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The Sailing Navy List: All the Ships of the Royal Navy, Built, Purchased and Captured, 1688-1860
von David Lyon Sprache: Englisch Gebundene Ausgabe - 384 Seiten - Conway Maritime Eine Liste und Kurzbeschreibung aller Kriegsschiffe der Royal Navy im o.g. Zeitraum |
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Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815 Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802 von Thomas Siebe Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010 Bei AMAZON bestellen Mehr Infos Beispiel-Seiten Beispiel 1 - Beispiel 2 - Beispiel 3 |
In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, genauer gesagt 1670, führte die Royal Navy für ihre größten Schlachtschiffe ein grobes Bewertungssystem ein. Der damaligen Kampftaktik für Flotten entsprechend teilten sich die Kriegsschiffe in Schiffe, die in der Schlachtlinie segeln konnten und in Schiffe, die durch mangelnde Angriffs- und Verteidigungskraft dazu nicht in der Lage waren. Entsprechende Größe und ausreichende Anzahl der Kanonen machte ein Kriegsschiff zu einem Linienschiff.
Im Verlauf der Jahre wurden auch die Linienschiffe zur Bestimmung ihrer taktische Positionen in der Linie in Klassen eingeteilt. Über von den Klassen abhängige Besoldung, Verpflegung und Wartung fand das Bewertungs- oder Ratingsystem Eingang in die Verwaltung der Flotten, womit sich die Klassen weiter ausdifferenzierten. So wurden auch Fregatten, die in einer Schlachtlinie nicht bestehen konnten, durch Zuteilung einer Klasse bewertet. Auch hier war die Anzahl der Kanonen und die Größe des Schiffes entscheidend.
Die Schlachtschiffe wurden weiter entwickelt, wurden immer größer und schlagkräftiger und schon bald wurde das Ratingsystem für die Wiedergabe der tatsächlichen Kampfkraft zunehmend anachronistisch, bezüglich der Verwaltung jedoch festgeschrieben und damit amtlich. Zu Zeiten der Revolutions- und Koalitionkriege 1776 - 1783 und 1793 - 1815 wurde damit zum Beispiel auch die von der Admiralität gezahlte Prämie, eine Art Kopfgeld, für ein vernichtetes feindliches Schiff festgelegt. Die Eroberung eines Linienschiffs erster Klasse (first rate) brachte - unabhängig vom Prisengeld - natürlich mehr Kopfgeld ein als ein weggenommenes Schlachtschiff dritter Klasse (third rate).
Im gerade genannten Zeitraum begann die Ratingeinteilung aber auch endgültig von der technischen Weiterentwicklung der Kriegsschiffe und ihrer Artillerie überholt zu werden. Z.B. ermöglichten bauliche Verbesserungen oder die Einführung von Karronaden (leichtere Nahkampfartillerie) den Schiffen, wesentlich mehr Geschütze als vorher zu tragen. So manche Fregatte der 5. Klasse (fifth rate) hätte z.B. durch die Anzahl ihrer Geschütze in den 4. Rang (fourth rate) aufsteigen und entsprechende Besoldung beanspruchen müssen, wenn die geizige englische Admiralität die Karronaden als Kanonen im Sinne des Systems gezählt hätte, ... was sie natürlich nicht tat.
| Schiffstypen | Klasse | Anzahl Kanonen * | Artilleriedecks | Besatzungsstärke | Verdrängung in Tonnen |
| Linienschiff Beispiel | 1 | 100 und mehr | 3 | 850 bis 875 | mehr als 2000 |
| Linienschiff Beispiel | 2 | 90 bis 98 | 3 | 700 to 750 | um 2000 |
| Linienschiff Beispiel 1 Beispiel 2 | 3 | 64 bis 80 | 2 | 500 bis 650 | 1300 bis 1600 |
| Zweidecker Beispiel 1 Beispiel 2 Beispiel 3 | 4 | 50 bis 60 | 2 | 320 bis 420 | um 1000 |
| Zweidecker oder Fregatte Beispiel 1 Beispiel 2 | 5 | 32 bis 44 | 1 - 2 | 200 bis 300 | 700 bis 1450 |
| Fregatte | 6 | 20 bis 28 | 1 | 140 bis 200 | 450 bis 550 |
| Sloop - Mörserschiff - Kutter u.a. - Beispiel | nicht klassifiziert | Bis 18 | 1 | Bis 120 | unter 400 |
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