Der Nationalpark Rondane bietet einzigartige Naturerlebnisse in der Einsamkeit und Stille eines leicht begehbaren Hochgebirges. "Der" Tip zum Wandern in Norwegen - für Anfänger und Profis! -mehr-




Die Hardangervidda ist Europas größte Hochebene und stellt mit ihrer einzigartigen Landschaft und dem rauhen Klima ein lohnendes Ziel für alle Wander- und Trekkingfreunde dar. -mehr-




Das Jotunheimen - auch als Land der Riesen bekannt - ist der höchste Gebirgszug in Norwegen. Ein Paradis für alle Bergsteiger und Bergwanderer, mit zahlreichen Gletschern und Gipfeln. -mehr-

Tourbericht Rondane Nationalpark / Storronden (2.138 m) vom 20.06.2002

Bergwanderung / objektiv unschwierig / aussichtsreich / 4 - 5 h insgesamt von Rondvassbu bei Mysusaeter (Otta) / Trekkingstöcke empfohlen / feste Wanderstiefel

Am vorherigen Abend waren wir mit dem Auto zu der kleinen Siedlung Mysusaeter gefahren und hatten dort schnell den Fahrweg nach Spranget gefunden, wo die Grenze zum Nationalpark Rondane verläuft. Die Maut für den PKW war überraschend gering und schon nach wenigen Minuten hatten wir den Parkplatz erreicht. Die Trekkingrucksäcke wurden geschultert und bald (nach ca. 30-45 min) waren die Hütten von Rondvassbu zu sehen. Storronden Der DNT-Stützpunkt liegt direkt am Ufer des wunderschönen Rondvatnet, vor einer einzigartigen Bergkulisse, denn die 2000er Rondanes beenden hier völlig unvermittelt die karge Hochebene, die wir gerade passiert hatten. Wir bogen rechter Hand vom Weg ab und errichteten unser Zelt direkt vor der runden und nur mäßig steilen Süd-Flanke des Storronden auf einem, für diese Region typischen, Moos-Teppich. Am nächsten Morgen gingen wir sehr früh (es wurde ja ohnehin Nachts kaum dunkel) mit leichtem Gepäck zu den Hütten hinunter, wo der Weg zum Storronden begann. Nach einem kurzen Steilstück war der sanft geschwungene Rücken des Berges erreicht und wir passierten den Abzweig zum Rondslottet (2.178 m). Der mit Felsmännchen und roten "T" markierte Pfad führte unschwierig durch vegetationslose Geröllfelder, die aus der Ferne wie eine Lederhaut aussehen. Aussicht vom Storronden Der Steigungsgrad wechselte ein paar Mal, war aber immer so, dass er von Jedermann bewältigt werden kann. Linker Hand bot sich die ganze Zeit ein toller Blick zum dramatisch geformten Svartnuten (1.840 m). Nach geraumer Zeit (etwa 2 h) erreichten wir den Schlussanstieg und standen schließlich auf dem Gipfel, wo sich eine riesige Steinpyramide befindet. Leider hüllte sich der Berg in eine Wolke und so konnten wir nur ab und zu den Nachbar-Gipfel des Vinjeronden (2.044 m) ausmachen. Dem Abgrund im Nordosten kamen wir vorsichtshalber nicht zu nahe. Im Abstieg (ca. 100 m unterhalb des Gipfels) riss die Wolkendecke auf und nun bot sich eine sensationelle Aussicht zur wilden Smiubelgengruppe. Am Horizont waren sogar die weißen Gletscher und Schneefelder Jotunheimens zu erkennen. Es wurde nun sehr sonnig und warm, so dass wir uns für eine gute Stunde auf das weiche Moos legten, als wir die Flanke des Storronden wieder verlassen hatten.


Tipp: Wanderführer Rondane (BoD) + Landkarte Rondane 1:100.000 (Cappelen Nr. 46)