Mondfinsternisse sind wesentlich häufiger zu beobachten als Sonnenfinsternisse,
da sie von der kompletten Nachtseite der Erde aus beobachtbar sind, während Sonnenfinsternisse
nur in einem sehr kleinen Gebiet gesehen werden
können
Roter Mond
Zunächst sollte man sich genau informieren, wann die Finsternis beginnt und überlegen,
von wo aus der Mond beobachtbar ist. Es wäre schade während des Ereignisses umbauen
zu müssen, weil seine Bahn zu niedrig ist und er sich hinter einem Baum versteckt.
Die entscheidenden Zeitpunkte sind der Eintritt in den Kernschatten und der Austritt
aus dem Kernschatten. Am besten, man simuliert die Finsternis vorher mit einem Planetariumsprogramm.
Vor Beginn sollte man alles aufbauen und sich auch von Wolken nicht beirren lassen.
Es kommt immer eine Wolkenlücke, denn eine Mondfinsternis dauert ja ziemlich lange.
Bei Großaufnahmen mit dem Teleskop ist die Belichtung einfach, weil man automatisch
belichten kann. Für Aufnahmen mit mittleren Brennweiten ist der Belichtungsmesser
nicht genau genug und es kommt leicht zu Überbelichtungen. Deshalb
einige Belichtungszeiten
in der folgenden Tabelle.
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Halbschatten |
1/1000 sec |
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Ein Viertel im Kernschatten |
1/400 sec |
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Halb im Kernschatten |
1/100 sec |
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Drei Viertel im Kernschatten |
1/15 sec |
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Im Kernschatten |
1,5 sec |
Die Werte stammen von der totalen Mondfinsternis im März 2007. Finsternisse sind allerdings nicht gleich hell, so
daß man stets probieren muss. Wie man sieht, sind
die Helligkeitsunterschiede extrem. Wenn mehr als die Hälfte im Kernschatten liegt,
muss man sich entscheiden, ob man Überbelichtung des hellen Teils vermeiden oder
lieber den roten Teil des Mondes, der im Kernschatten liegt, darstellen will. Beides
zusammen ist aufgrund des starken Kontrastes unmöglich.
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Mondfinsternis 2007: Im Kernschatten |
Austritt aus dem Kernschatten |
Nur noch zur Hälfte verfinstert |
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