Es muss etwa 1977 gewesen sein, als ich im Radio "The Wreck Of Edmund Fitzgerald" von Gordon Lightfoot gehört habe. Ich war sofort fasziniert von den melodischen Harmonien und der stimmungsvoll-unheimlichen Instrumentierung und hörte mir den Song immer wieder genau an. Ein Instrument fiel mir besonders auf: es spielte zwei Töne aus dem Grunddreiklang und dann zog es beide durch glissando zur nächsthöheren Stufe. So ähnlich, als wenn ich auf meiner Gitarre mit einem Slide spielte, aber doch ganz anders. Denn die Töne hatten keinen deutlichen Anschlag und sie "standen", sie klangen nicht so schnell aus wie bei der Gitarre.
Noch mysteriöser war, der Intervall der beiden Töne war anfangs eine kleine Terz, nach dem Ziehen jedoch eine Quarte! Ich hörte auch wie Akkorde gewechselt wurden, indem zwei der Töne gezogen wurden, der dritte aber gleichblieb! Ich probierte es nachzuspielen, aber natürlich gelang es mir nicht und ich fragte mich, welches Instrument so etwas kann und wie es das macht!
Ein paar Jahre später sah ich im Fernsehen einen Pedal Steel Gitarristen. Die Kamera war von oben auf ihn gerichtet, so dass man sah, was er mit seinen Händen machte. Er spielte "Hello Mary Lou". Ich war mittlerweile so etwas wie ein Hardrock- und Bluesgitarrist geworden, und gesetzte Herren, die schmalzige Töne auf einer kastenförmigen Tischgitarre erzeugten, waren für mich so uncool wie
Elvis auf Hawaii!
Trotzdem klang es interessant, auch hier wurden Akkorde stufenlos gewechselt, das hörte sich spannend an. Vor allem aber passierte auf dem Instrument viel mehr, als man sehen konnte. Wie bei der Slide Guitar wurden Töne rauf und runter gezogen, aber das taten sie auch, wenn der Mann seinen Slide oder Steel ganz ruhig hielt. Manchmal bewegte er ihn, manchmal nicht, die Töne jedoch bewegten sich die ganze Zeit! Was ich hörte passte mit dem was ich sah (oder erwartete zu sehen) nicht zusammen. Ich begann nachzudenken, warum das Instrument wohl "Pedal Steel" hieß und dann dämmerte es mir langsam.
Sehr viel später, 1992 oder 1993: Konzert der Dire Straits im Münchner Olympiastadion. Unter den Musikern der Pedal Steeler Paul Franklin. Er spielte, ähnlich wie Mark Knopfler selbst, Einwürfe, Figuren, Riffs, es schien als würde er spontan die Musik verzieren, er gab ihr zusätzliche melodische Qualität ohne dabei jemals in Country-Klischees zu verfallen. Was für eine tolle Art, Musik zu machen, dachte ich mir.
Dann passierte es, gegen Ende von "Brothers in Arms". Nach dem minutenlangen elegischen Gitarrensolo übernahm Franklin den Solopart, nur eine kurze Strophe lang, aber aus diesem Moment holte er alles raus was drin war, gab dem Stück eine völlig neue Stimmung und veredelte es in einer Weise, dass das, was Knopfler zuvor gespielt hatte, dagegen fast schon banal wirkte. Ich horchte auf, es klang fantastisch, ich hatte so etwas noch nie gehört! Es schien mir, als würden ein paar Tausend Zuhörer den Atem anhalten.
Dann war es vorbei, Knopfler übernahm wieder für das Finale. Jetzt hätte eigentlich ein gewaltiger Zwischenapplaus kommen müssen. Aber die Leute blieben ruhig. Vielleicht waren sie wie ich so beeindruckt, dass sie das Klatschen und Pfeifen glatt vergessen hatten? Oder niemand hatte den Atem angehalten außer mir.
Jedenfalls, wenn ich irgendwann noch mal ein Instrument lernen wollte, wußte ich jetzt, welches...
Instrumente
Meist sieht man Instrumente mit einem oder zwei Hälsen (single neck bzw. double neck). Double Necks haben meist den back neck (das ist der dem Spieler am nächsten liegende) in C6 gestimmt, den front neck in E9. Die klassische single neck hat eine E9-Stimmung, es gibt aber auch single necks mit 12 oder 14 Saiten, wobei dann andere, z.B. kombinierte 9/6-Stimmungen möglich sind.
Welche Stimmung ist nun wofür gedacht? Ich behaupte mal, dass bei 90 Prozent der Musik, die man im Country- oder Country-Rock-Bereich hört, die E9-Stimmung verwendet wird. Der Nashville Sound mit klaren Dur/Moll-Akkorden und "Twangs" wird mit E9 erzeugt.
Wenn die Steel dagegen mehr nach (Western-)Swing klingt, nach Jazz oder nach Hawaiian Style, so ist hier wahrscheinlich ein C6-Spieler am Werk (wie der Name schon vermuten lässt, ist diese Stimmung für Sext-Akkorde und andere eher jazzige Harmonien prädestiniert).
Aus der Typbezeichnung der Hersteller kann man auf das Instrument schließen. Mit "D-12" ist eine Double neck mit jeweils 12 Saiten gemeint, "S-10" steht für single neck und 10 Saiten.
E9 Tuning
Ich gehe hier nur auf die E9-Stimmung ein, mit C6 habe ich keine Erfahrung. Ich spiele eine S-10 in E9 und so ziemlich alles, was ich jemals toll fand, wenn eine Pedal Steel zu hören war, wurde in E9 gespielt.
So sieht das E9 Tuning aus:
1 F#
2 Eb
3 G#
4 E
5 H
6 G#
7 F#
8 E
9 D
10 H
Dabei fällt auf, dass nicht alle Töne in absteigender Reihenfolge angeordnet sind: Die Töne der 1. und 2. Saite liegen eigentlich zwischen denen der 3. und 4. sowie 4. und 5. Saite. Eb und F# gehören zur E-Tonleiter, sind jedoch nicht Bestandteil des E-Akkords. Die Positionierung außerhalb ist zwar wenig anschaulich, aber sie macht das Akkordspiel sehr viel leichter, weil für Dur-, Moll- und Septakkorde direkt nebeneinander liegende Saiten angeschlagen werden können.
Pedals
Doublenecks haben oft 8 oder 9 Pedals, davon sind 3 für den E9-Hals zuständig, die anderen für den C6-Hals.
Wenn man eine Single Neck mit mehr als 3 Pedalen sieht, hat sie vielleicht auch mehr (oder weniger) als 10 Saiten, vielleicht ist es dann auch kein E9-Tuning.
Die Belegung der 3 Pedals für den 10saitigen E9-Hals ist bei neueren Instrumenten einheitlich und sieht so aus:

Wofür das gut ist? So wie man bei der normalen Gitarre Akkordgriffe hat, verwendet man hier Pedals und Knee Lever, um zusätzliche Töne und Akkorde zu erzeugen!
Mit diesen 3 Pedals kann man nicht nur weitere Töne der Tonleiter erzeugen, es wird eine Menge mehr möglich:
mit Pedal A wird aus dem Dur-Akkord der parallele Moll-Akkord in der VI. Stufe
(Bsp.: in C (d.h. mit dem Steel Bar auf dem 8. Bund) bekommt man einen a-Akkord).
Pedal B erzeugt einen sus4-oder auch sus2-Akkord (Bsp.: in C: Csus4 bzw. Fsus2)
A und B gemeinsam ergeben den Subdominantakkord (Bsp.: in C: F), aber auch einen Sextakkord, wenn man die 7. Saite mit anschlägt (Bsp.: in C: F6)
B und C gemeinsam ergeben den Mollakkord der II. Stufe (Bsp.: in C: d), außerdem lassen sich damit auf der 3. und 4. Saite große und kleine Terzen sowie Quarten spielen (wichtig für zweistimmige Tonleitern)... usw.
Fast immer finden sich mit der Zeit noch weitere Möglichkeiten, an die man zuvor noch nie gedacht hatte. Es passiert immer wieder mal, dass man durch Zufall auf eine neue Kombination stößt und sich dann fragt, warum man sie nicht schon längst entdeckt hat.
Übrigens benutzen manche Steeler statt der ABC-Anordnung die umgekehrte Reihenfolge CBA.
Knee Levers
Kniehebel? Muss das sein? Man spielt doch sowieso schon mit Händen und Füßen! Und wenn das nicht reicht, warum nimmt man stattdessen nicht noch mehr Pedals?
Knee Levers haben die gleiche Funktion wie Pedals, sie machen den Ton einer oder mehrerer Saiten höher oder tiefer. Während man mit dem Fuß aber nur maximal zwei Pedals gleichzeitig bedienen kann (und das auch nur, wenn sie direkt nebeneinander liegen), können Knee Levers fast beliebig mit den Pedals kombiniert werden, was eine Menge weiterer Möglichkeiten ergibt.
Während die Belegung der 3 Pedals heute wie schon gesagt einheitlich ist, gibt es keine konkreten Vorgaben, wie viele Knee Levers eine Steel braucht und was diese tun sollen. Von nur einem bis 6 oder noch mehr (!) Hebeln gibt es alle Varianten. Viele Hebel machen das Spielen aber nicht unbedingt leichter. Einer der Pioniere der Pedal Steel, Lloyd Green, benutzt 4 Hebel und behauptet, damit alles spielen zu können, was er jemals wollte. Was ich ihm gerne glaube, ich persönlich finde, dass zwei Knee Levers das absolute Minimum sind, drei sind fast schon ausreichend und mehr als vier würde ich gar nicht haben wollen.
Der für mich absolut wichtigste Lever senkt den Grundton E (auf der 4. und 8. Saite) um einen Halbton auf Es. Den brauche ich ständig, z.B.:
-in Kombination mit den Pedals A und B für die Dur- und parallele Moll-Tonleiter
-für den Moll-Akkord in der 3.Stufe (Bsp.: in C (mit dem Steel Bar auf dem 8. Bund) bekommt man einen e-Akkord).
-in Kombination mit Pedal B: einen Septakkord in der fünften Stufe (Bsp.: in C: G7)
-in Kombination mit Pedal A lassen sich auf der 4. und 5. Saite große und kleine Terzen spielen (wichtig für die zweistimmige Tonleiter), ebenso auf der 5. und 8. Saite (mit der zweiten Stimme eine Oktave tiefer)...
Der zweite Lever sollte ebenfalls die 4. und 8. Saite verändern, diesmal von E auf F. Damit bekommt man z.B. in Kombi mit Pedal A eine weitere Umkehrung des Dur- Akkordes, so dass sich nun alle Dur-Umkehrungen spielen lassen.
Ab dem dritten Knee Lever wird die Belegung Geschmackssache. Man könnte z.B.
die 3. und 6. Saite von Gis auf G senken, das gibt einen weiteren Mollakkord (Bsp. in C: c) oder auf Fis (für einen weiteren "Country Twang" (Bsp. in C: Von Csus2 auf C)
Das klingt alles sehr verwirrend, unübersichtlich und kompliziert und das ist es auch. Aber wenn du z.B. Gitarrist bist, erinnere dich daran, wie lange es gedauert hat, bis du Akkordgriffe wie selbstverständlich einsetzen konntest. Bei der PSG lernt man statt Griffen eben Pedal/Knee Lever-Kombinationen...
Was deine Hebel tun sollen, wird die Zeit entscheiden. Wenn du ein Instrument kaufst, neu oder gebraucht, kannst du davon ausgehen, dass sich jemand viele Gedanken über das Knee Lever Set-up gemacht hat. Probiere es aus und finde heraus, wofür es gut ist. Wenn du nach einiger Zeit merkst, dir fehlt eine bestimmte Funktion, andererseits ist da ein Hebel, den du fast nie benutzt, kannst Du die Belegung immer noch ändern. Viele Steeler passen im Lauf der Zeit ihre Knee Levers immer wieder neu an.
Steel Bar
Der Steel Bar darf ruhig groß und schwer sein. Er muss mit einem gewissen Druck geführt werden, damit die Saiten nicht schnarren. Zeige-, Mittelfinger und Daumen führen den Steel, Ring- und kleiner Finger liegen dahinter auf den Saiten.
Es ist nicht erforderlich und auch gar nicht möglich, alle 10 Saiten gleichzeitig mit dem Steel zu erfassen. Vielmehr sollte die Position des Steels den tatsächlich gespielten Saiten angepasst werden. Beim Akkordspiel auf der 3., 4. und 5. Saite soll die vordere Hälfte des Steels (dort wo der größte Druck ist) auch auf diesen Saiten liegen, die 1. und 2. Saite kann frei bleiben.
Eins der Dinge, die man lernen muss ist die genaue Führung des Steel Bar für die saubere Intonation. Vor allem in den hohen Lagen hört man sofort, wenn der Steel nicht genau über dem entsprechenden Bund liegt. Die Tücke dabei ist, dass man die korrekte Position nicht direkt sehen kann, weil man in den tieferen Lagen immer von der Seite auf das Griffbrett schaut und der Steel Bar den Bund meistens sowieso verdeckt. Es braucht einige Übung, um die Töne zu treffen, das eigene Gehör ist dabei die beste Kontrolle. Weil sich das Ohr aber auch an falsche Töne gewöhnen kann, sollten die Saiten immer sauber gestimmt sein.
Damit der Steel Bar sich leicht bewegt und die Reibgeräusche beim Bewegen möglichst gering bleiben, ist es wichtig, auf sauberen Saiten zu spielen. Wenn du die Saiten nicht jede Woche wechseln willst, gewöhne dir an, sie nach jedem Spielen abzuwischen, den Steel Bar am besten auch.
Das Volume Pedal
Die gleichmäßigen, sanften, stehenden oder auch mal anschwellenden Töne machen einen besonderen Reiz der Pedal Steel Guitar aus.
Schlechte Nachricht: Diese Töne kommen nicht einfach von selbst! Zwar hat die Steel Guitar durch ihre Bauart ein längeres Sustain als eine E- oder gar eine akustische Gitarre, ansonsten verhält sich der Ton aber auch nicht anders: Es gibt einen deutlich hörbaren Anschlag, danach wird der Ton leiser und verklingt. Ein Lautstärkepedal muss her!
Die meisten Steeler verwenden das Volume Pedal in der halb geöffneten Position. Bei kurzen Noten bleibt das Pedal mehr oder weniger in dieser Stellung, soll ein Ton länger stehen, wird entsprechend kontinuierlich Gas gegeben, erst sachte, dann zügiger bis zur vollen Lautstärke.
Wenn dem Anschlag der Saite die Schärfe genommen werden soll, wird das Volume Pedal beim zupfen auf eine etwa ein viertel geöffnete Position gebracht (oder auch ganz geschlossen) und dann halb geöffnet. Etwa so als würde man die Melodie mit dem rechten Fuß leicht mitklopfen.
Ein sehr schöner Effekt ist das sog. "Gutting". Dabei wird von einer sehr leisen Pedalposition aus ein Ton oder Akkord angeschlagen. Im selben Moment wird das Volume Pedal zügig geöffnet, so dass der Ton schnell anschwillt. Am Ende wird das Pedal abrupt geschlossen, der Ton bricht an der lautesten Stelle ab. Dabei kann zusätzlich der Steel Bar schnell nach links geführt werden, das gibt so eine Art Seufzer. Ein gutes Beispiel für das "Gutting" ist in dem "Saxophone Song" von
Kate Bush zu hören.
Das Volume Pedal zu meistern erfordert einige Übung, auch deshalb, weil mit dem selben Bein gleichzeitig und unabhängig davon die Knee Levers bedient werden müssen. Winnie Winston und Bill Keith empfehlen in ihrem Buch eine eigene Übung, um Gefühl für das Volume Pedal zu bekommen: Schlage immer wieder ein und denselben Ton an und bewege das Volume so, dass ein gleichmäßiger, durchgehender Ton entsteht.
Finger Picks
Ja, ich mochte sie auch lange nicht, sie sind gewöhnungsbedürftig und anfangs lästig, sie erfordern Übung, aber es geht nicht ohne!
Picks sind wichtig für einen gleichmäßigen Anschlag. Die Saiten sind recht eng beieinander, und ohne Picks trifft man die Saite nicht oder stoppt dabei unabsichtlich eine andere. Außerdem bekommt man mit den bloßen Fingern gezupft einen dumpfen Ton, der mal lauter, mal leiser ist, je nachdem, wie gut man die Saite trifft. Picks aus Metall erzeugen einen klaren, gleichmäßigen Ton. Viele Steeler benutzen Daumenpicks aus Kunststoff, ich bevorzuge die aus Metall, weil die tiefen Saiten damit ebenso klingen wie die hohen. Die Kunststoffteile sind lauter und betonen mir die Bässe zu stark. Aber ich spiele die Steel ja auch über eine Marshall-Anlage...
Angeschlagen wird mit Daumen, Zeige- und Mittelfinger. Viele Steeler benutzen auch den Ringfinger, analog zum Folkpicking auf der Akustikgitarre. Ich habe mir angewöhnt, die Kuppe des Ringfingers für das "Chiming", das Spiel mit Flageoletttönen, zu verwenden, deshalb wäre mir dort ein Pick im Weg.
Wo kriege ich eine Pedal Steel Guitar her?
Jetzt wird’s schwierig! Gitarren und Keyboards findet man in jedem zweiten Haushalt, eine Pedal Steel Guitar meist noch nicht mal in den großen Musikläden, geschweige denn eine Auswahl.
In größeren Städten findet sich oft ein Händler, der sich auf seltenere Instrumente aus aller Welt spezialisiert hat (Folk, Ethno). Hier kann man Glück haben.
Kleinanzeigen in Musik- oder Country&Westernmagazinen können hilfreich sein. Auch bei ebay Deutschland werden immer wieder mal Pedal Steels angeboten, vielleicht wohnt der Verkäufer in der Nähe, so dass das Instrument zuvor besichtigt werden kann.
Worauf zu achten ist: Das Instrument sollte einen gepflegten Eindruck machen. Die Pedals und Knee Levers sollten beim Betätigen einen spürbar festen Endpunkt haben und exakt in die Ausgangsposition zurückkehren. Auch nach mehrmaligem Betätigen der Pedals/Lever darf sich die Steel nicht verstimmen. Wenn die pull rods klappern, ist das Instrument wahrscheinlich nur schlecht justiert, aber nicht unbrauchbar. Wichtig auch für große Leute: Passen meine Beine im Sitzen unter den Korpus, wenn nicht, kann ich die Standbeine weit genug ausziehen?
Ob sich eine Steel bequem und gut spielt, kannst du als Anfänger kaum beurteilen, weil sich beim ersten Versuch ALLES ungewohnt und unbequem anfühlen wird. Ein erfahrener Steeler vor Ort als Berater, das wärs natürlich...
Verstärker
Ich spiele meine Steel über eine Marshall-Anlage, genauer gesagt über eine JMP-1 Vorstufe und eine 2 x 40 Watt Endstufe. Als Effekt benutze ich ein Quadraverb.
Nicht, dass ich dieses Set-up uneingeschränkt empfehlen kann, ich wollte einfach keinen Extraamp für die Steel (ich bin außerdem noch E-Gitarrist) mit mir rumschleppen.
Der druckvoll-mittige Marshall-Sound ist ja auch gar nicht verkehrt, aber er fängt eben sehr früh an zu übersteuern, so dass ich ihn nur mit halber Kraft fahren kann. Günstiger wäre ein Amp, der auch bei voller Lautstärke noch klar bleibt. Meist werden der Peavey Session oder Nashville als "der" Amp für die Steel empfohlen oder auch die Evans-Verstärker. Außerdem gibt es ein Effektgerät, Peavey ProfexII, das 128 Sounds speziell für Steel Guitar haben soll (die würde ich gerne mal hören, ich finde es gar nicht so einfach, einen guten Steelsound zu programmieren).
Jetzt gibt’s was zu hören:
Beispiel 1
Beispiel 2
...wird fortgesetzt...
Und wer jetzt noch glaubt, auf der Pedal Steel Guitar könne man nur Country-Balladen spielen... es geht auch anders, zu hören zum Beispiel auf:
Mick Jagger: Evening Gown
Kate Bush: The Saxophone Song
Neil Young: Heart Of Gold
Robbie Williams: Eternity
Die Ärzte: Weil ich Schlagzeuger bin
Dire Straits: Walk Of Life (auf "On The Night")
Dire Straits: Brothers In Arms (auf "On The Night")
John Anderson: Seminole Wind
Bruce Springsteen: Youngstown
Heinz Rudolf Kunze: Ophelia (nur Live-Version?)
Heinz Rudolf Kunze: Regen in Berlin (nur Live-Version?)

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