Hier kommen ein paar Tipps und Kleinigkeiten
Reiseroute
Eure Route solltet ihr schon im voraus genau planen. Routenprogramme
rechnen Entfernung und Reisezeit aus. Diese Zeiten sind allerdings nur
ungefähre Richtzeiten, wir waren oftmals schneller als angegeben, wovon
man jedoch bei der Planung nicht ausgehen sollte!
Hotels/Motels
Hotel-/ Motelanmietung im voraus ist nicht unbedingt nötig, zu Ferienzeiten oder an
Feiertagen aber durchaus zu empfehlen. Wir haben uns angewöhnt, die Hotels über das
Internet im voraus zu buchen, da eine Stornierung meistens noch bis zum
Anreisetag kostenlos möglich ist. Man hat also sein Zimmer sicher, ist aber
flexibel genug, die Route bei Bedarf noch ändern zu können. Wenn ihr direkt
bei oder in den Nationalparks übernachten wollt, ist eine rechtzeitige
Reservierung meist unerlässlich! Ebenso ist es ratsam, die erste Übernachtung
bereits zu reservieren, denn nach so einem langen Flug ist man doch nicht mehr
ganz fit und froh, wenn man weiß, dass bereits ein Hotelzimmer auf einen wartet.
Reiseführer
Bei eurer ersten USA-Reise solltet ihr euch ein wenig über Land und Leute schlau
machen. Es gibt eine Vielzahl von Reiseführern. Wir sind immer sehr gut gefahren
mit Baedeker, der ist klein und handlich und daher gut mitzunehmen. Von vielen
größeren Städten sind Stadtpläne enthalten. Iwanowski ist ganz gut für die Planung
von Touren durch Nationalparks, leider aber etwas größer und schwerer und wird daher
von uns nur im Vorfeld benutzt. Wenn ihr einige Tage in größeren Städten (New York,
San Francisco o. ä.) Aufenthalt habt, lohnt es sich, einen speziellen Reiseführer
für ebendiese Stadt zu kaufen.
Gepäck/Wäsche
Packt eure Koffer für den Hinflug nicht zu voll, denn meistens kommen doch immer
ein paar Jeans oder Turnschuhe dazu (Achtung, Zollbestimmungen beachten). Solltet
ihr durch verschiedene Bundesstaaten fahren, kann es euch sowieso passieren, dass
ihr dickere Pullis und dünne T-Shirts einpacken müsst. Das ist aber kein Problem,
denn in fast allen Hotels/Motels kann man seine Wäsche in Münzmaschinen waschen
und trocknen (Gebühr Waschmaschine ca. $ 1,00 bis $ 1,25, Dauer ca. 25 Min.,
Trockner ca. $ 0,75, Dauer ca. 45 Min., Waschtabs sind dort ebenfalls erhältlich.
Ihr braucht lediglich viele Quarter!!) Die meisten Hotels haben auch Irons in den
Zimmern, ansonsten beim Front Desk nachfragen.
Flug
Da der Flug doch ziemlich lange dauert, solltet ihr darauf achten, viel Wasser
zu trinken. Kaffee oder Alkohol kommt da nicht so gut. Außerdem tut es gut,
zwischendrin ein paar kleine Gymnastikübungen zu machen.
Einreise
Im Flugzeug werden die Einreiseformulare verteilt. Haltet euch beim Ausfüllen
strengstens an die Anweisungen und lasst euch lieber ein neues Formular geben,
wenn ihr euch verschrieben habt. Wir haben schon oft bei der Einreise miterlebt,
dass Leute wieder zurückgeschickt wurden und sich nach Neuausfüllung wieder ganz
hinten in der Schlange anstellen mussten. Notiert euch ebenfalls im Vorfeld die
Adresse eures ersten Hotels in den USA, denn diese Adresse müsst ihr im Formular
eintragen.
Bei der eigentlichen Immigration werdet ihr im Normalfall ein klein wenig
ausgefragt über den Grund eurer Reise, die Dauer und oft werdet ihr
nach eurem Rückflugticket gefragt.
Mietwagen
Meistens ist es billiger, diesen schon vom Heimatland aus zu buchen, da vor Ort
die Versicherungen viel teurer und nicht so durchschaubar sind. Die großen
Mietwagenfirmen (Hertz, Avis, Dollar) haben eigentlich in jeder größeren Stadt
Anmietstationen. Beachtet bei der Auswahl, dass ihr doch einiges an Gepäck
dabeihaben werdet, also ist die Kategorie "Full Size" zu empfehlen. Überlegt euch
im Vorfeld auch gut, ob ihr eine Rundfahrt macht oder den Mietwagen an verschiedenen
Stationen anmieten und zurückgeben wollt. Hierbei entsteht dann eine Einwegmiete, die
vor Ort zu zahlen ist, was manchesmal extrem teuer werden kann, da die örtlichen
Steuern noch dazukommen. Also vorher genau erkundigen! Ebenfalls sollte bei One-Way
an die Zeitverschiebung gedacht werden in Bezug auf Uhrzeit der Anmietung und der
Rückgabe!
Essen
Tja, das ist ein sehr ausführliches Thema, zu dem jeder so seine eigenen
Ansichten hat. Es gibt viele wunderbare Fast-Food Restaurants,
Pizza-Factorys, noble Restaurants und was nicht alles. Mag sein,
dass manch einer deutschem Essen hinterherjammert, aber niemand wird
verhungern und nach ein wenig ausprobieren wird jeder bald sein
Lieblingsrestaurant gefunden haben. Unsere Favoriten: Denny's, Perkins,
TGI Friday's, Boston Pizza.
Einkaufen
In den USA findet sich ja oft ein Konsumtempel neben dem anderen. Daher kann ich leider
nicht alle schönen Läden aufführen.
Zu empfehlen in Sachen Textilkauf sind natürlich die vielen Outlets. Die
könnt ihr eigentlich nicht verfehlen, da sie alle an den Highways und Interstates genügend
Werbung für sich machen.
Ansonsten ist für mich das Nonplusultra der Wal Mart Superstore. Hier findet sich alles,
was der Mensch zum Leben braucht zu günstigen Preisen. Zu beachten ist, dass es in den
'normalen' kleinen Wal Marts kaum Lebensmittel zu kaufen gibt. In den Superstores ist jedoch
alles vorhanden!
Weiterhin gibt es, wie schon geschrieben, Massen von Läden. Ihr solltet an den Kassen
darauf achten, ob ihr nicht Antragsformulare für Clubkarten des Geschäftes seht (nicht
zu verwechseln jedoch mit den Antragsformularen für die oft hauseigene Kreditkarte!).
Diese Formulare könnt ihr auch als Ausländer schnell ausfüllen und dann umgehend bares
Geld sparen. Um einige zu nennen: Albertsons/Sav-on Prefered Savings Card; Safeway Club;
Bashas; City Market.
Trinkgeld
Oh ja, die Deutschen sind verschrien dafür, dass sie kein Trinkgeld
geben. Wir haben selber miterlebt, dass bei eindeutig aus Deutschland
kommenden Touris direkt das Trinkgeld auf die Rechnung aufgeschlagen
worden ist. Normalerweise ist das nicht üblich (es sei denn, ihr seid
in größeren Gruppen unterwegs, da kann dann schon mal bei ‚Partys up 6'
das Trinkgeld automatisch draufgerechnet werden. Darauf wird aber auf
der Speisekarte hingewiesen). Ansonsten sind 15 - 20 % Tip die Regel,
je nach dem, wie gut oder schlecht der Service war. Gepäckträger
bekommen pro Gepäckstück $ 1,00, Zimmermädchen pro Nacht $ 1,00 - $ 2,00.
Den Hinweis, dass diese Berufssparten zum großen Teil von den Trinkgeldern
leben erspare ich mir, das habt ihr sicher schon zur Genüge gelesen ;-).
Visitenkarten
Jetzt fragt ihr euch, wozu man in Amerika Visitenkarten braucht? Ich sag's
euch: für alle möglichen Situationen, wo ihr nach eurem Namen und eurer
Heimatanschrift gefragt werdet. Hauptsächlich also an der Hotelrezeption
oder beim Autoverleih. Es ist zwar nur eine Kleinigkeit, wir haben uns
aber trotzdem angewöhnt, die Karten immer mit zu nehmen, denn man spart
ganz schön Zeit, vor allen Dingen wenn man einen für die Amis etwas
unaussprechlichen deutschen Namen hat (na gut, man kann auch heiraten
und dadurch den Namen einfacher machen ;-)).
Schön aufteilen in first name, last name, street, zip, city, country -
und schon hat man Zeit und auch Nerven gespart.
Baden
Jungs, lasst eure in good old germany üblichen knappen Badehosen zu Hause. Ihr
würdet euch bis auf die Knochen (oder so) blamieren. Im prüden Amerika zieht bitte
bis fast zu den Knien gehende Badeshorts an.
Ah ja, bei den Mädels darf der Bikini ruhig knapp sein (gut für euch Jungs, gell?).
Womit wir zum nächsten Punkt kommen:
Behaarung
Ja, ja, ein wichtiger Punkt für eitle Frauenzimmer. Beinrasur und Bikinizonenrasur
ist in den USA ein quasi ungeschriebenes Gesetz. Man wird kaum eine Frau - und sei
sie noch so alt - in Rock oder Shorts finden, die die Beine nicht akkurat rasiert hat.
Briefmarken
Sind oft schwer zu bekommen. Natürlich nicht die für die inländischen Briefe, sondern die
für Postkarten ins Ausland. Wenn ihr also ein Post-Office seht, stürmt es und deckt euch ein.
Außerdem mussten wir leider feststellen, dass das Porto jährlich ansteigt - in 2008
sind es
nun schon $ 0,94 pro Karte. Am besten erkundigt ihr euch: 'international Postcards' ist das
Stichwort.
National Parks
Wenn ihr viele National Parks besuchen wollt ist es ratsam, einen Annual Pass
(ehemals National Parks Pass) zu kaufen. Er kostet mittlerweile $ 80,00 und ist 1 Jahr gültig. Die Eintrittspreise der Parks
variieren zwischen ca. $ 10,00 und $ 25,00 pro Auto und so solltet ihr im
Vorfeld mal überlegen, wie viele Parks ihr besuchen werdet und ob sich das
lohnt. Für State Parks oder Indianerreservate gilt der Pass übrigens nicht,
dafür aber für National Recreation Areas (geschützte Bereiche oft um große Seen
herum, so z. B. die Glen Canyon NRA bei Page und dem Lake Powell).
Sinnvoll ist es auch, vor dem Besuch in den einzelnen Parks das dort ansässige Visitor Center
zu besuchen. Dort bekommt man Infos über Temperaturen, das zu erwartende Wetter, eventuell
gesichtete gefährliche Tiere, Maps usw..
Ein Link in meiner Sammlung führt euch übrigens auch zu einer guten Site, wo ihr Infos zu vielen
National Parks bekommen könnt, z. B. bezüglich Baustellen, Straßenöffnungen, Camping usw..
Amerikanische Feiertage
Im engeren Sinne gibt es eigentlich keine bundeseinheitlichen oder nationalen
Feiertage in den USA. Jeder der 50 Bundesstaaten kann über Feiertage selbst bestimmen.
In der Praxis hat sich jedoch eingebürgert, dass in den meisten Bundesstaaten die
allgemeinen gesetzlichen Feiertage begangen werden. Die folgenden zehn Feiertage
wurden von der Bundesregierung zu gesetzlichen Feiertagen erklärt: