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Grundsätzliche Gedanken zur Fütterung von
Schlittenhunden
Jeder Hundehalter beschäftigt sich zwangsläufig mit dem Was
und Wie der Hundeernährung. Für den aktiven Musher ergeben sich dabei
einige wesentlich zusätzliche Aspekte:
Schlittenhunde sind Sporthunde, denen eine z.T. erhebliche physische
Belastung abverlangt wird. Die Ernährung soll dazu beitragen, ein
sportliches Ziel zu erreichen. Dabei muss klar sein, dass ein perfekt
ernährter aber falsch oder unzureichend trainierter Hund ebenso wenig
in der Lage ist, sein Leistungsmaximum zu erbringen, wie ein nach allen
Regeln der Kunst trainierter, aber falsch ernährter Hund.
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1. Was kann richtige Ernährung bewirken?
Richtige Ernährung ist unverzichtbare Voraussetzung für das Erbringen
einer optimalen Leistung. Die Zusammensetzung der Nahrung hat Einfluss
auf
• das Gewicht
• die Gesundheit / das Wohlbefinden
• die Leistungsbereitschaft
• die Fellqualität
der Hunde.
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2. Beurteilung des Fütterungserfolgs
Anhand dieser Parameter wird der Erfolg der Fütterung
beurteilt:
Das Idealgewicht wird anhand des sog. „body condition score“ (bcs)
bestimmt. Er wird durch Adspektion und Palpation, also Anschauen und
Abtasten des Hundes ermittelt. Es gilt eine Skala von 1 bis 5.
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Body Condition Scoring Chart
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1 = Mager
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Rippen, Wirbelsäule, Hüftknochen und alle hervorstehenden
Knochen sind auf die Ferne sichtbar. Kein erkennbares
Unterhautfett. Offensichtliches Fehlen von Muskelmasse.
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2 = Dünn
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Rippen deutlich fühlbar oder auch sichtbar, kein tastbares
Fett. Dornfortsätze der Wirbel sichtbar, Hüftknochen weniger
hervorstehend. Deutliche Taille, Bauch „aufgezogen“.
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3 = Mittel
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Rippen fühlbar ohne überflüssiges Fettpolster. Bei seitl.
Betrachtung Bauch „aufgezogen“.
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4 = Untersetzt
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Generell mollige Erscheinung. Rippen mit Mühe zu tasten.
Sichtbare Fettpolster über der Wirbelsäule und am
Schwanzansatz. Bauch gerade.
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5 = Dick
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Ausgedehnte Fettdepots über Brustkorb, Wirbelsäule und
Schwanzansatz. Keine Taille vorhanden, Bauch gerade. Fettdepots
an Nacken und Gliedmaßen. Abdomen gerundet.
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Ein austrainierter Schlittenhund liegt etwa bei 2+ auf der Skala: Die
Rippen sollten fühlbar sein, aber nicht herausstehen. Das Gleiche gilt
für die Hüfthöcker. Sowohl von der Seite als auch von oben soll eine
Taille erkennbar sein. Hunde, die für Langdistanz eingesetzt werden,
und das meist bei sehr kalten Temperaturen (Alaska, Skandinavien), haben
besser etwas mehr auf den Rippen, vor allem zu Beginn des Rennens. Sie
sollten mit einem bcs von 3 zu bewerten sein.
Man sollte es sich zur Gewohnheit machen, jeden Hund in regelmäßigen
Abständen zu wiegen. Dabei sollten sich möglichst keine größeren
Schwankungen ergeben.
Ein gesunder, wohlgenährter Hund ist lebhaft, aufmerksam, freundlich
und hat glänzende Augen.
Bei richtigem Training sollte der Hund freudig leistungsbereit sein und
im Verlauf der Saison einen Muskelzuwachs zeigen.
Die Fellqualität ist ebenfalls aussagekräftig für den
Gesundheitszustand des Hundes. Es sollte dicht, anliegend und glänzend
sein. Ohne Schuppen, Stellen mit Haarausfall oder Juckreiz. Außerdem
soll es angenehm riechen und der Haarwechsel sollte zügig vonstatten
gehen.
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3. Welche Anforderungen muss ein gutes Futter erfüllen?
Ein für Schlittenhunde geeignetes Futter muss
• gerne gefressen werden
• einen ausgewogenen Nährstoffgehalt haben
• Rohstoffe hoher Qualität beinhalten
• hoch verdaulich und
• einfach zuzubereiten sowie
• haltbar sein
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3.1. Die Auswahl des geeigneten Futters
Von den oben aufgeführten Punkten sind insbesondere der
ausgewogenen Nährstoffgehalt, die Art und Herkunft der verwendeten
Rohstoffe und damit auch die im Verhältnis zum Volumen bereitgestellte
Energie von ausschlaggebender Bedeutung.
Betrachtet man Energiebedarf, Futtermenge und Verdaulichkeit, so bietet
sich am ehesten ein kommerzielles Trockenfutter als Basis an. Für
Langdistanzhunde mit ihrem maximalen Energiebedarf gilt dies umso mehr.
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3.1.1. Woran erkenne ich ein geeignetes Futter?
Folgende
Informationen lassen sich auf der Verpackung von Futtermitteln finden
(verbindliche Regelung innerhalb der EU):
• Die Bezeichnung des Produktes, aus welcher der Verwendungszweck
(z.B. Allein- oder Ergänzungsfuttermittel) und die Tierart, für die es
bestimmt ist, hervorgehen müssen.
• Die Gehalte an Inhaltsstoffen
• Das Nettogewicht
• Das Mindesthaltbarkeitsdatum und die Bezugsnummer der Partie
• Hinweise für die sachgerechte Verwendung (soweit diese nicht
bereits aus der Bezeichnung hervorgehen) und
• Name und Anschrift des für das Inverkehrbringen Verantwortlichen.
Die Bestimmungen der EU sehen vor, dass die durchschnittliche
Konzentration bestimmter Inhaltsstoffe in Prozent der ursprünglichen
Substanz ausgewiesen werden muss. Diese Inhaltsstoffe sind Rohprotein,
Rohfett, Rohfaser und Rohasche sowie Feuchtigkeit (Rohwasser), sofern
der Gehalt über 14% liegt.
Mit Hilfe der Deklaration kann der Nährstoffgehalt verschiedener
Produkte verglichen werden. Ein Vergleich der Nährstoffe in der ursprünglichen
Substanz (so, wie deklariert) ist aber eigentlich wenig aussagekräftig,
denn der entscheidende Punkt ist die Nährstoffaufnahme durch das Tier,
d.h. abhängig von der benötigten Futtermenge, die wiederum vom
Energiegehalt des Futters abhängt. Dieser darf jedoch nicht deklariert
werden.
Da zwischen dem Trockenmasse- und Energiegehalt eines Futtermittels eine
gewisse, allerdings nicht sehr straffe Beziehung besteht, kann man sich
helfen, indem man den Nährstoffgehalt in der Trockensubstanz berechnet.
Die für Schlittenhunde in der Regel verwendeten sog.
„Trockenalleinfutter“ haben einen Feuchtigkeitsgehalt von max. 12%,
d.h. die Deklaration entspricht mit nur einer geringen Abweichung auch
dem Nährstoffgehalt in der Trockensubstanz und kann so einen
realistischen Anhaltspunkt geben.
Auch wenn der Bezug des Nährstoffgehalts auf den Energiegehalt
wesentlich genauer wäre, als die Berechnung des Gehalts in der
Trockensubstanz, scheitert dies bislang noch an einer geeigneten Methode
der Energiebewertung.
Die Auswahl des Futters richtet sich zunächst also nach dem Energie-
und Nährstoffgehalt.
Einen Anhaltspunkt für den Bedarf von Schlittenhunden bei
unterschiedlicher Belastung gibt die folgende Tabelle:
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Tabelle 1 („Empfohlener Nährstoffgehalt für Sporthunde“, D.
Grandjean 1999, S. 140)
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Art
der Belastung:
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Erhaltung
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Kurze Belastung
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Mittlere Belastung
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Lange Belastung
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Energie (kcal. VE/kg 0,75)
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132
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150 - 190
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200 - 400
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400 - 800
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Proteine (% i.Tr.)
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24 - 27
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30 - 35
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35 - 40
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35 - 40
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Fette (% i.Tr.)
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5 - 10
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20 - 25
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20 - 30
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30 - 40
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Rohfaser (% i.Tr.)
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2 - 5
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3
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2,5
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2
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Daraus ist ersichtlich, dass mit ansteigender Belastung zwangläufig
auch der Energiebedarf steigt, und insbesondere der Fettgehalt (als
Haupt-Energiequelle) auf Kosten des Rohfasergehalts zunimmt.
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3.1.2. Qualität - auf was muss geachtet werden:
Zur Beurteilung der Qualität spielt es eine Rolle, welche
Einzelfuttermittel verwendet wurden, d.h. welches die jeweilige Nährstoffquelle
ist.
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A. Proteine
Die verwendeten Eiweißquellen sollten eine hohe biologische
Wertigkeit haben, eine ausgewogene Zusammensetzung an essentiellen
Aminosäuren und einen niedrigen Gehalt an kollagenen Fasern (das Verhältnis
von Kollagen / Eiweiß sollte 20% nicht überschreiten).
Diese Voraussetzungen erfüllt in der Regel Eiweiß aus tierischen
Quellen:
• Fleisch (rot oder weiß)
• Fleisch- oder Fischmehl mit mind. 55-60% Eiweiß in der Trockenmasse
• Volleipulver
Wird Fleisch separat zugefüttert, bieten sich an: Rind, fettes
Lammfleisch, verschiedene Sorten Fisch, Wild, Biber
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B. Fette
Außer, dass Fette die Hauptenergiequelle für den
arbeitenden Hund darstellen, sind sie auch die Träger der so genannten
Omega-6 und Omega-3 Fettsäuren, die erwiesenermaßen das Entzündungspotential
beeinflussen. Das bedeutet, dass bei einer ausreichenden Menge an
Omega-3 Fettsäuren im Futter weniger (Muskel) Entzündungen auftreten
werden. Wichtig ist hier aber nicht die absolute Menge an Omega-3 Fettsäuren,
sondern das optimale Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 Fettsäuren.
Dieses liegt zwischen 5:1 und 10:1. Ausschließlich Omega-3 Fettsäuren
zuzugeben hat eher unerwünschte Effekte (z.B. verlängerte
Blutungszeit)
Wie bei jeglicher Futterergänzung muss beachtet werden, dass die Zugabe
von Fett zu einer fertigen Diät zu Imbalancen in der Energieaufnahme,
des Oxidationsschutzes und des Fettsäureverhältnisses führen kann.
Geeignete Quellen für Fette sind:
• Speck, Talg, Geflügelfett (langkettige gesättigte Fettsäuren)
• Kokosnussöl, Palmöl (kurz- und mittelkettige Fettsäuren)
• Sonnenblumenöl, Soja, Mais (Omega-6 essentielle FS)
• Gereinigtes Fischöl (Omega-3 essentielle FS)
• fettreiches Fleisch wie: Lammfleisch, Rind, Fisch, Huhn (evtl. auch
nur die Haut)
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C. Rohfaser
Rohfasern werden nur in moderater Menge (ca. 2 - 3 %
Zellulose im Nahrungsmittel) verwendet, da sie
schnell ein zu großes Volumen verursachen und die allgemeine
Verdaulichkeit der Ration herabsetzen können.
Rohfaser besteht aus der Gesamtheit der stärkehaltigen Bestandteile,
die nach Passage des Dünndarms nicht verdaut sind, wie: Zellulose,
Hemizellulose, Lignin, Pektine sowie manche unverdaulichen Proteine wie
z.B. Keratin von Federn.
Fasern haben einen wichtigen regulierenden Einfluss auf die
Darmpassage. Außerdem werden Rohfasern durch die Bakterienflora des
Dickdarms fermentiert und tragen so zu deren Ausgewogenheit bei. Eine plötzliche
Änderung der Rohfaserquelle kann daher ein vorübergehendes
Ungleichgewicht der Bakterienflora provozieren. Die Folge ist
unkontrollierte Fermentation mit Blähungen und Durchfall.
So wichtig wie Rohfasern für einen gesunden Darm auch sind, haben sie
auch unerwünschte Effekte:
• einen hemmenden Einfluss auf die Verdaulichkeit von Nährstoffen
• evtl. herabgesetzte Verdaulichkeit von Mineralien (durch sog.
Phytine).
Deshalb müssen stärkehaltige Nahrungsmittel oder Nahrungsbestandteile
sorgfältig nach ihrer Qualität ausgewählt werden und eine spezielle
thermische Behandlung erfahren, um keine Dysmikrobie, also ein ungünstiges
Bakterienverhältnis im Darm zu verursachen.
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4. Praktische Fütterung
Die Ernährung sollte genau der Entwicklung des Trainings
angepasst sein:
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•
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Ruhephase:
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Erhaltungsfuttermittel hoher Qualität angepasst an die Größe
und den individuellen Bedarf des einzelnen Hundes
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•
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Trainingsphase:
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langsamer Übergang zu einer „Arbeitsration“ (ca. 1 Woche
Übergangsphase bei jedem Wechsel) oder zunehmende Zufütterung
eines Ergänzungsfuttermittels zum Erhaltungsfutter
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•
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Rennphase:
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Der hinzukommende Stress erfordert, das Futter weiter zu ergänzen.
Die Menge des Futters ergibt sich aus dem Gewicht des einzelnen
Hundes und muss individuell angepasst werden. (Kontrolle!)
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•
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Abtrainingsphase:
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langsamer Übergang zurück zum Erhaltungsfutter.
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Manche finden es immer noch am einfachsten, die tägliche Ration im
Verhältnis zum ansteigenden Energiebedarf zu erhöhen, ohne die
Futterzusammensetzung zu ändern. Das bedeutet, dass keine gezielte
Anpassung der Ernährung stattfindet, das Resultat ist eine geringere
Leistung.
Wesentlich effektiver ist eine der folgenden Lösungen:
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1.
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Das Basisfutter (zur Deckung des Grundbedarfs) wird das ganze
Jahr über beibehalten und im Laufe der Trainings- und Rennphase
angemessen ergänzt.
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In
diesem Fall wäre ein Futter der Sorte 25/10 (25% Proteine und
10% Fett, bezogen auf das Rohfutter, also ca. 27% Proteine und
11% Fett in der Trockensubstanz) mit einer sehr guten
Verdaulichkeit (Optimum: 50 g Kot auf 100 g aufgenommenes
Futter) geeignet. Behält man dieses Futter als Basis das ganze
Jahr über bei, kann in der Trainings- und dann der Rennphase über
zusätzliche Fleisch- oder Fischfütterung der erhöhte Bedarf
gedeckt werden. Bei kurzen Anstrengungen (Sprint) verwendet man
eher mageres, für lange Distanzen eher fettes Fleisch oder
Fisch. In der Hauptsaison wird man auf diese Weise allmählich
zu einer Ration von 1/4 bis 1/3 Trockenfutter und 3/4 bis 2/3
Fleisch oder Fisch gelangen. Außerdem müssen angemessen
Vitamine und Mineralien zugefüttert werden.
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2.
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Das Basisfutter wird nur während des Sommers verwendet. Es
muss qualitativ hochwertig sein und wird allmählich mit
zunehmender Trainingsintensität durch ein spezielles Futter
ersetzt. Der Übergang zu einem anderen Futter sollte immer 3-7
Tage betragen.
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Die
Art des Spezialfutters richtet sich nach der Dauer und Intensität
der Belastung. Für Sprint- und Mitteldistanzen eignet sich ein
Futter mit dem Verhältnis 30-32 / 22 - 25 (% Proteine/Fett), für
Langstrecke eher eines mit einem Protein/Fett Verhältnis von 35
/ 30%.
Hier ist wiederum eine hohe Verdaulichkeit von besonderer
Bedeutung, damit das Volumen während der Darmpassage und
entsprechend das Kotvolumen gering gehalten werden kann. Die
Futtermenge muss dem Gewicht des einzelnen Hundes angepasst
werden.
Für die meisten Schlittenhunde ist ein solches Futter in der
Trainingsphase und bei kleinen Gespannen (3-6 Hunde, kürzere
Strecke) auch während der Rennsaison ausreichend.
Bei höheren Anforderungen/längerer Strecke müssen auch bei
dieser Spezialdiät Proteine und Fette, sowie Minerale und
Vitamine zugefüttert werden.
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4.1. Praktische Durchführung der Fütterung
Neben
der Auswahl des richtigen Futters und der angepassten Zufütterung von
Ergänzungsfuttermitteln, erfordert die richtige Ernährung eines
Schlittenhundes auch die Berücksichtigung einiger Aspekte bei der
praktischen Durchführung.
Dazu gehören z.B.:
• die Minimierung von stressinduzierten Durchfällen,
• die Bereitstellung der benötigten Energie exakt zum richtigen
Zeitpunkt,
• Die Aufrechterhaltung des Hydratationszustandes, also des optimalen Wasserhaushalts.
So ist es ratsam, die Hunde nie direkt vor einer Anstrengung zu füttern
und zu versuchen, die tägliche Ration auf mehrere Gaben zu verteilen.
Diese Art der Fütterung ist der einmaligen Gabe einer voluminösen
Ration vorzuziehen.
Am besten bereitet man einen Hund vor, indem man ihm ein Viertel (bei
kurzer Belastung) bis zu einem Drittel der Tagesration mindestens 3
Stunden vor der Belastung gibt. Damit ist der Magen wieder leer, bevor
die Belastung beginnt. Diese vorbereitende Ration sollte sehr flüssig
sein (3 - 4 x soviel Wasser wie feste Nahrung), damit der Hund die durch
die Arbeit entstehenden Wasserverluste ausgleichen kann.
Durch den größeren zeitlichen Abstand von Fütterung zu körperlicher
Beanspruchung wird der durch ein Insulinhoch kurz nach der Mahlzeit
ausgelöste Leistungseinbruch verhindert.
Untersuchungen haben gezeigt, dass ein Trockenfutter, dessen “Körner”
bei Zugabe von Wasser ihre Form behalten und nicht aufquellen, oder zu
Brei werden, am besten verdaulich und am wenigstens belastend für den
Verdauungsapparat des Hundes ist.
Etwa 2 Stunden nach der Belastung sollte der Rest der täglichen Ration
verabreicht werden. Unter den besonderen Bedingungen von Etappen- oder
Langdistanzrennen kann (muss) dies auch früher stattfinden, um einen
Stressdurchfall am nächsten Tag zu verhindern.
Wichtig ist außerdem, die Hunde unmittelbar nach Ende der Belastung zu
wässern. (s. Punkt 5)
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4.2. Auffüllung der Glycogenspeicher
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Effekt von Glucose-Supplementierung nach Belastung im
Vergleich zu Gabe von Wasser auf die Glycogen-Resynthesefähigkeit
des Muskels
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Glycogen ist die Speicherform von Glucose in Muskel und der
Leber und besteht aus Ketten von 25 oder etwas weniger
Glucose-Molekülen. Diese Speicher stellen „schnelle
Energie“ aus der sog. anaeroben Energiegewinnung bereit und
werden vor allem bei kurzen intensiven Belastungen benötigt,
z.B. in den ersten 5 Minuten eines Rennens oder bei einem kurzen
Stück bergauf.
Diese Speicher sind sehr limitiert und ihre Entleerung führt zu
einer Leistungseinbuße, auch wenn die Belastung im
Ausdauerbereich liegt. Langstreckenläufer beispielsweise laufen
langsamer und empfinden größere Müdigkeit, wenn es nicht
gelingt, bei einem mehrtägigen Event die Glycogenspeicher
wieder vollständig aufzufüllen.
Normalerweise ist die Verarbeitung und Speicherung von Glucose
im Körper insulinabhängig. Während und kurz nach körperlicher
Belastung, unabhängig von deren Intensität, wird jedoch ein
spezielles Glucose-Transportenzym mobilisiert, welches den
Speicherprozess erheblich beschleunigt. Diese Mobilisierung
dauert bis etwa 30 min nach Ende der Belastung an. Der Prozess
der insulinabhängigen Speicherung ist viel langwieriger und der
Körper ist unter Umständen nicht in der Lage, die Speicher bis
zur nächsten Belastung vollständig wieder aufzufüllen.
Untersuchungen haben gezeigt, dass Hunde, denen eine
„normale“ Mahlzeit direkt nach Beendigung einer geeigneten
Belastung gefüttert wurde, selbst nach 24 Std. ihre
Glycogenspeicher nur zu 65% auffüllen konnten, während andere,
denen sofort ein spezieller energiereicher „Drink“ angeboten
wurde, nach 4 Std. bereits 88% und nach 24 Std. die
Glycogenspeicher nahezu vollständig wieder aufgefüllt hatten.
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Das bedeutet geringere Leistungsfähigkeit für Hunde, die an
auf einander folgenden Tagen laufen müssen, beispielsweise Sprinthunde,
aber auch eine geringere Leistungsbereitschaft für Hunde im
Ausdauerbereich, also Langstreckenrennen. Denn die Fähigkeit und der
Willen, eine Leistung zu erbringen, ist ebenfalls abhängig von der Füllung
der Glycogenspeicher. Hierdurch wird die Fortsetzung des Rennens
limitiert, bis die Hunde ihre „Energie zurück gewonnen“ haben.
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Leistungsbereitschaft ist abhängig
von Füllung der Glycogenspeicher!
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Daraus ergibt sich, dass es vorteilhaft ist, den Hunden gezielt
Glucose anzubieten, und zwar unmittelbar nach Ende der Belastung, bis
max. 30 min danach.
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4.2.1. Methoden der Supplementierung
Zunächst erscheint es als das bequemste, sog.
„Einfachzucker“ wie Kristall- oder Traubenzucker zu geben, da dieser
überall erhältlich und leicht mitzuführen ist. Das Problem ist, dass
diese Zucker hydrophil, also wasseranziehend sind und dadurch zu Durchfällen
mit oder ohne Dehydratation führen können.
Die effektivste Methode, die Glycogenspeicher wieder aufzufüllen ist über
die Gabe von modifizierter Stärke, sog. Maltodextrin (Stärkezucker).
Maltodextrine sind kleinere Traubenzuckerketten, die sehr leicht
verdaulich, aber kaum süß sind. Stärkezucker wird schnell vom Körper
aufgenommen und in den Muskel transportiert, ohne die gastrointestinalen
Nebenwirkungen, die z.B. bei Einfachzuckern zu beobachten sind.
Die empfohlene Dosierung ist 1,5 g Maltodextrin/kg Körpergewicht (Maltodextrin
6 oder 19 Pulver in der Apotheke, 750 g um die 8,- €; in USA:
Glycocharge = Maltodextrin und Zusatzstoffe). Dies wird mit Wasser angerührt
und den Hunden innerhalb der ersten 30 Minuten nach Ende der Belastung
angeboten.
Glycogenspeicher
auffüllen: Innerhalb von 30 min nach Belastung 1,5 g Maltodextrin/kg
Körpergewicht in Wasser angerührt geben!
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Viele Musher helfen sich übrigens auch mit Reisstärke in Form einer
Suppe aus sehr lang weich gekochtem Reis, bei dem die enthaltene Stärke
weitgehend “aufgeschlossen” ist, also aus langkettigen mittelkettige
Moleküle geworden sind. Hier ist es nur mit der Dosierung schwieriger.
Bei Berücksichtigung all dieser Punkte für die richtige Fütterung ist
aber auch vor allem eins nicht zu vergessen:
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5. Wasser
Wasser ist für sich allein das lebenswichtigste
Nahrungsmittel für Sporthunde bzw. jedes andere Tier. Während Tiere
auch bei Verlust nahezu allen Körperfettes und über der Hälfte des körpereigenen
Proteins noch zu Überleben in der Lage sind, stellt eine Dehydrierung
von 10% des Körperwassers einen lebensbedrohlichen Zustand dar.
Schon eine Dehydrierung von 10% des Körperwassers
ist lebensbedrohlich!!!
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Der Wasserumsatz bei Schlittenhunden ist außergewöhnlich
hoch, aufgrund der erhöhten Wasserausscheidung durch Urin und
über die Atmung.
Der Wasserverbrauch durch die Atmung steht in direktem
Zusammenhang zu Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit sowie
zur Atemfrequenz und Ventilationsrate. Je trockener und kälter
die Außentemperatur und je intensiver die Belastung ist, desto
höher wird der Wasserverlust sein. Das gilt aber auch für hohe
Belastung in wärmerer Umgebungstemperatur, da hier die
notwendige Temperaturregulierung über Hecheln erfolgt.
Wasserverlust über den Urin ist direkt abhängig von dem Gehalt
an löslichen Stoffen in der Diät. Je höher der Proteinanteil
und je mehr Kalorien die Diät enthält, um so höher ist der
Wasserverlust über den Urin.
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Eine Untersuchung beim „Copper Basin 300“, einem
Mitteldistanzrennen in Alaska, ergab einen täglichen
Wasserumsatz der arbeitenden Hunde von etwa 5 Litern. Diese
Hunde wogen im Schnitt 24,2 kg, absolvierten die 490 km in
durchschnittlich 70 Stunden und hatten einen mittleren Verbrauch
von 890 g Protein und 750 g Fett auf 24 Stunden. Die mittlere
Umgebungstemperatur rangierte zwischen -10 und -35 °C.
Der tägliche Wasserumsatz eines durchschnittlichen
Mitteldistanzhundes beträgt etwa 5 Liter unter Belastung bei
kalten Außentemperaturen!
Dehydrierung wird besonders bei Langdistanzrennen schnell zu
einem Problem. In kalter Umgebungstemperatur kann es innerhalb
von 12 Stunden zu einer relevanten Dehydrierung kommen. Dies ist
meist die Folge aus der Nahrungsverweigerung des müden oder
gestressten Hundes, evtl. zusätzlich verstärkt durch erhöhten
Wasserverlust durch (meist stressbedingte) Durchfälle. In
diesem Fall muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die
Wasseraufnahme erhöht wird. Ggf. muss die Pause verlängert
werden, bis der Hund weder bereit ist, etwas zu sich zu nehmen.
Ist der Hund einmal dehydriert, ist zumeist gleichzeitig das
Durstgefühl unterdrückt, und das Problem wird verschlimmert.
Nachdem der Wasserumsatz bei Sporthunden bis zu 5mal so hoch
ist, wie beim normalen Haushund, sollte schon im Training
spezielles Augenmerk darauf gelegt werden, dass die Hunde gerne
und möglichst, wann immer es angeboten wird, saufen! So kann
sichergestellt werden dass sie auch im Rennen adäquate Mengen
an Wasser über die Nahrung oder als Trinkwasser aufnehmen!
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Energiebereitstellung in Abhängigkeit
von der Belastungsintensität
Aerobe Leistung:
Diejenige Leistung, bei der die über die Atmung aufgenommene
Sauerstoffaufnahme ausreicht, um die benötigte Energie im Arbeitsmuskel
zu decken. (Ausdauerleistung, „steady-state“)
Anaerobe Leistung:
Energiegewinnung ohne Sauerstoff durch Abbau von körpereigenen
Energiereserven. V.a. Glykogen (Kohlenhydratspeicher), z.B. bei Sprints,
unter Bildung von Milchsäure (Laktat).
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Je nach Belastungshöhe gewinnt der Körper die umzusetzende Energie
aus verschiedenen Quellen. Es werden vier Arten der
Energiebereitstellung unterschieden. In Bezug auf die anaerobe Schwelle
können wir drei Situationen unterscheiden:
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Bei einer Belastung unterhalb der anaeroben Schwelle läuft
die Energiebereitstellung zwar nicht ausschließlich unter
Verstoffwechselung von Sauerstoff, also „aerob“ ab, doch ist
der Anteil der anaeroben Verstoffwechselung so gering, dass
durch die jeweils vorhandene (beim trainierten Sportler besser
ausgeprägte) Fähigkeit zum schnellen Laktatabbau der „steady
state“ (vgl. oben) aufrecht erhalten werden kann. Eine
Ausdauerleistung kann hier sehr lange aufrecht erhalten werden,
z. B. bei einem Marathonlauf.
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Eine Belastung an der anaeroben Schwelle ist die relativ höchste
Belastung, die langfristig durchgehalten werden kann. (Die
Glykogen-Reserven sind allerdings bei intensiver Dauerbelastung
je nach Trainingszustand nach 60 bis 90 Minuten weitgehend erschöpft.)
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Bei einer Belastung oberhalb der anaeroben Schwelle erfolgt
ein wesentlicher Teil der Energiebereitstellung „anaerob“.
Es kommt zu einem die Leistung beeinträchtigenden Milchsäureanstieg
(Laktat), so dass die Leistung nur kurzfristig (etwa wenige
Minuten) durchzuhalten ist. Für die Erbringung der der
Wettkampfsituation entsprechenden Leistung hat die Fähigkeit,
über anaerobe Verstoffwechselung zusätzlich kurzfristig
Energie bereit zu stellen, dennoch eine hohe Bedeutung (sog.
Attacken im Radsport, in jüngster Zeit auch beim 5.000- und
10.000-m-Lauf). Neben der Nutzung der Kreatinphosphatreserven
ist die anaerob-laktazide Verstoffwechselung die einzige Möglichkeit,
Leistungen zu erbringen, die höher liegen, als die, die der
maximalen Sauerstoffaufnahmefähigkeit pro Zeiteinheit (äußere
Atmung) entspricht. Da das Laktat später wieder unter erhöhter
Sauerstoffzufuhr abgebaut werden muss und Kreatinphosphat wieder
aufgebaut wird, spricht man in diesem Zusammenhang auch davon,
dass eine „Sauerstoffschuld“ eingegangen wird.
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Annette Kriller, Tierärztin
„The Trail Vets“ - Christine Lüthi / Annette
Kriller
www.trailvets.com
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