Die Evangelische Kirchengemeinde Heven
hat am 18. September 2001
folgende PRESSEMITTEILUNG herausgegeben:

 

100 Jahre Evangelische Kirche Heven

Festdekade findet mit Änderungen statt

Die Evangelische Kirchengemeinde Heven hat sich nach intensiver Beratung entschlossen, ihre Festdekade zum 100. Geburtstag der Hevener Kirche (21.-30. September) nach den Anschlägen in den USA nicht abzusagen. Statt dessen werden Änderungen und Ergänzungen im Programm vorgenommen, die die aktuelle Lage thematisieren.

„Gerade jetzt können wir ein Zeichen setzen, wenn wir Veranstaltungen wie unser interkulturelles Fest am 23. September oder den Weltkindertag am 30. September wie geplant durchführen und zusätzlich mit Aktionen versehen, die unsere Forderung nach einer friedlichen Welt unterstreichen", sagt Bernd Schmitz, Öffentlichkeitsbeauftragter der Kirchengemeinde. Alle geplanten Gottesdienste und Andachten werden das Gedenken an die Opfer und die Bitte um Frieden enthalten. Die Aktion „100 Gute Wünsche" wird ausgeweitet über die Wünsche für Kirche und Gemeinde hinaus auf Wünsche für die Welt und Gottes gute Schöpfung. Die Besucher können ihre Gedanken zu Papier bringen und ihre Bitten in der Kirche befestigen. Die Fürbitten werden dann in die gottesdienstlichen Veranstaltungen eingebunden. Zusätzlich wird es wie schon am letzten Dienstag und Mittwoch weitere Friedensgebete geben, schon in dieser Woche am Donnerstag um 18 Uhr und am Samstag um 18.30 Uhr. In der kommenden Woche finden täglich (außer am Donnerstag) um 18 Uhr Friedensgebete in der Hevener Kirche statt.

Am Sonntag, den 23. September, wird es um 20 Uhr im Gemeindesaal am Steinhügel zusätzlich einen Diskussionsabend geben mit dem Ziel, bis zum Ende der Festdekade eine Resolution zu verfassen. „Als Kirche dürfen wir jetzt nicht mehr schweigen", so Horst Hoffmann, Pfarrer in Heven. „Da ist eine solche Festdekade die beste Möglichkeit, viele Menschen zu erreichen und zum Nachdenken, Reden und Handeln zu bewegen."

Die für die beiden Freitage vorgesehene Lichtshow wird aktuell auf die Ereignisse eingehen. Sie beinhaltet nun unter anderem den Aufruf zur Versöhnung und die Bildung einer Lichterkette. „Auch viele der anderen Veranstaltungen haben trotz allen Feierns einen ruhigen Charakter und finden daher statt", erklärt Bernd Schmitz. Aber auch eher fröhlich ausgelegte Programmpunkte haben ihre Berechtigung. „Die Trauer muss ihren Platz haben, aber wir müssen nun das Leben leben und auch feiern können. Als Kirche ist es gerade jetzt unsere Aufgabe, zu zeigen, wie das Leben weiter gehen kann, in der Kirche wie in allen Bereichen", ergänzt Horst Hoffmann. Das aktualisierte Programm der Hevener Festdekade ist im Internet unter „www.evangelisch-in-heven.de" zu finden.