Um einmal ein Anwendungsbeispiel zu zeigen, habe ich hier einige Scans
aus der A256/1/418 gezogen. Die Qualität ist wohl nicht berauschend
- aber besser als nichts.
Es handelt sich hierbei um die Artilleriebeobachtungsstelle SPW 60 PB.
In einem kürzlich neu erschienen Buch über Armeefahrzeuge der NVA
habe ich noch ein weiteres interessantes Bild von einem SPW 40 gefunden, an
dem der OEM-2 Container als Außenlast verlastet ist.
Zu diesem Fahrzeug habe ich allerdings keine weiteren Funktionen.
Die Gefechtsmasse des SPW60PB ist mit 10.300 kg angegeben. Länge:
7560 mm Breite: 2825 mm; Höhe 2310 mm.
Höchstgeschwindigkeit 80 km/h.
Besatzung (in der Batterie): Batteriechef, Führungszugführer,
Aufklärungsgruppenführer, Aufklärer 1 und 2, Funker 1 und 2
und zuletzt noch der Fahrer - das macht 8 Mann. In der Abteilung 7; im Regiment
9.
Eigentlich ist so ein SPW60 (BTR 60) ein sehr geräumiges Fahrzeug.
Vor allem, wenn man es mit "unserem" Luchs vergleicht.
Aber mit 8 Mann und voller Ausrüstung..... Na ja...
Bewaffnung: 1 MG 14,5x114
Typ KPWT
(Visierreichweite 2000m) ; 1 MG Kal. 7,62x54 R
Mosin Nagant Typ PKT (Visierreichweite 1500 m).
Für die Fahrzeugfreaks: Die SPW 60 sind voll schwimmfähig und
mit einem Strahlantrieb mit Impeller ausgestattet. Zudem verfügt das
Fahrzeug über 2 Benzinmotoren (Typ GaZ 49B
zu je 90 PS, 6 Zyl; kurz vor der Wende noch umgerüstet auf die 120 PS
leistenden 8-Zylinderaggregate des SPW 70) - ja, als
ich einmal in so einem Motorraum zu Gange war, habe ich auch nicht schlecht
gestaunt...
Radformel: 8x8.
Doch zurück zur optischen Ausstattung:
Zur Fahrzeugausstattung gehörte neben der besonderen Montierung für
das OEM-2 und für den PAB-2 (Fahrer) auch noch
ein besonderer EWZ-Satz.
Wenn die Lage es erforderte wurde das Instrument jedoch schnell ausgebaut
und in eine externe Stellung verbacht, wo es auf dem zugehörigen
Dreibeinstativ betrieben werden konnte.
Das OEM-2 in ausgefahrener Beobachtungslage vor
dem "Beifahrersitz".
Für den Fahrer ist der Artillerierichtkreis PAB-2
an einem mit einem Kugelgelenk versehenen Teleskoparm in Arbeitsstellung geschwenkt.
Um über den Lukenrand beobachten zu können, ist der PAB-2 hier
mit dem aufsetzbaren Winkelspiegel versehen.
In Marschlage ist das OEM-2 abgebaut und im Transportbehälter verstaut.
Sämtliche Haltevorrichtungen sind marschgerecht verzurrt.
Nr. 1 Zeigt die Haltevorrichtung für das OEM-2; Nr. 2 den EWZ-Satz
für OEM-2 und Nr. 3 die spezielle Haltevorrichtung für das Lade-
und Fremdeinspeisegerät, unter dem ein Batteriebehälter, wie er
auch im Stativ eingebaut wird, montiert werden kann.
Die Anschlußkabel wurden dem speziellen EWZ-Satz und nicht dem unmittelbaren
Gerätezubehör des OEM-2 entnommen.