Das "Scherenfernrohr" SF 54

Scherenfernrohre tragen ihre Bezeichnung nach einem Handhabungsmerkmal: Die beiden optischen Schenkel sind mittig durch ein Scharnier miteinander verbunden, so daß das Instrument wahlweise als Deckungsspiegel oder als Stangenfernrohr mit hoher Plastik verwendet werden kann. Diese "Klappbarkeit" wurde mit dem Begriff der Schere assoziiert.

SF14 - periskopischsf14 - stereoskopisch

Die Okuklare des klassischen Scherenfernrohres sind so angeordnet, daß in diesen zwei Stellungen der Augenabstand des Betrachters eingestellt werden kann.
Bei dem Vorgänger des Scherenfernrohres, dem Hypoplast von Carl Zeiss Jena, war das nicht möglich, dieses konnte nur in der periskopischen Stellung verwendet werden.

Scherenfernrohre können als Vorläufer der aufwändigeren Raumbildentfernungsmeßgeräte angesehen werden.

In der NVA waren mehrere Scherenfernrohre eingeführt. Hier sei das SF-54 vorgestellt.

Vergrößerung: 10 x
Objektivdurchmesser: 50 mm

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