| Der biaxiale Zielmarkenkollimator |
Es handelt sich bei einem biaxialen Zielmarkenkollimator nicht um ein
separates optisches Gerät sondern um eine integrierte Baugruppe der
Raumbildentfernungsmeßgeräte, die insbesondere die Zeiss´schen
Entfernungsmesser kennzeichnet.
Das Vorhandensein dieser Baugruppe ist zudem ein Unterscheidungsmerkmal
zu den Scherenfernrohren, die auch die räumliche Beobachtung, nicht
aber die stereoskopische Streckenmessung ermöglichen.
Der biaxiale Zielmarkenkollimator dient der Einspiegelung der Meßmarken
in die Unendlichebene der Fernrohrstrahlengänge so daß die Meßmarken
zusammen mit dem Bild scharf gesehen werden.
Wesentlich ist dabei in diesem Falle jedoch, daß die Zielmarken
quasi durch ein ineinandergelegtes Projektionssystem aufeinander projiziert
werden.
So werden Lageänderungen der Winkelspiegel, bzw bei älteren
Instrumenten, der Prismen, kompensiert - das Meßsystem wird gegen
winkelmäßige Veränderungen, die Verfäschungen der
Messungen verursachen könnten, unempfindlich.
Daher rührt auch die zusätzliche Bezeichnung einiger Stereotelemeter
"unempfindlicher Bauart".
Das bedeutet also nicht, daß man mit einem
solchen Gerät besonders roh umgehen könnte.
Nur diese Konstruktion mit dem biaxialen Zielmarkenkollimator erlaubt
übrigens wegen der immer im Gelenk vorhandenen Lose den Bau von zusammenlegbaren
Entfernungsmeßgeräten wie etwa dem EM-61
oder dem EMK-04.
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