Das binokulare Aussichtsfernrohr ASEMBI 80-500

Bei diesem Aussichtsfernrohr handelt es sich um eine zivile Entwicklung, die in einigen Fällen in der NVA eingesetzt waren.
Einen Überblick über die historische Entwicklung finden Sie auf der Seite von J. Kost.

Auf Vorpostenschiffen der Grenzbrigade Küse, bei den Grenzaufklärern und auf Flugplätzen (etwa zur visuellen Kontrolle ob Fahrwerke ausgefahren waren) tat dieses Glas während der gesamten Existenzphase der NVA seinen Dienst - Nomenklaturnummer: 012300.
Der Wiederbeschaffungspreis betrug damals M 6.710,--. Damit war dieses Fernrohr etwa so teuer wie ein Theodolit.
3 Ausführungen, die sich in Farbe (Schwarz und Grau und Bronzegrün) sowie in der Gehäuseausführung geringfügig unterscheiden, sind bekannt.

Mit 80 mm Objektivdurchmesser und 500 mm Brennweite (es handelt sich dabei um sogenannte "2-linsige C-Objektive") weist dieses Doppelfernrohr schon sehr ordentliche Ausmaße auf. Ein Betrieb ohne Stativ ist kaum sinnvoll möglich.
Bei den Okularen handelt es sich im Gegensatz zu dem Vorgänger, der noch in der Wehrmacht seinen Dienst tat und mit einem Okularrevolver ausgestattet war, hier um halbpankratischeOkulare, die eine stufenlose Vergrößerungswahl ermöglichen (für den praktischen Gebrauch sind allerdings nur die beiden Vergrößerungen an den Anschlägen nutzbar).
Sie gewährleisten die Einstellung der Vergrößerungen 20x (f=25 mm; Sehfeld 2,5°, entsprechend 44 m auf 1000 m) und 40x (f=12,5 mm; Sehfeld 1,25°, entsprechend 22 m auf 1000 m).

Das Gesamtgewicht mit hölzerner Transportkiste beträgt 22,2 kg.
 
 
Ein ASEMBI.

Das schwere Glas ist auf einem 20 mm Zapfen montiert.
Als Basisstativ dient ein modifiziertes Nivellierstativ.

Foto: Bernd Kischa.


 
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