sehen, nur leider war es schwierig, sie am Straßenrand wahrzunehmen und ich hatte eine tierische Angst, ein Tierchen anzufahren oder vielleicht sogar totzufahren... So wurde die Fahrt echt richtig anstrengend... fixiert auf den Straßenrand, damit mir ja kein Tierchen vor die Haube springen kann, mitten im Regen und bei mittlerweile stockfinsterer Nacht irgendwo im Nirgendwo... huaahhhh... Ich war so froh, als ich die Vororte von Hobart sah. Da es sehr spät war, bin ich auch relativ gleich schlafen gegangen... |
Sonntag, der 13.November 2005 Durch Wälder und Buschland an einen schönen See führte mich meine heutige Tour nach Strathgordon am Lake Pedder. Extrem kurvige und hügelige Straßen ließen den Weg von gerade einmal 200 km endlos lang werden, aber ich wurde mit Postkartenmotiven und unglaublich schönen Landschaften belohnt. Und wieder einmal bedauerte ich, noch immer nicht Motorrad fahren zu können... Die Straßen hier in Tasmanien sind fürs Motorradfahren gemacht... Wieder in Hobart angekommen sah ich, dass der Mt Wellington mal ganz zu sehen ist und fuhr daraufhin hinauf. Tolle Bilder, die dabei entstanden sind: Gebirge und Hobart im Sonnenuntergang... Wieder ein Eindruck, den ich nicht vergessen werde... |
Samstag, der 12.November 2005 Juchu... ich kann auch auf der falschen Straßenseite und der falschen Fahrerseite Auto fahren ohne in Panik oder Unfälle zu geraten!!! Die ersten 10 km waren schon sehr merkwürdig, aber man kommt da schnell rein... Nur dass Blinker und Scheibenwischer ebenfalls auf der verkehrten Seite sind, bedarf noch längerer Übung... Ist schon witzig, dass ich blinke, wenn ich die Scheibenwischer betätigen möchte, während sich die Wischblätter bewegen, wenn ich doch eigentlich blinken möchte... Wird schon werden irgendwann!!! Ansonten ist das Auto klasse!!! Ein dicker Schlitten, in dem ich fahre, wie in einer Senfte. Ist ein weißer Nissan Pulsar. Ich habe keine Ahnung, ob's den auch in Europa gibt und wenn, ob er denselben Namen hat... Hier haben nämlich einige Autos andere Namen und es gibt auch australische Automarken, wie z.B. Holden, wobei ich mir hier nicht sicher bin, ob es sich hierbei nicht eigentlich um Ford handelt. Aber bei den Designs heutzutage kann ich einzelne Marken und Fabrikate sowieso nicht mehr voneinander unterscheiden. Mein Auto könnte auch genausogut ein Toyota, ein Opel oder ein Ford sein... Wie auch immer... ich habe ein Auto und mit Automatik ist das Fahren sehr angenehm... So bleibt Zeit, um sich auf das Fahren auf der falschen Straßenseite zu konzentrieren... Bin auch gleich nach dem Auto abholen aus Hobart rausgefahren und hatte mein erstes Buscherlebnis nach etwa 100 km: ich fuhr auf einer unbefestigten Straße nach Cockle Creek, dem südlichsten Punkt Australiens, den man mit dem Auto erreichen kann und um mich herum nur Bäume, Farne und exotische Geräusche der Tierwelt dort. Etwa 40 Minuten gings durch das Buschland, bevor ich am Ende der Straße umgeben vom Meer ankam. Unterwegs traf ich auf gerade mal zwei Autos und kam mir doch stellenweise ziemlich einsam vor... Da es leider aus Kübeln regnete, wollte ich dem Nationalpark, der sich an das Ende der Straße anschloss, nicht wirklich lange einen Besuch abstatten, zahlte trotzdem brav meine Gebühren für das Betreten des Parks, lief zu einer Aussichtsplattform, von der aus vor etwa 150 Jahren die Walfänger standen und Alarm schlugen, wenn sie einen Wal sichteten, woraufhin sich massenhaft Boote in Bewegung setzten und eben jenen Wal fingen (bzw. töteten) und dabei meist auch gleich die Walkälber mitmordeten, denn wie überall an Australiens Küsten, kalben die Walkühe hier. Nach dieser kurzen Zeitreise stieg ich dann wieder ins Auto, fuhr wieder durch "den Dschungel" und direkt nach Hause. War 'ne schöne Fahrt durch niedliche kleine Orte und kam kurz vor Einbruch der Dämmerung hier an. Bin jetzt vollkommen fertig und werde schlafen. |
Freitag, der 11.November 2005 Heute bin ich extrem spät aufgestanden, denn ich hörte nach dem Aufwachen nur das monotone Geräusch von einem ziemlich starken Regenfall und hatte so gar keine Lust, daraufhin aufzustehen... Irgendwann bekam ich dann aber ein schlechtes Gewissen Penelope und David gegenüber, denn wie immer, würden die beiden das Frühstück so lange stehen lassen, bis ich mich endlich dazu bequemt habe, etwas davon zu essen... Also quälte ich mich dann doch mal gegen 13.30 Uhr aus dem Bett und wäre fast anschließend nach dem "Spätstück" wieder in jenes zurückgekrochen, wenn ich nicht auf die Idee gekommen wäre, dass dieser verregnet kalte Tag, an dem man sowieso nix Großartiges unternehmen kann, doch geeignet wäre, um endlich diese Website ins Netz zu packen, bzw. dies erneut zu versuchen... Klappte wieder nicht, doch dann, nach einem Schnack mit dem dort arbeitenden Helpdesk Jonathan, kam dieser auf eine Idee, woran das liegen könnte und tatsächlich... Es klappte, wenn auch umständlich, mit Daten auf CD brennen (mein USB-Stick hat scheinbar den Transport bis hierhin nicht überlebt...) und dann via ftp vom Terminal aus transferieren... Hat jedenfalls endlich funktioniert, ich bin glücklich und habe noch keinen blassen Schimmer, wie ich das nächste Update dieser Seite hinbekommen soll, aber egal... Da ich den gesamten Tag (der ja durch meine "nicht-aufstehen-wollen-Aktion" sowieso schon recht kurz war) mit dem Hin- und Herlaufen zwischen Mouse On Mars und zu Hause und dem ftp-Programm verbrachte, war es schnell sehr spät und da ich ja Morgen mein Autochen um 11.00 Uhr abholen werde, um dann sofort eine Tour zu machen, gehe ich jetzt auch mal richtig früh schlafen... Mir fällt gerade auf, dass heute der 11.11. ist... Die fünfte Jahreszeit ist hier leider nicht bekannt... Ich hoffe, irgendjemand hat für mich ein Pfannkuchen mitgegessen... |
Donnerstag, der 10.November 2005 Wider erwarten wurde es heute ein verdammt langweiliger Tag, denn ich musste unbedingt Wäsche waschen... Und das ist auch hier in Australien keine wirklich spannende Angelegenheit, wenn es hier auch kontaktreicher ist, weil einem in jedem Lokal ja schon fast ein Gespräch "aufgedrängt" wird, was sehr angenehm ist... Ich war also in der "Machine", wusch meine Wäsche bzw. überließ das der Waschmaschine und setzte mich hinaus und beobachtete Menschen bei Cappuccino, Zigarrette und Sonnenschein. Ich hatte schon probiert bei Chris und Luise anzurufen... Chris ging nicht ans Mobil und Luise war noch auf dem Mt Wellington herumlaufen... Also beschäftigte ich mich mit Karten schreiben und hoffte darauf, dass sich wenigstens einer von beiden demnächst mal melden würde, um mich vom Waschstarrsinn zu erlösen... Leider ohne Erfolg. Ich ging dann wieder heim und machte auch hier nichts Besonderes und war ein wenig gefrustet, dass sich weder Luise noch Chris meldeten... Aber gut, ich beschäftigte mich hier damit, meine weitere Reise via Internet zu planen und habe auch schon so eine vage Vorstellung, aber noch nix 100%ig Konkretes. Einige Dinge sind schon ziemlich definitiv, wie zum Beispiel, dass ich vier Touren mitmachen werde: 1) Cairns -> Alice Springs 2) Alice Springs -> Darwin 3) Darwin -> Cairns 4) Darwin -> Perth Die Frage ist eigentlich nur: in welcher Reihenfolge die ersten drei Touren erfolgen werden und mit welchem Anbieter und mit welchem Verkehrsmittel ich dann zur 4. Tour gelange, denn ich bin auf jeden Fall wieder am Ausgangspunkt, nämlich in Cairns. Mal schauen... Über diese ganze Rechersche habe ich vergessen, dass ich ja eigentlich noch in die Stadt wollte... Nun gut, es war eh schon zu spät und so machte ich mich daran, mal die ganzen Fotos der letzten Tage von der Digicam auf dieses Schlepptop zu überspielen... Chris und Luise haben bis jetzt nicht angerufen... Ich bin aber echt zu entspannt, um das persönlich zu nehmen. Vielleicht bekomme ich ja Morgen einen Anruf! So, ich gehe jetzt jedenfalls schlafen... |
Mittwoch, der 09.November 2005 Meine Güte, war das heute ein wunderschöner, ereignisreicher und einfach nur herrlicher Tag!!! Ich bin total glücklich, zufrieden und seelig :o))) Und das liegt nicht nur daran, dass ich heute etwa 20 Delphine in freier Wildbahn neben unserem Boot herschwimmend gesehen habe... Ich hatte heute einfach von Anfang bis Ende einen wunderschönen Tag... Nun gut, für mich als Morgenmuffel war der Morgen vor dem zweiten Kaffee nicht so schön, aber nach dem zweiten Kaffee wurde er hervorragend und fing damit an, dass ich am Treffpunkt zu meiner Bootstour rund um die sogenannte "Tasman Peninsula" von einem Minibus-Fahrer abgeholt wurde, der einfach nur blendend aussah, so dass ich es fast schade fand, dass neben mir noch eine weitere junge Frau einstieg (die wohlbemerkt die einzige weitere Person neben mir war). Etwas sprachlos (was für diejenigen bedeutet, die mich gut kennen, dass der Typ namens Chris ein unglaublich gutaussehender Mann sein muss, denn mir verschlägt es nicht so schnell die Sprache...) beantwortete ich zunächst einmal alle Fragen nach Wohnort, warum ich in Tasmanien bin, wie lange ich hier bleiben werde, wo ich hier wohne, was ich so machen will, etc., bis Chris anfing, Luise (die zweite Person in unserem Trio aus England) und mir ein wenig was von den Orten zu erzählen, die wir auf dem Weg nach Eaglehawk Neck so durchstreiften... Etwa eineinhalb Stunden später machten wir Rast in einem kleinen Gasthof in Eaglehawk Neck, wo wir uns bei Cappuccino und einem Muffin etwas näher kennenlernten und die Stille, Wärme und Aussicht von dort genossen. Etwa eine halbe Stunde später ging es dann weiter zur Ablegestelle von Port Arthur (irgendwie war ich dort schon einmal...) und kamen zu einem kleinen Steg, wo uns Damian, der Kapitän und Chef der Tour, in Empfang nahm und Luise und mich auf sein kleines Boot lud, Chris konnte leider nicht mit, denn schließlich musste er Luise und mich ja drei Stunden später in Eaglehawk Neck mit dem Bus abholen... Sehr schade, aber leider nicht zu ändern gewesen...! Bevor es dann losging, erklärte uns Damian erst einmal, wo wir überall langschippern würden und dass die Tour ausnahmsweise in Port Arthur starten würde, weil das Meer zu rau wäre für die eigentliche Route, wir aber dafür andere, aber nicht weniger schöne Orte zu Gesicht bekommen würden... Nachdem wir dann Port Arthur verließen, bekamen wir tatsächlich (und wir waren immernoch nur zwei Touris...!!!) eine erstaunlich schöne Landschaft bzw. Küstengebiete zu sehen und die private Atmosphäre trug dabei zu noch mehr Freude und Spaß an der ganzen Sache bei... Während einer unglaublich welligen, schaukelnden, teilweise fast aus dem Boot fallenden und manchmal hinfallenden Fahrt sahen wir Hunderte von Seelöwen und Seehunden an Land und im Wasser, faszinierende Felsen und Wasserhöhlen und plötzlich wurden wir von ungefähr 20 Delphinen "umzingelt", die für etwa fünf Minuten mit uns mitschwammen... Ich war so perplex, dass ich nur mit offenem Mund und festgekrallt am Boot beobachten konnte, wie die Delphine unter dem Boot hin und herschwammen, während ich, ohne hinzusehen, Fotos knippste... Leider ist auf keinem der Fotos auch nur annähernd ein einziger Delphin vollständig zu sehen, aber who cares??? Ich habe die Bilder der Delphine im Kopf!!! Körperlich vollkommen am Ende (denn es war wirklich anstrengend in der kleinen Nussschale, denn wir mussten die ganze Zeit echt aufpassen, nicht umzufallen oder schlimmer aus dem Boot zu fallen und uns die ganze Zeit wegen der riesigen Wellen irgendwo festkrallen), machten wir dann in der Nähe von Eaglehawk Neck fest, wurden wieder von Chris in Empfang genommen (Freude!!!) und tuckerten mit dem kleinen Bus etwa 10 Minuten zu einem weiteren kleinen Gasthof, wo uns die Gastgeberin der luxuriösen Villa ein wenig von dem Ort erzählte, während Chris uns ein Lunch mit geräuchertem Lachs und anderem Fisch, Sushi, Wurst, Käse, Gemüse, Brot und Wein servierte... Wir aßen dann zu Dritt und alberten so herum, wobei Luise und ich immer alberner wurden, denn wir tranken die ganze Flasche Wein dabei aus, dass wir sogar vergaßen, dass wir ja eigentlich eine Stunde "Freizeit" hatten, um die Gegend zu erkunden, wobei auch Chris keine Anstalten machte, seine Freizeit ohne uns verbringen zu wollen... Irgendwann mussten wir diesen tollen Platz jedoch verlassen und fuhren mit ein paar Umwegen zurück Richtung Hobart... Auf dem Weg hielten wir auf meinen Vorschlag hin an einer Erdbeerfarm an und kauften frische welche, trafen noch auf ein Echidna, welches sich vor uns verstecken wollte, aber Chris wollte es uns unbedingt zeigen und hechtete in das Gebüsch, musste aber einige Minuten später aufgeben, das Echidna war besser, schneller und im Gebüsch stärker (ich habe keine Ahnung, ob es eine deutsche Bezeichnung für dieses Tier gibt, es ist unserem Igel ähnlich, aber größer und seine Stacheln auf dem Rücken sind nicht wirklich spitz und pieken auch nicht!!!). Leider erreichten wir Hobart viel zu schnell und da machte Chris plötzlich den Vorschlag, wir könnten ja noch zusammen etwas trinken gehen, um den schönen Tag entspannt ausklingen zu lassen... Klar, sagten Luise und ich da zu und so saßen wir dann noch etwa zwei Stunden (privat, nicht beruflich, wie Chris ausdrücklich betonte) auf dem Rasen vor einer Kneipe und tranken ein paar Bier, wobei wir dann Telefonnummern austauschten, denn wir wollen uns Morgen wiedersehen und zusammen etwas unternehmen, denn Chris hat vermutlich frei und Luise macht Morgen nur einen Halbtages-Ausflug mit. Wir verabredeten uns für die "Machine" (ein nettes kleines Café, welches einen Waschsalon beinhaltet, denn ich muss unbedingt mal wieder Wäsche waschen...) gegen Lunchzeit (12-13 Uhr), um dort etwas zu Essen, während ich meine Wäsche mache und dann vielleicht zu einer kleinen Bucht fahren, wo Chris immer fischt... Schade dass Chris fest liiert ist... Wäre ein guter Fang gewesen... Vollkommen glücklich und zufrieden wurde ich dann von Chris zu Hause abgesetzt, ich teilte meine Erdbeeren dann noch mit meinen Gasteltern und bekam dafür ein Eis spendiert, schaute dann noch ein wenig fern und schlief dabei ein... Wachte dann irgendwann in der Nacht auf, denn meine Schlafposition im Fernsehzimmer war nicht wirklich bequem und mein Hintern tat vom auf dem Boot hinfallen derart weh, dass ich glaube, dass mein Steißbein angeknackst ist, so dass ich mich dann in mein Zimmer begeben habe und nun "richtig" schlafen werde... |
Dienstag, der 08.November 2005 Bin heute erst gegen 14.00 Uhr von hier losgekommen, da leider bis 12.00 Uhr das Wasser abgestellt war und ich dann halt ein wenig im Internet gesurft bin... Bin dann hier los und zur Autovermietung gelaufen und habe, nachdem ich meinen potentiellen Wagen gründlich inspiziert hatte und der Meinung war, dass das Fahren mit Hilfe des Automatikgetriebes schon irgendwie klappen wird, ab Samstag für eine Woche gemietet. Kostet zwar eine Menge Geld, aber dafür kann ich Tasmanien dann auf eigene Faust erkunden. Freue mich schon drauf, auch wenn ich noch ein wenig Panik schiebe, dass ich das mit dem links fahren nicht hinbekommen werde... Bin dann zum Supermarkt, anschließend ins FashioNet und habe mir ein paar Alternativen angeschaut, was ich nach Cairns anstellen werde bzw. wie ich die Touren dann so mache, dass ich auch wirklich alles sehen kann, ohne viel fliegen und zu viel Geld ausgeben zu müssen. Nicht so einfach, aber ich habe ja zum Glück noch ein paar Tage, um das zu organisieren und entsprechende Touren zusammenzustellen, Unterkünfte zu finden, evtl. Auto mieten, etc.. War dann wieder auf dem Weg Heim, da sah ich ein Nokia-Laden (juchu, suche ich schon seitdem ich in Sydney angekommen bin) und bin sofort rein, denn ich brauchte eine neue Tastaturmatte, meine löste sich nämlich langsam aber sicher auf... Der nette Verkäufer kramte in einer Box herum, wechselte die Matte aus, überreichte mir das Mobil und meinte dann: "So, bitteschön, das ist kostenlos!". Ich völlig erstaunt nur so: "äh, wirklich?", woraufhin er nur meinte, dass die Tastaturmatte ein Ausstellungsstück gewesen sei, die könne er doch nicht verkaufen. Ich war vollkommen geplättet, denn in Deutschland hätte ich wahrscheinlich trotzdem den vollen Preis dafür bezahlen müssen. Ich verabschiedete mich dann brav und bin mal wieder auf ein Neues darin bestätigt worden, dass die Menschen hier einfach nur super nett sind. Tja, ansonsten gammelte ich dann noch herum und hatte den üblichen Abend: fernsehen, mit meinen Gastgebern schnacken und das morgige Frühstück absprechen (ich muss ja wieder früh zur Ozeantour los und soll ja auf keinen Fall das Frühstück verpassen...) und falle auch gleich ins Bett und habe hoffentlich wieder so nette Träume, wie gestern (grins@Olli)... |
Montag, der 07.November 2005 Wie das so mit den Vorsätzen ist... es kommt meistens was dazwischen... Habe bis heute Nachmittag schwer geschuftet und extra diese Seite hier fertig gemacht und endlich das komplette Tagebuch zu Ende geschrieben, um meine Webseite heute ins Netz zu bringen, stapfe fröhlich zu Mouse On Mars, stöpsele mich an und dann funktioniert das Aufladen der Website nicht... argl... Habe mich sehr geärgert, sogar das neue ftp-Programm runtergeladen, weil ich dachte, es liegt vielleicht daran... nix... Dann habe ich die gesamte Seite meines Homepagedienstleisters studiert und nach Fehlerquellen gesucht... nix... brummel... also habe ich das Fehlerprotokoll einfach mal zum Dienstleister geschickt, in der Hoffnung, dass die mir sagen können, warum das nicht klappt! Und wenn dort die Lösung gefunden wird, kann ich endlich diese Seite ins Netz stellen... Ein Gutes hat es aber: ich kann noch mal ein paar Verbesserungen und weitere Fotoseiten fabrizieren:o))) Heute war es übrigens richtig warm und schön und ich verbrachte den Tag hier im Haus... nun gut, ich werde noch einige Sommertage und wahrscheinlich heißere als den heutigen erleben, was soll da Frust? Da schon fast alle Läden geschlossen hatten, als ich um 17.30 Uhr die Hallen des Mouse On Mars verließ, blieb mir nur noch, mir auf dem Weg Heim was zu Essen zu fangen und war dann gegen 18.30 Uhr wieder mit einem Sandwich von Subway daheim und traf auf den netten (by the way auch gutaussehenden) Argentinier aus dem Nachbarzimmer, von dem ich eigentlich dachte, dass er abgereist war... Nun gut, habe ich mal wieder was Nettes zum Quatschen und Anschauen hier im Haus:o))) Vielleicht treffe ich ihn ja mal beim Frühstück oder wir gehen mal ein Bier trinken... lalala... Ansonsten verbrachte ich den Abend wieder wie üblich: mit Penelope und David schnacken und fernsehen... Traf nachts draußen vor der Tür beim Rauchen auf ein paar Neuankömmlinge, die auch rauchen... nett! Ich werde jetzt aber schlafen, bin müde! Schließlich ist es schon 2.30 Uhr... |
Sonntag, der 06.November 2005 Musste heute wieder früh aufstehen, habe aber verschlafen, so dass es heute nur ein hastiges Frühstück gab, schmierte mir noch ein paar Brote und dann wurde es aber auch Zeit, um beim Treffpunkt für die Tour nach Port Arthur zu sein. Zu zehnt fuhren wir los, habe unterwegs einen Tasmanischen Teufel in freier Wildbahn gesehen, nur leider in nicht mehr lebender Form, sondern als Verkehrsopfer ("Road Kill") am Straßenrand... Nach etwa eineinhalbstündiger Fahrt und kurzer Visite einer sehr netten Aussichtsplattform über Eaglehawk Bay kamen wir in Port Arthur an, dem ersten Gefängnis Australiens... Die meisten Häuser sind aufgrund eines Feuers nicht mehr existent, einige Ruinen stehen noch als Original dort, manche Gebäude, die für diesen Ort wichtig sind, wurden wieder rekonstruiert und neu aufgebaut und beinhalten interessante Museen und Führungen, was in diesen Häusern geschah. Am Interessantesten ist jedoch der Gefägnistrakt, in dem die Häftlinge ihre ersten 4 bis 12 Monate verbringen mussten (je nach dem, welchem Verbrechen sie sich schuldig gemacht hatten): die Einzelhaftanstalt, in dessen Gemäuern nicht gesprochen werden durfte und selbst die Wärter sich nur mit Handzeichen verständigten. In Einzelzellen und nur einem winzigen Spalt an der Decke mussten die Häftlinge dort 23 Stunden täglich aushalten und durften dann eine Stunde lang "hinaus", was bedeutete, in eine mehr oder weniger genauso große Zelle, jedoch ohne Dach, so dass sie die Sonne sehen konnten. Ansonsten mussten sie jeden Tag in die der Haftanstalt integrierte Kirche (in der Mitte des sternförmigen Gebäudes) und sich die Priester anhören und hatten auch dabei keinen Kontakt zu anderen Mithäftlingen, da sie nacheinander hineingeführt wurden und in einzelnen Zellen stehen mussten, so dass sie niemanden, außer den Priester, sehen konnten. Eine Bootsfahrt zu der Toteninsel ("Isle Of Dead") und der Knabenanstalt am gegenüberliegenden Ufer von Port Arthur (wo Jungen von 7 bis 16 Jahre untergebracht wurden) bildeten den Abschluss der Tour, bevor es dann wieder Richtung Hobart nach Hause ging. Ansonsten habe ich nichts weltbewegendes veranstaltet, werde nur bald schlafen gehen! |
Samstag, der 05.November 2005 Ich war heute wieder auf dem berühmten Salamanca Market und habe heute mal ein paar Kleinigkeiten eingekauft, teilweise Souvenirs und teilweise ganz praktische, wie zum Beispiel Socken und einen Hut (den ich nicht nur in der heutigen Sonne benötigte, sondern wohl noch einige Wochen benötigen werde). Auch wenn es hier auf Tasmanien nicht wirklich heiß wird, so brutzelt die Sonne trotzdem ganz schön krass, wenn man in praller welcher steht. Auch ist die Lichtintensität eine ganz andere, als wie man sie in Europa gewohnt ist: auch wenn es bewölkt ist, braucht man eine Sonnenbrille, wenn man nicht die ganze Zeit die Augen zusammenkneifen will... Anschließend war ich ein wenig in der Stadt, um mich mit Lebensnotwendigem zu bestücken und suchte dann das örtliche Kino und fand es schließlich in einer Nebenstraße kurz vor meiner, vielleicht 400m entfernt von meiner Unterkunft hier. Habe mir dann "Elizabethtown" mit Orlando Bloom und Kirsten Dunst angeschaut und ging dann vom Film sehr gerührt heim. Hier laberte ich dann stundenlang mit David über diverse kuriose australische Sportarten, die ich in diesem Leben eh nicht mehr verstehen werde (z.B. australischer Korbball oder australischer Fußball, wie auch Kricket....), telefonierte mit Sandra (schön, Deine Stimme gehört zu haben, hoffentlich klappt das Morgen!!!) und Olli (Du schreibfauler Hund, raff Dich mal auf und maile!!! Hatte ich eigentlich erwähnt, dass ich Dich vermisse??? Wenn nein... ich tu's!!!) und gehe nun auch gleich schlafen, denn ich muss Morgen wieder früh raus, um die Port Arthur Tour zu machen... |
Freitag, der 04.November 2005 Also, ich war dann also wirklich bei der Tour zum Mt Field und nicht in Port Arthur und bin daher früh aufgestanden. Nach nur ein paar Stunden Schlaf, denn die Nacht hindurch hat es so übelst stark gestürmt, dass ich ständig aufgewacht bin, weil es so furchtbar laut war. Ohne Frühstück zog ich dann los zum Treffpunkt. Zu siebent fuhren wir mit unserem Fahrer und Guide Tony erst einmal durch Eukalyptus- und ander Wälder hin zu einer Lachsstation und konnten dort riesige und viele Lachse sehen... Bekamen dann alle richtig appetit und hatten dort ein kleines Frühstück und fuhren dann weiter zum Wildpark am Fuße des Mt Field Nationalparks, wo verletzte Tiere oder Tierwaise aufgepäppelt und wieder in die Freiheit entlassen werden (mit Ausnahme der Tassie Devils, die aufgrund der noch immer gefährlich kursierenden und die Teufelchen dahinraffen lassenden Krebserkrankung, nicht in die Freiheit entlassen werden, wenn sie diese Krankheit nicht haben. Das Risiko, dass sie sich mit dieser Krebsart von ihren Artgenossen anstecken, ist zu groß und bevor kein Heilmittel gegen diese Seuche bei den Teufelchen entdeckt wird, bleiben sie eingesperrt. Wir haben jedenfalls in der Krankenstation (Nursery) ein paar kleine Tierchen sehen und streicheln dürfen, wie zum Beispiel ein kleines Wombatz und ein schwarzes mausähnliches Geschöpf mit weißen Punkten. Außerdem haben wir ein Platypus (Schnabeltier) in freier Wildbahn gesehen und ein Babykänguruh, welches vor Schreck vor uns wieder in Mamis Beutel geflüchtet ist... Nach diesem tollen Erlebnis sind wir dann weiter zum Eingang des Mt Field Nationalparks und sind zu einem schönen Wasserfall gelaufen. Eigentlich wollten wir uns noch die riesigen Eukalyptusbäume anschauen (etwa 150m hoch), doch der Ranger erlaubte uns das nicht, weil es nachts zuvor und noch ein paar Stunden vorher sehr stark gestürmt hat und die Gefahr, dass erneute Stürme aufziehen oder ein paar Bäume noch umfallen könnten, zu groß war. Auf dem gesamten Weg haben wir nämlich massig von umgekippten Bäumen am Straßenrand oder weggewehte Straßenschilder gesehen... War echt heftig der Sturm in der Nacht... Da rund um Mt Field Stromausfall herrschte, mussten wir woanders hinfahren, um ein Lunch zu geniessen und hielten auf dem Weg mitten im Nirgendwo an einer kleinen Tank- und Raststelle, aßen dort und dann fuhr uns Tony noch zu ein paar netten Aussichtsplattformen, um ein paar schöne Bilder von der Landschaft zu machen. Gegen 16.00 Uhr war ich fix und fertig wieder daheim, zog dann noch einmal los, um mir was zu Essen für den Abend zu besorgen und machte dann auch nichts weiter, außer relativ früh zu Bett zu gehen... |
Donnerstag, der 03.November 2005 Gammeltag pur heute. War spät wach und frühstückte spät und ging dann nur kurz nach Südhobart, um was zu essen und trinken zu kaufen. Habe dann hier noch ein wenig ferngesehen und an der Seite herumgebastelt, das wars dann auch schon für heute. Nun gut, die nette Frau von der Tourveranstaltung rief noch an, um mir mitzuteilen, dass nicht sicher sei, ob die Tour nach Port Arthur Morgen stattfinden wird und sie mich Morgen früh noch mal anrufen wird, ob es nun klappt oder nicht... Nach dem Telefonat wurde ich jedoch etwas stutzig, denn ich wollte morgen doch eigentlich die Tour nach Mt Field mitmachen...??? Schwere Geburt mit der Tour, ich werde ja sehen, wohin ich dann Morgen fahren werde...!!! |
Mittwoch, der 02.November 2005 Heute wollte ich eigentlich einen richtigen Gammeltag veranstalten, doch ich hatte keine Zigaretten mehr, also musste ich doch noch raus und in die Stadt. Ging dann gleich noch im FashioNet vorbei, um nach Unterkünften in Cairns zu suchen und ein paar Mails zu schreiben... Kaufte dann gleich noch ein paar Sachen ein und war ja dann abends mit David und Penelope und Freunden zum Videoabend verabredet. Es gab zwei Folgen der Serie "Sopranos"... war total nett... Blieb dann später noch im Fernsehzimmer und schaute mir Blödsinn an, bis ich entschloss, hier noch ein wenig was an meiner Seite zu basteln... |
Dienstag, der 01.November 2005 Och snüff, meine beiden Süßen sind heute Morgen abgefahren... Bin extra früh aufgestanden und habe noch mit dem beiden zusammen gefrühstückt, haben Telefonnummern ausgetauscht, mein Portemonnaie hat sich auch wieder angefunden, es war zum Glück im Auto, und schon waren die beiden weg... Bin dann nochmal ins Bett gegangen und habe dann meinen ersten Waschtag hier in Hobart eingelegt. War in einem total ekligen Waschsalon, wo ich dann nach dem Waschen der Wäsche feststellen musste, dass alle Trockner mit Kaugummis verklebt waren, so dass ich meine nasse Wäsche schnappte und dann von Penelope in einen total tollen Waschsalon gefahren wurde, der gleichzeitig ein Café ist. Passenderweise heißt das Café "Machine". Sehr nett und dort werde ich jetzt immer meine Wäsche waschen... Ist nämlich die totale Luxuseinrichtung dort und sogar billiger als in dem Ekelschuppen... Ansonsten bin ich heute ganz allein in dem Haus gewesen.... nun gut, besser gesagt: der einzige Gast. Irgendwie ganz schön unheimlich, aber auch sehr angenehm:o))) Viel habe ich dann nicht mehr gemacht, nur noch herumgegammelt... |
Montag, der 31.Oktober 2005 Schöner Tag heute. Bin um 6.30 Uhr aufgestanden, denn um 8.00 Uhr musste ich bei der Touristeninformation sein, um mit einem Bus zur "Bruny Island Charter Tour" abgeholt zu werden. Da David verschlafen hatte, wollte er mich unbedingt dorthin fahren, damit er mir noch Frühstück machen und ich dies noch in Ruhe essen könne... ein paar Minuten später: es gab Pancakes mit frischen Früchten und Ahornsirup - und zwar nur für mich, wie ich später erfahren habe...!!! Also kam ich dann per "Taxi" zum Treffpunkt und nach einer Fahrt von 45 Minuten waren wir in Kettering -der Ablegestelle- angekommen, wurden in ein Schnellboot verfrachtet und nach Bruny Island geschippert. Anschließend gings dann die nächsten 45 Minuten wieder per Bus weiter an die Ostküste der Insel, wo wir dann ein kleines Frühstück erhielten (Kaffee/Tee und Muffin) und dann nach einer halben Stunde Freizeit mit lächerlich roten Ölmänteln bestückt, wer wollte mit Antibrechmitteln vollgestopft und einigen Sicherheitshinweisen auf einen sehr netten Kahn geführt wurden... Und wer saß ganz vorne? Natürlich ich :o))) Hatte ich erwähnt, dass ich gleich eine nette Frau aus Holland kennenlernte und wir die Fahrt mehr oder weniger zusammen und gemeinsam weitermachten??? Jedenfalls saßen wir gaaaaaaaaanz vorne und hatten die krassesten Wellen dort... war total super, haben voll den Kahn mit unseren Juchu-Geräuschen unterhalten... Was ich alles gesehen habe, kann ich gar nicht alles schreiben... nur so viel: unglaublich unberührte Natur, denn der Südteil von Bruny Island ist Naturschutzgebiet, da darf kaum einer hin. Riesig steile, vertikal aus dem Wasser ragende bis 230 m hohe Küstenformationen aus Basalt, Skulpturen, die mitten im Wasser wie Spieße oder Figuren dastehen, heimische Küstenvögel aller Arten (z.B. den Silberkormoran oder Seeadler...), Massen von australischen und neuseeländischen Seehunden und Höhlen, Höhlen und nochmals Höhlen... Und eine Höhle, die "geatmet" hat...: der Höhleneingang lag nur ein wenig über dem Wasser und wenn die Gischt zurückging, dann füllt sich der leere Raum durch den nur winzigen Eingang mit Luft und umgekehrt, wenn eine Welle ankommt, wird die Luft wiederum vom hineinströmenden Wasser verdrängt und prescht so schnell hinaus, dass Fontänen von stellenweise etwa 30 Metern entstehen... und dabei pfeift es, wie ein Asthmatiker ein- und ausatmet... coole Sache...:o))) Ja, ein paar der schönsten Fotos kann man auf dieser Seite betrachten. Nach drei Stunden über das Tasmanische Meer und dem Pazifik, waren wir dann wieder auf dem Festland, bekamen zum Lunch riesige mit geräuchertem Lachs (der auf der Zunge zerschmolzen ist wie Butter.... uff lecker lecker lecker) belegte Baguettebrötchen, Nachtisch und Getränke serviert und waren alle glücklich, obwohl wir keine Wale, Delphine oder Haie gesehen haben... War zwar schade, aber naja... Ich denke, ich werde diese Tiere bis Anfang März 2006 schon noch irgendwann zu Gesicht bekommen... Es ging dann mit Bus, Schnellboot und Bus dann zurück nach Hobart und wurde direkt vor meiner Bed & Breakfast-Unterkunft abgesetzt. Traf dann gleich auf Matt und Tim, die gerade aus Port Arthur zurückkamen und verabredeten uns für eine Stunde später zum Dinner. Wir waren in einem schrecklichen Restaurant gelandet, in dem man für 19,90 AUD (etwa 12 Euro) ein "All You Can Eat"-Büffet erobern konnte... Ich glaube, wir haben alle drei noch nie so schlecht gegessen und wunderten uns später in der Nacht eigentlich nicht, als in den Nachrichten verkündet wurde, dass wegen Salmonellenvergiftung ein Restaurant in Tasmanien geschlossen wurde... Wir hofften nur, dass es nicht unseres war... Jedenfalls kamen Tim und Matt dann auf die Idee, noch auf den Mount Wellington zu fahren, um dort ein paar "Bierchen mit Ausblick" zu kippen... Gesagt, getan, gegen 21.00 Uhr waren wir dort oben, konnten kaum unsere Füsse oder Hände vor Augen sehen, weil es so stockfinster war, wurde fast von einem Opossum zu Tode erschreckt, welches sich plötzlich direkt vor meinem Kopf bewegte und wegsprang, weil ich es wagte, mich "seinem" Mülleimer zu nähern... und ich habe endlich das "Südkreuz" gesehen... Es war nicht zu übersehen, denn es ist das Sternbild, mit den größten und hellsten Sternen, die ich je gesehen habe (dachte zuerst, es seien Sateliten oder Flugzeuge oder so...). Zurück zu Hause verschwand Timmie gleich ins Bett und mit Matt saß ich noch stundenlang im TV-Zimmer, sahen uns irgendwelchen Müll an und laberten uns noch ein paar Bier lang aus... Und dann stellte ich kurz vor dem ins Bett gehen fest, das mein Portemonnaie verschwunden ist... Hoffe nur, dass ich es im Auto von Matt und Tim verloren habe... Jedenfalls treffe ich die beiden noch mal wieder, denn wenn ich irgendwann in Melbourne bin, kann ich bei den beiden übernachten, wenn Tim nicht gerade Examen hat... |
Sonntag, der 30.Oktober 2005 Was für ein toller Tag war das denn???... War nach sehr spät aufstehen und ausgiebig frühstücken kurz in der Stadt im "Mouse on Mars", um mir via meinem kleinen Schnuffellaptop über itunes endlich die neue CD von Depeche Mode herunterzuladen und meine ICQ-Registrierung auch für diese Kiste zu kopieren... Hat alles gut geklappt und bin dann auch nach einem kurzen Marsch zu dem tollen Supermarkt nach Hause und bastelte an dieser Seite herum. Irgendwann setzte ich mich dann in die Küche, um die im Markt gekaufte Pasta zu verdrücken und lernte bei dieser Gelegenheit gleich Matt und Tim kennen, die ihrerseits auch gerade am Essen waren. Total witzige Kerle, mit denen ich dann Australian Idols schaute (äquivalent zu Deutschland sucht den Superstar). Kurz darauf setzte sich Karen (die nette Amerikanerin) dazu und wir beschlossen kurzerhand, gemeinsam irgendwo was trinken zu gehen. War gar nicht so einfach... Sonntag Abend, kleine Stadt in Australien... Irgendwo fanden wir dann was und tranken draußen, bei tierischer Kälte -denn wir waren drei Raucher-, ein paar Bierchen. Meine Güte hatten wir ein Spaß. Ich muss noch dazu sagen, dass ich die einzige heterosexuelle Person war und dadurch voll der Freak. Aber wir hatten Unmengen von Spaß und waren alle ziemlich betrunken, als wir um 23.00 Uhr (!!!) heimgingen, denn die Kneipe machte zu. So ist das Leben in Australien, speziell hier in Tasmanien: das ganze Leben läuft etwas früher am Tag ab als in Europa. Aber gut, ich schnackte vor der Tür dann noch eine Weile mit Matt, mit dem ich noch 'ne Kippe teilte, und verabredeten uns für den kommenden Tag zum Dinner. Von Karen mussten wir uns leider schon verabschieden, denn ihr Flieger ging ein paar Stunden später... Ach ja, heute war übrigens mal schönes Wetter und man konnte den Hausberg, den Mount Wellington (ca. 1.200m hoch), mal vollständig sehen... Und meine hiesige Unterkunft kann ich auch bis zum 22.11. behalten...:o))) Und wenn ich das mit der verkehrten Straßenführung und dem Lenkrad auf der falschen Seite bei einer Testfahrt hinbekommen sollte, dann miete ich mir auch ein Auto für eine Woche, damit ich dann mal ein wenig herumfahren kann, denn Hobart kenne ich ja nun mittlerweile... Übrigens: seit heute liegen zwischen Mitteleuropa und mir nunmehr 10 Stunden... Wenns bei euch 14.01 Uhr ist, ist bei mir schon der neue Tag ganz jung:o))) Aber ich komme ja noch in andere Zeitzonen, um mich komplett zu verwirren... Wenn ich also ständig frage, wie spät es denn bei euch ist... dies ist die Erklärung (gibt drei verschiedene Zeitzonen mit jeweils einer halben Stunde Unterschied und dann ist in jedem Bundesstaat eine unterschiedliche Zeit, wann die Sommerzeit beginnt und endet... äußerst verwirrend und ich habe beschlossen, mich einfach damit abzufinden und nicht mehr darüber zu grübeln...)!!! |
Samstag, der 29.Oktober 2005 Bin heute mal gegen 09.30 Uhr aufgestanden, denn schließlich ist heute Samstag und das heißt: heute ist Salamanca Market! Nach einem erneut üppigen Frühstück zog ich dann also los... war ganz nett der Markt, aber findet man in der Art auch in Berlin... aber gut, ich habe ihn gesehen... Anschließend ging ich dann in dieses kleine "FashioNet" und stöberte ein wenig im Net nach Flügen... keine Sonderangebote, aber einen relativ preisgünstigen Flug nach Cairns (Nordwestküste, Queensland) abgefasst und sofort gebucht... Am 22.11. gehts also weiter und endlich in die Hitze... Muss unbedingt Morgen klären, ob ich hierbleiben kann/will... Oder ob ich mir ein Auto miete (teuer!!!) und noch woanders auf Tasmanien unterkommen will, mal was anderes sehen etc... Mal schauen, ich schlafe einfach mal eine Nacht darüber und entscheide mich dann Morgen! Ansonsten hab ich nur noch mit einer netten Urlauberin aus Florida gemeinsam ein Video angeschaut. |
Freitag, der 28.Oktober 2005 uff... anstrengender Tag heute, mir tun die Füße echt enorm weh... Bin auf die glorreiche Idee gekommen, ich könnte heute mal das schöne Wetter ausnutzen und auf die Tasman Bridge gehen, um ein paar schöne Fotos von Hobart dort oben zu machen... Ist, glaube ich, gelungen... Allerdings war's echt anstrengend, denn Tasmanien ist echt ziemlich hügelig (siehe auch die Tasmanien-Fotos...)!!! Bin dann hinterher ins "FashioNet" und habe mich bei ein paar Touren rund um Hobart herum angemeldet, z.B. eine Ozeantour, Port Arthur Tour (ältestes und gruseligstes Gefängnis von Australien) und eine Wildnis Tour... Will ich alles nächste Woche in Angriff nehmen... Ansonsten hab ich nur noch ein wenig ferngesehen und an dieser Seite gebastelt... |
Donnerstag, der 27.Oktober 2005 Heute war eigentlich nix Besonderes angesagt. Habe nur die Internetlounge von "Mouse On Mars" besucht, um mit meinem Schlepptop das www zu besuchen. Funktionierte auch tatsächlich, so kann ich hoffentlich bald mal meine kleine mickrige und diesmal total unschöne Homepage ins Netz setzen... Habe jedenfalls gleich den Besitzer des Ladens kennengelernt... wegen meinem T-Shirt mit dem Spruch drauf: "EVERY DAY OF MY LIFE I'M FORCED TO ADD ANOTHER NAME TO THE LIST OF PEOPLE WHO PISS ME OFF". Er streckte mir die Hand entgegen und sagte nach dem er sich den Spruch durchgelesen hatte nur: "hallo, ich bin Patrick, der Spruch ist so wahr..." Ich meinte dann nur, dass ich die Liste am heutigen Tag schon mit einem Namen bestückt habe, er bräuchte sich also keine Sorgen machen und so kamen wir ein wenig ins Schnacken. Mittlerweile meine Lieblingsbeschäftigung hier... Leuten erklären, dass ich aus Deutschland komme usw... Eine ähnliche Begegnuung hatte ich jedenfalls später dann noch einmal in einem kleinen Supermarkt, wo ich mit meinem T-Shirt dann plötzlich im Mittelpunkt stand... Scheinen hier keine Sprüche-T-Shirts zu kennen... Am Abend habe ich mir dann noch einen Film mit David und Penelope angeschaut und bin dann eigentlich relativ früh ins Bettchen gegangen... |
Mittwoch, der 26.Oktober 2005 Nach wiederum einem späten Frühstück mit Zeitung lesen (ich kann jetzt langsam verstehen, warum das so viele Leute so machen, das ist echt gemütlich!!!) zog ich los, um mir den Hafen anzuschauen und dort ein wenig herumzuschlendern (nach 10 Minuten war ich damit fertig, denn auch der ist klein!!!). Setzte mich dann in ein kleines Café (nun besser: ich setzte mich davor, denn man darf auch hier nirgendwo innerhalb rauchen) und trank einen leckeren Cappuccino. Zog dann weiter, um dieses mysteriöse InternetCafé zu finden, dass sehr preiswert ist, aber eigentlich eine Boutique ist... Ich habe es dann gefunden... das "FashioNet". Sehr nette Dame, deren Laden das ist! Man kommt hier echt schnell mit den Einheimischen in Kontakt, die sind voll nett!!! Ansonsten gab's abends dann außer fernsehen nix weiter... |
Dienstag, der 25.Oktober 2005 Uiuiui, habe ich lange und gut geschlafen in meinem knarrenden Bett meines tollen neuen Zimmers... Ich ging dann hinunter, um mir ein Kaffee zu machen und dann stand doch tatsächlich noch das unglaublich üppige Frühstücksbüffet für mich!!! Voll nett!!! Nach einem Schlemmerfrühstück mit Zeitung lesen und kurzen Schnacks mit David und Penelope, die mir ein paar Tips gaben und fragten, was ich denn so vorhätte, folgte meine erste Stadtexkursion... och ist das alles niedlich hier... Ich belagerte dann auch gleich noch die Touristeninformation und schleppte kiloweise Broschüren und Pläne mit nach Hause und pickte gleich mal einige der interessantesten Dinge, die ich auf keinen Fall verpassen darf, hinaus... Ich glaube, zwei Wochen Tasmanien werden dafür nicht reichen!!! Aß dann abends Lasagne und schaute ein wenig fern und ging dann relativ früh aufs Zimmer und bastelte noch ein wenig an dieser Seite. |
Montag, der 24.Oktober 2005 Was für ein anstrengender Tag... Um 5.00 Uhr aufstehen, Morgenputz, fertig packen, mich von den Kanadiern verabschieden, die ihrerseits weiter Richtung Norden ziehen, und schwupp, war mein Airport-Shuttle schon da und brachte mich zu selbigem... Der Typ war echt lustig, erzählte mir, er war schon eine Stunde am Strand joggen (Gesundheitsfanatiker!!!) und hatten auf dem Weg zum Flughafen echt witzige Konversationen... Flughafen war langweilig, Flug war langweilig und dauerte knapp zwei Stunden, obwohl so langweilig wars gar nicht, denn meine Sitznachbarin war Flugkrank und so musste ich jeden Augenblick damit rechnen, mit einem unangenehmen Geräusch und Geruch belästigt zu werden. Hab ihr aber meine Reisekaugummis gegeben und ich hatte Ruhe!!! Und dann kam ich am Flughafen an... Sagen wir mal so, ich habe innerlich sehr gelacht, aber irgendwie passt der Flughafen zu Hobart: winzig, süß, entspannt... Der Flughafen besteht natürlich aus einer Landebahn aber vor allem aus einer winzigen Halle, wohinein man sodann nach der Landung geführt wird und dann werden die Gepäckstücke mit dem Auto auf Anhängern in diese Halle gefahren und man nimmt sich das Gepäck dann von den Anhängern selber hinunter... Nix mit Gepäckband oder so!!! Wie süß ist das denn? Ich stieg dann wiederum in ein Shuttlebus ein und das erste, was der Fahrer sagte, nachdem wir uns alle in Bewegung setzten, war: "Falls ihr euch noch nicht kennt, stellt euch doch bitte gegenseitig vor, sonst muss ich das machen. Ich bin übrigens John!" Ich war sofort begeistert! Und von der Landschaft erst! Manomann, ist das grün hier... Aber leider furchtbar kalt und regnerisch (was sich scheinbar auch nicht ändern wird) Dann kam ich in meiner Unterkunft, der Edinburgh Gallery Bread & Breakfast, an... Hammer und Luxus pur!!! Für 50,00 $ ein relativ riesiges und super gemütliches Zimmer, die Gemeinschaftsduschen und -WCs super sauber und mit Marmorkacheln und -fliesen ausgekleidet und überhaupt ist alles total geschmackvoll eingerichtet, überall stehen Blumen und meine Gastgeber David und Penelope sind furchtbar nett... Hach und dann auch noch Frühstück dazu!!! Ich musste dann erst einmal kurz im Bett liegen, bin dann die Strasse ein paar Ecken hoch gelaufen, um in einem sehr netten Laden mit sehr netten Bedienungen (überhaupt sind die Leute hier alle extrem nett) ein paar Kleinigkeiten zu Essen und Trinken zu kaufen (und natürlich eine Schachtel mit 50 Zigaretten -Riesenpäckchen sag ich dazu nur!!!- für 17,75$... die spinnen die Australier, aber dafür ist der Alkohol preiswert, verstehe ich zwar nicht, aber das verstehe ich ja in Europa auch nicht...) und bin dann zurück in meine Luxusunterkunft. Und dann war Schlafen angesagt!!! |
Sonntag, der 23.Oktober 2005 Endlich geschafft: mein letzter Tag in Manly bzw. Sydney. Habe eigentlich auch nicht viel veranstaltet, außer Wäsche zu waschen und zu packen und ein paar EMails zu schreiben. Habe noch mit den Kanadiern ein wenig herungelabert, die fahren nämlich Morgen auch ab, die machen einen Ostküstentrip und lernen dabei Surfen... Auch nicht schlecht!!! Jedenfalls werden wir uns in der Frühe noch mal begegnen, denn die müssen auch so tierisch früh los.... Jedenfalls wird um 5.00 Uhr meine Nacht zu Ende sein... |
Samstag, der 22.Oktober 2005 Ich musste heute schon um 5.00 Uhr aufstehen, da ich um 6.30 Uhr die erste Fähre (JetCat) erwischen musste, denn um 7.30 Uhr war Treffpunkt vor dem Marriot Hotel, um bei der Tour zum Australia Reptile Park und Port Stephens (Delphine) mitzumachen. Nach kurzer Zwischenwarterei an der Sammelstelle in Darling Harbour, gings dann los... meine erstes Buscherlebnis begann! Was für unglaublich hohe und ungewöhnliche Bäume es so gibt, die man scheinbar überall an den "Rändern" von Australien so sieht! Nach etwa 1 1/2 Stunden Fahrt über den Pacific Highway kamen wir zum ersten Stopp: dem Australia Reptile Park! Nach einer kurzen Führung zum Platypus (Schnabeltier) und zu den Krokodilen, durften wir einen Koala streicheln und ich war total happy und auch endlich einigermaßen wach!!! Anschließend hatten wir 40 Minuten zur freien Verfügung, die leider nicht ausreichten, um alle Attraktionen des Parks zu erleben. Ich streichelte und fütterte ein paar Känguruhs (und wieder war ich glücklich), zog im Eiltempo an den nahe gelegenen Gehegen vorbei und schon saßen wir wieder im Bus und fuhren weiter Richtung Port Stephens. Dort gings dann nach einem kurzen Essen aufs Boot, um Delphine zu beobachten. Ich habe heute die ersten freien Delphine in meinem Leben gesehen, auch wenn es nur zwei waren und sie sich nicht besonders oft zeigten... Aber who cares? Ich habe Delphine gesehen!!! Zurück an Land gings dann sofort wieder zurück in den Bus und nach 3 1/2 stündiger Fahrt waren wir wieder zurück in Sydney. Völlig fertig kam ich gegen 20.00 Uhr wieder hier in Manly an und schnackte kurz mit den Kanadiern und verabschiedete mich dann ins Bettchen... |
Freitag, der 21.Oktober 2005 Gegen 8.30 Uhr kam ich hier endlich los, erwischte gerade noch die Fähre nach Circular Quay und kurze Zeit später saß ich in der Fähre Richtung Taronga Zoo. Es schüttete aus Kübeln und ich war etwas säuerlich und kaufte mir dann im Zoo erst einmal einen Regenschirm (habe natürlich nix in der Art in meinem Gepäk gehabt, dachte ja, hier sei Sommer!!!). Gurkte herum, schaute mir die ganzen tollen Tiere an, machte Fotos und freute mich, so viele schöne Tiere zu sehen. Gegen 13.30 Uhr setzte ich mich dann langsam in Richtung Haupteingang in Bewegung, denn um 14.00 Uhr sollte von dort ja die "Tarongas' Wild Australian Experience" beginnen... Wow, die Tour war total super, wir durften direkt in die Gehege von einigen Tieren, durften Emus, Känguruhs, Wallabies, Oppossums und Echidnas füttern und streicheln, waren in der Küche der Nachttiere und wurden informiert, wie viel Futter so täglich verbraucht wird, was für die Nahrung der Tiere selber angebaut und gezüchtet wird, usw. Ein paar der schönsten Fotos gibt es hier zu sehen. Mit unserem weiblichen Guide habe ich dann nach der Tour noch lange geredet, war nämlich eine echt nette Frau und bin dann noch ein paar Mal mit der Seilbahn rauf und runter gegondelt, bis sie mich da "rausgeschmissen" haben, weil der Zoo schließen wolte... Total happy kam ich dann irgendwann im Zimmer an, laberte noch lange mit den Kanadiern und ging dann auch relativ früh schlafen, denn Morgen beginnt die nächste Tour und zwar noch früher als heute.... arggggllll... |
Donnerstag, der 20.Oktober 2005 Bin heute wieder in der CBD (Innenstadt) herumgeeiert (ich liebe es auf der Fähre zu sitzen und langsam durch die Gegend zu gondeln und dabei langsam die Harbour Bridge und die Sydney Opera ins Blickfeld zu bekommen...) und habe abends wieder neue Kanadier in der Residenz kennengelernt. Diesmal aus British Columbia, Nähe Vancouver!!! Ich glaube ja normalerweise nicht an Vorsehungen oder Schicksal, aber warum lerne ich nur noch Kanadier kennen? Und dann auch noch aus der Nähe meines hoffentlich zukünftigen Wohnortes??? Vielleicht doch ein Wink des Schicksals??? Wie auch immer... bin relativ früh ins Bett, denn ich musste bzw. wollte früh aufstehen... |
Mittwoch, der 19.Oktober 2005 Habe heute einen totalen Gammeltag eingelegt und als einzige Aktivität war heute Wäsche waschen angesagt... Traf auch wieder auf einen Kakadu... |
Dienstag, der 18.Oktober 2005 Habe heute die Touren im Taronga Zoo (Taronga's Wild Australian Experience) und Port Stephens (Australia Reptile Park und Dolphin Watch) für Freitag und Samstag klargemacht und dann in der Innenstadt neue Turnschuhe gekauft, denn meine haben nach 6 Jahren ihren Dienst getan und ihren Geist verdientermaßen aufgegeben. Ich werde Euch vermissen!!! Traf unterwegs auf Alain und Marielou, die gerade auf dem Weg zum Flughafen waren, denn sie zogen weiter nach Darwin und ging ohne Umwege direkt in meine Luxusunterkunft. Bekam noch einen Anruf von Mom, wie viel Geld ich nur noch auf dem Sparbuch hatte und bin nun am Überlegen, wie ich meinen weiteren Urlaub finanzieren soll, denn Arbeiten darf ich ja nicht. Mal schauen, vielleicht fällt mir noch irgend etwas ein... |
Montag, der 17.Oktober 2005 So, war mal wieder in der Innenstadt herumgondeln und habe heute das erste Mal bei Aldi (!!!) in Australien eingekauft! Wer glaubt, das sei ein Scherz sei versichert: es gibt tatsächlich Aldi nicht nur in Deutschland, nein auch direkt an der Manly Warf!!! (Wer's mir immer noch nicht glaubt, schaue doch bitte unter www.aldi.com.au nach!) Kaufte mir dann noch gegrilltes Lachsfilet mit Pommes für 13,30 $ (etwa 8,30 EUR), lief am Strand nach Hause und traf wieder auf ein paar herumkreischende Kakadus, lernte abends dann ein kanadisches Pärchen aus Montréal in unserer Luxusunterkunft kennen, die mir ein paar gute Tips für meinen Kanada-Trip gaben. Und jetzt gehe ich schlafen!!! |
Sonntag, der 16.Oktober 2005 Habe mich heute erst wieder spät aus dem Bett gequält, hatte ein wenig Kopfschmerzen (wahrscheinlich wegen dem netten Geruch in meinem Zimmer) und es wurde wieder nichts mit einer großartigen Tour. Also beschloss ich kurzerhand, mich wieder in die Innenstadt zu begeben und herauszufinden, mit welchem Bus ich in die Stadt komme... Leider vergeblich, ich habe es nicht herausfinden können, also war ich nur mal wieder den Sydney Harbour übers Wasser bewundern... Zum Essen gab es heute trockene Brötchen, da ich keine Lust hatte, noch irgendwo hinzugehen, um mir was "Anständiges" zu besorgen... Die Brötchen lagen halt auf dem Weg nach Hause... :o))) Das Wetter war heute auch nicht so prickelnd... Kalt und regnerisch macht es auch in Sydney keinen Spaß... Aufregendes gibt es für heute also nicht zu berichten, außer dass ich herausgefunden habe, dass ich extreme Angst davor habe, nachts über das Meer zu schippern... |
Samstag, der 15.Oktober 2005 Immer noch vom Heimweh geplagt und extremst genervt von meinen lärmenden Nachbarinnen, bin ich mal realtiv früh aus meinem Zimmer gekommen und atmete beim Wäsche waschen mal wieder frische Luft ein und aus und war kurz zum Shopping in der CBD. Das wars denn dann eigentlich auch für heute... |
Freitag, der 14.Oktober 2005 Habe heute extrem lange geschlafen (lag vielleicht aber auch nur daran, dass mich der Gestank in meinem Zimmer narkotisiert hat...) und bin dann vor lauter Frust wegen des Zimmers in die CBD geschippert, habe ein paar Sachen im Supermarkt eingekauft und versuchte vergeblich herauszufinden, wie ich mit dem Bus nach Manly komme... Bei diesem Versuch landete ich nämlich mit dem Bus irgendwo in der Pampa, obwohl er eigentlich nach Manly fahren sollte, fuhr dann halt wieder zurück in die CBD, um dann mit der Fähre wieder nach Manly zurückgefunden zu haben (zum Glück kenne ich mich ja jetzt bestens mit den Fähren aus, sonst wäre ich wahrscheinlich hoffnungslos verloren in dieser riesigen Stadt...). Ansonten holte ich mir nur noch was zu Essen am Beach und bezog dann wieder mein Luxusasyl (oder wie ich auch immer meine Horrorunterkunft bezeichnen soll)... |
Donnerstag, der 13.Oktober 2005 Bin relativ früh aufgestanden, denn heute um 14 Uhr musste ich ja ins Manly Beach House umziehen... Habe ausgiebsigst im "Petite Pomme" gefrühstückt und mich von der Bedienung verabschiedet, noch lange mit Anne gequatscht und sie hat mir noch einmal angeboten, dass ich ja ein paar Sachen bei ihr lassen könnte, damit ich die nicht mit mir herumschleppen muss und verabschiedtetn uns dann bis Ende Februar, denn ich habe vor, die letzte Woche vor meinem Rückflug nach Berlin noch einmal bei Anne, Ian und Tochter Allison zu verbringen... Um 13.30 Uhr stand das Taxi dann vor der Tür und während der halbstündigen Fahrt nach Manly habe ich mich extrem gut mit dem Taxifahrer unterhalten... Und dann kam ich an: wo bin ich denn gelandet? Das Zimmer ist winzig und müffelt tierisch, es ist laut und die sanitären Gemeinschaftseinrichtungen sind dermaßen eklig... Hoffentlich bekomme ich keine Ekelgrieben. Zur Verbesserung meines Heimwehs trägt diese Einrichtung jedenfalls nicht bei... Bin jedenfalls gleich losgezogen und habe die Gegend erkundet... Habe mich für etwa 'ne Stunde an den Strand gesetzt (boah, richtig super und die Surfer beobachten ist auch nicht schlecht...chichi) und vor lauter Heimweh nach Deutschland telefoniert und 'ne Weile mit Juttchen gesprochen... Das war echt Labsal für meine kleine heimwehgebeutelte Seele und absolut notwendig... Danke für die aufbauenden Worte, meine Liebe:o) Habe mir dann gegrilltes Thunfischsteak mit Pommes für unterwegs gekauft (für umgerechnet gerade mal 7,50 EUR!!!) und vor allem: Flipflops, um in der Ekeldusche nicht barfuss herumlaufen zu müssen und dabei zwei frei herumfliegende Kakadus im Baum streiten hören und dann auch gesehen...!!! Das war richtig nett!!! Zurück in der "Luxusvilla" bin ich dann recht bald schlafen gegangen... |
Mittwoch, der 12.Oktober 2005 Heute habe ich einen richtigen Ruhetag eingelegt! Bin nur raus, um bei der Post ein Paket mit überflüssigen und zu schweren Sachen für meine Weiterreise nach Hause zu schicken und habe dafür mal eben 132 $ (etwa 83 EUR) bezahlt!!! Voll krass!!! Da rege sich noch einmal jemand über die Paketpreise in Deutschland auf!!! Habe dann stundenlang im Petite Pomme gesessen und Karten geschrieben und dann daheim mit dem Packen angefangen und weiter an der Hp gebastelt... Morgen ziehe ich nach Manly in das Manly Beach House... Bin ja mal gespannt auf diese Unterkunft!!! |
Dienstag, der 11.Oktober 2005 Habe heute nach Petite Pomme im InternetCafé ein Zimmer in Hobart gebucht, und habe dann noch einmal eine Hafenrundfahrt und Rundfahrt mit dem BondiExplorer gemacht, bevor mein Sydneypass endgültig abläuft. Habe dann abens endlich mit dieser Homepage angefangen und vor lauter Heimweh mit Olli telefoniert. War schön, Deine Stimme zu hören:o))) Nachts hatte ich dann wieder Besuch vom Oppossum. |
Montag, der 10.Oktober 2005 Nach dem Morgenritual im Petite Pomme kehrte ich erst einmal für ein paar Stunden im InternetCafé ein, um ein Zimmer zu suchen und fand eins in Manly, welches ich auch gleich gebucht habe... Ich wurde dann auch gleich zurückgerufen und die Buchung wurde bestätigt. Schön, muss ich also nicht unter einer Brücke schlafen... Anschließend zog ich wieder durch die Stadt und über den Hafen und genoss den schönen Tag und machte es mir abends zu Hause wieder gemütlich, obwohl mich langsam das Heimweh plagte, denn ich bemerkte plötzlich, wie weit weg ich von zu Hause und von meinen Freunden bin und das es gar nicht so einfach ist, mit solch einem Zeitunterschied mal eben bei irgend jemandem anzurufen... Mal abgesehen davon, dass es teuer ist... Wer mich anrufen mag, schaue bitte vorher auf die Videotextseite 714 vom rbb, suche sich die Billigvorwahl für Australien und rufe mich an unter: (Billigvorwahlnummer)+0061 41 949 38 48 und schon hat man mich an der Strippe, sofern es nicht mitten in der nacht für mich ist (bei mir ist es derzeit 8 Stunden später als bei Euch!!!)... |
Sonntag, der 09.Oktober 2005 Morgenritual, Sightseeing, Shopping, und Hafentouren bis abends standen heute wieder auf dem Programm. Anne teilte mir dann mit, dass die beiden Zimmer ab dem 13.10. leider ausgebucht sind und so begann heute Abend die Suche nach einer neuen und vor allem bezahlbaren Unterkunft in Sydney. Mal sehen, ob ich erfolgreich sein werde... |
Samstag, der 08.Oktober 2005 Nach Morgenritual und in die Stadt fahren bin ich wieder mit den Fähren durch Sydney Harbour gegondelt und abends mit meinen Gastgebern Ian, Anne und Tochter Allison zum Essen ausgegangen. Sie waren am Abend angekommen und nahmen mich einfach zum Essen gehen mit und hatten witzige Unterhaltungen über Gott und die Welt. Und wenn ich mich auch immer noch extrem schwertue mit dem hiesigen Dialekt, geht es doch langsam aber sicher besser, die Einheimischen hier zu verstehen... |
Freitag, der 07.Oktober 2005 Nach dem morgendlichen Ritual im Petite Pomme gab's in der Innenstadt wieder Power-Sightseeing und einen Besuch des Sydney Aquariums, wo ich beeindruckt vor dem Terrarium eines Schnabeltiers (das hier Platypus heisst) und unter der Anlage der Haie und unter der der Seelöwen und Seehunde stand. In den riesigen Becken führen von unten nämlich Tunnel aus Plexiglas, so dass man die Tierchens von unten und aus der Nähe betrachten kann. Von oben kann man das natürlich auch... Nach etlichen Stunden Tiere beobachten und fotografieren zog ich dann weiter zum Shoppen in die Stadt und kaufte eine Reisetasche mit Rollen, denn meine zum Umhängen war mir zu groß, zu schwer und zu unhandlich für meine weitere Reise. Übrigens: Sydney ist ja nun bekanntlich eine Metropole, wie wir alle wissen. Und sämtliche Leute in Deutschland schreien ja ständig danach, dass unsere Geschäfte immer so früh zumachen und nicht rund um die Uhr geöffnet haben, wie auch Sonntags nicht. Überall hätten die Geschäfte immer auf. By the way, dass diese Aussage von Grund auf ja schon falsch ist, denn selbst Macys an der Fifth Avenue in New York City hat täglich nur von 10-13 und 15-22 Uhr und sonntags sogar nur von 12-17 Uhr auf, sollten sich alle, die in Deutschland nach Streichung des Ladenschlussgesetzes brüllen mal anschauen, wie der Hase z.B. hier in Australien läuft: alle großen Geschäfte machen um 17.30 Uhr zu, mit Ausnahme der Supermärkte, die eigene Öffnungszeiten haben und der 24/7-Geschäfte, bei denen man dann aber auch gleich das Doppelte der regulären Preise für alles berappen muss. Und soll ich mal was sagen? Es funktioniert scheinbar trotzdem mit den so ultrakurzen Öffnungszeiten, ich habe hier von noch niemandem gehört, der wegen der kurzen Öffnungszeiten verhungert, verdurstet oder nackt wäre... Und trotzdem ist Sydney eine Metropole, die einen riesigen Umsatz macht, denn dann gehen die Leute eben vorher oder am Wochenende einkaufen, so dass das Argument, die Kaufkraft würde bei den bisherigen Ladenöffnungszeiten nicht völlig ausgeschöpft werden, total albern ist. Ich kann ja sowieso nur so viel Geld ausgeben, wie ich habe und das gebe ich eh aus, auch bei den bisher bestehenden Ladenöffnungszeiten. Und die wenigen Leute, die scheinbar so viel Geld haben, dass sie nicht wissen, wohin damit und die Ladenöffnungszeiten für zu gering halten, sollten mal für ein paar Wochen zur Heilung herkommen und können das Geld dann in 24/7-Läden verschleudern und sich nebenher noch ein paar Villen kaufen. Da wird das Geld auf jeden Fall schnell alle... Aber genug aufgeregt jetzt, ich bin im Urlaub und eigentlich tangiert mich das Thema derzeit nur äußerst peripher, aber das musste mal raus:o))) Ich fuhr dann jedenfalls mit meiner Tasche heim und brachte noch ein Sandwich von unterwegs zum Essen mit und war dann schnell schlafen... |
Donnerstag, der 06.Oktober 2005 Nach dem Frühstück im Petite Pomme gings wieder in die Stadt zum Power-Sightseeing und Shopping von morgens bis abends, während ich bei einer weiteren Stadtrundfahrt mit dem SydneyExplorer spontan ein Flugticket nach Hobart gekauft habe!!! Den Aufenthalt hier in Sydney einfach mal verlängert, geht's am 24.10. also dann weiter, hoffentlich haben Ian und Anne noch bis dahin eine Bleibe für mich, ich habe nämlich nur bis zum 12.10. gebucht... Am Abend machte ich die Hafenrundfahrt bei "Nacht" mit und hatte zwischendurch Fish&Chips am Hafen mit Blick auf die Harbour Bridge. Anschließend ging's dann wieder heim. |
Mittwoch, der 05.Oktober 2005 So, ab heute ist es amtlich: ich liebe diese Stadt!!! Nach einem ausgiebigen Frühstück in meinem neuen Lieblingscafé, im Petite Pomme, zog ich in die Innenstadt und machte bei der zweieinhalbstündigen Hafenrundfahrt mit und bin nun echt verliebt in diese Stadt... Was kann man sich Schöneres vorstellen? Eine riesige Metropole mitten am Meer, es ist warm, es gibt tausende von Buchten und Stränden, die Leute sind nett, es ist einfach ein Ort zum Verlieben, verweilen und leben... Einen kleinen Eindruck davon kann man durch die Fotos auf dieser Seite bekommen. Anschließend machte ich noch eine Fahrt mit dem Jet Cat (Schnellboot bzw. Katamaran) nach Parramatta, am Ende des Sydney Harbours, die etwa 45 Minuten dauerte, musste aber gleich wieder zurück, denn die letzte Tour ging 20 Minuten später zurück in die Stadt. War das eine Fahrt: schnell, unglaublich schön und faszinierend... Zurück daheim machte ich es mir mit einem Tee und Sandwiches vor dem Fernseher gemütlich und ging irgendwann völlig happy schlafen. |
Dienstag, der 04.Oktober 2005 Juchu... Ich lebe noch, habe frische Klamotten an und bin sowas von dermaßen ausgeschlafen... Obwohl mich mitten in der Nacht Geräusche in meinem Zimmer weckten, ich bekam ein wenig angst, denn ich war allein in einem riesigen Haus und was sollte ich tun??? Nachdem ich mich eine Weile unter der Bettdecke verkrochen hatte (so unter dem Motto, wenn ich nichts sehe, sieht man mich auch nicht) traute ich mich dann doch aufzustehen und herauszufinden, woher das Geräusch kam... Es kam vom kleinen Balkon, wo sich gerade ein kleines Oppossum (wie ich später herausfand, denn ich wusste mit dem pelzigen Tier mit langem pelzigen Schwanz uns riesigen Knopfaugen nicht wirklich etwas anzufangen...) damit beschäftigte, das Fliegengitter auseinandernehmen zu wollen!!! Etwas überrascht von dem Tier und das Tier von mir, verschwand es und ich konnte weiterschlafen. Jedenfalls war es nun endlich an der Zeit, was zu Essen und einen vernünftigen Kaffee zu trinken... Also ging ich die Australia Street hinunter und landete in der King Street, der Haupteinkaufsstrasse in Newtown und wunderte mich immer noch, wo ich eigentlich war... Die Geräusche der Tierwelt waren so anders, die Häuser waren so anders, die Gerüche waren anders und es war warm.... Ach ja, Sydney... Ja, schön hier und fand dann ein nettes kleines Café, wo ich den bisher besten Cappuccino meines Lebens trank und ein riesiges Frühstück vertilgte ("La Petite Pomme")... Hatte ja schließlich seit dem letzten Essen im Flieger nix mehr gegessen... Nach dem Frühstück und einem Studium des Stadtplanes zog ich dann los Richtung City... Da meinen Füßen nach Laufen war, legte ich dann die gesamte Strecke zwischen Newtown und Circular Quay (7 km geschätzt) per pedes zurück, besorgte mir eine SIM-Karte und einen "Sydneypass", mit dem ich 7 Tage lang sämtliche Verkehrsmittel Sydneys (Busse, Tram, Metro, Fähren, Hafen- und Stadtrundfahrten) nutzen kann und saß dann auch gleich im "Sydney Explorer", um mir zweieinhalb Stunden via Bus die Stadt anzusehen. Anschließend saß ich im "Bondi Explorer" und entdeckte in einer zweistündigen Tour die größten Strände Sydneys... Leute.... diese Stadt ist riesig... und in den viereinhalb Stunden habe ich gerade mal Sydneys CBD (City) und den Süden gesehen!!! Im Norden und Westen waren wir gar nicht!!! Aber echt ne nette Stadt!!! |
Montag, der 03.Oktober 2005 Gegen 14.00 Uhr erwachte ich kurzzeitig aus meinem Koma, denn die nette Frau vom Flughafen rief an und teilte mir mit, dass mein Gepäck angekommen sei und ich wunderte mich, wo ich eigentlich sei? Ach ja, Sydney, richtig... Zwischen 20 und 22 Uhr sollte mein Rucksack geliefert werden... Nun gut, hatte ich ja noch ein wenig Zeit zum Schlafen, raus konnte ich eh nicht, da ich keine Klamotten zum Wechseln hatte und ich war noch immer verdammt müde... Der Mann brachte mir meinen Rucksack dann um kurz vor Mitternacht und dann konnte ich endlich weiterschlafen.... |
Sonntag, der 02.Oktober 2005 uff... um 15.45 Uhr Ortszeit (07.45 Uhr MESZ) endlich in Sydney angekommen... Nach den Einreiseformalitäten gings sofort zum Gepäckband, wo ich auch gleich ausgerufen wurde... Juchu, mein Gepäck -naja, zumindest eins meiner beiden Gepäckstücke- sind nicht mit mir angekommen, sondern wartete noch in Wien auf den Anschlussflieger... Mein Rucksack wollte wohl woanders mit mir hin... Nun gut, eine nette Frau aus München, die dort am Flughafen arbeitete, teilte mir dann mit, dass mir mein Rucksack dann am Montag abend per Kurier zugeschickt werden würde... Schade nur, dass all meine Kleidung in dem Rucksack war... Nachdem ich dann einen Geldautomaten gefunden hatte, orderte ich vollkommen übermüdet ein Taxi und wäre fast auf der Fahrerseite eingestiegen, hab's aber noch gemerkt und der Taxifahrer grinste nur und stellte fest, dass ich wohl nicht aus Australien wäre??? Er setzte mich dann vor meiner ersten Unterkunft in der Australia Street im Ortsteil Newtown ab und... keiner da! Aber es war ein Brief für mich an der Tür angeklebt, dass ich doch bitte bei Freunden eine Ecke weiter klingeln möge, dort würde man mir dann den Schlüssel geben und das Haus zeigen... Nun gut, dort war auch niemand, also probierte ich es mit anrufen.... bloß wie war doch gleich die internationale Vorwahl für Australien??? Nachdem ich das irgendwann durch Passantenbefragung herausgefunden hatte, wurde ich leider mit einer netten Stimme verbunden, dass ich wohl eine nicht existente Rufnummer gewählt hätte.... Kurz vor dem Nervenzusammenbruch und vollkommen fertig vor Müdigkeit und Hitze (ich war ja nun einigermaßen herbstlich angezogen und in Sydney waren knapp 30°C!!!) versuchte ich es einfach mal, mit einem Mobiltelefon via Roaming von EPlus einfach nur die örtliche Telefonnummer zu wählen und schon war ich mit Brian verbunden!!! Völlig baff, dass das so einfach war, stand Brian dann zwei Minuten später vor mir, erklärte mir, dass ich das Haus die kommenden fünf Tage für mich alleine hätte und führte mich im Haus herum... sehr nett!!! Nach einer Dusche fiel ich dann erstmal ins Koma..... |
Samstag, der 01.Oktober 2005 Die Nacht über gönnte ich mir keinen Schlaf, denn erstens war es gar nicht so einfach, Sachen für 5 Monate zu packen und zwar so, dass man das auch noch tragen kann und zweitens hatte ich noch gehofft, mich mit jemandem zu treffen [hallo Olli :o)))]. Völlig übermüdet brachte mich Mom gegen 5.00 Uhr zum Flughafen und dann beim Check-in gleich der erste Schock: 12 kg Übergepäck (erlaubt waren lächerliche 20 kg!!!). Der Mann war aber ganz nett und schloss einfach sämtliche Augen zu und so wurde ich dann irgendwann zum Boarding gerufen... Und es folgte der zweite Schock: es handelte sich bei dem Flieger um eine Maschine des Typs Canadian, was bedeutet: eine Maschine für 46 Passagiere, wenigstens aber schon mit Triebwerken! Und damit sollte ich nun nach Wien, hallelujah... Nach etwa einer Stunde bin ich zwar ohne Zwischenfälle in Wien gelandet, doch mir war speiendst übel und mir war gar nicht nach weiterfliegen. Einerseits hatte ich glück, dass die Anschlussmaschine nach Sydney erst 3 1/2 Stunden später starten sollte, andererseits fand ich es aufgrund meiner Müdigkeit nicht ganz so spannend, so lange an einem langweiligen Flughafen herumzuhängen... Nun gut, die Übelkeit ließ sich durch Reisekaugummi einigermaßen austricksen, die totale Erschöpfung durch Müdigkeit mit reichlich Koffein noch hinauszögern und irgendwann saß ich dann auch endlich in der großen Maschine Richtung Sydney mit Zwischenstop in Kuala Lumpur. Eigentlich habe ich fast den ganzen Flug über versucht zu schlafen, hat auch stellenweise geklappt, doch mehr als eine Stunde am Stück war nicht drin, entweder ruckelte mein Nachbar, die Maschine oder es gab mal wieder was zu essen... Aber wenigstens habe ich nun via Bordkino die ersten halben Stunden von "Madagaskar", "Mr. und Mrs. Smith" und "Per Anhalter durch die Galaxis" gesehen!!! Nach spätestens einer halben Stunde bin ich leider immer wieder eingeschlafen... aber nun gut... |