| Einleitung |
Die gegenwärtige Rasanz des Fortschrittes, insbesondere die Kopplung moderner elektronischer Datenverarbeitungskomponenten an und in optische Instrumente, haben in letzter Zeit zu einer regelrechten "Veraltungswelle" geführt.
Nutznießer dieser technischen Entwicklung sowie der historischen Chance der deutschen Wiedervereinigung 1990 - und der damit verbundnenen Auflösung eines umfangreichen Sortiments militärischer Optiken - ist der private Interessent, der so erstmals Zugang zu technischen Instrumenten bekommt, der bislang wegen der damit verbundenen Kosten oder Beschaffungsprobleme nicht einmal vorstellbar war.
Es handelt sich dabei um Zeugnisse für die mit der Entwicklung optischer Präzisionsinstrumente eng verknüpften Kultur-, Militär- und Wissenschaftsgeschichte.
Im Falle "meiner ollen NVA-Dinger" ist damit natürlich die Industriegeschichte des optischen Werkes - oder besser: VEB - Carl Zeiss Jena eng verknüpft. Es zeigt sich immer wieder, daß - entgegen verbreiteter Auffassung - in der ehemaligen DDR auch hervorragende Qualität gefertigt wurde.
Carl Zeiss, Ernst Abbe, Friedrich Otto Schott - und für die
Freunde
der Stereotelemeter: Carl Pulfrich - haben der Welt ein Erbe
hinterlassen,
das der gesamten Entwicklung unserer Kultur elementare
Möglichkeiten
überhaupt erst eröffnet hat. Getreu der von Ernst Abbe
initiierten
Prämisse, nur optische Instrumente zu erzeugen, die das optisch
machbare
verkörpern, wurden im ehemaligen VEB trotz der unbestreitbaren
Mangelwirtschaft
in der DDR bis zur Wende viele Entwicklungen hervorgebracht, die in
ihrer
Klasse richtungsweisend waren. Dabei sei nur am Rande auf die
Einführung
der "Unendlichoptik" bei den Mikroskopen verwiesen.
Das seinerzeit sehr moderne elektronische Tachymeter "Recota" oder der
-
allerdings in der NVA wohl nicht vorhanden gewesene -
Universaltheodolit Theo
003 (mißt die zehntel Sekunde!) waren "highlights" des
Vermessungsinstrumentenbaues und ganz Ausdruck dieser Jenaer Tradition.
Es zeigt sich aber auch, wozu "die Russen" fähig waren.
Sovjetische Militäroptik ist klassisch, einfach, robust und
wirklich unerwartet hochwertig in der Abbildungsqualität.
Über ihre Hersteller jedoch auch nur etwas zu erfahren, ist ein
Buch
mit sieben Siegeln, eine wahre Herausforderung.
Im Zeitalter sich immer weiter entwickelnder Laser- und
Mikrowellentechnologie ist davon auszugehen, daß die Entwicklung
und vor allem die teure Produktion
optischer Meßinstrumente der thematisierten Form einen gewissen
Abschluß
erfahren hat.
Vergleichbares wird es in Zukunft kaum noch geben. Bewahren wir also
das,
was es gibt.
Neben Begeisterung für Feinmechanik und einer ganz neuen
Wahrnehmung eigener Sinne, wird durch diese Technik aber auch immer das
Bewußtsein für das Thema "Wiedervereinigung" wachgehalten,
die jetzt, im Januar 2001, fast 11 Jahre zurückliegt:
Die auf meinen Seiten dargestellte Technik ist schließlich einmal
gebaut,
bzw. beschafft worden, um gegen Deutsche als Bestandteil eines
Waffensystems
eingesetzt zu werden.
Der Wille zur Freiheit und ein mutiges Auftreten ehemaliger DDR-Bürger hat diesen Wahnsinn einfach überholt.
Doch ist es damit lange nicht gut.
Allein die Existenz derartiger Technik mahnt für die Zukunft,
jeder
Erweiterung staatlicher Befugnisse und Eingriffsrechte mit
gründlichem Mißtrauen zu begegnen und nicht einfach zu
schlucken, was "Volksparteien" und ihre Delegierten in unseren
Parlamenten für die Durchsetzung einer nicht näher
definierten "Gerechtigkeit" für erforderlich halten.
Wir alle dürfen den Willen zur Freiheit nie vergessen!
Nun noch kurz zum Inhalt:
Grundsätzlich habe ich das Thema in Instrumente eingeteilt, die im
Zivilgebereich gebräuchlich sind, und
Instrumente,
die ausschließlich für die militärische
Verwendung konstruiert worden sind. Dort unterteilt es sich
dann
jeweils weiter, einen Überblick gibt es im Katalog.
Optische Instrumente, die reinen Meßzwecken dienen, die man also
nicht
für einen erbaulichen Blick in die Landschaft oder in einen
Wassertropfen
verwenden kann, habe ich nicht berücksichtigt, wenn sie nicht
gerätespezifischen
Zubehörcharakter haben.
Dieses sind vor allem Universalprüfgeräte aus dem
Maschinenbau oder
Universaljustiergeräte - hier müßte ich mich sonst so
sehr
hineinknieen, daß für die Dinge, die ich eigentlich
darstellen
wollte, kaum noch Zeit übrig bliebe - man kann jedoch davon
ausgehen,
daß, wo nötig, die gesamte Produktpalette des VEB
Carl-Zeiss-Jena
zur Verfügung stand - die NVA saß da gewissermaßen "an
der
Quelle".
Daneben gehe ich noch auf Gefahrenpotentialeein, da diese Thematik nicht ganz unbeachtet bleiben darf - schließlich haben wir es hier nicht mit Spielsachen zu tun: An dieser Stelle kann die Seite vielleicht einmal einen "greifbaren" Nutzen haben. Wenn sie nur einen einzigen Schaden von einer einzigen Person abzuwenden geholfen hat, kann man sagen: Diese Seite hat sich wirklich "bezahlt gemacht".
Daneben erlaube ich mir noch eine persönliche (Kauf-)
Empfehlung für
Handferngläser, da die Frage: "was
würdest
Du Dir kaufen?" wirklich eine FAQ geworden ist.
Übrigens: Wenn Sie als Leser Lust haben, einen kleinen Beitrag zu
leisten,
werde ich ihn gerne, natürlich mit ausdrücklichem Hinweis auf
den
Verfasser inkl. Link, hier veröffentlichen.
Letztlich noch eine kleine Entschuldigung:
Eigentlich kann ich mir den Unterhalt dieser Seite aus
Zeitgründen
überhaupt nicht leisten. Sie ist auch viel größer
geworden,
als ich es ursprünglich gewollt hatte.
Es war eigentlich vorgesehen, erste Gehübungen mit
einem
Browser zu tätigen, um diesen dann für meine eigentliche
Arbeit
gut nutzen zu können. Dafür habe ich als "Übungsziel"
mein
Hobby gewählt, da bezüglich dieses Themas im Internet so gut
wie
nichts zu finden war. Also mußte ein Knotenpunkt her, der mit
Lust
erschaffen wird.
Der Rest ist Eigendynamik mit wachsender Tendenz.
Auf der Strecke bleibt dabei zunächst die Tiefe.
Ich
werde erstmal beginnen, vorzustellen, einzuordnen und zu strukturieren
um
dann nach und nach die Inhalte - je nach Zeitlage - zu verdichten. Wie
gesagt:
Es ist viel mehr, als ich eigentlich wollte.
Aber jedes Gerät ist doch auf seine Art sehr
interessant. Es wäre ungerecht.
Wenn es also manchmal etwas lau ist, dann ist das ganz
normal.
Aber irgendwann....wird dies eine runde Sache werden, die sogar in
englischer
Sprache vorliegen soll.
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