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SK 1958 Geringswalde

50 Jahre Schach in Geringswalde

Ex-Rochlitzer Alexander Schenk will bei Geringswalder Schachturnier Titel verteidigen
von Uwe Naumann am 01.05.2008:

Dem Jubiläumsturnier des Geringswalder Schachklubs am 24. Mai in der Hoyersdorfer „Hundsnase“ wird es an Spitzensportlern nicht mangeln, davon ist der Klubvorsitzende überzeugt: „Zahlreiche Titelträger haben sich bereits für unser Schnellschachturnier angemeldet“, freut sich Achim Stephan über die gute Resonanz für den zweiten Wettkampf um den Bergmann-Cup und die gleichzeitig erste Mittelsachsenmeisterschaft.

Neben den etwa 15 Geringswalder Spielern haben sich drei Wochen vor dem Turnier bereits über 20 Schachfreunde von anderen Vereinen angemeldet, allen voran der Cup-Verteidiger Alexander Schenk. Er trägt seit wenigen Monaten den Titel des Fide-Meisters (Fide = Weltschachbund) und muss sich diesmal gegen sehr starke Konkurrenten wie seine Chemnitzer Vereinskollegen und Bundesligaspieler Mathias Womacka (Internationaler Meister) und Gerd Lorenz sowie Paul Hoffmann (Fide-Meister) aus Dresden behaupten.

Schenk gibt sich für seine Titelverteidigung aber zuversichtlich: „Im Schnellschach kann ich jeden schlagen.“ Zu seinen Erinnerungen an Geringswalde befragt, spricht der ehemalige Rochlitzer von vielen Kreisderbys in der Bezirksklasse: „Die Duelle gegen Uwe Leichsnering waren Spitze“, denkt Schenk an die Kämpfe gegen den Geringswalder Spitzenspieler und die immer noch negative Punktebilanz zurück.

Doch Schenk wird beim Jubiläumsturnier auch von leistungsstarken Spielerinnen herausgefordert werden. So haben sich die Europa- und mehrfache Deutsche Nachwuchsmeisterin Elena Winkelmann (17 Jahre) und ihre Dresdner Vereinskameradin und ebenfalls mehrfache Deutsche Meisterin Filiz Osmanodja (12) angekündigt. Doch während der Älteren das schnelle Spiel gefalle, so wie es in Geringswalde gespielt werden wird, habe die Jüngere dabei oft Zeitprobleme. Insgesamt laufe es aber bei Beiden derzeit im Schach nicht so gut, sagten die Spielerinnen. Wichtig sei Ihnen jetzt die Nominierung für die Schacholympiade im November in Dresden.

Auf das Jubiläumsturnier Ende Mai bereiten sie sich vor, indem sie das Eröffnungsrepertoire noch einmal wiederholen, erzählen beide. Ihre Tipps für die Geringswalder Außenseiter sind: „Keine Angst haben“, empfiehlt Elena Winkelmann, die schon in frühester Kindheit das Schachspiel von ihrem Vater erlernt hatte, „und viel auf Taktik machen, denn es wird vieles übersehen“. Die eher strategisch spielende Filiz Osmanodja gibt ihrer Mitstreiterin Recht: „Nur nicht nervös werden, denn man hat nichts zu verlieren.“

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