| Der Mindestfehler (MiF) bei Raumbild-Entfernungsmeßgeräten |
Der Mindestfehler ist ein Meßfehler, bei dem subjektive Elemente Berücksichtigung finden.
Die Raumwahrnehmung des Menschen ist wesentlich
davon abhängig, welcher Parallaxwinkel wahrgenommen werden kann.
Dabei wurden für das fehlerfreie durchschnittliche "Sehsystem"
eines Menschen eine Unterscheidbarkeit von etwa 11 Winkelsekunden experimentell
ermittelt.
Bei der Bestimmung des Mindestfehlers sei der Einfachheit halber von
einer überdurchschnittlichen Unterscheidungsfähigkeit
von 10 ´´ auszugehen daher "Mindest...", also der in jedem
Fall mindestens zu unterstellende Meßfehler - sei der Beobachter
für diesen Einsatz noch so prädestiniert.
Zur Verdeutlichung: Drei Größen bestimmen den Mindestfehler maßgeblich:
1. Individuelle Wahnehmung des Beobachters
- Parallaxwinkelunterscheidungsvermögen hier als Konstante
willkürlich auf 10´´ festgesetzt.
2. Vergrößerung des optischen
Systems.
3. Basislänge des Meßgerätes.
| Es gilt:
"Der Mindestfehler nimmt linear mit dem Fehler der Winkelmessung
und quadratisch mit der Entfernung zu.
Gemessene Entfernung = (10 · Entfernung² ) : (206000 · Basislänge · Vergrößerung) |
Die militärische Verwendbarkeit der mit optischen Entfernungsmeßgeräten ermittelten Entfernungen sah folgendes vor:
"Bei Messungen gegen feldmäßige Ziele muß mit Meßfehlern
bis zu 3 MiF gerechnet werden.
Duch Mittleung einer Meßreihe wird das Meßergebnis verbessert.
Beim praktischen Gebrauch gelten Meßfehler unter 1 m als Null."
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