Mit der Bootdiskette in´s Netzwerk
oder
DOS und Netzwerk
Sollte Windows nicht mehr starten, hat man auch keinen Netzzugriff. Man kommt also nicht an
wichtige Dateien auf dem Server, die die Reparatur des Systems entscheidend beschleunigen würden.
Das gleiche gilt für Notebooks ohne CD-ROM-Laufwerk, auf denen die Software über das Netz installiert wurde.
In solchen Fällen wäre eine Notfalldiskette mit Netzwerkunterstützung hilfreich. In Windows ist eine solche Funktion nicht vorgesehen.
Dennoch ist es möglich sich eine derartige Bootdiskette zu erstellen.
Was benötigt wird:
Der DOS-Treiber für die Netzwerk-karte
natürlich eine Leerdiskette (1,44MB)
ein DOS-System oder Win9x im Dos-Modus
Der MS-Netzwerk-Client
zu finden auf
ftp://ftp.microsoft.com/bussys/Clients/MSCLIENT/
oder
ftp://ftp.wnt.uni-duesseldorf.de/Mirror/ftp.microsoft.com/bussys/Clients/msclient/
die benötigten Dateien sind DSK3-1.EXEund DSK3-2.EXE
wer DOS als Fileserver-OS einsetzen will, sollte sich http://www.audio-computer.de/gerd/dosnet.htmldurchlesen.
Die einfachste Lösung ist es , sich bei www.Backmagic.dedas Tool NetBoot herunterzuladen.
dazu muss man vorher den MS-Netzwerk-Clientheruntergeladen haben.
Er ist auch auf der Windows NT4-Server-CD zu finden.
Die Installation:
Zunächst sollte man die Startdateien (Autoexec.bat und Confog.sys) in ein anderes Vertzeichniss
kopieren,da diese bei der Installation verändert werden
z.B
c:\md backup
copy autoexec.bat c:\backup
copy config.sys c:\backup
nun erstellt man sich ein Verzeichniss für das Installations-Programm (z.B c:\msclient)
und kopiert die entpackten Dateien aus DSK3-1.EXEund DSK3-2.EXE hinein.
Da das Setup Programm bei der Frage , wo der Treiber für die Netzwerk-Karte liegt , keine
"Durchsuchen"-Funktion anbietet, sollte man genau wissen wo dieser liegt
Er sollte auf die Festplatte kopiert worden sein.Z.B c:\msclient\drv
wichtig ist, das dort die Datei Oemsetup.inf des Kartenherstellers liegt.
Sollte das noch nicht geschehen sein, sollte nun in der MS-Dos-Modus gewechselt werden
(Keine Dos-Box) Nun kann das Setup gestartet werden.
Hier nochmals der Hinweis, das VORHER die Startdateien gesichert werden sollten.
Das Setup fragt zunächst wohin die Dateien kopiert werden sollen.Gib hier a:\Net an.
Die Warnung es ist nicht genug Platz auf der "Festplatte" (Diskette) und es
wird eine abgespeckte Version installiert kann
mit Enter bestätigt werden.Das nächste ist die Frage nach dem DOS-Treiber der
Netzwerkkarte.Gib hier das Verzeichniss an - Beispielsweise c:\msclient\drv
Weiter müssen die Netzwerkprotokolle gewählt werden.-Z.B Netbeui und
angegeben werden,ob sich an einer Domäne (z.B ein NT-Server) angemeldet werden soll.
(mit TAB wechseln)
Nach der Installation kopiere die Startdateien (Autoexec.bat und Config.sys) auf die Diskette
und bearbeite diese mit Edit oder Wordpad unter Windows.
(die gesicherten Startdateien wieder zurückkopieren auf c:\ )
es müssen nutzlose einträge entfernt werden und bei allem Anderen
der Pfad von c:\ auf a:\ bzw a:\net geändert werden.
Hier ein Beispiel der Autoexec.bat:
@echo off
PATH A:\NET
KEYB GR,,a:\KEYBOARD.SYS
LH /L:0;1,29952 /S a:\NET\net initialize
LH /L:0;1,79536 /S a:\NET\net start
PROMPT $p$g
und der Config.sys
DEVICE=a:\HIMEM.SYS
DOS=HIGH COUNTRY=049,850,a:\COUNTRY.SYS
FILES=30
LASTDRIVE=Z
DEVICEHIGH /L:1,4656 =a:\NET\IFSHLP.SYS
STACKS=9,256
Das Verzeichniss a:\net kann nun entrümpelz werden.Es werden dort folgende Dateien benötigt:
Connect.dat
Ifshlp.sys
Ndishlp.sys
Net.exe
Neth.msg
Treiber.dos
Protman.dos
Protocol.ini
System.ini
Wfwsys.cfg
Neth.msg kann weggelassen werden,es steht dann aber keine Hilfe-Funtion für den Befehl Net zu verfügung.
Treiber.dos ist der Treiber der Netzwerkkarte.Der Dateiname ist abhänig von der verwendeten Netzwerkkarte.
im Hauptverzeichniss a:\ muss sein:
Autoexec.bat
Config.sys
country.sys
Keyb.com
keyboard.sys
Himem.sys
die fehlenden Dateien bekommt man bspw. aus c:\windows\command
Nun muss die Diskette noch mit "Sys a:" startbar gemacht werden und ist somit
bereit zum Booten und es kann sich mit
net use x: \\server\laufwerksname
mit dem Server verbunden werden.
Besonderheit bei PCMCIA-Karten ist,das VOR dem Laden des Netzwerktreibers der PCMCIA-Slot-
Treiber (Enabler genannt) geladen werden muss.Also dementsprechend in die Autoexec.bat eintragen
besipielsweise a:\net\lanen.exe
den Treiber für meine Fiberline FL4680 PCMCIA-Karte fand ich nach langer Suche auf
http://www.abocom.com.tw/Er nannte sich "re450"
mir dem Treiber von der Fiberline-Seiteging es leider nicht.
Treiber für meine Realtek 8029 bzw 8019 Karten fand ich auf http://www.realtek.com.tw/
Falls Ihr eine dieser Karten bestitzt , so könnt ihr euch die Bootdiskette herunterladen:
Realtek8029 (PCI)
Realtek8019 (ISA)
Fiberline FL4860 (PCMCIA)
Es besteht natürlich keine Garantie auf Fehlerfreiheit und ich bin für evt.
Schäden die ihr damit evt. verursacht nicht verantwortlich
Die Disketten sind als selbsterstellendes Image für 1,44MB Disks vorhanden
an den noch nicht verlinkten Disks wird noch gebastelt :-(
Dann müssen folgende Einträge der Datei "SYSTEM.INI" in a:\Net bearbeitet werden:
computername=PC
username=USERNAME
workgroup=WGROUP
lmlogon=0 Wert auf 1 setzen wenn sich an einer Dömäne angemeldet werden soll (Bsp an einem NT-Server)
logondomain= Name der Domäne an der angemeldet werden soll
Die Disketten basieren aus Copyright-Gründen alle auf Caldera-Open-DosV7.01 und unterstützen daher kein FAT32
IDE-Cdrom und Maus werden unterstützt.
Ihr könnt sie euch ja als Win9X Bootdisk umstricken.
(Sys a: und die Startdateien modifizieren)
Auf dem Microsoft FTP-Server liegt ein Image einer Windows 98-Startdiskette.
Zum Schreiben des Images auf eine Diskette wird das Programm NTDISK.EXE benötigt.
Kopiert beide Dateien in ein gemeinsames Verzeichnis und startet NTDISK.EXE
ftp://ftp.microsoft.com/products/oemtest/v1.1/wostest/tools/fat32ebd/dskimage.dat
ftp://ftp.microsoft.com/products/oemtest/v1.1/wostest/tools/fat32ebd/ntdisk.exe
Noch ein Tip am Rande: Ihr könnt in die autoexec.bat Netztwerkpfade einbinden.
PATH=\\server\laufwerk\verzeichniss
dort können dann Tools wie z.B der Norton-Commander liegen,womit man auch
gleich eine angenehmere Benutzeroberfläche hat.