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Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815 Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802 von Thomas Siebe Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010 Bei AMAZON bestellen Mehr Infos Beispiel-Seiten Beispiel 1 - Beispiel 2 - Beispiel 3 |
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Historische Schiffsmodelle
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* 26. September 1732 in Utrera , Spanien † 3. April 1815 in Cadiz, Spanien
Jose de Cordoba y Ramos de Garay y Lasso de la Vega wurde am 26. September 1732 in Utrera (Nähe Sevilla) geboren.
Im Alter von 13 Jahren ging er zum ersten Mal zur See und segelte als Passagier im Geschwader des Marquis De La Victoria. Dem jungen Cordoba gefiel das Leben auf See. Am 31. Oktober 1746 trat er als Fähnrich in die Marinegarde ein und ging an Bord der IVENCIBLE, dem Flaggschiff von Admiral Andres Reggio. Dessen Flotte war vor Südamerika und in der Karibik stationiert. Im Oktober 1748 schlug Cordoba unter Reggio seine erste Schlacht gegen eine englische Flotte unter Admiral Charles Knowles.
Am 23. Oktober 1751 erlangte der Fähnrich seine Beförderung zum Unterleutnant der Fregatte (alferez de fragata) und am 13. Juli 1752 avancierte Cordoba zum Unterleutnant (alferez de navio ).
1755 diente er in einem Geschwader Schebecken unter Fregattenkapitän Jose de la Flor, der mit dem Kampf gegen algerische Korsaren beauftragt war. Am 16. März 1755 bestand Cordoba mit dem Geschwader eine blutige Schlacht gegen drei Feindschiffe, die am Ende aber versenkt wurden.
Am 5. März 1757 wurde er zum Leutnant der Fregatte (teniente de fragata) befördert und schiffte sich auf der VENCEDOR ein, die im Geschwader unter Isidorio de Postigo segelte und ebenfalls gegen Algier fuhr. Cordoba bestand an Bord seiner Fregatte ein siegreiches Duell mit dem Feindschiff CASTILLO NUEVO.
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Am 13. Juli 1760 erreichte Cordoba den vollen Rang eines Leutnants (teniente de navio).
In Havanna erlebte er 1762 den Angriff der englischen Flotte und englischer Truppen unter Pocock und Albermarle.
1763 war er in Südostasien stationiert (Philippinen). 1764 kam er auf der SEPTENTRION wieder nach Spanien, wo er vor Melilla, einem spanischen Stützpunkt an der nordafrikanischen Küste, gegen die Mauren kämpfte. 1765 kehrte Cordoba auf der BUEN CONSEJO wieder nach Südostasien zurück
Am 6. August 1767, wieder in Spanien, avancierte er zum Fregattenkapitän. Doch erst am 15. Januar 1769 erhielt er mit der SAN ISIDRO sein erstes Kommando.
Von 1770 bis 1772 machte Cordoba Reisen nach Südostasien und in die Südsee. Diese Fahrten brachten ihm ein Vermögen ein.
Am 21. April 1774 stieg Cordoba zum Kapitän zur See auf und bekam das Kommando über die SAN MIGUEL.
1777 wechselte Cordoba im Kommando auf die
SAN JOSE und lief am 4. November 1777 in wissenschaftlich-militärischer Mission mit Ziel Pazifik aus. Dort blieb die SAN JOSE bis zum Ende des nordamerikanischen Freiheitskrieges. Während dieser Zeit wurde Cordoba zunächst zum Kommodore (brigadier), am 19. Juni 1781 dann zum Konteradmiral (jefe de escuadra) befördert.
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Von 1784 bis 1785 machte Cordoba eine mühevolle Reise an der südamerikanischen Küste. Im April 1788 übernahm der Konteradmiral dann das Kommando über ein in Cadiz stationiertes Geschwader von Linienschiffen.
Am 21. Juni 1789 wurde Cordoba zum Vizeadmiral (teniente general) befördert und diente zu Beginn des Krieges gegen Frankreich 1793 noch immer in Cadiz.
1794 wurde er Zweitkommandierender in der Atlantikflotte unter Admiral Francisco de Borja. U.a. führte er mit seinem Geschwader Kreuzerkrieg gegen aus dem Pazifik kommende französische Handelsschiffe.
Anfang 1796 wurde Cordoba Zweitkommandierender unter Admiral Juan de Langara in der Mittelmeerflotte. Kurz darauf wurde Langara zum Marineminister ernannt und Cordoba rückte in das Kommando über die in Cartagena liegende Mittelmeerflotte nach.
Wegen Versorgungsengpässen war Cordoba Ende 1796 gezwungen, mit seiner Flotte Cartagena zu verlassen. Mit seinem Flaggschiff SANTISIMA TRINIDAD (130) setzte er sich an die Spitze seiner Schiffe und nahm Kurs auf Cadiz. Auf dem Weg dorthin wurde seiner Flotte der Weg von einer englischen Flotte unter Admiral Jervis verlegt und am 14. Februar 1797 kam es zur Seeschlacht vor Kap St. Vincent.
Cordobas 24 Linienschiffe, die in schlecht geordneter Formation segelten, wurden durch ein einfaches Manöver von Jervis zunächst in zwei Abteilungen gespalten. Dann verfolgte Jervis die größere Gruppe Schiffe um das Flaggschiff des spanischen Vizeadmirals, dessen Pulk aus Schiffen durch ein selbstmörderisch erscheinendes Manöver von Kommodore Horatio Nelson mit der CAPTAIN (74) gestoppt und ein weiteres Mal zerstreut wurde. Jervis Flotte stellte Cordobas Flaggschiff und sechs weitere spanische Schlachtschiffe. Die Engländer eroberten vier Linienschiffe, Cordobas zerschossene SANTISIMA TRINIDAD konnte nur knapp entkommen.
Cordoba erreichte bald darauf Cadiz, wurde jedoch im Dezember 1797 wegen der verlorenen Schlacht unter Arrest gestellt. Im Mai 1799 trat ein Kriegsgericht zusammen und fällte am 10. September 1799 sein Urteil über Cordoba. Das Tribunal befand ihn schuldig, dem englischen Angriff nicht in angemessener Formation begegnet zu sein und so die Niederlage verursacht zu haben. Cordoba wurde Rang und Kommando aberkannt. Dazu wurde der Ex-Admiral mit einem Bann für den Königshof und alle spanischen Häfen belegt.
In den nächsten Jahren bat Cordoba den spanischen König mehrfach vergeblich um seine Begnadigung. Auch ein Gnadengesuch an den starken Mann Spaniens, Godoy, blieb 1802 unerhört. Offenbar litt Cordoba sowohl finanziell wie auch psychisch unter dem Verlust seines Ranges.
1806 endlich gewährte der König dem greisen Ex-Admiral Gnade und schickte den wieder ernannten Vizeadmiral gleichzeitig in den Ruhestand.
Vizeadmiral Jose de Cordoba y Ramos de Garay starb am 3. April 1815 in Cadiz.
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