|
Historische Schiffsmodelle
von Klaus Krick Sprache: Deutsch Broschiert - Neckar-Verlag Erscheinungsdatum: Februar 2003 Dieses Buch ist für Anfänger im Modellbau empfehlenswert. |
|
Die BRISEIS war eine brig-sloop der sogenannten Cherokee-Klasse oder Cherokee-Baureihe, von denen 1808 gleich 26 Schiffe gebaut wurden. Sie verfügte über ein flaches Deck, hatte zwei Masten und eine Brigg-Takelung. Cherokees hatten bei einer Verdrängung von 235 Tonnen eine Länge von 27,50 Meter und eine Breite von 7,40. In Kriegszeiten beherbergten diese brigg-sloops eine Besatzung von mindestens 90 Mann inklusive einer Abteilung von 15 Seesoldaten. Bewaffnet waren die Cherokees mit 2 langen Sechspfünder-Kanonen, die als Jagdgeschütze dienen konnten, sowie mit 8 Achtzehnpfünder-Karronaden. Eine Cherokee-Sloop wurde grundsätzlich von einem Seeoffizier im Range eines Commanders kommandiert.

Die BRISEIS wurde 1808 auf der Werft von Upnor gebaut. Ihr erster Kommandant wurde Robert Pettet, Commander seit 1804 .
Im Frühjahr 1809 war die BRISEIS vor Helgoland ( dänisch, aber britisch besetzt ) stationiert und führte als Teil eines Sloop-Geschwaders unter Kommodore Lord George Stuart von der AIMABLE (32) erfolgreich Kreuzerkrieg vor allem gegen die dänische Handelsschifffahrt. Zusammen mit der kleinen Kriegsbrigg BRUIZER (14) gelang der BRISEIS dabei im Mai 1809 die Wegnahme der dänischen COURIER.
Das Geschwader drang am 7. Juli 1809 unter der Führung von Kapitän William Goate von der MUSQUITO (18 - Cruizer-Klasse) in die Elbemündung bis Cuxhaven vor. Vor Cuxhaven wurden sie von einer feindlichen Geschützbatterie aus 6 Vierundzwanzigpfünder-Kanonen aufgehalten und mußten außer Schussweite dieses Forts die Nacht vor Anker verbringen. Am nächsten Morgen setzte das Geschwader dann Boote zum Flankenangriff auf die Batterie aus, fanden die Stellung und die Stadt aber von französischen Streitkräften verlassen vor. Die Briten marschierten in Cuxhaven ein, verluden die Kanonen inklusive Munition, nahmen auch zwei französische Kanonenboote in Besitz und sprengten dann das Fort. Die Stadt wurde einem zivilen Bürgermeister zur Verwaltung zurückgegeben. Neben der MUSQUITO und der BRISEIS waren bei diesem Angriff auch ihr Schwesterschiff EPHIRA (10 - William Watts), einige kleinere Kriegsbriggs, Kutter und Schuten beteiligt.
In den folgenden Wochen operierte das Geschader in der Wesermündung und organisierte, nunmehr wieder unter dem Kommando Stuarts, Überfälle auf französische Truppen und Forts zu beiden Seiten des Flusses. Bei Gessendorf gelang den Briten dabei ein erfolgreicher Schlag gegen eine Geschützstellung, wobei der Flankenangriff von Commander Pettet mit den Männern von der BRISEIS entscheidend zum Erfolg beitrug. Auch der Einsatz französischer Kavallerie konnte am Ende den vollkommenen Rückzug der französischen Kräfte nicht verhindern. Lediglich Commander Wallis von der EPHIRA wurde im Verlaufe des Gefechts verwundet.
Im September 1809 übernahm John Miller Adye auf der BRISEIS sein erstes Kommando als Commander. Er war bereits 1797 zum Leutnant befördert worden und hatte 1798 auf der VANGUARD an der Schlacht von Abukir teilgenommen, in der er verwundet wurde. Seinen ersten Erfolg mit der BRISEIS konnte Adye am 6. November 1809 verbuchen, als er den dänischen Kaperer RECIPROCITE (4) vor Helgoland aufbringen konnte.
Neun Monate später, am 8. August 1810 kaperte die BRISEIS die dänischen Handelsschiffe COMMERCE und RAFFNEES.
|
SEESCHLACHT.TK - Das Buch
Napoleons gefallene Göttinnen |