leichte motorisierte Luftsportgeräte

Fußstart-UL - foot launched microlights - Definition

  Extraübersicht       Trikes bis 120 kg  --  Dreiachser bis 120 kg

Minimum

> Minimum

Hersteller:  Firma ALF Flugplatz Altes Lager bei Berlin

bis 2011: Norbert Schwarze, Brennenheide 55 -  33824 Werther

Fläche: verschiedene Hängegleiter, verstärkte Ausführung mind. 150 kg, Rettungssystem am Turm (Help) 
Motor: Black Devil von JPX mit 25 PS
ältere Geräte mit Solomotor, 9 - 12 kW,  je nach Schalldämpfer
Das bislang am meisten verkaufte System. Seit 1984 am Markt

Mosquito

> Mosquito

Importeur:   Ortwin Keller -  Ebelstraße 29 - 35392 Gießen   www.motorgurt.de

Preis ca. 6300,-                          

Fläche: praktisch jeder Hängegleiter, Rettungssystem im Gurtzeug

Motor: Radne 120 mit ca. 9 kW

Das meist verkaufte "echte" Fußstart-UL 

> Minifly Set

Hersteller: 
Hermann Kümmerle, 
Gewerbestr. 11,  
74912 Kirchardt   
               

Fläche: verschiedene Drachen zugelassen

Motor: Sachs Dolmar, modifiziert, ca. 12 PS

voll Rollstart fähig! Geringe Verbreitung

> E-Lift

Ein Mosquitogurt, aber nicht mit einem Radne-Zweitakter sondern einem Elektromotor

Von Flugsport Toni Roth zur Serienreife entwickeltes System unter Verwendung des von Werner Eck konstruierten E-Antriebes. Als beste Fläche haben sich die leistungsfähigeren Starrflügler erwiesen. 
Mit einer Akkufüllung ist ein Aufstieg von ca. 800 m möglich, genug für den Thermikeinstieg
Nagl System

> Nagl-System

Hersteller: W. Blaim, Innsbruck 

Einziges Gerät mit Zugpropeller

Motor: Solo mit ca. 10 kW, oder Eigenumbau eines Motorradmotors 
bislang einziges Modell mit Zugpropeller
mit Zusatz "Wagerl" auch Rollstart fähig!

Fläche: praktisch jeder Drachen, Rettungssystem im Gurtzeug - geringe Verbreitung

>Skylift 3000

Die seit August 2010  bestehende Firma Aerotechnics EPV GmbH auf dem Flugplatz Bienenfarm bei Berlin hat das Gerät entwickelt

Fußstart UL, der Motor (Radne 120) wird extra montiert. Dazu kann das für den Hangstart verwendete Gurtzeug ohne Umbau verwendet werden. Rollstartfähig! 
Eine Elektroversion war
geplant.

Das Projekt ist 2013 eingestellt worden.

f-mini2.jpg (7790 Byte)

> Mini II

Gerät wird seit 1992 nicht mehr produ-
ziert. Hersteller damals: Firma Seiffert

Gerät kaum noch auf dem Gebraucht-
markt erhältlich.     

Fläche: Focus 18

Motor: König 3-Zylinder, ca. 18 kW

Zugelassen für zwei Personen. Damit kann ein Passagier mitgenommen werden.

Produktion eingestellt

Doodle Bug


> Doodle Bug

sitzend zu fliegendes footlaunched UL

Fläche: praktisch jeder Drachen, 

Motor: Radne 120, 9 kW

besonders in England oft verkauftes UL

Produktion  eingestellt 

Raven

> Raven

    Produktion eingestellt

Fläche: zahlreiche Hängegleiter, Rettungssystem im Gurtzeug

Motor: Radne 120, 9 kW - Die Ähnlichkeit zum Wasp ist unverkennbar. 

Piccolo

> Piccolo

Hersteller: Drachenstudio Kecur, Mettmann

Gerät wird nicht mehr hergestellt, kaum  Gebrauchtgeräte am Markt, geringe Verbreitung      

Fläche: Tropi, Rettungssystem am Turm

Motor: Solo, 9 kW

Vom Aufbau her ein Minimum, das sitzend geflogen wird; Drachen muss speziell umgebaut werden

Produktion eingestellt

Motor Mini II

> Mini II   "neu"

Versuch eines Minimums für zwei Personen

        
 
noch keine Zulassung (08.14)

Auf Basis des Seiffert Mini II baut der Berliner Markus Hanisch ein modernes Mini II. Er verwendet einen Viertakter (an Stelle des König Motor) bzw. den Hirth F 33.  Eine Zulassung mit dem Bico ist in Arbeit.

> Minimum 1 + 1

Hersteller: NST  Norbert Schwarze, Brennenheide 55 -  33824 Werther

keine Zulassung 

Für zwei Personen ausgelegtes Minimum   Entwicklung eingestellt

Fläche Bico der Firma bautek - Motor F 33 der Firma Hirth 

Projekt eingestellt

Wasp

> Wasp SP

Hersteller: Wasp Systems, England   

keine Zulassung in D  

Fläche: praktisch jeder Drachen, Rettungssystem im Gurtzeug, Maßanfertigung des Gurtzeuges auf den Piloten individuell abgestimmt

Motor: Radne 120, 9 kW

Booster

> Booster

Hersteller: Pegasus Aviation, England 

keine Zulassung in D

  

Fläche: praktisch jeder Drachen, Rettungssystem im Gurtzeug 
Motor: Radne 120, 9
kW - Motoreinheit extra, Gurtzeug wird hier eingehängt 

 Produktion eingestellt 

Zenon

Zenon

Hersteller: Sky Gear  Preis: ca. 4500 €

keine Zulassung In D      

Aufbau wie der Booster, Gurtzeug kann getrennt zum Drachenfliegen genutzt werden.

Motoreinheit: Radne 120  

Explorer LD

Hersteller: Airtime Products, Australien Gerät wird in D nicht angeboten.

keine Zulassung In D 

Fläche: praktisch jeder Drachen, Rettungssystem im Gurtzeug

Motor: Radne 120 mit 9 kW

Nachbildung des schwedischen Mosquito mit einigen Detailänderungen. 

Maximum

> Maximum

Gerät wird seit 1989 nicht mehr produ-
ziert. Es
fand nur wenig Verbreitung.                            

Fläche: praktisch jeder Drachen, Rettungssystem am Turm
Motorgurt, voll Rollstart fähig 

Motor: Solo, 9 kW

 Produktion eingestellt 

Motorschirm

Motorschirme

Motorisierte Gleitschirme, mittels eines Rucksackmotors, Paramotors

Es gibt es große Zahl von Herstellern und Marken.           

Fläche: speziell auf die höhere Belastung abgestimmte Gleitschirme und Rettungsgeräte

Motor: verschiedene Varianten, Solo, HIrth, Racket, Simonini von 10 bis 28 PS -

Es gibt auch Doppelsitzer.

 

Motorschirm-Trike

Motorschirm-Trikes

Leichte  Trikes mit einem Gleitschirm als Fläche; zunehmender Markt:  bereits mehrere Hersteller und zahlreiche Typen             

Fläche: speziell auf die höhere Belastung abgestimmte Gleitschirme und Rettungsgeräte

Motor: Hirth 28 PS, Rotax 582 64 PS u.a. Es gibt auch Doppelsitzer. Diese liegen allerdings über 120 kg Leermasse und fallen in die Kategorie Trike.

motorisierte Gleitschirme keine Extraübersicht geplant

 


 

Welche Ultraleichtflugzeuge sind das?

Definition laut § 1 Abs. 4 LuftVZO:   Ein- oder zweisitzige Luftsportgeräte mit oder ohne Motor mit einer höchstzulässigen Leermasse von 120 kg einschließlich Gurtzeug und Rettungsgerät.

Als "leichte Luftsportgeräte" gelten damit:
- Motorschirme   - 
  Motorschirm-Trikes   -  Fußstart-ULs    -  Trikes  -  Dreiachser

             immer unter der Voraussetzung, dass die Leermasse von 120 kg nicht überschritten wird.

Die Musterzulassung für die o.g. Geräte ist weggefallen (§ 1 Abs. 4 LuftVZO).
An deren Stelle tritt die Musterprüfung (Nachweis des Herstellers über die Erfüllung der Lufttüchtigkeitsforderungen nach  § 10a der LuftGerPV).

Diese Musterprüfung wird bei einer vom LBA hierfür anerkannten Prüfstelle vor Auslieferung des ersten Gerätes dieses Musters durchgeführt und bescheinigt. Hierbei muss auch die Einhaltung der Lärmemissionsgrenzwerte geprüft werden. Zur Zeit (08.2015) gibt es noch keine zertifizierte Prüfstelle in D. Neuere Geräte haben eine französische Zulassung. Diese gilt auch in anderen EU-Staaten, also auch bei uns.

Bei der Auslieferung muss der Hersteller für jedes Gerät die Stückprüfung vornehmen.

Diese Ultraleichten sind von der jährlichen Nachprüfung durch einen lizenzierten Prüfer befreit. (Alle sonstigen ULs müssen zur Jahresnachprüfung!)

Es gilt folgende Regelung: "Die Lufttüchtigkeit des Luftfahrtgeräts nach § 10a ist nach den vom Hersteller vorgegebenen Anweisungen durch den Halter oder in dessen Auftrag nachzuprüfen oder nachprüfen zu lassen. Der Halter ist für die rechtzeitige und vollständige Durchführung der Prüfungen verantwortlich. Er hat Mängel an dem Luftfahrtgerät oder an den Prüfanweisungen unverzüglich dem Hersteller zu melden."

"Luftfahrtgeräte nach § 1 Abs. 4 sind von der Verkehrszulassung befreit."

Damit brauchen diese Ultraleichtgen kein Kennzeichen. Wer auf Flugplätzen fliegt, sollte sich aber eines zuteilen lassen, damit er im Funkverkehr eindeutig identifizierbar ist.

Sie müssen Haftpflicht versichert sein - Halterhaftpflichtversicherung für Ultraleichtflugzeuge.

Gestartet darf nur von für UL zugelassenen Plätzen werden.

Ein Start irgendwo von der grünen Wiese ist Schwarzfliegerei! Bei einer Anzeige drohen empfindliche Strafen, außerdem bekommt man im Schadensfall Schwierigkeiten mit der Versicherung, v. a. der  Krankenversicherung.

Man benötigt natürlich eine Pilotenlizenz - Luftfahrerschein für Luftsportgeräte. Näheres dazu hier.

Einzelne Fotos sind m. G. der HP der Hersteller entnommen. Genaue Angabe bei der ausführlichen Vorstellung der Geräte auf der Einzelseite.