Kometen bilden immer wieder Überraschungen. Man muss schnell sein, um sie zu erwischen.
Geheimnisvolle Kometen
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Hale-Bopp 1997 f=135mm |
Kometen sind wie Geister, die leise kommen und gehen. Man muss auf der Hut sein
um sie zu erwischen. Eine gute Seite mit aktuellen Informationen über Kometen ist
bei der Vereinigung der Sternfreunde
zu finden.
Helligkeit und Größe von Kometen schwankt in weiten Grenzen - von "unbeobachtbar"
bis "auffällig".
Gehen wir im Folgenden von der Fotografie von Kometen aus, die zumindest im Fernglas
deutlich erkennbar sind, also heller als 6m und einige Bogenminuten groß. Solche
erscheinen fast jedes Jahr.
Die Aufnahmen erfolgen mit der Technik der Sternfeldaufnahmen und Nachführung auf
den Fixsternhimmel:
- Zunächst sollte man sich mit dem Fernglas ein Bild von Größe und Helligkeit des
Kometen machen
- Dann macht man eine Aufnahme mit kürzerer Brennweite, zwecks genauerer Einschätzung
des Schweifes. Sehr geeignet ist ein lichtstarkes Objektiv mit 135mm Brennweite.
Der Schweif ist fotografisch deutlich länger als im Fernglas erkennbar
- Brennweite steigern. 300mm ist eine gute Kometenbrennweite.
- In seltenen Fällen Aufnahmen mit dem Teleskop, insbesondere bei Teilungen des Kerns
in Sonnennähe. Allerdings ist damit zu rechnen, dass der Schweif dafür zu groß ist.
- Keine Angst vor kurzen Brennweiten: mit 50mm entstehen eindruckvolle Bilder.
- Normalerweise bewegt sich der Komet schnell vor den Sternen. Deshalb sollte man
eher kurz belichten und mehrere Aufnahmen addieren. Dazu kann man im überlagernden
Programm den Kern des Kometen als Fixpunkt für die Ausrichtung der Bilder nehmen.
- Da man die Helligkeit schlecht einschätzen kann, sollte man generell Aufnahmen mit
unterschiedlichen Belichtungszeiten machen - der Kopf wird schnell überbelichtet.
Einzelaufnahmen mit 2 Minuten Belichtungszeit bei ISO400 gelingen meistens
Kometen verändern nicht nur ihre Lage, sondern auch ihre Gestalt. Es ist sehr interessant
die Veränderungen des Schweifes über mehrere Tage zu dokumentieren oder die Passage
eines bekannten Sterngebietes festzuhalten.
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Swan 2006 f=300mm |
Holmes 2007 f=200mm |
Holmes 2007 f=1200mm |
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