D e r   U r s p r u n g   d e s    O r t e s

Geht man vom Görlitzer Archidakonus Jahnke aus, kann man annehmen, dass, wie der Name schon andeutet, der Ort mitten im Wendenland zur Zeit der sächsischen Kaiser im 11. Jahrhundert entstanden ist. Der Gründer des Ortes soll ein deutscher Ritter gewesen sein.

1335   erste urkundliche Erwähnung als Ossegk 

1336   hieß der Ort Dutsche Osseg (von Heinrich v. Salza erworben)

1388   Ossek

1416   Duczhen Ossek ( sprich Dutschen )

Das Wort Osseku ist altslawisch und heißt soviel wieVerhau/Hürde. Die Dörfer der damaligen Zeit umgaben sich sehr oft mit solchem Schutz. Ehe man hier siedeln konnte musste man den hier vorherrschenden Wald roden, den Sumpf ( durch damals wasserreichere die Neiße ) trockenlegen und das Flussbett befestigen. Das unregulierte Flussbett hatte viele Arme. Es gab zur damaligen Zeit viele Hochwasser. Eventuell ist der bei der Schachtung des Mühlgrabens im Jahre 1923 gefundene verkohlte Eichenstamm ein Zeuge aus dieser Zeit. In den Jahren 600-1000 gab es in unser Heimat bereits wendische Ortsnamen wie zum Beispiel Wendisch-Ossig oder Nikrisch ( Hagenwerder ), Ostritz oder Leschwitz ( Weinhübel ). Nach der Besiedlung ( etwa ab dem Jahre 1000 ) gab es viele slawische Siedlungen die verdeutscht wurden. Görlitz erhielt seinen Namen auch nach einem ehemaligen Dorf. Mit Deutsch-Ossig wird es wohl auch so gewesen sein. Deutsche Siedler bauten ihre Häuser auf der Flur des alten Deutsch-Ossig (vor dem 2.Weltkrieg Wendisch-Ossig).

Die älteste Erwähnung von Deutsch-Ossig stammt aus dem Jahre 1335. Das Görlitzer Stadtbuch erwähnt den Ort durch einen Schreiber namens Johannes, der zu diesem Zeitpunkt als Pfarrer tätig war. 1346 wird der Ort im Zusammenhang mit einem Schreiben erwähnt. Es gehörte unter die Gerichtsbarkeit des Bischofs von Meißen.   

   Weiter