Das Attentat auf Robert F. Kennedy

Beauftragte die Mafia Sirhan Sirhan?


 
Robert F. Kennedy hatte eine Menge Feinde in den Reihen der Mafia. Schon 1962 hatte Jimmy Hoffa einen Mordplan gegen den damaligen Justizminister entwickelt. Doch dann geschah der Mord an John F. Kennedy 1963 in Dallas. Die Mafiapaten Marcello und Trafficante - Freunde Hoffas - sollen bei der Planung beteiligt gewesen sein. In diesem Zusammenhang gibt es auch das berühmte Zitat "Wie tötet man einen Hund? Schneidet man seinen Schwanz ab (RFK), lebt er weiter. Fällt aber der Kopf des Hundes (JFK), dann ist auch der Schwanz weg. Und genau dieses passierte dann auch nach dem Attentat von Dallas = Robert F. Kennedy war nicht mehr Justizminister. So hatte Hoffa Rache geübt, denn Kennedy hatte ihn, als Leiter eines Mafia-Untersuchungsausschusses ins Gefängnis gebracht. Nur 2 Tage nach Dallas hat Hoffa ihn als "noch so einen Anwalt" abwertend bezeichnet.
Die einzigen Komplotte, die während der folgenden 4 Jahre gegen Bobby - wie RFK genannt wurde - geschmiedet wurden, stammten von Frank Chavez. Dieser war Boß des Ortsverbands 901 der Transportarbeitergewerkschaft in Puerto Rico. Während des Wahlkampfs, den Kennedy 1964 um den Senatsitz des Staates New York führte, reiste Chavez nach New York, um ihn zu töten. Dies konnte vor der Durchführung verhindert werden. Später schwor Chavez RFK, dessen Mitarbeiter Walter Sheridan und den Zeugen Ed Partin umzubringen, falls Hoffa zu einer Gefängnisstrafe verurteilt werde. Im März 1967 kam Chavez dann von San Juan bewaffnet nach Washington. Doch dort wurde er unter Bewachung gestellt und seine potentiellen Opfer unter Polizeischutz gestellt.

Als sich Kennedy dann 1968 sogar um die Präsidentschaft bewarb, musste dies für die Mafia eine Provikation ersten Ranges darstellen. Denn nun war "der Schwanz" kurz davor wieder "zum Hund" zu werden. Denn RFK war im Volk sehr beliebt und durch die gewonnenen Vorwahlsiege am 4. Juni wurden die Befürchtungen mehr als bestätigt.

Hinzu kommt, daß Bobby die Umstände der Ermordung John's in Frage stellte. Wie William Turner und J. Christian in ihrem Buch "The Assassination of Robert F. Kennedy" berichten, hatte RFK von Anfang an vermutet, daß "sein Erzfeind Jimmy Hoffa irgendwie dahinterstecke". Er hatte sogar den stellvertretenden Arbeitsminister Daniel Moynihan darum gebeten, diese Möglichkeit näher zu untersuchen. 1967 sandte er angeblich einen vormaligen Mitarbeiter zu Jim Garrison, der den Mord an John F. Kennedy damals untersuchen ließ und am 28. Mai 1968 - also eine Woche vor seinem Tod - hielt sich Bobby 2 Stunden lang in Oxnard, Kalifornien auf, wo er 2 Spuren nachging, die angeblich im Zusammenhang mit dem Tod seines Bruders entdeckt worden waren.

Aus einem FBI-Dokument geht hervor: ...daß ein reicher südkalifornischer Rancher, der Verbindungen zu den ultrarechten Minutemen unterhielt und RFK haßte, weil dieser Cesar Chavez (Präsident der Farmarbeitergewerkschaft) unterstützte, 2000 Dollar für einen über 500.000 bis 700.000 Dollar lautenden Mafia-Kontrakt zur Ermordung des Senators bereitgestellt hatte für den Fall, daß dieser für die Präsidentschaftskandidatur nominiert werde.

Und es gab eine wunderbare Gelegenheit, Kennedy umzubringen. Die Wahlkampfveranstaltung im Ambassador Hotel fand nämlich ohne Polizeischutz statt. Es war lediglich ein privater Sicherheitsdienst dort tätig.

Auch ein Mithäftling Hoffas soll gegenüber dem FBI erklärt haben, er habe gehört, wie Hoffa und seine Kumpane im Mai 1968 über die Ermordung Bob Kennedys gesprochen hätten.

Hatte die Mafia also einen Plan umsonst geschmiedet und Sirhan - als verrückter Einzeltäter - kam ihnen zuvor?

Sirhans Hintergrund

Sirhan Bishara Sirhan, ein palästinensischer Einwanderer, so wurde behauptet, habe Kennedy wegen dessen proisraelischer Politik erschossen. Allerdings erklärte Sirhan, daß er sich "mit den Arabern weder politisch noch sonstwie identifziere". Er mochte das arabische Essen nicht, war Christ und sprach kaum Arabisch. Robert Kaiser, ein Mitglied der heutigen Sirhan-Verteidigung sagte in einem Interview, daß Sirhan richtig aufgewühlt durch den Palästina-Israel-Konflikt war. Er litt sogar an einem "Gewalttrauma", nachdem er als Kind Zeuge von Gewalttaten wurde.

Zum Zeitpunkt des Attentats trug Sirhan keine Ausweispapiere bei sich, allerdings auch vier Hundert-Dollar-Scheine. Robert Houghton, der Chefdetektiv der Polizei von Los Angeles, hatte aufgrund dessen spontan das Gefühl, es mit einem "angeheuerten Killer" zu tun zu haben.

Als Hintergrund sollte man wissen, daß Sirhan anscheinend spielsüchtig war und er dadurch hohe finanzielle Verluste hatte - besonders vor dem Attentat. 
Zusätzlich war er zwischen 1965 und 1967 mit Mafia-Gangstern in Berührung gekommen. Er arbeitete auf der Santa-Anita-Rennbahn (Ein beliebter Mafia-Treffpunkt). Außerdem hatte Sirhan auf der Del-Mar-Rennbahn gearbeitet, wo einige der berüchtigsten Gangster des ganzen Landes verkehrten.

Eine ganz besonders verdächtige Rennbahnbekanntschaft machte Sirhan mit Frank Donneroummas alias Henry Ramistella aus New Jersey, dessen Strafregister recht viel verzeichnete. Die beiden lernten sich auf der Santa-Anita-Rennbahn kennen. D. besorgte Sirhan 1966 einen Job auf dem Corona-Gestüt, wo er dessen Vorgesetzter war und sich mit ihm anfreundete.

Im Notizbuch Sirhans fand man folgendes: ...Frank Donarum b-bitte bi-bitte zahle fünf bitte überweise an Sirhan Sirhan den Betrag von fünf...

Die Beamte des FBI brauchten ganze 10 Monate um Donneroummas ausfindig zu machen.

Mehrere Einträge in Sirhans Notizbüchern wiesen den Eintrag "bitte überweise an Sirhan" auf - auf einer Seite fanden sich zudem Hinweise auf Robert Kennedy und das Wort töten.

War Sirhan also lediglich ein Auftragskiller?

Wie zuvor ausgeführt, gab es ziemlich viele Beweise und Zeugen, nachdem Sirhan nicht der einzige Schütze an diesem Abend war. Auch Kennedys Todesschuß kam nicht von Sirhan, sondern von hinten rechts. Dort stand der Sicherheitsmann Thane Eugene Cesar. 

Sirhans Verteidigung führt zur Mafia

Während des Prozesses gegen Sirhan Sirhan verhinderten seine Anwälte wiederholt alles, was mit der Position der Schüsse zu tun hatte. Der Hauptverteidiger Grant Cooper erklärte sogar vor Gericht, daß der tödliche Kopfschuß von Sirhans Waffe stammte, obwohl damals der Polizeisachverständige DeWayne Wolfer darüber noch keine klaren Aussagen machen konnte.

Interessanterweise vertrat Cooper gleichzeitig in einem Verfahren gegen den Mafioso Johnny Roselli einen von dessen Mitangeklagten. Bei diesem Verfahren wurde schließlich Cooper selber wegen Begünstigung eines Verbrechens verurteilt. Er räumte ein, er habe gelogen, verweigerte aber nähere Angaben zu seinen Verbindungsmännern.

Aufgrund dessen übernahm der Rechtsanwalt Russel Parsons nun die Verteidigung Sirhans. Parsons hatte ebenso wie Cooper schon des öfteren Mafia-Klienten vertreten. Einmal hatte der juristische Sachverständige eines Senatsausschusses bereits wegen seiner Verbindungen zur Unterwelt gegen ihn ermittelt. Der Sachverständige war Robert F. Kennedy !!!

Kennedy war in Parsons Augen "ein dreckiger Hurensohn" - gegenteilig hielt Parsons zum Mafioso Mickey Cohen. In einem Empfehlungsschreiben empfahl Parsons, Cohens Bewährungsstrafe abzukürzen.

Mafia-Bedrohungen?

Im August 1971, einen Tag bevor der Kriminologe William Harper als Sachverständiger aussagte, wurde er von 2 Männern in einem Buick verfolgt. Dabei wurde auf ihn geschossen. 
Walt Emerson, der die Aufklärung des RFK-Attentats finanziell unterstützte, erhielt Drohanrufe und die Frau des Anwalts Godfrey Isaacs, der an der Untersuchung des Falles mitwirkte, starb unter mysteriösen Umständen.
Der Journalist Theodor Charach, einer der Fachmänner des Attentats (selbst Zeuge der Schüsse), wurde mit einer Waffe bedroht und aufgefordert, seine Beweismittel herauszurücken und seine Assistentin Betty Dryer wurde sogar umgebracht. 

Charach wußte auch zu berichten:... daß das Ambassador Hotel selber Verbindungen zur Mafia unterhielt. Mr. Gardner, der Sicherheitschef, ist verschwunden. Thane Eugene Cesar, den Charach 1979 interviewen konnte, soll ihm erzählt haben: "Wir haben uns schon um ihn gekümmert. Sie werden nie ein Interview mit ihm kriegen". Ein weiterer Mann, der für die Organisation zuständig war, der hat Selbstmord begangen und selbstverständlich haben sie im Ambassador Hotel sämtliche Unterlagen vernichtet, wie wir entdeckt haben.

Alle dieses ist typisch Mafia ! Hinzu kommt, daß Thane Eugen Cesar eng mit der Mafia verbunden zu sein scheint:

Thane Eugen Cesar - Mafiaverbindungen

Cesar war am 4. Juni 1968 von der Sicherheitsfirma Ace Guard Service als Wachmann kurzfristig eingestellt worden. Der Sicherheitsdienst war u.a. für den Schutz der US-Nationalbank in San Diego zuständig, die mit Unterweltfiguren diverse Male zu tun hatte und 1973 zusammenbrach.
Cesar war nur sporadisch für Ace zuständig. Sein letzter Einsatz für den Sicherheitsdienst lag schon mehrere Monate zurück. 

Der Autor Alex Bottus behauptet sogar, daß Cesar in letzter Minute für einen Ace-Mitarbeiter eingesprungen ist.

Bottus konnte bei Recherchen in Erfahrung bringen, daß Cesar in Tijuana / Mexico mehrmals festgenommen wurde und immer wieder "dank einer von John Alessio gezahlten Kaution wieder auf freien Fuß gesetzt wurde". Alessio gilt als mutmaßlicher Mafiosi.

Bottus verfolgte Cesars Spuren und kam zum Ergebnis, daß der Wachmann "in Missouri, Arkansas, Chula Vista, University City oder Tijuana wahnsinnige Verbindungen hat"...

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