Rassebeschreibung

Rauhaardackel, wie er heute ist

 

Rauhaardackel vor über 100 Jahren und mehr

Anhand der oben gezeigten Abbildungen, sieht man, wie der Rauhaardackel sich im Laufe der Jahre verändert hat. Wurden damals Tiere mit gewölbtem Rücken und längeren Beinen gezüchtet, so entspricht dies heute nicht mehr dem Rassestandart des Rauhaardackels. Durch das 'anzüchten' des geraden, längeren Rückens und der kürzeren Beine tritt aber vielfach auch die berühmte 'Dackellähme' (Bandscheibenvorfall) auf, die dem Tier große Schmerzen bereitet und zur vollkommenen Lähmung der hinteren Extremitäten führen kann.

Der Rauhaardackel ist von niedriger, kurzläufiger, langgestreckter Natur; ist muskulös und hat einen klugen Gesichtsausdruck. Er erscheint weder wieselartig noch schmächtig und ist in seiner Bewegungsfähigkeit in keiner Weise eingeschränkt.

Der Kopf ist langgestreckt und verläuft gleichmäßig verschmälernd zur Nasenspitze, der Oberkopf ist flach gewölbt und fast ohne Stirnansatz. Seine Augen sind rund oder mandelförmig , seitwärts liegend. Die Augenfarbe ist dunkel- oder schwarzbraun, helle Augenfarbe ist nicht erwünscht (Ausnahme: Schoko-farbene Tiere, bei denen die Augen hellbraun sein dürfen. Die Nasen- und Krallenfarbe ist schwarz bzw. braun beim Schokofarbenen Dackel. Die Ohren sind nicht zu hoch und zu weit vorne angesetzt, nicht zu kurz, aber auch nicht zu lang (Ohren sollten etwa bis zur Nase reichen); sie sind leicht abgerundet und nicht zu schmal.

Der Rücken ist gerade und kann in der Lendenpartie eine leichte Wölbung nach oben haben. Der Rücken sollte aber nicht zu lang sein. Beine und Oberschenkel sollten gut bemuskelt sein.

Rauhaardackel gibt es in allen Farben z.B. 'saufarben', dies entspricht der Farbe eines Wildschweins (in allen Schattierungen), mit hellem Bart, hellen Beinen und Augenbrauen; 'schokobraun' ist eine braune Körperfarbe mit helleren Abzeichen, heller Nase (braun) und hellen Krallen; 'dürrlaubfarben' bedeutet, dass die Farbe wie verwelktes Laub aussehen sollte, die Nase und die Krallen sind schwarz, das Fell einheitlich braun oder rötlich (ohne hellere Abzeichen). Es gibt allerdings auch s.o. 'Tigerungen' d.h. das Fell ist gestromt, was aber lt. Tierschutzgesetz nicht erlaubt wird (es treten hierbei zu viele Erbdefekte auf).

Das Fell sollte harsch sein und eng am Körper anliegen, sowohl ein Bart als auch an den Beinen ist das Fell länger und weicher als am übrigen Körper. Aus der Ferne sollte der Rauhaardackel einem Kurzhaardackel gleichen.

Fehler sind: zu langes oder zu weiches Haar, abstehendes, gewelltes oder gelocktes Haar sowie eine Rutenfahne; außerdem zu helle Augen, Nase oder Krallen (außer bei Schoko), zu lange, zu kurze oder zu hoch angesetzte Ohren sowie Gebiss- und Rutenfehler.

Der Zwergrauhaardackel sollte einen Brustumfang von ca. 35 cm und ein Gewicht bis zu 5 kg haben. Er ist aus verschiedenen Rassen gezüchtet, so findet man in seinen Ahnen u.a. auch verschiedenen Terrierrassen sowie Zwergpinscher.

 

 

Rassebeschreibung des Dackels von 1879 (erste überhaupt)!

 

Originalabschrift aus dem Buch 'Diezels Niederjagd' von 1887, 6. Auflage! (in heutiger Rechtschreibung)

Es handelt sich hier um den Rassestandart von 1879, seinerzeit erstellt von delegierten sämtlicher jagdlichen und kynologischen Vereinen in Deutschland, die die Rasse von 'amtswegen' festgestellt haben.

Es ist die allererste Rassebeschreibung des Dackel überhaupt!

Auf einer Hundeausstellung im Jahre 1879, Hannover, wurden die Rassen nach 'Points' beurteilt.

Damit war seinerzeit die Kynologie als Wissenschaft ins Leben gerufen, gleichzeitig wurde die Gründung eines Hundestammbuchs ins Leben gerufen, welches in Hannover geführt wurde und alle rassereinen Hunde verzeichnet wurden.

Die Delegierten-Versammlung  hat alle 'Points' der Rassen festgestellt.

Noch vieles könnte hier über diese 'Versammlung' berichtet werden, wir aber widmen uns dem Dackel, der damals als Rauhaar bzw. 'Stichelhaar' erst in der 'Entwicklung' war.

 

Der Dachshund

 

Im Ganzen hat sich die edle Sippe der Teckel, - denn mit Recht sind sie zu den edlen Hunde-Rassen zu zählen, - ziemlich rein, konstant und eigenartig erhalten. Wenn sich auch hier, wie  bei allen Hunderassen, weniger edle, weniger reinblütige. Ja zum Teil eine recht gemischte, eine recht heterogene Gesellschaft von Seitenlinien und Vetterschaften gebildet und herangezogen hat, so sind doch die eigentlichen Repräsentanten dieser Sippe, also sie Haupt- und Kopflinie, rein und unvermischt geblieben und bilden eine durch ihre Formen und ihre Charaktereigenschaften durchaus selbstständige und konstante Rasse

Die ersten Nachrichten, die uns über den krummbeinigen Dachshund überliefert sind, verdanken wir, nach Professor Fitzingner, Xenophon; der von ihm beschriebene Canis Castorius ist unzweifelhaft der schon  den Griechen bekannst gewesene krummbeinige Teckel. In römischen Schriftstellern ist seiner jedoch nirgends erwähnt, auch auf römischen Antiken hat man nicht abgebildet gefunden und doch wäre gerade er durch seine wunderliche und eigenartige Form selbst in der allerprimitivsten Nachbildung wohl zu erkennen gewesen. Um so mehr war diese kleine, brave Gesellschaft den Deutschen älterer und alter Zeit wohl bekannt, denn schon im Bojischen Gesetze tritt der Dachshund unter den Namen 'Bibar-Hund' auf und unter gleicher Benennung, sowie unter dem Namen 'Canis Bersarius', 'Beverarius', und 'Bibracco' erscheint er in den Schriften des 9. und 15. Jahrhunderts.

Der Dachshund ist heutzutage wohl in fast allen Ländern der zivilisierten Welt eingebürgert und gedeiht in allen mittleren und südlichen Klimaten vortrefflich; in hochnordischen Breiten vermisst man zwar unsern glatthaarigen Dächsel, ihn ersetzt aber dort eine langhaarige Abart, welche wohl mit dem in Deutschland erst seit dem Jahre 1882 als reine und konstante Rasse anerkannten langhaarigen und dem zottigen oder rauhaarigen  Teckel große Verwandtschaft zeigen dürfte.

Es ist eine ganze Anzahl von Dachshundarten bekannt und Fitzinger führt deren nicht mehr und nicht weniger als zwölf auf. Es sollen dies außer dem krummbeinigen (glatthaarigen, langhaarigen, rauhaarigen) der geradbeinige, der Rolldachshund, der schweinschwänzige, der otterschwänzige, der doppelnasige, der Domingodachshund und andere mehr sein. Mit Ausnahme des glatthaarigen, krummbeinigen und geradbeinigen bezeichnet Fitzinger sämtliche von ihm aufgeführten Arten als einfache, doppelte und dreifache Bastarde reiner und gemischter Kreuzung.

Während diese also ihre Ansprüche auf Rassenreinheit erst durch reine Vererbung in vielen Generationen nachzuweisen haben würden, ist die einzige reine und unvermischte Form dieser Gruppe von Hunden, unser krummläufiger, glatthaariger Teckel deren Grundtypus, wenn auch gleich den gradläufigen Bassets, inzwischen auch die krummläufigen Dächsel, wie oben erwähnt, als konstant sich vererbende Abart, also als eigene Rasse anerkannt worden sind, so dass wir auch diesen letzteren einige Worte widmen.

Den rauhaarigen Teckel, dessen Rassereinheit durch konstante Zucht, namentlich Hauptmann von Wardenburg-Hamburg nachzuweisen sich bemüht, wollen wir uns begnügen, den Lesern im Bilde vorzuführen, welches des genannten Herrn  rauhaarigen Hund Morbar vorstellt, dem u.a. auf der Hundeausstellung Berlin 1883 ein Erinnerungspreis zuerkannt wurde.

Seit im Vaterlande die Kynologie ihre Auferstehung erlebte, ist keine andere Rasse so erfolgreich gezüchtet worden, wie unsere braven glatthaarigen Teckel und die auf den Ausstellungen in Hannover 1882 und Berlin 1883 vorgeführten Exemplare waren ihrer Schönheit und Anzahl wegen der Hauptanziehungspunkt, der Stolz und die Freude aller Waidmänner.

Alle Dachshundzüchter hier aufzuführen, deren Zuchtprodukte durch ausnahmsweise Rasseschönheit und Reinheit hervorragen, ist leider nicht möglich, wir müssen uns darauf beschränken, neben Herrn Podewils-Podewils, vornehmlich des Jägermeister Freiherrn v. Knigge zu gedenken, dessen Bemühungen bereits 1883 durch Verleihung der goldenen Kaisermedaille für denjenigen Züchter, dessen Produkte auf der Berliner Ausstellung die meisten Preise erhalten haben, anerkannt und geehrt wurden, und die Herren Premierleutnant a.D. Fink Berlin, H. Bockelmann Aachen, Hauptmann Schmidt Münchehofe, Prinz Albrecht zu Solms-Braunfels und A. Willmann Schöneberg rühmlich zu erwähnen.

Wenn es auch nicht zu leugnen ist, dass die Züchtung glatthaariger Dachshunde in hoher Blüte steht und glänzende Ergebnisse aufzuweisen hat, was trotz der angestrengten Bemühungen und großer Opfer an Geld und Zeit bei der Züchtung unserer deutschen Vorstehhunde bisher nicht in demselben Grade erreicht worden, so darf man doch nicht übersehen, dass die Verhältnisse bei dem Teckel auch bedeutend günstiger lagen. Es fehlte ja nicht an zahlreichen konstanten Stämmen überhaupt und fehlte nicht an Stämmen, welche nur geringe Veränderungen bei der Züchtung bedurften, um den aufgestellten Points voll und ganz zu entsprechen.

Dazu kommt noch, dass mit der Dachshundzüchtung Hand in Hand Leistungsprüfungen im Kunstbau gingen, während Gebrauchsprüfungen, die sachgemäße Leistungsprüfung für den deutschen Hund, erst seit kurzer Zeit und vorläufig auch nur ganz vereinzelt vorgenommen werden. Für die Rationelle Prüfung der Dachshunde hatte sich in dem von dem Schreiber dieser Zeilen in Berlin begründeten und damals präsidierten 'Deutschen Jagdhund Club' sehr rasch das Bedürfnis nach einem Kunstbau fühlbar gemacht, welches durch die Einrichtung und Benutzung der von mir erfundenen und durch Patent geschützten Kunstbaue sind, nachdem ich im Interesse der guten Sache mein Patentrecht aufgab, Allgemeingut geworden und werden jetzt in verschiedenen Vereinen ihrer besonderen Zweckmäßigkeit wegen genutzt.

Ein künstlicher Bau, wie er weiter unten beschrieben und durch Zeichnung erläutert ist, hält viele Jahre aus und gewährt den Jägern, welche Hundedressur gewerbsmäßig betreiben, die Möglichkeit, mit einem solchen Baue und einigen gefangen gehaltenen Dachsen oder Füchsen alljährlich eine sehr große Anzahl von Hunden anzubringen, in Übung zu halten und zu prüfen.

...

Wir haben unseren Teckel in drei Größen, den schweren, den mittleren und den leichten Schlag und die Praxis hat gelehrt,, dass ein Hund mittleren Schlages entschieden als der bessere und brauchbarere dem schweren und dem leichten Schlage vorzuziehen sei. Der Hund mittleren Schlages ist, so zu sagen, in allen Sätteln, oder in diesem Falle treffender bezeichnet, in allen Bauen gerecht, denn wo Fuchs und Dachs Raum zum kriechen haben, kriecht auch der Hund mittlerer Größe, die Brunftzeiten dieser drei sind ziemlich gleich. Er ist außerdem zum Stöbern im bergigem und dichtbestandenen Reviere höchst brauchbar, da er kräftig genug ist, um andauernd, schnell und scharf jagen zu können.

...

 

Der Kurzhaarige Dachshund

 

Allgemeine Erscheinung

 

Niedrige, sehr lang gestreckte Bauart, Läufe auffällig kurz, die vorderen im Knie einwärts, mit den Füßen wieder aufwärts gebogen. Die ganze Erscheinung wieselartig, die Rute wenig gekrümmt und im ruhigen Gange schräg aufwärts gerichtet oder abwärts hängend getragen. Das Haar kurz und glatt anliegend, Gesichtsausdruck intelligent, aufmerksam und munter; stark entwickelter Vorderkörper, Gewicht nicht über 10 Kilo.

 

Kopf

 

Langgestreckt und spitzschnauzig, von oben gesehen am breitesten am Hinterkopf, nach der Nase zu sich allmählich verschmälernd, also nicht vor den Augen plötzlich abgesetzt, wie beim Jagdhunde, Oberkopf breit und flach gewölbt, Nasenrücken schmal, der Absatz vor den Augen sehr stark ansteigend. Im Profil erscheint der Nasenrücken leicht gewölbt oder fast gerade, die Schnauze verläuft spitz, die Lippe hängt nur wenig über, bildet jedoch noch eine bestimmte Falte im Mundwinkel

 

Behang

 

Mittellang, ziemlich breit, unten stumpf abgerundet, sehr hoch und weit nach hinten angesetzt, so dass der Raum zwischen Auge und Ohr hier verhältnismäßig größer erscheint, als bei allen anderen Jagdhunden. Der behang soll glatt und dicht, ohne jede Drehung am Kopfe herabhängen.

 

Auge

 

Mittelgroß, rund, klar vorliegend, das Weiß des Augapfels nur wenig zeigend, mit scharfem, stechendem Ausdruck.

 

Hals

 

Lang, beweglich, von oben gesehen breit und kräftig, vor den Schultern nicht plötzlich abgesetzt, sondern (im Profil) sich allmählich von der Brust bis zum Kopfe verjüngend. Halshaut locker, ohne eine Kehlwamme zu bilden

 

Rücken

 

Sehr lang, in der Nierengegend breit und leicht gewölbt, Kruppe kurz und mäßig schräg gestellt.

 

Brust & Bauch

 

Brust breit, Rippenkorb sehr lang und tief hinabreichend, Bauch nach hinten stark aufgezogen

 

Rute

 

Mittellang, an der Wurzel noch ziemlich stark, allmählich sich verjüngend und als schlanke Spitze auslaufend, fast gerade oder mit geringer Krümmung horizontal oder abwärts getragen

 

Vorderläufe

 

Weit kräftiger ausgebildet als die hinteren. Schultern mit derber, plastischer Muskulatur;  Vorarm sehr kurz, kräftig mit auswärts gehender Biegung, so dass das Knie etwas nach einwärts gerichtet ist. Die Fußwurzel wieder auswärts gedreht; wodurch der Vorderlauf, von vorn gesehen, eine S-förmige Biegung erhält. Im Profil gesehen, erscheint der Vorderlauf jedoch gerade, im Knie nicht überhängend und nur die Zehen seitlich herausgestellt.

 

Hinterläufe

 

Steiler wie bei anderen Hunden; Keulen mit stark und eckig verspringender Muskulatur; Unterschenkel auffallend verkürzt und wie die Fußwurzel, sowohl im Profil wie auch von hinten gesehen, fast gerade gestellt.

 

Fuß

 

Vorderfüße viel stärker als die hinteren; breit, derb, mit gut geschlossenen Zehen, starken, gekrümmten, ausnahmsweise schwarzen Nägeln und großen derben Ballen. Die Hinterfüße kleiner, runder, die Zehen und Nägel kürzer und gerader

 

Haar

 

Kurz, knapp und dicht aufliegend, glänzend, glatt, elastisch mit stechender Spitze, an den Behängen äußerst kurz und fein, an der Unterseite der Rute gröber und länger jedoch dicht aufliegend und keine stechende Bürste bildend. Ebenso ist das Haar an der Unterseite des Körpers von gröberer Beschaffenheit und soll den Bauch möglichst bedecken.

 

Farbe

 

Schwarz mit gelbbraunen Abzeichen an Kopf, Hals, Brust, Bauch, Läufen und unter der Rute; außerdem dunkelbraun, goldbraun und hasengrau mit dunklerem Rückenstreif, wie auch aschgrau und silbergrau mit dunkleren Platten (Tigerdachs). Bei den dunkleren Farben treten fast immer die gelbbraunen Abzeichen auf; bei den helleren Farben sollen die Nase und Nägel womöglich schwarz, die Augen dunkel gefärbt sein. Weiß ist höchstens als schmaler, regelmäßig geformter Streif auf der Mittellinie der Brust, vom Brustknorpel abwärts zu dulden.

 

Gebiss

 

Ober- und Unterkiefer genau aufeinanderpassend, so dass die Zähne des Unterkiefers die oberen weder überragen, noch hinter denselbem stehen. Das Gebiss stark und mit derben Eckzähnen, gut geschlossen, die äußeren Schneidezähne des Oberkiefers noch stärker entwickelt wie bei andern Hunden.

 

Fehler

 

Als fehlerhaft betrachten wir beim Dachshund: schmaler, seitlich zusammengedrückter oder konisch gebildeter Oberkopf; zu kurze, zu stumpfe oder plötzlich abgesetzte schmale Schnauze; zu lange Lippen; zu lange, gedrehte, faltige oder vom Kopf seitlich abstehende Behänge; dünner Hals und schmale Brust; Vorderläufe mit unregelmäßiger Biegung oder so starker Krümmung der Armknochen, dass die Knie sich berühren oder doch die Körperlast nicht genügend unterstützt wird. Ferner unregelmäßig verdrehte Füße mit weit gespreizten Zehen und schwacher Fußwurzel. Hinterläufe mit zu langem Unterschenkel, in Folge dessen die Fußwurzel entweder im Profil schräg unter sich gestellt ist oder in den Sprunggelenken kuhhessig nach innen gedreht erscheint. Ferner eine zu lange und schwere zu stark gekrümmte oder mit auffälliger Bürste versehene Rute. In Bezug auf Färbung ist Weiß als Grundfarbe sowohl, wie auch als Flecken und Abzeichen (Ausnahme des erwähnten schmalen Bruststreifens) immer als Fehler zu betrachten

 

 

 

Auf dem unteren Bild ist die Originalabbildung eines Dackel aus der damaligen Zeit zu sehen!

 

Hier der Text dazu:

 

Unsere Tafel zeigt einen der hervorragenden Repräsentanten unserer glatthaarigen Teckel, Herrn H. Bockelmann's Waldmann (D.H.ST.B. 363), der auf den Ausstellungen in Cleve 1881 und in Hannover 1882 mit dem Ehrenpreise , als absolut schönstes Exemplar ausgezeichnet wurde. Seine jagdlichen Eigenschaften sollen nach der durchaus glaubwürdigen Angabe des Besitzers Nichts zu wünschen übrig lassen.

 

 

 

 

 

 

Der langhaarige Dachshund

 

Nachdem die Herren Major v. Bünau-Cöln und v. Gramme-Delbers den beweis gebracht hatten, dass der langhaarige Teckel, den beide Herren in mehreren Generationen konstant rein durchgezüchtet haben, gleichfalls als Rasse für sich anzusprechen sei, wurden die Points der rasse von der Delegierten-Commission im Mai 1882 wie folgt bestimmt:

 

Diese Varietät unseres gewöhnlichen Dachshundes verdankt ihre Entstehung wahrscheinlich einer früheren Spanielkreuzung, ist indessen allmählich zur konstanten Rasse ausgebildet worden.

In Bezug auf Form, Farbe und Größe gelten hie dieselben Bestimmungen, wie für den gewöhnlichen Dachshund und ist allein die seidenartige Behaarung des langhaarigen Dachshundes als unterscheidendes Rassekennzeichen zu betrachten. Das weiche, sanft gewellte Haar verlängert sich unter dem Halse, der ganzen Unterseite des Körpers und der Hinterseite der Läufe zu einer hervorragenden Feder, wo es eine vollständige Fahne, wie beim Wachtelhunde, bildet.

 

 

Die Tafel zeigt Major v. Bühnau's Schnipp, eingetragen im D.H.St.B., ebenfalls einen auf Ausstellungen mit ersten und Ehrenpreisen bedachten, sehr schönen Vertreter seiner Rasse

 

 

 

 

Der Rauhaarige Dachshund

 

Den rauhaarigen Teckel, dessen Rassereinheit durch konstante Zucht namentlich Hauptmann v. Wardenburg-Hamburg nachzuweisen sich bemüht, wollen wir uns begnügen, den Lesern im Bilde vorzuführen, welches des genannten Herrn rauhaarigen Hund Morbar vorstellt, dem u.A. auf der Hundeausstellung Berlin 1883 ein Ermunterungspreis zuerkannt wurde.

 

 

 

Gebissfehler oder Zahnspange?

In verschiedenen Fachzeitschriften über Hunde steht geschrieben, dass die Fehlstellung der unteren Fangzähne besonders  deren fehlerhafte Engstellung zu späteren Beschwerden führen kann.

Sogar ist dort vom Ausschluss aus der Zucht die Rede, da dies ein Mangel ist oder sein soll, der sich vererbt. Als Ursache wird dort die ungenügend ausgebildete Breite des Unterkiefers angegeben. Nun, da wird geschrieben, dass diese Fehlstellung bereits 'Aktenkundig' gemacht werden soll, sobald die Wurfabnahme durch den Zuchtwart oder Tierarzt gemacht wird. Der Welpe ist dann gerade 8 Wochen alt und das Gebiss (hier Milchgebiss), noch gar nicht entwickelt ist. Das Gebiss kann sich bis zum 15. Lebensmonat z.T. auch länger, noch wesentlich verändern

Sicherlich vererbt sich dieser Mangel, das haben wir selbst schon erlebt, unbehandelt kann dieser Fehler dem Tier später auch Schmerzen bereiten, d.h. die unteren Fangzähne greifen in den Gaumen und können zu Entzündungen führen.

Leider gibt es viele Menschen, die einfach nicht glauben (oder glauben wollen) dass sich 'dieses' fehlerhafte' Gebiss reguliert, sofern der Hund an Knochen nagt, die z.T. größer sind als der Hund selbst! Selbstverständlich muss der Besitzer darauf achten, dass die Fangzähne (Reißzähne) des Milchgebisses auch selbst ausfallen (ca. 5-6 Lebensmonat), sofern dies nicht der Fall sein sollte, müssen die Milchzähne vom Tierarzt gezogen werden, sobald die späteren Zähne sichtbar sind; I.d.R. ist das aber selten der Fall.

Da steht doch tatsächlich, dass dem Tier eine Zahnspange 'anzulegen' wäre, da kann ich (Ursula) ja nur Lachen!  Viele Tierärzte sind wahrscheinlich auch der Meinung, dass eine Zahnspange, wohl das Beste für das Tier sei, aber ein richtiger großer Knochen ist wohl doch wesentlich Preiswerter und dem Hund auch viel angenehmer als so eine ekelhafte Zahnspange!

Selbst bei einem 'Birnbaumdackel' wurde seinerzeit von den neuen Besitzern eine solche Zahnspange, lt. Tierarzt, das 'Beste' für den Hund, angelegt, für viele Hundert-Euro nach Maß gefertigt,  mit dem selben Effekt, wie eben der 'Riesenknochen', für weniger als 5 EUR!

Weil es eben bisher keiner geglaubt hat, sei hier das Gebiss von Sue in Bildern vorgestellt:

 

An diesem Bild vom Dezember 2004 ist deutlich zu erkennen, dass der untere Fangzahn in den Gaumen beißt, Sue ist hier 4 Monate alt, mit Milchgebiss

 ... hier noch einmal zur Ansicht

Sue's Gebiss im Alter von 8 Monaten, im April 2005

 ... und hier die andere Seite!

Hier ein Milchgebiss des Welpen, mit eng gestelltem Unterkiefer, deutlich sichtbar die nach innen gestellten Fangzähne des Unterkiefers.

Sue's Gebiss (Ansicht von vorne), im Alter von 8 Monaten, deutlich zu sehen, die an der Seite herausragenden Fangzähne, so wie sie sein sollen.

Und hier die Zahnspange (nicht vom Tierarzt, sondern vom Kalb)

Nabelbruch

 

Den Nabelbruch beim Hund erkannt man daran, dass der Nabel, der normalerweise flach ist, sich nach außen wölbt

 

Der Nabelbruch entsteht durch zerren der Mutter an der Nabelschnur, beim Versuch, den Welpen bei der Geburt abzunabeln. Dadurch wird der Bauchmuskel gedehnt und es entsteht eine kleine Öffnung in der Bauchdecke.

 

Bei Nabelbrüchen, die größer als ein Gerstenkorn sind, sollte der Bruch unbedingt operiert werden, da eine Vergrößerung des Bruchs nicht auszuschließen ist.

 

Je jünger der Hund ist, so Risikoloser ist die Operation.

 

Entwurmungen:

 

Der Hund sollte regelmäßig entwurmt werden, mindestens einmal im Jahr, Mittel zur Entwurmung sollten Sie sich ausschließlich beim Tierarzt besorgen

 

Impfungen:

 

Regelmäßig einmal im Jahr sollte der Hund geimpft werden, jährliche Tollwutimpfungen sind Pflicht; die Impfungen sollen umfassen: Staupe, Leptospirose, Parovirose, Hepatitis sowie Tollwut. Haben Sie jemals darüber nachgedacht, dass ein Mensch lediglich einmal in seinem Leben so zu sagen ‚Durchgeimpft’ wird und dann nie wieder? Warum also soll ein Hund jedes Jahr gegen alles geimpft werden? Eine Impfung bedeutet immer eine Belastung für den Organismus des Tieres, es reicht unserer Meinung nach aus, lediglich die gesetzlich vorgeschriebene Tollwutimpfung jährlich ‚aufzufrischen’ ...

 

Flöhe:

 

Flöhe sind gesundheitsschädlich und müssen behandelt werden. Sie übertragen Würmer und, sofern der Hund Flohbefall hat, muss er auch entwurmt werden. Wirksame Mittel gegen Flöhe erhalten Sie beim Tierarzt. (Wir selbst haben verschiedenen Mittel aus Zoohandlungen ausprobiert, hat uns lediglich viel Geld gekostet aber nicht die Flöhe und dessen Larven beim Hund getötet)

 

Zecken:

 

Zecken bohren sich in die Haut des Hundes und saugen sich voll Blut, sie übertragen die Borreliose. Mit einer Zeckezange kann die Zecke vorsichtig gegen den Uhrzeigersinn herausgedreht werden.

 

 

Dackellähmung

Gerade aktuell haben wir einen Anruf erhalten, dass ein relativ junger Hund aus unserer Zucht einen Bandscheibenvorfall hatte.

Es ist uns eigentlich nicht verständlich, denn die Eltern sind gesund und munter, hatten nie irgendwelche Probleme mit dem Rücken.

Alle unsere Hunde haben sehr viel Bewegung, springen, laufen Treppen usw.

Auf unsere Nachfrage haben wir dann erfahren, dass der Hund immer und jede Stufe sowohl hinauf als auch hinunter getragen wurde und der Hund nie eine Möglichkeit hatte richtig zu rennen, immer wurde er kurz an der Leine gehalten!

Nach Rücksprache mit 2 Tierärzten wurde uns das Gegenteil mitgeteilt, Dackel sollen auf jeden Fall die Möglichkeit haben, zu rennen und viel zu laufen, auch sollen sie, damit die Rückenmuskulatur gestärkt wird, springen und auch Stufen laufen. Der Hund kann selbst abschätzen, was er kann und was nicht.

Auch der Mensch kann jederzeit einen Bandscheibenvorfall bekommen, auch wenn er sich nicht bewegt

Eine Dackellähmung ist also nicht unbedingt erblich vorausgesetzt, sondern liegt zum Teil auch an der Haltung des Hundes.

Viele Menschen vergessen immer wieder, dass ein Dackel ein Jagdhund ist und viel Bewegung und Auslauf braucht; nicht nur im Sommer und bei schönem Wetter, sondern auch bei Kälte und Regen!

Ein 'Mäntelchen' braucht der Dackel gewiss nicht!!!

Diese Erfahrung ist für uns ein Grund mehr, keinen Hund an Personen abzugeben, die in einer Wohnung leben, wo der Dackel keinen Auslauf haben kann!

Ernährung

 

Informationen zu gesunder Ernährung von Tierarzt Dr. Michael Wolters und zur Kartoffeldiät:

Gesunde Kost für Hund und Katz – einfach und preiswert

Da kommen Leute aus der Stadt zum nahegelegenen Biobauern gefahren, um sich einige Köpfe Salat und ein Kilo Möhren aus biologischem Anbau zu kaufen, und weil der Tierarzt gleich um die Ecke liegt, statten sie ihm bei der Gelegenheit einen Besuch ab.

Beim üblichen Beratungsgespräch ergibt sich dann oft die Frage: Essen Sie eigentlich viel aus der Konserve? Was natürlich verneint wird. – Aber ihrem Hund macht das nichts? – Betretenes Schweigen. Und kleinlaut: Daran habe ich noch gar nicht gedacht. Deshalb zunächst einige grundsätzliche Überlegungen zur Ernährung schlechthin.

Es ist die Macht der Werbung, die uns suggeriert, es gibt nichts Besseres als Fertigfutter für unsere lieben Vierbeiner. Während in den USA schon drei von vier Haustieren aus der Dose oder dem Beutel ernährt werden, ist es bei uns nicht mal die Hälfte aller Hunde und Katzen. Da liegt also noch ein großer Markt brach, den es aufzuarbeiten gilt. Angemessene Werbeetats bringen uns in der täglichen Presse eine Flut neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse frei Haus und dem Tierbesitzer per Medien das Bewusstsein: Richtig ernährt werden unsere Haustiere nur mit Fertigfutter. Dass dies nicht unbedingt richtig ist, will dieser Artikel vermitteln: nicht gegen Fertignahrung, sondern mit – aber mit Verstand nach der Devise: Soviel wie nötig, aber so wenig wie möglich.

Tierbesitzer sind leicht verunsichert, wenn sie von drei verschiedenen Tierärzten drei verschiedene Meinungen hören. Vielleicht liegt es daran, dass der Tierarzt auch nicht mehr über die Funktion der Nahrung weiß als ein Humanmediziner (wo es ebenfalls an Sachkenntnis mangelt), nicht zuletzt, weil darauf im Studium relativ wenig Wert gelegt wird. Oft haben Veterinäre sogar weit weniger Hintergrundwissen als Laien, die sich, häufig als Folge eigener Erfahrung, eingehend mit diesem Thema beschäftigt haben.

Seit vor ca. 28 Jahren das erste Fertigfutter auf den Markt kam, haben sich die Produzenten in Verbindung mit den Hochschulen große Mühe gegeben, den Bedarf von Hund und Katze zu ermitteln, um möglichst optimale Fertigfutter-Angebote herstellen zu können.

Es liegt in der Natur der Sache, dass in einem synthetischen (künstlich zusammengesetzten) Futter nur das drin sein kann, was man auch hineintut, und man tut das hinein, wovon man weiß, dass es benötigt wird. So ist die Palette der als notwendig angesehenen Stoffe stetig gewachsen, und die Werte für die benötigten Mindestmengen unterliegen immer wieder Korrekturen. Das Gleiche spielt sich übrigens für den Menschen ab, man denke da an die letzten Erkenntnisse über Cholesterin. Ganz offensichtlich ist das Futter (die Nahrung) immer nur so gut, wie die jeweiligen wissenschaftlichen Erkenntnisse – und die unterliegen einem ständigen Wechsel. Wenn heute ein neues Futter mit wieder neuen „wichtigen“ Zusätzen beworben wird, bedeutet das doch, dass das bisherige Futter unvollständig war. Und dieses Futter wird morgen wieder von einem noch besseren abgelöst – weil es immer noch nicht vollständig ist.

Die wilden Verwandten unserer Haushunde sind in ihrer Nahrungsauswahl nicht kleinlich. Wölfe verzehren vom Wildschwein über Reptilien bis zu Regenwürmern alles, was die Situation bietet. Aber auch Beeren, Obst und Pilze werden nicht verschmäht. Die Zusammensetzung der Nahrung variiert stark nach geographischer Verbreitung und Jahreszeit, ein schnelles Umsteigen von einer Nahrungsquelle zur andern ist möglich.

Die Nahrung der Wildkatze reicht vom Rehkitz über Frösche bis zu Skorpionen. Das ist ein weites Spektrum, bleibt aber i.a. auf Tiere beschränkt. In Europa sind als Tagesbedarf pro Tag ca. 12 (!) Mäuse anzusehen.

Entwicklungsgeschichtlich hat sich der Hund im Laufe seiner Domestikation, für die einige 100 Generationen erforderlich waren, offensichtlich den Ernährungsgewohnheiten des Menschen angepasst, während die Katze nicht dazu gezwungen war: Ihre Hauptaufgabe war es immer gewesen, die Schädlinge in den Nahrungsspeichern zu dezimieren, also Mäuse zu fangen, und sich damit selbst zu ernähren. Dafür wurde sie schon in der Zeit der Pharaonen geschätzt.
Beiden gemeinsam aber ist die Abnahme der Hirngröße um ca. 30 Prozent im Laufe ihrer Entwicklung. Haushunde fressen bei gleichem Nahrungsangebot um 50 Prozent weniger als gleich schwere Wölfe, das Nahrungsspektrum aber ist sicherlich noch weiter. Wildkatzen sind ausgesprochene Fleischfresser, und bei Hauskatzen wird sich diese Ernährungsweise nicht fundamental ändern lassen. Daran sollten Vegetarier denken, wenn sie ihr Essverhalten auch ihren Tieren beibringen möchten.

Die Bedarfswerte sind in der Literatur sehr unterschiedlich angegeben. Fest steht aber, dass Hund und Katze bis zu 6 mal mehr Proteine brauchen als der Mensch. Bei Katzen liegt der Bedarf sogar um etwa 60 Prozent höher als bei adulten Omnivoren und Herbivoren (erwachsenen Allesfressern und Pflanzenfressern).

Aber das sind Werte, die die Fachleute interessieren, die sich mit der Komposition der Fertigfutter beschäftigen. Für eine gesunde (Normal-)Ernährung in der täglichen Praxis sind sie nicht wichtig. Vorausgesetzt, man hat sich einige grundsätzliche Gedanken gemacht und beachtet wenige arteigene Unterschiede. Natürlich gelten für kranke Tiere (z.B. mit chronischem Nierenproblem) andere Regeln.

Prinzipiell haben die Inhaltsstoffe im Hunde- und Katzenfutter die gleiche Bedeutung wie in der menschlichen Nahrung.

Als Nahrungsmittel (häufig gleichbedeutend für Lebensmittel) werden alle pflanzlichen und tierischen Produkte bezeichnet, die zum Aufbau und zur Erhaltung des Körpers sowie zur Energielieferung beitragen. Nährstoffe sind die in den Lebensmitteln enthaltenen chemischen Substanzen, aus denen der Organismus körpereigene Stoffe bilden kann. Bei den Auf- und Abbauvorgängen werden gewisse Substanzen ständig ausgeschieden. Dies ist der so genannte Stoffwechsel, ein Charakteristikum des Lebens.

Der wichtigste Prozess ist die Energiegewinnung durch Oxidation von Substanzen durch den mit der Atmung aufgenommenem Sauerstoff. Während des Wachstums wird ein erheblicher Teil der Nährstoffe zum Aufbau des Körpers verwendet.

Aber auch im erwachsenen Körper finden Aufbauprozesse statt (z.B. Muskelbildung durch Training). Hauptsächlich aber dienen die Nährstoffe dem Ersatz von Körpersubstanz, wobei die Schätzungen des Erneuerungsbedarfs zwischen 2 und 10 Millionen Zellen pro Sekunde (!) liegen.

Protein hat in erster Linie Bedeutung für den Aufbau und die Erhaltung der verschiedenen Körpergewebe wie Muskeln und Organe, und wird deshalb auch als „Träger des Lebens“ bezeichnet. Für die menschliche wie tierische Ernährung ist Protein um so wertvoller, je ähnlicher seine Zusammensetzung der des Konsumenten ist. Desto höher ist auch die biologische Wertigkeit des Proteins.

Neben den Proteinen tierischer Herkunft können aber auch von Carnivoren (Fleischfressern) pflanzliche Proteinträger sachgerecht verwandt werden. Diese können mit Proteinen tierischer Herkunft sowohl bezüglich ihrer Wirtschaftlichkeit als auch ihres Aminosäuremusters konkurrieren.

Ballaststoffe sind Kohlenhydrate, vorwiegend aus pflanzlichen Zellwänden, besonders Zellulose, die von den Enzymen des tierischen Verdauungstraktes nicht abgebaut werden, aber den Mirkoorganismen des Dickdarms gewissermaßen als Nahrungsgrundlage dienen und die Beweglichkeit des Darms und damit die Verdauung fördern. Zum Teil werden sie umgewandelt, meist aber unverändert ausgeschieden.

Wenn Raubtiere ihre Beute verzehren, fressen sie auch den Mageninhalt (Sie fressen ihre Beute praktisch von innen nach außen her auf). Ein großer Teil davon ist unverdaulich, er ist somit eine natürliche Quelle für Ballaststoffe.

Seit über 100 Jahren gilt die Analyse der Nahrungsmittel und die Bestimmung der Bedarfswerte für den Konsumenten (Mensch und Tier) als einzig wahrer Weg zur richtigen Ernährung. Offenbar aber ist es bis heute nicht gelungen, weder alle Inhaltstoffe der Nahrung noch den tatsächlichen Bedarf des Organismus zufinden. Denn ständig werden uns ja neue Erkenntnisse mitgeteilt, was wir noch brauchen und was jetzt auch noch im Präparat bzw. im Futter drin ist. Was nichts anderes heißt, als dass immer ein nicht näher zu bestimmender Teil des Ganzen unbestimmt, infolgedessen auch unbeachtet bleibt.

Alle Aussagen, die aus Ernährungsversuchen gewonnen werden, sind mit dem Makel behaftet, dass sie als Einzelstoffe und über einen viel zu kurzen Zeitraum beobachtet wurden.

Wie relativ Versicherungen über Wirksamkeit und Unschädlichkeit sind, erleben wir immer wieder, wenn Arzneimittel trotz strenger Prüfung vor der Zulassung nach der Markteinführung plötzlich Nebenwirkungen zeigen, an die vorher niemand gedacht hatte.

Wenn wir in einen Benzinmotor Diesel füllen, versagt er nach kurzer Zeit. Man reinigt ihn, und dann wird er mit Benzin wieder laufen, als wenn nichtsgeschehen wäre.

Die Nahrung, die wir und unsere Tiere aufnehmen, ist aber nur zum kleinen Teil mit dem Benzin für den Motor vergleichbar. Der wesentliche Teil der Nahrungsenergie und -substanz wird für den Aufbau und Ersatz lebender (Körper-) Substanz verbraucht. Der Mensch z.B. produziert sein eigenes Körpergewicht im Laufe seines Lebens etwa tausendmal: er ist, was er isst.

Bemühungen, allein aus der biochemischen Analyse und aus der Kalorienmenge den Wert von Nahrungsmitteln ermessen zu wollen, sind dem Versuch vergleichbar, die Qualität eines Orchesters aus dem Gewicht und dem Material der Instrumente zu beurteilen.

Es muss also andere Kriterien geben, die uns etwas über die Qualität der Nahrung sagen können. Ohne jetzt auf die Erkenntnisse von Spezialisten wie Kollat („Die Ordnung unserer Nahrung“) einzugehen und deren Bestätigung durch Biophysiker und Molekularbiologen, sei auf einige allgemeine Grundsätzlichkeiten, die jedem bei etwas Nachdenken geläufig sind, hingewiesen.

Wenn wir bei der Betrachtung der Nahrung keine großen Unterschied zwischen Tier und Mensch machen, befinden wir uns nicht so sehr im Abseits. Der Forscher Anderson fand zwei bemerkenswerte Aspekte der Ernährungsprobleme unserer Haustiere, die in den letzten Jahren aufgetaucht sind:

1. der Unterschied zwischen Hund und Katze hinsichtlich ihres Futterbedarfs und Stoffwechsels.
2. die Ähnlichkeit zwischen Mensch und Hund hinsichtlich gewisser ernährungsbedingter Krankheiten.

Es ist doch auffällig, dass in den Regionen der Erde, in denen eine kohlenhydrat- und ballaststoffreiche Ernährung vorherrscht, bestimmte Zivilisationskrankheiten der hochindustrialisierten „Wohlstandsländer“ gar nicht vorkommen.

Den Hund kann man durchaus zu den Omnivoren zählen, wenn man das Nahrungsspektrum seiner wilden Verwandten betrachtet. (Auf jeden Fall ist er mehr ein „Tierfresser“ denn ein „Fleischfresser“.) Er besitzt im Vergleich zur Katze ein effizienteres Verdauungssystem, was z.T. auf der gegenüber der Katze relativ größeren Darmlänge beruht. Er hat bei einem großen Magen im Vergleich zu Herbivoren und anderen Omnivoren aber einen sehr kurzen Verdauungstrakt, wodurch sein Darmvolumen gering ist.

Die Katze kann die Intensität des Proteinabbaus nicht so gut der jeweiligen Nahrungssituation anpassen, weshalb sie einen gleichbleibend hohen Proteinbedarf hat. Reine Fleischnahrung allerdings kann zu erhöhter Infektanfälligkeit und zu Organveränderungen führen.

Im täglichen Leben haben wir uns längst an die Tatsache gewöhnt, dass die Aussagen über die Güte eines bestimmten Produktes sich bei allen Firmenvertretern gleichen: Sein jeweiliges Produkt ist immer das Beste. Wir können das aber im Einzelnen selten feststellen, sondern müssen uns nach anderen Kriterien richten. Denn tatsächlich hatte die Stiftung Warentest vor einigen Jahren einmal herausgefunden, dass die Fertigfutter, unabhängig vom Preis, qualitativ ziemlich gleich waren. Zweifellos haben wir heute das beste Fertigfutter, das es je gab. Die Frage ist nur: Ist Fertigfutter aber wirklich das Beste?

Kein Hundebesitzer würde guten Gewissens 365 Tage im Jahr Hamburger essen oder von Fertiggerichten leben wollen. Jeder weiß, dass alles, was weitgehend zubereitet ist, industriell verarbeitet, möglicherweise haltbar gemacht, auch wenn zum Ausgleich Vitamine und andere Vitalstoffe zugesetzt wurden, minderen Wertes ist als Frisches.

Und warum soll es überhaupt hochverdaulich sein? Erstens braucht jedes Tier eine gewisse Menge, um satt zu werden, zweitens sind die meisten Tiere (wie ihre Besitzer) übergewichtig. Warum also nicht auch Un- oder Schwerverdauliches bieten? Der Darm braucht die Ballaststoffe für eine gute Motilität (= unwillkürlich gesteuerte Muskelbewegung), denn nur bei aktiver Bewegung kann er seiner Aufgabe nachkommen, die Nahrung zu verdauen und Schadstoffe auszuscheiden. Und die nützlichen Ecubakterien, die beim Stofftransport durch die Darmwand helfen, brauchen sie als Nahrung. Und je besser es denen geht, umso eher verdrängen sie die Gas- und Fäulnisbildner, die durch überflüssiges Eiweiß (nämlich ein Zuviel an Fertigfutter) genährt werden.

Außerdem liegen im Darmbereich etwa 80 Prozent des immunkompetenten Gewebe, woraus zu schließen ist: Ein gesunder Darm ist der Garant für gute Gesundheit.

Das hat sich mittlerweile übrigens auch bei den Fertigfutterproduzenten herumgesprochen, die jetzt einen Teil ihrer Produkte mit Ballaststoffen anreichern. Was nichts anderes bedeutet, als dass die hohe Gesamtverdaulichkeit, die aus dem Herstellungsverfahren resultiert, und mit der immer geworben wurde, wieder zurückgefahren wird.

Kein Zweifel, dass Fertigfutter eine praktische Angelegenheit ist und im Urlaub oder am Wochenende ein Segen. Aber ebenso kein Zweifel, dass Gesundheit praktischer zu haben ist: nach der Devise „So frisch wie möglich, so wenig zubereitet wie nötig“ möglichst viel Frisches. Das bedeutet auch: rohes Fleisch. (nur bitte nicht vom Schwein!)

In den meisten Haushalten fällt täglich Kartoffelwasser an, mit dem man das Tütenfutter für den Hund (als Grundlage) angießen und damit schon aufwerten kann. Dazu gibt man alles, was anfällt, alles, was so (gering) gewürzt ist, dass Kinder es essen können.
Der Hund ist kein Abfalleimer, aber er kann alles fressen, was wir essen könnten (Was heute so al-les auf dem Tellerrand bleibt, hätten unsere Eltern noch gern gegessen). Und mit der Menge an Kartoffeln und anderem Gemüse (den wichtigen Ballaststoffen) kann man die Portion so groß halten, dass der Hund satt wird – womit wir das Betteln und Herumwühlen in jedem Abfalleimer leicht vermeiden. Auf diese Weise, bei richtigem Verhältnis, nimmt der übergewichtige Hund sogar ab, ohne zu hungern – weil er ja nicht zwischendurch an den Kühlschrank kann. Das Patentrezept heißt also: Soviel Fertigfutter, wie der Hund als Existenzminimum und zur Energielieferung braucht, soviel Kartoffeln obendrauf ,bis die Portion so groß ist, dass er satt wird. (Übrigens auch ein probates Rezept für den Besitzer: Abnehmen ohne zu hungern: viel Kartoffeln.)

Für die Katze gilt Ähnliches, wobei es hier etwas schwieriger ist, diesem Nahrungsspezialisten Fremdes unterzujubeln. Aber mit längeren Gewöhnungszeiten toleriert auch sie untergeknetete Kartoffeln, die Portion strecken, aber nicht so rausgesucht werden können wie Reis. Und gerade die Katze braucht zähes Fleisch, damit sie ihre Zähne einsetzt und den Kauapparat trainiert. Und auch Knochen zum Absuchen, das beste Mittel, um dem leidigen Zahnstein vorzubeugen.

Es ist wichtig, dass Forschung das Wissen über die Nahrung und die Verwertung im Körper vermehrt, weil dadurch ernährungsbedingte Störungen und Krankheiten besser behandelbar werden.

Für eine gesunde Ernährung bei Mensch und Tier aber bedarf es keines Studiums, sondern des gesunden Menschenverstandes: Der Einsicht nämlich, dass unser und unserer Tiere Körper nur so gut funktionieren kann wie die Baustoffe, die wir ihm zuführen. Wer sich bewusst macht, dass „Lebensmittel“ Leben vermitteln, der braucht keine Diätvorschriften. Er wird seine Grundernährung in diesem Sinne ausrichten und all das besser verkraften können, was wir ohnehin täglich an Schadstoffen aufnehmen.

Auffallend jedenfalls ist immer wieder die Übereinstimmung in den Berichten von Kongressen verschiedener medizinischer Fachrichtungen: Grundlage der Gesundheit ist eine einfache, abwechslungsreiche Mischkost. Und das gilt nicht nur für den Menschen!
Praktische Fütterung: Grundsatz: So frisch wie möglich, so wenig Fertigfutter wie nötig

Der Hund kann alles bekommen, was wir auch essen und was so zubereitet (gewürzt) ist, dass Kinder es vertragen.

Mahlzeiten im ersten Lebensjahr:
Während des Wachstums sind häufige kleine Mahlzeiten besser als wenig große. Der wachsende Hund zeigt Ihnen, wann Sie reduzieren sollen. Fresser werden nicht geboren, sondern erzogen!

Richtwerte:
bis 4 Monate 5 x täglich
4 – 6 Monate 4 x täglich
6 – 10 Monate 3 x täglich
6 – 10 Monate 3 x täglich
10 – 12 Monate 2 x täglich
ab 12. Monat 1 x täglich

Die tägliche/n Ration/en nach Größe des Hundes auf mehrere Mahlzeiten pro Tag verteilen und dem Wachstum entsprechend steigern.
Nach einer Faustregel wächst der Hund im 1. Jahr in die Höhe (die Knochen), im zweiten in die Breite (die Muskulatur), im dritten stabilisiert sich sein Wesen.

Jegliches Übergewicht soll vermieden werden, besonders im Wachstum. Wenn im ersten Jahr zu viel Eiweiß gefüttert wird, und der Welpe sehr lebendig ist, fördert das die Muskelbildung mehr als es die jungen Knochen aushalten.

Grundnahrungsmittel:
rohes Rindfleisch (Kopffleisch mit Sehnen und Fett, oder einfaches Suppenfleisch), eher selten Innereien; nie rohes Schweinefleisch füttern, denn das könnte Erreger enthalten, die nicht für Menschen, wohl aber für Hund und Katze gefährlich sind.
Hühnerfleisch, Hammel, Kaninchen, Fisch, roher Pansen, Reis, Haferflocken, Nudeln, Kartoffel und anderes Gemüse (roh wird nicht verdaut, nur in geraspelter Form wie für den Säugling: Hund und Katze zerkauen ja nicht die Fasern)
Milchprodukte (Quark, Naturjoghurt, Hüttenkäse)
Sie können ein Flockenfutter als Grundlage nehmen und z.B. mit Kartoffelwasser, Gemüse- oder sonstiger Brühe angießen. Darunter mengen Sie von den oben genannten Grundnahrungsmitteln, was Sie gerade zur Verfügung haben. Mit Kartoffeln machen Sie die Portion so groß, dass der Hund satt wird.

Mineralfutter:
Fürs Knochenwachstum muss Calcium/Phosphor während des ganzen ersten Jahres in für den Hund feststehendem Verhältnis (steht auf der Packung) zugegeben werden.

Leckenchen sind Kalorienbomben – wenn sie in Mengen gegeben werden! Alternativ eignet sich ein Stückchen Knäckebrot mit etwas Butter oder Leberwurst. Das muss der Hund nämlich richtig kauen.

Gelegentlich sollten Sie auch aus der Dose füttern, damit der Hund lernt, dass man so etwas auch fressen kann: Falls es einmal schnell gehen soll, Sie unterwegs füttern müssen oder jemand anders den Hund versorgt. Das Gleiche gilt für
Trockenfutter. Es ist zwar sehr praktisch, aber wer erlebt hat, dass die Brocken bei Erbrechen noch nach 4 bis 5 Stunden komplett, nur gequollen, herauskommen, weiß, dass diese Zubereitung offenbar nicht so sehr der Verdauung förderlich ist. Denn alles Verdauliche wird über Flüssigkeit vom Körper aufgenommen.

Keine Knochen fressen lassen! Denn das kann massive Verstopfungen geben, die nicht durch Medikamente, sondern nur operativ entfernt werden können.

Gelegentlich sollte der Hund aber mal einen rohen Gelenkknochen (Knie oder Haxe) zum Absuchen und Knabbern bekommen. Der Knochen soll so groß sein, dass der Hund ihn nicht knacken kann. Also je nach Gebissgröße vom Rind, Kalb oder Hammel. Keine Hühnerknochen, die splittern. Für die Katze eigen sich auch Kotelettknochen, vom Schwein nur gebraten, vom Lamm auch roh.

Zum Training der Kaumuskulatur geben Sie dem Hund Kauknochen oder rohen Pansen, der Katze rohes Rind.

So ernährt, werden es Ihnen Ihre Tiere mit guter Gesundheit und stabilem Gebiss danken!

Geschichte des Dackels

 

Es ist allseits bekannt, dass der Hund, seit vielen tausend Jahren, vom Wolf abstammt.

Bereits vor 6000 Jahren entwickelten sich verschiedene Rassen, die durch spezielle Zucht entstanden. Auf alten ägyptischen Bildern, die ca. 3000 Jahre alt sind, finden sich bereits Hunde mit kurzen Läufen, die allerdings mit dem heutigen Dackel sicherlich nicht verwandt sein dürften.

Die Ahnen des Dackels lassen sich bis ins 16. Jahrhundert zurück verfolgen, seinerzeit waren 'kurzläufige' Hunde bekannt, die den Jäger auf der Jagd begleiten.

Durch gezielte Zucht entstand der Dackel im 18. Jahrhundert, zunächst gab es nur den Kurzhaardackel, der 'Urvater' aller heutigen Dackelarten.

Der französische Naturforscher Buffon beschreibt bereits Mitte des 18. Jahrhunderts einen schwarz-roten Dackel mit krummen 'Läufen'.

Nach 1800 wurde der Kurzhaardackel gezüchtet, allerdings mit wesentlich längeren Läufen als der heutige Dackel.

Der Rauhhaardackel entstand aber erst durch Einkreuzung von Pinschern und Dandie-Dinmont-Terrieren (viele Rauhhaardackel haben bis heute das längere, seidige Fell dieses Terriers).

Hier eine Abbildung des Dandie-Dinmont-Terriers

Auf diesem Bild unserer alten Hexe sieht man die Ähnlichkeit mit dem Dandie-Dinmont-Terrier noch sehr deutlich.

 

Der erste Rassestandart des Dackels in Deutschland wurde 1879 festgelegt und hat sich seit dem immer wieder geändert, heute sind die Dackel länger und haben wesentlich kürzere Beine als damals.

Dieses Bild stammt von 1879 und zeigt einen klassischen Dackel seiner Zeit, mit hohen Läufen und kürzerem Rücken. Man sollte aber bedenken, dass die Rassestandarts auch heute noch von Land zu Land unterschiedlich sind, sind die Dackel hier optimal, können sie in einem anderen Land z.B. als nicht mehr so schön bezeichnet werden und würden dort keinen 'Blumentopf' auf einer Schau gewinnen

 

Inzucht

Hier möchten wir daran erinnern, dass der Hund vom Wolf abstammt; der in freier Wildbahn lebt und, wenn er erwachsen ist, nicht mehr weiß, wer Vater oder Mutter ist. D.h. er weiß nicht, ob er sich nun mit seinem Bruder oder seiner Schwester, seiner Mutter oder seinem Vater oder seinen Großeltern verpaart. Im Rahmen der Evolution haben sich wohl auch Eltern mit Kindern und weiteren Generationen verpaart... Wie sonst wären wir wohl heute das, was wir sind?...

Der Begriff Inzucht ist sicherlich schwierig zu definieren.

Für den einen ist Inzucht die Verpaarung zwischen Eltern & Kindern, für den anderen aber erst die Verpaarung zwischen Vettern & Cousinen.

Alle Rassen sind im Laufe der Jahre durch intensive Inzucht entstanden, für viele Rassen ist eine Rückkreuzung auf die Großeltern, Urgroßeltern oder Halbegeschwister sogar notwendig, um diese Rassen überhaupt zu erhalten.

Welcher Wolf weiß schon in der Natur, wer sein Vater oder sein Großvater ist? Also verpaaren sie sich alle untereinander...

In der Hundezucht ist es aber ein Schreckgespenst

Oft bringt gerade ein gewisser Grad an Inzucht die schönsten und besten Tiere hervor.

Der Inzuchtgrad lässt sich leicht mit der folgenden Formel nach Horak errechnen.

2:  =   25%

3:  =   12,5%

4:  =   6,25%

5:  =   3,12%

6:  =   1,56%

Errechnet wird wie folgt:

In der 2 Generation sind 2 gemeinsame Vorfahren, das ergibt für den Vater die Zahl 2 für zwei Vorfahren in der 2. Generation, davon wird 1 abgezogen, womit man die Zahl 3 erhält, also 12,5% Inzucht für die väterliche Seite, das gleiche gilt für die mütterliche Seite, also insgesamt 25% Inzucht bei einer Geschwisterverpaarung. Je weiter die gemeinsamen Vorfahren zurück liegen, um so geringer wird die Inzucht.

Ist z.B. der Urgroßvater auch der Vater eines Welpen, so entspricht der Inzuchtgrad von 12,5%. Ist z.B. der Großvater auch der Urgroßvater, so ergibt sich lediglich ein Inzuchtgrad von 6,25%

Bei einer Inzucht von mehr als 25% in der gesamten Ahnentafel sollte aber doch verzichtet werden.

Bei Rückkreuzungen auf Vorfahren wird meist von Linienzucht gesprochen

Foto: Kleiness-Fotostudio