Indiens
Softwareindustrie hofft auf mehr deutsche Partner.
"Gerade in Zeiten, in denen gespart werden
muss, ist es wert, sich nach Indien zu
orientieren", sagte der Sprecher des
IT-Unternehmensverbandes NASSCOM,
S. V. Ramachandran, auf der CeBIT. Im
Software-Export rangiert Deutschland nach den USA
und Großbritannien zwar auf Platz 3, als Abnehmer
für indische Exporte liegt Deutschland aber mit
2,6 Prozent im Finanzjahr 2001/02 nach den USA
(65,6) und England (14,1) weit hinten.
Der Export von
indischer Computersoftware lag im Finanzjahr
2001/02 bei einem Wert von 9,9 Milliarden Dollar.
In diesem Jahr (April 2002 bis März 2003)
kletterte er auf 12,5 Milliarden Dollar.
In
Indien lassen unter anderem Bosch, Siemens und
Lufthansa arbeiten. Das Potenzial schätzt der
Verband aber wesentlich höher ein. "Die
Deutschen scheinen nicht genug Vertrauen zu
haben", sagte Ramachandran. Dabei arbeiteten
indische Software- und Serviceunternehmen
effizient und vor allem wesentlich preisgünstiger
als in Europa.
Grund für das
mangelnde Interesse von indischen
Software-Experten an einer Greencard für
Deutschland ist nach Einschätzung von NASSCOM
unter anderem die Sprachbarriere. Deutschen
Unternehmen empfiehlt Verbandssprecher
Ramachandran zugleich, sich über NASSCOM
Arbeitskräfte und einen Projektleiter zu holen.
"Dann gibt es einen verlässlichen
Ansprechpartner."
Das Interesse an
den acht indischen Ausstellern auf der CeBIT ist
in diesem Jahr nach Einschätzung von NASSCOM
etwas geringer als im Vorjahr. Indien ist seit elf
Jahren mit Ständen auf der CeBIT vertreten. (dpa)/
(tol/c't)
Quelle:
heise.de/cebit |