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Die Doppelfernrohre PNB-1 und PNB-2 (15 x 110) |
Anmerkung: Diese sehr beeindruckenden
Ferngläser waren meines Wissens nicht bei den Streitkräften
der NVA eingesetzt. Ich habe sie dennoch hier aufgeführt, da sie von
dem gleichen Hersteller wie das TSK und aus der entsprechenden
Modellreihe stammen. Die Bilder habe ich sämtlich (mit freundlicher Genehmigung)
von der Homepage des Herstellers "geklaut". Auf diese Weise habe ich einen
gewissen Einfluß auf deren "Web-Verfügbarkeit".
Die lichtstarken Doppelfernrohre der PNB-Baureihe wurden ursprünglich
für militärische Zwecke entwickelt. Aufklärung, Artillerievermessung
und in gewissem Umfange auch die Feuerkorrektur sind Aufgabenbereiche, die
mit den PNB-Gläsern bewältigt werden.
Das binokulare Beobachtungsfernrohr PNB-1 ermöglicht die Aufklärung von Luft, Boden und Seezielen sowie deren Standortbestimmung mit Hilfe von Polarkoordinaten auch bei schlechten Sichtverhältnissen wie in der Dämmerung und bei leichtem Nebel.
Die zulässigen klimatischen Beobachtungsbedingungen liegen bei -50°
bis +50° Celsius sowie einer relativen Luftfeuchtigkeit von bis zu 100
% bei 25°C, was das Glas für Einsätze im Freien prädestiniert.
Zur Beachtung: Die den Anzeigen zugrundeliegenden
Winkelmaße sind, wenn nicht anders angegeben auf Mil-Strich (Ost)
bezogen.
Der artilleristische Vollkreis (Ost) ist in 1/6000 (60-00) Intervalle geteilt.
Im Vergleich dazu ist der artilleristische Vollkreis (West) in 1/6400 geteilt.
Ergonomischen Anforderungen entsprechend sind die Okulare um 30° abgewinkelt,
so daß auch Steilsichtbeobachtungen (-30° bis +60°) sehr gut
möglich sind, was den Gläsern entsprechend ihrem weiteren Einsatzgebiet,
der Luftraumbeobachtung, den Beinamen "Flakglas" eingebracht hat.
Diese Eigenschaften, gepaart mit der überdurchschnittlichen Lichtstärke
der 110 mm durchmessenden Objektive macht diese Gläser auch für
astronomische Zwecke nutzbar.
Die serienmäßige Ausstattung mit einer stabilen Montierung, Nivellierhilfen
und Richtskalen für das horizontale und vertikale Richten ist selbstverständlich.
Die Tagesbeobachtung wird entsprechend den Helligkeitsverhältnissen
durch aufsteckbare Farbfilter (blau-grün gegen LASER, die bei militärischen
Entfernungsmeß- und Zielmarkierungsgeräten verwendet werden ;
hellorange zur Kontrasterhöhung bei nebeligem Wetter und Graufilter
zur neutralen Abdunkelung bei zu hellem Tageslicht) erleichtert. (LASER =
Light Amplified by Stimulated Emission of Radiation).
Achtung: Diese Filter sind nicht
dazu geeignet, Sonnenbeobachtungen durchzuführen.
Eine Benutzung dieser Ferngläser ohne besondere Sonnenfilter können
zur ernsten Verletzung Ihrer Augen Führen!
Die vorliegende technische Beschreibung beinhaltet technische Daten sowie
Informationen über Konstruktionsmerkmale und die richtige Wartung mit
Hilfe der mitgelieferten Ersatzteile und Werkzeuge (STA-Kits).
Sie dient der vertieften Darstellung des PNB-1 für Interessenten sowie
der Hilfe für den Benutzer.
Zudem ergeben sich Informationen über die konstruktionsbedingten Nutzungsmöglichkeiten
dieses Instrumentes.
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Vergrößerung |
15x |
|
Sehfeld |
6° |
|
Durchmesser |
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|
- der Eintrittspupille |
110 mm |
|
- der Austrittspupille |
7.33 mm |
| Augenabstand zum Okular |
15 mm |
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Auflösung der Okulare im Zentrum des Sehfeldes |
4" |
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Parallaxwinkel zwischen Unendlich und Strichplatte |
1' |
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Lichtdurchlassgrad (Transmission) |
50% |
|
Anpassungsbereich für Augenabstand |
59-72 mm |
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Konvergenz der Strahlengänge hinter den Okularen |
von minus 3 bis 12 D |
|
Meßbereich für Geländewinkel (Vertikalwinkel) |
von minus 35° bis 60° |
|
Meßbereich für Horizontalwinkel |
360°; 60-00 Mil-Strich (Ost) |
|
Ablesegenauigkeit |
0-05 |
|
Teilung der Meßkreise |
0-10 |
| Packmaß |
|
|
- des Glases: Länge (ohne Gegenlichtblende) x Breite x Höhe (ohne Dreibein) |
400 x 580 x 402 mm |
|
- des Transport- und Aufbewahrungsbehälters: Länge x Breite x Höhe |
562 x 635 x 342 mm |
| Gewicht |
|
| - des Glases | 30 kg |
|
- des verpackten Glases (im Transportbehälter) |
48 kg |
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Teilnummer |
Bezeichnung |
Anzahl |
Bemerkungen |
|
AL3. 803.101 |
Doppelfernrohr PNB-1 |
1 |
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ERSATZTEILE |
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|
AA5.883.033 |
Trockenmittelpatrone |
2 |
|
|
AA5.183.003 |
Dosenlibelle |
1 |
|
|
WERKZEUGE |
|||
|
AA8.392.030 |
Schlüssel |
1 |
|
|
AA6.890.030-08 |
Schraubendreher |
1 |
|
|
ZUBEHÖR |
|||
|
AA6.430.256 |
Abdeckkappe |
2 |
Am Gerät befestigt |
|
AA6.430.257 |
Abdeckkappe |
2 |
dito |
|
AA6.890.018 |
Bürste |
1 |
|
|
AA8.890.001 01 |
Reinigungstuch |
2 |
|
|
AA5.940.187 |
Lichtfilter |
2 |
|
|
AA5.940.187-01 |
Lichtfilter |
2 |
|
|
AA5.940.188 |
Lichtfilter |
2 |
|
|
AA6.454.018 |
Anschlußstück für Trockengerät |
1 |
|
|
AA6.832.138 |
Abdeckung |
1 |
|
| ERGÄNZUNGSTEILE |
|||
|
AA6.156.025 |
Dreibein |
1 |
Auf Sonderwunsch (optional) |
|
AA6.150.231 |
Säulenmontierung |
1 |
|
| PACKBEHÄLTER |
|||
|
AA4.103.090 |
Gehäuse (leer) |
1 |
|
|
BEGLEITPAPIERE |
|||
|
AA3.803.101 TO |
Technische Beschreibung und Wartungshandbuch |
1 |
Fig. 1: Das Doppelfernrohr besteht aus zwei miteinander verbundenen Tuben,
die jeweils ein Objektiv, bestehend aus den Linsen 1, 2; ein Dachkant-Umkehrrsystem,
bestehend aus den Prismen 3, 4, 14 und ein Okular, bestehend aus den Linsen
5 und 6, den gekitteten Gliedern 7, 8, 9 und den wechselbaren Filtern 10,
11 und 12 beinhalten.
Im rechten Tubus befindet sich zusätzlich die Strichplatte 13 (Fig 7).
Fig.1. Optischer Aufbau der Ferrohrtuben
1, 2, 5, 9 - Linsen; 3, 4 - Prismen 14 - Dachkantprisma; 10 - neutraler Graufilter;
11 - Farbfilter hellorange; 12 - Farbfilter blaugrün gegen LASER-Strahlen;
13 - Strichplatte (nur im rechten Strahlengang).
Fig. 3. Okulare
1 - Rändelhülse mit Dioptrienskala; 2 - Tubus; 3 - Blende;
4 - Strichplatte; 5 - Montierung; 6 - Tubus; 7 - Fassung
Die vom Objekt kommenden Lichtbündel werden durch die Objektive als
seiten- und höhenverkehrtes Bild entworfen, das vom Umkehrsystem, bestehend
aus den Prismen 3, 4, 14, seitenrichtig und aufrecht in der Fokussierebene
der Okulare abgebildet wird. Gleichzeitig bewirkt das Umkehrsystem eine Ablenkung
des Strahlenganges um 30° nach oben sowie die Möglichkeit,
die Strahlengänge entsprechend dem Abstand der Pupillen des Beobachters
einzustellen.
Bei der Strichplatte 13 handelt es sich um
eine planparallele Glasplatte, die im rechten Tubus genau in der Fokussierebene
des Objektives angeordnet ist. Die in diese Glasplatte gravierten Meßmarkierungen,
abgebildet in (Fig. 7), erscheinen dem Beobachter wie ein Bestandteil des
von ihm gesehenen Bildes.
Fig.7. Sehfeld des rechten Strahlenganges; die Strichplatte
Die vertikale und horizontale Skala dient der Messung der Größe
eines Objektes im militärischen Winkelmaß "Mil-Strich (Ost)" oder
der Bestimmung der Entferung zu einem Objekt bekannter Größe,
wobei man sich der Formel: Bekannte Größe multipliziert mit 1000
geteilt durch Anzahl der Mil-Strich.
Beispiel: Ein LKW ist 2,5 m breit. Er "paßt genau" zwischen zwei der
längeren Striche - also 0-10 (Sprich: "Null-Zehn").
Dann ergibt sich eine Entfernung von 2,5x1000= 2500. 2500:10 (0-10)= 250
m.
Die Teilung der Strichplatte beträgt 0-05 - also zwischen den langen Strichen jeweils 0-10. Der vertikale Meßbereich beträgt + 0-30; der horizontale Meßbereich + / - 0-30. Das Kreuz in der Mitte markiert das Zentrum des Sehfeldes.
Die Skala 1.7 dient der Entfernungsbestimmung mit Hilfe einer Bezugsgröße
von 1,7 m, was der durchschittlichen Größe eines Menschen entspricht.
Sie besteht aus der Basislinie und einer Kurve, die in Hektometer (1 hm =
100 m) geteilt und entsprechend beschriftet ist.
Die Skala reicht von 4 bis 30 hm, das entspricht 400 bis 3000 m.
Meßbeispiel: Eine Person "paßt genau" zwischen Basislinie und
die Waagerechte unter "der 12". Die Entfernung beträgt dann etwa: 1200
m.
Die Lichtfilter 9, 10 (Fig-8) erleichtern die Beobachtung unter den jeweils herrschenden Bedingungen.
Das Doppelfernrohr besteht aus zwei Fernrohrtuben, 2 und 4 (Fig. 2), die
unterhalb durch einen Mechanismus verbunden sind, durch den mit Hilfe eines
durch das Handrad 5 (Fig. 5) angetriebenen Schneckentriebes der interpupillare
Augenabstand des jeweiligen Beobachters genau eingestellt werden kann.
Fig. 2 PNB-1
1. Typenschild, 2. linkes Tubusgehäuse, 3. und 4. Gegenlichtblenden
, 5. rechtes Tubusgehäuse, 6. Dosenlibelle
Jeder Tubus enthält ein Objektiv 3 (Fig.
4), Umkehrsystem 9 und ein Okular sowie Trockenpatrone 10 und einem Anschluß
für ein Lufttrockengerät 12 mit Deckel 11.
Fig. 4. Das Doppelfernrohr
1 - Schraube; 2 - Objektivring; 3 - Objektivlinse; 4,5 - Zwischenringe;
6 - Stütze für Stirnanlage;
7 - Feststellgriff für Stütze der Stirnanlage; 8 - Stirnanlage;
9 - Umkehrsystem; 10 - Trockenmittelpatrone;
11 - Abdeckung; 12 - Anschluß für Trockenluft für Gerötetrocknung;
13 - Schraube.
Objektiv 3 (Fig. 10) ist im objektseitigen
Bereich des Tubusses mit Ring 2 fixiert und erzeugt ein reelles, seitenverkehrtes
und kopfstehendes Bild.
Das Umkehrsystem 9 ist im mittleren Bereich
des Tubusses (zwischen den Objektiven und Okularen) montiert. Es dreht das
Bild, so daß es dem Betrachter seiten- und Höhenrichtig erscheint.
Das Okular,
das aus den Linsen 5, 6, 7, 8 und 9 (Fig.1) besteht und im Okulartubus 5
(Fig. 3) montiert ist, dient der Betrachtung des durch das Objektiv entworfenen
und durch das Umkehrsystem aufgerichteten Bildes.
Die Okulare befinden sich an den Rückseiten der Gehäuse der Prismenumkehrsysteme
2 und 4 (Fig. 2).
Die Strichplatte 4 (Fig. 3) befindet sich im
rechten Strahlengang. Das Strichplattenbild ist in Fig. 7 wiedergegeben.
Die Fokussierung erfolgt durch Drehung der
Okulare in den Okulartuben. Der Wert dieser Dioptrienverstellung ( - 3 bis
+ 5 Dioptrien) wird durch die Skalierung des Okulares am Markierungsstrich
des Okulartubusses angezeigt.
Wenn die Beobachtungsbedingungen es erfordern, können die entsprechenden
Lichtfilter 9, 10 und 11 (Fig. 8) auf die Okulare
aufgesetzt werden.
Nach dem Gebrauch werden sie wieder abgenommen und durch die Schutzkappen
ersetzt. So werden die empfindlichen optischen Glasoberflächen optimal
geschützt.
Die Stirnanlage 8 (Fig. 4) wird mit ihrer
Stütze in die Halterung 6 eingeschoben und am Gehäuse 2 (Fig. 2)
geklemmt. Die Stirnanlage stellt eine bequeme Beobachtung sicher. Sie kann
entsprechend den körperlichen Voraussetzungen des Beobachters eingestellt
und mit Hilfe des Hebels 7 (Fig.4) arretiert werden.
Der Abstand der Augen zur Okularlinse soll so gewählt werden, daß
das Sehfeld ohne Anstrengung gerade als scharf umrandete Fläche erscheint.
Trockenpatronen 10 (Fig.4), mit Silica-Gel®
gefüllt, gewährleisten, daß die Hohlräume in den Fernrohrtuben
2 und 4 (Fig. 2) trocken bleiben und so ein Beschlagen bei raschem Klimawechsel
(etwa beim Verbringen des Instrumentes vom Freien in geschlossene Räume)
vermieden wird.
Der Sättigungsgrad des Trockenmittels kann
durch das kleine Schutzglas der Trockenpatrone kontrolliert werden:
Aktives, mit dem Feuchtigkeitsindikator Kobaltchlorür dotiertes Silica-Gel®
(Blau-Gel) erscheint blau, während im Sättigungszustand ein Farbumschlag
nach hellrosa erfolgt.
Das Trockenmittel ist im Backofen bei etwa 110° - 120° C regenerierbar.
Es erlangt dann seine blaue Farbe zurück.
Die Abdeckkappen der Trockenpatronen 10 (Fig. 4) sind mit Aufnahmen für
Schlüssel 6 (Fig. 8) des Werkzeugsatzes versehen um einen erforderlichen
Tausch zu ermöglichen. Das Trockenmittel in den Patronen kann ausgewechselt
werden. Geeignete Trockenmittel sind in der Regel in Apotheken erhältlich.
Der Trockenanschluß 12 (Fig. 4) dient
der Möglichkeit zusätzlicher Trocknung in dem Fall, in dem durch
groben Gebrauch doch Feuchtigkeit in das Glas eingedrungen ist. Eine Trocknung
erfolgt im Rahmen werkstattlicher Instandsetzung unter gleichzeitiger Entfernung
der Trockenpatrone um eine entsprechende Luftströmung zu ermöglichen.
Der Trockenanschluß wird nach Entfernen der Abdeckung 11 (Fig. 4) mit
Schlüssel 6 (Fig. 8) zugänglich. Die Trocknung erfolgt über
den Anschluß 12 (Fig. 8) aus dem Zubehörsatz.
Die Gegenlichtblenden 3 (Fig. 2) und 5 verhindern
eine Blendung des Beobachters bei hellem Wetter und vermeiden den Einfall
von Streulicht in der Dämmerung, das in extremen Fällen unerwünschte
Spiegelungen im System hervorrufen könnte. Zudem verringern sie Taubeschlag
bei nächtlichen Beobachtungen.
4.3 Die Richtvorrichtungen
4.3.1 Vertiales Richten
Die Handgriffe 6 (Fig. 10) sitzen auf einem
Vierkantsitz der Achsen und sind achsial durch die Schrauben 31 gesichert.
Die Achsen sind in Gleitlagerbuchsen 20 und 30 gelagert und frei beweglich.
Bei Drehung des Handgriffes dreht sich die Rohrwiege 25 (Fig. 10) zusammen
mit dem an ihr befestigten Doppelfernrohr. Die Drehung der Achse wird über
die Zahnräder 27 und 19 über den Mitnehmer 1 an der Skale 10 als
Vertikalwinkel angezeigt.
Der vertikale Schwenkbereich wird durch die mit den Schrauben 4 (Fig. 11)
und Mutter 1 fest mit der Gabel verbundenen Gummidämpfungselemente
21 begrenzt, die exzentrisch geformt sind, damit ein weiches Richten
in den Grenzwinkeln möglich ist. Schraube 3 verhindert ein Verdrehen
dieser Einstellung.
4.3.2 Horizontales Richten
Fig. 12: Der Horizontalmeßkreis
1 - Ablesefenster für
Horizontalwinkel, Window for horizontal angle ?
2 - Schraube screw or frame?
3 - Nonius
4 - Nonienhalter
5 - Gabel (Nr.1, Fig. 10)
6 - Schraube
7 - Sicherungsschraube
8 - Obere Buchse
9 - Abdeckglocke des Horizontalkreises
10 - What is 10 ?
11 - Handrad
12 - Fixierschraube für Horizontalkreisteilung Befestigungsschraube
für Handrad
13 - Klemmung für Horizontalkreisteilung ??
What is 13??
14 - Basis - gleichzeitig Zapfen, der in der oberen Buchse 8 lagert
15 - Haltering für Horizontalkreisteilung
16 - Horizontalkreisteilung
17 - Rahmen für Ablesefenster ?? What is 17??
Jeder kleine Teiler der Horizontalkreisteilung entspricht 10 Mil-Strich (Ost).
Jeder große Teiler (entspricht 100 Strich) ist mit arabischen Ziffern
beschriftet.
Die Teilung des Noniusses (Fig. 15) erfolgt in Zweierschritten.
Die Ablesung der Winkel erfolgt durch das Fenster 1 ( Fig. 12) in der Abdeckglocke
der Horizontalkreisteilung 9. Eine Glasabdeckung (Kunststoff) schützt
die empfindliche Horizontalkreisteilung vor Witterung, Beschädigung
und Verschmutzung. Abdeckglas und Rahmen mit dem Horizontalkreisgehäuse
dicht verschraubt.
Während des Gebrauches des Fernrohres ist die Horizontalkreisteilung
durch die Fixierschraube 12 arretiert, die mit dem an ihr befestigten Handrad
11 bedient wird. Durch Lösen der Fixierschraube kann die Horizontalkreisteilung
zur Orientierung auf dem Gehäuseunterteil relativ zum Fernrohr gedreht
werden.
Der Schraubenkopf lagert in einer Nut der Horizontalkreisteilung 16 und gleitet
darin frei.
In rotation the handwheel is screwed on the
screw, in doing so the bead of the screw head is snug against the bottom
of the slot of limb 16 and locks it.
Während der Drehung ist das Handrad 11 the bead
of the screw head wird gegen den Boden der Nut der Horizontalkreisteilung
gedrückt und sichert ihn.
Under the limb where handwheel 11 of the lock is placed three dogs 17 are
located, with the use of these dogs the limb can be rotated through any angle
when the handwheel is released.
Unter der Basis, wo das Handrad angeordnet ist, befinden sich 3 Klauen (Klammern,
Haken) 17.
Mit Hilfe dieser Klauen kann die Horizontalkreisteilung in jeden Winkel gedreht
werden, wenn das Handrad gelöst ist.
Fig. 13: Arretiervorrichtung
Mit der Arretiervorrichtung, die sich an der oberen Buchse 8 (Fig. 12) befindet, wird die horizontale Richtung des Doppelfernrohres relativ zum Horizontalkreis festgestellt.
4.3.3 Horizontieren des PNB-1
Fig. 14: Die Dosenlibelle
4.4 Montierungen
4.4.1 Das Dreibenstativ
Das Dreibein dient der vorübergehenden
stationären Montierung des Glases.
Es besteht aus dem Stativkopf 3, Zapfen 10 mit der (in der Abbildung abgenommenen)
Schutzhülse 4, Trageriemen 1 und drei längenverstellbaren Beinen,
die aus einem äußeren Teil 5 und einem inneren, verschiebbaren
Teil 7 bestehen und mit der Arretierschraube 9 in jeder Stellung festgestellt
werden können.
Am Ende der Stativbeine befindet sich jeweils ein metallener Sporn 6, der
in weiche Böden hineingetreten werden kann und so eine winkelstabile
Aufstellung des Doppelfernrohres sicherstellt.
4.4.2 Die Säulenmontierung (optional)
1. Zapfen zur Aufnahme des PNB-1, 2. Schaftrohr, 3. Getriebe,
4. Handrad, 5. Arretierknopf für Handgriff, 6. Handgriff, 7. Sockel,
8. Unterlegscheibe, 9. Mutter, 10. Schraube, 11. Führung
In Fällen, in denen der Standort des Glases dauerhaft feststeht
(auf Schiffsbrücken, festen Beobachtungstürmen), kann das Glas
mit einer massiven Säulenmontierung aufgestellt
werden.
Das PNB-1 wird auf den Zapfen 1 des Schaftrohres 2 aufgesteckt und ist mit
Hilfe des Getriebes 3 in der Höhe der individuellen Körpergröße
des Beobachters anpaßbar.
Sie besteht aus einem Mantelrohr mit Befestigungsflansch das mit einem
festen Sockel 7 (Fig. 19) verschraubt ist und dem darin achsial beweglichen
Schaftrohr 2.
Die achsiale Verschiebung des Schaftrohres erfolgt durch ein Untersetzungsgetriebe, das mit Handrad 4 bzw. Handgriff
6 bedient wird. Der Handgriff kann zur Vermeidung von Unfällen durch
verhakende Kleidung angewinkelt und mit Knopf 5 arretiert werden.
Die Horizontierung ist während der Aufstellung der Säulenmontierung
vorzunehmen, da nach der Aufstellung weitere Korrekturen nicht vorgesehen
sind.
5. Werkzeuge und Zubehör
Der Transportbehälter
(Fig. 9) dient dem Transport und der Lagerung des Doppelfernrohres zusammen
mit dem Werkzeug- und Zubehörsatz.
Vor dem Verpacken ist darauf zu achten, daß mit Handrad 5 (Fig. 5)
der kleinste Augenabstand eingestellt ist.
Nachdem - bei zweckmäßigerweise noch montiertem Glas - der kleinste
Augenabstand eingestellt wurde, wird die Schraube der Klemmbuchse gelöst
und das Glas vorsichtig vom Zapfen des jeweiligen Statives gehoben. Es ist
nach jeder Benutzung empfehlenswert, die Buchse des Horizontalmeßkreises
(Fig. 12) leicht mit einem harzfreien Instrumentenfett einzufetten um bei
späteren Einsätzen Kontaktkorrosion zu vermeiden und die achsiale
Gängigkeit von Buchse und Zapfen zu erhalten.
Der Ersatzteil- und Werkzeugsatz STA wird entsprechend der Packvorschrift
als Einheit an der inneren Seite des Transportbehälters befestigt.
Objektive und Okulare werden mit sauberer Baumwollwatte abgedeckt und hinterher
mit den Deckeln verschlossen.
Vor dem Verpacken werden die Filter 9, 10, 11 (Fig. 8) und die Dosenlibelle
in saubere Watte und etwas Papier eingewickelt.
Trockenpatronen 1 (Fig. 8) in Behälter 2, Trockenanschlußstück
12, Schraubendreher 7, Bürste 8, Reinigungstücher 13, und das Gerätebegleitheft
werden in Pergamentpapier verpackt.
Die Abdeckung 14 ist am Boden den Packbehälters zu verwahren.
Vor dem Verpacken ist der Schlüssel 6 leicht mit Korrosionsschutzfett
einzureiben und in Stanniolpapier einzuwickeln.
Die Schiebbebeine 7 des Dreibeinstatives (Fig. 6) werden zusammengeschoben
und mit der Feststellschraube 9 gezurrt. Die Beine 5 werden dann zusätzlich
durch den Tragegurt 8 gegen unbeabsichtigtes Auseinanderklappen gesichert.
Das Stativ wird mit Pergamentpapier eingewickelt und zusammen mit dem gepackten
Transortbehälter des Glases in der hölzernen Versandkiste verpackt.
Die Säulenmontierung mit Zapfen 1 (Fig. 19) wird leicht mit Korrosionsschutzfett
bestrichen und in Stanniolpapier eingewickelt, nachdem es auf kleinstes Packmaß
eingestellt wurde. Wenn das Dreibeinstativ und die Säulenmontierung
zusammen geliefert wurden, wird das Dreibeinstativ mit in dem Behälter
für die Säulenmontierung verwahrt.
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