Clan Tremere

 

Geschichte des Clans Tremere

You wrote to me once the four great virtues:
Wisdom, Justice, Fortitude and Temperance.
As I read the list I know I had none of them.
But I have others virtues father.
Ambition, Resourcefulness,
Courage, perhaps not on the battlefield but there are many forms of courage.
Devotion, to my family.
But none of my virtues were on your list.

- Commodus in Gladiator

Struktur der Pyramide
Etikette
Geheimgesellschaften
Thaumaturgie: Pfade und Rituale


Geschichte des Clans

Im frühen Mittelalter entstand der Clan Tremere aus dem Haus Tremere, einen Orden hermetischer Magi. In ihrem Hauptsitz Ceoris in Transsilvanien entdeckte Goratrix bei seinen Experimenten das Geheimnis der Unsterblichkeit. Unglücklicherweise konnte er Tremere, den Oberen des Hauses, zu einer Teilnahme an dem Experiment überreden, obwohl Etrius und Meerlinda dagegen argumentierten und noch weitere Versuche machen wollten. Goratrix hatte Vampirblut für sein Zauberelixier verwandt und so verwandelten Tremere und seine sieben treusten Anhänger sich in Vampire. Der Fluch verbreitete sich schnell im Haus Tremere und schon bald war der Clan Tremere geboren. Die Tzimisce, ein weiterer in Transsilvanien ansässiger Clan sahen den Aufstieg von neuen Konkurrenten in ihrem Land gar nicht gerne und begannen einen Feldzug gegen die Tremere, um sie zu vernichten, bevor sie das ganze Potential ihrer Macht ausschöpfen konnten. Die Tremere arbeiteten fieberhaft an einer Lösung und machten zahllose Experimente in ihren Laboratorien, um einen Ersatz für ihre verlorene Magie zu finden. Auf diese Art und Weise entstand die erste Form der Thaumaturgie. Der Krieg um Transsilvanien und für die Tremere ums nackte Überleben war lang und hart, doch schließlich gingen die Tremere als Sieger hervor und die Tzimisce mussten sich mit den Auswirkungen der Anarchenrevolte beschäftigen. Doch den Tremere war keine Ruhe vergönnt. Kaum das die Bedrohung durch die Tzimisce abgewandt war, tauchten neue Gegner auf. Saulot der Clansgründer vom Clan der Seelentrinker hatte persönlich ein Auge auf die geschwächten Tremere geworfen und wieder wurden die Gildehäuser mit Krieg überzogen. Tremere erkannte, dass er dieser Bedrohung durch einen ganzen Clan nur dann ein Ende setzen konnte, wenn er dem Drachen den Kopf abschlägt. Nach einer langen Zeit des Suchens entdeckte der Rat der Sieben tatsächlich die Höhle, in der sich der finstere Saulot verkrochen hatte. Persönlich stieg Tremere mit seinen treuen Anhängern hinab, um den Krieg zu beenden und endlich wieder Frieden zu haben. Nachdem sie sich an zahllosen Dämonenwächtern vorbeigekämpft hatten, gelang es ihnen Saulot zu stellen und zu vernichten. Ihrer Führung beraubt, begann der Clan der Salubri sich nach und nach aufzulösen.

Um ein friedliches Zusammenleben der Vampire zu ermöglichen, schlug Ratsherrin Meerlinda dem Ventrue Hardestadt die Gründung einer Vampirgesellschaft vor. Es vergingen aber noch viele Jahre, bis ihr Vorschlag wieder aufgenommen wurde.

Die Tremere sind seit dem die eifrigsten Verfechter der Camarilla und ihrer Traditionen. Nur in ihrem Schutz können die Tremere ihre Forschungen in Ruhe vorantreiben, um ihr Können und Wissen stetig zu erweitern.

Struktur des Clans

Der innere Aufbau des Clans wird gerne mit einer Pyramide verglichen, für einige fanatischer Anhänger enthält das Symbol der Pyramide sogar eine ganz besondere Bedeutung. Außerdem lässt sich die Zahl Sieben überall wiederfinden. Der äußere Aufbau hingegen hat mehr Ähnlichkeit mit einem Netz, das sich in Form der Gildehäuser um die ganze Welt spannt.

An der Spitze des Clans steht Tremere selbst. Er liegt in Wien in Starre. In der letzten Zeit sind die Perioden der Starre immer länger geworden, aber hin und wieder sieht man ihn durch das Wiener Gildehaus wandern. Selbst in Starre verfügt Tremere über große Macht. Es heißt, das er manchmal die Kontrolle über eines der Ratsmitglieder übernimmt, um seinen Rat und seine Anweisungen weiter zu geben oder um einfach nur zu beobachten.
Ihm direkt unterstellt ist der Rat der Sieben. In Tremeres Abwesenheit führen sie seinen Willen aus. Einige der Mitglieder haben diese Position seit den frühesten Nächten des Clans inne. Jedes der Mitglieder ist für ganze Kontinente, sogenannte Regionen, verantwortlich.
Angeblich hat Tremere seine sieben Ratsmitglieder untereinander telepathisch verbunden, um einen Verrat auszuschließen.

Jedes dieser Ratsmitglieder kann sieben Pontifices ernennen, deren Orden für große Landflächen oder wichtige Bereiche wie Wirtschaft und Politik verantwortlich sind. Sie stehen der Macht und dem Einfluss eines jeden Prinzen in nichts nach.
Dem Pontifex sind die Lords und Hochregenten unterstellt. Während das Reich eines Hochregenten die Oberaufsicht über mehrere Gildehäuser ist, haben Lords meist sehr spezielle Aufgaben, wie z.B. die Archonten des Justicars.
Ein Regent ist der Herr über ein Gildehaus. Meist ist er zugleich der Erstgeborene in der Stadt, wo das Gildehaus steht.
Unter dem Regenten stehen die Adepten. Ausgebildete und selbstständige Magier, die die täglichen Aufgaben in einem Gildehaus übernehmen. Manchmal werden den Adepten noch Lehrlinge oder Initianden zugeteilt. Dies sind Tremere, die ihre Ausbildung noch nicht abgeschlossen haben.
Die unterste Stufe bilden die Novizen, meist neuerschaffende Vampire, die auf einer Stufe mit Ghulen stehen und vollkommen rechtlos sind. Sie werden zu Lehrlingen, sobald sie den Tremere-Schwur geleistet haben.
Jeder dieser Ränge ist in sieben Zirkel der Mysterien unterteilt. Mit zunehmenden Fähigkeiten in der Thaumaturgie und größerem Einfluss kann ein Tremere weiter aufsteigen.
Ein Ziel des Clans ist es, sämtliche Positionen der Pyramide zu besetzen. Dafür wären allerdings 19608 Vampire nötig, davon dass man erst die richtigen und fähigen Leute finden muss ganz zu schweigen.

Die rigide Ordnung und Struktur bietet jedem im Clan einen Platz an den er gehört, sowie die wertvolle Sicherheit gegenüber den zahlreichen Feinden der Tremere. Ein einzelner Tremere würde schnell den zahlreichen Jägern zum Opfer fallen. Im Clan Tremere und im Schutz der Maskerade lassen sich jedoch alle Ziele erreichen. Aufstieg innerhalb der Pyramide ist schwierig und nur den Erfolgreichen vorbehalten. Inkompetenz kann der Clan sich nicht leisten und wird schwer bestraft. Wer diese einfachen Regeln jedoch befolgt, dem steht im Clan Tremere eine große Zukunft offen.

Etikette im Clan

Die Verhaltensregeln, die das Zusammenleben der Tremere regeln, sind zwar nicht mit denen der Toreador zu vergleichen, aber sie können auch über Aufstieg und Fall eines Tremere entscheiden.
Gerade hier kommt die strenge und rigide Clanshierarchie deutlich zum Vorschein.
Am schwersten haben es die neugeborenen Lehrlinge und Adepten der ersten sieben Zirkel der Macht.
Sie müssen allen Vorgesetzten stets Respekt und Gehorsam erweisen.
Es ist ihre ständige Aufgabe ihre Fähigkeiten und Disziplinen zu verbessern und ihre Nützlichkeit für den Clan zu beweisen. Keiner darf sich jedoch mit dem Studium von verbotenem Wissen wie Dämonologie beschäftigen.
Sie dürfen ihren begrenzten Einfluss zur Förderung ihrer persönlichen Ziele einsetzen, aber nicht um Projekte ihrer Vorgesetzten zu behindern.
Man kann einen Gleichgestellten für Probleme verantwortlich machen, sollte es aber nicht tun, wenn die Höhergestellten ihn vorziehen.
Man darf sein Wissen und seine Fähigkeiten weitergeben, um selber trainiert zu werden, aber die Geheimnisse der Thaumaturgie müssen gewahrt bleiben.
Es ist erlaubt jede Einrichtung und Person der Camarilla zu unterstützen, solange es die Ziele der Tremere nicht hindert.
Man darf sich derjeniger entledigen, die Tremere-Interessen gefährden, aber man sollte dabei nicht übereifrig erscheinen.
Man muss vorwärts kommen, aber man darf sich nicht bei unerlaubten Aktionen erwischen lassen.

Die meisten Mitglieder im Clan Tremere haben eine eher konservative Einstellung. Normalerweise wird ein langsames Vorgehen ohne Risiko dem Alles-oder-Nichts-Prinzip vorgezogen. Dafür werden Fehler und Rückschläge dann besonders hart bestraft.
Hin und wieder wird dennoch ein Revolutionär oder Chaot geduldet, solange er Erfolge vorweisen kann.

Kreise in Kreisen - Geheimgesellschaften und andere Häuser der Tremere

IlluminatenDer Aufbau des Clans fördert geradezu die Existenz von Geheimgesellschaften und Verschwörer-Zirkeln. Die Mitgliedschaft in so einer Gemeinschaft wird von höheren Stellen nicht gerne gesehen, da es die Einigkeit des Clans gefährdet. Dennoch existieren einige solche Gesellschaften in dunklen Hinterzimmern und unter Ausschluss der Öffentlichkeit, um ihre persönlichen Ziele zu fördern.

Die Vereinigungen, die sich um eine andere Sichtweise der Thaumaturgie zentrieren werden meistens toleriert. Das Haus Tremere war nur das mächtigste aber nicht das einzige Haus im Orden des Hermes. Aus dieser Zeit sind noch andere Auffassungen über die Magie erhalten geblieben. Zum Beispiel gab es im Mittelalter einen Orden von Tremere in Litauen, der aus ehemaligen Koldunen des Landes bestand. Diese telyavelischen Tremere haben eine sehr erd- und geisterverbundene Thaumaturgie praktiziert. Ihr Verschwinden kündet aber von dem Fehlschlag eines solchen Experimentes. Solche anderen Häuser sind meist eine Art Experiment, um andere Arten der Thaumaturgie zu testen. Unter der Leitung von Masika St. John befindet sich in Madagaskar ein neues Haus im Entstehen, dass sich auf Technomagie spezialisiert.
Das berüchtigste Haus ist sicherlich Haus Goratrix, dem alle Tremere antitribu angehören.
Ein anderes noch existierende Haus ist Haus Trismegistus, deren Mitglieder stärker an der Numerologie und Symbologie der hermetischen Magik festgehalten haben, als der Rest des Clans.

Geheimgesellschaften hingegen verfolgen meist ein ideologisches oder politsches Ziel. Die Kinder der Pyramide sind fanatische Diener des Clans, die in der Symbolik der Pyramide gottähnliche Kräfte verehren.
Die bekanntesten, weil größten Interessensgruppen sind die konservativen Traditionalisten und die liberaleren Transistionalisten (Erneuerer). Einige populäre Mitglieder bekennen sich sogar öffentlich zu ihrer Mitgliedschaft. Die Feindschaft zwischen den Pontifices Abe Powell und Peter Dorfmann beruht zu einem Teil auf ihrer Mitgliedschaft in diesen entgegen gesetzten Gruppierungen.
Viele Geheimgesellschaften existieren nur zur Verfolgung eines bestimmten Zieles oder aufgrund eines ideologischen Trends in der Gesellschaft. So sind die Naturisten, die Humanus Liga und der Goldenen Weg der Harmonie wieder verschwunden. Ihnen fehlte die Vision oder die richtige Einstellung, um längere Zeit zu überdauern.
Ähnlich wird es wohl auch den Wächtern der Traditionen ergehen, deren ultra-konservativen Mitglieder jede Neuentwicklung ablehnen.

Thaumaturgie

Die Tremere entwickelten die Thaumaturgie mit ihrer Kenntnis über die wahre Magie. Die Thaumaturgie ist sicherlich die vielseitigste aller Disziplinen. Kein Gegner kann so voraussagen, über welche Fähigkeiten ein Tremere verfügt. Obwohl auch andere Clans magisch talentierte Mitglieder in ihren Reihen haben, so ist die Thaumaturgie dennoch die effektivste und stärkste Magikanwendung für Vampire. Dieser Vorteil im Dschihad muss unbedingt gewahrt bleiben.

Der Bereich der Thaumaturgie lässt sich einteilen in Pfade und Rituale.

Mit thaumaturgischen Pfaden lassen sich eine Reihe von Effekten spontan erzeugen. Der Primärpfad für alle Neugeborene ist der Pfad des Blutes. Sobald man in diesem Pfad einige Erfahrungen gesammelt hat, kann man sich dem Studium eines anderen Pfades widmen. Ein Meister der Thaumaturgie kann sogar versuchen neue Pfade zu entwickeln.

Die bekanntesten Pfade sind:

Der Pfad des Blutes gibt Kontrolle über das eigene Blut und über das Blut anderer.
Der Lockruf der Flammen beschwört Feuer herauf.
Mit Bewegung durch den Geist wird Levitation und Flugfähigkeit möglich.
Der Pfad der Anrufungen beschwört Gegenstände herauf.
Die Macht Neptuns beherrscht das Wasser.
Der Pfad der Wetterkontrolle ermöglicht eine Beeinflussung des Wetters.
Geisterthaumaturgie erlaubt das Beschwören und die Kontrolle von Geistern.
Meisterschaft der Elemente erlaubt eine Manipulation oder Meistern gar eine Beschwörung von Elementargeistern.
Mit dem Pfad der Verderbnis können andere Personen manipuliert werden.
Da ständig neue Pfade entdeckt oder alte modifiziert und verbessert werden, ist es unmöglich eine vollständige Liste anzugeben.

 Das Ausführen eines Rituals benötigt meist nur wenig Kraft, dafür aber viel Zeit und Vorbereitung.

Das Praktizieren der Thaumaturgie ist eine ernste Angelegenheit. Es braucht jahrelange Übung und eisernste Disziplin, um wenigstens die Grundzüge zu meistern. Fehler haben oft katastrophale Auswirkungen. Man kann nicht versuchen zu zaubern; entweder man tut es oder man scheitert.

 

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