EM-61 - EM61P - Umbau der Kupplung für den Koordinatenrechner

In den 80er Jahren wurde das EM-61 zum EM-61P umgerüstet.
Dabei wurden neben der Beseitigung einiger Anbauteile auch zwei wesentliche Eingriffe in das technische System des Meßgerätes vorgenommen: Die Entfernung der Kupplungen für die Koordinatenrechner an Meßgerät und Stativkopf.
Seltsamerweise wurden die Rechner - auch nachdem die Entfernungsmeßgeräte für denen Gebrauch unbrauchbar gemacht wurden, immer noch zusammen mit den Entfernungsmeßgeräten aufbewahrt.
Ich selber habe noch 1995 EM-61 P aus einem ehemaligen NVA-Depot in Hangelsberg, bei Berlin, zu denen noch die nummerngleichen Koordinatenrechner vorhanden waren.
Zu schön, denkt man, wäre es doch, diese wieder anschließbar machen zu können.  Ich habe deswegen schon die eine oder ander E-Mail bekommen, die genau diese Frage beinhaltete.

Daher habe ich mich jetzt entschlossen, diese Unterschiede einmal genauer zu darzustellen:

I Die Veränderungen am Meßgerät

Blindkegelwelle Die Blindkegelwelle des EM-61P, die anstatt der durchgeführten Kegelwelle mit Kupplung eingebaut wurde.
Auffällig ist der Wellenlagerblock, der ein eigens für die Umrüstung gefertigtes Teil darstellt und nicht etwa durch bloße Abänderung des vorhandenen Lagerblocks hergestellt wurde.


Im Gegensatz dazu hier einmal das Winkelgetriebe des EM-61 mit Kupplung Winkelgetriebe
Die - zugegeben - nicht gerade meisterliche Aufnahme läßt erkennen, daß der Lagerbock für die Entfernungsmeßwelle der Meßmarkenverschiebung auf einer abgewinkelten Schelle sitzt, die am Wellengehäuse der Kupplungswelle dür den Koordinatenrechner befestigt ist.
Diese kritische Montierung wurde bei der Blindkegelwelle vermieden. Bei ihr ist das Wellengehäuse zur Aufnahme des Winkels plangefräst.


Hier noch einmal beide Wellen nebeneinander Wellenvergleich
Links die Blindwelle eines EM-61-P; Rechts die im Winkelgetriebe eingebaute Originalwelle des EM-61. Die hier waagerecht in das Gehäuse hineinragende Welle kommt direkt vom Entfernungsmeßhandrad.
Das Ziel dieses Umbaues war wohl die Abdichtung des Tubusses des Entfernungsmeßgerätes.


II Die Veränderungen am Stativkopf

 
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