Mich Über-Ich

Wer wirklich wissen will, wer diese wundervolle Website (v)erbrochen hat, der muss freiwillig hier weiterlesen.

Voller Name:

Thomas Johannes Dräxl — klingt ganz nett, kann keiner richtig schreiben, aber man gewöhnt sich mit der Zeit an den Namen. Das ist ein beruhigendes Gefühl.

Sonstige Namen:

Tom, TomDx (sprich „Tom-deh-icks“), TomTom (beide hauptsächlich zur Unterscheidung von anderen Toms), GPS-Tom (siehe weiter unten), Dr. Äxl (erspart später mal die Promotion)

Geboren:

Ja, absolut, und zwar am 5. November 1981 in Bad Tölz. Das ist da, wo der Bulle herkommt und das Alpamare ist. Sonst kennen die meisten Leute von der Stadt nichts. Gratulationen werden einmal jährlich gerne entgegen genommen.

Bevorzugte Tätigkeit tagsüber, wenn gerade nichts Anderes zu tun ist:

Seit dem Wintersemester 2002/2003 Studieren.

Wo denn?

An der königlich-bayerischen Vorzeige-Hochschule natürlich, der TU München.

Und was?

Maschinenbau bzw. Maschinenwesen (Sammelbegriff für Maschinenbauer(n) und -bäuerinnen)

Ihre Reaktion ist nun vermutlich eine der Folgenden:

  1. Sie fallen ehrfürchtig auf die Knie in Anbetracht der Tatsache, dass jemand etwas so schrecklich Schwieriges studieren kann (da braucht man ja Mathe!).
  2. Sie denken sich: „Ingenieure? Das sind doch diese schrecklichen haarigen Biester, die immer Karohemden tragen, Star Trek gucken und für alles Abkürzungen verwenden.“
  3. Sie sagen zustimmend: „Dieser junge Mann hat Recht, das hat Zukunft.“
  4. „Nicht schon wieder einer von den Mantafahrern unter den Naturwissenschaftlern!“
Wenn Fall 1 auf Sie zutrifft, kann ich Sie beruhigen. Niemand zwingt sie, das selbst zu studieren. Bewundern dürfen Sie mich trotzdem jederzeit gerne.
Zu 2. kann ich nur anmerken, dass das eine oder andere Klischee über Ingenieure und Studenten der Ingenieurwissenschaften nicht bei den Haaren herbeigezogen ist. Und wer diese Klischees noch nicht ganz erfüllt, wird im Laufe des Studiums auch noch zurechtgebogen. Ich lasse Sie daher in Ihrem Glauben.
Falls Sie Meinung 3 vertreten, sind Sie vermutlich ungefähr der Typ „potenzieller Schwiegervater“. Potenzielle Schwiegermütter tendieren eher zu Meinung 1. Ihre Tochter können Sie mir unabhängig davon jederzeit gerne vorbeischicken.
Bei Meinung 4 würde ich auf einen Physiker tippen, obwohl ich diesem Berufsstand nichts getan habe. Im Gegenteil, die Deutsche Physikalische Gesellschaft hat mir sogar schon mal eine Jahresmitgliedschaft geschenkt. Ist doch lieb von den Physikern.

Und vor dem Studium?

Habe ich als Praktikant Bekanntschaft mit spanenden und umformenden Fertigungsverfahren sowie thermischen Füge- und Trennverfahren gemacht. Jetzt haben Sie sich beim Lesen wahrscheinlich über den Tippfehler geärgert, aber ich muss Sie enttäuschen, ich meine wirklich „spanend“ mit einem „n“, das ist da, wo Späne fallen. Aha, haben wir wieder mal was gelernt. Einer meiner Sicherheitsschuhe hat in diesem Praktikum außerdem einen netten Schneidbrenner kennengelernt. Da bin ich dann ganz lustig herumgehüpft.

Und noch vorher (das bezeichnet man jetzt wohl als amerikanischen Lebenslauf, so rückwärts und so)?

War ich Zivi bei den Oberland-Werkstätten für Menschen mit Behinderungen in der Weltmetropole Gaißach-Untergries. Obwohl ich nicht der beste Freund der Wehrpflicht bin und in der letzten Viertelstunde meiner Dienstzeit noch jemand in die Hose gemacht hat, habe ich die Zivi-Zeit in angenehmer Erinnerung.
Ein denkwürdiges Dokument aus dieser Zeit gibt es hier zu bestaunen.

Und ganz vorher?

Habe ich für das Leben gelernt, am Gabriel-von-Seidl-Gymnasium Bad Tölz mit drei Bindestrichen. War meistens auch ganz nett, aber neun Jahre müssen reichen. Gemeinsam mit einem Kunstlehrer habe ich auch das Logo dieser Schule verbrochen. Zum Anschauen hier klicken; ohne Hintergrundwissen kapiert aber keiner, warum das so komisch aussieht, also besser doch nicht anschauen.
Unter Anderem ist es mir in der siebten Klasse im Skilager gelungen, einen als nicht besonders beliebt geltenden Lehrer auf der Skipiste zu überfahren und das Ereignis mit der Bemerkung „i hob ja gor net g’wusst, dass Sie’s san“ („ich habe ja gar nicht gewusst, dass es sich um Sie handelt“, Anm. d. Übers.) zu kommentieren. Andere Leute überfahre ich für gewöhnlich kommentarlos.

Und sonst?

Was sonst? Ach so. Am ersten Tag an der Uni wurde uns ein Film gezeigt, der ungefähr so begann: „Das ist Klaus. Klaus studiert Maschinenbau. Maschinenbau ist ein schweeeres Fach. Aber Klaus macht das nichts aus, weil er sonst keine Hobbys hat.“
Ganz so schlimm ist es nicht, auch wenn die Uni eine Menge Zeit in Anspruch nimmt. An Dingen, die ich gerne tue, wenn ich dazu komme, wären z. B. zu nennen:
  1. Mit dem Rad(l) Straßen, Wege und Berge in der näheren und weiteren Umgebung meines Heimatorts unsicher machen. Für einige meiner Touren habe ich mir die Mühe gemacht, eine Beschreibung zu verfassen.
  2. Auf Bergen auch mal ohne Rad, also zu Fuß oder im Winter auf zwei Brettern unterwegs sein.
  3. Fotografieren, gerne auch in Kombination mit Punkt a./b., in letzter Zeit zwar nur noch digital — mit einer ganz großen und einer ganz kleinen Kamera — aber immerhin. Einige Ergebnisse davon gibt es hier zu bestaunen/-wundern/-lächeln.
  4. Geocaching. Hä? Das ist, vereinfacht gesagt, ein etwas exzentrischer „Sport“, bei dem mehr oder weniger verrückte Leute mit Hilfe eines GPS-Empfängers irgendwo im Wald Tupperdosen suchen, die dort von anderen Verrückten versteckt wurden. Klingt komisch, ist es auch, aber kann Spaß machen. Überhaupt ist so ein GPS-Gerät ein ganz tolles Männerspielzeug, das nebenbei auch gut zur Vor- und Nachbereitung von Rad- und Bergtouren dienen kann.
Das ist ja so weit gerade noch akzeptabel, werden Sie denken, aber was tun, wenn's pisst Niederschläge gibt?
  1. Maschinenbauer an den Herd — das kann zwar eigentlich nicht gut gehen, aber probieren kann man's ja mal. Deshalb versuche ich das mit dem Kochen und Backen immer wieder, und bis jetzt hat das Ergebnis auch noch jeder überlebt. Wenn ich dann schon in der Küche bin, darf auch ein guter Caffè nicht fehlen.
  2. Exakt seit Karfreitag 1996 (Das waren noch Zeiten. Da kam ich mir so richtig fortschrittlich vor.), an dem ich zum allerersten Mal mit Netscape 2.0 und rasanten 14,4 Kilobit pro Sekunde in die unendlichen Weiten des Internet hineinschnupperte, trägt dieses seinen Teil dazu bei, dass ich manchmal zu viel Zeit vor siliziumhaltigen Kisten verbringe.
  3. Wenn der *Feier*abend näher rückt, bin ich natürlich Aktivitäten nicht abgeneigt, die diesem Namen alle Ehre machen.
  4. Und wenn es dann gar nicht mehr aufhört, Niederschläge zu geben, kann man immmer noch wo hinfahren, wo es keine gibt.

Was schreibt man jetzt noch auf eine solche Selbstdarstellungs- und -beweihräucherungswebsite? Wer Lust hat, kann das Wort „Selbstbeweihräucherungswebsite“ mal bei Google eingeben.
Ach ja, Sprachen, die was wo ich voll gut können tu:

Boarisch fließend in Wort (und gegebenenfalls auch Schrift),
Deutsch (obwohl ich es nicht als Leistungskurs hatte),
Englisch auch so einigermaßen praxistauglich,
Französisch (leider ein bisschen eingerostet),
das mit dem Italienischen wird so langsam,
und zu allem Überfluss lerne ich jetzt auch noch Russisch.

Zum Schluss meine intimsten Geheimnisse:

Nach dem Personality Test von SparkLife (der ordnet Leute einem von 16 Charakteren zu und ist ganz unterhaltsam) bin ich ein „Accountant“ oder „Helper who finds missing children over the internet“ oder „Businessman“ oder „Judge“, je nach Tagesform. Außerdem bin ich, wenn es nach SparkLife geht, 74 % pure (überdurchschnittlich, aber für einen militanten Nichtraucher auch nicht soo erstaunlich), 86 % un-telligent (um das zu verstehen, muss man den Test machen) und 33 % gay (der durchschnittliche Mann kommt hier immerhin auf 39 %).

So, jetzt wisst Ihr alles über mich, was Ihr nie wirklich wissen wolltet (insgeheim aber anscheinend doch, denn sonst hättet Ihr nicht bis hierher gelesen). Ungefähr bis zu der Stelle mit dem GPS halten mich die meisten Leute auch für ganz normal. Um endlich ein Schlusswort zu finden: Immer, wenn ich etwas schreiben will, fällt mir zunächst das Anfangen schwer, und dann das Aufhören, das hatte ich anfangs vergessen zu sagen, aber jetzt höre ich einfach auf. Ach, was ich noch schreiben wollte, nein, ich gehe jetzt was essen. Einen guten Appetit könnt Ihr mir gegebenenfalls per E-Mail wünschen.

Bilder

Ich 1982 mit Polizeiauto
Anfängliche Versuche, für Recht und Ordnung zu sorgen, habe ich bald wieder aufgegeben…

Neueres Foto von mir
… um statt dessen zu testen, wie toll sich das Meer in meiner Sonnenbrille spiegelt.

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Copyright © 2003-2006 by Thomas Dräxl Letzte Aktualisierung: Samstag, 07.01.2006