TITEL: Alles was Sie brauchen ist Bettruhe
AUTOR: pipermaru2@juno.com
ORIGINALTITEL: All you need is bedrest
ÜBERSETZUNG: Denise Wendler
CLASSIFICATION: V, MSR, Scully-angst
RATING: PG (ein Wort)
SPOILERS: Post Roadrunners
ARCHIVIERUNG: Nicht zu Gossamer. Xemplary, Ephemeral und Spooky sind okay. Alle anderen: NUR wenn ihr zuerst fragt.
INHALTSANGABE: Scully ist wieder im Krankenhaus, Zeit für etwas angstvolles Nachdenken.
BEMERKUNG DES AUTORS: Ich denke, das enttäuschendste an der ganzen Episode, abgesehen davon dass es ein kitschiger Abklatsch von "Eis" war, war dass Scully es Doggett noch immer nicht gesagt hatte. Wenn sie es hätte, so wie ich es gewollt hatte, denke ich, dass es so abgelaufen wäre.
Danke an Lisa für ihr Beta (und "Saltine" ist ein Markenname.)
* * * *
Hast du jemals das Sprichwort "Ärzte sind die schlimmsten Patienten" gehört? Nun, ich bin der lebende Beweis dafür. So oft wie ich in meinem Leben in Krankenhäusern gewesen bin, so oft ich seit ich bei den X Akten bin unter Quarantäne gestellt worden bin, kann ich noch immer nicht die unvermeidbare Anordnung ausführen: "Alles, was Sie brauchen ist Bettruhe."
Sobald mir jemand sagt dass ich im Bett bleiben soll, ist das aus irgend einem Grund, genau der Ort, an dem ich als letztes sein will. Wenn mir meine Mutter als Kind sagte, dass ich ins Bett gehen sollte war ich fünf Minuten später wieder unten und versuchte mit Ahab fernzusehen. Jetzt fühle ich mich, als ob ich ins Bett gesteckt worden bin und ich will nach unten gehen. Die einzige Gelegenheit zu der ich jemals ins Bett gegangen bin wenn es mir jemand gesagt hat war als ich wusste, dass die Gesellschaft im Bett besser war als alles, was es im Fernsehen gab.
Natürlich zusätzlich dazu, dass ich Anweisungen nicht folge, mochte ich es NIEMALS angebunden zu sein. Durch die ganze Duane Barry/Kidnapping Sache hat sich das für mich so ziemlich erledigt. Angebunden zu sein während das Ding wer-weiß-was mit mir und meinem Baby anstellt... ich will einfach nicht darüber nachdenken.
Wie dem auch sei, Doggett wird jede Minute zurückkommen und ich denke es ist Zeit es ihm zu sagen. Er warf mir merkwürdige Blicke zu als ich die Schwester fragte, einen Ultraschall durchzuführen. Etwas ist mit mir wirklich nicht in Ordnung, wenn ich mein Kind so einem Risiko aussetze. Seitdem ich es herausgefunden habe, bin ich zweimal im Krankenhaus gewesen. Armes Ding, hast mich als Mama und ich kann noch nicht mal auf mich selber aufpassen. Und es hilf auch nicht, dass dein Vater das gleiche mit seinem eigenen Körper anstellt. Es tut mir so leid, mein Kind, dass du zwei so dickköpfige Menschen als Eltern hast.
Ich habe bisher wirklich nicht einfach jedem von dem Baby erzählt. Skinner, meiner Mutter, meinem Gynäkologen, den Gunmen... den religiösen Fanatikern aus einer hinterwäldlerische Stadt in Utah die noch nicht einmal auf der Karte ist. Ich habe es ihnen gesagt, und ich stehe kurz davor es Doggett zu sagen und ich habe es noch immer nicht dem Vater gesagt.
Ein Klopfen an der Tür unterbricht meine Gedanken. Ich weiß, dass es Doggett ist. "Herein."
Er überprüft die Gewässer nicht erst, in dem er den Kopf hineinsteckt. Sobald ich herein sage, befindet er sich im Zimmer. "Ich will, dass Sie wissen, dass wegen der Umstände der Entführung eines Bundesagenten und... den anderen Dingen der Richter Ihren Fall durchpeitscht und sie diese Woche mit der Verhandlung anfangen."
Aus irgendeinem Grund sind ist das Bettlaken auf einmal zur interessantesten Sache der Welt geworden. "Großartig." Ich blicke auf und kann diesen verwirrten Ausdruck sehen, der auf seinem Gesicht erscheint. Es ist erstaunlich wie Doggetts verwirrter Blick Mulders Panikgesicht ähnlich sieht. "Agent Doggett? "
"John."
Uh, ok. "John. Ich weiß, dass Sie wahrscheinlich etwas in der Notaufnahme gehört haben und ich würde es gerne erklären."
"Sie meinen die Bitte um Ultraschall?"
"Ja", antworte ich.
"Wie lange sind Sie schon schwanger?"
Nun, das wirft mich vollkommen um. "Etwa 9 Wochen." Das hört sich in etwa richtig an. "Wie lange wissen Sie es schon?"
"Seit 2 Wochen. Seit dem Fall in Idaho. Normalerweise machen sie nicht so viele Ausflüge zum Badezimmer und essen nur Saltines zum Frühstück, oder?"
"Alle Anzeichen sind da."
"Sie wissen, dass sie nicht nur sich selber sondern auch Ihr Kind Gefahren aussetzen."
"Ich weiß." Ich versuche entschlossen zu klingen, aber dem Ausdruck auf Johns Gesicht nach scheitere ich vollkommen.
"Agent Scully, ich stöbere nicht gerne im Privatleben von meinen Partnern herum, aber da ich mich gerade erst durch alle X Akten hindurch gelesen *habe*, weiß ich, dass sie nach ihrer Entführung keine Eizellen mehr hatten. Also wie genau sind Sie denn schwanger geworden?"
"Das weiß ich jetzt noch nicht." Ich zuckte mit den Schultern. "Ich hoffe auf die altmodische Art und Weise."
"Also, wer ist der Vater?"
Oh Gott, wie sage ich es ihm? "John, ich habe es ihm bisher noch nicht gesagt. Erlauben Sie mir, es ihm zuerst zu sagen?"
John hat so ein Pokergesicht. Ich kann nicht sagen, was ihn durch den Kopf geht, aber in dem Moment als er nickt weiß ich, dass er weiß was vor sich geht.
"Danke."
Er nickt noch immer und sieht zur Tür. "Ich denke, ich sollte Skinner anrufen und ihn wissen lassen, wie es Ihnen geht. Jetzt brauchen sie ein wenig Bettruhe." Bevor ich ein Kissen hinter meinem Kopf hervorziehen und es in seine Richtung werfen kann, ist er durch die Tür. Ich lehne mich wieder an das Kopfbrett und starre die Tür an. Aus irgendeinem Grund zieht es meine Hand zu meinem Bauch und mein Daumen fängt an in Kreisen meine Haut zu massieren. Weißt du, es war das im Bett bleiben, dass zu dir geführt hat, mein Kind. Ich wünschte nur, dein Vater wäre hier, um das Bett mit mir zu teilen.
ENDE
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