Titel: After Eight

Autoren: Dasha K und Plausible Deniablity

Rating: NC-17 für Sex, Skinners grünen Punsch und einer Menge Songs aus den 80er Jahren

Klassifikation: SRH

Keywords: MSR

Spoiler: keine

Disclaimer: Yeah, wir wünschten....

Short-Cut: Ist es die Magie des 'Eight Ball', der Geist von Weihnachten oder etwas, dass sich schon vor langer Zeit angekündigt hat?

Feedback: Wir lieben es beide von Dir zu hören- (nur auf englisch) dashak@aol.com und pdeniability@hotmail.com

Anmerkung der Autoren:

Weihnachtsfreude ist garantiert, wenn Mulder und Scully ihre Geschenke austauschen.

Wir sagen nicht wirklich in welchem Jahr das hier spielt, obgleich es die siebte Staffel sein könnte, wenn man die Neu Jahrs Ereignisse von Millennium ignoriert.

After Eight

By Dasha K und Plausible Deniability

"Also, das ist alles, was sie uns sagen können?" fragte Mulder, der der alten Wahrsagerin gegenübersaß. "Sie können sich an nichts anderes über den Mann der bei Ihnen war, erinnern?"

Der vollgestopfte Wohnwagen war dunkel und roch nach Weihrauch und Katzenfutter. Eine graue Perserkatze, der offensichtliche Grund für den letzteren Geruch, schnurrte geräuschvoll und schlang sich selbst um Mulders Knöchel.

Madame Sujka runzelte die Stirn und ihre Augen verengten sich hochmütig. "Natürlich ist das nicht alles, was ich Ihnen sagen kann", sagte sie in ihrem stark dialektgeprägten akzentuierten Englisch. "Ich sehe viele Dinge - meine Zukunft, eure Zukunft. Aber die Identität des Mannes den Sie suchen .... das kann ich nicht sagen."

"Wirklich? Sie können meine Zukunft sehen?"

"Komm schon Mulder", sagte Scully hinter ihm. "Wir verschwenden hier unsere Zeit."

Die Wahrsagerin straffte sich stolz, "Natürlich sehe ich Ihre Zukunft. Ich bin Madame Sujka!"

Mulder sah sich interessiert um. "Und was tun sie? In eine Kristallkugel starren?"

"Mulder --" sagte Scully und verschränkte ungeduldig die Arme vor der Brust.

"Kristallkugeln sind etwas für Anfänger", höhnte Madame Sujka. "Ich lese in der Handfläche und in der Seele!"

"Und sie können in meiner Handfläche lesen?"

"Mulder!" rief Scully.

"Geben sie mir Ihre Hand", ordnete Madame Sujka an und griff nach Mulders Handgelenk. Sie riss seinen Arm über den Tisch und beugte sich, ihn gespannt betrachtend, darüber. Mit einem langen, knochigen Zeigefinger fuhr sie die Linien entlang, die seine Handfläche kreuzten. Ihre Lippen bewegten sich wortlos, als sie die Mysterien las, die vor ihr geschrieben standen.

Schließlich lehnte sie sich mit einem zufriedenen Blick zurück. "Eure Glücksnummer ist 8," verkündete sie und gab sein Hand frei.

Mulder blieb wartend sitzen, während Scully mit ihrem Fuß auf den Boden tippte.

"Das ist alles?" fragte er nach einem Moment, "das ist meine ganze Bestimmung? -- 'Eure Glücksnummer ist 8'?"

Scully sah amüsiert aus. "Was auch immer geschehen mag, 'ich sehe einen großen, dunkelhaarigen Mann in deiner Zukunft'."

"Das ist eure Bestimmung," schnappte Madame Sujka. "Seine Zukunft habe ich bereits bestimmt. Seine Glückszahl ist die 8."

"Das ist wirklich meine ganze Zukunft?" fragte Mulder ungläubig.

"Das ist der wesentliche Teil. Das macht dann 50 Dollar bitte."

"50 Dollar für das?" fragte Mulder verständnislos.

Die Perserkatze sprang laut schnurrend auf den Tisch. Madame Sujka zog sie in ihren Schoß und streichelte ihr luxuriöses Fell. "Ihr wollt eine romantischere Zukunft", antwortete sie, "dann müsst ihr ein romantischeres Leben führen. 50 Dollar."

*********

"Können Sie mich hier durchlassen--" rief Mulder, als er versuchte sich seinen Weg zwischen der Gruppe im Flur, und zwei weiblichen Agenten, an deren Namen er sich nicht mehr erinnern konnte hindurch zu bahnen. Der pulsierende Rhythmus von Frankie goes to Hollywoods "Relax" übertönte ihn jedoch. Er hob sein Glas über den Kopf und zog seine Brust ein, in dem Versuch, sich durch die Menge zu quetschen.

"Hey!" sagte eine der Frauen und dreht sich mit einem durchbohrenden Blick um.

"Tschuldigung," sagte er hastig. "Unfall." Es gibt nicht sehr viel mehr, dass du zu einer Frau sagen kannst wenn du gerade deine Leiste gegen ihren Hintern gepresst hast.

Der Raum war voll. Und es war auch warm; die kombinierte Hitze von so vielen Körpern hatte die Temperatur in die Höhe getrieben. Überall wo er hinsah, waren gerötete Gesichter. Natürlich war wahrscheinlich einiges der Wärme um ihn herum in Folge des Alkohols. Skinner servierte starke Drinks.

In der Tat, dachte er, dass er sich vielleicht ein bisschen zurückhalten sollte. Eine Tasse Eierpunsch und vier 'Sloe Drivers' -- er hatte selten soviel in einem Jahr getrunken und hier hatte er das alles in unter neunzig Minuten hinunter gekippt. Er würde einen eindrucksvollen Brummschädel davontragen. Die Musik schien um ihn herum zu pulsieren, und brachte ihn dazu, sich die erst beste Frau greifen zu wollen, um zu tanzen.

Wo wir gerade davon sprachen, wo war Scully? Er sah sich hoffnungsvoll in der Menge um. Den ganzen Abend lang hatte er sie noch nicht gesehen. Wenn sie nicht in den nächsten zehn Minuten auftauchte, würde er hier raus sein. Er hatte sich gezeigt, hatte ein wenig freundliche Konversation gemacht, hatte einige Drinks.... Er hatte seine "Betriebs-Weihnachtsfeier-Schuldigkeit" getan.

Skinner stand ein wenig abseits, in der Nähe der Fenster, mit einer hübschen hübschen, blonden Tussi Mulder wischte sich über das Gesicht und fragte sich, welch unergründliches Geheimnis Skinner hatte, da sein Vorgesetzter, ungeachtet der heftigen Körperhitze der Bundesangestellten, nicht zu schwitzen schien. Und, eine weitere Beobachtung, wie sonderbar war es , dass Skinner ein Frankie goes to Hollywood Fan war?

Die Musik verklang zum unmissverständlichen Synthesizer Rhythmus von "Sweet Dreams" und Mulder nahm einen weiteren Schluck seines Drinks und während er die Tänzer betrachtete, die sich zu dem verführerischen Schnurren des Sängers wanden. Annie Lennox, mit ihrer mystischen Aura brachte ihm auch immer einige weitere interessante Gedanken. Aber nein, er würde nicht darauf eingehen. Heute Nacht würde er sein bestes Benehmen zeigen. Dies war eine Arbeitsparty und seine Hosen waren ein bisschen eng.

Mulders keusche Gedanken entschlossen sich dazu, für einen dreitägigen Rucksacktrip nach Las Vegas einzupacken als er einen kleinen roten Kopf erspähte, der seinen Weg durch die Menge machte. Armselig, dachte er, alles was ich sehen kann sind zehn Zentimeter ihres Kopfes und ich hege bereits einige gefährliche Gedanken.

Diese Gedanken sprangen in drei-dimensionale, kunterbunte Ideen, als sich Scully schließlich ihren Weg zu ihm bahnte. Sie hielt ein Glas fluoreszierenden, grünen Punsch und atmete schwer durch die Anstrengung, die sie ihr Weg durch die Menge gekostet hatte. Außerdem waren ihre Wangen gerötet und ihre Lippen nass vom Punsch oder davon, dass sie sie geleckt hatte. Mulder hoffte, dass es das zweite war und dass sie es in seiner Anwesenheit wieder tun würde.

Sie musste zu Hause gewesen sein, um sich umzuziehen. Während des Tages hatte sie eines ihrer allgegenwärtigen Kostüme getragen, doch jetzt trug sie eine silber-blaue Bluse die an ihrer Haut haftete und für Sittsamkeit einen Knopf zu weit geöffnet war.

Heilige Scheiße. Ihm war niemals wirklich klar gewesen, dass Scully so viele Kurven hatte.

Er schüttelte seinen Kopf, um diese Idee zu vertreiben. Jetzt erinnerte er sich, warum er nicht öfter trank. Es war gefährlich, betrunken zu sein -- es war dann schwerer, Gedanken zu beherrschen. Nebenbei hatte er das Gefühl dieses alberne Lächeln zu tragen, dass sich auf einigen seiner alten Fotos aus Oxford zeigte, als die Kamera ihn immer mit zerzausten Haaren, glasigen Augen und unter einer Gruppe ebenso betrunkener Freunde grinsend, zu erwischen schien.

"Frohe Weihnachten Mulder", sagte Scully als sie neben im ankam. Sie musste ihre Stimme anheben, um sich selbst Gehör zu verschaffen. "Was ist so lustig?"

Yap, dachte er; er trug definitiv dieses blöde Grinsen. "Ein privater Scherz," erwiderte er, um zu vermeiden, dass er sich selbst belastete. "Bist du gerade erst angekommen?"

Ihre Lippen kräuselten sich in den Mundwinkeln. "Vor einer halben Stunde und drei Tassen Punsch."

Na, na, na, dachte er; drei Tassen Punsch und ein gegenwärtiges Schmunzeln. Offensichtlich war er nicht der einzige, der ein bisschen Feiertags Fröhlichkeit genoss. "Du siehst hübsch aus heute Abend," sagte er und lehnte sich vor, damit er nicht zu schreien brauchte.

Sie neigte den Kopf und ihre Augen flatterten mit einer Andeutung von eines Schwipses zu ihm hin. "Danke Mulder. Du aber auch."

Sie sah nicht nur gut aus, sie roch auch noch gut. Es war nicht ihr gewöhnliches Parfüm, sondern etwas stärkeres und fraglos sexieres. Beinahe gegen seinen Willen driftete sein Blick zu dem Ausschnitt ihrer Bluse und zu dem Tal ihrer Brüste.

"Was ist?" sagte sie und starrte an sich herab. "Hab ich etwas auf mir verschüttet?"

Die Röte schoss ihm in die Wangen und er sah weg. Verlangen eins, Feinfühligkeit null, dachte er.

Scully berührte sein Gesicht und er fröstelte bei dem Gefühl, dass ihre Finger auf seiner Wange hinterließen. "Dein Gesicht ist rot," sagte sie über das Bumm, Bumm, Bumm der Musik.

"Es ist heiß hier drin," sagte er in einem Versuch das offensichtliche zu Erklären.

Mit einem schiefen Grinsen ließ sie ihren Blick über die Horde angetrunkener Agenten wandern. "Wenn ich gewusst hätte, dass Skinner solch heitere Parties gibt, hätte ich seine jährliche Einladung schon vor Jahren angenommen."

Und wenn ich gewusst hätte, dass ich beobachten darf, wie ein Tropfen Schweiß zwischen deine Brüste rinnt, hätte ich das ebenfalls getan, Scully.

Er konnte so ein Schwein sein, nach ein paar Drinks.

"Achtung, Bahn frei!" rief Allan Diamond während er drei Flaschen Bier in jeder seiner fleischigen Hände trug. Als er hinter Scully her ging strauchelte er ein wenig und stieß sie direkt in Mulder hinein. Er musste mit beiden Armen zufassen, damit sie nicht flach auf das Gesicht fiel.

Oh Gott, jetzt konnte er sich wirklich riechen. Das bezaubernde Aroma ihres Parfüms, das Shampoo aus grünem Tee, von dem er wusste, dass sie es benutzte, und unter all diesen kommerziellen Düften lag eine schwache Andeutung der wahren Scully. Es war der Duft, den sie nach einer Nacht auf ihrem Kopfkissen hinterließ.

So schnell er Scully umarmt hatte, so schnell erlaubte er es ihr auch, sich wieder aufzurichten und von ihm fort zu treten. Schwach fragte er sich, ob sie seine wachsende Erektion gespürt hatte.

Er fühlte sich wieder wie in der Junior High, als er auf dem Frühjahrsball hart wurde weil er und Mindy Sebastian über des anderen Füße gestolpert waren.

Nett, dachte er. Ich gehe auf die Vierzig zu und kehre zurück in die Tage, als das herumstochern in meinen Pickeln, das höchste der Gefühle war.

Scully war ihm einen ein bisschen selbstbewussten Blick zu und strich ihre Bluse über ihren Hüften glatt. Eine Bewegung, die sich nur noch als ablenkender herausstellte, da es ihre Brüste dazu brachte, sich gegen das Material ihrer Bluse zu spannen. "Entschuldigung," sagte sie. "Es ist voll hier drin."

"Yeah...." sagte er. "Es ist wirklich voll. Ich weiß nicht, ob ich es hier noch sehr viel länger aushalte." Unter den gegebenen Umständen schien es sicherer zu sein, wenn er einen Abgang machte.

Sie sah ein wenig enttäuscht aus, doch sie nickte und sagte, "Yeah, ich ebenfalls."

Das Lied änderte sich -- Duran Duran sang nun "Hungry Like the Wolf." Er wünschte, Skinner würde damit aufhören, Songs zu spielen, die ihn an die Tage erinnerten, in denen er noch regelmäßigen Sex hatte. In einer Minute würde der Backgroundsänger damit anfangen, dieses stöhnenden Laut zu machen und dann war er wirklich unter Druck. "Uh, bevor du gehst Scully...."

Hoffnungsvoll sah sie zu ihm auf. "Ja?"

"Ich, uh.... ich wollte dir dein Weihnachtsgeschenk geben."

Obwohl sie von irgendjemandem aus der Abteilung für Gewaltverbrechen angerempelt wurde, der sich seinen Weg hinter ihr her zur Punschbowle bahnte, begann sie zu strahlen. "Du hast mir ein Weihnachtsgeschenk besorgt?"

"Naja, sei nicht zu gespannt," sagte er und griff nach ihr, um sie fest zu halten. "Es ist nur....du weißt schon, etwas kleines. Es ist der Gedanke, der zählt." Und als ob ihn das billig klingen lassen würde, dachte er mit einem inneren Drang sich selbst zu schlagen, nichts könnte das.

Sie lächelte. "Ich habe dir ebenfalls etwas gekauft, Mulder."

Er musste betrunken gewesen sein, denn er ertappte sich selbst bei einer kleinen, flüchtigen Hoffnung, dass es eine Dose Schlagsahne und ein paar seidene Schals waren.

Kimberly, Skinners Assistentin, schlängelte sich zwischen ihnen hindurch. Einen Zweig Stechpalme in ihrem Kastanienbraunen Haar und das Zahnfleisch grün vom Punsch. "Der Mistelzweig ist dort drüben in der Ecke, Agents", nuschelte sie, als sie vorbei ging.

Scully starrte auf ihre Füße und Mulder räusperte sich.

"Also, was hast du mir besorgt?" fragte er.

"Ich habe es zu Hause gelassen, Mulder. Ich hatte Angst, dass ich es kaputtmachen könnte."

Verdammt, Dosen mit Schlagsahne zerbrachen nicht, oder etwa doch?

Simon Le Bong sang, "Strut on a line, it's discord an rhyme, I'm on the hunt, I'm after you. Mouth is alieve with juices like wine, and I'm hungry like the wolf," was Mulder nur zu deutlich an trunkene Nächte in seinem kleinen Zimmer in Oxford erinnerte, in denen er Pheobe Slips auszog.

Sie kam näher und er roch fruchtigen, alkoholischen Punsch in ihrem Atem. "Hast du mein Geschenk dabei?"

Er wollte *nicht* das spezielle Geschenk diskutieren, dass er für sie in seinen Hosen aufbewahrte. Er war wirklich nicht in der Stimmung sich von seinem früheren Partner schlagen zu lassen.

"Es ist in meinem Mantel," sagte er. "Und die Mäntel sind in Skinners Zimmer. Aber wenn du wirklich ernsthaft gehen willst...."

Sie nickte. Mulder drehte sich um , um sich seinen Weg durch die Menge zu bahnen. "Entschuldigung.... Entschuldigung," er konnte sich kaum selbst wiederholen hören. Doch die dicht gedrängten Menschen um ihn herum waren zu betrunken, und das Tanzen war so wild geworden, dass er bezweifelte, dass irgendjemand bemerkte, wie er sich seinen Weg hindurch quetschte.

Er sah zurück über seine Schulte um zu sehen, ob er Scully verloren habe. Sie war kleiner als er und er hatte das Gefühl, dass sie schnell von dem Gedränge um sie herum verschluckt werden könnte. Zu seiner Überraschung war sie direkt hinter ihm. Sie schenkte ihm ein Lächeln und griff nach ihm, um einen Finger in eine seiner Gürtelschlaufen zu haken. "Ich hab Dich," sagte sie mit leicht betrunkener Intonation.

Als sie den Rand von Skinners Wohnzimmer erreichten lichtete sich die Menge. Scully ließ ihn los - er bedauerte den Verlust des Zuges ihrer Hand an seinem rückwärtigen Hosenbund ein wenig - als sie ihren Weg den Flur hinunter machten. Sie passierten eine Gruppe von Partygängern, die darauf warteten, dass das Badezimmer frei wurde. Ein Stück weiter säumten einige Agenten und mehrere Pärchen die Wände, die sich auf der Suche nach ein wenig Ruhe für eine Unterhaltung zurückgezogen hatten.

Schließlich erreichten sie die Tür zum Schlagzimmer und Mulder stieß sie auf, um Skinner Bett aufzudecken, dass unter einem Meer von Mänteln und Jacken begraben war. Er durchquerte den Raum hinüber zum Bett und begann sich, auf der Suche nach seinem schwarzen Trenchcoat, durch den Stoß Kleidungsstücke zu wühlen.

Endlich fand er ihn. "Heureka", sagte er und blickte auf, um Scully sich mit offener Neugierde in Skinners Schlafzimmer umsehend zu finden. "Und hier ist dein Geschenk." Er griff unter seinen Mantel und holte ein in Rot- und Goldfolie eingeschlagenes Päckchen hervor.

Sie lächelte nervös und kam herüber, um es aus seiner ausgestreckten Hand entgegen zu nehmen.

"Hmmmm. Es ist schwer für seine Größe," sagte sie, dass Päckchen wiegend.

"Mach es auf."

Die Stirn ein wenig in Konzentration gerunzelt knüpfte sie das dünne goldene Band auf. Dann begann sie das Tesaband vorsichtig von dem gefalteten Papier zu entfernen.

Mulder betrachtete sie ungeduldig. "Komm schon Scully, zerreiß es einfach."

Sie warf ihm einen Blick zu, grinste und riss die Verpackung mit einem befreienden Griff auf. Sie schob das Papier zur Seite und starrte auf das Geschenk in ihrer Hand. "Es ist .... ein 'Eight Ball'

Er konnte nicht sagen ob ihre Stimme Enttäuschung oder einfach nur Überraschung barg. "Eine magische 'Eight Ball'", korrigierte er. "Der 'magische' Teil ist sehr wichtig."

"Das ist nett Mulder."

Er konnte sich nicht helfen, aber sie schien nicht besonders beeindruckt zu sein. Verdammt, er hätte ihr Schmuck kaufen sollen. Frauen mögen Schmuck. Oder Parfum. Er fühlte, wie sein Herz schwer wurde.

Von der Halle konnte er die Melodie eines weitern Achziger Jahre Songs herüberschallen hören - Romeos Void's "Never say Never (Sag niemals nie)." Debora Iyall, ihre Stimme troff vor Spott, höhnte "I might like you better if we slept together...." (Ich würde dich vielleicht mehr mögen, wenn wir miteinander schlafen würden...)

Er wünschte wirklich, dass Skinner sich einige neue Platten zulegen würde.

Er gestikulierte zu der 'Eight Ball. "Gib ihm eine Chance," sagte er, nur um die Peinlichkeit des Augenblickes zu brechen.

Sie lächelte flüchtig, ein Lächeln das ihm sagte, dass er nicht ernst genommen wurde, und schüttelte die schwarze Kugel. "Ist Mulder zu betrunken um selber nach Hause zu fahren?" fragte sie mit klarer Stimme.

Sie bewegte den Ball schnell nach oben und unten. Er spähte über ihre Schulter, um zu sehen wie die Antwort aus der tintenschwarzen Dunkelheit herauf trieb: ICH DENKE JA.

"Das war die Entscheidung," sagte Scully bestimmt. "Ich rufe dir ein Taxi."

Er fasste nach ihrem Arm als sie zu dem Telefon auf dem Nachttisch ging. "Du solltest auch besser nicht fahren."

Ihr Lächeln war beinahe spöttisch." Ich war cleverer als du Mulder. Ich habe ein Taxi hier her genommen."

Ein Licht ging in seinem betrunken-aufgedunsenen Gehirn auf. "Gut, dann können wir ein Taxi teilen."

Sie sah ihn an, als habe er eine schwere Kopfverletzung davon getragen. "Wir wohnen in entgegengesetzten Richtungen...."

Warum musste sie so verdammt logisch sein.

Und dann wurde ihr Ausdruck weich und er beobachtete, wie die Farbe in ihre Wangen stieg. "Na ja," sagte sie mit einer Stimme, die kaum vernehmbar war, über der Musik, "Ich muss dir dein Geschenk noch geben."

"Und ich kann mit einer Tasse Kaffee wieder nüchtern werden," wies er hin.

"Kaffee wird dich nicht nüchtern machen, er macht sich nur zu einem munteren Betrunkenen."

"Mann, Scully, du bist ein richtiger Spaßvogel, wenn du ein paar Drinks intus hast

Bei dieser Bemerkung grinste sie tatsächlich und nahm das Telefon ab, um das Taxi zu bestellen.

Die Menge sang nun laut zu Prince's 1999 und hüpfte hoch und runter wie ein Haufen durchgeknallter Verbindungsbrüder. anstelle der Bundesagenten die sie wirklich waren. Mulder lächelte bei dem Gedanken daran, dass sich die Mehrzahl der Anwesenden als Feds entpuppen würde, wenn die Cops kommen, um diese Party zu sprengen.

Skinner erwischte sie als auf dem Weg zur Tür waren, um dort auf das Taxi zu warten. "Sie verlassen uns schon, Agents?" schrie er.

Oh klasse, sie wurden dabei gesehen, wie sie eine Party zusammen verließen. Das wäre genug Brennstoff für die Gerüchteküche bis Ostern.

Um das Unglück vollkommen zu machen schoss Scully die Röte ins Gesicht. "Es war eine großartige Party, Sir," sagte sie. "Aber ich fliege morgen Früh nach San Diego und Agent Mulder war so freundlich mir anzubieten mich nach Hause zu bringen."

Mulder ertappte sich dabei, wie er in einer wahrhaft idiotischen Weise seine Zustimmung nickte. "Danke für die Party," sagte er.

Ihr Boss rückte seine Brille zurecht und Lächelte. Oder war es ein Schmunzeln? Mulder konnte sich nicht sicher sein.

"Fahren Sie vorsichtig", war alles was Skinner sagte, bevor er wieder hineinging.

*********

Es war kalt vor Skinners Gebäude, aber die Kälte fühlte sich gut an nach der überhitzten Atmosphäre der Party. Außerdem schien es hier draußen schrecklich ruhig zu sein; Mulder hatte sich so sehr an den schlagenden Rhythmus gewöhnt, dass die Stille in seinen Ohren wiederzuhallen schien. Sterne funkelten im Himmel über ihren Köpfen, ihre Helligkeit wetteiferte mit den Lichtern der Stadt.

Scully stand neben ihm, die 'Eight Ball' gegen ihre Jacke haltend. Zwischen der drückenden Luft in Skinners Appartement und der leichten Briese hier draußen, hatte ihr Haar bekommen. Mulder mochte diesen Anblick, es gab ihr einen ungewohnten Touch der Ausgelassenheit. So wie sie ihre Haare jetzt trug, konnte er sie sich mit nichts weiter, als einem Spitzen-BH und einer Perlenkette vorstellen...

Oh, nein, er durfte sie sich nicht in diese Weise vorstellen. Das überschritt definitiv die Grenze, besonders da sie angeheitert waren und sie Richtung auf ihr Appartement nahmen. Er verdrängte diesen Gedanken aus seinem Kopf und griff nach der 'Eight ball'.

Sie sah ihn fragend an, als er sie ihr fort nahm. "Wird das Taxi in der nächsten Minute hier sein?" intonierte er, die Kugel schüttelnd. Er drehte sie um und hielt das Fenster unter die Straßenlaterne, um die Antwort lesen zu können. "DIE AUSSICHTEN STEHEN GUT:"

"Das zeigt, wie magisch dieses Ding ist," sagte Scully mit einem Naserümpfen. "Es gibt keine Chance das das Taxi an einem Samstag Abend so schnell hier sein kann."

Sie hatte die Worte gerade gesprochen, als ein gelbes Taxi um die Ecke bog und an den Bordstein heran fuhr. Sie starte es überrascht an. Mulder warf ihr einen selbstzufriedenen Blick zu und beugte sich hinunter, um die Tür für sie zu öffnen.

Er ließ sich neben ihr auf dem Rücksitz nieder, als sie dem Fahrer die Adresse gab und sich das Taxi auf den Weg machte. Nach einem Moment sah er hinunter in seinen Schoß und stellte fest, dass er noch immer die 'Eight ball' hielt. Er hob sie hoch und schüttelte sie ein weiteres Mal.

"Ist Scully eine echte Rothaarige?" fragte er laut und brachte den Taxifahrer damit dazu, über die Schulter nach ihnen zu schauen.

"Mulder!" rief sie, und griff nach dem 'Eight Ball'.

Er hielt außerhalb ihrer Reichweite. "ES IST BESTIMMT SO," las er. "Da bin ich ja so erleichtert."

Sie schnappte sich den Ball aus seiner Hand und schüttelte ihn entschlossen. "Ist es wahr was man über Männer mit großen Nasen sagt?" sagte sie und warf ihm einen Blick zu. Sie drehte ihn herum und las, "ICH WÜRDE NICHT DARAUF ZÄHLEN."

"Ha-ha," sagte er. "Ich bin gekränkt."

In Wahrheit fragte er sich, ob der Ball recht hatte. Er hatte nie besonders viele Vergleiche mit anderen Männer angestellt, da das ausspionieren der Bestückung anderer Jungs in der Sporthallendusche auch ein guter Grund war, die Lichter ausgeknipst zu bekommen, schien alles dort untern die richtigen Proportionen zu haben.

Und nebenbei bemerkt, war es ja nicht so, dass Scully einen Blick darauf werfen würde. Nicht in einer Million Jahre....

Er lehnte sich in seinem Sitz zurück und stellte fest dass er sich nicht daran erinnern konnte, wohin der Taxifahrer sie brachte. Es schien so, als waren sie auf dem Weg zu Scullys Apartment.

Der Gedanke ließ ihn zittern.

"Ist dir kalt?" flüsterte sie.

"Ein wenig," erwiderte er.

"Ich habe heiße Schokolade zu Hause. Es wird keinen von uns nüchtern machen, aber es schmeckt gut.

Der Fahrer, ein kleiner, pausbäckiger Mann in einem grünen Parka, machte das Radio an und begann sich durch die Kanäle zu suchen. Er stoppte bei Kajagoogoo's "Too Shy".

Unheimlich, dachte Mulder, wir werden heute Nacht von Songs aus den 80ern verfolgt. Er würde es nicht zugeben, auch nicht unter Folter, aber er war zu einen Kajagoogoo Konzert in London gegangen, mit Fiona, seiner ersten englischen Freundin. Und selbst wenn man ihm heiße Bambus Splitter unter seine Fingernägel stoßen würde, er würde niemals das neuromantische Puffärmel Hemd eingestehen dass er zu der Show getragen hatte.

Scully musste etwas in seinem Ausdruck gesehen haben, denn sie hob den Ball und fragte, "Ist Mulder ein Kajagoogoo Fan?"

DIE AUSSICHTEN STEHEN GUT, verriet der Ball.

"He, ich wusste es," sagte sie.

Er schnaufte und schnappte sich denn Ball aus ihren Händen. "Hatte Scully jemals Sex zu diesem Lied?"

"Mulder!" sagte sie mit empörtem Tonfall aber der Ball sagte, ES IST ENTSCHIEDEN BESTIMMT SO.

Er lachte. "Ich wusste es."

Sie schloss ihre Augen und lächelte beinahe verträumt, die Lichter der Stadt glitten über ihr weißes Gesicht als das Taxi die Straße hinunter fuhr. "Spring Break," sagte sie. "Ich fuhr nach Jamaica mit meinem Freund Chris. Wir tranken zu viele Daiquiris an einem Platz, der sich 'Rasta Mikes's" nannte, gingen später hinunter zum Strand und....

Mulder bekämpfte den Zwang, seinen Mund offen stehen zu lassen. War das die Scully, die er seit Jahren kannte und die ihm gerade von einem sexuellen Abenteuer erzählte? Wenn er gewusst hätte, dass das passieren würde, hätte er schon Jahre früher vorgeschlagen, dass sie zu Skinners Party gingen.

Ihre Augen öffneten sich wieder, so als wäre sie sich plötzlich wieder bewusst wo sie war und was sie gerade tat. "Es tut mir leid," sagte sie.

"Weil du mir diese Geschichte erzählt hast? Sie war süß."

Sie erwiderte nicht aber nahm den Ball aus Mulders Hand und schüttelte ihn.

"Weiß Mulder, dass seine Hand auf meinen Oberschenkel liegt?" fragte sie.

Mulder riss seine Hand fort. "Entschuldige --"

Unbeirrt las Scully die Antwort des 'Eight Ball': "SEHR ZWEIFELHAFT."

"Naja, er hat recht damit", sagte er, sein Gesicht dem Fenster zudrehend.

Er musste so verlegen ausgesehen haben wie er sich fühlte denn Scully griff zu ihm hinüber und drückte seine Hand. "Es ist okay, Mulder," sagte sie, bevor sie ihn losließ.

Er blickte hinüber zu ihr und wunderte sich, was das bedeutete -- 'es ist okay.' Meinte sie, dass sie nicht böse war, oder dass sie wollte, dass er es noch einmal tat? Er war nie gut darin gewesen, in Frauen zu lesen, und schon gar nicht, wenn er so sehr außer Übung war.

Sie fuhren durch Scullys Nachbarschaft. Sie lehnte sich vor und zeigte dem Fahrer ihr Haus. Mulder betrachtete ihr Gesicht, intelligent und gelassen, als sie mit dem Fahrer sprach. Es ließ ihn sich schuldig fragen, wie er solch schmutzige Gedanken über seinen Partnerin haben konnte, wenn sie sich selbst mit solch einer Aura der Würde umgeben konnte.

Das Taxi wurde langsamer und Mulder zog seine Brieftasche heraus, um den Fahrer zu bezahlen. "Danke," sagte er, ihm eine paar Scheine aushändigend. Dann stieg er aus und half Scully, mit einer Hand an ihrem Ellenbogen, aus dem Wagen. Sie hielt den 'Eight Ball' bei sich, das Geschenk gegen ihre Brust gepresst.

Als sie zusammen auf die Tür ihres Hauses zugingen griff sie in ihre Manteltasche und fischte ihre Schlüssel heraus. "Die Feiertage scheinen jedes Jahr früher zu kommen. Ich kann nicht glauben, dass ich morgen nach San Diego aufbrechen werde."

"Ich werde nicht lange bleiben", versprach er. Auf einmal fühlte er sich nervös, jetzt, da sie alleine in ihrem Appartement sein würden. Es war lächerlich, das wusste er, schließlich war es ja nicht so, dass sie nicht schon unzählige Stunden alleine zusammen verbracht hatten. Doch irgendetwas in der kalten Luft, dem Alkohol in seinem Blut und dem angedeuteten Lächeln auf Scullys Gesicht, ließ sein Herz schneller schlagen.

"Das meinte ich nicht, Mulder", sagte sie, als sie ihren Schlüssel ins Schloss schob.

In ihrem Appartement war es hell und gemütlich. Sie hatte einen Weihnachtsbaum aufgestellt, dekoriert in rosa uns creme und die Luft roch nach Tanne. Er legte seinen Mantel ab, und Scully nahm ihn ihm aus der Hand, gab ihm den 'Eight Ball', damit sie ihre Mäntel an der Garderobe aufhängen konnte.

"Sagtest du nicht etwas über heiße Schokolade?" fragte er

Sie lächelte ihn an. "Sicher, Mulder."

Er folgte ihr in die Küche. Er legte den 'Eight Ball' auf die Anrichte, um sie dabei zu beobachten, wie sie Tassen und Kakaopulver aus dem Schrank nahm. Er hoffte, dass es nichts sexistisches gab an der Art in der er es genoss, sie bei ihren häuslichen Verrichtungen zu beobachten.

"Es ist ruhig hier drin," sagte sie, "die Party war so laut."

"Möchtest du, dass ich ein wenig Musik anmache?"

Sie lächelte ihn an. "Würdest du? Es wird höchstens eine Minute dauern, die heiße Schokolade fertig zu machen."

Er ging zurück ins Wohnzimmer und schaltete die Stereoanlage ein. Irgendwie hatte er erwartet, dass das Radio auf einem Sender eingestellt war, der Klassik spielte, oder vielleicht einer, der Weihnachtslieder sendete, doch satt dessen hörte er Foreigner singen "I want to know what love is."

Gruselig, dachte er - noch mehr Musik aus den 80ern. Er spielte mit dem Tuner bis er eine Weihnachtsmelodie fand.

Er ging zurück in die Küche und fand Scully, den 'Eight Ball' mit einem nachdenklichen Blick auf dem Gesicht haltend. Als er sah, wie sanft und hübsch sie aussah, die Haare wellig und ihr Blick verträumt hielt er wie vom Schlag getroffen in seinen Bewegungen inne.

Flüchtig blickte sie zu ihm auf und sah dann wieder hinunter auf den 'Eight Ball'. "Wenn dieses Ding wirklich magisch wäre, Mulder," sagte sie, den Glasball langsam in ihren Händen herumdrehend, "was würdest du es am liebsten fragen wollen?"

Eine Idee sprang sofort in sein Gedächtnis, als er sah, wie herzzerreißend lieblich sie aussah, doch es war nicht die Art von Frage, die er in ihrer Gegenwart zugeben konnte. Statt dessen sagte er, "Ich denke, ich würde es über Samantha befragen."

"Ob sie noch immer lebt?"

Er nickte.

Sie sah ein wenig traurig aus. "Das war das, von dem ich dachte, das du fragen würdest, Mulder."

"Was ist mir die Scully? Was würdest du fragen?"

Eine Mischung aus Emotionen huschte innerhalb weniger Sekunden über ihr Gesicht- Traurigkeit, Neugierde und Belustigung. Einen Moment lang dachte sie nach, biss sich auf ihre Lippenstift rot geschminkten Lippen und sagte schließlich, "Ich weiß, dass es nicht wirklich magisch ist, Mulder. Man kann die Antworten auf Lebenswichtige Fragen nicht von einem Spielzeug erwarten."

Er stöhnte. "Scully, du solltest mitspielen."

Sie warf ihm einen empörten Blick zu. "Willst Du andeuten, dass ich ein Spielverderber bin?" Ihre Augenbrauen zogen sich zusammen.

"Vielleicht," wappnete er sich.

"Ich bin ein Spielverderber der einen Drink braucht," sagte sie und machte sich auf den Weg ins Wohnzimmer.

"Ich denke nicht, dass wir noch mehr trinken sollten", rief er hinter ihr her.

"Halt die Klappe Mulder." Sie kehrte mit einem in Goldfolie eingepackten Geschenk zurück. "Frohe Weihnachten."

"Was ist das?" sagte er, während er das rechteckige Packet hin und her drehte.

Scully grinste schadenfroh. "Wie wär's wenn du es öffnen würdest, um nachzusehen?"

Er riss das Papier herunter wie ein kleiner Junge, der darauf hoffte die Kung Fu Ausgabe von GI Jo zu finden. Mulder entdeckte eine einfache Pappschachtel. Als er es öffnete, zog er eine Flasche heraus, die mit einer klaren Flüssigkeit gefüllt war. Die Aufschrift aus dem Etikett waren Cyrillisch, so dass er keine Idee hatte, was die Flasche beinhalten könnte. "Was ist das für Zeug?"

"Das ist russischer Wodka, eine sehr seltene Sorte die sich 'Vosmaya Roza' nennt. Das bedeutet 'Die achte Rose'. Bill hat ihn für mich gekauft, als auf Landurlaub in Murmansk war."

Er grinste, "Bist du dir sicher, dass du nicht mein Geschenk mit Alex Kryceks verwechselt hast?"

"Er bekommt dieses Jahr nur Kohle in seinen Strumpf."

"Wie pervers ist es, dass ich wirklich froh darüber bin, dass Bills Wodka den Weg zu mir gefunden hat?"

Scully hatte die Höflichkeit über den Scherz zu lachen. Sie nahm zwei Gläser aus dem Schrank. "Lass ihn uns auf der Couch trinken. Diese Schuhe bringen mich um." Sie kickte ihre Schuhe mit einem hörbaren Seufzen fort und schrumpfte augenblicklich sechs Zentimeter.

Sie machten es sich auf der Couch bequem. Mulder öffnete die Flasche und goss jedem einen Schluck ein. "Auf was sollen wir trinken?"

Sie blinzelte hastig. "Auf uns, Mulder."

Auf uns? Was zur Hölle sollte das bedeuten?

Er setzte sein gleichgültigstes Gesicht auf und stieß mit ihr an. "Auf uns", sagten sie im Einklang und tranken.

Woooo, der Wodka war stark und Mulder verzog das Gesicht in anbetracht des Kicks, den ihm das Getränk versetzte. Zu seiner Schande kippte Scully den Schluck weg, ohne mit der Wimper zu zucken.

Er beschloss, dass er seinen Stolz retten musste. "Also, du musst noch immer den 'Eight Ball' fragen, was du am allerliebsten wissen willst."

"Fein." Sie griff sich den Ball und schüttelte ihn kurz. "Ich habe eine gute Frage...."

Der Ausdruck auf ihren Augen war herausfordernd und Mulder ertappte sich dabei, wie der den Atem anhielt.

"Wird Mulder heute Nacht den Mumm haben, mich zu küssen?" fragte sie den Ball.

Mulders Augenbrauen schossen in die Höhe. "Den Mumm?" wiederholte er.

Scully drehte den Ball wortlos herum und sie steckten die Köpfe zusammen, um die Antwort lesen zu können: ALLE ZEICHEN DEUTEN AUF JA.

Sie sah überrascht aus und brachte ihn dazu sich zu fragen, ob das die Antwort war, die sie erwartet hatte.

"Du hast gesagt, dass er nicht wirklich magisch sei", erinnerte Mulder sie.

"Und du hast gesagt, er sei es", konterte sie, ihm in die Augen sehend.

Er schluckte. Sein Herz begann unnatürlich schnell zu schlagen. Ernsthaft nahm er den 'Eight Ball' aus ihren Händen und setzte ihn vorsichtig auf dem Glaskaffeetisch ab. Dann legte er seine Hände auf ihre Schultern, neigte seinen Kopf, und küsste sie sanft auf die Lippen.

Der Wodka, bemerkte er im selben Moment, musste eine Art von verzögerter Nachwirkung haben; er fühlte sich plötzlich um mehrere Grad wärmer. Hitze schwappte über ihn in einer alarmierenden Weise. Er hatte immer angenommen, dass er sich, wenn er Scully küsste, auf ihren Geschmack fokussieren würde, ihre Weichheit, ihren Duft, ihre Nähe zueinander; doch alles woran er denken konnte war wie heftig sein Puls außer Kontrolle geriet und das der Wodka so stark gewesen sein musste, dass er eine Herzattacke erleiden musste.

Er zog sich zurück und fiel heftig atmend gegen die Rückenlehne der Couch.

Scullys Gesicht war eindrucksvoll rosa. Der Wodka musste sie ebenfalls beeinflusst haben, dachte er vage.

"Das war - " setzte sie an. "Das ist, Mulder - ich dachte -"

Er reichte hinauf, um an seinem Krawattenknoten zu ziehen. "Ich weiß, was du meinst."

Nach einem Moment begann das Gefühl zu verschwinden. Er stieß einen Seufzer der Erleichterung aus; noch vor einer Minute hatte er geglaubt, er müsse den Rest des Abends in der Notaufnahme eines Krankenhauses verbringen.

"Wow," sagte sie.

Er richtete sich auf. "Ich denke nicht, dass ich heute Nacht noch mehr von diesem Wodka trinken sollte, Scully."

"Wirklich?" sie klang atemlos. "Ich dachte gerade, dass ich ihn dir schon vor langer Zeit hätte geben sollen."

Er lachte nervös und nahm den 'Eight Ball' zur Hand. Scully hatte getrunken und die Dinge liefen Gefahr außer Kontrolle zu geraten. "Sollte ich jetzt nach Hause gehen?" fragte er und schüttelte den 'Eight Ball'.

Er drehte ihn herum und las die Antwort.

"Was sagt es?" fragte Scully, sich näher beugend.

Er zeigte sie ihr ohne einen Kommentar.

"KONZENTRIERE DICH UND FRAGE NOCH EINMAL", las sie laut.

Er schloss seine Augen und konzentrierte sich mit all seinem Können. "Sollte ich jetzt gehen?" Er nahm einen Atemzug und schüttelte. "MEINE ANTWORT IST NEIN."

Scully sah zu ihm auf und lächelte. "Ich denke, wir sollten tun, was der Ball sagt."

Sein Atem verließ seine Lunge mit einem 'Whoosh'. "Sagtest du gerade, dass du an Magie glaubst?"

"Soweit würde ich nicht gehen, Mulder." Sie griff den Ball und schüttelte ihn, während sie sagte, "Wird Mulder mir diesmal einen *richtigen* Kuss geben?"

Der Ball verkündete, "DIE AUSSICHTEN STEHEN SCHLECHT.

Ihre Lippen verzogen sich zu einem Schmollen.

"Man muss einfach wissen, wie man ihm die richtigen Fragen stellt, Scully," sagte er und schüttelte den Ball kurz. "Wird *Scully* *mir* diesmal einen richtigen Kuss geben?"

Diesmal hielten sie beide den Atem an.

ICH DENKE JA, teilte ihnen der Ball mit.

Ihre Wimpern zitterten ein bisschen und er fragte sich, ob sie verlegen war. "Ich denke, du bist dran," sagte er lächelnd.

"Sleigh bells ring, are you listening? In the lane, snow is glistening," sang Bing Crosby im Radio und die Lichter am Baum funkelten.

Sie setzte sich auf und berührte sein Gesicht mit ihren warmen Händen. "Ich denke, das ist nur fair," flüsterte sie.

Er begegnete ihr auf halbem Weg und ihre Lippen trafen sich erneut, zuerst nur zart. Scully öffnete ihren Mund und er fühle, wie ihre Zunge leicht zwischen seine Lippen glitt. Mulder musste ein Keuchen unterdrücken, als er ihren nach Schokolade und Alkohol schmeckenden Mund schmeckte.

Es schien, als würde der Kuss Stunden andauern; ihre Körper so eng aneinander gepresst, dass noch nicht einmal ein Blatt Schreibmaschinenpapier zwischen sie gepasst hätte. Er konnte fühlen, wie sein Glied härter wurde und er wusste, dass sie es ebenfalls an ihrem Bauch spürte. Das ist so surreal, dachte er, nach all dieser Zeit, nach allem, was wir durchgemacht haben, küssen wir uns.

Er konnte nicht glauben, wie glücklich ihn solch ein einfacher Akt machte.

Scully zog sich als erste zurück und er machte einen enttäuschtes Geräusch, bis er diesem noch nie da gewesenen Anblick von Übermut in ihren Augen begegnete.

Er griff nach dem 'Eight Ball' und stellte die Frage, die ihm mehr als jede andere auf der Welt auf der Seele brannte. "Will Scully mich?"

Sie lachte und verdeckte das Antwortfenster mit einer Hand. "Was denkst du, das er sagen wird, Mulder?"

Er schloss seine Augen. "Ich hoffe auf, alle Anzeichen deuten auf ja."

Sie offenbarte den 'Eight Ball'. Beide lehnten sich darüber und zusammen lasen sie die Antwort: "ES IST ENTSCHIEDEN SO.

"Vielleicht ist es Magie," sagte Scully, zu ihm aufblickend.

Magisch oder nicht, Mulder schenkte ihm keinerlei Beachtung als er den Ball neben sich auf das Sofa fallen ließ. Er drückte sie an sich und küsste sie hart.

Scully erklomm seinen Schoß und schlang ihre Arme um seinen Nacken, als seine Zunge in ihren Mund glitt. Er spürte ihre Körperhitze durch ihre Kleidung, roch ihr Parfüm, schmeckte ihre Süße. Wenn sein Schwanz zuvor hart gewesen war, war er jetzt eindeutig bereit, seine Hosen zu sprengen.

Sie reichte hinunter zwischen sie und ließ ihre Handinnenfläche seine Erektion hinauflaufen. Er deutete dies als Einladung, sie ebenfalls zu berühren, und bewegte beide Hände zu ihren Brüsten. Sie fühlte sich so gut an, so weich und sexy und weiblich, dass er in ihren Mund seufzte.

Er begann, ihre Bluse aufzuknöpfen. Um nicht als einzige untätig zu sein, zog sie an seinem Gürtel. Als es schien, dass sie Schwierigkeiten hatte, löste er ihren Kuss lange genug um ihn für sie zu öffnen.

Er konnte es noch immer nicht ganz glauben. Sie waren im Begriff, sich zu lieben. Sie konnte noch immer *nein* sagen überlegte er, aber er brauchte den 'Eight Ball' nicht wirklich, um ihm zu sagen, dass das nicht geschehen würde.

Im Radio lief gerade Bruce Springsteens Version von "Santa Clause ist coming to town". "You'd better be good, for goodness sake...." tadelte der Moderator ("Ihr seit besser brav, um Gottes willen,")

Er öffnete ihre Bluse. Eigentlich hätte er vermutet, dass Scully schüchtern sein würde, ein wenig langsamer reagieren würde, doch sie schien alles zu sein, nur nicht scheu. Im Gegenteil, sie lächelte ihn an und er keuchte in offener Bewunderung angesichts ihrer Brüste und der Art, wie sich ihre helle Haut über den seidenen Körbchen ihres BHs wölbte.

"Du bist so schön...." hauchte er.

"Ich will dich sehen." Sie schob seine Krawatte zu Seite und ließ ihre Finger schnell die Knöpfe seines Hemdes hinunter wandern. "Ich möchte dich ebenfalls ansehen, Mulder."

Er warf sein Hemd ab während sie ihm dabei half. Dann stieß er die Bluse von ihren Schultern. Als sie zu Boden fiel presste sie sich selbst gegen ihn, Haut an Haut.

Er fragte sie, ob sie genauso verblüfft über das Gefühl war wie er. Hatte sie es sich genau wie er bereits ausgemalt? Hatte sie ein Szenario in ihrem Kopf konstruiert, dass diesem so sehr ähnelte, nur um herauszufinden, das die Realität noch schöner war, als die Phantasie?

Er griff um sie herum, um ihren BH zu öffnen und traf auf nichts, als unberührte Seide. Sie zog sich von ihrem Kuss zurück und lächelte. "Er lässt sich vorne öffnen," sagte sie und ihre Hände bewegten sich zu dem Verschluss.

Wenn er leben würde, um noch tausend Weihnachten zu erleben, dachte er, würde er niemals Scullys Anblick in diesem Moment vergessen.

Er bedeckte ihre Brüste als sie hinüber reichte und den 'Eight Ball' von dort zurückholte, wo er ihn auf die Couch hatte fallen lassen. "Ist Mulder jetzt gerade glücklich?" fragte sie, den Ball vor uns zurück schüttelnd. Sie prüfte die Antwort und grinste ihn an. "DARAUF KANNST DU DICH VERLASSEN."

"Ich habe dir gesagt, das es magisch ist."

Sie schüttelte es wieder, diese Bewegung verursachte ein Schütteln, die Mulder absolut fesselnd fand. "Sind Mulders Hosen zu eng?" fragte sie mit einem verschlagenen Blick.

Er nahm den 'Eight Ball' aus ihrer Hand und warf hin wieder beiseite. "Ich kann diese Frage beantworten."

Das Grinsen auf ihrem Gesicht weitete sich langsam. "Vielleicht kann ich dir dabei helfen," sagte sie.

Wann würde er aus diesem wahnsinnig guten Traum aufwachen?

Je mehr er jedoch blinzelte, desto klarer wurde ihm, dass diese Nacht kein Traum war. Es hatte sich schon seit langem angebahnt.

Sie erhob sich für einen Moment von seinem Körper und begann ihm mit einer Hand die Hosen auszuziehen. Mulder half ihr indem er seine Hüften anhob. Zu seiner endlosen Erleichterung kamen seine Boxershorts mit seinen Hosen hinunter und verblieben irgendwo in der Nachbarschaft seiner Knöchel.

Scully ließ sich wieder in seinem Schoß nieder und ihre Augen reisten zu dem Ort, wo er nun der warmen Luft ihres Wohnzimmers ausgesetzt war. Würde ihr gefallen, was sie sah?

Der übermütige Ausdruck kehrte zurück in ihre Augen, ebenso wie das Lächeln. Scheinbar mochte sie, was sie sah, denn sie ließ ihre Fingerspitzen mit schmerzender Langsamkeit hinauf und wieder hinunter an seinem Schaft entlang laufen.

Mulder schloss für einen Moment seine Augen, so dass sie nicht sehen musste, wie sie, wie die eines Comic-Charakters, aus seinem Kopf quollen.

Er hielt inne damit, ihren üppigen Mund zu küssen, um zu fühlen, wie seine Zunge an der ihren entlang glitt. Sie stieß einen weichen Schrei aus, als er die Aufmerksamkeit seines Mundes der weichen Unterseite ihres Kinns zuwandte und der glatten Haut an ihrem Nacken.

"Was wünschst du dir zu Weihnachten, kleines Mädchen?" sagte er mit schwerer Stimme, denn ihr Finger verbreiteten noch immer ihre Feiertagsfröhlichkeit auf seinem Schwanz.

"Bist du denn der Weihnachtsmann?"

"Warst du ein artiges Mädchen?" fragte er grinsend.

"Unglücklicherweise, ja."

"Ich verstehe," sagte er, ihre Kehle küssend, "freundlich anstatt unartig."

Sie drückte seinen Schwanz. "Du könntest das zurücknehmen."

Er kicherte in sich hinein. "Ich bin mir sicher, dass ich das könnte."

Er senkte seinen Kopf, nahm eine ihrer Brustwarzen in den Mund, sog sanft daran und rieb ihn mit seiner Zunge. Sie wand sich in seinem Schoß und ihr Hand schloss sich fester um ihn.

"Mmmm, das fühlt sich gut an, Scully."

"Ich wollte gerade das selbe zu Dir sagen."

Er blickte für einen Moment in ihre Augen, schob dann einen Arm um ihre Schultern und drückte sie auf das Sofa nieder, ihren Körper mit seinem bedeckend. Beide schlossen die Augen und er küsste sie, langsam und ausgiebig. Seine Hand wanderte hinunter, über ihre glatte Haut, die feste Kurve ihrer Brüste, die Senkung ihrer Taille. Als er den Knopf an ihrem Hosenbund fand, öffnete er ihn geschickt.

Er erhob sich nur kurz von ihr, damit sie aus ihren Stoffhosen schlüpfen konnte, und um seine Hosen zur selben Zeit von seinen Knöcheln zu schieben.

Wieder bedeckte er ihren Mund mit seinem und schob seine Hand zwischen sie, um sie mit seinen Fingern zu erkunden. Sie fühlte sich heiß und feucht an, und seine Finger glitten leicht über sie und schließlich ein wenig in sie hinein.

Guter Gott, dachte er. Verblüffend. Es war eine lange Zeit her, seid er mit einer Frau auf diese Weise zusammenwar - eine lange Zeit, seid er diese warme, enge Weichheit gefühlt hatte, eine lange Zeit seid sein Puls durch den Duft von Pheromonen und Erregung beschleunigt worden war, eine lange Zeit seid er eine Frau unter sich hatte seufzen hören. Es fühlte sich an, als sei er wieder ein Kind und es war Weihnachtsmorgen.

Er ließ seine Stirn gegen ihre ruhen. "Frauen riechen gut," sagte er unbesonnen.

Scully lachte, "Was?"

"Frauen riechen gut. Du riechst gut. Oh Scully, ich bin so glücklich in diesem Moment."

Sie hob ihre Lippen an sein Ohr. "Ich bin auch glücklich", flüsterte sie.

Im Radio sang ein Chor 'The Twelve Days of Christmas.' "On the eight day of Christmas," jubilierte die kräftige Stimme eines Tenors, "my true love gave me....eight maids a-milking...."

Seine Augen schließend stieß Mulder mit einem Seufzer in sie.

"Oh," sagte Scully.

Er fragte sich, was "oh" bedeuten sollte. Es klang nicht nach einer Klage. Ein Schauer von Vergnügen lief über ihn. Gemächlich begann er sich zu bewegen, langsam hinaus und dann langsam, gemächlich, tief wieder hinein.

Sie bewegte sich ebenfalls und hob ihre Hüften um ihm zu begegnen. Ihre glatten Beine hoben sich und klammerten sich über seinem Rücken fest, während ihre Arme sich um seinen Nacken legten. "Träumen wir dies, Mulder?" sagte sie halb flüsternd, halb stöhnend.

Es brauchte eine Weile, bis er die Kraft fand, zu sprechen. Wer konnte schon Sätze formen, wenn sein Schwanz hinein und heraus in ihre weiche Feuchte glitt und wenn ihre Muskeln ihn mit jedem seiner Stöße zusammen zu pressen schienen? Sprache war von sekundärer Bedeutung und nebenbei bemerkt hatte sie die große Mehrheit seines Blutes, dass für seinen Kopf bestimmt war, auf den Weg nach Süden in den Feiertagsurlaub begeben.

Schließlich war er fähig zu sagen, "Ich denke nicht, dass dies ein Traum ist, Scully."

Ich Lachen war klar und hell wie ein Wintermorgen in Neu England, an die er sich aus seiner Kindheit erinnerte.

Ihre Hände glitten hinunter um sein Gesäß zu fassen und ihn härter in sich zu stoßen. "Oh Gott, ich werde ohnmächtig", keuchte er.

"Wage es nicht....wage es nicht ohnmächtig zu werden zu werden, Mulder." Ihre Stimmer war gespannt und er bemerkte, dass ihre Augen waren zusammengekniffen. Oh Scully, dachte er, ich habe mich immer gefragt, wie du in diesem Moment aussehen würdest.

Er dachte rasend darüber nach, was er tun konnte, um seinen Orgasmus hinauszuzögern. Mulder war genau auf der Grenze, so nahe, dass er meinte es in seinem Nacken kitzeln zu spüren. Nur ein klein wenig länger, dachte er, einen Handel mit Gott, Yahweh, Allah, Krishna und all den anderen bekannten Gottheiten eingehend, an die er normalerweise nicht glaubte. Ich weiß, dass es eine lange Zeit her ist, nur noch ein bisschen länger. Nur ein paar wenige Minuten. Ich habe beinahe sieben Jahre gewartet, um diese wunderschöne Frau kommen zu sehen.

Er versuchte sich auf etwas anderes zu konzentrieren, versuchte die Streifen auf ihrer Couch zu zählen. Dann stöhnte sie und er bemerkte, dass nur ein Idiot die Streifen auf einer Couch zählen würde, wenn er statt dessen in Scullys gerötetes Gesicht schauen könnte.

Außerdem konnte er spüren, dass sie näher kam. Ihre Muskeln zogen sich zusammen, eine Ruhe während sie sich zuvor mit ihm bewegt hatte. Er reicht hinunter zwischen sie und streichelte sie zu seinen Stößen. Wenn sie doch nur - wenn er doch nur -

Es gab keine Möglichkeit mehr. Er konnte nicht länger warten. Er konnte es kommen spüren, wissend das es nichts mehr gab, das er tun könnte. "Oh Gott", stöhnte er, "ich komme."

Im selben Augenblick bog Scully ihren Nacken und jammerte - es gab kein anders Wort dafür - sie jammerte tatsächlich seinen Namen. Er fühlte, wie die Kontraktionen ihres Orgasmus sein Glied pressten als sie kraftvoll unter ihm erzitterte. Oh mein Gott, dachte er. Das Gefühl raubte ihm buchstäblich den Atem.

Ihr Ruf hallte noch immer in seinen Ohren als er so tief er konnte in sie stieß und sich über und über in sie ergoss.

*********

Er lag noch immer auf Scully, erschöpft und betäubt, als er ihre Hand in der Nähe seines Oberschenkels nach etwas tasten fühlte.

"Wonach suchst du?" murmelte er.

"Das hier," sagte sie und zeigte ihm den 'Eigth Ball'.

Ihm wurde klar, dass er sie wahrscheinlich zerquetschte und stützte sich auf einen Ellbogen. "Was willst du ihn fragen?"

Sie schüttelte den Ball und warf ihm einen spielerischen Blick zu. "War das der beste Sex, den ich jemals hatte?"

"Wenn es sagt 'Meine Quellen sagen nein', werfe ich es aus dem Fenster."

Sie lachte und zeigte ihm die Antwort: DAS IST SICHER.

"In Ordnung," sagte er, sich lächerlich zufrieden mit sich selbst fühlend, "einmal in einem Jahrtausend oder so ähnlich, habe auch ich einmal Glück."

Sie drückte seine Schulter ein wenig und lachte. "Besser, es braucht nicht wieder ein komplettes Jahrtausend, bis Du wieder glücklich bist."

Er fragte sich, wie oft er Scully schon hatte lachen hören. Viel zu wenig, entschied er und nahm sich für das neue Jahr vor, sie einmal am Tag zum lachen zu bringen.

Dies war nicht das einzige, das er sich vornahm, einmal am Tag zu tun.

****

Nach einer kurzen Dusche, plünderten sie ihren Kühlschrank und machten sich große, unordentliche Sandwiches, mit fast allen darauf, was sie darin fanden. Mulder hatte niemals gewusst, dass man aus Truthahnschinken, Sauerkraut, Tortilla Chips und Senf ein so unwiderstehlich gutes Sandwich machen konnte. Oder vielleicht waren es nur die Nachwirkungen des Sex' und die Tatsache, dass Scully ihm gegenüber am Küchentisch saß und nur einen marineblauen Seidenmantel trug, der nicht ausreichend zugebunden war und offen hing, um ihre kleinen, wunderschönen Brüste zu enthüllen.

Er legte die Kruste seines Sandwichs hinunter, nahm einen Schluck Orangensaft und gähnte.

"Müde?" sagte sie und wischte sich ihr Haar aus der Stirn.

"Ein wenig." Würde sie ihn jetzt bitten, nach Hause zu gehen?

"Willst du... willst du heute Nacht hier bleiben?" Der Ausdruck auf ihrem Gesicht war überraschend scheu.

Alles hat sich verändert, dachte er, doch seltsamerweise fühlte sich diese Erkenntnis natürlich an, anstatt ihn zu ängstigen. Sie taten schließlich das, was sie tun sollten.

"Wenn du es möchtest..." sagte er, seine Chancen eingrenzend.

"Natürlich tu ich das", sagte sie und legte ihren Teller in die Spüle. "Mein Flug geht nicht vor morgen Nachmittag. Wir können ausschlafen."

Erstaunlich, er und Scully würden zusammen ausschlafen.

Gemeinsam schlüpften sie in ihr komfortables, großes Bett und er seufzte zufrieden, als sie sich gegen ihn drückte und ihn im Dunkeln küsste.

Dieses Mal, nahmen sie sich viel Zeit damit, sich gegenseitig zu küssen und zu berühren, die erogenen Zonen des anderen zu entdecken. Er versuchte sich jede Stelle einzuprägen, die sie zum Stöhnen oder Keuchen brachte, so dass er es wieder tun könnte. Sie setzte sich auf sein Gesicht und schrie auf, als er sie mit seiner Zunge schmeckte, sie über ihre feuchte Falte und um ihre rubinrote Klitoris laufen ließ, bis sie über ihm erbebte. Wer braucht schon Weihnachtsgeschenke, wenn er Scully dazu bringen kann, zu kommen?

Und es war ganz sicher ein Weihnachtswunder, als sie sich selbst auf seinen Penis sinken ließ und sich mit der Grazie einer Tänzerin auf ihm bewegte. Er sah in ihre Augen, die vom Licht der Straßenlaternen vor ihrem Fenster glänzten, und ihm wurde klar, dass er alles auf dieser Welt besaß.

Sie waren gerade dabei einzuschlafen, ihr Rücken war eng an seine Brust gedrückt, als ihm ein Gedanke kam.

"Hey, Scully, schläfst du?" flüsterte er.

Sie rührte sich ein wenig und hob den Kopf. "Nicht ganz."

"Erinnerst du dich an die Zigeunerin, Madame Sujka?"

"Ja?"

Mulder beugte sich nach vorne und roch an ihrem Haar. Der Geruch des Shampoos war nun von dem in den Kopf steigenden Moschus des Sex überdeckt.

"Sie sagte, dass acht meine Glücksnummer sei..."

Sie kicherte. "Und warum ist das wichtig?"

"Ich habe dir den magischen 'Eight Ball' zu Weihnachten geschenkt und die Flasche Wodka heißt 'Die achte Rose'. Und die ganze Nacht haben wir Musik aus den Achtzigern gehört."

Scullys Kichern wurde zu einem herzhaften Lachen. "Wir eröffnen nach den Feiertagen eine X-Akte, okay?"

Er küsste ihren Nacken und legte sich hin, um zu schlafen und hörte zu, wie ihr Atem sich verlangsamte. Mulder war gerade dabei gewesen, einzunicken, als seine Augen sich öffneten und den 'Eight Ball' sahen, der auf dem Nachttisch lag. Er schaltete die Lampe auf der niedersten Stufe ein und begann damit, den Ball zu schütteln.

"Liebt Scully mich", fragte er ihn.

Bevor er die Antwort sehen konnte, rührte sie sich. "Leg den Ball wieder hin, Mulder", sagte sie. "Ich denke, du kennst die Antwort auf die Frage bereits."

Alles im Allen, war es ein sehr gutes Weihnachten.

ENDE

Dies ist ein Spezielles Feiertagsgeschenk für alle unsere lieben Freunde, die in Kellergewölben herumhängen. Ihr wisst wer ihr seit und wir lieben euch.

Schöne Feiertage an alle. Wir hoffen ihr habt ein schönes neues Jahr, voller Liebe, Lachen und einer Menge Keksen.

Feedback (nur in Englisch) wäre genauso angenehm, wie ein Spaziergang durchs Winterwunderland...

pdeniability@hotmail.com  and dashak@aol.com