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Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815 Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802 von Thomas Siebe Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010 Bei AMAZON bestellen Mehr Infos Beispiel-Seiten Beispiel 1 - Beispiel 2 - Beispiel 3 | |
William Kite |
* 17. November 1760 in Devonport † 23. April 1813 in Rochester
Charles John Moore Mansfield wurde am 17. November 1760 als Sohn eines Schiffzimmermannes in Devonport, England geboren.
Vermutlich trat er, wie auch mindestens zwei seiner Brüder, schon sehr früh in die Royal Navy ein. Am 25. November 1778 bestand Mansfield die Leutnantsprüfung, erhielt das Patent und diente während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges zunächst auf dem Linienschiff ALBION (74 - Boywer), auf der SULTAN (74 - Gardner) und ab 1780 auf der Fregatte FORTUNEE (40). Auf letzterem Schiff erlebte er wahrscheinlich auch die berühmte Seeschlacht bei den Saints im April 1782.
Nach Ende des Unabhängigkeitskrieges blieb Mansfield vermutlich im aktiven Dienst und wurde auf diversen Schiffen eingesetzt. U.a. diente er 1787 offensichtlich auf der IRRESISTIBLE (74).
Als 1793 der Krieg mit Frankreich ausbrach, erhielt Mansfield am 19. Juli 1793 seine Beförderung zum Commander und kommandierte bis August 1794 die MEGAERA (14), ein Feuerschiff (Brander), das der Kanalflotte zugeteilt war. Am 4. Oktober 1794 wurde Mansfield zum Kapitän befördert und übernahm die Führung der Sloop SPHYNX (20). Im März 1795 wechselte er auf die Fregatte ANDROMACHE (32), mit der er zunächst in der Karibik operierte, 1796 aber ins Mittelmeer versetzt wurde.
Am 31. Januar 1797 geriet die ANDROMACHE durch ein Missverständnis in ein Duell mit einer kleinen algerischen Fregatte von 24 Kanonen. Angeblich verwechselte das algerische Schiff die ANDROMACHE mit einem Kriegschiff aus Portugal, mit dem die afrikanischen Stadtstaaten (Algier, Tripolis, Tunis, Derna) zu diesem Zeitpunkt im Krieg lagen. Auf der anderen Seite gibt es Berichte, wonach die ANDROMACHE die ersten Schüsse abgab. Man muss dazu wissen, dass Portugal und England zwar Verbündete waren, Algier und England deswegen aber nicht im Krieg lagen. Jedenfalls fügte Mansfield den Algeriern im Duell der Breitseiten schwere Verluste zu, wehrte einen für den Gegner verlustreichen Enterversuch ab und zwang das algerische Schiff zur Kapitulation.
1798 kehrte Mansfield mit der ANDROMACHE nach England zurück und bekam ein neues und erfolgreiches Kommando auf der DRYAD (36). Denn am 5. März 1801 brachte er im Nordatlantik die französische Korvette PREMIER KONSUL (24) auf. Kurz davor oder danach bezwang die DRYAD nach kurzem Zweikampf auch noch eine schwedische Fregatte von 32 Kanonen. Beide Schiffe wurden später in der Royal Navy als Sloop bzw. Fregatte in Dienst gestellt.
Mit dem Frieden von Amiens wurde Mansfields Schiff im Juni 1802 abgemustert, doch nach wenigen Monaten trügerischen Friedens ging der militärische Konflikt mit Frankreich in eine neue Phase.
Im April 1803 bekam Kapitän Mansfield das Kommando über das Linienschiff MINOTAUR (74). Am 28. Mai 1803 stellte die MINOTAUR, unterstützt von der THUNDERER (74) und der ALBION (74), im Kanal die französische Fregatte FRANCHISE (44 - Jurien) und eroberte das feindliche Schiff.
Am 21. Oktober 1805 nahm Mansfield mit der MINOTAUR an der berühmten Seeschlacht vor Kap Trafalgar teil. Sein Schiff gehörte zu Lord Nelsons Angriffskeil.
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