| Das Raumbildentfernungsmeßgerät EMK-0,4 |
Das EMK-0,4 (Bezeichnung gem. Dienstvorschrift DV-45/20, "Vorschrift zum
Raumbild-Entfernungsmeßgerät EMK-0,4") ist ein Raumbildentfernungsmeßgerät unempfindlicher
Bauart mit beweglicher Meßmarke und einer Basislänge von 0,4 m.
Das Bauprinzip des Strahlenganges ähnelt dem des Scherenfernrohres.
Jedoch hat dieses Instrument mit dem opto-mechanisch wesentlich einfacheren
Scherenfernrohr sonst nichts gemein.
Am Ende dieser Seite befindet sich ein Funktionsschema.
Bestimmung (nach A 052/1/317 "Pionieraufklärungsgeräte und Pioniervermessungsgeräte
- Beschreibung und Nutzung"):
"... Es kann eingesetzt werden:
a) zum Messen von Entfernungen, Flußbreiten, lichten Höhen, horizontalen
und vertikalen Winkeln,
b) zum Vermessen von Feldbefestigungsanlagen"
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Ein EMK-0,4 der zweiten Generation objektivseitig
(Werksaufnahme) mit angesteckter Beleuchtungvorrichtung für die Meßmarken. An der Vorderseite des Batteriekastens ist das Potentiometer
zu erkennen, mit dem die Helligkeit der Meßmarken variiert werden
kann, um optimale Meßbedingungen während der Dämmerung zu
erzielen. Mit Hilfe der gut sichtbaren schwarzen Kunststoffhandschraube unterhalb des Stativkopfes wird der Geländewinkel des Meßgerätes verändert (vertikale Neigung). |
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Hier eine weitere Werksaufnahme. Die Bezifferung bedeutet: 1a/b) Lichtfenster 2a/b) Schalthebel für Blendgläser 3) Lichtfenster für rechte Meßmarke 4) Lichtfenster für linke Meßmarke und Entfernungsteilung 5a/b) Aufnahme für Meßmarkenbeleuchtungslampe 6a/b) Objektive des Meßmarkenkollimators 7) Höhenberichtigungsknopf 12) Anschluß für Trockengerät 13) Anschluß für Trockengerät 14) Anschluß für Trockengerät 16) Geländewinkelmeßvorrichtung 22) Klemmschraube für Em-Zapfen 24) Hebel zum Ausschwenken der Schnecke für Grobeinstellung der Seitenrichtung 25) Halteschieber zum Festhalten de Hebels (24) bei ausgeschwenkter Schnecke |
| EMK-04 Okularseitig (Werksaufnahme). Einander zugewandt erkennt man zwischen den Ausblickköpfen
die schwarzen, zylindrigen Blendschutzrohre des Kollimatorstrahlenganges.
Am rechten Strahlengang ist die schwarze Geländewinkellibelle zu erkennen, mit der der Neigungswinkel des Instruments - und damit der vertikale Winkel zwischen Standort und Ziel gemessen werden kann. Zur Entfernungsmessung wird das rechte Rohr mit der
Hand umfaßt. Dabei liegen Mittel- und Ringfinger autumatisch auf dem
Handrädchen in der Öffnung, die auf dem oberen Bild gut zu erkennen
ist. Es bedeuten die Nummern |
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Die Anpassung an den Augenabstand des Beobachters
erfolgt, indem der Tubus des linken Strahlenganges nach unten ausgezogen
wird. Hier ist ein Augenabstand von 69 mm eingestellt.
Die richtige Augenabstandseinstellung ist Voraussetzung
für korrekte Meßergebnisse. |
| Der Antrieb für die Entfernungsmessung (Meßwalze).
Man umfaßt den Schaft des rechten Gehäusetubusses, so daß Mittel- und Ringfinger in dieser Öffnung liegen. So kann man bequem an dem Antrieb drehen. Die Konstruktion wurde gewählt, um keine unnötig hervorstehenden Teile zu haben. Man kann sehr gut die verspachtelten Verschraubungen erkennen. |
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Eine interessante Aufnahme des Aussichtskopfes
mit der Meßskala.
Bei einem Raumbildentfernungsmeßgerät
werden die Meßmarken einander zugespiegelt. Die Meßskala zeigt quasi einen Wert an,
um den der Meßkeil, ein genau definierter Glaskeil verschoben wird.
Auf diese Weise wird die Parallaxwinkeländerung der Meßmarken
zueinander gemessen. |
| Unterseite des Aussichtskopfes mit der Höhenkorrekturvorrichtung
der Meßmarken.
In einen Stereotelemeter werden beiden Augen Meßmarken
zugespiegelt, deren Winkelstellung zueinnder gemessen wird. Links darüber der Anschluß für das
Trockengerät. Das EMK-04 besitzt keine Trockenpatronen. |
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Die Geländewinkellibelle, mit der die horizontale
Neigung des Instrumentes in Strich gemessen werden kann. |
| Der Stativkopf von unten. Das große Bakelitrad dient dem vertikalen Schwenken des Instrumentes. Mit Hilfe der kleinen grünen Rändelschraube kann der Meßkreis arretiert werden. Die rote Knebelschraube am rechten Rand bewirkt eine Änderung der Klemmkraft des Keiles, mit der die Gängigkeit der Stativbeine verändert werden kann. Hier ist sehr schön der simple aber doch ausgeklügelte Mechanismus mit den Kugeln zu erlkennen, durch den die Kräfte gleichmäßig auf alle Beine übertragen werden. Solche kleinen Feinheiten sind typisch für die Jenaer Instrumente, die einen kleinen Liebhaberkreis doch immer wieder begeistern. |
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| Instrument | Basislänge | Vergrößerung | Mindestfehler (MiF) in m bei E=1000m |
Meßbereich |
|---|---|---|---|---|
EM-61 |
90 cm | 14-fach | 400 bis 18.000 m | |
OEM-2 |
52 cm | 14-fach | ± 3,8 m mit Pendel ± 6,8 m ohne Pendel |
400 bis 15.000 m |
EMK-04 |
40 cm | 6-fach | 22,2 m (MiF bei E=50 m: 0,05 m) |
50 bis 3000 m |
UMG-Pi |
52 cm | 17-fach | 20 m (Meßfehler) | 15 bis 3000 m |
SDN |
100 cm | 10-fach | 500 bis 6000 m | |
EM 1m R 36 (2.Weltkrieg) |
100 cm | 6-fach | xxx bis xxx m |
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