Nivellierinstrumente der NVA

Entsprechend der zu erzielenden Genauigkeit unterscheidet man Bau-, Ingenieur- und Präzisionsnivelliere.
Baunivellier: Ni 030
Ingenieurnivellier: Ni 020 A
Präzisionsnivelliere: Ni 005 und Ni 007, wobei es sich bei dem Ni 005 um ein hochgenaues Modell handelt, das in seiner letzten Ausführung elektronische Datenspeicherung erlaubte.
Das Ni 007 besitzt eine charakteristische "senkrechte" Bauform. Bei hoher Genauigkeit soll es mechanisch vergleichsweise robust sein.

Nach der Bauart unterscheidet man Libellen- und Kompensatornivelliere.
In der NVA waren alle Arten vertreten.

Bei den Kompensatornivellieren (Ni 005, 007 und 020 A) wird das Zielbild mittels eines mechanischen (Pendel-)Verfahrens in der Waage gehalten, was bedeutet, daß man das Instrument nur grob horizontieren muß, damit das Pendel gängig wird. Dazu genügt ein Ausrichten nach einer Dosenlibelle, was ein Horizontieren mit Schnellhorizontiervorrichtungen ermöglicht.
Dieses Verfahren bewährt sich unter dem Gesichtspunkt der Handabbarkeit dann ganz besonders, wenn man - etwa bei einer Geländeaufnahme - häufig den Standort des Instrumentes wechseln muß.
Kompensatornivelliere zeichnen sich zudem durch höhere Genauigkeit aus.

Bei dem Libellennivellier (NI 030) zeigt eine Libelle wie bei einer Wasserwaage die Waage an, was bedeutet, daß das Instrument bereits beim Aufstellen sorgfältig horizontiert werden muß.
Die Libelle dieser Instrumente hat es jedoch in sich. Um die erforderliche Genauigkeit zu erzielen, werden Libellen verwendet, deren oberer Krümmungsradius dem eines Kreises mit einem Durchmesser von .... m entspricht. Als Flüssigkeit ist eine leichtbewegliche Flüssigkeit wie etwa Äther eingefüllt.
Bei dem Ni 030 wird die Ablesegenauigkeit dadurch erhöht, daß die Libelle als sogenannte "Koinzidenzlibelle" ausgeführt ist.
Dabei wird über ein optisches Prismensystem die Ansicht des jeweiligen Blasenendes halbiert und gegenläufig in einem Sichtfeld angezeigt.
Ein besonderer Vorteil des Libellennivelliers besteht in der relativen Unempfindlichkeit gegen andauernde Erschütterungen, da außer der Optik kaum sensible Feinmechanik vorhanden ist (wichtig bei häufigem Transport in Fahrzeugen!).
Es eignet sich besonders dort, wo es einmal aufgestellt, lange Zeit - etwa als Bezugspunkt auf Baustellen - an einem Standort verbleibt.
 
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