Das Doppelfernrohr DF 7x40

Die bekanntesten Doppelfernrohre der NVA waren wohl das DF 7x40 mit Porro I Umkehrsystem, das bei seiner Einführung eine ganze Reihe bewährter Zeiss Ferngläser (6x30, 8x30, 7x50 und 10x50 - so in DV 41/68, später A 326/1/323 von 1968 S.5) ablöste und das schlanke "Einheitsdoppelfernrohr" EDF 7x40 mit Dachkantprismen.
 
DF 7X40

Vergroesserung:                                       7X
Eintrittspupille:                                        40 mm
Austrittspupille:                                       5,7 mm
Dioptrienbereich:                                 + 7/.-3 dpt
Augenabstandeinstellung:                     56 ... 74 mm
Sehfeld auf 1000 m                                  8° 30'=1,48 m 

Transmission links o. Strichplatte:              75%
Transmission rechts m. Strichplatte:           68%
Gewicht:                                                             1200 g

Auf dieser Aufnahme läßt sich links, in etwas hellerem Grün, die Schwalbe für die Strichplattenbeleuchtung sehr gut erkennen.

Das kleine kegelförmige Rädchen auf der rechten Seite dient dem Einschwenken des IR-Aufklärungsschirmes in den Strahlengang des linken Auges.

Mit dem am Mittelgelenk befestigten ledernen Knopfriemen konnte das DF an der Uniform angeknöpft werden, damit es beim Laufen nicht umherschlägt.

Die Fernrohre waren laut Dienstvorschrift ständig "am Mann" zu tragen.

Es war verboten, die DF auf Fahrzeugen abzulegen.
- Ein Bekannter hat sich so einmal ein tolles Glas versaubeutelt...

Zwischen den Okularen schimmern ganz leicht die beiden Metallstifte hervor, die die Gummiarmierung zusammenhalten.
Diese können entfernt werden, wenn das Glas einmal einer groben Reinigung bedarf.
Darunter befindet sich eine grüne Belederung.


 
 
Hier sind die großen Okulare schön zu sehen. 

Militärferngläser sind so konstruiert, daß man sie auch mit der Gasmaske benutzen kann.

Das Einblickverhalten dieser Gläser ist sehr angenehm.

In der Innenseite des Okularschutzes befinden sich zwei Gelbfilter, um eine entspannte Himmelsbeobachtung bei heller Witterung vornehmen zu können.
Am rechtn Prismengehäuse wieder die Schwalbe, in der sich ein rotes Fensterchen befindet.
Rotes Licht verengt die Pupillen nicht. Zudem habe ich mit am PAB-2 einmal alle Farben durchprobiert: Rot ist die beste Farbe für Strichplattenbeleuchtungen.

Das DF 7x40 war mit einer elektrischen Strichplattenbeleuchtung ausgestattet, die auf einen Schwalbenschwanz am rechten Gehäuseteil aufgeschoben werden konnte. Als Spannungsquelle diente die Einheitsspannungsquelle ZW-59, in deren Unterseite zwei Buchsen eingelassen sind.
 
 
Die Strichplattenbeleuchtung für das DF mit der kleinen Ledertasche.

Bei genauem Hinsehen erkennt man zwischen den Kontakten des Steckers das kleine Geheimfach, in dem sich die Ersatzglühbirne befindet.

Durch Druck auf den schwarzen Kopf der Beleuchtung glimmt die Lampe auf. 
Der Kopf ist als Potentiometer ausgestattet, so daß durch Drehung des Kopfes die Helligkeit der Beleuchtung geregelt werden kann.

Dusseligerweise wurden nach der Wende diese Beleuchtungen nicht mit dem DF zusammen ausgeliefert. 
Man sollte aber als DF-Besitzer sehen, daß man an eine solche Einheit herankommt: Sie macht richtig Spaß. - Nicht nur wegen ihrer massiven Verarbeitung.

 


 
 
Ein DF im Schnitt.

Links ist die Beleuchtungseinheit auf die Schwalbe aufgeschoben.
Foto: Bernd Kischa.


 
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