Der "Grabenspiegel-P" - P 38 231 na ja...

Der "Grabenspiegel P" war für die Beobachtung durch Pioniertruppen bestimmt. Diese Instrumente sind in den frhen 60er Hafen hergestellt worden und waren im NVA-Bestand bis 1990. Erwähnt werden sie noch in den letzten Ausgaben des "Handbuches für Pioniere". Diese Handbücher sind keine echten Dienstvorschriften sondern gebrauchsgerechte Zusammenfassungen mehrerer Vorschriften um für die aktiven Soldaten Überblicke zu gewähren. Sie sind schon oft wichtige Quellen für meine Nachforschungen gewesen.

Einige Gesamtansichten des P-38231.
P- rechte Seite Gesamtansicht - Ausblickseite Gesamtansicht - Okularseite  
Gesamtansicht - linke Seite Gesamtansicht ;-)) So sah es aus, als ich die Bilder machte....


Kommen wir zu den Details:

Umschaltung  Umschaltung-2  
Eine Nahaufnahme der beiden Okulare. Mittels einem beweglichen Prisma kann der strahlengang umgeleitet werden, so daß zwei verschiedene Vergrößerungen verfügbar sind, die jeweils in monokularer Weise genutzt werden können.
20 bzw. 40-fache Vergrößerung wurde im König/Köhler als die jeweils maximale Vergrößerung für terrestrische Tageslichtbeobachtungen ermittelt.
Interessant ist, daß die Sehfeldangaben in Altgrad und nicht in Mil-Strich erfolgen, wie man es bei einem Militärgerät erwartet hätte.

Jede Vergrößerung verfügt über eine eigene Strichplatte, wobei die Entfernungsmeßplatte der 20-fachen Vergrößerung durch ein kleines, seitlich am Gehäuse des Umkehrsystems angebachtes Fenster beleuchtet werden kann. Dazu genügt eine kleine, beliebige Lichtquelle. Dieses Verfahren wirkt etwas primitiv angesichts der aufwendigen Beleuchtungseinrichtungen, wie wir sie von anderen Istrumenten gewohnt sind.

Strichplatte 40x  Strichplatte 20x  

Links sehen wir die Strichplatte für die 40-fache Vergrößerung; links für die 20-fache. Ein Interfall zwischen zwei vertikalen Strichen beträgt 10-00. Durch die Teilung wird eine recht genau Entfernungsermittlung gewährleistet, wie im Kapitel über die Strichplatten erläutert wird..

Strichplattenbeleuchtung Links ist im Bild das kleine Fenster für die Strichplattenbeleuchtung zu sehen..

Mit Hilfe des Grabenspiegels lassen sich horizontale und vertikal e Winkel bestimmen.
Desiccant Trockenpatronen - Umkehrsystem
Mit dem Hebel oberhalb der Scala kann man den Schneckentrieb ausränken und das Periskop anschließend frei um die vertikale Achse drehen. Die Scala ist in 60-00 Strich geteilt. Etwas oberhalb sehen wir die beiden kleinen Fenster der Trockenpatronen. Die kyrillischen Buchstaben "PBU" zwischen "P38231" und "1747" sind die Abkürzung der Gerätebezeichnung, wie sie durch den Sprachgebrauch in den WPO Staaten vorgegeben war: Russisch war dort die Gefechtssprache, wie in der NATO Englisch.

Um den Strahlengang von der vertikalen wieder in die horizontale Richtung zu lenken, beinhaltet das Instrument einen schwenkbaren optischen Spiegel im Aussichtskopf.
Ausblickkopf - Seitenansicht
Ein Blick von der rechten Seite. Das Frontglas ist geöffnet. unter den runden Abdeckungen mit den 6 Schrauben befinden sich die Kugellager der Achse um die der Spiegel geschwenkt werden kann, der Antrieb erfolgt über eine Art Kardanwelle.
Ausblickkopf - geschlossen Ausblickkopf - Rueckseite
Selber Blick wie oben mit geschlossenem Wetterschutz.

Vertikaltrieb Umkehrsystem - linke Seite
Der untere Stellknopf mit dem Beginn der Kardanwelle, die den Hauptspiegel antreibt.

Ausblickkopf - Objektseite Frontglas geöffnet.

Objektiv - 1

Objektiv - 2  
Ein Blick durch das große Frontglas läßt das 80-mm Objektiv erkennen. Die Brennweite beträgt 500 mm.

Protokoll Beleg der letzten mittleren Wartung im Jahre 1989.

trockenmittelbehaelter Deckel des kleinen Transportbehälters für die Trockenpatronen. Zu jedem Gerät gehören 3 Stück.

Zubehoer Rückseite des oben erwänten Beleges mit einigen Zubehörteilen: Baumschraube, Trockenpatronenschlüssel, und Trockenpatronenbehälter.

Verpackung  

Das Periskop ist mit dem Ausblickkopf nach unten verpackt.

Zapfenmontierung Die Montierung des Grabenspiegels auf dem Dreibein ist die gleiche wie bei dem Scherenfernrohr SF-14.

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