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OEM-2 im Transportbehälter.
In der oberen Schale sind die Fächer
für den EWZ-Satz geöffnet. In der rechten Seite befinden sich Reinigungs-
und Entgiftungsutensilien. In der unteren Schale rechts des
Gerätes
ist die Abdeckplane untergebracht. Sie ist in "Wendebauweise"
ausgeführt, so daß die weiße "Innenseite" als
Wintertarnung dient.
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| Vorderansicht mit
Rückentragegestell. Die kleinen Klappen für die Tageslichtbeleuchtung der Meßmarken und optischen Anzeigen sind geschlossen. Hier ein Blick von oben in die Basis (aus einer Werkszeichnung). |
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OEM-2 okularseitig mit
Schaltkonsole.
Oberhalb des rechten Okulares ist das runde UV-Filter für die IR-Aufklärungshilfe sowie der kleine Einschwenkhebel zu erkennen. An der rechten Basisunterseite schimmert
zwischen dem Meßhandrad
und der Amplitudenverstellung die kleine Höhenkorrekturvorrichtung
für den Meßmarkenhöhenfehler hervor. Die besonderen Prismensysteme der Einblickstutzen sind von Herrn Bechstein entwickelt worden, der ein sehr sensibler Mensch und begnadeter Rechner für optische Systeme gewesen sein soll. Herr Bechstein ist leider verstorben. |
| OEM-2 auf UMG-Pi-Säulenmontierung.
Mit diesem sehr nützlichen Teil ist es
möglich, das OEM-2 auch auf Mauern oder mit einer von einer
Schlosserei zu besorgenden Säule auf dem Boden fest und
erschütterungsfrei zu montieren. Bei meinem Säulenkopf hätte der
untere Rand der Horizontalwinkelverstellung die beiden festen
Haltebacken berührt. Bei dieser Ansicht ist die Bussole hochgeklappt. |
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Wegen der mit dem Gelenk verbundenen Probleme der Justierhaltigkeit
bei den zusammenklappbaren E-Messern beschritt man bei diesem
Instrument einen anderen Weg:
Der gesamte optische Teil einschließlich dem Kollimator liegt jetzt in einem
T-förmigen starren Aluminiumgehäuse, das mittels Achse in
einer Gabel gelagert ist.
Das Gehäuse ist hermetisch abgedichtet (druckdicht!)
und mit mehreren Trockenpatronen sowie Öffnungen für ein
Trockengerät versehen. Diese Bauform wird im
König/Köhler S. 412 ff. beschrieben.
Die konstruktive Besonderheit des Streckenmeßteiles liegt
darin, daß der Meßkeil - und damit die
Entfernungsmeßmarke - durch einen eingebauten Elektromotor in
eine scheinbare "Pendelbewegung"
versetzt werden kann, so daß dem Beobachter der Eindruck
entsteht, die Meßmarke pendele im Raum. Dieser Mechanismus ist
von seinem Entwickler, Herrn Siegfried Hesse, seinerzeit
patentiert worden.
Die Meßlinseneinheit wurde nach einem Entwurf von Herrn Blietz
ausgeführt.
Der Sinn dieser Konstruktion liegt darin, den um den Faktor 1,7 im
Vergleich zum größerbasigen EM-61 größeren
Meßfehler zu kompensieren. - Eine sehr
interessante und aufwendige konstruktive Lösung, wie sie auch
sonst das ganze Gerät verkörpert:
Erstmals ist der Koordinatenrechner kein
Zusatzgerät mehr, sondern fester Bestandteil der
Gerätestruktur.
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OEM-2 Basis objektivseitig
Alle Beleuchtungsfenster für
Meßmarken und Weitwinkelsucher
geöffnet. Davor Polster und Riemen der Tragevorrichtung. |
Aber auch der "rein optische Teil" hat es in sich:
Die Gehäuse der Umkehrprismen sind zur Anpassung des
Augenabstandes etwas länglich und um die Befestigungsachse drehbar
ausgeführt. Eine Drehung in einem optischen System hat jedoch
normalerweise zur Folge, daß sich das Bild dreht...
Bei Rundblickfernrohren für Geschütze
wird deshalb die Drehgeschwindigkeit des Wendeprismas durch ein
Differentialgetriebe halbiert. - Daher immer
diese auffällige Wulst!
Beim OEM-2 wurde dieses Problem jedoch durch eine besonders aufwendige
Berechnung der Prismen gelöst.
Wesentlich anspruchsvoller war die TW 2, bei der "unter
Garnisonsbedingungen" in optischen Werkstätten der NVA bereits
optische Baugruppen getauscht werden konnten.
Das allerdings setzt voraus, daß das OEM-2 mit dem JGOEM-2 (Justiergerät OEM-2) justiert werden
kann. Darüberhinausgehende Arbeiten waren Sache der Industrieinstandsetzung
beim Hersteller VEB Carl Zeiss Jena.
Für die Truppeninstandsetzungen gab es entsprechend den Stufen
genau abgestimmte Ersatzteilsätze (EW-1
und EW-2).
Dazu gehörte eine technische
Wartungsvorschrift, die sich aus einem umfangreichen Konvolut
technischer Zeichnungen zusammensetzt.
| Instrument | Basislänge | Vergrößerung | Mindestfehler MiF in m bei E = 1000 m |
Meßbereich |
|---|---|---|---|---|
EM-61 |
90 cm | 14-fach | - | 400 bis 18.000 m |
OEM-2 |
52 cm | 14-fach | ± 3,8 m mit Pendel ± 6,8 m ohne Pendel |
400 bis 15.000 m |
EMK-04 |
40 cm | 6-fach | 22,2 m | 50 bis 3000 m |
UMG-Pi |
52 cm | 17-fach | 20 m (Meßfehler) | 15 bis 3000 m |
SDN |
100 cm | 10-fach | - | 500 bis 6000 m |
EM 1m R 36 (2.Weltkrieg) |
100 cm | 6-fach | - | xxx bis xxx m |
| OEM-2 Stativ mit eingezogenen Teleskopbeinen.
Die Verwendung dieser Anordnung wird als "großes Stativ" bezeichnet. Um das "kleine Sativ" herzurichten, wird der graue, hier gespannte Gurt, der die drei Beine zusammenhält, ausgeklinkt. Die großen Stativbeine werden dann fast waagerecht abgeklappt und die kleinen Beine (das kleine schwarze Rohr links am vorderen Bein) durch lösen der Knebelschraube gelöst und senkrecht gestellt. So kann mit dem OEM-2 fast liegend beobachtet werden - oder wenn die Lage es erfordert, etwa von Grabenrändern aus. Die beiden schwarzen Gummimuffen am
vorderen und linken hinteren Sativbein beinhalten Schneckentriebe mit
deren Hilfe die Feinhorizontierung vorgenommen wird. Diese großzügige Anpassungsfähigkeit des Stativs ist eine deutliche Verbesserung zu dem Stativ des EM-61. |
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