Was passierte wirklich?
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4. Juni 1968 Vormittags in Pasadena wird der 24jährige Sirhan Sirhan bei Schießübungen beobachtet. Sirhan kam als 12jähriger zusammen mit seiner Mutter und seinen Schwestern aus Israel (Palästina) in die USA. Sirhan ist regelmäßiger Gast am Schießstand. Er verbringt ca. 6 Stunden dort. Er gibt mit seinem 22kalibirgen Revolver über 100 Schüsse ab. Währenddessen erholt sich Robert F. Kennedy in Malibu mit seiner Familie und Freunden. Das ganze Team ist voller Spannung, aufgrund der Vorwahlen am Abend. Die Umfragen sagen ein enges Ergebnis voraus. Gegen 19:00 kommt Sirhan ins Ambassador Hotel, seiner Aussage nach ist er dort völlig zufällig gelandet. Paul Schrade, Wahlkampfhelfer Kennedys, spricht von einer optimistischen Stimmung an diesem Abend. Erst im Nachhinein fällt ihm auf, daß sich im Hotel kein einziger Polizist befindet. Nur ein paar Sicherheitsmänner sind vor Ort. Das ist schon komisch, da gleich mehrere Wahlkampfveranstaltungen im Hotel stattfinden, u.a. die einer rechtsextremen Partei. Kurz vor Mitternacht steht das Ergebnis fest = Kennedy hat die Vorwahlen gewonnen, seine Anhänger feiern ihn schon als neuen Präsidenten. Kennedy hält vor seinen Helfern auf einem Podium eine kleine Rede. Zur gleichen Zeit sehen mehrere Zeugen Sirhan im Gespräch mit einer brünetten Frau in einem weißen Kleid mit schwarzen Punkten. Um 0:05 Uhr verläßt Kennedy das Podium, um noch eine letzte Pressekonferenz mit Medienvertretern abzuhalten. Vor ihm hat sich ein großes Gewühl gebildet, so daß man beschließt, den kürzesten Weg zu nehmen = Durch die Küche Schüsse in der Küche Plötzlich kommt Unruhe auf. Mehrere Leute berichten von Schüssen auf Kennedy. Auch Paul Schrade wird getroffen. Er denkt zuerst, daß er durch die Blitzlichter der Fotografen einen "Blitzschlag" erlitten hat. Auch 4 weitere Leute werden verwundet. Kennedy hat es am schlimmsten getroffen = Kopftreffer. Er verliert große Mengen an Blut und ist bewußtlos. Sofort wird Kennedy von Ärzten behandelt. Allerdings haben die aufgrund der Verletztungen nur wenig Hoffnung. Der Journalist Warren Rogers sieht eine Verletzung hinter Kennedys Ohr. Da wußte er "Wir haben ihn verloren. Selbst wenn er überlebt hätte, wäre er nicht mehr derselbe gewesen". Nach wenigen Minuten tauchen Polizisten auf. Der mutmaßliche Attentäter ist Sirhan Sirhan. Er leistet bei der Verhaftung keinen Widerstand. Die Polizei muß ihn vor der lünchenden Menge schützen. Die Polizisten beginnen sofort mit ihren Ermittlungen, die alleinige Konzentration gilt dabei dem Schützen Sirhan Sirhan. Auch ein Motiv ist schnell gefunden: In Sirhans Zimmer findet man ein Tagebuch. Auf einer Seite finden sich mehrmals die Stichworte "RFK muß sterben" und "Kennedy muß getötet werden". Zudem fand man in seiner Jackentasche ein 10 Tage alter Zeitungsartikel, in dem Kennedys Pro-Israel-Haltung heftig angegriffen wurde. Die Ermitlungen Michael Nielsen, Leitender Beamter der Untersuchung "Senator", erklärte: "Man wollte keine so verfahrene Situation wie damals in Dallas haben, wo es im Nachhinein viele Spekulationen gab". Die Polizeiarbeit war allerdings schlampig. Außerdem wurden Spuren vernichtet. Auch Zeugenaussagen wurden nicht berücksichtigt oder geändert: Paul Scharaga, der als erster Polizist am Tatort war, berichtete: "Ein jüdisches Ehepaar, ich glaube mit Namen Bernstein, kam auf mich zu und erzählte mir von einem flüchteten Paar. Beide waren ca. 20 Jahre alt. Euphorisch riefen sie: Wir haben ihn erschossen. Daraufhin fragte ihn Frau Bernstein: Wen ? - Kennedy - wir haben ihn erschossen. Dann rannten sie weg." Scharagas Aussage wird auf Tonband festgehalten. Doch dieses Band verschwindet.
Scharaga nimmt ein neues Band auf und wiederholt seinen Bericht. Später
sieht er zufällig seine Aussage und was daraus geworden ist. Sie ist
gefälscht. Dort steht, Scharaga hätte sich im ersten Bericht
geirrt. Nicht "Wir haben ihn erschossen", sondern "Sie haben
ihn erschossen" soll das Paar demnach gesagt haben. Der Polizist geht daraufhin
mit der Fälschung an die Öffentlichkeit. Da bringt die Polizei
plötzlich eine Frau, die die gesuchte Frau sein soll, ins Spiel. Diese
war zwar im Küchenbereich während des Atttentats und hat nachweislich
nichts mit dem Attentat zu tun. Doch sie unterscheidet sich schwerwiegend
von der "Wir haben ihn erschossen"-Frau:
Aber Scharaga war nicht der einzige, der über diesen Vorfall berichtete. Sandra Serrano, eine Mitarbeiterin aus Kennedys Wahlkampfteam, begegnete dem mysteriösen Paar ebenfalls. Kurz nach dem Attentat schildert Serrano im Fernsehen, wie die zwei die Treppe hinuntergestürzt kamen und dabei riefen: “Wir haben ihn getötet!” Sie bliebt zunächst bei ihren Beobachtungen, wurde aber dann von Sergeant Hernandez eingeschüchtert und genötigt, ihre Aussage zu ändern. Die Tonbandaufnahme der Vernehmung ist inzwischen aufgetaucht. Hier ein Auszug: “Du bist doch ein intelligentes Mädchen! Du weißt, daß
Du Deine Aussage erfunden hast. Du schuldest dem verstorbenen
“Aber ich sah doch diese Leute!” “Nein, nein, nein, Sandy, Du kannst nicht einfach behaupten, Leute gesehen zu haben, die Du garnicht sahst!” “Aber ich hab' sie doch gesehen!” “Sandy, eines Tages wirst Du Mutter sein und Kinder haben. Dann wirst Du Dich Dein Leben lang schämen, weil das, was Du hier sagst, falsch ist.” “Ich glaube nicht, daß ich irgendwas Falsches sage.” “Aber wenn Du älter wirst, wirst Du Dich schämen! Ich bitte Dich, im Namen von Kennedy... Du weißt, daß es falsch ist!” “Ich weiß nur, was ich gesehen habe!” “Sandy, Du lügst hier mit einem blödem Grinsen. Aber tief im Innern weißt Du, daß es falsch ist.” “Aber ich erinnere mich doch an diese junge Frau!” “Du sagst, jemand hätte gerufen 'Wir haben Kennedy erschossen!', und das ist falsch!” “Es ist die Wahrheit!” “Nein, ist es nicht! Sandy, schau, auch ich habe Kennedy geliebt!“ ...
“Sandy, das ist für mich eine sehr emotionale
“Nein. Ich mag nur nicht, wie Sie mich behandeln!” Am Schluß des Verhörs ist Sandy Serrano mit den Nerven am Ende. “Du sagst mir jetzt mal was da draußen passiert ist und ich kann Dir sagen, daß niemand zu Dir...!” “Ich weiß es nicht, ich weiß nicht mehr was passiert ist. Das ist so ein Durcheinander!” Von wo schoß Sirhan auf Kennedy ? Thomas Noguchi, der Gerichtsmediziner von Los Angeles und der Polizeiexperte DeWayne Wolfer kamen aufgrund einer Analyse von Schmauchspuren am Hinterkopf Kennedys und ballistischer Untersuchungen zum Ergebnis, daß 3 Schüsse Kennedy aus kürzester Entfernung getroffen haben und ein vierter Schuß lediglich das Jackett durchschlagen hatte. Auch am Haar, daß Kennedy abrasiert worden war, fand man Pulverpartikel. Die Pulververteilung ensprach einer Entfernung von höchstens 10 cm Entfernung. Noguchi, der damals die Autopsie vornahm, hat bis heute seine Aussage nicht verändert: Die tödliche Kugel sei nur wenige Zentimeter vor Kennedys rechtem Ohr abgefeuert worden und hat seinen Kopf durchschlagen. Die zweite und dritte Kugel sind unterhalb der rechten Achsel eingetreten und durchschlugen den Oberkörper. Eine vierte Kugel hat Kennedy lediglich gestriffen. Alle Kugeln, die Kennedy trafen, kamen von hinten. Auch im Bericht der Polizei von Los Angeles heißt es, daß "die Mündung der Waffe zum Zeitpunkt der Abgabe sämtlicher Schüsse 3 bis ca. 15 Zentimeter zum Jackett entfernt war". Dies entsprach aber nicht Sirhans Position beim Attentat ! Zahlreiche Augenzeugen sagten aus, daß der kürzeste Abstand zwischen Sirhans Waffe und Kennedy mind. 50 Zentimeter betragen habe. Noguchi: "Wie kann Sirhan dann Schußverletzungen aus dieser Nähe abfeuern". Außerdem sagten sie aus, daß Sirhan von vorne geschossen hat. Aus 3 bis 15 Zentimeter machte die Polizei die noch heutige offizielle Zahl von 2 Metern. Der Zeuge, der dem Attentat am nächsten war, war der deutschstämmige Karl Uecker. Er arbeitete als Kellner im Ambassador Hotel und führte Kennedy durch die Küche. Als die Schüsse fielen, stand er allein zwischen Kennedy und Sirhan. Bis zu seinem Tod hat Uecker immer wieder ausgesagt, daß Sirhan vor Kennedy stehend seine Waffe abgedrückt hat. Zudem hatte Uecker Sirhan schon nach dessen zweitem Schuß gegen einen sich in der Küche befindlichen Bügeltisch gestoßen. Sirhan feuerte danach in schneller Folge die weiteren Schüsse auf Kennedy - auf keinen Fall aber aus nächster Nähe und von vorne ! Auch Paul Schrade ist sich sicher, daß es eine zweite Waffe gab: "Ein Schuß durchschlug seine Schulter und traf mich am Kopf - für die Polizei ein echtes Problem, denn der Schuß hätte mich bei normaler Flugbahn so nie treffen dürfen. Da muß noch eine 2. Waffe mit im Spiel gewesen sein". Eine zweite Waffe? William Harper, ein angesehener Kriminologe, verglich die aus Kennedys
Hals entfernte Kugel mit einer, die aus dem Körper eines anderen Verletzten
stammte.
Beide Kugeln wurden allerdings aus einer 22kalibrigen Waffe abgefeuert. Harper kam also zum Schluß, daß beim Attentat aus zwei 22kalibrigen Waffen geschossen wurde. Auch der gerichtsmedizinische Experte Herbert MacDonnell kam zum gleichen Ergebnis wie Harper. Die Einzeltätertheorie fällt zudem gänzlich zusammen, wenn man berücksichtigt, daß aus Sirhans Waffe nur 8 Schüsse abgefeuert werden können. Man fand aber mehr als 8 Kugeln !!! - 2 Kugeln wurden aus dem Körper Kennedys enfernt
Augenzeugen, darunter der FBI-Beamte William Bailey, sahen allerdings mehrere Einschußlöcher in der Deckenbekleidung, in einem Türholm und einem Türrahmen. Bailey ist der einzige FBI-Beamte, der zu seinen damaligen Aussagen noch heute steht. Die anderen an der Untersuchung des Atttentat beteiligten Beamten und Polizisten können / wollen sich daran nicht erinnern. An der Stelle, an der Bailey die Einschußlöcher gesehen und kurz untersucht hat, hatten auch die Zeugen Martin Petrusky und Angelo DiPierro 2 Einschußlöcher und eine Kugel gesehen. Die Bilder, Fotos und Zeugenaussagen wurden von der Polizei als nicht existent eingestuft. Zu den Mitte der 70er aufgetauchten Bilder der Einschußlöcher, sagt das LAPD "das ist eine falsche Beschriftung. Das sind Nägel" Baileys Zeugenaussage: Gegen 2 Uhr 30 morgens kam ein Anruf, ich solle zum AMBASSADOR-Hotel kommen. Als ich dort ankam, blieb ich vielleicht 20 Minuten in der Nähe der Küche. Dabei bemerkte ich 2 Kugellöcher im mittleren Schwingtürpfosten der Küche. Man konnte noch die Geschoßbasis und das weggesplitterte Holz erkennen. Allerdings konnten die Wände und Decken der Küche des Ambassador Hotels nicht mehr nachträlich auf Einschußlöcher überprüft werden. Sämtliche Innenverkleidungen und Türrahmen wurden kurz nach dem Attentat ins Polizeipräsidium gebracht und noch während des Sirhan-Prozesses im Juni 1969 vernichtet. Michael Nielsen dazu: "Das Archiv war voller Zeug. Auch der Staatsanwalt sah keinerlei Notwendigkeit die Sachen zu behalten. Darum wurde es vernichtet". William Bailey, der heute Professor für Kriminolgogie ist: "War dies Dummheit, Inkompetenz oder Hinweise auf eine Verschwörung? Wie verhindert man denn, das Beweisen einer Verschwörung? Durch die Vernichtung des Beweismaterials". Aus 1976 freigegeben FBI-Photographien, die von der Küche gemacht wurden, geht zudem eindeutig hervor, daß mehr als 8 Schüsse abgegeben wurden. Auf einem ist Thomas Noguchi zu sehen, der die Einschußlöcher ausmisst. Im Bericht ist davon überhaupt keine Rede mehr. Im offiziellen Bericht heißt es: Alle abgefeuerten Kugeln wurden in den Körpern von Opfern gefunden. Jedes gefundene Einschußloch müsste also bedeuten = Es gab 2 Schützen. Wenn man alle Zeugenaussagen und die Photographien zusammennimmt, kommt man auf insgesamt 13 abgefeuerte Kugeln und nicht auf 8, die Sirhan ja nur abgegeben haben kann. Wer war der 2. Schütze ? Aus Noguchis Bericht wird deutlich, daß die Todeskugel direkt hinter und von rechts auf Kennedy abgefeuert wurde. Dort befand sich der Sicherheitsmann Thane Eugen Cesar. Der einzige Mann in der Küche, der nachweislich eine Waffe - außer Sirhan - zur Zeit des Attentats trug! Zeugen sagten aus, daß der Wachmann nach den Schüssen seine Waffe in der Hand hielt. Keiner konnte allerdings sagen, wann dieser die Waffe gezogen hatte. Cesar sagte aus, daß er die Waffe ganz fest in der Hand hielt und zwar nachdem Sirhan die Schüsse abgegeben hatte. Einige Leute glaubten daraufhin, daß Cesar - ein unerfahrerer Sicherheitsmann - durchgedreht sei bzw. aus Versehen geschossen hätte und dabei Kennedy getroffen hätte. Dies wird von Cesar allerdings widerlegt: Die Waffe hätte nur losgehen können, wenn ich den Abzug betätigt hätte, weil der Hahn nicht gespannt war. Ich hätte viel mehr Druck ausüben müssen, hätte ich, ich hätte die Waffe ganz bewußt abfeuern müssen. Das aber der Sicherheitsmann überhaupt geschossen hat, wird durch mehrere Zeugenaussagen untermauert. Der NBC-Mitarbeiter Donald Schulman, der sich zum Zeitpunkt des Attentats hinter Kennedy und Cesar aufhielt, sagte kurz nach den Schüssen: "Ein kaukasischer Herr ist vorgetreten und hat dreimal geschossen, der Sicherheitsmann hat Kennedy währenddessen dreimal getroffen. Mr. Kennedy fiel zu Boden. Sie haben ihn weggetragen. Der Sicherheitsmann hat zurückgeschossen". Der TV-Sender CBS berichtete ähnliches: "Don Schulman, einer unserer...Mitarbeiter, ist Zeuge der Schießerei geworden, über die wir Ihnen berichtet haben. Kennedy ging gerade vom Ballsaal aus zur Küche hinüber. Ein Mann trat aus der Menge hervor und schoß auf Kennedy. Kennedys Leibwächter hat dann zurückgeschossen..." Wie aber aus den Kugeluntersuchungen hervorgeht, wurde lediglich mit einem 22kalibrigen Revolver geschossen. Und die Dienstwaffe von Cesar war ein 38kalibriger Revolver. Also doch nicht Cesar? Aber oh Wunder - Cesar besaß zufälligerweise auch einen neunschüssigen H&H-22kalibrigen Revolver - also das gleiche Kaliber wie Sirhan - Zufall ? Als die Polizei nach Monaten Cesar wegen der 22-Kaliber-Waffe befragen wollte, erklärte dieser, er habe sie 3 Monate vor dem Attentat verkauft. Die Verkaufsbescheinigung sagte was anderes aus - danach wurde die Waffe am 6. September 1968 verkauft. Also 3 Monate nach dem Attentat. 1972 hatten Ermittler den neuen Waffenbesitzer endlich ausfindig machen können. Dieser erklärte jedoch, daß ihm die Waffe gestohlen wurde.
Für die Polizei war Cesar zu keiner Zeit ein Verdächtiger. Ausschnitte eines Interviews mit Cesar, welches in der SAT1-Dokumentation "Was geschah wirklich" ausgestrahlt wurde: Wir fahren zu einer Adresse in Simi Valley, einem wohlhabenen Wohnort im Norden von Los Angeles. Hier lebt Cesar seit 30 Jahren. Doch als wir dort ankommen, erwartet uns eine Überraschung: Das Bungalow steht zum Verkauf, alles ist leergeräumt. Cesar dazu: "In 2 Wochen bin ich auf den Philippinen" Cesar nimmt dann Stellung zum Abend des 4. Juni 1968. "Ich kam kurz nach 18:00 Uhr im Hotel an und meldete mich dort. 5 oder 6 andere Sicherheitsleute waren schon da. Zusätzlich befanden sich noch Einsatzkräfte des Hotels dort - die hatten aber keine Waffen. Als Kennedy seine Siegesrede hielt, bekam ich den Auftrag, ihn durch die Küche zu begleiten. Als er vom Podium kam, wartete ich ab bis er auf meiner Höhe war. Ich ging neben ihm her. Unwillkürlich packte ich seinen Arm und führte ihn durch die Menge. Dann waren wir in der Küche. Kurz nachdem Kennedy dem Küchenjungen die Hand geschüttelt hatte, sah ich Mündungsfeuer und merkte, daß ein Schuß abgefeuert wurde. Kennedy fiel nach hinten und ich warf mich auf den Boden. Dies ist ein natürlicher Reflex, wenn Schüsse auf einen abgegeben werden" - Für mich ein Zeichen, daß er wohl seinen Beruf verfehlt hat. Sein Job war die Beschützung Kennedys. Man kann meinen er habe die gleiche Berufsauffassung wie die Secret-Service-Agenten in Dallas bei John F. Kennedys Ermordung - "Als ich wieder hochkam, zog ich meine Pistole, doch da hatten mehrere Leute Sirhan schon überwältigt. Ich wurde nicht benötigt und steckte die Waffef wieder ein" - Dies ist, wie wir durch Zeugenaussagen und den gerichtsmedizinischen Untersuchungen wissen, jedoch falsch - "Erst nach der ersten Konfusion habe ich der Polizei meine Waffe gezeigt. Die liessen mich dann gehen ohne sie genauer in Augenschein zu nehmen. Wochen später kam dann die Polizei nochmal zu mir. Ich zeigte ihnen meine Pistole" In einem Interview mit dem Washington-Post-Journalisten Dan Moldea gab Cesar 1987 an, daß er noch in der Tatnacht seine Waffe der Polizei zur Prüfung angeboten habe. Die Polizei will die Waffe auch getestet haben. Nur: nachprüfen läßt sich das nicht. Ein Protokoll dieses Tests existiert nicht. In der Dokumentation ist dann die Rede davon, daß Cesar die Waffe an einen Freund verkauft hat. Der sagt allerdings, daß er die Waffe verloren hat... Cesar: "Sie möchten wissen, ob es möglich gewesen wäre von meinem Standpunkt aus Kennedy zu töten? Ja, das war möglich. Wenn Sie mich aber fragen, ob ich es getan habe. Nein. Und wenn Sie mich fragen, ob ich dazu überhaupt fähig wäre würde ich wieder sagen: Nein". Die Indizien sprechen allerdings gegen ihn. Hat Cesar vielleicht aus Panik heraus falsch gehandelt? Er war nämlich ein unerfahrener Schütze. Cesar dazu im Interview: "Keine Ausbildung, kein Waffenschein, nichts. Man steckte einfach die Waffe in den Halfter und ging zur Arbeit". Dabei stellt sich allerdings die Frage, wieso er dann - außer seiner Dienstwaffe - noch eine zusätzliche Waffe besaß... Hatte Kennedy seinen Mörder (Thane Eugen Cesar) vielleicht sogar noch erkannt? Auf Fotos, die kurz nach dem Attentat gemachte wurden, sieht man Cesars Ansteckkrawatte neben dem ausgestreckten rechten Arm des am Boden liegenden Kennedy. Die Krawatte hat Kennedy vermutlich Cesar abgerissen, bevor er durch den tödlichen Kopfschuß zu Boden fiel. Das Attentat in der Küche Die Tat wurde u.a. in der SAT1-Dokumentation "Was geschah wirklich" folgendermaßen nachgestellt:
In der Küche halten sich einige Dutzend Leute auf (Wartende Reporter, Fans, Bedienstete des Hotels), als Kennedy mit seinen Mitarbeitern,dem Sicherheitsmann Cesar und dem Hotelmitarbeiter Karl Uecker die Küche betritt. Er schüttelt dem mexikanischen Küchenjungen Romero die Hand. Vor ihm entsteht ein Gewühl, durch das sich Sirhan Sirhan drängelt. Er zieht die Pistole und feuert. Karl Uecker stürzt sich sofort auf ihn und packt ihm am Handgelenk und kämpft um die Waffe. Trotzdem kann Sirhan weiter feuern. Nach der Schießerei reicht Romero, der Küchenjunge, dem auf dem Boden liegenden Kennedy seinen Rosenkranz (siehe Foto rechts). Vertuschungen? Außer der Sache mit den Einschußlöchern, der gefälschten Aussage Paul Scharagas und der Beeinflussung Serranos gibt es noch weitere interessante Geschichten: Es gibt eine Menge Fotos, die vor und nach dem Attentat entstanden sind.
Nur Fotos vom Moment der Schußabgabe fehlen
Hier seine Aussage: "Nachdem Kennedy seine Rede beendet hatte, folgte
ich ihm in die Kaltküche. Etwa 3 Meter hinter ihm fotografierte ich,
wie er den Leuten die Hand gab. Durchs Objektiv sah ich ihn zusammenbrechen.
Ich fotografierte weiter. Ich sprang auf einen Tisch, um aus der Schußlinie
zu kommen, und machte dann noch ein paar Aufnahmen. Ich sah dann, wie seine
Beim Verlasssen passierte dann das unglaubliche: Der Sicherheitsmann Cesar konnte mit der einzigen Waffe außer Sirhans am Tatort das Hotel verlassen, während Enyart festgenommen wurde. Er wurde zu einem Polizeirevier gefahren, wo sein Film einbehalten wurde, um als Beweismittel im Gerichtsverfahren gegen Sirhan verwendet werden zu können. Zurückgegeben wurden letztendlich die Abzüge von Kennedys Rede, alles was vor der Küche und nach dem Attentat fotografiert wurde. Nicht aber die Fotos, die Enyart während des Attentats schoß. 1988 wurde ihm vom Staatsarchiv mitgeteilt, daß die Fotos zu den
etwa 2.400 Aufnahmen gehören würden, die vom LAPD 3
Der Gerichtsmediziner Noguchi wurde vom stellvertretenden Distrikt-Staatsanwalt
aufgefordert, in seinem Bericht die ermittelte
Wieso wurde Kennedy umgebracht? Arthur Schlesinger jr. nannte Kennedy den Anwalt der Unterpriveligierten. Auch die Schwarzen und Indianer unterstützten Kennedy. Viele hofften auf einen Neubeginn Amerikas verbunden mit dem Ende des Vietnamkrieges. Diesen wollte Bobby Kennedy im Fall seiner Wahl zum Präsidenten beenden. Warren Rogers, Journalist und damaliger Kennedy-Vertrauter, rechnete aus, daß dann 15.000 US-Soldaten und ca. 1 Mio. Vietnamensen nicht gestorben wären. Für viele wäre eine Präsidentschaft Bobbys, die Vollendung
der unterbrochenen Präsidentschaft von John F. Kennedy gewesen. Haben
vielleicht die gleichen Leute, die hinter der Ermordung des Präsidenten
stehen auch dessen Bruder ermorden lassen?
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