Das Turmzielfernrohr für die Maschinengewehre KPWT und PKT: PP61-AM

Bei dem periskopischen Zielfernrohr PP61-AM handelt es sich um ein typisches Turmzielfernrohr. Die ballige Wulst in der Mitte des Tubus dient dazu, das Zielfernrohr in einer Vorrichtung an der Turmoberseite zu befestigen und grob auszurichten.

pp61 Das Zielfernrohr im Schnitt.

Auf dieser linken Seite ist oben am Ausblick die Trockenpatrone zu erkennen. Die Hülse am Okular dient der Befestigung der Strichplattenbeleuchtung. - Eine etwas ungewöhnliche Befestigungsweise; sind wir doch sonst Schwalbenpassungen gewohnt.

Das Okular ist mit einer dicken Gummiwulst versehen. Dies ist bei fest in Fahrzeugen angebrachten Optiken üblich, damit der Schütze während unruhiger Fahrt (Gelände!) durch die Optik schauen kann, ohne sich (nennenswert) zu verletzen.
 
 
Die Strichplatte des PP61.

Auf der linken Seite ist die Entfernungsskala (Werte in Hektometern) für das überschwere Maschinengewehr KPWT (Krupnokaliberny Pulemiot Wladimirova) (Kaliber 14,5X114; E0 Ca. 33.000 Joule) und rechts für das Panzermaschinengewehr PKT im Kaliber 7,62x54 mm (Nagant) zu erkennen.
Die wesentlich gestrecktere Flugbahn der 14,5 mm Projektile ist deutlich zu erkennen. Diese Hochleistungspatrone wurde im 2. Weltkrieg für eine sovjetische Panzerbüchse (Modell PTRS) entwickelt.

Eine koaxiale Kombination dieser beiden Maschinengewehre befindet sich beispielsweise im Turm des geschlossenen Spähpanzerwagens SPW 60.
Der Schütze kann so entscheiden, welche Waffe für das zu bekämpfende Ziel angemessen ist.

Das 7,62 mm Panzermaschinengewehr PKT (7,62x54) mit elektrischem Abzug für den Einbau in Panzerfahrzeuge. Nähere Informationen hier.

 

Das 14,5 mm Panzermaschinengewehr KPWT mit elektrischer Abfeuerungseinrichtung für den Turmeinbau.

KPWT

Home Katalog Literatur:A 051/1/318 S.34 ff. Seitenanfang  Bilder: Peter Geyer