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Noriker

Langsam aber sicher etabliert sich der Noriker als vielseitiges Freizeitpferd, der sich unter dem Westernsattel ebenso geschickt anstellt wie bei Zirkuslektionen oder Dressuraufgaben der Hohen Schule. Beim Lernen von zirzensischen Lektionen kommt ihm sein ruhiges Gemüt zugute, er lernt schnell, weil er sich nicht unnötig aufregt. Das größte zusammenhängende Zuchtgebiet ist Österreich.

Rittigkeit und gutmütiges Auftreten zeichnen den Noriker als ideales Freizeit- und Geländepferd aus. Dabei ist er weder triebig noch unsensibel und schon gar nicht faul und stur. Besonders geschätzt werden seine ausgezeichnete Konstitution, die Nervenstärke, Langlebigkeit, Trittsicherheit, hohe Leistungsbereitschaft, sein hervorragender Charakter und sein ausgeglichenes Temperament. Das Kaliber und gut ausgeprägte Rückenmuskulatur lassen sie zudem auch schwerere Reiter problemlos tragen.

Egal ob auf Wanderritten, vor der Kutsche oder beim Holzrücken im Wald - Noriker sind fantastische Freizeitpferde und für alles zu haben.



29.01.2011



Wie wir zu den Norikern gekommen sind

In Schleswig-Holstein ist es nicht ganz so einfach, sich mit dem Noriker-Bazillus zu infizieren, aber wir haben es geschafft. Im Jahr 2008 kam Thomas von einer Geschäftsreise mit den Worten zurück: “Mein nächstes Pferd ist ein Noriker!!” Thomas hat die Messe “EuroTier” besucht, auf der die Arbeitsgemeinschaft Noriker aus Österreich diese Rasse vorgestellt hat. Thomas war so begeistert, dass ... siehe oben. Ich selbst musste erstmal im Internet recherchieren, was denn eigentlich Noriker sind.

Im September 2009 haben wir dem Norikerzüchter Rudolf Blamauer in Stössing (Niederösterreich) einen Besuch abgestattet. Thomas wollte unbedingt einen Kohlfuchs haben, aber dann hat er Maja gesehen, eine wunderhübsche Schwarzscheckstute. Maja war bereits als Zuchtstute eingesetzt worden, um ihre bei den Norikern seltene Schwarzscheckzeichnung weiter zu vererben. Leider hat das nicht geklappt. Sie wurde auch gut geritten und gefahren, sozusagen ein Allrounder für Thomas.

Für mich habe ich den damals 3-jährigen Willi Nero ausgesucht, der mein Nachfolgerpferd für Felix werden sollte. Willi ist in einer großen gemischten Herde aufgewachsen. Führen oder Hufe geben war für ihn noch keine Selbstverständlichkeit.


Ankunft von Maja und Willi
am 23. September 2009Die Ankunft

Am 23. September 2009 war es soweit:

Maja und Willi hielten bei uns Einzug. Der Transport wurde von einem ungarischen Transportunternehmen durchgeführt.

Die beiden kamen sehr entspannt bei uns an, obwohl sie eine Reise von 1.300 km hinter sich hatten. Auf dem Transport wurden sie mit Wasser und Heu versorgt, so dass sie weder hungrig noch durstig waren, als sie bei uns angekommen sind. Unterwegs haben sie eine 12-stündige Pause gemacht, währenddessen die beiden auch abgeladen wurden.

 

 

 

 

 

Unsere Erfahrungen mit den Norikern

Einmal Noriker - immer Noriker!!!

Seitdem die Noris bei uns Einzug gehalten haben, hat sich unser Leben verändert. Was steht in allen Büchern? Noriker sind absolut leichtfuttrig. Jaaaa, das heißt aber nicht, dass sie leichte Kost brauchen, sondern dass sie in der Regel kein Kraftfutter benötigen. Und wenn man dann mal durchrechnet: pro 100 kg Gewicht 1,5 kg Heu, da kommt schon was zusammen. Im ersten Winter mussten wir jedenfalls laufend Futter nachkaufen. Und was vorne reingeht, kommt natürlich hinten auch wieder raus. Einmal am Tag eine Schubkarre Mist - die Zeiten sind vorbei.

Aber was für ein Spaß beim Ausreiten: Sie sind trotz ihrer Masse ausdauernde Pferde, die einen zügigen Schritt gehen, ohne dass sie ständig angetrieben werden müssen. Jegliche HIndernisse im Gelände werden mit Ruhe gemeistert - aufregen gilt nicht. Ihre Trittsicherheit wird hoch gelobt - das können wir auch aus der Praxis bestätigen. Wo wir schon überall lang- und durchgeritten sind ...

Unsere Pferde leben im Winterhalbjahr im Offenstall mit befestigtem Paddock. Im Sommerhalbjahr sind sie ganztags auf der Weide. Sie sind untereinander absolut verträglich und auch nicht futterneidisch. Sie warten mit einer Engelsgeduld, bis morgens endlich das Rauhfutter verteilt ist.

Einmal täglich bekommen sie eine Handvoll Pellets (damit es in der Schüssel klötert), Mineralfutter und etwas gehäckselte Luzerne. Mit der Luzerne haben sie dann wenigstens etwas Anreiz zum Kauen. Wie fast alle Kaltblüter neigen auch die Noriker zu Raspe und Mauke. Beides ist jedoch sehr gut in den Griff zu bekommen durch richtige Fütterung und gute Haltungsbedingungen. Unsere Noris werden 4-mal jährlich entwurmt mit gleichzeitiger Milbenbehandlung. Das ist kein Aufwand, wirkt aber sehr erfolgreich. Und endlich gibt es eine Wurmkur, die für 800 kg reicht. Vorbei die Zeiten, wo für jeden 1 1/2 Wurmkuren gebraucht wurden ...