Schülerbefragung zum Thema: Fehler in der Schule |
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Sicherlich kann sich jeder an seine eigene Schulzeit erinnern und wie unangenehm die Einsicht war, Fehler gemacht zu haben oder die Angst davor, Fehler zu begehen. Nicht selten waren Fehler peinlich – besonders dann, wenn sie z. B. durch den Lehrer dem Rest der Klasse kund getan wurden und diese möglicherweise in schallendes Gelächter ausbrach. Jeder verbindet andere Dinge und Gefühle mit sogenannten Fehlern, so dass es nahezu unmöglich ist, eine allgemeingültige Definition zu finden, was Fehler in einem Menschen hervorrufen oder die Konsequenzen aufzuzeigen, die Fehler für den Einzelnen mit sich bringen. |
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Aus diesem Grund war es für mich interessant herauszufinden, was gerade Schüler in der heutigen Zeit mit Fehlern in Verbindung bringen und wie sie mit eigenen, bereits begangenen Fehlern umgehen. Wie sich nach meiner Umfrage unter insgesamt 39 Schülern herausstellte, rufen Fehler bei dem überwiegenden Teil der Befragten ausschließlich negative Gefühle hervor. Die Befragung wurde freiwillig in einer 7. und 9. Klasse einer Gesamtschule durchgeführt, ebenso wie in der VZ 11 und VZ 12 der Berufsschule. |
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Prägnant ist, dass Fehler größtenteils auf den schulischen Bereich und dort meistens auf die Schwerpunkte Rechtschreibung und Grammatik bezogen wurden. So lauteten viele Antworten auf die Frage, was spontan zum Begriff „Fehler“ einfällt und was Fehler für den Einzelnen sind – „... ein Wort falsch zu schreiben“ oder „... schlechte Noten im Diktat“. Das folgende Diagramm zeigt, was die befragten Schüler spontan mit dem Begriff Fehler verbinden. |
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In meiner schriftlichen Befragung war es für mich auch wichtig herauszufinden, welche Gefühle Schüler mit Fehlern verbinden. Neben negativen Gefühlen wie Wut, Frust und Enttäuschung kam nur einer der Befragten zu der Erkenntnis, trotz dieser negativen Gefühle Fehler als Dinge sehen, aus denen man schlau wird bzw. lernen kann und von daher auch positive Gefühle hervorrufen. Ebenso wurden Peinlichkeit, Unzufriedenheit und Traurigkeit genannt, die durch Fehler hervorgerufen werden. Erstaunlicherweise wurde Angst häufig genannt, sowohl davor, wieder Fehler zu machen, als auch vor den Konsequenzen, die Fehler mit sich bringen. Aufgrund dieser eindeutig negativen Gefühlseinstellung gegenüber Fehlern sollte anregt werden, darüber nachzudenken, wie insbesondere in der Schule dem Schüler beigebracht werden kann, mit „gemachten“ Fehlern umzugehen. Dies kann meiner Meinung nach erstens dazu beitragen, Fehler als positiven Ansatz zu sehen, Dinge besser zu machen und zweitens dem Schüler die Angst zu nehmen, in Zukunft andere Fehler zu begehen. |
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Viele der Befragten unterschieden zwischen „großen“ und „kleinen“ Fehlern. Zu den kleinen Fehlern zählten überwiegend die, die man in der Schule macht, aber dennoch Angst und Peinlichkeit hervorrufen. Als viel schwerwiegender wurden aber die Fehler erachtet, die als „nicht – wieder – gut – machbar“ gelten und häufig im außerschulischen Bereich, sprich auf dem privaten Sektor liegen. So wird oft eine gewisse Reue erkennbar, wenn man einen Freund oder ein Familienmitglied belogen oder beleidigt hat. Von daher wird ersichtlich, dass sich die Tragweite eines Fehlers oder dessen Gewichtigkeit meistens auf die Konsequenzen beschränkt, die der begangene Fehler mit sich bringt. |
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Auf die Frage, wie die Schüler auf Fehler reagieren würden, die andere gemacht haben, antworteten alle, dass sie denjenigen weder auslachen noch bestrafen würden. Vielmehr ist eine Bereitschaft erkennbar, demjenigen zu helfen und mit dem Betroffenen darüber zu reden. Umso verwunderlicher scheint mir, dass trotz der eigenen positiven Bereitschaft die Schüler Angst davor haben, selbst Fehler zu begehen. Erklärbar scheint mir diese Angst allerdings dadurch, dass viele der Befragten erlebten, wie Erwachsene oder Ältere auf gemachte Fehler reagieren. Nicht selten wurde genannt, dass mit Bestrafung, Desinteresse, Tadel oder „Besserwisserei“ seitens der Erwachsenen zu rechnen sei. Aber nicht nur negative Reaktionen der Erwachsenen sind erkennbar. Auch Hilfsbereitschaft und gute Ratschläge sind als Reaktion auf Fehler zu verbuchen. Dass diese Dinge weitaus hilfreicher dabei sind, mit Fehlern umzugehen – das erkennen auch die Befragten. Darum denke ich, dass dies der Grund dafür ist, selbst hilfsbereit sein zu wollen, wenn andere Fehler machen. Wie bereits eingangs erwähnt sah nur einer der befragten Schüler einen positiven Aspekt in gemachten Fehlern – nämlich den, daraus lernen zu können. |
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Erst am Ende meiner Befragung ging ich auf die folgenden Redewendungen ein: „Aus Fehlern wird man schlau“ und „Aus Fehlern lernt man“. Dazu wollte ich von den Befragten wissen, ob sie diese Sprichwörter als zutreffend empfinden. An diesem Punkt erst gelangten alle zu der Einsicht, dass Fehler nicht immer nur negative Konsequenzen mit sich bringen müssen, sondern auch hilfreich sind, gleiche Fehler in Zukunft nicht nochmals zu begehen. Abschließend bleibt zu erwähnen, dass alle befragten Schüler Fehler als natürlich erachten, nicht zuletzt deswegen, weil jeder Mensch, einschließlich Erwachsene, Fehler hat und macht. Jeder der Befragten kam zu dem Schluss, dass es langweilig wäre, wenn niemand Fehler machen würde. Erstellt von: Samira |