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Rassebeschreibung |
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Rauhaardackel, wie er heute ist |
Rauhaardackel vor über 100 Jahren und mehr |
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Anhand der oben
gezeigten Abbildungen, sieht man, wie der Rauhaardackel sich im Laufe der
Jahre verändert hat. Wurden damals Tiere mit gewölbtem Rücken und längeren
Beinen gezüchtet, so entspricht dies heute nicht mehr dem Rassestandart des
Rauhaardackels. Durch das 'anzüchten' des geraden, längeren Rückens und der
kürzeren Beine tritt aber vielfach auch die berühmte 'Dackellähme'
(Bandscheibenvorfall) auf, die dem Tier große Schmerzen bereitet und zur
vollkommenen Lähmung der hinteren Extremitäten führen kann. |
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Der Rauhaardackel
ist von niedriger, kurzläufiger, langgestreckter Natur; ist muskulös und hat
einen klugen Gesichtsausdruck. Er erscheint weder wieselartig noch schmächtig
und ist in seiner Bewegungsfähigkeit in keiner Weise eingeschränkt. Der Kopf ist
langgestreckt und verläuft gleichmäßig verschmälernd zur Nasenspitze, der Oberkopf
ist flach gewölbt und fast ohne Stirnansatz. Seine Augen sind rund oder
mandelförmig , seitwärts liegend. Die Augenfarbe ist dunkel- oder
schwarzbraun, helle Augenfarbe ist nicht erwünscht (Ausnahme: Schoko-farbene
Tiere, bei denen die Augen hellbraun sein dürfen. Die Nasen- und Krallenfarbe
ist schwarz bzw. braun beim Schokofarbenen Dackel. Die Ohren sind nicht zu
hoch und zu weit vorne angesetzt, nicht zu kurz, aber auch nicht zu lang
(Ohren sollten etwa bis zur Nase reichen); sie sind leicht abgerundet und
nicht zu schmal. Der Rücken ist
gerade und kann in der Lendenpartie eine leichte Wölbung nach oben haben. Der
Rücken sollte aber nicht zu lang sein. Beine und Oberschenkel sollten gut
bemuskelt sein. Rauhaardackel gibt
es in allen Farben z.B. 'saufarben', dies entspricht der Farbe eines
Wildschweins (in allen Schattierungen), mit hellem Bart, hellen Beinen und
Augenbrauen; 'schokobraun' ist eine braune Körperfarbe mit helleren
Abzeichen, heller Nase (braun) und hellen Krallen; 'dürrlaubfarben' bedeutet,
dass die Farbe wie verwelktes Laub aussehen sollte, die Nase und die Krallen
sind schwarz, das Fell einheitlich braun oder rötlich (ohne hellere
Abzeichen). Es gibt allerdings auch s.o. 'Tigerungen' d.h. das Fell ist
gestromt, was aber lt. Tierschutzgesetz nicht erlaubt wird (es treten hierbei
zu viele Erbdefekte auf). Das Fell sollte
harsch sein und eng am Körper anliegen, sowohl ein Bart als auch an den
Beinen ist das Fell länger und weicher als am übrigen Körper. Aus der Ferne
sollte der Rauhaardackel einem Kurzhaardackel gleichen. Fehler sind: zu
langes oder zu weiches Haar, abstehendes, gewelltes oder gelocktes Haar sowie
eine Rutenfahne; außerdem zu helle Augen, Nase oder Krallen (außer bei
Schoko), zu lange, zu kurze oder zu hoch angesetzte Ohren sowie Gebiss- und
Rutenfehler. Der
Zwergrauhaardackel sollte einen Brustumfang von ca. 35 cm und ein Gewicht bis
zu 5 kg haben. Er ist aus verschiedenen Rassen gezüchtet, so findet man in
seinen Ahnen u.a. auch verschiedenen Terrierrassen sowie Zwergpinscher. |
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Rassebeschreibung
des Dackels von 1879 (erste überhaupt)! |
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Originalabschrift aus dem Buch 'Diezels Niederjagd'
von 1887, 6. Auflage! (in heutiger Rechtschreibung) Es handelt sich hier um den Rassestandart von 1879, seinerzeit
erstellt von delegierten sämtlicher jagdlichen und kynologischen Vereinen in
Deutschland, die die Rasse von 'amtswegen' festgestellt haben. Es ist die allererste Rassebeschreibung des Dackel überhaupt! Auf einer Hundeausstellung im Jahre 1879, Hannover, wurden die
Rassen nach 'Points' beurteilt. Damit war seinerzeit die Kynologie als Wissenschaft ins Leben
gerufen, gleichzeitig wurde die Gründung eines Hundestammbuchs ins Leben
gerufen, welches in Hannover geführt wurde und alle rassereinen Hunde
verzeichnet wurden. Die Delegierten-Versammlung
hat alle 'Points' der Rassen festgestellt. Noch vieles könnte hier über diese 'Versammlung' berichtet
werden, wir aber widmen uns dem Dackel, der damals als Rauhaar bzw.
'Stichelhaar' erst in der 'Entwicklung' war. |
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Der Dachshund |
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Im Ganzen hat sich die edle Sippe der Teckel, - denn mit Recht
sind sie zu den edlen Hunde-Rassen zu zählen, - ziemlich rein, konstant und
eigenartig erhalten. Wenn sich auch hier, wie bei allen Hunderassen, weniger edle, weniger reinblütige. Ja
zum Teil eine recht gemischte, eine recht heterogene Gesellschaft von Seitenlinien
und Vetterschaften gebildet und herangezogen hat, so sind doch die
eigentlichen Repräsentanten dieser Sippe, also sie Haupt- und Kopflinie, rein
und unvermischt geblieben und bilden eine durch ihre Formen und ihre
Charaktereigenschaften durchaus selbstständige und konstante Rasse Die ersten Nachrichten, die uns über den krummbeinigen
Dachshund überliefert sind, verdanken wir, nach Professor Fitzingner,
Xenophon; der von ihm beschriebene Canis Castorius ist unzweifelhaft der
schon den Griechen bekannst gewesene
krummbeinige Teckel. In römischen Schriftstellern ist seiner jedoch nirgends
erwähnt, auch auf römischen Antiken hat man nicht abgebildet gefunden und
doch wäre gerade er durch seine wunderliche und eigenartige Form selbst in
der allerprimitivsten Nachbildung wohl zu erkennen gewesen. Um so mehr war
diese kleine, brave Gesellschaft den Deutschen älterer und alter Zeit wohl
bekannt, denn schon im Bojischen Gesetze tritt der Dachshund unter den Namen
'Bibar-Hund' auf und unter gleicher Benennung, sowie unter dem Namen 'Canis
Bersarius', 'Beverarius', und 'Bibracco' erscheint er in den Schriften des 9.
und 15. Jahrhunderts. Der Dachshund ist heutzutage wohl in fast allen Ländern der
zivilisierten Welt eingebürgert und gedeiht in allen mittleren und südlichen
Klimaten vortrefflich; in hochnordischen Breiten vermisst man zwar unsern
glatthaarigen Dächsel, ihn ersetzt aber dort eine langhaarige Abart, welche
wohl mit dem in Deutschland erst seit dem Jahre 1882 als reine und konstante
Rasse anerkannten langhaarigen und dem zottigen oder rauhaarigen Teckel große Verwandtschaft zeigen dürfte. Es ist eine ganze Anzahl von Dachshundarten bekannt und
Fitzinger führt deren nicht mehr und nicht weniger als zwölf auf. Es sollen
dies außer dem krummbeinigen (glatthaarigen, langhaarigen, rauhaarigen) der
geradbeinige, der Rolldachshund, der schweinschwänzige, der otterschwänzige,
der doppelnasige, der Domingodachshund und andere mehr sein. Mit Ausnahme des
glatthaarigen, krummbeinigen und geradbeinigen bezeichnet Fitzinger sämtliche
von ihm aufgeführten Arten als einfache, doppelte und dreifache Bastarde
reiner und gemischter Kreuzung. Während diese also ihre Ansprüche auf Rassenreinheit erst
durch reine Vererbung in vielen Generationen nachzuweisen haben würden, ist
die einzige reine und unvermischte Form dieser Gruppe von Hunden, unser
krummläufiger, glatthaariger Teckel deren Grundtypus, wenn auch gleich den
gradläufigen Bassets, inzwischen auch die krummläufigen Dächsel, wie oben
erwähnt, als konstant sich vererbende Abart, also als eigene Rasse anerkannt
worden sind, so dass wir auch diesen letzteren einige Worte widmen. Den rauhaarigen Teckel, dessen Rassereinheit durch konstante
Zucht, namentlich Hauptmann von Wardenburg-Hamburg nachzuweisen sich bemüht,
wollen wir uns begnügen, den Lesern im Bilde vorzuführen, welches des
genannten Herrn rauhaarigen Hund
Morbar vorstellt, dem u.a. auf der Hundeausstellung Berlin 1883 ein
Erinnerungspreis zuerkannt wurde. Seit im Vaterlande die Kynologie ihre Auferstehung erlebte,
ist keine andere Rasse so erfolgreich gezüchtet worden, wie unsere braven
glatthaarigen Teckel und die auf den Ausstellungen in Hannover 1882 und
Berlin 1883 vorgeführten Exemplare waren ihrer Schönheit und Anzahl wegen der
Hauptanziehungspunkt, der Stolz und die Freude aller Waidmänner. Alle Dachshundzüchter hier aufzuführen, deren Zuchtprodukte
durch ausnahmsweise Rasseschönheit und Reinheit hervorragen, ist leider nicht
möglich, wir müssen uns darauf beschränken, neben Herrn Podewils-Podewils, vornehmlich
des Jägermeister Freiherrn v. Knigge zu gedenken, dessen Bemühungen bereits
1883 durch Verleihung der goldenen Kaisermedaille für denjenigen Züchter,
dessen Produkte auf der Berliner Ausstellung die meisten Preise erhalten
haben, anerkannt und geehrt wurden, und die Herren Premierleutnant a.D. Fink
Berlin, H. Bockelmann Aachen, Hauptmann Schmidt Münchehofe, Prinz Albrecht zu
Solms-Braunfels und A. Willmann Schöneberg rühmlich zu erwähnen. Wenn es auch nicht zu leugnen ist, dass die Züchtung glatthaariger
Dachshunde in hoher Blüte steht und glänzende Ergebnisse aufzuweisen hat, was
trotz der angestrengten Bemühungen und großer Opfer an Geld und Zeit bei der
Züchtung unserer deutschen Vorstehhunde bisher nicht in demselben Grade
erreicht worden, so darf man doch nicht übersehen, dass die Verhältnisse bei
dem Teckel auch bedeutend günstiger lagen. Es fehlte ja nicht an zahlreichen
konstanten Stämmen überhaupt und fehlte nicht an Stämmen, welche nur geringe
Veränderungen bei der Züchtung bedurften, um den aufgestellten Points voll
und ganz zu entsprechen. Dazu kommt noch, dass mit der Dachshundzüchtung Hand in Hand
Leistungsprüfungen im Kunstbau gingen, während Gebrauchsprüfungen, die
sachgemäße Leistungsprüfung für den deutschen Hund, erst seit kurzer Zeit und
vorläufig auch nur ganz vereinzelt vorgenommen werden. Für die Rationelle
Prüfung der Dachshunde hatte sich in dem von dem Schreiber dieser Zeilen in
Berlin begründeten und damals präsidierten 'Deutschen Jagdhund Club' sehr
rasch das Bedürfnis nach einem Kunstbau fühlbar gemacht, welches durch die
Einrichtung und Benutzung der von mir erfundenen und durch Patent geschützten
Kunstbaue sind, nachdem ich im Interesse der guten Sache mein Patentrecht
aufgab, Allgemeingut geworden und werden jetzt in verschiedenen Vereinen
ihrer besonderen Zweckmäßigkeit wegen genutzt. Ein künstlicher Bau, wie er weiter unten beschrieben und durch
Zeichnung erläutert ist, hält viele Jahre aus und gewährt den Jägern, welche
Hundedressur gewerbsmäßig betreiben, die Möglichkeit, mit einem solchen Baue
und einigen gefangen gehaltenen Dachsen oder Füchsen alljährlich eine sehr
große Anzahl von Hunden anzubringen, in Übung zu halten und zu prüfen. ... Wir haben unseren Teckel in drei Größen, den schweren, den
mittleren und den leichten Schlag und die Praxis hat gelehrt,, dass ein Hund
mittleren Schlages entschieden als der bessere und brauchbarere dem schweren
und dem leichten Schlage vorzuziehen sei. Der Hund mittleren Schlages ist, so
zu sagen, in allen Sätteln, oder in diesem Falle treffender bezeichnet, in
allen Bauen gerecht, denn wo Fuchs und Dachs Raum zum kriechen haben, kriecht
auch der Hund mittlerer Größe, die Brunftzeiten dieser drei sind ziemlich
gleich. Er ist außerdem zum Stöbern im bergigem und dichtbestandenen Reviere
höchst brauchbar, da er kräftig genug ist, um andauernd, schnell und scharf
jagen zu können. ... |
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Der Kurzhaarige Dachshund |
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Allgemeine Erscheinung |
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Niedrige, sehr lang gestreckte Bauart, Läufe auffällig kurz, die
vorderen im Knie einwärts, mit den Füßen wieder aufwärts gebogen. Die ganze
Erscheinung wieselartig, die Rute wenig gekrümmt und im ruhigen Gange schräg
aufwärts gerichtet oder abwärts hängend getragen. Das Haar kurz und glatt
anliegend, Gesichtsausdruck intelligent, aufmerksam und munter; stark
entwickelter Vorderkörper, Gewicht nicht über 10 Kilo. |
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Kopf |
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Langgestreckt und spitzschnauzig, von oben gesehen am
breitesten am Hinterkopf, nach der Nase zu sich allmählich verschmälernd, also
nicht vor den Augen plötzlich abgesetzt, wie beim Jagdhunde, Oberkopf breit
und flach gewölbt, Nasenrücken schmal, der Absatz vor den Augen sehr stark
ansteigend. Im Profil erscheint der Nasenrücken leicht gewölbt oder fast
gerade, die Schnauze verläuft spitz, die Lippe hängt nur wenig über, bildet
jedoch noch eine bestimmte Falte im Mundwinkel |
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Behang |
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Mittellang, ziemlich breit, unten stumpf abgerundet, sehr hoch
und weit nach hinten angesetzt, so dass der Raum zwischen Auge und Ohr hier
verhältnismäßig größer erscheint, als bei allen anderen Jagdhunden. Der
behang soll glatt und dicht, ohne jede Drehung am Kopfe herabhängen. |
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Auge |
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Mittelgroß, rund, klar vorliegend, das Weiß des Augapfels nur
wenig zeigend, mit scharfem, stechendem Ausdruck. |
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Hals |
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Lang, beweglich, von oben gesehen breit und kräftig, vor den Schultern
nicht plötzlich abgesetzt, sondern (im Profil) sich allmählich von der Brust
bis zum Kopfe verjüngend. Halshaut locker, ohne eine Kehlwamme zu bilden |
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Rücken |
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Sehr lang, in der Nierengegend breit und leicht gewölbt, Kruppe
kurz und mäßig schräg gestellt. |
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Brust & Bauch |
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Brust breit, Rippenkorb sehr lang und tief hinabreichend,
Bauch nach hinten stark aufgezogen |
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Rute |
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Mittellang, an der Wurzel noch ziemlich stark, allmählich sich
verjüngend und als schlanke Spitze auslaufend, fast gerade oder mit geringer
Krümmung horizontal oder abwärts getragen |
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Vorderläufe |
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Weit kräftiger ausgebildet als die hinteren. Schultern mit
derber, plastischer Muskulatur; Vorarm
sehr kurz, kräftig mit auswärts gehender Biegung, so dass das Knie etwas nach
einwärts gerichtet ist. Die Fußwurzel wieder auswärts gedreht; wodurch der
Vorderlauf, von vorn gesehen, eine S-förmige Biegung erhält. Im Profil
gesehen, erscheint der Vorderlauf jedoch gerade, im Knie nicht überhängend
und nur die Zehen seitlich herausgestellt. |
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Hinterläufe |
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Steiler wie bei anderen Hunden; Keulen mit stark und eckig
verspringender Muskulatur; Unterschenkel auffallend verkürzt und wie die
Fußwurzel, sowohl im Profil wie auch von hinten gesehen, fast gerade
gestellt. |
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Fuß |
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Vorderfüße viel stärker als die hinteren; breit, derb, mit gut
geschlossenen Zehen, starken, gekrümmten, ausnahmsweise schwarzen Nägeln und
großen derben Ballen. Die Hinterfüße kleiner, runder, die Zehen und Nägel
kürzer und gerader |
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Haar |
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Kurz, knapp und dicht aufliegend, glänzend, glatt, elastisch
mit stechender Spitze, an den Behängen äußerst kurz und fein, an der Unterseite
der Rute gröber und länger jedoch dicht aufliegend und keine stechende Bürste
bildend. Ebenso ist das Haar an der Unterseite des Körpers von gröberer
Beschaffenheit und soll den Bauch möglichst bedecken. |
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Farbe |
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Schwarz mit gelbbraunen Abzeichen an Kopf, Hals, Brust, Bauch,
Läufen und unter der Rute; außerdem dunkelbraun, goldbraun und hasengrau mit
dunklerem Rückenstreif, wie auch aschgrau und silbergrau mit dunkleren
Platten (Tigerdachs). Bei den dunkleren Farben treten fast immer die
gelbbraunen Abzeichen auf; bei den helleren Farben sollen die Nase und Nägel
womöglich schwarz, die Augen dunkel gefärbt sein. Weiß ist höchstens als
schmaler, regelmäßig geformter Streif auf der Mittellinie der Brust, vom
Brustknorpel abwärts zu dulden. |
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Gebiss |
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Ober- und Unterkiefer genau aufeinanderpassend, so dass die
Zähne des Unterkiefers die oberen weder überragen, noch hinter denselbem
stehen. Das Gebiss stark und mit derben Eckzähnen, gut geschlossen, die äußeren
Schneidezähne des Oberkiefers noch stärker entwickelt wie bei andern Hunden. |
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Fehler |
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Als fehlerhaft betrachten wir beim Dachshund: schmaler,
seitlich zusammengedrückter oder konisch gebildeter Oberkopf; zu kurze, zu stumpfe
oder plötzlich abgesetzte schmale Schnauze; zu lange Lippen; zu lange,
gedrehte, faltige oder vom Kopf seitlich abstehende Behänge; dünner Hals und
schmale Brust; Vorderläufe mit unregelmäßiger Biegung oder so starker
Krümmung der Armknochen, dass die Knie sich berühren oder doch die Körperlast
nicht genügend unterstützt wird. Ferner unregelmäßig verdrehte Füße mit weit
gespreizten Zehen und schwacher Fußwurzel. Hinterläufe mit zu langem
Unterschenkel, in Folge dessen die Fußwurzel entweder im Profil schräg unter
sich gestellt ist oder in den Sprunggelenken kuhhessig nach innen gedreht
erscheint. Ferner eine zu lange und schwere zu stark gekrümmte oder mit
auffälliger Bürste versehene Rute. In Bezug auf Färbung ist Weiß als
Grundfarbe sowohl, wie auch als Flecken und Abzeichen (Ausnahme des erwähnten
schmalen Bruststreifens) immer als Fehler zu betrachten |
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Auf dem unteren Bild ist die Originalabbildung eines Dackel
aus der damaligen Zeit zu sehen! |
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Hier der Text dazu: |
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Unsere Tafel zeigt einen der hervorragenden Repräsentanten
unserer glatthaarigen Teckel, Herrn H. Bockelmann's Waldmann (D.H.ST.B. 363),
der auf den Ausstellungen in Cleve 1881 und in Hannover 1882 mit dem Ehrenpreise
, als absolut schönstes Exemplar ausgezeichnet wurde. Seine jagdlichen
Eigenschaften sollen nach der durchaus glaubwürdigen Angabe des Besitzers
Nichts zu wünschen übrig lassen. |
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Der langhaarige Dachshund |
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Nachdem die Herren Major v. Bünau-Cöln und v. Gramme-Delbers
den beweis gebracht hatten, dass der langhaarige Teckel, den beide Herren in
mehreren Generationen konstant rein durchgezüchtet haben, gleichfalls als
Rasse für sich anzusprechen sei, wurden die Points der rasse von der
Delegierten-Commission im Mai 1882 wie folgt bestimmt: |
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Diese Varietät unseres gewöhnlichen Dachshundes verdankt ihre Entstehung
wahrscheinlich einer früheren Spanielkreuzung, ist indessen allmählich zur
konstanten Rasse ausgebildet worden. In Bezug auf Form, Farbe und Größe gelten hie dieselben
Bestimmungen, wie für den gewöhnlichen Dachshund und ist allein die seidenartige
Behaarung des langhaarigen Dachshundes als unterscheidendes Rassekennzeichen
zu betrachten. Das weiche, sanft gewellte Haar verlängert sich unter dem
Halse, der ganzen Unterseite des Körpers und der Hinterseite der Läufe zu
einer hervorragenden Feder, wo es eine vollständige Fahne, wie beim
Wachtelhunde, bildet. |
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Die Tafel zeigt Major v. Bühnau's Schnipp, eingetragen
im D.H.St.B., ebenfalls einen auf Ausstellungen mit ersten und Ehrenpreisen
bedachten, sehr schönen Vertreter seiner Rasse |
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Der Rauhaarige Dachshund |
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Den rauhaarigen Teckel, dessen Rassereinheit durch konstante
Zucht namentlich Hauptmann v. Wardenburg-Hamburg nachzuweisen sich bemüht, wollen
wir uns begnügen, den Lesern im Bilde vorzuführen, welches des genannten
Herrn rauhaarigen Hund Morbar vorstellt, dem u.A. auf der
Hundeausstellung Berlin 1883 ein Ermunterungspreis zuerkannt wurde. |
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Gebissfehler
oder Zahnspange? |
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Sogar ist dort vom
Ausschluss aus der Zucht die Rede, da dies ein Mangel ist oder sein soll, der
sich vererbt. Als Ursache wird dort die ungenügend ausgebildete Breite des
Unterkiefers angegeben. Nun, da wird geschrieben, dass diese Fehlstellung
bereits 'Aktenkundig' gemacht werden soll, sobald die Wurfabnahme durch den
Zuchtwart oder Tierarzt gemacht wird. Der Welpe ist dann gerade 8 Wochen alt
und das Gebiss (hier Milchgebiss), noch gar nicht entwickelt ist. Das Gebiss
kann sich bis zum 15. Lebensmonat z.T. auch länger, noch wesentlich verändern |
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Sicherlich vererbt sich
dieser Mangel, das haben wir selbst schon erlebt, unbehandelt kann dieser
Fehler dem Tier später auch Schmerzen bereiten, d.h. die unteren Fangzähne
greifen in den Gaumen und können zu Entzündungen führen. |
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Leider gibt es viele
Menschen, die einfach nicht glauben (oder glauben wollen) dass sich 'dieses'
fehlerhafte' Gebiss reguliert, sofern der Hund an Knochen nagt, die z.T.
größer sind als der Hund selbst! Selbstverständlich muss der Besitzer darauf
achten, dass die Fangzähne (Reißzähne) des Milchgebisses auch selbst
ausfallen (ca. 5-6 Lebensmonat), sofern dies nicht der Fall sein sollte,
müssen die Milchzähne vom Tierarzt gezogen werden, sobald die späteren Zähne
sichtbar sind; I.d.R. ist das aber selten der Fall. |
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Da steht doch tatsächlich,
dass dem Tier eine Zahnspange 'anzulegen' wäre, da kann ich (Ursula) ja nur
Lachen! Viele Tierärzte sind wahrscheinlich auch der Meinung, dass eine
Zahnspange, wohl das Beste für das Tier sei, aber ein richtiger großer Knochen
ist wohl doch wesentlich Preiswerter und dem Hund auch viel angenehmer als so
eine ekelhafte Zahnspange! |
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Selbst bei einem
'Birnbaumdackel' wurde seinerzeit von den neuen Besitzern eine solche Zahnspange,
lt. Tierarzt, das 'Beste' für den Hund, angelegt, für viele Hundert-Euro nach
Maß gefertigt, mit dem selben Effekt, wie eben der 'Riesenknochen', für
weniger als 5 EUR! |
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Weil es eben bisher keiner
geglaubt hat, sei hier das Gebiss von Sue in Bildern vorgestellt: |
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Und hier die Zahnspange (nicht vom Tierarzt,
sondern vom Kalb) |
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Den Nabelbruch beim Hund
erkannt man daran, dass der Nabel, der normalerweise flach ist, sich nach
außen wölbt |
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Der Nabelbruch entsteht
durch zerren der Mutter an der Nabelschnur, beim Versuch, den Welpen bei der
Geburt abzunabeln. Dadurch wird der Bauchmuskel gedehnt und es entsteht eine
kleine Öffnung in der Bauchdecke. |
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Bei Nabelbrüchen, die
größer als ein Gerstenkorn sind, sollte der Bruch unbedingt operiert werden, da
eine Vergrößerung des Bruchs nicht auszuschließen ist. |
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Je jünger der Hund ist, so
Risikoloser ist die Operation. |
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Entwurmungen: |
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Der Hund sollte regelmäßig entwurmt
werden, mindestens einmal im Jahr, Mittel zur Entwurmung sollten Sie sich
ausschließlich beim Tierarzt besorgen |
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Impfungen: |
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Regelmäßig einmal im Jahr
sollte der Hund geimpft werden, jährliche Tollwutimpfungen sind Pflicht; die Impfungen
sollen umfassen: Staupe, Leptospirose, Parovirose, Hepatitis sowie Tollwut.
Haben Sie jemals darüber nachgedacht, dass ein Mensch lediglich einmal in
seinem Leben so zu sagen ‚Durchgeimpft’ wird und dann nie wieder? Warum also
soll ein Hund jedes Jahr gegen alles geimpft werden? Eine Impfung bedeutet
immer eine Belastung für den Organismus des Tieres, es reicht unserer Meinung
nach aus, lediglich die gesetzlich vorgeschriebene Tollwutimpfung jährlich ‚aufzufrischen’
... |
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Flöhe: |
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Flöhe sind
gesundheitsschädlich und müssen behandelt werden. Sie übertragen Würmer und,
sofern der Hund Flohbefall hat, muss er auch entwurmt werden. Wirksame Mittel
gegen Flöhe erhalten Sie beim Tierarzt. (Wir selbst haben verschiedenen
Mittel aus Zoohandlungen ausprobiert, hat uns lediglich viel Geld gekostet
aber nicht die Flöhe und dessen Larven beim Hund getötet) |
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Zecken: |
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Zecken bohren sich in die
Haut des Hundes und saugen sich voll Blut, sie übertragen die Borreliose. Mit
einer Zeckezange kann die Zecke vorsichtig gegen den Uhrzeigersinn
herausgedreht werden. |
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Dackellähmung |
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Gerade aktuell haben wir einen Anruf erhalten, dass ein
relativ junger Hund aus unserer Zucht einen Bandscheibenvorfall hatte. |
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Es ist uns eigentlich nicht verständlich, denn die Eltern sind
gesund und munter, hatten nie irgendwelche Probleme mit dem Rücken. |
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Alle unsere Hunde haben sehr viel Bewegung, springen, laufen
Treppen usw. |
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Auf unsere Nachfrage haben wir dann erfahren, dass der Hund
immer und jede Stufe sowohl hinauf als auch hinunter getragen wurde und der
Hund nie eine Möglichkeit hatte richtig zu rennen, immer wurde er kurz an der
Leine gehalten! |
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Nach Rücksprache mit 2 Tierärzten wurde uns das Gegenteil mitgeteilt,
Dackel sollen auf jeden Fall die Möglichkeit haben, zu rennen und viel zu
laufen, auch sollen sie, damit die Rückenmuskulatur gestärkt wird, springen
und auch Stufen laufen. Der Hund kann selbst abschätzen, was er kann und was
nicht. Auch der Mensch kann jederzeit einen Bandscheibenvorfall
bekommen, auch wenn er sich nicht bewegt |
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Eine Dackellähmung ist also nicht unbedingt erblich
vorausgesetzt, sondern liegt zum Teil auch an der Haltung des Hundes. |
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Viele Menschen vergessen immer wieder, dass ein Dackel ein
Jagdhund ist und viel Bewegung und Auslauf braucht; nicht nur im Sommer und
bei schönem Wetter, sondern auch bei Kälte und Regen! Ein 'Mäntelchen' braucht der Dackel gewiss nicht!!! |
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Diese Erfahrung ist für uns ein Grund mehr, keinen Hund an
Personen abzugeben, die in einer Wohnung leben, wo der Dackel keinen Auslauf
haben kann! |
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Ernährung |
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Informationen zu gesunder Ernährung von Tierarzt
Dr. Michael Wolters und zur Kartoffeldiät: Beim üblichen Beratungsgespräch ergibt sich dann oft die
Frage: Essen Sie eigentlich viel aus der Konserve? Was natürlich verneint
wird. – Aber ihrem Hund macht das nichts? – Betretenes Schweigen. Und kleinlaut:
Daran habe ich noch gar nicht gedacht. Deshalb zunächst einige grundsätzliche
Überlegungen zur Ernährung schlechthin. Es ist die Macht der Werbung, die uns suggeriert, es
gibt nichts Besseres als Fertigfutter für unsere lieben Vierbeiner. Während in
den USA schon drei von vier Haustieren aus der Dose oder dem Beutel ernährt
werden, ist es bei uns nicht mal die Hälfte aller Hunde und Katzen. Da liegt
also noch ein großer Markt brach, den es aufzuarbeiten gilt. Angemessene
Werbeetats bringen uns in der täglichen Presse eine Flut neuer
wissenschaftlicher Erkenntnisse frei Haus und dem Tierbesitzer per Medien das
Bewusstsein: Richtig ernährt werden unsere Haustiere nur mit Fertigfutter.
Dass dies nicht unbedingt richtig ist, will dieser Artikel vermitteln: nicht
gegen Fertignahrung, sondern mit – aber mit Verstand nach der Devise: Soviel
wie nötig, aber so wenig wie möglich. Tierbesitzer sind leicht verunsichert, wenn sie von drei
verschiedenen Tierärzten drei verschiedene Meinungen hören. Vielleicht liegt
es daran, dass der Tierarzt auch nicht mehr über die Funktion der Nahrung
weiß als ein Humanmediziner (wo es ebenfalls an Sachkenntnis mangelt), nicht
zuletzt, weil darauf im Studium relativ wenig Wert gelegt wird. Oft haben
Veterinäre sogar weit weniger Hintergrundwissen als Laien, die sich, häufig
als Folge eigener Erfahrung, eingehend mit diesem Thema beschäftigt haben. Seit vor ca. 28 Jahren das erste Fertigfutter auf den
Markt kam, haben sich die Produzenten in Verbindung mit den Hochschulen große
Mühe gegeben, den Bedarf von Hund und Katze zu ermitteln, um möglichst
optimale Fertigfutter-Angebote herstellen zu können. Es liegt in der Natur der Sache, dass in einem
synthetischen (künstlich zusammengesetzten) Futter nur das drin sein kann,
was man auch hineintut, und man tut das hinein, wovon man weiß, dass es
benötigt wird. So ist die Palette der als notwendig angesehenen Stoffe stetig
gewachsen, und die Werte für die benötigten Mindestmengen unterliegen immer
wieder Korrekturen. Das Gleiche spielt sich übrigens für den Menschen ab, man
denke da an die letzten Erkenntnisse über Cholesterin. Ganz offensichtlich
ist das Futter (die Nahrung) immer nur so gut, wie die jeweiligen wissenschaftlichen
Erkenntnisse – und die unterliegen einem ständigen Wechsel. Wenn heute ein
neues Futter mit wieder neuen „wichtigen“ Zusätzen beworben wird, bedeutet
das doch, dass das bisherige Futter unvollständig war. Und dieses Futter wird
morgen wieder von einem noch besseren abgelöst – weil es immer noch nicht
vollständig ist. Die wilden Verwandten unserer Haushunde sind in ihrer
Nahrungsauswahl nicht kleinlich. Wölfe verzehren vom Wildschwein über
Reptilien bis zu Regenwürmern alles, was die Situation bietet. Aber auch
Beeren, Obst und Pilze werden nicht verschmäht. Die Zusammensetzung der
Nahrung variiert stark nach geographischer Verbreitung und Jahreszeit, ein
schnelles Umsteigen von einer Nahrungsquelle zur andern ist möglich. Die Nahrung der Wildkatze reicht vom Rehkitz über
Frösche bis zu Skorpionen. Das ist ein weites Spektrum, bleibt aber i.a. auf
Tiere beschränkt. In Europa sind als Tagesbedarf pro Tag ca. 12 (!) Mäuse
anzusehen. Entwicklungsgeschichtlich hat sich der Hund im Laufe
seiner Domestikation, für die einige 100 Generationen erforderlich waren,
offensichtlich den Ernährungsgewohnheiten des Menschen angepasst, während die
Katze nicht dazu gezwungen war: Ihre Hauptaufgabe war es immer gewesen, die
Schädlinge in den Nahrungsspeichern zu dezimieren, also Mäuse zu fangen, und
sich damit selbst zu ernähren. Dafür wurde sie schon in der Zeit der
Pharaonen geschätzt. Die Bedarfswerte sind in der Literatur sehr
unterschiedlich angegeben. Fest steht aber, dass Hund und Katze bis zu 6 mal
mehr Proteine brauchen als der Mensch. Bei Katzen liegt der Bedarf sogar um
etwa 60 Prozent höher als bei adulten Omnivoren und Herbivoren (erwachsenen
Allesfressern und Pflanzenfressern). Aber das sind Werte, die die Fachleute interessieren,
die sich mit der Komposition der Fertigfutter beschäftigen. Für eine gesunde
(Normal-)Ernährung in der täglichen Praxis sind sie nicht wichtig.
Vorausgesetzt, man hat sich einige grundsätzliche Gedanken gemacht und
beachtet wenige arteigene Unterschiede. Natürlich gelten für kranke Tiere
(z.B. mit chronischem Nierenproblem) andere Regeln. Prinzipiell haben die Inhaltsstoffe im Hunde- und
Katzenfutter die gleiche Bedeutung wie in der menschlichen Nahrung. Als Nahrungsmittel (häufig gleichbedeutend für
Lebensmittel) werden alle pflanzlichen und tierischen Produkte bezeichnet,
die zum Aufbau und zur Erhaltung des Körpers sowie zur Energielieferung
beitragen. Nährstoffe sind die in den Lebensmitteln enthaltenen chemischen
Substanzen, aus denen der Organismus körpereigene Stoffe bilden kann. Bei den
Auf- und Abbauvorgängen werden gewisse Substanzen ständig ausgeschieden. Dies
ist der so genannte Stoffwechsel, ein Charakteristikum des Lebens. Der wichtigste Prozess ist die Energiegewinnung durch
Oxidation von Substanzen durch den mit der Atmung aufgenommenem Sauerstoff.
Während des Wachstums wird ein erheblicher Teil der Nährstoffe zum Aufbau des
Körpers verwendet. Aber auch im erwachsenen Körper finden Aufbauprozesse
statt (z.B. Muskelbildung durch Training). Hauptsächlich aber dienen die
Nährstoffe dem Ersatz von Körpersubstanz, wobei die Schätzungen des
Erneuerungsbedarfs zwischen 2 und 10 Millionen Zellen pro Sekunde (!) liegen.
Protein hat in erster Linie Bedeutung für den Aufbau und
die Erhaltung der verschiedenen Körpergewebe wie Muskeln und Organe, und wird
deshalb auch als „Träger des Lebens“ bezeichnet. Für die menschliche wie
tierische Ernährung ist Protein um so wertvoller, je ähnlicher seine
Zusammensetzung der des Konsumenten ist. Desto höher ist auch die biologische
Wertigkeit des Proteins. Neben den Proteinen tierischer Herkunft können aber auch
von Carnivoren (Fleischfressern) pflanzliche Proteinträger sachgerecht
verwandt werden. Diese können mit Proteinen tierischer Herkunft sowohl
bezüglich ihrer Wirtschaftlichkeit als auch ihres Aminosäuremusters
konkurrieren. Ballaststoffe sind Kohlenhydrate, vorwiegend aus
pflanzlichen Zellwänden, besonders Zellulose, die von den Enzymen des
tierischen Verdauungstraktes nicht abgebaut werden, aber den Mirkoorganismen
des Dickdarms gewissermaßen als Nahrungsgrundlage dienen und die
Beweglichkeit des Darms und damit die Verdauung fördern. Zum Teil werden sie
umgewandelt, meist aber unverändert ausgeschieden. Wenn Raubtiere ihre Beute verzehren, fressen sie auch
den Mageninhalt (Sie fressen ihre Beute praktisch von innen nach außen her
auf). Ein großer Teil davon ist unverdaulich, er ist somit eine natürliche
Quelle für Ballaststoffe. Seit über 100 Jahren gilt die Analyse der Nahrungsmittel
und die Bestimmung der Bedarfswerte für den Konsumenten (Mensch und Tier) als
einzig wahrer Weg zur richtigen Ernährung. Offenbar aber ist es bis heute
nicht gelungen, weder alle Inhaltstoffe der Nahrung noch den tatsächlichen
Bedarf des Organismus zufinden. Denn ständig werden uns ja neue Erkenntnisse
mitgeteilt, was wir noch brauchen und was jetzt auch noch im Präparat bzw. im
Futter drin ist. Was nichts anderes heißt, als dass immer ein nicht näher zu
bestimmender Teil des Ganzen unbestimmt, infolgedessen auch unbeachtet
bleibt. Alle Aussagen, die aus Ernährungsversuchen gewonnen
werden, sind mit dem Makel behaftet, dass sie als Einzelstoffe und über einen
viel zu kurzen Zeitraum beobachtet wurden. Wie relativ Versicherungen über Wirksamkeit und
Unschädlichkeit sind, erleben wir immer wieder, wenn Arzneimittel trotz strenger
Prüfung vor der Zulassung nach der Markteinführung plötzlich Nebenwirkungen
zeigen, an die vorher niemand gedacht hatte. Wenn wir in einen Benzinmotor Diesel füllen, versagt er
nach kurzer Zeit. Man reinigt ihn, und dann wird er mit Benzin wieder laufen,
als wenn nichtsgeschehen wäre. Die Nahrung, die wir und unsere Tiere aufnehmen, ist
aber nur zum kleinen Teil mit dem Benzin für den Motor vergleichbar. Der
wesentliche Teil der Nahrungsenergie und -substanz wird für den Aufbau und
Ersatz lebender (Körper-) Substanz verbraucht. Der Mensch z.B. produziert
sein eigenes Körpergewicht im Laufe seines Lebens etwa tausendmal: er ist,
was er isst. Bemühungen, allein aus der biochemischen Analyse und aus
der Kalorienmenge den Wert von Nahrungsmitteln ermessen zu wollen, sind dem
Versuch vergleichbar, die Qualität eines Orchesters aus dem Gewicht und dem
Material der Instrumente zu beurteilen. Es muss also andere Kriterien geben, die uns etwas über
die Qualität der Nahrung sagen können. Ohne jetzt auf die Erkenntnisse von
Spezialisten wie Kollat („Die Ordnung unserer Nahrung“) einzugehen und deren
Bestätigung durch Biophysiker und Molekularbiologen, sei auf einige
allgemeine Grundsätzlichkeiten, die jedem bei etwas Nachdenken geläufig sind,
hingewiesen. Wenn wir bei der Betrachtung der Nahrung keine großen
Unterschied zwischen Tier und Mensch machen, befinden wir uns nicht so sehr
im Abseits. Der Forscher Anderson fand zwei bemerkenswerte Aspekte der
Ernährungsprobleme unserer Haustiere, die in den letzten Jahren aufgetaucht
sind: 1. der Unterschied zwischen Hund und Katze hinsichtlich
ihres Futterbedarfs und Stoffwechsels. Es ist doch auffällig, dass in den Regionen der Erde, in
denen eine kohlenhydrat- und ballaststoffreiche Ernährung vorherrscht,
bestimmte Zivilisationskrankheiten der hochindustrialisierten
„Wohlstandsländer“ gar nicht vorkommen. Den Hund kann man durchaus zu den Omnivoren zählen, wenn
man das Nahrungsspektrum seiner wilden Verwandten betrachtet. (Auf jeden Fall
ist er mehr ein „Tierfresser“ denn ein „Fleischfresser“.) Er besitzt im
Vergleich zur Katze ein effizienteres Verdauungssystem, was z.T. auf der
gegenüber der Katze relativ größeren Darmlänge beruht. Er hat bei einem
großen Magen im Vergleich zu Herbivoren und anderen Omnivoren aber einen sehr
kurzen Verdauungstrakt, wodurch sein Darmvolumen gering ist. Die Katze kann die Intensität des Proteinabbaus nicht so
gut der jeweiligen Nahrungssituation anpassen, weshalb sie einen
gleichbleibend hohen Proteinbedarf hat. Reine Fleischnahrung allerdings kann
zu erhöhter Infektanfälligkeit und zu Organveränderungen führen. Im täglichen Leben haben wir uns längst an die Tatsache
gewöhnt, dass die Aussagen über die Güte eines bestimmten Produktes sich bei
allen Firmenvertretern gleichen: Sein jeweiliges Produkt ist immer das Beste.
Wir können das aber im Einzelnen selten feststellen, sondern müssen uns nach
anderen Kriterien richten. Denn tatsächlich hatte die Stiftung Warentest vor
einigen Jahren einmal herausgefunden, dass die Fertigfutter, unabhängig vom
Preis, qualitativ ziemlich gleich waren. Zweifellos haben wir heute das beste
Fertigfutter, das es je gab. Die Frage ist nur: Ist Fertigfutter aber
wirklich das Beste? Kein Hundebesitzer würde guten Gewissens 365 Tage im
Jahr Hamburger essen oder von Fertiggerichten leben wollen. Jeder weiß, dass
alles, was weitgehend zubereitet ist, industriell verarbeitet, möglicherweise
haltbar gemacht, auch wenn zum Ausgleich Vitamine und andere Vitalstoffe
zugesetzt wurden, minderen Wertes ist als Frisches. Und warum soll es überhaupt hochverdaulich sein? Erstens
braucht jedes Tier eine gewisse Menge, um satt zu werden, zweitens sind die
meisten Tiere (wie ihre Besitzer) übergewichtig. Warum also nicht auch Un-
oder Schwerverdauliches bieten? Der Darm braucht die Ballaststoffe für eine
gute Motilität (= unwillkürlich gesteuerte Muskelbewegung), denn nur bei
aktiver Bewegung kann er seiner Aufgabe nachkommen, die Nahrung zu verdauen
und Schadstoffe auszuscheiden. Und die nützlichen Ecubakterien, die beim
Stofftransport durch die Darmwand helfen, brauchen sie als Nahrung. Und je
besser es denen geht, umso eher verdrängen sie die Gas- und Fäulnisbildner,
die durch überflüssiges Eiweiß (nämlich ein Zuviel an Fertigfutter) genährt
werden. Außerdem liegen im Darmbereich etwa 80 Prozent des
immunkompetenten Gewebe, woraus zu schließen ist: Ein gesunder Darm ist der
Garant für gute Gesundheit. Das hat sich mittlerweile übrigens auch bei den
Fertigfutterproduzenten herumgesprochen, die jetzt einen Teil ihrer Produkte
mit Ballaststoffen anreichern. Was nichts anderes bedeutet, als dass die hohe
Gesamtverdaulichkeit, die aus dem Herstellungsverfahren resultiert, und mit
der immer geworben wurde, wieder zurückgefahren wird. Kein Zweifel, dass Fertigfutter eine praktische
Angelegenheit ist und im Urlaub oder am Wochenende ein Segen. Aber ebenso
kein Zweifel, dass Gesundheit praktischer zu haben ist: nach der Devise „So
frisch wie möglich, so wenig zubereitet wie nötig“ möglichst viel Frisches.
Das bedeutet auch: rohes Fleisch. (nur bitte nicht vom Schwein!) In den meisten Haushalten fällt täglich Kartoffelwasser
an, mit dem man das Tütenfutter für den Hund (als Grundlage) angießen und
damit schon aufwerten kann. Dazu gibt man alles, was anfällt, alles, was so
(gering) gewürzt ist, dass Kinder es essen können. Für die Katze gilt Ähnliches, wobei es hier etwas
schwieriger ist, diesem Nahrungsspezialisten Fremdes unterzujubeln. Aber mit
längeren Gewöhnungszeiten toleriert auch sie untergeknetete Kartoffeln, die
Portion strecken, aber nicht so rausgesucht werden können wie Reis. Und
gerade die Katze braucht zähes Fleisch, damit sie ihre Zähne einsetzt und den
Kauapparat trainiert. Und auch Knochen zum Absuchen, das beste Mittel, um dem
leidigen Zahnstein vorzubeugen. Es ist wichtig, dass Forschung das Wissen über die
Nahrung und die Verwertung im Körper vermehrt, weil dadurch
ernährungsbedingte Störungen und Krankheiten besser behandelbar werden. Für eine gesunde Ernährung bei Mensch und Tier aber
bedarf es keines Studiums, sondern des gesunden Menschenverstandes: Der
Einsicht nämlich, dass unser und unserer Tiere Körper nur so gut
funktionieren kann wie die Baustoffe, die wir ihm zuführen. Wer sich bewusst
macht, dass „Lebensmittel“ Leben vermitteln, der braucht keine
Diätvorschriften. Er wird seine Grundernährung in diesem Sinne ausrichten und
all das besser verkraften können, was wir ohnehin täglich an Schadstoffen
aufnehmen. Auffallend jedenfalls ist immer wieder die
Übereinstimmung in den Berichten von Kongressen verschiedener medizinischer
Fachrichtungen: Grundlage der Gesundheit ist eine einfache,
abwechslungsreiche Mischkost. Und das gilt nicht nur für den Menschen! Die tägliche/n Ration/en nach Größe des Hundes auf
mehrere Mahlzeiten pro Tag verteilen und dem Wachstum entsprechend steigern. Jegliches Übergewicht soll vermieden werden, besonders im
Wachstum. Wenn im ersten Jahr zu viel Eiweiß gefüttert wird, und der Welpe
sehr lebendig ist, fördert das die Muskelbildung mehr als es die jungen
Knochen aushalten. Zum Training der Kaumuskulatur geben Sie dem Hund
Kauknochen oder rohen Pansen, der Katze rohes Rind. So ernährt, werden es Ihnen Ihre Tiere mit guter
Gesundheit und stabilem Gebiss danken! |
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Geschichte des Dackels |
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Es ist allseits bekannt, dass der Hund, seit vielen tausend
Jahren, vom Wolf abstammt. |
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Bereits vor 6000 Jahren entwickelten
sich verschiedene Rassen, die durch spezielle Zucht entstanden. Auf alten
ägyptischen Bildern, die ca. 3000 Jahre alt sind, finden sich bereits Hunde
mit kurzen Läufen, die allerdings mit dem heutigen Dackel sicherlich nicht
verwandt sein dürften. |
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Die Ahnen des Dackels lassen sich
bis ins 16. Jahrhundert zurück verfolgen, seinerzeit waren 'kurzläufige'
Hunde bekannt, die den Jäger auf der Jagd begleiten. |
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Durch gezielte Zucht entstand der Dackel im 18. Jahrhundert,
zunächst gab es nur den Kurzhaardackel, der 'Urvater' aller heutigen
Dackelarten. |
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Der französische Naturforscher
Buffon beschreibt bereits Mitte des 18. Jahrhunderts einen schwarz-roten
Dackel mit krummen 'Läufen'. |
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Nach 1800 wurde der Kurzhaardackel
gezüchtet, allerdings mit wesentlich längeren Läufen als der heutige Dackel. |
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Der Rauhhaardackel entstand aber
erst durch Einkreuzung von Pinschern und Dandie-Dinmont-Terrieren (viele
Rauhhaardackel haben bis heute das längere, seidige Fell dieses Terriers). |
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Hier eine Abbildung des
Dandie-Dinmont-Terriers |
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Auf diesem Bild unserer
alten Hexe sieht man die Ähnlichkeit mit dem Dandie-Dinmont-Terrier noch sehr
deutlich. |
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Der erste Rassestandart des Dackels
in Deutschland wurde 1879 festgelegt und hat sich seit dem immer wieder
geändert, heute sind die Dackel länger und haben wesentlich kürzere Beine als
damals. |
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Dieses Bild stammt von 1879 und zeigt einen klassischen Dackel
seiner Zeit, mit hohen Läufen und kürzerem Rücken. Man sollte aber bedenken,
dass die Rassestandarts auch heute noch von Land zu Land unterschiedlich
sind, sind die Dackel hier optimal, können sie in einem anderen Land z.B. als
nicht mehr so schön bezeichnet werden und würden dort keinen 'Blumentopf' auf
einer Schau gewinnen |
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Inzucht |
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Hier möchten wir daran
erinnern, dass der Hund vom Wolf abstammt; der in freier Wildbahn lebt und,
wenn er erwachsen ist, nicht mehr weiß, wer Vater oder Mutter ist. D.h. er
weiß nicht, ob er sich nun mit seinem Bruder oder seiner Schwester, seiner
Mutter oder seinem Vater oder seinen Großeltern verpaart. Im Rahmen der Evolution
haben sich wohl auch Eltern mit Kindern und weiteren Generationen verpaart...
Wie sonst wären wir wohl heute das, was wir sind?... |
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Der Begriff Inzucht ist
sicherlich schwierig zu definieren. |
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Für den einen ist Inzucht
die Verpaarung zwischen Eltern & Kindern, für den anderen aber erst die Verpaarung
zwischen Vettern & Cousinen. |
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Alle Rassen sind im Laufe
der Jahre durch intensive Inzucht entstanden, für viele Rassen ist eine
Rückkreuzung auf die Großeltern, Urgroßeltern oder Halbegeschwister sogar
notwendig, um diese Rassen überhaupt zu erhalten. |
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Welcher Wolf weiß schon in
der Natur, wer sein Vater oder sein Großvater ist? Also verpaaren sie sich
alle untereinander... In der Hundezucht ist es
aber ein Schreckgespenst |
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Oft bringt gerade ein gewisser
Grad an Inzucht die schönsten und besten Tiere hervor. |
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Der Inzuchtgrad lässt sich
leicht mit der folgenden Formel nach Horak errechnen. |
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2: =
25% |
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3: =
12,5% |
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4: =
6,25% |
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5: =
3,12% |
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6: =
1,56% |
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Errechnet wird wie folgt: |
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In der 2 Generation sind 2
gemeinsame Vorfahren, das ergibt für den Vater die Zahl 2 für zwei Vorfahren
in der 2. Generation, davon wird 1 abgezogen, womit man die Zahl 3 erhält,
also 12,5% Inzucht für die väterliche Seite, das gleiche gilt für die
mütterliche Seite, also insgesamt 25% Inzucht bei einer
Geschwisterverpaarung. Je weiter die gemeinsamen Vorfahren zurück liegen, um
so geringer wird die Inzucht. |
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Ist z.B. der Urgroßvater
auch der Vater eines Welpen, so entspricht der Inzuchtgrad von 12,5%. Ist
z.B. der Großvater auch der Urgroßvater, so ergibt sich lediglich ein
Inzuchtgrad von 6,25% |
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Bei einer Inzucht von mehr
als 25% in der gesamten Ahnentafel sollte aber doch verzichtet werden. |
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Bei Rückkreuzungen auf Vorfahren
wird meist von Linienzucht gesprochen |
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Foto: Kleiness-Fotostudio |