Allgemeines
Bussolen

Immer wieder taucht auf meinen Seiten der Begriff "Bussole" auf, eine Art "Winkelmeßkompaß" mit Magnetnadel.
Die Baugruppe, die man gemeinhin als Kompaß betrachtet, also ein rundes Gehäuse mit dem Richtungskreis (Kreisbussole), wird man an den hier vorgestellten Instrumenten nicht finden.

Vielmehr ist nur ein längliches Gehäuse mit einem ganz kleinen Kreisausschnitt erforderlich, da die Magnetnadel nur mit einer kleinen Marke zur Deckung gebracht werden muß. Die tatsächliche Richtung in Strich wird am Meßkreis des jeweiligen Instrumentes abgelesen.

Dafür sind diese Nadeln relativ lang  und weisen eine sehr hohe Genauigkeit auf.
Sie sind mit einem Edelsteinlager versehen, das einen leichten Gang der Magnetnadel auf der Lagernadel gewährleistet.

Bei diesen Baugruppen handelt es sich um sehr sensible Feinmechanik, die man entsprechend behandeln sollte:

- Beim Transport ist die Nadel unbedingt festzustellen, um sie vor mechanischer Beschädigung zu bewahren.
- Vorsichtshalber ist die Nadel auch bei der Lagerung festzustellen, wobei dann beachtet werden muß, daß die Nordspitze nach Norden zeigt, um einer Entmagnetisierung entgegenzuwirken. - Es kommt sonst leicht vor, daß man vor einem Transport das Feststellen vergißt....
- Die Entarretierung sollte nur unmittelbar zur Orientierung vorgenommen werden.

Die Funktionsüberprüfung erfolgt einfach dadurch, daß man die Nadel durch Nähe von Ferromagnetika etwas ablenkt und dann ausschwingen läßt.
Die Nadelspitze muß dann immer wieder an den Ausgangspunkt zurückschwingen (nach DV A326/1/322 ist dabei eine Toleranz von +/- 0,5 zulässig) - mag ich gar nicht glauben.
Meine Bussolen schwingen sämtlich absolut wieder in die Ursprungsstellung zurück.

Eine kleine, sehr fein ansprechende Nadel hat übrigens der Bundeswehrkompaß "Conat" von Breithaupt/Kassel.
Immer wieder erstaunlich, wie genau und feinfühlig dieser "Marschkompaß" ist.
 
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