Planetoiden
Felsbrocken im All. Mit bloßem Auge nicht sichtbar. Abertausende wurden fotografisch entdeckt. Planetoiden heißen seit 2006 Zwergplaneten.  

Planetoidenfotografie


Unter Planetoiden versteht man die Kleinpaneten, die sich zwischen Mars und Jupiter bewegen. Ein Planet in dieser Entfernung wäre ein auffälliges Objekt. Der größte Planetoid ist Ceres. Er hat nur einen Durchmesser von unter 1000 Kilometern und erreicht einen Oppositionshelligkeit von 7m. Der scheinbare Durchmesser ist dabei knapp unter einer Bogensekunde. Die typische Helligkeit dieser Objekte liegt bei 8m bis 9m und die typischen scheinbaren Durchmesser liegen weit unter einer Bogensekunde.

Das bedeutet für uns eingeschränkte fotographische Möglichkeiten: Immerhin sind sie leicht fotografisch erfassbar, die Aufnahmebedingungen sind ähnlich wie bei Uranus und Neptun. Zudem bewegen sie sich relativ schnell. Das bedeutet: Schon mit einem Normalobjektiv kann man sie leicht identifizieren, wenn man Aufnahmen an verschieden Tagen oder im Abstand von wenigen Stunden macht. Über die Position und Helligkeit sollte man sich vorher genau informieren.

  • Kamera auf der Montierung befestigen und Nachführung auf die Sterne benutzen
  • Brennweite 50mm bis 200mm
  • Belichtungszeit etwa 2 Minuten
  • Mehrere Aufnahmen im Abstand von Stunden oder Tagen

 

Bildbearbeitung

 

Die Bilder sollte man dann ausrichten, so dass die Positionsveränderung beim Durchblättern der Bilder auf dem Monitor leicht erkannt werden kann: 


  • Mit dem Programm Iris kann man die Bilder so ausrichten, dass die Fixsterne deckungsgleich abgebildet sind.
  • Helligkeit und Kontrast sollten falls erforderlich angeglichen werden 
  • Wenn man nun mit einem Bildbetrachter über die Bilder blättert, sieht man den Planetoiden deutlich hin- und herspringen.
  • Eine bessere Option ist es, die Bilder anschliessend zu einem animierten Gif zusammenzusetzen. Dies geht sehr einfach mit dem Programm Animake (Freeware).
     
Es ist dann immer wieder beeindruckend, diese hüpfenden Punkte zwischen den Fixsternen zu entdecken.


Vesta am 29. und 30.1.2006 in den Zwillingen, nahe Delta Gem; f=50mm