OBERLIGA SAISON 2006/2007
NOFV Nord-Oberliga-Tabelle Saison 2006/2007
Abschlußtabelle
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1. |
SV Babelsberg 03 |
30 |
46:1 |
68 |
|
2. |
FC Hansa Rostock II |
30 |
65:28 |
62 |
|
3. |
Tennis Borussia Berlin |
30 |
53:30 |
61 |
|
4. |
Berlin Ankaraspor Külübü |
30 |
51:35 |
48 |
|
5. |
Türkiyemspor Berlin |
30 |
41:38 |
46 |
|
6. |
Lichterfelder FC Berlin |
30 |
49:39 |
43 |
|
7. |
FC Schönberg |
30 |
41:44 |
41 |
|
8. |
BFC Preussen |
30 |
43:49 |
39 |
|
9. |
Ludwigsfelder FC |
30 |
33:37 |
38 |
|
10. |
BFC Dynamo |
30 |
42:42 |
36 |
|
11. |
Germania Schöneiche |
30 |
17:27 |
35 |
|
12. |
Torgelower SV Greif |
30 |
33:34 |
34 |
|
13. |
TSG Neustrelitz |
30 |
25:30 |
33 |
|
14. |
SV Yesilyurt |
30 |
41:57 |
29 |
|
15. |
MSV Neuruppin |
30 |
20:47 |
20 |
|
16. |
FSV Motor Eberswalde |
30 |
24:72 |
19 |
Türkiyemspor-Torschützen 2006/07 (nur Punktspiele)
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Fatih Aslan |
7 Tore |
|
Tomislav Zivic |
6 Tore |
|
Cihan Firat |
4 Tore |
|
Aleksandar Pupovac |
4 Tore |
|
Hakan Cankaya |
4 Tore |
|
Maurice Jacobsen |
4 Tore |
|
Tamer Keskin |
2 Tore |
|
Cem Efe |
2 Tore |
|
Kwazie Obachie |
2 Tore |
|
Mariusz Misiura |
1 Tor |
|
Erol Arslan |
1 Tor |
|
Celal Aygün |
1 Tor |
|
Fabio Pinto |
1 Tor |
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Cihan Dogan |
1 Tor |
|
Ahmet Öztürk |
1 Tor |
Zuschauerentwicklung Saison 2006/2007
|
Spiel-Paarung |
zahl. Zuschauer |
Zuschauer insg. |
Zuschauerschnitt |
|
Türkiyemspor - MSV Neuruppin |
175 |
175 |
175 |
|
Türkiyemspor - Tennis Borussia |
378 |
553 |
227 |
|
Türkiyemspor - Germania Schöneiche |
108 |
661 |
220 |
|
Türkiyemspor - SV Yesilyurt |
182 |
843 |
211 |
|
Türkiyemspor - BFC Dynamo |
557 |
1400 |
280 |
|
Türkiyemspor - FSV Motor Eberswalde |
53 |
1453 |
242 |
|
Türkiyemspor - FC Schönberg |
58 |
1511 |
216 |
|
Türkiyemspor - Berliner AK |
228 |
1739 |
217 |
|
Türkiyemspor - Lichterfelder FC |
105 |
1844 |
205 |
|
Türkiyemspor Torgelower SV Greif |
112 |
1956 |
196 |
|
Türkiyemspor - FC Hansa Rostock II |
48 |
2014 |
183 |
|
Türkiyemspor - BFC Preussen |
108 |
2122 |
177 |
|
Türkiyemspor - Ludwigsfelder FC |
84 |
2206 |
170 |
|
Türkiyemspor - SV Babelsberg 03 |
564 |
2770 |
213 |
|
Türkiyemspor - TSG Neustrelitz |
84 |
2854 |
190 |
27.05.2007:
BERLIN ANKARASPOR KÜLÜBÜ - TÜRKIYEMSPOR BERLIN 0:1 (0:0)
Wer hätte das gedacht? Nach den beiden deftigen 1:5-Klatschen gegen den BFC Pruessen und BFC Dynamo und der folgenden Entlassung vom Übungsleiter Meissner blieb unser Team auch im sechsten Spiel in Folge ungeschlagen, und das gegen ein Team, das sich für diese Saison viel vorgenommen hatte und sicherlich auch für die Saison 2007/08 wieder große Töne spucken wird. Heute jedenfalls hatten sie nichts zu melden. In der 1. Hälfte plätscherte das Spiel gemächlich vor sich hin, hier mal ein Torschuß, dort mal ein Torschuß, aber alles absolut harmlos und ungefährlich. Erst nach der Pause wurde es munterer. Und das lag einzig und allein an Türkiyemspor. Unsere Mannschaft bestimmte plötzlich das Geschehen und schnürte die Weddinger über gute 30 Minuten in ihre Hälfte ein. Der BAK brachte keinen gefährlichen Angriff mehr vor, was sicherlich auch an der hervorragend postierten Abwehr unseres Vereins lag. Einzig und allein Türkiyemspor führte kombinationssicher den Ball nach vorne, und das mit hoher Gefährlichkeit für den Keeper der Gastgeber. Allein Kwazie Boachie hatte zwei sehr gute Einschußmöglichkeiten, und auch George Boateng vergab eine 100%ige Torchance. Und dann traf Kwazie bei seiner dritten Chance doch noch, wenn auch etwas kurios. Nach einer Ecke schlug er den Ball aufs Tor, wobei ein BAKler noch versuchte, die Kugel von der Linie zu schlagen, dabei aber per Bogenlampe nur ins eigene Netz traf. Die Frage "Eigentor oder Kwazie?" beantworte ich ganz energisch mit "Tor durch Kwazie Boachie!" Auch danach bestimmte unsere Mannschaft, was auf dem Platz geschah. Der BAK wurde in der Schlußphase zwar energischer, aber bis auf einen Schuß, der knapp am vom heute wieder gewohnt sicher wirkenden Marc Stillenmunkes gehüteten Tor vorbeizog (erste Torchance für den BAK in der 84. Minute) brachten die Weddinger nichts zustande. Selbst ihr Stürmerstar und Torschützenkönig der Oberliga 2006/2007 Ibrahim Türkkan blieb heute überraschend harmlos. Türkiyemspor bestimmte Spiel, Ball und Gegner, bis der Schiedsrichter auch mal mitspielen wollte. In der Nachspielzeit schickte er zuerst Kwazie Boachie nach einem harmlosen Foulspiel mit Gelbrot zum Duschen (Kwazie hatte zuvor Gelb für Trikot-Ausziehen nach seinem Treffer gesehen). Nur eine Minute folgte Erol Arslan, der für sein zweites groberes Foul die Ampelkarte sah. Den fälligen Freistoß für den BAK ließ der Schiedsrichter aber nicht mehr ausführen sondern er beendete kurzerhand das Spiel. Ziemlich unprofessionell von diesem Unparteiischen, denn so ließ hatte er nicht nur die Türkiyemspor-Spieler gegen sich aufgebracht sondern auch die etwas aufgehitzten Gemüter beim BAK. Egal. Die Mannschaft von Türkiyemspor feierte noch mit einer Laola mit den Fans im Stadion den doch noch versöhnlichen Saisonabschluß, während die BAKler mit hängenden Köpfen im Spielertunnel verschwanden.
20.05.2007:
TÜRKIYEMSPOR BERLIN - TSG NEUSTRELITZ 3:0 (1:0)
Es wurde ein schöner Sommerkick vor leider nur 84 zahlenden Zuschauern. Vier Siege in Folge sind kein Garant für steigendes Zuschauerinteresse, was man mit Enttäuschung zur Kenntnis nehmen mußte.
Das Fußballspiel war aber - besonders in der 2. Hälfte - ansehbar und hätte eine größere Kulisse verdient gehabt, obwohl es für beide Teams um nichts mehr ging außer darum, nicht noch eine Niederlage einzustecken. Schon nach wenigen Minuten konnte Ahmet Öztürk das energische Nachsetzen von Maurice Jacobsen gegen einen unentschlossenen Neustrelitzer Abwehrspieler zum 1:0 verwerten. Danach verflachte das Spiel erst einmal, um im zweiten Durchgang mehr Fahrt aufzunehmen. Das erste Achtungszeichen setzte Maurice Jacobsen, der den Ball an die Querlatte des TSG-Tores drosch. Es folgten zahlreiche Möglichkeiten, als Beispiel seien hier die von maurice Jacobsen, Hakan Cankaya oder Cihan Dogan genannt, die allesamt vergeben wurden. Auch der TSG Neustrelitz hielt nun dagegen, so dass unser Reserve-Keeper Sadik Falci, den Trainer Fikret Ceylan heute für sein Trainingseifer belohnte und ins Tor stellte, mehrere Möglichkeiten hatte, sein Können unter Beweis zu stellen. Er enttäuschte seinen Trainer nicht sondern zeigte ein reaktionsschnelles und sicheres Torwart-Spiel. In die Druckphase der Gäste konterte immer wieder Türkiyemspor. Ciahn Dogan hatte schließlich damit Erfolg, als er einen Ball aus Nahdistanz, allerdings im zweiten Versuch, über die Linie stochern konnte. Den Schlußpunkt setzte Abwehrspieler Erol Arslan, der plötzlich vor dem Neustrelitzer Kasten auftauchte und den Ball zum 3:0 versenkte. Damit war die Niederlage für die Gäste besiegelt, und das Spiel plätscherte auch hitzebedingt bis zum Schlußpfiff nur vor sich hin.
17.05.2007:
Erste Neuverpflichtung für die Saison 2007/08
Türkiyemspor kann den ersten Neuzugang für die neue Saison vermelden. Mit dem 25 jährigen Stürmer Rafet Ates von Motor Eberswalde wechselt ein Kreuzberger zu den Berlinern. Rafet Ates, der auf sechs Jahre Oberliga Erfahrung zurückblicken kann, hat einen Fünfjahresvertrag unterzeichnet. " Ich bin froh, für Türkiyemspor Tore schießen zu dürfen, zumal ich auch aus Kreuzberg komme" äußerte sich Rafet Ates.
16.05.2007:
FC SCHÖNBERG 95 - TÜRKIYEMSPOR BERLIN 1:4 (1:1)
Ich war leider aus arbeitsgründen nicht in Schönberg, konnte das erfreuliche Spiel allerdings per Liveticker verfolgen.
Hier der Bericht von Jens Upahl über das Spiel:
Dafür, dass Gästetrainer Fikret Ceylan von einigen seiner Nachwuchs-Spieler noch nicht mal den Namen kannte, legten diese bei ihrem Gastspiel in Schönberg einen beachtlichen Auftritt hin. Unter kräftiger Mithilfe von Stefan Junge, der sich bei einem eigentlich harmlosen Freistoß von Tomislav Zivic überlisten ließ, gelang den Gästen dann auch die schnelle Führung. Schönberg hingegen sah in den ersten 20 Minuten bis auf eine schöne Aktion von Stefan Malchow gegen Zivic nicht gut aus und kam mit den flinken Berlinern überhaupt nicht zurecht. Dann wurde es jedoch besser und bei einem Malchow-Schuss musste Gästekeeper Stillenmunkes ein erstes Mal ernsthaft eingreifen. Ronny Ermel zeigte nach Vorarbeit von Yuzuru Okuyama einen prima Schlenzer, verfehlte das Tor dabei aber knapp.
Direkt nach der Pause war der Gastgeber endlich im Spiel angekommen und trotz des ausgesprochen miesen Wetters boten die Grün-Weißen nun gemeinsam mit den spielstarken Gästen eine ansprechende Oberliga-Partie. Lohn der Bemühungen war der Ausgleich durch Mehmet Ören. Dieser scheiterte zwar mit seinem ersten Schuss an Marc Stillenmunkes, versenkte aber den Nachschuss. Leider riss danach der Spielfaden und als der weit vor seinem Tor stehende Stefan Junge in der 68. Minute bei einem schnellen Konter zurückeilte, traf Maurice Jacobsen flach ins lange Eck. Zu allem Unglück verletzte sich dann Yuzuru Okuyama bei einem Zweikampf und da Trainer Thomas Gerstner zur Pause schon dreimal gewechselte hatte, musste Schönberg nun zu Zehnt weitermachen. Wenig später erwischte es auch noch Marcus Rabenhorst. An der Strafraumgrenze stand er Stefan Junge im Wege, erste Diagnose: Verdacht auf Rippenbruch. Harkan Cankaya und Cihan Dögan sorgten in den letzten Minuten für die höchste Saisonnierderlage der Fünfundneunziger und dafür dass Thomas Gerstner direkt nach dem Spiel ein Straftraining anberaumte: "Wer die Mannschaft laufen sehen möchte, muss jetzt auf den Platz gehen." Spiel und Ergebnis waren für ihn beschämend, er wisse nicht, was in die Truppe gefahren sei. Die besondere Situation, in der sich der Verein befinde, ließ er dabei nicht als Alibi gelten. Nur Lob hatte dagegen Fikret Ceylan für seine Mannschaft übrig. Er habe eigentlich mit einer Niederlage gerechnet, aber dann doch verdient gewonnen.
FC Schönberg 95: Stefan Junge, Junior Ngole, Yuzuru Okuyama, Marcus Rabenhorst, Ronny Ermel (46. Marko Riegel), Hendrik Völzke, Stefan Malchow (46. Ronny Müller), Sven Wittfot, Serkan Rinal, Uwe Sokolowski (46. Daniel Köhn), Mehmet Ören
Türkiyemspor Berlin: Marc Stillenmunkes, Ender Can Senkaya, Alexander Pupovac, Tomislav Zivic, Christoph Höche (82. Semih Keskin), Ahmet Öztürk, Cihan Dögan, George Boateng (79. Harkan Cankaya), Kwasi Boachi, Maurice Jacobsen, Fatih Byklogu (60. Ugur Onac)
Tore: 0:1 Tomislav Zivic (8.), 1:1 Mehmet Ören (55.), 1:2 Maurice Jacobsen (68.), 1:3 Harkan Cankaya (82.), 1:4 Cihan Dögan (88.)
gelbe Karten: George Boateng
Zuschauer: 79 (Minusrekord)
Schiedsrichter: Gunnar Melms (Osterburg)
Fotos von Jens: Mußt Du klicken
13.05.2007:
TÜRKIYEMSPOR BERLIN - SV BABELSBERG 2:1 (1:1)
Verwunderung und Freude (Foto: Jan Kupper, um mehr Fotos zu sehen, mußt Du auf das Bild klicken)
Wer hätte das gedacht. Auch wenn Türkiyemspor in den letzten Spielen eine deutliche Aufwärtstendenz zeigte, war unser personell und daher qualitiativ geschwächtes Team (zahlreiche Verletzungen und eine Sperre f. Tamer Keksin zwingen unserem Interims-Trainer Fikret Ceylan immer wieder zu Erfindungsreichtum in den Aufstellungen) in dem Spiel gegen den Spitzenreiter der Oberliga Nord Außenseiter. Doch die Türkiyemspor-Rumpf-Elf hielt den dominierenden Babelsbergern klar sein fußballerisches Können entgegen und kam schon nach 15 Minuten völlig überraschend für alle 564 zahlenden Zuschauer zur 1:0-Führung. Maurice Jacobsen, der heute ungewohnt in der Stürmer-Position spielte, machte das Beste daraus und erzielte nicht nur das frühe 1:0, sondern in der zweiten Hälfte auch den 2:1-Siegtreffer. Dazwischen lagen zwei Möglichkeiten für Babelsberg, zwei für Türkiyemspor (den Schuß von Ahmet Öztürk konnte der Keeper der Gäste nur mit Mühe an seine Latte lenken und Maurice Jacobsen scheiterte frei vor dme Tor am herauseilenden 03-Torwart) und das verletzte Ausscheiden von Kwazie Boachie schon nach 25 Minuten, was eine weitere schwere Schwächung für das Türkiyemspor-Spiel bedeutete. Für ihn kam nach einigen Minuten Behandlung der A-Jugendliche Fatih Dilber. In dieser kurzen Zeit des Türkiyemspor-Unterzahlspiels fiel der Ausgleich für die Babelsberger. Im zweiten Durchgang hielt Türkiyemspor weiter gut dagegen und bekam im Babelsberg-Strafraum einen indirekten Freistoß (8 m Entfernung zum Tor) zugesprochen, weil sich ein Gäste-Verteidiger in seiner Not kurzerhand auf den Ball lag. Leider wurde diese Möglichkeit vergeben, ebenso die Chance für Fatih Dilber, nachdem sich Ahmet Öztürk auf der rechten Seite durchsetzte und Fatih mustergültig per Vorlage in den Rückraum bediente. Fatihs schuß ging leider 10 Meter über das Gehäuse. Babelsberg hatte auch mehrere Chancen zum Ausgleich, stellte sich aber äußerst ungeschickt bei der Verwertung an . Und wenn dann mal was gefährliches aufs Türkiyemspor-Tor kam, machte es unser fehlerfrei agierende Keeper Marc Stillenmunkes zunichte. Zum Ende wurde es etwas ruppig, auch weil die Babelsberger bei Behandlungspausen für Türkiyemsporspieler nun Zeitspiel vermuteten. Nickligkeiten und Schubserein häuften sich, ebenso die Karten. Besonders aufgeregt war in der nachspielzeit, als Fatih Dilber sich bei einem Zweikampf verletzt liegenblieb (vorläufige Diagnose: Arm ausgekugelt) und keine Trage vorhanden war. So dauerte es Minuten, bis Fatih vom Platz geführt werden konnte, begleitet von den Pfiffen der Babelsberg-Fans. Dass der Junge aber nicht schauspielerte mußte spätestens dann klar geworden sein, als der Krankenwagen mit Blaulicht ins Stadion einfuhr. Und der Schiedsrichter ließ die Behandlungspausen auch gnadenlos nachspielen. So erfolgte der Schlußpfiff erst um 15.59 Uhr, 14 Minuten nach dem offiziellen Spielende.
29.04.2007:
TÜRKIYEMSPOR - LUDWIGSFELDER FC 3:1 (1:0)
Für die 84 zahlenden Zuschauer gab es heute ein paar personelle Überraschungen: Auf der Trainerbank nahm wieder unser MegaManager Fikret Ceylan platz. Stürmer Cem Efe spielte im defensiven Mittelfeld, und im Tor stand endlich wieder Marc Stillenmunkes, der - das sei vorweg genommen - keinen Fehler machte und die von ihm gewohnte Sicherheit ausstrahlte. Im Sturm durfte sich ein weiterer neuer A-jugendlicher probieren. Diesmal war es Celal Aygün. Und Celal hatte in der ersten Hälfte gleich zwei hochkarätige Tormöglichkeiten, die er aber aufgrund seiner Unerfahrenheit und sicherlich auch Nervosität vergab. So blieb die 1:0-Führung kurz vor dem Pausenpfiff Tomislav Zivic vorbehalten, der einen Elfmeter nach einem Foul an ihm sicher verwandeln konnte. Diese Pausenführung ging auch völlig in Ordnung, denn Türkiyemspor zeigte das engagiertere Spiel und war das einzige Team, das sich Tormöglichkeiten herausspielte. Im zweiten Durchgang waren mal gerade zehn Minuten gespielt, als dann der A-Jugendliche Celal Aygün das erste Oberliga-Tor seiner Fußball-Laufbahn feiern durfte. Hoch angespielt und profitierend vom Fehler seines Gegenspielers konnte er den Ball im Netz des Gegners unterbringen. Blöderweise fiel praktisch mit dem Wiederanpfiff des Spiels postwendend das 1:2. Völlig unnötig und wahrscheinlich noch den unerwartet hohen Vorsprung feiernd hatte die gesamte Abwehr von Türkiyemspor geschlafen, so dass auch Marc Stillenmunkes gegen den Schuß des halbrechts frei vor ihm auftauchenden Gäste-Stürmers machtlos war. Danach war das Spiel von zahlreichen Nickligkeiten und Fouls, die vor allem von den LFC-Spielern ausgingen, gekennzeichnet. Zwei Mal mußte der Schiedsrichter die Trainerbank vom LFC ermahnen, und es hagelte Gelbe Karten, vor allem für die Gäste. Am Ende mußte einer sogar mit Gelbrot den Platz verlassen. Ein anderer Spieler de Gäste wurde hatte sich bei seinem rotwürdigen Foul an Kwazie Boachie selbst so schwer verletzt, dass er ins Krankenhaus gefahren werden mußte. Gute Besserung auch von unserer Seite für ihn. Konstruktives brachte Ludwigsfelde danach nicht mehr zustande. Türkiyemspor stand sicher und konterte mehrfach gefährlich. Die Entscheidung fiel schließlich in der 84. Minute. Einen Freistoß, der von Fatih Aslan von links aus ca. 30 Meter in den Strafraum der Gäste geschlagen wurde, köpfte Cem Efe schulmäßig und unhaltbar für den Keeper des LFC in die Maschen.
Mit diesem Sieg kann unsere Mannschaft die letzten Spiele gelassen angehen, denn mit dem Abstieg dürften wir nicht mehr viel zu tun haben. Nächste Woche geht es nach Eberswalde. Dort wird es schwer, denn die Eberswalder kämpfen mit dem BFC Dynamo gegen den Abstieg. Dan nächste Heimspiel in zwei Wochen gegen den SV Babelsberg 03 wird ein Schaulaufen der längst aufgestiegenen Potsdamer und sicherlich ein lustiges Spiel.
21.04.2007:
BFC DYNAMO - TÜRKIYEMSPOR BERLIN 5:1 (2:1)
Ohne Trainer - dafür nahm Vize-Präsident Celal Bingöl auf dem "Schleudersitz" platz - sahen die Zuschauer heute ein Spiel, das viele Parallelen zu dem Türkiyemspor-Spiel gegen Preussen zeigte. Im ersten Durchgang war Türkiyemspor das bessere Team, zeigte druckvolle Angriffe und gutes Zweikampfverhalten. Allerdings nicht in der Abwehr. Der BFC kam zwei Mal kontermäßig vor unseren Kasten, und beide Male erzielten sie einen Treffer. Zum einen weil die Türkiyem-Abwehrspieler im Zweikampf völlig versagten, und zum anderen, weil unser Keeper Ibrahim Bolu völlig unmotiviert herauslief, aber regelmäßig zu spät kam. Zwischen diesen beiden Treffern hatte Cihan Dogan, der auf einmal wieder im Team war, nachdem man ihn wochenlang nicht gesehen hatte, nach einer Ecke aus dem Strafraumgewühl heraus für Türkiyemspor zum 1:1 getroffen. Der zweite Durchgang begann wie letzte Woche gegen Preussen. Türkiyemspor ließ nach, schob den Ball fast nur quer über den Platz und schenkte den BFCer den einen und anderen Fehlpass, den sie dann gleich für schnelle Konter nutzten. Es war grausig mit anzusehen, wie ideenlos und unmotiviert unsere Truppe über den Platz dackelte. Und es kam wie es kommen mußte. Erneut ein BFC-Angriff, Flanke von links, Ibrahim Bolu bleibt auf der Linie kleben und Cihan Dogan will den Ball vor dem bereit stehenden BFCer wegschlagen und trifft ins eigene Netz. 1:3! Wenig später der nächste Schlag. Einen absolut haltbaren Schuß direkt auf den Keeper läßt Ibrahim Bolu durch seine Hände gleiten. 1:4! Und zum Schluß hatte der BFC leichtes Spiel, denn unsere Abwehr hatte scih anscheinend völlig in Luft aufgelöst. Flanke von rechts, Schuß von halblinks, Tor! 1:5. Damit aber nch nicht genug. In der Schlußminute holte sich der völlig unter Strom stehende Maurice Jacobsen noch die gelbrote Karte ab. Die BFCer feierten noch lange den für sie wichtigen Heimsieg. Für Türkiyemspor hingegen sehe ich momentan keine Sonne. Wenn unser Team sogar gegen eine wirklich nicht gerade überragend spielende Abstiegstruppe wie dem BFC so untergeht, ist irgendwas im argen. Wenn ich nur wüßte was.
17.04.2007:
TÜRKIYEMSPOR TRENNT SICH VON TRAINER ERIC MEISSNER
Die Kapriolen, die sich Türkiyemspor in dieser Saison in der Trainerfrage bisher leisteten, gehen weiter. Der Ende Oktober zusammen mit seinem Chef-Coach Jürgen Görlitz entlassene und im Januar zurückgeholte Eric Meißner wurde heute von seinem Traineramt entbunden. Das wurde am Rande des heutigen A-Jugen-Punktspiels bekannt. Wer nun am sonntag beim Spiel gegen den BFC Dynamo auf dem Trainersessel sitzen darf, ist nicht bekannt.
15.04.2007
TÜRKIYEMSPOR BERLIN - BFC PREUSSEN 1:5 (0:0)
In der 1. Hälfte sah das interessierte Publikum ein grottenschlechtes Fußballspiel der NOFV Oberliga Nord. Fehlpässe, Mißverständnisse im Zusammenspiel und wenige Torraumszenen auf beiden Seiten, das war ein Spiel, für das die Bezeichnung Sommerkick noch eine Beschönigung wäre. Die 108 zahlenden und weiteren 50 anderen Zuschauer zeigten jedenfalls keine Begeisterung angesichts dieses mangelhafte Bemühen beider Teams, einen Treffer zu erzielen. Aber immerhin war man an der frischen Luft und es schien die Sonne. Wobei eine gute Möglichkeit für Türkiyemspor Erwähnung finden muß: Etwa zur Mitte des ersten Durchgangs weckten Fatih Biyiklioglu, der von der A-Jugend als Sturmspitze ins heutige Männerteam aufgerückt war, und Cem Efe die sich im dösigen Halbschlaf befindenen Zuschauer abrupt auf. Beide liefen plötzlich ohne Gegenspieler auf den Gäste-Keeper zu, wobei Cem Efe den Ball führte. Aber statt den herauseilenden Keeper zu umspielen, schob er die Kugel dem ins Abseits gelaufenen A-Jugendlichen zu. Es folgte der ominöse Pfiff. Chance vertan, ärgern und weiter dösen. Zur zweiten Hälfte wurden beide Akteure ausgewechselt.
Mit George Boateng kam dann ein Offensiv-Spieler ins Spiel, der es schaffte, den Rest des Spiels kaum in Erscheinung zu treten. Den Startschuß zu dem heutigen unerwartet torreichem Spiel gab schließlich Preussen mit seinem 1:0. Aber nur zwei Minuten später traf Kwazie Boachie mit seinem ersten Saisontreffer zum 1:1. Per Heber hatte er den herausstürmenden Preussen-Keeper düpiert. Die Niederlage für unser Team läutete dann aber Hüseyin Gül ein. Mit einem Fehlpaß aus der Abwehr bediente er die Preussen glänzend, die dieses Geschenk dankend annahmen und zur erneuten Führung einschossen. Danach rückte Türkiyemspor weit auf, wohl in dem ernsten Willen, den erneuten Rückstand wieder wett zu machen. Dabei wurde der Rückwärtsgang etwas vernachlässigt, so dass die Gäste prächtig kontern konnten. Sie nutzten einfach den Platz, den Türkiyemspor großzügig anbot und trafen konsequent zum 3:1. Das 4:1 ging erneut auf das Konter von Hüseyin Gül. Einen Freistoß am Mittelkreis führte er schnell aus und traf dabei einen nur drei Meter entfernten Gegenspieler, woraus sich wiederum ein Konter entwickelte. Statt aber dem verlorenen Ball hinterher zu rennen, lamentierte Hüseyin mit dem Schiedsrichter herum, weil dieser den Freistoß nicht wiederholen wollte. Währenddessen trafen die Preussen zum 4:1. An dieser Stelle noch ein paar Worte zu unserem Torwart Ibrahim Bolu. Nicht nur bei diesem Treffer wurde deutlich, dass Ibo neben seinem großen Problem der Strafraumbeherrschung auch nicht in der Lage ist, die eine oder andere Torchance zunichte zu machen. Dieses gelang zumindest unserem auf der Ersatzbank schmachtenden Keeepr Marc Stillenmunkes in der Hinrunde gelegentlich auf eindrucksvolle Weise. Warum der Trainer Eric Meissner sich für Ibo als ersten Torwart entschieden hat, ist mir völlig unerklärlich.
Mit dem wunderschön herausgespielten 5:1 ließen es die Gäste dann gut sein. Türkiyemspor wollte und konnte heute auch nichts mehr bewegen und enttäuschte alle Zuschauer, bis auf die Anhänger des BFC, die ihr Team noch lange nach dem Abpfiff feierten. Die Türkiyemfans verließen hingegen kopfschüttelnd das Stadion und fragten sich wahrscheinlich, wieso sie überhaupt gekommen sind. Aber immerhin war man an der frischen Luft und es schien die Sonne.
01.04.2005
SV YESILYURT - TÜRKIYEMSPOR BERLIN 2:2 (0:1)
Vor 139 Zuschauern hatte Türkiyemspor den Gegner bis zur 90. Minute im Griff. Schon in der 1. Hälfte hätte Türkiyemspor mehrere Treffer erzielen müssen. Tomislav Zivic traf z. B. mit einem Freistoß-Ball nur die Unterkante der Latte. Aufgrund des spielerischen Übergewichts von Türkiyemspor ergaben sich weitere gute Einschuß-Chancen. Der wieder genesene Kwazie Boachie beackerte ständig seine rechte Seite und ließ die Gegenspieler das eine und andere Mal nicht gut aussehen. Hüseyin Gül machte in der Abwehr eine sehr gute Figur, und Cem Efe sorgte in der Sturmspitze immer wieder für Gefahr, auch wenn er in seinen Aktionen oft unglücklich agierte. Yesilyurt war hingegen bemüht, aber erspielte sich kaum nennenswerte Möglichkeiten. In der Abwehr wirkten sie relativ sicher, so dass eine Standardsituation für die Türkiyemspor-Führung sorgen mußte. Tomislav Zivic drosch einen Freistoß-Ball aus gut 20 Meter dirket ins YY-Gehäuse. Mit diesem knappen, aber verdienten Vorsprung ging es in die Kabine.
Im zweiten Durchgang ging es genauso weiter. Türkiyemspor erspielte sich Chance für Chance (Fabio Pinto schoß aus 8 Meter knapp über das Tor, Aleksandar Pupovac aus 20 Meter ebenso kanpp übers YY-Gehäuse, und Maurice Jacobsen vereitelte die größte Möglichkeit für Türkiyemspor selbst, als er eigensinnig selber verschoß statt den völlig frei stehenden Fabio Pinto zu bedienen). Da denkt man, dass dieses Unvermögen des Türkiyemspor-Sturms sicherlich bestraft wird, aber Yesilyurt machte nicht den Eindruck, dass sie heute ein Tor erzielen könnten, so dürftig war ihr Angriff. Und dann fiel doch noch das 2:0 für Türkiyemspor. Fabio Pinto scheiterte zwar an dem herauseilenden Keeper der Gastgeber. Dieser konnte aber den Ball nicht festhalten, und der nachsetzende Cem Efe setze sich gegen zwei störende Abwehrspieler durch und schob ein. Mit dieser deutlichen Führung im Rücken schien Türkiyemspor das Spiel im Griff zu haben, bis in der 80. Minute der bis dahin glanzlose YY-Stürmer Aziz Bozkurt die erste große Chance des Gastgeber zum Anschlußtreffer nutzen konnte. Und dann nahm die Bestrafung Türkiyemspors aufgrund der ausgelassenen Torchancen seinen Lauf. Anpfiff, Türkiyemspor verliert den Ball in der Vorwärtsbewegung, Konter. Und während der Stadionsprecher noch das 1:2 ansagte, erzielte Yesilyurt das 2:2. Fassungslosigkeit beim Türkiyemspor-Anhang, zumal der Gastgeber jetzt sogar noch einmal aufdrehte, um den Siegtreffer zu erzielten. Türkiyemspor hielt mit langen Bällen in die Spitze dagegen (man nennt sowas auch "Brechstange"), was genauso wenig Erfolg hatte wie das Bemühen der Yesilyurter, das dritte Tor zu erzielen. Ein Spieler der Gastgeber mußte in der Schlußphase noch wg. wiederholtem Foulspiel vorzeitig mit "Gelbrot" den Platz verlassen. In Un terzahl spielte YY das Match lässig zu Ende. Zufrieden war am Ende jedenfalls keines der beiden Teams. Türkiyemspor vergibt eine klare Führung, Yesilyurt kann erneut ein Heimspiel nicht gewinnen.
27.03.2007:
Spiele wegen G 8-Gipfel vorgelegt
Aufgrund des geplanten G 8-Gipfel in Heiligendamm/MeckPomm mußten sogar Spiele der Oberliga Nordost verlegt werden. Der 27. Spieltag findet in der Himmelfahr-Woche am 16. und 17. Mai statt, und die beiden letzten Spieltage der NOFV Oberliga Nord am 20.05.2007 und 27.05.2007.
Unser Kapitän und Vorstandsmitglied Fatih Aslan, der im Spiel gegen den MSV Neuruppin Rot gesehen hatte, wurde vom NOFV-Sportgericht für vier Spiele gesperrt.
26.03.2007:
Zwei Wochen ohne Aktualisierung der Homepage ist eine lange Zeit, wenn viel passiert. Es ist aber nicht viel passiert, muß ich leider konstatieren. Drei Spiele, vier Punkte, 1:1 Tore, das ist die Bilanz der letzten Türkiyemspor-Spiele. Die Punktzahl klingt gut, die Torausbeute hingegen ist erschreckend. Und die Spiele selbst sind auch nicht immer das Gelbe vom Ei. Es läuft nicht mehr so richtig rund bei unserer Elf. Im Auswärtsspiel gegen den Abstiegskandidaten MSV Neuruppin konnte Fabio Pinto Türkiyemspor mit seinem Treffer per Foulelfmeter immerhin auf die Gewinnerstraße bringen, obwohl es ein glanzloser Sieg gegen den schwachen Gegner war. Ein glanzloser Sieg, um den man auch lange bangen mußte, denn Fatih Aslan holte sich eine Rote Karte ab, was bedeutete, dass dieser knappe Vorsprung in Unterzahl über die Zeit gebracht werden mußte. Das 0:0 im Heimspiel gegen den aufstiegswilligen Klub Hansa Rostock II konnte hingegen als Punktgewinn verbucht werden, wobei die Zuschauerzahl von 46 Zahlenden schon sehr mickrig und ausbaufähig war. Um die Zuschauer wieder zumindest in dreistelliger Zahl ins Stadion zu locken, bedarf es allerdings schon ansprechende Leistungen, die aber oft vermißt werden. Die Abwehr steht zwar relativ sicher, der Sturm unserer Mannschaft ist aber alles andere als angsteinflößend. Wenn man dann doch einen Treffer reinbekommt wie am letzten Wochenende im Punktspiel bei Germania Schöneiche, verliert man das Match. Das war ärgerlich für Türkiyemspor, gut für die ebenfalls gegen den Abstieg kämpfenden Germanen aus Schöneiche und absolut schlecht für den BFC Dynamo, der nicht nur nicht von der Stelle kommt sondern sich noch der Gefahr ausgesetzt sieht, vom MSV Neuruppin überholt zu werden. Das wäre ein direkter Abstiegsplatz für die Dynamos. Es gibt nicht wenige in der Liga, die sehnsüchtig darauf warten.
04.03.2007:
TÜRKIYEMSPOR BERLIN - SV GREIF TORGELOW 0:0
Türkiyemspor präsentierte den heute 112 zahlenden Zuschauern - die Hälfte davon dürfte Torgelow die Daumen gedrückt haben - erneut brotlosen Kunst. Die Höhepunkte des Spiels waren zwei gelungene Fallrückzieher von Kwazie Boachie im Mittelfeld bzw. in der Abwehr sowie ein Freistoß in den Schlußminuten, den der Keeper der Gäste mit einer Faust aus dem Winkel haute. Ansonsten war das Türkiyem-Spiel geprägt von unzähligen Fehlpässen und von Freistößen und Ecken der schlechtesten Sorte. Unser Torwart Marc Stillenmunkes hatte kaum etwas ernsthaftes zu tun, zu schlecht war der Sturm der auf Konter eingestellten Torgelower, die sich über diesen einen mit einer massiven Abwehr ermauerten Punkt am Ende tierisch freuten. Das beste an diesem miserablen Unterklassen-Fußball, das dem Gekicke vor dem Reichstag ebenbürtig war, ist, dass Türkiyemspor nicht verloren hat.
Aber dass es auch schlimmer geht, durfte man heute im Wedding erleben. Der einst so hoch gejubelte SV Yesilyurt bekam für sein heute angesetztes Oberliga-Spiel gegen Tennis Borussia keine Mannschaft mehr zusammen, so dass die Gäste unverrichteter Dinge wieder abreisen durften. Da sind wir doch alle auf die Fortsetzung gespannt.
23.02.2007:
TENNIS BORUSSIA BERLIN - TÜRKIYEMSPOR BERLIN 1:0 (0:0)
Dieser Freitagabend war ein unangenehmer Fußballabend. Die Anzeigetafel des Mommsenstadion zeigte -2 Grand an, doch der wind pfiff derart stark durch das Rund, dass es gefühlte -10 Grad waren. Das Publikum erstarrte nahezu vor Kälte, bis auf wenige Gesänge des 100köpfigen TeBe-Anhangs, der dichtgedrängt weil Wärme suchend auf der Gegengerade stand. Und auch die 22 Fußballer auf dem Rasen schien das Wetter nicht zu beflügeln. Nur wenige Torszenen konnten die insgesamt 336 frierenden Zuschauer bestaunen. TeBe bestimmte das Match, bot auch das gefälligere Zusammenspiel. Trotzdem war das Spiel eher ein Fehlpass-Festival denn ein Beispiel für schön anzusehendes Angriffsspiel. Türkiyemspor verzeichnete in der 1. Hälfte eine Möglichkeit, TeBe vielleicht zwei, die diese Bezeichnung verdiente. Die stärkste Phase hatte Türkiyemspor die letzten 10 Minuten vor dem Pausenpfiff, TeBe trumpfte erst in der 2. Hälfte stärker auf, nachdem die Charlottenburger durch einen Kopfball aus Nahdistanz von Halil Savran den Siegtreffer erzielten. Türkiyemspor konnte nichts mehr entgegen setzen, so dass dieser knappe TeBe-Sieg in Ordnung ging. Zu wenig Offensivkraft zeigte unsere Mannschaft. Aber es wird ja (hoffentlich) bald wärmer und damit auch für Türkiyemspor angenehmer zu spielen.
07.02.2007:
KADER VERVOLLSTÄNDIGT!
Mit Ende der Transferperiode zum 31.1.07 hat Türkiyemspor noch ein paar weitere interessante Zugänge zu verzeichnen. Neben den schon gemeldeten Zugängen George Boateng, Astrit Selanci, Cem Efe; Fabio Pinto und Cristoph Höche (32) wird das Mittelfeld durch den Flügelspieler Jose Oliveira (9.8.1981) verstärkt, der zuletzt für den Zweitligisten Palmelense FC tätig war. Einig ist sich Türkiyemspor auch mit dem 27 jährigen Mittelfeldspieler Garen Keuchkarian. Keuchkarian war zuletzt Co-Trainer der Jugend bei Dynamo Kiev und hielt sich dort fit. Davor spielte er drei Saisons in der ersten libanesischen Liga beim Club Homentmen.
Mit Ergün Pinarbasi hat Türkiyemspor einen schmerzhaften Abgang zu verzeichnen. Ergün spielt ab sofort für den Kreuzberger Verbandsligisten Hilalspor.
25.01.2007:
WEITERE ZUGÄNGE!
Türkiyemspor erweiterte seinen Kader mit einem talentierten jungen Spieler und einem regionalliga-erfahrenen Kicker.
Vom SV Babelsberg kommt der A-Jugendliche Johannes Kühn (18), ein Mittelfeldspieler, der zeitweise in der A-Jugend der 03er spielte, aber bei den 1. Männern mit trainierte.
Vom SV Falkensee/Finkenkrug wechselt der 33jährige Abwehrspieler Christoph Höche zu Türkiyemspor. Drei Jahre spielte er in Falkensee Oberliga- und Verbandsliga-Fußball, vorher war er beim FC Sachsen Leipzig in der Regionalliga aktiv.
Der Wechsel von Daniel Stingl zu Türkiyemspor ist allerdings nicht zustande gekommen.
24.01.2007:
Testsspiel:
TuS MAKKABI - TÜRKIYEMSPOR 0:4 (0:2)
Bei Eiseskälte trafen sich beide Mannschaften am Rande des Grunewalds im Eichkamp, um auf einem der neuen Kunstrasenplätze gegeneinander anzutreten. Türkiyemspor beherrschte die erste Hälfte recht deutlich, wobei die beiden Tore bis zur Halbzeitpause der als Neuzugang zu vermeldende Cem Efe erzielte. In beiden Fällen verwandelte er Eingaben von links sehr souverän. Im zweiten Durchgang wurde der TuS Makkabi stärker, obwohl Türkiyemspor auch weiter das dominante Team blieb. Mitte der zweiten Hälfte hielt unser Keeper Marc Stillenmunkes einen Foulelfmeter. Nur wenig später konnte Fatih Aslan auf 3:0 erhöhen. George Boateng blieb der Schlußpunkt des Spiels vorbehalten, eine schöne "Bogenlampe" ins lange Eck zum Endresultat.
Das nächste Testspiel ist am Sonntag um 16.30 Uhr auf dem Sportplatz Segelfliegerdamm (Adlershof) gegen den brandenburgischen Verbandsligisten FC Strausberg.
22.01.2007:
HERZLICH WILLKOMMEN!
In der Fuwo von heute stand es schon, und seit Freitagabend ist es auch amtlich: Fabio Araújo Pinto (einst Chemnitzer FC und danach Atlético Baleares/4. Spanische Liga) kickt zukünftig für Türkiyemspor. Herzlich willkommen, Fabio.
Cem Efe, der zweite in der Fuwo genannte Spieler, ist noch nicht als gesicherter Neuzugang zu nennen. Aber es sieht so aus, dass Cem uns in der Rückrunde verstärken soll.
Das sonntägliche Testspiel gegen den Bezirksligisten SF Johannisthal endete mit einem 6:1 (4:1)-Sieg für unsere Oberliga-Elf. Die Torschützen für Türkiyemspor waren Fatih Aslan, Aleksandar Pupovac, Kwazie Boachie und Cihan Firat. Zudem fabrizierten die Gastgeber noch zwei Eigentore.
Das nächste Testspiel findet gegen den Berliner Verbandsligisten TuS Makkabi am Mittwoch um 18.30 Uhr auf der Julius-Hirsch-Sportanlage im Eichkamp statt.
19.01.2007:
Neue Spieler und Spielerabgänge
Bei Türkiyemspor haben in der Winterpause zwei Spieler angeheuert: Zum einen der Angreifer Astrid Selanci (22), der bis letzten Sommer bei TeBe aktiv war. Der zweite Neuzugang ist George Boateng (24), Bruder der Hertha-Spieler Kevin und Jerome Boateng. George ist der Älteste der Boateng-Brüder und kommt vom Verbandsligisten TuS Makkabi. Weitere Neuzugänge stehen an und können hoffentlich bald vermeldet werden.
Den Verein verlassen haben die polnischen Spieler Bartosz Partyka und Mariusz Misiura, Ergün Pinarbasi und Cemal Can.
18.01.2007:
Testspiel fällt aus!
Das für heute angesetzte Testspiel beim Landesligisten BSV Hürriyet ist aufgrund der Sturmwarnung abgesagt worden.
01.01.2007:
HAPPY NEW YEAR!
ERIC MEISSNER TRAINERT TÜRKIYEMSPOR!
Es zeichnete sich Ende Dezember schon ab, aber nun ist es wohl amtlich. Ab sofort trainiert - bis auf weiteres - Eric Meissner unsere Oberliga-Elf. Am 31.10.2006 verließ Eric mit dem geschaßten Trainer Jürgen Görlitz Türkiyemspor, nun kehrt er zurück. Das Jahr 2007 beginnt für unseren Verein damit recht kurios.
10.12.2006:
TÜRKIYEMSPOR BERLIN - LICHTERFELDER FC BERLIN 0:2 (0:0)
Das was unsere Mannschaft in der zweiten Hälfte geboten hat, war schlichte Arbeitsverweigerung. Nur wenige Spieler möchte ich von dieser meiner Einschätzung ausnehmen (Marc Stillenmunkes z. B., der sogar 15 Minuten vor Schluß bei einem 0:2-Rückstand und einem klaren Unterzahlspiel - wahrscheinlich angetrieben von seinem Siegeswillen - schnell den Ball aus dem Aus holte, oder Kwazie Boachie, der sich nach wie vor bemühte, obwohl ihm die offensiven Spielpartner aufgrund der Roten Karten ausgegangen waren). Fatih Aslan hingegen war von Beginn an ein Totalausfall. Selbst in den ersten 30 Minuten, in denen Türkiyemspor klar den Gegner beherrschte und Kwazie Boachie und Maurice Jacobsen den LFC mitunter schwindelig spielten, war Fatih Aslan kaum zu sehen. Eine Chance hatte er allerdings, als er von links voll abzog, aber leider am Keeper der Gäste scheiterte. Die anderen Möglichkeiten vergaben die schon erwähnten Boachie und Jacobsen. Türkiyemspor hätte nach einer halben Stunde schon 2:0 führen müssen. Doch dann, als hätte jemand einen unsichtbaren Schalter umgedreht, gelang Türkiyemspor bis zum Pausenpfiff nicht mehr viel. Peinlich anzusehen war der völlig unsinnige und harmlose Schuß von Fatih Aslan aus 35 Meter auf das Tor des LFC. Und nach dem Wiederanpfiff ging gar nichts mehr. Unsere Spieler stellten bis auf wenige Ausnahmen das Offensivspiel ein und luden den LFC ein, zum Angriff zu blasen. Das tat dieser auch und kam prompt zu seinem Führungstreffer. Einen satten Schuß von Gökhan Senol konnte unser Keeper Marc Stillenmunkes nicht festhalten. Im Nachfassen hielt er ihn dann doch, doch der Linienrichter zeigte an, dass dieses hinter der Torlinie geschah. 0:1! Wer nun glaubte, Türkiyemspor dreht auf, sah sich in einer Weise bestätigt, wie man es nicht erwarten mußte. Bei einer Ecke für Türkiyemspor traf der nach vorne geeilte Cemal Can zwar nicht den Ball, aber dafür einen Gegenspieler mit der Hand im Gesicht. Dieser fiel schreiend um, und der Schiedsrichter zückte Rot gegen Cemal. Ein paar Torchancen für Lichterfelde später war es Linksaußen Tamer Keskin, der vorzeitig duschen gehen konnte. Nachdem er einen Ball verloren hatte, gab es Rot für Nachtreten. Das Spiel Neun gegen Elf nahm zunächst seinen erwarteten Verlauf. Der LFC erzielte sein zweites Tor und drängte weiter. Doch nun zeigte der Gast unerwartete Abschlußschwächen. Drei- bis viermal tauchten die Lichterfelder frei vor dem Kasten von Marc Stillenmunkes auf. Und jedesmal vergaben die Gästestürmer kläglich oder scheiterten an unserem Keeper. Dass dieses Spiel nur 0:2 endete, ist für den Lichterfelder FC Berlin peinlich, denn ein weitaus höherer Sieg wäre möglich gewesen. Aber der LFC wird es verschmerzen, während die Vorstellung von Türkiyemspor vor 105 zahlenden Zuschauern grausig war und einige Spekulationen hervorriefen.
Das Verhalten einiger Türkiyemsporspieler war wie das heutige Umfeld im Stadion: unprofessionell und kläglich. Die Bandenwerbungen waren noch nicht mal zur Hälfte aufgehangen, der Rest lag auf der Laufbahn. Es sah aus, als wären die Türkiyemspor-Mitarbeiter in den Streik getreten. Vielleicht waren sie es, und die Spieler hatten sich solidarisiert. Weiß mans? Und unsere Trainer? Der eine, Fikret Ceylan, stand im Anzug bei der Auswechselbank erstarrt zur Salzsäure, und der andere, Ergün Pinarbasi, stand seit Spielbeginn genau gegenüber auf der Gegengerade bei den Fans. Das mag Sinn machen, wenn es gut läuft, aber wenn es kriselt wie heute darf und muß man erwarten, dass die Trainer sich zusammentun um entgegen zu steuern. Nichts da. Es fand heute während des Spiels kein Austausch zwischen Ergün Pinarbasi und Fikret Ceylan statt. Vielleicht hat man sich ja auch nichts mehr zu sagen, nachdem in der Halbzeitpause schon alles gesagt wurde. Mir würden noch mehr Kritikpunkte einfallen, aber es bringt nichts, hier die große Keule zu schwingen. Die Fakten sprechen für sich: Von den 22 Punkten sind seit der Entlassung des Trainergespanns Görlitz/Meißner Ende Oktober nur vier Punkte geholt worden. Der letzte Sieg liegt sechs Spiel zurück und gelang gegen den damaligen Tabellenletzten Eberswalde. Seitdem sahen wir nur noch Niederlagen und lediglich ein Unentschieden gegen den BAK. Jürgen Görlitz war mit der Mannschaft jedenfalls erfolgreicher, besonders gegen Gegner wie dem BFC und Spitzenteams wie TeBe hat er wichtige Punkte geholt. Als er mit seinem Co-Trainer entlassen wurde, waren wir gefeierter Dritter. Jetzt sind wir abgerutscht auf Platz Acht, und Angst hat keiner mehr vor uns. Selbst der auf einem Abstiegsplatz stehende BFC Dynamo würde in dieser Situation sicherlich noch einmal gerne gegen uns spielen wollen. Die Kartenbilanz der letzten Spielen ist auch verheerend: Zwei mal Rot und einmal Rotgelb in den letzten beiden Spielen, alle aufgrund von Unsportlichkeiten, zeugen nicht gerade von guten Nerven in unserem Team. Die mangelnde Disziplin war ja auch ein Argument, mit dem man die Entlassung von Görlitz/Meißner begründete. Demnach müßte jetzt folgerichtig Fikret Ceylan gehen. Fikret wird sicherlich auch das Traineramt jetzt abgeben wollen, das hat er ja auch angekündigt. Aber wer wird es machen (wollen)? Angeblich gibt es zahlreiche Interessenten. Wenn es so ist, warum dauert es dann so lange, bis Klarheit für das Oberliga-Team geschaffen wird? Fragen über Fragen, deren Beantwortung hoffentlich nicht mehr all zu lange dauert. Denn eines muß klar sein: 22 Punkte reichen nicht für den Klassenerhalt. Und im Falle eines Abstiegs in die Verbandsliga kann sich der Vorstand von seinem großmundig angekündigten Aufstieg in die Regionalliga 2008 verabschieden.
03.12.2006:
TÜRKIYEMSPOR BERLIN - BERLIN ANAKARASPOR KÜLÜBÜ
oder
BERLIN - ANKARA 1:1 (1:0)
Heute war der selbst ernannte Aufstiegsanwärter BAK 07 - auch Berlin Ankaraspor Külübü genannt - zu Gast, der allerdings zum Spitzenreiter SV Babelsberg 03 mittlerweile einen erheblichen 5-Punkte-Rückstand aufzuholen hat, um seinen Ambitionen gerecht zu werden. 228 zahlende Zuschauer wollten sich mit eigenen Augen davon überzeugen, ob und wie es der Wedding-Ankara-Connection gelingt. Das Spiel begann recht fad und steigerte sich nur mühsam zu einem ansehnlichen Fußballspiel. Türkiyemspor hatte in der ersten Hälfte etwas mehr Anteile am Spiel, konnte sich aber kaum eine gefährliche Situation erspielen. Ankaraspor hingegen hatte im ersten Durchgang zwei hochkarätige Möglichkeiten, die aber beide ziemlich dämlich vergeben wurden. Diesen lässigen Umgang mit den Chancen bestrafte Türkiyemspor. Noch vor dem Pausenpfiff traf Aleksandar Pupovac nach einer Ecke aus dem Gewühl heraus zur 1:0-Führung. Doch es war auch Aleksandar Pupovac, der wieder einmal seiner Mannschaft einen Bärendienst erwies, als er mit Gelbrot den Platz verlassen mußte. Zuerst ließ er sich auf ein Gerangel mit einem BAK-Spieler ein, was beiden Kickern die gelbe Karte einbrachte. Nur wenige Minuten später säbelte er einen anderen BAK-Spieler an der Mittellinie um, woraufhin ihn der Schiedsrichter zum Duschen schickte. Dieses war sein dritter (!) Platzverweis in der Hinrunde, womit er wahrscheinlich einsamer Spitzenreiter in der Oberliga ist. Rot gegen TeBe, Gelbrot gegen den BFC Dynamo und nun erneut die Ampelkarte. Wenn Aleksandar dafür aber bei jedem Spiel, in dem er wieder mitkicken darf, mindestens ein Tor schießt, würde ich ihm verzeihen.
In der zweiten Hälfte wollte es der Gast nun gegen unsere in Unterzahl stehende Mannschaft wissen. Der BAK nahm das Spiel völlig in die Hand, und ein Angriff nach dem anderen rollte auf unser Tor. Marc Stillenmunkes, der heute nicht den gewohnt sicheren Eindruck machte, hatte alle Hände voll zu tun, um seinen Kasten sauber zu halten. Leider gelang ihm das nicht. Ein unhaltbarer Flachschuß von halblinks sorgte für den Ausgleich. Ansonsten aber war Marc immer auf dem Posten, wenn es gefährlich wurde. So konnte er einmal einen Ball im letzten Augenblick über die Latte fausten, ein anderes hielt er einen Flachschuß bravourös. Ein besonderes Plus hat sich heute wieder einmal Youngster Kwazie Boachie verdient, der bis zu seiner Auswechslung in der 80. Minute auf der rechten Seite vorbildlich ackerte. Und wenn er mal den Ball verloren hatte, holte er ihn sich nicht selten im Rückwärtsgang zurück. Dieser Spieler ist wahrlich ein Gewinn für Türkiyemspor. Allein seine technischen Fähigkeiten zu sehen ist das Eintrittsgeld wert.
Der Gast aus dem Wedding rannte bis zum Schluß gegen unsere Abwehr an. Die Möglichkeiten des BAK wurde allesamt vereitelt, und dann - in den letzten 10 Minuten - hatte sogar unsere konternde Mannschaft wieder Torchancen, u. a. zwei durch Fatih Aslan. Zwei Treffer wurden noch von Türkiyemspor erzielt. Zum einen war es ein Kopfballtreffer von Cemal Can nach einem Freistoß, der aber wegen angeblicher Abseitsstellung nicht gegeben wurde. Und wenig später traf der auf der linken Seite nimmermüde Tamer Keskin, nachdem er sich gegen seinen Gegenspieler durchgesetzt hatte. Dieses Durchsetzen wertete der Schiedsrichter allerdings als Foul, so dass es letztendlich beim 1:1 blieb. Mit diesem Unentschieden kann Türkiyemspor gut leben, der BAK allerdings kann sich von seinen Aufstiegsträumen allmählich verabschieden, zumal der Spitzenreiter Babelsberg gestern schon beim BFC Dynamo mit 3:0 gewinnen konnte und der Punktevorsprung zu Ankaraspor nun bei sieben Punkten liegt. Türkiyemspor verharrt nach diesem letzten Hinrundenspiel auf dem siebten Tabellenplatz, während unser heutiger Gegner auf Platz vier abrutschte. Nächsten Sonntag empfängt Türkiyemspor zum Rückrundenauftakt und letztem Spiel vor der Winterpause den Lichterfelder FC Berlin (13 Uhr).
25.11.2006:
TSG NEUSTRELITZ - TÜRKIYEMSPOR BERLIN 2:1
Vor dem Spiel gab es etwas Unruhe, als angetrunkene und pöbelnde Nazis versuchten, ins Stadion zu kommen. Dieses wurde von Polizei und Ordner im Zusammenarbeit mit dem gastgebenden Verein verhindert. Insgesamt acht Leute mußte die Polizei in Gewahrsam nehmen. Neustrelitz begann das Spiel offensiv, und bereits nach vier Minuten fiel das 1:0. Ein langer Ball landete bei dem Neustrelitzer Scholze, während die Türkiyemspor-Spieler vergeblich auf den Abseitspfiff (der Neustrelitzer Koslow auf der anderen Seite war passiv) warteten. Scholze stürmte alleine aufs Tor zu, umspielte unseren Torwart Marc Stillenmunkes und schob den Ball ins lange Eck. Kurz darauf gab es eine Riesenchance für Türkiyemspor. Eine schöne Kombination über rechts landete zentral vor dem Tor, doch der Spieler drosch den Ball völlig unbedrängt aus sieben Metern über den Kasten. Wenig später brach erneut Jubel auf den wie immer mit 400 Zuschauern gefüllten Neustrelitzer Rängen aus, denn erneut hatte Scholze den Ball im Tor versenkt. Aber der Treffer wurde wegen Abseits nicht gegeben. Jetzt übernahmen die Gäste mehr und mehr die Kontrolle über das Spiel. Mit ihrer technischen Überlegenheit zeigten sie immer wieder ansehnliche Kombinationen. Besonders die schnellen und technisch guten Spieler auf der rechten Seite bekam Neustrelitz nie in den Griff. Allerdings haperte es mit dem Abschluß, so dass kein gefährlicher Torschuß für Türkiyemspor dabei heraussprang. Neustrelitz stand in dieser Phase sehr tief, und die Abwehr machte nicht immer den sichersten Eindruck - alles voran deren Torwart Stollberg, der einige ungewohnte Patzer zeigte. Nach 35 Minuten bekam die TSG das Spiel dann aber wieder besser in den Griff. Kurz vor der Halbzeit dann das 2:0 durch den neuen TSG-Stürmerstar Koslow. Özvatan versuchte sich zunächst mit einem Distanzschuß. Dieser Schuss wurde abgeblockt, der Ball landete aber direkt bei Koslow. Und dieser hämmerte die Kugel von der Strafraumgrenze mit einem fulminanten Linksschuß unter die Latte.
Die ersten 20 Minuten der zweiten Hälfte gehörten ganz klar Neustrelitz. Unsere Mannschaft hatte in dieser Phase keine nennenswerte Aktion. Allerdings konnte Neustrelitz den Vorsprung nicht ausbauen. Ein Kopfball vom Neustrelitzer Wenzel landete am Innenpfosten und von dort bei unserem Keeper Marc Stillenmunkes. Bei einem Freistoß verschätzte sich Marc allerdings. Zum Glück für Türkiyemspor ging der Ball aber knapp am Tor vorbei. Nach 65 Minuten war es dann aber vorbei mit der Neustrelitzer Herrlichkeit. Die Bälle konnten nicht mehr gehalten werden, Befreiungsschläge kamen postwendend zurück. Unsere Kicker spielten sich nun leicht durch die Abwehrreihen und waren teilweise nur durch Foulspiel zu stoppen. Eines dieser Fouls führte auch zum Anschlusstreffer. Tomislav Zivic zirkelte einen Freistoß halblinks von der Strafraumgrenze über die Mauer direkt ins Tor. Nun warfen die Gäste alles nach vorne. Die Neustrelitzer Abwehr hatte alle Hände voll zu tun. In der Schlußphase ergaben sich aber auch einige sehr gute Kontermöglichkeiten für die TSG, die aber vom Gastgeber teilweise fahrlässig vergeben wurden.
Fazit: Ein verdienter Sieg für die TSG in einem ordentlichen Oberligaspiel. Neustrelitz hatte die klareren Torchancen. Türkiyemspor war technisch und spielerisch eindeutig überlegen, aber teilweise zu verspielt. Bis zum Strafraum sah alles sehr gut aus, dann hatte man aber den Eindruck, sie wollten den Ball ins Tor tragen.
19.11.2006:
TÜRKIYEMSPOR BERLIN - FC SCHÖNBERG 1:2 (0:1)
Immerhin 5 zahlende Zuschauer mehr als vor zwei Wochen weilten im Stadion. Die bekamen allerdings dafür ein Spiel zu sehen, das von Türkiyemspor um Länger schlechter war als gegen Eberswalde vor 14 Tagen. Schon nach wenigen Minuten tänzelte Kapitän Cihan Dogan in der Abwehr herum, verlor prompt den Ball, und ein Schönberger namens Ronny Müller schoß zum 1:0-Rückstand für unser Team ein. Danach war Türkiyemspor völlig von der Rolle. Ständige Fehlpässe und unkonzentriertes Aufbauspiel sorgten dafür, dass jegliche Offensivbemühungen von den Gästen frühzeitig unterbunden werden konnten. Diese zogen dann ihrerseits sofort gefährliche Angriffe auf. Türkiyemspor konnte froh über das Unvermögen der Schönberger und der Leistung des dem einzigen konzentriert spielenden Türkiyem-Spielers Marc Stillenmunkes sein, sonst hätten sie mit zwei oder sogar drei Gegentore zur Pause zurück gelegen. Einmal rettete nur die Latte den knappen 0:1-Rückstand zur Pause. Nach dem Wiederanpfiff war es dann aber erneut der Schönberger Ronny Müller, der wunderbar angespielt unserer wieder mal nicht im Bilde gewesenen Abwehr davonlief und frei vor Marc Stillenmunkes den Ball zur 2:0-Führung für die Gäste eindrosch. Erst danach war unsere Mannschaft endlich druckvoller und kam dann auch zu Chancen. Cihan Firat schließlich drängelte sich an der Strafraumgrenze der Schönberger durch und schoß zum 1:2 ein. Wenig später war es ein von Cemal Can hervorragend eingeleiteter Angriff, der den Ausgleich hätte bringen müssen. Maurice Jacobsen flankte den von Cemal angenommenen Ball von links flach rein, aber der ungedeckte Cihan Firat traf fünf Meter vor dem Kasten den Ball nicht richtig, so dass die Kugel über die Querlatte segelte statt ins Netz. Türkiyemspor war danach zwar weiter um das 2:2 bemüht, scheiterte aber immer wieder an der vielbeinigen Abwehr der Gäste und am Eigensinn einiger Spieler, die sich immer wieder fest rannten statt den freien Mann zum Anspielen zu suchen und zu finden. Letztendlich hätte die Niederlage sogar noch höher ausfallen können, denn die Schönberger konterten immer wieder schnell und gefährlich. Aber sie scheiterten auch an sich selbst oder - wie schon erwähnt - an Marc Stillenmunkes.
Somit ist Türkiyemspor wieder im Mittelfeld der Tabelle angekommen, hinter dem SV Yesilyurt und dem BAK auf Platz sechs. Und nächste Woche geht es zu den aufblühenden Neustrelitzern. Danach kommt zum Abschluß der Hinrunde der BAK ins Katzbachstadion. Wir dürfen gespannt sein, ob unser Vorstand die "trainerlose" Zeit bis dahin verlängern wird.
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11.11.2006:
SV BABELSBERG 03 - TÜRKIYEMSPOR BERLIN 2:0 (0:0)
"Spitzenspiel, schon wieder, erster gegen dritter. Letztes Jahr macht Türkiyemspor vier Punkte gegen Babelsberg, meist hoch emotional - es konnte also nicht langweilig werden.
Babelsberg lief gegenüber der Vorwoche unverändert auf, ein Pfiff und es begann.
Verhalten, zumindest an Torchancen begann es, nicht weil die Spieler nicht wollten, aber das Wetter zeigte sich nicht landesligatauglich, machte den Ball schnell und schwer kontrollierbar. Die erste Chance auf rutschigem Geläuf dann nach 5 Minuten für Nulldrei. Yaw Donkor-Oppong setzt sich auf links durch, geht in den Strafraum, zieht ab und findet seinen Meister in Schlussmann Marc Stillenmunkes. In der folgenden Viertelstunde brauchte man seinen Kopf, so man denn mittig stand, nicht all zu viel schwenken, beide Teams bestreikten quasi die Strafräume mit Ausnahme der Keeper. Babelsberg bemühte sich spielerische Akzente zu setzen, so richtig gelingen wollte es vorerst nicht. Eher Einzelaktionen sorgten für die eine oder andere Abwechslung. So auch beim Strafraumgewühl in der 22. Minute als Jimmy an den Ball kommt und aus der Drehung mit dem linken Fuß draufhält. Leider genau in die Arme des Keepers. Gut 2 Spielstationen später ist der Ball wieder bei ihm. Sein Abspiel landet erneut bei Jimmy, der legt ab auf Ben-Hatira und letzterer schließt ab. Kein Treffer, aber Babelsberg erarbeitete sich nun Chancen. Die erste für die Berliner kurz darauf - volley zieht Tomislav Zivic ab, die platzierte Bogenlampe war aber, um gefährlich zu werden, zu lange in der Luft.
Wenn jemand im Babelsberger Team für gelbe Karten gebucht ist, ist das Bastian Zenk. Zu wetten, dass er in einem Spiel keine bekommt soll mittlerweile recht hohe Quoten bringen. Zumindest verhinderte die heutige sehr schön das Absetzen eines recht freien Berliner Spielers und somit eine mögliche Chance. Prädikat - wertvoll. Gibt's bei Fouls ja selten...
Allerdings brachte der folgende Freistoß durch Tomislav Zivic auch Gefahr. Aleksandar Pupovac lauert ziemlich allein gelassen am Strafraum, bekommt den Ball und trifft diesen nicht hundertprozentig. Das sah in jedem Fall gefährlich aus. Nicht minder gut der Auftritt von Donkor-Oppong in entgegen gesetzter Richtung. Allein rennt er aufs Tor und zieht aber, aufgrund dreier Gegenspieler, schon von der Strafraumgrenze ab. Marc Stillenmunkes hatte den Ball sicher. Sieger blieb er auch beim nächsten Ball. Einen Freistoß aus 22m von Mutsche, direkt ins rechte untere Eck kann der Keeper gerade so vereiteln. Klasse Schuss - klasse Parade! Auf der anderen Seite dann die bisher beste Chance des Spiels. Viel Glück hatten die Hausherren als Björn L. aus einem Zweikampf im 16er mit Kwazie Boachie als zweiter Sieger hervor geht und mit ansehen muss, wie dieser auch an Keeper Busch vorbei geht, den leeren Kasten aber aus spitzem Winkel verfehlt.
Die zwei nächsten Szenen drehten sich um Ben Hatira. In der ersten, nach einem Freistoss' Mutsche's, zum Tor hin gezogen, passten nur sehr wenige Luft-Regen-Moleküle zwischen Ball und Ben-Hatiras Kopf. Man spürte ihn förmlich schon im Netz. In Szene zwo landete das Leder sogar mustergültig, in Folge Patricks Freistoß, geköpft in den Maschen, wenn, ja wenn da nicht eine nicht ganz unbedeutsame Fahne im Wind geweht hätte. Abseits also und das zu recht. Einen ungefährlichen Freistoß gab's vor der Pause noch für die Kreuzberger und dann war Zeit für den einen oder anderen Glühwein. Erwärmend, trotz der Chancen, war diese Spielhälfte nämlich noch nicht.
3 Minuten nach Wiederanpfiff ging's gleich in die Vollen, zumindest für den Spieler der sich zwischen Yaw's Schuss und das Tor stellen musste. Babelsberg nun etwas druckvoller, und beim nächsten Versuch testete Ben-Hatira nach Zuspiel von Jimmy erneut die Fähigkeiten von Marc Stillenmunkes, der wirklich eine gute Partie ablieferte. Die erste Chance der Gäste in Durchgang 2 leitete Schiri Rosenkranz aus Plauen ein, der mit zunehmender Spielzeit immer "unglücklichere Entscheidungen" traf. So pfiff er in besagter Situation einen Freistoß, der gut aufs Tor verlängert wurde. Durch wen blieb ein Geheimnis, aber Keeper Busch hatte eh das letzte Wort. Mitreden wollte auch Kapitän Moritz. Nach gut 75 Minuten zieht er ein 30m-Freistoß so genau aufs Tor, dass Türkiyemkeeper Marc Stillenmunkes sich abermals verdammt lang machen muss, um den Ball zu erreichen. Abgewehrt, jedoch Ben-Hatira erläuft sich den Ball, sein Schuss trifft allerdings nur das Außennetz. Nicht so in der 83. Minute. Gerade war Arsovic für Lukac ins Spiel gekommen, da bedient Yaw D.-O. herrlich seinen Sturmkollegen und der zieht von der Strafraumgrenze trocken ab. Trocken, bei dem Wetter - so ein Quatsch. Ganz schön feucht war der Ball, den Marc Stillenmunkes erneut erreichte. Seinen Einschlag konnte er diesmal allerdings nicht verhindern. Türkiyemspor musste nun die Konterstellung verlassen, wechselte noch einmal und griff wieder an. Das eröffnete neue Räume für Nulldrei. Keinen freien Raum fand jedoch Patricks 20m-Freistoß in der 88. vor. Ich sag nur Marc Stillenmunkes...
Einen gefühlten Wimpernschlag später dann aber die Entscheidung. Yaw D.-O. erobert den Ball, tunnelt einen Gegenspieler und lässt nun seinerseits dem Keeper keine Chance. Schön flach, leicht cross geschossen. Es wurde noch 2 Mal gewechselt auf Babelsberger Seite, dann war Schluss.
Trainer Ergün Pinarbasi meinte nach dem Spiel noch, dass mehrere seiner Spieler angeschlagen ins Spiel gegangen wären und er gerade vor dem Tor wechseln wollte."
Ich war leider nicht beim Spiel, konnte daher keinen eigenen Spielbericht schreiben. Dieser Bericht stammt zu 99 % aus dem NOFB-Forum. Der Verfasser ist Ruppi, ein 03-Fan. Ich halte ihn für ziemlich objektiv, von daher veröffentliche ich ihn hier.
05.11.2006:
TÜRKIYEMSPOR BERLIN - FSV MOTOR EBERSWALDE 4:1 (2:0)
Es war ein Spiel, das bei regnerischem und stürmischen Wetter nur 53 zahlende Zuschauer anlockte. Und es hätte für das Interims-Trainergespann Ergün Pinarbasi und Fikret Ceylan und noch mehr für den Vorstand, der für die Entlassung des bisherigen Trainergespanns Görlitz/Meissner unter der Woche verantwortlich zeichnet, noch stürmischer werden können, wenn das Spiel gegen den Tabellenletzten aus Eberswalde nicht den gewünschten Verlauf genommen hätte. Doch diese Ängste verflogen sich mit dem starken Wind ziemlich schnell, denn es war früh zu erkennen, dass die Gäste zu recht auf dem achtzehnten Tabellenplatz stehen. Deren Abwehr wirkte oft ziemlich konfus, das Mittelfeld ohne klare Aktionen und ein Angriff fand bis auf ganz wenige Ausnahmen nicht statt. Türkiyemspor hingegen berannte immer wieder begünstigt durch Gäste-Fehler das Tor der Eberswalder. Dass erst in der 30. Minute das 1:0 fiel (Tomislav Zivic konnte einen Freistoß von Ahmet Öztürk verwerten) hat etwas mit dem Unvermögen unserer Offensiv-Kräfte zu tun, die mehrere Möglichkeiten ungenutzt ließen. Trotzdem konnte Cihan Firat noch vor der Pause auf 2:0 erhöhen. Im zweiten Durchgang ließ es Türkiyemspor wieder etwas lockerer angehen, so dass die Gäste etwas besser ins Spiel kamen. Doch in deren Vorwärtsdrang konterte Türkiyemspor immer wieder geschickt und gefährlich hinein. Eine dieser Situationen nutzte Cihan Firat zu seinem zweiten Treffer an diesem Tag. Kwazie Boachie traf dann noch nach einem schnell ausgeführten Freistoß frei vor dem Tor nur den langen Pfosten. Den Schlußpunkt für Türkiyemspor setzte schließlich Aleksandar Pupovac, der eine Tohuwabohu-Situation im 16er der Gäste zum 4:0 nutzte. Dass Eberswalde dann kurz vor Schluß noch der verdiente Ehrentreffer gelang, war unnötig, zeichnete sich aber durch den Schlendrian, der sich in unsere Abwehr einschlich, ab.
Mit diesem Sieg ist Türkiyemspor auf Platz drei der Tabelle angekommen und hat den BAK und TeBe hinter sich gelassen. Nächste Woche geht es zum Spitzenreiter SV Babelsberg 03. Ob die unklare Trainersituation bis dahin geklärt sein wird, bleibt zumindest heute offen. Fakt ist, dass Goalgetter Fatih Aslan aufgrund eines Sportgerichtsurteils noch zwei weitere Spiele - also auch nächste Woche - fehlen wird.
01.11.2006
TÜRKIYEMSPOR ENTLÄSST TRAINERGESPANN!
Jürgen Görlitz und Eric Meissner
Es war wohl kein böser Halloween-Scherz, den sich unser Vorstand gestern erlaubte. Die Trainer Jürgen Görlitz und Eric Meissner wurden entlassen. Als Begründung wurden Störungen im zwischenmenschlichen Bereich genannt, was alles und nichts bedeuten kann. Den sportlich erfolgreichen Trainern danke ich für ihr Engagement für unsren Verein und wünsche ihnen von dieser Stelle für Ihre Zukunft alles Gute.
Als Nachfolger steht lt. Sport BZ von heute der ehemalige BFC Preussen-Trainer Mehmet Öztürk bereit.
Das Freundschaftsspiel zwischen TuS Makkabi (Verbandsliga Berlin) und Türkiyemspor endet heute Abend mit 1:0 für Türkiyemspor. Das Tor des Spiels erzielte Fatih Aslan schon in der 5. Minute.
29.10.2006:
LUDWIGSFELDER FC - TÜRKIYEMSPOR BERLIN 2:1 (1:0)
oder
WÖCHENTLICH GRÜSST DER PLATZVERWEIS
Da ich nicht beim Spiel war, kann ich nicht aus erster Hand berichten. Aber eines scheint klar zu sein: Türkiyemspor war vor 126 Zuschauern wieder mal das bessere Team, scheiterte aber erneut an sich selber. Und der wöchentliche Platzverweis ereilte diesmal Bartosz Partyka, unseren robusten polnischen Abwehrspieler. Und daran entzündete sich ein immenser Streit, denn diese Rote Karte "wg. Nachtreten", so der Schiedsrichter, wurde von den Türkiyemspor-Zuschauern als ein Witz bezeichnet, denn es soll kein gegnerischer Spieler in der Nähe gewesen sein, den Bartosz hätte treten können. Dass wöchentlich einer von Türkiyemspor vom Platz fliegt, wird mittlerweile als bewußte Benachteiligung unseres Vereins gesehen. Beim gestrigen Spiel fehlten aufgrund von Rotsperren Erol Arslan, Fatih Aslan und Aleksandar Pupovac, neben den Verletzten Ante Balic und Ergün Pinarbasi. Kurzum: Die Türkiyemspor-Verantwortlichen rissen sich zu selten gehörten Sätzen hin wie den vom Präsidenten Remzi Kaplan: "Wenn das so weitergeht, ziehe ich meine Mannschaft aus der Oberliga zurück" (Fuwo 30.06.06).
So weit wird es sicherlich nicht kommen, aber auffällig ist die Flut der Platzverweise schon. Einige habe ich gesehen und als vertretbar eingestuft, andere wie die Platzverweise gegen Aleksandar Pupovac letzte Woche oder gegen Kwazie Bochie beim TeBe-Spiel waren kaum nachvollziehbar.
Dass Türkiyemspor trotzdem in Unterzahl den Ausgleich zum 1:1 durch den für Orhan Sonar eingewechselten Cihan Firat erzielte, machte deutlich, dass die Moral in unserer Mannschaft stimmt. Die Niederlage war von daher einfach unglücklich.
22.10.2006:
TÜRKIYEMSPOR BERLIN - BFC DYNAMO 1:0 (1:0)
Endlich mal ein Sieg über den BFC Dynamo, möchte man freudetrunken ausrufen. Natürlich war es ein schönes Gefühl, vor 575 zahlenden Zuschauer gegen diesen Verein zum ersten Mal seit langem als Sieger vom Platz zu gehen. Und der Frust bei den Dynamo-Fans war groß und entlud sich auch nach dem Spiel mit, als die Scheiben der Kassenhäuschen zertrümmert wurden und einige mächtig von der Straße aus in Richtung Türkiyemspor-Fans pöbelten, Landser-Lieder sangen ("Wieder mal kein Tor für Türkiyemspor..." kam besonders gut angesichts des Spielergebnisses) und altbackene Sprüche aus der rechten Kiste von sich gaben. Deren Ärger war unsere größte Freude. Wobei der Sieg Türkiyemspors über den BFC teuer erkauft wurde. Hätte unser Team das gesamte Spiel so weiter gespielt wie in den ersten 30 Minuten, wäre Dynamo heute bitter untergegangen. Aber statt nach dem 1:0 von Fatih Aslan weiter offensiv zu spielen, schraubte unser Team seinen Angriffsdruck zurück und ließ die Gäste kommen. Das ist eine Spieleinstellung, die ich in dieser Saison immer wieder bei unserem Team sehe und die gelegentlich auch in die Hose ging. Heute schien die Gefahr, dass der Sieg verloren geht, nicht so groß zu sein, denn der Gast war ziemlich harmlos. Ich hatte keinen gefährlichen Angriff erlebt. Die vielen Freistöße, die sich der BFC herausholte, landeten im Nirvana oder in den Armen unseres heute wieder sehr sicheren Schlußmanns Marc Stillenmunkes. So ließ Türkiyemspor die Zügel schleifen, und Dynamo war zwar bemüht aber erfolglos. Für Aufregung sorgten dann die Kartenspiele des Schiedsrichters. Zuerst ging auf Türkiyemspor-Seite Aleksandar Pupovac mit Gelbrot vom Platz. Warum er diese Karte sah, kann ich nicht sagen. Ich habe es dummerweise nicht mitbekommen. Der Gäste-Anhang frohlockte angesichts des BFC-Überzahl-Spiels, doch deren Freude legte sich schnell wieder. Nur wenige Minuten später verließ ein BFCer mit Rot vorzeitig das Feld. Den Ellenbogencheck gegen Kwazi Boachie hinter dem Rücken des Schiedsrichters zeigte der Linienrichter an. Nun war wieder Gleichstand, und der BFC bemühte sich weiterhin um ein Tor, blieb aber harmlos. Gefährlicher waren da die Konter unserer Mannschaft. Fatih Aslan war auf und davon, spielte den Ball in den Lauf von Hakan Sankaya, der allerdings einen Tick zu spät kam, so dass der Keeper der Gäste den Ball noch wegschlagen konnte. Kurz später war es erneut ein Konter, erneut eingeleitet von Fatih Aslan, der sich diesmal allerdings eigensinnig in den Abwehrspieler des BFC festrannte anstatt den Ball quer auf die frei stehenden Hakan Cankaya oder Kwazie Boachie zu passen. So kam es wie es kommen wurde. Es wurde noch mal eng, nachdem sich Fatih Aslan nach einem groben Stürmerfoul eine Rote Karte abholte und duschen gehen konnte. Acht Feldspieler gegen neun, viel Platz auf dem grünbraunen Geläuf, mit dem keines der beiden Teams noch so richtig etwas anfangen konnten. Nach dem Schlußpfiff feierte unser Team noch eine Viertelstunde mit dem Vorstand und den Balljungen auf dem Platz diesen Sieg, während die Gäste-Anhänger und unter massiven Polizeibegleitung frustriert abzogen.
PRESSEMITTEILUNG ZUM OBERLIGA-SPIEL TÜRKIYEMSPOR - BFC DYNAMO
Der Nordostdeutsche Fußballverband hat die Oberliga-Begegnung zwischen Türkiyemspor Berlin und dem BFC Dynamo erneut als eine Partie mit besonderem Sicherheitsbedarf eingestuft. Daraus ergeben sich für diese Begegnung folgende vom Sicherheitsbeauftragten Türkiyemspors, Armagan Sahin, mitgeteilte Regelungen.
--- Einlaß erfolgt für beide Fangruppen getrennt.
--- Der Einlaß für die Gäste des BFC Dynamo wird über den Haupteingang Katzbachstraße erfolgen. Dafür stehen 3 Kassen zur Verfügung.
--- Türkiyemspor Fans werden gebeten ausschließlich den Eingang über die Dudenstraße zu nutzen.
--- Den Zuschauern wird geraten schon bei der Anreise einen Weg zu wählen, der nah an dem Eingang des entsprechenden Blockes gelegen ist. Für Türkiyemsporfans wird der U-Bahnhof Platz der Luftbrücke empfohlen. Für die Gäste die Station Yorckstraße. Da im Umfeld des Katzbachstadion keine ausreichenden Parkplätze zur Verfügung stehen, wird gebeten mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.
--- Den Gästen steht die Gegengerade zur Verfügung.
--- Türkiyemsporfans ist die Haupttribüne zugeteilt.
--- Im Stadion wird für die strikte Einhaltung der Blocktrennung gesorgt
--- Einlaß ist ab 12.00 Uhr
--- Der Vorstand Türkiyemspor teilt mit, das die Preise unverändert bei 6 Euro und 4 Euro ermäßigt bleiben. (Um in den Genuß des ermäßigten Preises zu gelangen ist ein Nachweis zwingend erforderlich)
--- In beiden Blöcken stehen getrennte Versorgungstände zur Verfügung. An diesen Ständen wird neben Softdrinks, Kaffee und Cay nur sog. "Light Bier" zum Ausschank kommen.
--- Das Mitführen von Flaschen ( auch PET-Flaschen) ist untersagt
--- Ebenso ist das Mitführen von pyrotechnischen Gegenständen, wie bei allen Spielen im Rahmen des Nordostdeutschen Fußballverbandes, nicht gestattet.
Türkiyemspor bittet alle Anhänger und Freunde des Vereins unser Team bei diesem wichtigen Spiel mit der Anwesenheit im Katzbachstadion zu unterstützen.
15.10.2006:
BFC PREUSSEN - TÜRKIYEMSPOR BERLIN 0:0
Türkiyemspor war heute zu Gast beim Tabellenletzten BFC Preussen. Wer nun geglaubt hatte, dass unser Team als Dritter der Oberliga den Gastgeber beherrschen würde, sah sich getäuscht. Türkiyemspor agierte von Beginn an viel zu umständlich, versuchte sein Glück durch die Mitte zu finden und scheiterte dabei immer wieder an der massiven Preussen-Abwehr. Nur wenn es seltene Flügel-Vorstöße - besonders über Kwazi Boazie auf links und Maurice Jacobsen über rechts - gab, kam ein Hauch von Gefährlichkeit auf, wobei aber große Möglichkeiten damit auch nicht heraus gespielt wurden. Anders der BFC Preussen: Eroberte sich seine Abwehr den Ball, ging es schnell und direkt in die Attacke. Gleich in der Anfangsphase geriet unser Keeper Marc Stillenmunkes in eine gefährliche Situation, die auch deshalb entstand, weil seine Vorderleute nicht konsequent genug klärten. Marc konnte gerade noch den Ball zur Ecke abwehren. Das allerdings war der einzige große Aufreger in dem Mittelfeld-Geplänkel, in dem Türkiyemspor ohne Ideen agierte und der BFC Preussen mit Abschlußschwäche.
In der 2. Hälfte sah es lange Zeit ähnlich aus, obwohl unser Trainer im zweiten Durchgang für den enttäuschenden Stürmer Cihan Firat den Strafraumspieler Orhan Sonar brachte. Erst in der Mitte der zweiten Hälfte wurde das Spiel lebendiger, nachdem für den bemühten aber unglücklich agierenden Hakan Senkaya der robuste Tamer Keskin eingewechselt wurde. Türkiyemspor drängte immer öfter gegen das Preussen-Tor, und die Konter der Gastgeber wurden seltener, aber nicht unbedingt ungefährlicher. Auch wurde das Match ruppiger. In der Schlußphase sah dann schließlich wieder ein Türkiyemspor-Spieler Rot. Diesmal erwischte es Verteidiger Erol Arslan, der bei einem Laufduell an der Außenlinie seinen Gegenspieler mit dem flachen Handrücken ins Gesicht "schlug". Dieser fiel auch gleich laut schreiend um, die nur drei Meter entfernte Trainerbank des BFC Preussen sprang laut rufend und gestikulierend auf und der direkt daneben stehenden SR-Assistent deutete seinem Schiedsrichter eine Tätlichkeit an. So spielte Türkiyemspor die letzten Minuten in Unterzahl und hatte dabei sogar noch eine Tormöglichkeit. Tomislav Zivic köpfte den Ball nach einem Freistoß knapp am Pfosten vorbei. Kurz danach erlöste der Schiedsrichter mich und die restlichen 132 zahlenden Zuschauer mit seinem Schlußpfiff.
01.10.2006:
TÜRKIYEMSPOR BERLIN - SV YESILYURT 2:0 (2:0)
Die Rückkehr ins Katzbach-Stadion hätte nicht schöner ausfallen können als mit einem Sieg über den SV Yesilyurt, der sich in dieser Saison bisher überraschend stark präsentierte. Das Spiel heute wurde in der 1. Hälfte von beiden Teams offensiv geführt, wobei der "Rasen" immer wieder den Ball zu tückischen Hüpfer veranlaßte, die die Spieler irritierten. Das Geläuf war somit gelinde gesagt schlichtweg miserabel und läßt erahnen, dass dieser "Rasen", der mehr braun als grün ist, nicht lange bespielbar sein wird. Beide Mannschaften hatten aber heute die gleichen Bedingungen für ihr Spiel, und machten zumindest in der 1. Hälfte das beste daraus. Torchancen gab es auf beiden Seiten zu Hauf zu sehen. Eine Flugparade unseres Keepers Marc Stillenmunkes verhinderte zuerst die YY-Führung, etwas später war es die Latte, die dem SV Yesilyurt sein Tor verwehrte. Die Latte treffen wollte aber auch Türkiyemspor, allerdings gelang dieses nur mit Hilfe eines Yesilyurt-Spielers, der einen Schuß an die Latte seines eigenen Tores abwehrte. Kwazi Boachie, heute von Beginn an in der Offensive zu finden, vergab eine Möglichkeit, als er einen Drehschuß aus fünf Meter am Tor vorbei zog. Fatih Aslan schließlich reichte es mit den vergebenen Chancen und zog aus 20 Meter ab. 1:0! Danach brodelte das Spiel weiter hin und her. Hakan Cankaya verzog frei vor dem YY-Keeper, aber auch die Offensivkräfte der Gäste scheiterten immer wieder ebenso an ihr Unvermögen. Einen Freistoß von rechts vor das Tor des SV Yesilyurt gezogen konnte letztendlich Aleksandar Pupovac in Abstauber-Manier aus Nah-Distanz zur 2:0-Führung einschießen. Somit fand diese muntere 1. Halbzeit vor 182 zahlenden Zuschauern einen schönen Abschluß.
Der zweite Durchgang hatte ein völlig anderes Gesicht. Yesilyurt drückte zwar, um den Anschlußtreffer zu erreichen, scheiterte aber immer wieder an der gut stehenden Abwehr von Türkiyemspor. Unsere Mannschaft hingegen verlegte sich nur noch auf wenige Konter, die aber oft fahrlässig ins Leere liefen. Mann hätte auch sagen können: Yesilyurt konnte nicht, Türkiyemspor wollte nicht. Eine ziemlich schlappe 2. Hälfte plätscherte ohne Aufreger dahin, bis der Schiedsrichter in der Schluß-Viertelstunde einen Elfmeter für Yesilyurt der Marke "Muß man nicht geben" pfiff. Doch die Chance für Cem Karakaya, den SV Yesilyurt wieder ins Spiel zu bringen, machte unser Schlußmann Marc Stillenmunkes zunichte. Wie im TeBe-Spiel parierte er auch heute den Elfer mit einer Faust. Danach ließen die Gäste die Köpfe hängen, und der eingewechselte Mariusz Misiura hatte dann sogar noch das 3:0 für Türkiyemspor auf dem Fuß, als er alleine vor dem YY-Torwart auftauchte. Doch er scheiterte an eben diesem.
Türkiyemspor ist nun wieder Tabellendritter, punktgleich mit dem BAK, der zeitgleich nur ein 2:2 gegen den FC Schönberg erreichte.
26.09.2006
RÜCKKEHR INS KATZBACHSTADION STEHT BEVOR
Heute war die Begehung des Katzbachstadions, die zu der Entscheidung führte, dass Türkiyemspor ab Sonntag wieder seine Heimspiele in diesem Ground durchführen kann. Zum Auftakt kommt am Sonntag um 14 Uhr der SV Yesilyurt, eine Mannschaft, die wie Türkiyemspor besser als erwartet in die Saison gestartet ist. Von daher wird es sicherlich ein interessantes Spiel. Nach zwei Niederlagen in Folge muß unsere Mannschaft sowieso bei uns Anhängern und auch im Eigeninteresse für Wiedergutmachung sorgen.
21.09.2006:
TÜRKIYEMSPOR BERLIN - GERMANIA SCHÖNEICHE 1:2 (1:2)
Ich kam eine halbe Stunde nach dem Anpfiff, und da waren schon alle Tore des Abends gefallen. Es bleibt mir also nur noch, das mir erzählte hier wieder zu geben. Der Gast ging innerhalb von 15 Minuten mit 2:0 in Führung, davon war ein Treffer ein herrlicher Freistoß. Ein Türkiyemspor-Freistoß sorgte für den Anschlußtreffer. Es war mal wieder Fatih Aslan, der als Freistoß-Spezialist den Ball mit solch einer Wucht unter die Latte setzte, dass nicht nur die Kugel im Netz zappelte sondern auch der Torwart von Germania Schöneiche. Der Rest des Spiels ist schnell erzählt. Die 108 zahlenden ZuschauerInnen sahen das schlechteste Türkiyemspor-Spiel seit langem. Kaum eine Torchance, und wenn Aufregung entstand, dann meistens bei einem Konter der geschickt agierenden Gäste. Unser Keeper Marc Stillenmunkes hatte jedenfalls mehr knifflige Situationen zu überstehen als sein Gegenüber. Die größte Chance zum Ausgleich hatte Mitte der 2. Hälfte Ante Balic, der aber vom Torwart am Schuß gehindert und dabei von den Beinen geholt wurde. Der Schiedsrichter pfiff, und während die Türkiyemfans schon jubelten angesichts eines Strafstoßes zückte der Schiedsrichter die Gelbe Karte gegen Ante Balic wg. Schauspielerei. Und da Ante schon Gelb hatte, folgte prompt die Rote Karte. Türkiyemspor war danach weiter bemüht, aber ungefährlich. Und der Gast vergab größte Konter-Möglichkeiten ziemlich überhastet. Bei mehr Konzentration der Schöneiche-Spieler hätte die erste Saisonniederlage für Türkiyemspor noch höher ausfallen können.
Nachdem Türkiyemspor unter der Woche im BFV-Pokal gegen einen Bezirksligisten raus geflogen ist (0:1 beim FCK Frohnau nach Verlängerung) ist das die zweite unerwartete Niederlage unseres Teams binnen kürzester Zeit. Wollen wir hoffen, dass es sich wieder fängt und zum Yesilyurt-Spiel - hoffentlich wieder im Katzbachstadion - zu gewohnter Stärke zurück findet.
17.09.2006:
BFV-POKALSPIEL VORGEZOGEN!
Das für den 3.10. angesetzte Pokalspiel unseres Oberliga-Teams gegen den FCK Frohnau ist auf den kommenden Mittwoch (20.09.06) vorgezogen worden. Zudem verzichtet Türkiyemspor auf sein Heimrecht. Daher findet das Spiel auf dem Sportplatz des FCK Frohnau statt (19.30 Uhr, Sportplatz an der Heidenheimer Str. 53).
13.09.2006:
FC HANSA ROSTOCK II - TÜRKIYEMSPOR BERLIN 1:1 (1:0)
Beide Teams begannen vor 140 zahlenden Zuschauern im Volksstadion die Partie sehr zurückhaltend und waren auf die eigene Defensive gedacht. So blieben Torchancen in den ersten Minuten absolute Mangelware. Unsere Mannschaft versteckte sich keineswegs, versuchte das Spiel zwischen die beiden Strafräume zu verlagern. Eine abgefälschte Flanke von Rostocker Sebastian Albert, die in der 25. Spielminute am Außennetz des Berliner Tores landet, ist die erste nennenswerte Offensivaktion von Hansa im Spiel. Die erste echte Möglichkeit landet dann im Berliner Tor. Nach einem Freistoss von Hansa-Spieler Anton Müller steigt sein Mannschaftskamerad Alexander Fogel zum Kopfball hoch, an den Ball kommt jedoch nur der Türkiyemspor-Verteidiger Ante Balic. Von seinem Kopf landet die Kugel im Tor (33.). Gleich nach diesem Treffer hatte Rostock eine gute Schusschance. Der Schockzustand von Türkiyemspor ist jedoch nur von kurzer Dauer. In der 38. Minute trifft Hakan Cankaya aus spitzen Winkel nach schöner Vorarbeit von Mariusz Misiura nur das Außennetz. Rostock hatte noch eine weitere Möglichkeit, dann war Halbzeit. Die zweite Hälfte begann unser Team forsch. Nach fünf gespielten Minuten begeht ein Rostocker ein ebenso unnötiges, wie grobes Foulspiel und kassiert dafür die rote Karte (50.). Doch die Überzahl der Gäste dauerte nicht lang. Nur ganze acht Minuten später muss Tomislav Zivic nach einem groben Foulspiel an der Außenlinie mit dem roten Karton vom Platz. Zahlenmäßig nun wieder ausgeglichen scheint unserer Mannschaft nun nicht mehr viel einzufallen. Dann wie aus heiterem Himmel heraus der 1:1 Ausgleich. Eine Flanke segelt durch den Strafraum, Hakan Cankaya kommt am langen Pfosten an den Ball und hat keine Mühe zum 1:1 einzuschieben. In den verbleibenden Minuten haben die Platzherren zwar einige Konteransätze, machen daraus jedoch viel zu wenig. In der Schlussminute dann noch einmal Glück. Eine Hereingabe von Erol Arslan verpasst der eingewechselte Orhan Sonar nur knapp. Es bleibt daher bei dem glücklichen Remis für die Rostocker.
02.09.2006:
TÜRKIYEMSPOR BERLIN - TENNIS BORUSSIA BERLIN 3:2 (1:1)
Manchmal beginnen Fußballspiele erst in der 2. Hälfte richtig. So war es auch heute im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Zwar bekamen die 378 zahlenden und mindestens 100 weiteren Zuschauer mit freien Eintritt im ersten Durchgang zwei Tore zu sehen, aber viel mehr auch nicht. TeBe ging schon in der 3. Minute nach mit 1:0 in Führung. Einer ihrer langen Kerls hatte den Kopf an der richtigen Stelle, und unsere Spieler, die mit den Gedanken noch was weiß ich wo waren, sahen sich verdutzt an. Doch danach kam Türkiyemspor besser ins Spiel, aber erfolgversprechendes gelang unserer Elf erst mal nicht, ebenso wenig wie den Gästen. Die Einwechslung von Fatih Aslan änderte dieses. Kurz vor dem Pausenpfiff zog er aus ca. Meter ab, und zur Überraschung aller ließ der TeBe-Keeper den Ball durch seine Hände gleiten. Plötzlich stand es 1:1, womit niemand gerechnet hatte, was aber dem müden Verlauf der ersten Hälfte eher gerecht wurde als eine Führung für TeBe oder Türkiyem. Aber wie schon angedeutet wurde der zweite Durchgang um einiges besser. Zum einen lag es an der offensiven Spielweise, die beide an den Tag legten, zum anderen an dem Schiedsrichter aus Rostock, der auf einmal festzustellen schien, dass er auch Karten dabei hatte. Es begann mit zwei großen Möglichkeiten für Türkiyemspor. Maurice Jacobsen setzte sich auf der linken Seite durch und konnte noch im letzten Moment an dem Schuß auf das Tor gehindert werden. Eine Minute später wurde Mariusz Misiura im letzter Sekunde gestoppt. Dann, wieder wenig später, war der TeBe-Hüne Nenad Vukovic zur Stelle und köpfte nach einer Ecke zur erneuten TeBe-Führung ein. Danach verursachte der eingewechselte Tamer Keskin auch noch einen Foulelfmeter. Michael Fuß lief an, doch unser Keeper Marc Stillenmunkes parierte den Schuß mit einer Faust. Der Nachschuß wurde auch verhindert, und ein anschließendes Gerangel vor dem Kasten brachte dem Tennis Borussen Nenad Vukovic die Rote Karte ein. Nun setzte Türkiyem-Trainer Jürgen Görlitz auf die Offensive und rief den sich warm laufenden Stürmer Cihan Firat zu sich. Doch noch bevor er ihn einwechseln konnte, sah unser Mittelfeldspieler Aleksandar Pupovac Rot für ein Foul (mit beiden Beinen in den Gegner). Nun hatten wir wieder einen personellen Gleichstand. Für den Tore-Gleichstand sorgte nur wenig später erneut Fatih Aslan, als er einen Freistoß aus gut 25 Meter direkt verwandelte. Nun war es ein gutklassiges Oberliga-Spiel mit leichtem Türkiyemspor-Übergewicht. Tennis Borussia schien nach dem Ausgleich die Ideen auszugehen und die TeBe-Fans hörten auf zu singen. Die einzige Chance für TeBe war noch Micha Fuß vorbehalten, der nach einer Eingabe fünf Meter vor unserem Kasten am Ball vorbei segelte. Türkiyemspor zeigte mehrere gefällige Angriffe, nur im Abschluß haperte es immer wieder. Cihan Firat vertendelte ebenso wie Hakan Cankaya immer wieder den Ball. Wenige Minuten vor dem Schlußpfiff aber war es soweit: Es war ein erneuter schnell vorgetragener Angriff unserer Mannschaft, in dem jeder den Ball zu dem anderen schob, so nach dem Motto "Ich will nicht, schieß Du!". Bis der Ball halblinks zu Tamer Keskin kam, der ihn nicht weitergeben konnte, weil links von ihm niemand mehr war. Daher zog er einfach selber ab, und die Türkiyem-Community war aus dem Häuschen.
Der Schiedsrichter zeigte noch zwei Minuten Nachspielzeit an. Als einer unserer Besten, Kwazie Boachie einem zu lang geratenen Ball in Richtung TeBe-Strafraum hinterherrannte und an der Außenlinie im Zweikampf den TeBe-Verteidiger beim Versuch, den Ball noch zu erwischen, foulte (eine Situation, wie man sie immer wieder auf allen Plätzen der Welt erlebt und normalerweise mit Freistoß für den Verteidiger geahndet wurde), drohte die Situation völlig unnötig zu eskalieren. Der Schiedsrichter hatte schon Freistoß gepfiffen, da stand der TeBe-Verteidiger auf und stieß Kwazie von hinten um. Danach gab es keine sonderlich große Dramatik. Die beiden Spieler vertrugen sich gleich wieder, gaben sich dann auch die Hand. Doch der Schiedsrichter wollte seine Macht zeigen und zückte die Karten. Gelbrot für Kwazie Boachie für ein Allerweltsfoul mit anschließender Entschuldigung, Rot für den TeBe-Verteidiger. Eine Minute später war das Spiel zu Ende. Ein bißchen mehr Fingerspitzengefühl hätte man dem Schiedsrichter schon gewünscht. Aber Fingerspitzengefühl ist anscheinend nicht mehr gefragt.
Der Schiedsrichter war auf der anschließenden Pressekonferenz kein Thema. Stattdessen sagte der TeBe-Trainer, dass er niemals gedacht hätte, dass Türkiyemspor dieses Spiel gewinnen könne. Vielleicht war es diese Arroganz, die Türkiyemspors Sieg ermöglichte. Türkiyemspor-Trainer Jürgen Görlitz hingegen war zufrieden. Sein bester Satz: "Zum Glück haben wir einen Fatih Aslan, der weiß, wie man aus weiter Entfernung den Ball ins Tor bringt."
30.08.2006:
BFV-POKAL BLAU-WEISS BEROLINA MITTE - TÜRKIYEMSPOR BERLIN 1:5 (1:1)
In der 1. Hälfte konnte Berolina das Spiel gegen unsere ersatzgeschwächte Mannschaft vor ca. 150 Zuschauern noch offen gestalten. Der Gastgeber ging durch einen umstrittenen Elfer (so erzählte es mir jedenfalls Ingmar, denn ich war etwas zu spät beim Spiel) in Führung, Kwazie Bochie glich mit einer Flanke, die zufällig im Tor landete aus. In der zweiten Hälfte tauchte Orhan Sonar frei vor dem Keeper der Gastgeber auf und verwandelte sicher, danach schloß Fatih Aslan einen Sturmlauf auf der rechten Seite mit einem herrlichen Schuß in den Winkel zum 3:1 ab. Kwazie Boachie erzielte mit einer technisch perfekten Einzelaktion das 4:1, und zum 5:1 traf Cihan Firat.
Türkiyemspor trat mit einem Reserve-Team an. Im Tor stand unser türkischer U-18-Keeper Inanc Cakin, Cemal Can, Ahmet Öztürk und Fatih Aslan organisierten die Abwehr, im rechten Mittelfeld ackerte Tamer Keskin und im Sturm war neben Orhan Sonar und Cihan Firat selbst Senol Uyar von den 2. Männer aufgestellt, der auch das ganze Spiel durchspielte. Als Stammspieler von den 1. Männern waren neben Kwazie Boachie nur Erol Arslan und Cihan Dogan auf dem Platz. Als Auswechselspieler kam in der zweiten Hälfte der vierte Torwart Sadik Falci (Torwart der 2. Männer) als Feldspieler für Kwazie ins Spiel. Er machte - wie auch Senol Uyar - seine Sache gegen den Bezirksligisten aus Mitte ganz ordentlich.
27.08.2006:
TÜRKIYEMSPOR BERLIN - MSV NEURUPPIN 2:1 (1:0)
Das erste "Heimspiel" unserer Mannschaft fand vor 175 Zuschauern im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark statt. Gegner war der MSV Neuruppin, eine Mannschaft, die bisher für sich noch keinen Sieg verbuchen konnte und somit zur Zeit auf dem vorletzten Tabellenplatz steht. Und auch heute sah es lange so aus, als würde der Gast untergehen. Türkiyemspor spielte von Beginn an auf Angriff und kam schon in der 2. Spielminute zum ersten Torerfolg. Kwazi Boachie hatte sich auf der rechten Seite wunderschön durchgesetzt und flankte von der Grundlinie in den Rückraum auf Aleksandar Pupovac, der keine Mühe hatte, den Ball im Netz zu versenken. Auch danach zeigte unsere Mannschaft das durchweg durchdachtere Spiel, wobei Kwazi Boachie sich mehrfach als gefährlicher Vorbereiter zeigte. Dieser junge Spieler, der letze Saison noch in der A-Jugend von Hertha 03 Zehlendorf spielte, ist in der Oberliga angekommen. Türkiyemspor vergab in einer überzeugend geführten ersten Hälfte zahlreiche Großchancen. Cihan Dogan scheiterte ebenso am Neuruppiner Keeper wie danach Hakan Cankaya. Auch in der 2. Hälfte war zuerst Türkiyemspor das dominierende Team. Mariusz Misiura vergab gleich zwei große Einschußmöglichkeiten, und Hakan Cankaya scheiterte mit seiner zweiten Torchance. Die dritte aber nutzte er mit etwas Glück zur völlig verdienten 2:0-Führung für Türkiyemspor. Danach ließ sich unsere Mannschaft allerdings wieder einmal unverständlich weit zurück fallen, so dass die bis dahin chancenlos agierenden Gäste besser ins Spiel kamen. Türkiyemspor versuchte zu kontern, was von den Gästen das eine oder andere Mal nur durch Fouls an die los sprintenden Türkiyem-Kicker verhindert werden konnte. Das mußte besonders Kwazi Boachie mehrfach erfahren.
Cihan Dogan, der für Ergün Pinarbasi den Platz verlassen mußte, ging in Richtung Trainerbank schimpfend in die Kabine. Später kam noch Ahmet Öztürk, und auch der glücklos agierende Mariusz Misiura mußte für den Jungstürmer Orhan Sonar den Platz räumen. Nach dem 2:1-Anschlußtreffer durch ein Drehschuß des Gäste-Spielers Enrico Hinzer aus ca. 10 Meter, der sich zur Überraschung unseres Keepers Marc Stillenmunkes in das lange Eck des Tores senkte, wurde das Match in den letzten 10 Minuten nickliger. So war der Schlußpfiff des Schiedsrichter für alle eine Erlösung, denn Fußball kam nicht mehr so recht zustande. Der Ball wurde nur noch hoch in die jeweilige Strafraumnähe geschlagen, mit dem die als Empfänger gedachten Mitspieler nichts anfangen konnten. So ein Gekicke sollte man doch schnell beenden, was der Schiedsrichter dankenswerter weise dann auch tat
Die Türkiyemspor-Spieler feierten den Sieg auf dem Platz, als hätten sie den Aufstieg in die Regionalliga geschafft. Es sei ihnen gegönnt. Hoffentlich können wir noch oft solche Feiern auf einem satten Grün erleben.
Das Nachholspiel gegen Tennis Borussia Berlin findet am nächsten Samstag (2.9.2006) um 14 Uhr erneut im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark statt. Und am Mittwoch trifft unsere Mannschaft im vorgezogenen Pokalspiel auf Berolina Mitte (19.30 Uhr, Auguststraße).
23.08.2006:
SPIEL GEGEN NEURUPPIN IM FRIEDRICH-JAHN-SPORTPARK
Nun ist es amtlich: Das Spiel gegen den MSV Neuruppin findet am Sonntag um 16 Uhr im Jahn-Sportpark statt.
22.08.2006:
TÜRKIYEMSPOR MUSS AUF SEIN HEIMRECHT VERZICHTEN!
aus dem heutigen Videotext des RBB:
Oberligist Türkiyemspor darf keine Heimspiele im Katzbachstadion austragen. Wie der Verein mitteilte, hat das BezIrksamt Friedrichshain-Kreuzberg die Spielstätte bis zum 30. September gesperrt. Grund seien unsachgemäß ausgeführte Rasenarbeiten. Ob das Spiel am Sonntag gegen Neuruppin stattfindet, soll am Mittwoch geklärt werden. Ein Tausch des Heimrechts lehnte Staffelleiter Bernd Wusterhausen ab.
Es kotzt mich so was von an, dass dieses bescheuerte Sportamt einen ganzen Sommer lang gepennt hat. Wahrscheinlich hatten die Platzwarte Urlaub oder waren voll gedröhnt mit Bier oder Schnaps, dass sie nicht geschnallt haben, was auf dem Platz passiert.
Der Rasen ist hin, eine Seite des Platzes ist grün, die andere braun und mit Sand verschönert. Dazu wunderbare Treckerspuren auf der Spielfläche. Lt. Manager Fikret Ceylan muß der gesamte Rasen neu angepflanzt werden (Rollrasen?). Ob dieses bis zum Ende September erfolgreich zu Ende geführt werden kann, ist fraglich. Bernd Wusterhausen, der heute den Platz besichtigt hat, soll gesagt haben, das er so etwas noch nie gesehen hat.
Ich könnte heulen vor Wut. Die erste Saisonvorbereitung unserer Mannschaft auf Rasen (dank dem BA Treptow/Köpenick) seit vielen Jahren - was wir uns immer als optimale Vorbereitung für unsere Oberliga-Elf gewünscht hatten - , und dann nimmt man uns unsere Rasenspielfläche. Fikret Ceylan sucht nun einen Ersatzplatz und plant, am Sonntag um 16 Uhr im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark gegen Neuruppin spielen zu lassen. Ausgerechnet in diesem meinem Hass-Stadion. Das verzeihe ich dem Sportamt Friedrichshain/Kreuzberg nie!
20.08.2006:
TORGELOWER SV GREIF - TÜRKIYEMSPOR BERLIN 0:1 (0:0)
Hier nur ein Kurzbericht von unserem zweiten Punktspiel dieser Saison. Dieser fällt aber positiv aus, denn Türkiyemspor war in Torgelow das klar bessere Team mit mindestens fünf hochkarätigen Torchancen, während die Gastgeber lediglich zu einer Möglichkeit kamen und ansonsten überraschend schwach spielten. In der 78. Minute erzielte schließlich unser polnischer Neuzugang Mariusz Misiura den Treffer des Tages. Lt. RBB-Video-Text waren 800 Zuschauer Zeugen des Türkiyemspor-Siegs.
Hier ein O-Ton eines Torgelow-Fans (aus dem NOFB-Forum):
"Man, so ein blödes Spiel habe ich von Torgelow schon lange nicht mehr gesehen. Der Trainer Märzke im Vorfeld: "Ganz klar, wir haben ein Heimspiel und das wollen wir gewinnen." und "Wir müssen vor allem körperlich dagegenhalten, das mögen sie nicht."
Und ich sage: Wer hat uns denn den vorbeigeschickt, ich mag seine Spieltaktik nicht!!!!
In Halbzeit 1 hätten die Berliner ja bald 5:0 geführt. Hatten aber irgendwie Pech. Durch zwei Einwechslungen haben wir bei uns in Halbzeit 2 umgestellt, es wurde auch etwas ruhiger. Aber dann in der 78.?? Minuten 0:1 für Türkiyemspor. Na Prima! Das war es dann....
Ich habe den Eindruck, mehr als mitspielen war bei uns nicht. Keine Ideen, kein dagegenhalten, Fehlpässe zu hauf ....
Ich bin echt bedient. 3 Spiele, 3 Punkte. Keine Ansage der Zuschauer (695????), Schlechtestes Spiel!!!"
05.08.2006:
LICHTERFELDER FC - TÜRKIYEMSPOR BERLIN 2.2 (0:2)
Heute wurde es ernst. Nach Testspielen gegen unterklassige Gegner mit zahlreichen Türkiyemspor-Spielern mußte unser Team nun gegen den ersten Oberliga-Gegner ran. Wobei unser eh nicht gerade üppig besetztes Team sehr geschmälert auflief. Die beiden polnischen Spieler Bartosz Partyka und Mariusz Misiura waren noch nicht spielberechtigt, Serkan Birtane hat sich wohl doch in die 2. Liga der Türkei verabschiedet, und Angreifer Orhan Sonar bekam vom Verband keine Spielerlaubnis, da seine Aufenthaltserlaubnis kein halbes Jahr mehr gültig ist. Der Junge lebt seit 10 Jahren in Berlin, spielt hier seit der D-Jugend Vereinsfußball und war sogar in der Berliner Auswahl, und muß nun auf der Bank sitzen, weil ein bescheuertes Ausländerrecht im NOFV ihm verbietet, mitzukicken. Und das, obwohl seine Aufenthaltserlaubnis noch gültig ist, und er am Montag eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis erhalten wird. Im Grunde. Hier müßte unser Verein einmal nicht nur energisch protestieren sondern auch das Ganze mal rechtlich hinterfragen lassen.
Trotz dieser personellen Ärgernisse begann unser Team vor 228 zahlenden Zuschauern recht druckvoll. Man merkte aber Türkiyemspor an - wie übrigens auch dem Gastgeber - dass die Jungs noch nicht aufeinander eingespielt sind. Es gab viele unnötige Ballverluste auf beiden Seiten, doch Türkiyemspor bewies trotz der noch spielerischen Mängel den energischeren Drang zum Tor. In der Mitte der ersten Hälfte war es soweit: Unser neuer Jungsporn von Hertha 03, Kwazi Boachie flankte wunderschön von links hoch in den Strafraum und Fatih Aslan köpfte den Ball vorbildlich in die Maschen. Und nur wenig später war es ein zentraler Paß auf Hakan Cenkaya, der den Keeper des Lichterfelder FC zu einem Vorstoß zwang, bei dem er nicht den Ball, aber dafür Hakan erwischte. Hakan blieb verletzt liegen, der Keeper sah Gelb, und Fatih Aslan verwandelte schließlich den fälligen Elfmeter zur 2:0-Führung. Noch vor der Pause verschoß Fatih Aslan frei vor dem LFC-Keeper bei einem Überzahl-Angriff, und Hakan Cankaya scheiterte alleine vor dem gegnerischen Tor am Torwart der Gastgeber. Türkiyemspor hätte zur Pause 3:0 führen müssen, zumal die Lichterfelder nach dem 2:0 sehr verunsichert wirkten.
Das änderte sich in der 2. Hälfte. Türkiyemspor zog sich unverständlich weit zurück in die eigene Hälfte und ließ den LFC kommen. Und der kam immer gefährlicher. Türkiyemspor verzichtete nahezu auf eigene Angriffe und versuchte, diesen Vorsprung zu verteidigen. Dass das nicht gut gehen kann (und den Freunden des schönen Fußball zuliebe eigentlich auch nicht gut gehen darf), konnte man heute wieder exemplarisch sehen. Die ersten gefährlichen Attacken der Gastgeber wurden noch abgewehrt oder vom guten Marc Stillenmunkes entschärft. Doch letztendlich lud unsere Mannschaft den Lichterfelder FC praktisch zum angreifen ein. So wurde nach einer schönen Kombination der Gastgeber und einer an und für sich guten Abwehr von Marc Stillenmunkes der Nachschuß doch noch zum 1:2 genutzt. Und auch danach passierte auf Türkiyemspor-Seite nicht viel. Cemal Can, erst seit einer Woche im Training, wurde für den glücklos agierenden Aleksandar Pupovac in den Sturm eingewechselt, konnte aber auch nichts entscheidendes bewegen. Dann kam Tamer Keskin, auch erst seit ein paar Tagen im Training, für den ackernden, aber ausgelaugten Ahmet Öztürk. Die Türkiyemspor-Fans fragten sich nun, warum nicht ein richtiger Stürmer eingewechselt wurde, um die Abwehr zu entlasten. Schließlich stand noch Cihan Firat zur Verfügung. Es kam jedenfalls wie viele schon befürchteten: In der Schlußminute erzielte der LFC per unhaltbaren Sonntagsschuß aus 18 Metern in den Dreiangel den nicht mal unverdienten Ausgleich.
Für ein Saisonauftaktspiel zweier Vereine ohne große Ambitionen nach oben war es heute trotz aller Unzulänglichkeiten ein flottes Match mit einem Unentschieden, über das sich der LFC freute, während die Türkiyemspor-Spieler wütend in der Kabine verschwanden.
03.08.2006:
WEITERE ZUGÄNGE:
Hier noch zwei weitere Spielerzugänge:
Tomislav Zivic (Abwehrspieler vom BAK) und Mariusz Misiura (von Swit Nowy Dwor Marzowiecki, 2. Liga Polen), ein Mittelfeldspieler. Auch Tamer Keskin war heute beim Training und dürfte diese Saison wieder mit dabei sein.
01.08.2006:
Spielerkader 2006/07:
Ich stelle hier nun unser neues Oberliga-Team vor, soweit ich es heute veröffentlichen kann:
Im Tor stehen Marc Stillenmunkes (auch letztes Jahr bei Türkiyemspor) und Ibrahim Bolu (gekommen von Tennis Borussia). Dazu kommt gelegentlich als dritter Keeper der A-Jugend-Torwart Inanc Kamil Cakin (von Viktoria 89), ein Torwart der Berlin-Auswahl. In erster Linie soll Inanc aber der A-Jugend zur Verfügung stehen.
Die weiteren Neuzugänge sind:
Bartosz Partyka (von Lok Stendal), Kwazi Boachie (von Hertha 03 Zehlendorf), Ümit Altindag (von Hürtürkel), Maurice Jacobsen (vom BAK), Hüseyin Gül (ebenfalls vom BAK), Cihan Firat (vom 1. FC Union II), Aleksandar Pupovac (von den Reinickendorfer Füchsen) und Hakan Cankaya (vom BFC Preussen). Es wird mit Sicherheit noch ein polnischer Spieler dazukommen, der auch schon mittrainiert. Am "interessantesten" ist für mich der Spieler mit den Namen Armin Hartmann. Er hat bisher kein Fußball in Vereinen gespielt sondern kommt vom "Thai-Boxen" (kein Scherz!). Seine Einsätze dürften spannend werden.
Von den "alten" Spielern sind uns neben Stillenmunkes Fatih Aslan, Cemal Can, Ante Balic, Ahmet Öztürk, Orhan Sonar, Erol Arslan, Cihan Dogan und evtl. Serkan Birtane geblieben.
Dieses ist im großen und ganzen der aktuelle Kader, Veränderungen sind aber bei Türkiyemspor immer möglich.
Am Donnerstag (3.8.06) gibt es um 17 Uhr eine Pressekonferenz unseres Vereins auf der Willi-Sänger-Anlage (Köpenicker Landstraße). Für die, die mehr Infos wollen.
28.07.2006:
Turnier beim SC Gatow
Zum 75jährigen Vereinsjubiläum des SC Gatow veranstaltet die Verbandsliga AG am morgigen Samstag, den 29.07.2006 am Sportplatz "Am Weiten Blick" ein Event aus Sport und Show. In einem Turnier spielen ab 12 Uhr in Gruppe 1 die Verbandsligaauswahl Berlin, die Spandauer Auswahl sowie die Mannschaft des SC Gatow und in Gruppe 2 Türkiyemspor Berlin, BFC Alemannia 90 Wacker und das Cash Point Team. Die Gruppensieger bestreiten dann zum Abschluss des sportlichen Teils so ca. gegen 18.15 Uhr das Endspiel. Davor treffen um 17 Uhr Gatows Senioren in einem Einlagespiel auf eine Spandauer Senioren Auswahl. Voraussichtlich werden die Gatower dabei durch den Weltmeister von 1990, Uwe Bein, sowie Michael Rummenigge verstärkt. Auf der Anlage wird es mehrere Stände geben, und für das musikalische Rahmenprogramm wird ein großer Showbühnentruck mit Live-Acts und DJ Sascha eingefahren. Ausklingen wird die Veranstaltung dann mit "open-end" im Clubhaus und auf den Terrassen.
26.07.2006:
Testspiel Türkiyemspor - Nordberliner SC (Landesliga) 7:0 (3:0)
Das Testspiel gegen den Landesligisten Nordberliner SC endete standesgemäß. Hakan Cankaya traf zwei mal und Cihan Dogan ein mal. In der zweiten Hälfte erhöhten dann Ahmet Öztürk sowie zwei Spieler, bei deren Namen ich mir nicht mehr sicher bin bzw. ich sie nicht in Erfahrung bringen konnte.
24.07.2006:
Nächstes Testpiel
Türkiyemspor spielt am kommenden Mittwoch um 19 Uhr auf der Willi-Sänger-Anlage gegen den VfB/Einheit zu Pankow (Landesliga).
22.07.2006:
Testspiel Türkiyemspor - BSV Hürriyet (Landesliga) 5:0 (4:0)
Gegen den Verbandsliga-Absteiger Hürriyet war Türkiyemspor heute klar überlegen. Über die gesamten 90 Minuten beherrschte unsere Mannschaft das Geschehen auf dem Platz. Die Tore erzielten Fatih Aslan zum 1:0, Cihan Firat (mit einem Hattrick noch vor der Pause schraubte er das Zwischenergebnis auf 4:0 hoch) und im zweiten Durchgang der eingewechselte Cem Efe. Cem kam vom BAK und wird sicherlich eine Verstärkung für unsere Mannschaft. Wichtig bei solchen Spielen gegen unterklassigen Gegnern sind für mich von daher in erster Linie nicht das Ergebnisse sondern die Personalien. So kann z. B. das Bleiben von Ante Balic bei Türkiyemspor vermeldet werden, was auch eine wichtige Entscheidung für unsere Mannschaft ist. Ante spielte heute einen souveränen Part. Weitere neue und interessante Spieler sind auf dem Platz gewesen. Inwieweit diese aber bei Türkiyemspor anheuern wird die Zukunft zeigen. Einige andere Spieler wie Cihan Dogan und Maurice Jacobsen nahmen heute eine Auszeit, werden aber sicherlich morgen beim Spiel gegen den Verbandsligisten Spandau 06 (10.30 Uhr, Willi-Sänger-Anlage) wieder mit dabei sein.
16.07.2006:
Testpiel Türkiyemspor - VfB Hermsdorf (Verbandsliga) 2:1 (0:0)
Gestern verlor unsere Mannschaft ihr Testspiel gegen den Verbandsligisten Lichtenberg 47 überraschend klar mit 1:6. Heute nun stand gegen den VfB Hermsdorf Wiedergutmachung auf dem Programm, doch zumindest in der 1. Hälfte hatte das Spiel ein schwaches Niveau. Nur eine klare Torchance konnte verzeichnet werden, und die hatte Türkiyemspor-Stürmer Orhan Sonar mit einer Direktabnahme, die gegen die Querlatte donnerte. In der 2. Hälfte wurde es lebhafter, auch weil der Gast aus dem Norden unserer Stadt den dritten schweren Abwehrfehler unseres Teams zur 1:0-Führung nutzen konnte. Erst in den letzten 25 Minuten des Spiels drehte Türkiyemspor auf. Die größte Chance hatte erneut Orhan Sonar. Der gute Torhüter der Hermsdorfer konnte einen Fernschuß von Erol Arslan nicht festhalten und Orhan stand - den Ball auf dem Fuß - frei vor dem am Boden liegenden Keeper, schoß diesen aber nur an statt den Ball im Netz zu versenken. Daß Orhan Sonar mit seiner dritten Möglichkeit dann doch der ersehnte Ausgleich-Treffer gelang, war schließlich mehr als berechtigt. In der Schlußphase hatte Türkiyemspor mehr Drang zum gegnerischen Tor als die ausgepumpten Gäste, so dass schließlich in der 85. Minute doch noch der Siegtreffer fiel. Torschütze war Aleksandar Pupovac, ein hoch gewachsener Spieler von den Reinickendorfer Füchsen, der während der gesamten Partie in der Abwehr agierte und nur bei Standards mit in die Offensive ging, wo er für etwas Unruhe sorgte. Sehr gut gefallen hat auf der rechten Außenbahn Neuzugang Maurice Jacobsen, der besonders in der ersten Hälfte leider viel zu wenig angespielt wurde. Cihan Dogan wurde im Spielverlauf immer munterer, und der in der 80. Minute für Orhan Sonar eingewechselte Cihan Firat - von 1. FC Union II gekommen - sorgte für frischen Angriffswirbel. Der für mich erfreulichste Neuzugang heißt Gökhan Cetintas, der vom SV Tasmania-Gropiusstadt gekommen ist und in der Türkiyemspor-Jugend das Fußball-Spielen erlernt hat. Gökhan wurde einst mit unserer D-Jugend (damals mit dabei die heute noch bei uns kickenden Ahmet Öztürk, Tamer Keskin und Orhan Sonar) Berliner Pokalsieger.
Es war heute kein überragendes Spiel unserer Mannschaft, aber immerhin eine Steigerung gegenüber dem, was sie gestern gegen Lichtenberg gezeigt hatte. Warten wir mal ab, was Trainer Jürgen Görlitz mit seinem Co- und Torwart-Trainer Eric Meißner aus diesem Team bis zum Saisonstart machen kann.
Ach ja, fast vergessen: Ibrahim Bolu ist als zweiter Torwart wieder bei Türkiyemspor.
09.06.2006:
Die erste Neuverpflichtung kann vermeldet werden:
Mittelfeldspieler Maurice Jacobsen (22) ist vom Berliner AK 07 zu Türkiyemspor gewechselt. Der beidfüßige Spieler war vorher bei den Reinickendorfer Füchsen und danach beim BFC Dynamo. Herzlichen Willkommen!