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Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815 Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802 von Thomas Siebe Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010 Bei AMAZON bestellen Mehr Infos Beispiel-Seiten Beispiel 1 - Beispiel 2 - Beispiel 3 |
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Handbuch der praktischen Seemannschaft auf traditionellen Segelschiffen. Reprint von Jens Kusk Jensen Sprache: Deutsch Gebundene Ausgabe - 433 Seiten - Verlag Heel Erscheinungsdatum: Januar 1999 Mit ausführtlichem Stichwortregister und den Fachbegriffen in drei Sprachen |

* 1766 in Algier (?) † 17. Dezember 1840 in Bath
Henry William Bayntun wurde 1766 als Sohn des Generalkonsuls von Algier vermutlich ebenda geboren. Sein Eintrittsdatum in die Royal Navy ist mir nicht bekannt, es dürfte aber zwischen 1776 und 1779 liegen. Bayntun wurde bereits am 15. April 1783 zum Leutnant befördert, was selbst für einen Fähnrich mit Protektion eine ausserordentlich schnelle Beförderung darstellte.
Im März 1794 tauchte Bayntun als Leutnant an Bord der Sloop AVENGER (16 - James Milne) beim Feldzug gegen die französische Insel Martinique auf. Als Kapitän Milne im Kampf fiel, wurde Bayntun zum Kommandant der AVENGER ernannt und am 17. März 1794 zum Commander befördert. Beim Angriff auf Guadeloupe war Bayntun ebenfalls dabei. Wegen seiner Verdienste folgte schon am 4. Mai 1794 die Beförderung zum Kapitän. Bayntun wurde Kommandant der Fregatte UNDAUNTED (28).
Von September bis Dezember 1795 hatte er, noch immer in der Karibik, das Kommando über die BEAULIEU (40) inne. 1796 wechselte Kapitän Bayntun auf die REUNION (36), mit der er nach Europa segelte. Im Dezember 1796 erlitt er mit seiner Fregatte jedoch Schiffbruch, das Schiff ging verloren, immerhin ohne Menschenverluste. Im Februar 1797 war Bayntun zurück in der Karibik (Kapitän der ARETHUSA (38) ?) und wirkte bei Konteradmiral Harveys Eroberung Trinidads mit. Von 1799 bis 1802 kommandierte er - weiterhin in karibischen Gewässern - die Fregatte QUEBEC (32).
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1803 bekam Bayntun erstmals das Kommando über ein Schlachtschiff. Auf dem Linienschiff CUMBERLAND (74) war er der Kommodore eines Geschwaders, daß im Sommer 1803 erfolgreich vor St. Domingo operierte. Am 30. Juli 1803 fingen Bayntun und seine Schiffe die französische Fregatte CREOLE (38). Zuvor hatte das Geschwader am 28. Juni 1803 die Korvette MIGNONNE (16 - Jean-Pierre Bargeau) erbeutet, bei welchem Anlass das englische Linienschiff HERCULE (74 - John B. Hills) allerdings ein Gefecht gegen die französische Fregatte POURSUIVANTE (44 - Jean-Baptiste-Phillibert Willaumez) nicht hatte entscheiden können - ein seltener Fall !
1804 bekam Bayntun das Linienschiff LEVIATHAN und stieß zu Nelsons Blockadeflotte vor Toulon. Als die französische Mittelmeerflotte unter Vizeadmiral Villeneuve im Frühjahr 1805 aus Toulon ausbrach und über den Atlantik segelte, wurden die Franzosen von Nelsons Geschwader inklusive der LEVIATHAN verfolgt. So gehörte Bayntun mit seinem Schiff auch zur englischen Flotte, die vor Cadiz auf die dort ankernde französisch-spanische Flotte wartete. Zwischen beiden Flotten kam es dann am 21. Oktober 1805 zur Schlacht von Trafalgar, in der die LEVIATHAN zur sogenannten "Weather Column", dem von Nelson befehligten Angriffskeil, gehörte. Die LEVIATHAN half, das französische Flaggschiff BUCENTAURE (80) niederzuringen, kämpfte gegen das zu diesem Zeitpunkt größte Schlachtschiff der Welt, die spanische SANTISIMA TRINIDAD mit 140 Kanonen und enterte am Ende in einem Duell die spanische ST. AUGUSTIN (74).
Wie alle Trafalgar-Kommandanten erhielt Henry William Bayntun später für seine Verdienste in der berühmten Schlacht eine Goldmedaille, den Ehrensäbel der Patriotischen Vereinigung und den Dank des Parlaments. Bei Nelsons Beerdigung 1806 kam ihm die große Ehre als Standartenträger zu.
Im März 1807 gehörte Bayntun mit der LEVIATHAN zum Geschwader von Konteradmiral George Murray. Er beaufsichtigte die Landung von rund 11000 Soldaten bei Buenos Aires. Der Angriff auf den Ort selbst am 5. Juli 1807 unter General Whitelocke war allerdings eine Katastrophe, weil die englischenTruppen mit ungeladenen oder sogar feuersteinlosen Musketen angriffen. Unnötigerweise kapitulierte der unfähige englische General sogar und zog sich endgültig zurück.
Im Juni 1809 wechselte Bayntun auf die MILFORD (74), die vor der Küste Frankreichs eingesetzt wurde. Er behielt das Kommando bis 1811, als er das Ehrenkommando über die königliche Yacht übernahm.
Am 12. August 1812 wurde Henry Bayntun zum Konteradmiral befördert. Im Januar 1815 wurde er als KCB in den exklusiven Bath-Orden aufgenommen. Am 19. Juli 1821 erreichte Sir Henry den Rang eines Vizeadmirals und am 10. Januar 1837 sogar den höchsten Admiralsrang. Admiral Sir Henry William Bayntun starb am 17. Dezember 1840 in Bath.
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The Nelson Encyclopedia: People, Places, Battles, Ships, Myths, Mistresses, Memorials & Memorabilia
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